Bildbearbeitung

Einige Stichworte und Sammlungen zum Thema Bildbearbeitung

Gradationskorrektur

  • man spricht von einer Filterfunktion, die auf den Kontrast und die Schärfe im Bild einwirken
  • Tonwertverlauf kann weicher oder härter gestaltet werden
  • eine Kontraststeigerung ist bis zur vollständigen Strichumsetzung möglich
  • auch Schärfe und Detailkontrast lassen sich beeinflussen

Pixelretusche

  • die Fehlstellen im Bild werden durch die Retusche korrigiert
  • hierfür stehen Pinsel und Airbrush zur Verfügung
  • mit Hilfe der Airbrush-Funktion können z.B. einfarbige Fotos coloriert werden

Bildmontage

  • auch Composing genannt, erlaubt das Kombinieren von 2 oder mehr Vorlagen
  • best. Bildbereiche können freigestellt und nahtlos eingefügt werden
  • um einen Bildteil zu trennen und auf einen anderen Hintergrund zu stellen, ist Maskenherstellung erforderlich

Geometrieänderung

  • durch sie werden die Dimensionen und Positionen der Bilder festgelegt
  • hier sind folgende Möglichkeiten gegeben:
  • Skalieren (stufenlos vergrößern oder verkleinern)
  • Verschieben
  • Drehen
  • Spiegeln
  • Dehnen oder Verzerren

Bildgestaltende Möglichkeiten

  • vergrößern, verkleinern
  • einpassen des Bildes in vorgegebene Flächen
  • Spiegeln, Neigen, Drehen
  • Zoomen, Dehnen, Stauchen
  • Herstellen von Farbverläufen
  • Strichumsetzungen
  • Gradationsänderungen
  • Einfärben von Flächen
  • Weichzeichnereffekte oder Soften
  • Herstellung von Bildkombinationen
  • Vervielfältigung
  • Entfernung
  • Farbänderung von Bildteilen
  • Airbrusheffekte
  • Schwächung und Hervorhebung von Bildteilen
  • diverse Filter

Retuschierende Bearbeitung

  • Pinselretusche
  • lasierende und deckende Retusche
  • glättende Retusche
  • Pixelcopy-Retusche (kopierende Retusche)
  • Airbrushfunktionen
  • Plus- und Minuskorrektur
  • Steigerung der Lichter- und Tiefenzeichnung
  • Verbesserung der Detailzeichnung und der Bildschärfe
  • Kontraststeigerung
  • Farbstichentfernung
  • selektive Farbkorrektur
  • Entfernen von Flecken und Fehlstellen
  • Erzeugung von Masken zur Freistellung oder Überlagerung von Bildteilen

Druckverfahrensbezogene Bildbearbeitung

  • Kontrolle des elektronisch errechneten Schwarzauszugs
  • Kontrolle der Farbbalance
  • Unterfarbenentfernung
  • Unbuntaufbau und Buntaddition
  • Kontrolle konvertierter Datenformate
  • Kontrolle und Ergänzung zur elektronischen Seitenmontage aus Bildern und Text
  • Über- und Unterfüllungen
  • Abstimmung der Bilddateien auf Ausgabestation und Druckverfahren
  • Festlegung von Rasterweite
  • Rasterwinkelung
  • Kompensation des Druckverfahrens
  • Bildgestaltende Bearbeitung ist in Zusammenarbeit mit Auftraggebern, Werbeagenturen und Grafikdesignern lösbar
  • die Gestaltungsmöglichkeiten die von den einzelnen Programmen geboten werden, werden allerdings meistens nicht genutzt
  • Reprofachleute konzentrieren sich auf elektronischen Retuschen und Berücksichtigung des Druckverfahrens
  • nach dem Scannen liegen Ton- und Farbwerte analog zu den messbaren Dichtewerten des Bildes in digitalisierter Form vor
  • sie sind als Datei auf der Festplatte gespeichert
  • Bilddateien für elektronische Retusche benötigen Speichermedien hoher Kapazität und leistungsfähige Rechner
  • die allg. Bildqualität ist mit dem Auflösungsvermögen verbunden
  • Hochauflösung erfordert längere Rechenzeiten
  • bei Korrekturen und Veränderungen verlängert sich der Rechenprozess

Grundlegende Bildeinstellungen, Retuschen und Änderungen

  • Bildbearbeitungsprogrammen bieten auch technische Funktionen für eine erfolgreichen Reproduktion an
  • sie dienen der Bildeinstellungen in bezug auf das Druckverfahren
  • es gibt Funktionen für die Beeinflussung von:
  • Bildformat – Kontrast- und Schärfeverbesserung
  • Dateigröße – Beseitigung von Bildfehlern und Störungen
  • Dateientransfer
  • Farbraumumrechnungen
  • Datenkompression
  • Farbkorrekturen, Farbtrennung
  • Tonwertkorrektur
  • Vergrößerung und Verkleinerung von Farbflächen
  • Messung
  • Grau- und Farbbalance
  • Freistellungen
  • Rasterung
  • Text- und Bild- Bild- Integration

Optimierung der Bildschärfe

  • ist nach dem Scannen und der Übernahme von Bildern aus Photo-CD´s oft notwendig
  • hierzu gibt es spezielle Filter und Einstelloptionen, die versch. Grade der Schärfeverbesserung erlauben
  • die Filter heißen Unscharf maskieren, Scharfzeichnen und stark scharfzeichnen

Weiß- und Schwarzeinstellung

  • für die Ausgabe im Druck kann die Bilddatei Weiß und Schwarz in bezug auf das aktuelle Bild abgeändert oder festgelegt werden
  • es lässt sich mit virtuellen Weiß- und Schwarzpunktpipetten der Weiß- und Schwarzpunkt im Bild verändern
  • in der Regel können die Werte in RGB-Zahlen von 0 für Schwarz bis 255 für Weiß oder in CMYK-Rasterprozentsätzen zwischen 0% für Weiß und 100% für Schwarz gemessen werden
  • zwischen diesen Prozentsätzen für Weiß und Schwarz liegt die Abstufung der Tonwerte, die im Druck wiedergegeben werden können
  • für die Messung von Bildtonwerten und ihren Änderungen ist ein virtuelles Densitometer-Tool vorhanden

Tonwert- und Bildkontrastkorrektur

  • für diese Korrekturen stehen Fenster mit Interaktions- oder Eingriffsmöglichkeiten zur Verfügung
  • der Bildzustand vor und nach der Änderung wird für die Tonwertkorrektur über ein Histogramm sichtbar gemacht
  • das Histogramm zeigt den Tonwertbestand des Bilds in Form einer statistischen Verteilung der Tonwerte im Bild für die vorgegebenen RGB-Abstufungen von max. 0 bis 255
  • diese Extremwerte sind im Druck nicht reproduzierbar
  • deswegen muss der Tonwertumfang begrenzt oder angepasst werden
  • die korrekte Einstellung entspricht der Weiß- und Schwarzbestimmung für zu druckende Bilder
  • mit Reglern unter dem Histogramm lassen sich extreme Tonwertstufen am Anfang und Ende zusammenfassen oder nach innen versetzen
  • der Bildkontrast kann zusätzlich geändert werden
  • der Bildkontrast wird als Zahl oder Gammawert angezeigt
  • ein Gammawert von 1,00 bedeutet keine Kontraständerung
  • ein erhöhter Wert bedeutet im RGB-Modus Bildaufhellung

Gradationskurven

  • sie zeigen das Verhältnis zwischen bestehenden Tonwerten und abgeänderten Tonwerten
  • wenn keine Änderung erfolgt, ist die Gradationskurve eine Kennlinie, die im Winkel von 45° verläuft
  • den vorhandenen Tonwerten auf der Abszisse lassen sich Ausgabewerte auf der Ordinate zuordnen
  • hierbei sind gezielte Änderungen möglich
  • mit der Gradationskurve ist es möglich, unter Beibehaltung der Eckwerte für das eingestellte Weiß und Schwarz Tonwertbereiche selektive anzuheben oder abzusenken
  • Lichter, Schatten, Vierteltöne, Mitteltöne und Dreivierteltöne sind beliebig einstellbar
  • eine differenzierte Festlegung der Kontrastverhältnisse ist im Bild möglich

Farbkorrekturen

  • alle Farbumrechungen basieren auf augenbezogenen, errechneten Normfarbwerten CIE XYZ und hierauf aufbauenden CIE-Farbenordnungen wie dem CIE L*a*b*-System
  • deshalb können die Farbkorrekturen intuitiv nach den Parametern Farbton, Sättigung und Helligkeit (engl. Hue, Saturation, Value oder Brightness) vorgenommen werden
  • das zugeordnete Farbmodell heißt HSV, HSB oder Lab.
  • mit den Einstellgrößen werden Farben unter visueller Kontrolle regelbar
  • sie lassen sich durch Farbumrechnung in geräte- und prozessbezogene Farbsysteme wie RGB für den Monitor und CMYK für den Druck vor der Ausgabe übertragen

Grau- oder Farbbalance, Farbton, Sättigung, Helligkeit

  • mit diesen Einstellungen lassen sich gezielt Korrekturen vornehmen
  • sie lassen sich alle getrennt voneinander regeln, um den Farbtonwert zu optimieren

Selektivkorrektur

  • sie bezeichnet Farbwertänderungen, die nur in ausgewählten Farbbereichen wirksam werden
  • z.B. können Cyananteile in Hauttönen vermindert, im Violettblau verstärkt werden

Gradationskorrektur

  • erfolgt entweder während der Farbberechnung oder in einem separaten Gradationsprozess
  • Lichter, Mitteltöne und Tiefen sind gezielt veränderbar, Anfangs- und Enddichten sowie der Bildkontrast werden festgelegt

Grau- oder Farbbalance

  • ist dann gegeben, wenn die Gradationskurven der Teilfarben Gelb, Magenta, Cyan im Farbauszug in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen
  • nur dann ergeben sich neutrale Grautöne
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3.333335
Durchschnitt: 3.3 (3 Stimmen)

Tonwertkorrektur (Histogramm)

Wenn ein Bild nicht optimal eingescannt wurde oder die Vorlage mangelhaft war, kann es passieren, dass der Scan zu dunkel, zu hell oder kontrastarm und flau erscheint.
In fast jedem brauchbaren Bildbearbeitungsprogramm findet man die Einstellung Tonwertkorrektur. Die Tonwertkorrektur bietet Möglichkeiten zur Beeinflussung der Helligkeitsverteilung. Entweder hat man die Möglichkeit, die Einstellungen manuell vorzunehmen, oder eine Automatik übernimmt die Korrektur.
Bei Helligkeit/Kontrast – der Funktion die man wohl als erste wählen würde, um ein zu dunkles Bild aufzuhellen oder ein zu helles Bild abzudunkeln – wirken sich die gemachten Einstellungen auf das ganze Bild aus. Alle Pixel werden heller oder dunkler und der Kontrast zw. den Pixeln ändert sich gleichmäßig in allen Helligkeitsbereichen.

Neben dem Festlegen des Tonwertbereichs kann man im Dialogfeld „Tonwertkorrektur“ die Farbbalance eines Bildes korrigieren.

So stellt man im Feld „Tonwertkorrektur“ die Farbbalance ein:
1. Platziere einen Farbaufnehmer im Bild auf einem Bereich mit neutralem grau.
2. Öffne „Tonwertkorrektur“
3. Doppelklick im Dialogfeld „Tonwertkorrektur“ auf die graue Pipette, um den Farbwähler anzuzeigen. Gebe die Farbwerte für das neutrale Grau ein, auf OK klicken. Weise dem neutralen Grau generell gleiche Farbkomponentenwerte zu. Verwende z.B. gleiche Rot-, Grün- und Blauwerte, um in einem RGB-Bild ein neutrales Grau zu erzeugen.
4. Klicke im Bild auf den durch den Farbaufnehmer markierten, neutral grauen Bereich.
5. Klicke auf OK.

Der Tonwertkorrektur-Dialog, zeigt also den Tonwertumfang für ein aktiv geöffnetes Bild. Auf der x-Achse werden alle vorkommenden Tonwerte gezeigt. Jeder Kanal hat max. 256 Tonwerte oder Helligkeitswerte, Werte also von 0-255. Der Tonwertumfang meint alle im Bild vorkommenden Tonwerte, spiegelt also die Spanne zwischen den dunkelsten (Tiefen) und den hellsten (Lichter) Tönen wider, d.h. die Verteilung von links Schwarz und rechts Weiß. Dazwischen werden die Mitteltöne angezeigt.
Die y-Achse zeigt die Häufigkeit der Pixel einer Tonwertstufe. Je länger der Strich, desto mehr Pixel dieser Tonwertstufe sind im Bild vorhanden. Striche mit Zwischenräumen weisen darauf hin, dass hier Tonwerte, also Bildinformationen fehlen.

Der Tonwertkorrekturdialog liefert ein Histogramm zur Beurteilung der Qualität eines Bildes anhand der vorkommenden Tonwerte, quasi eine Art Statistik: alle vorkommenden Tonwerte und die Häufigkeit dieser Tonwerte im Bild werden angezeigt.
Man kann die Tonwertkorrektur mit den Schiebereglern vornehmen oder Ziffern in die Eingabefelder bei Tonwertspreizung eintragen. Man definiert damit Zielwerte für den dunkelsten oder hellsten Tonwert und den mittleren (Gamma-Wert).

Bewertung: 
4
Durchschnitt: 4 (4 Stimmen)

Bilddatenkompression

Warum werden Daten komprimiert:

  • Speicherplatz sparen
  • Übertragungszeiten verringern
  • Ladezeiten von Websites verkürzen

Arten von Kompression

Kompressionsverfahren (Auswahl)

  • JPEG-Komprimierung (lossy)
  • Diskrete Kosinustransformation & Quantifizierung (lossy)
  • Huffman-Codierung (lossless)
  • LZW-Komprimierung (Lempel-Ziv-Welch) (lossless)
  • RLE-Komprimierung (Run-Length-Encoding) (lossless)
  • PNG-Komprimierung (lossless)

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Disclaimer: Dieser Beitrag ist mit großer Wahrscheinlichkeit unvollständig und zum Teil sehr stark vereinfacht. Das ganze Thema ist sehr komplex, mein Ziel war nicht die Vollständigkeit, sondern ein grobes Verständnis um in der Prüfung nicht mit null Punkten nach Hause zu gehen. Ich ermutige jede*n Leser*in die hier erwähnten Stichpunkte als Anlass für die eigene Recherche zu nehmen.

verlustbehaftete Kompression

  • Bildpunkte werden zusammengefasst
  • Informationen gehen verloren & können nicht wiederhergestellt werden

Womit:

  • JPEG-Kompression (Fourier-Transformation)
  • Wavelet (JPEG 2000)
  • Diskrete Kosinustransformation
  • Fraktale Kompression

Wofür:

  • JPEG, MP3, AAC, AVC, HEVC, MPEG

Vorteile:

  • sehr starke Verkleinerung möglich
  • Grad der Kompression wählbar
  • von vielen Tools & Software unterstützt
  • Kompressionbei Bildern bis zu gewissem Grad nicht vom menschlichen Auge erfassbar

Nachteile:

  • Datenverfall
  • Qualitätsverlust
  • nicht wiederherstellbar

verlustfreie Kompression

  • "Redundanz reduzierend", d.h. überflüssige oder doppelte Information wird zusammengefasst
  • verringert die Dateigröße ohne Qualitätsverlust
  • Informationen können wieder hergestellt werden

Womit:

  • RLE-Kompression
  • LZW-Komprimierung
  • Huffman-Codierung

Wofür:

  • GIF, RAW, PNG, BMP, WAV, FLAC, ZIP, RAR

Vorteile:

  • Qualität bleibt bei verringerter Größe erhalten
  • z.B. für Medizinische Bilder/Dokumente, Bankdaten, wichtige Textdokumente

Nachteile:

  • komprimierte Dateien sind größer als bei lossy Kompressionsverfahren

Kompressionsverfahren

JPEG-Komprimierung (lossy)

  • am weitesten verbreitet
  • für Bilder im Internet, PDF, TIFF

Ablauf:

1. Konvertierung der Bildfarben

  • YUV-, YCbCR-Farbraum
  • Helligkeit wird von Farbinformation getrennt

2. Subsampling der Farbanteile

  • Farbwerte werden gemittelt und neu gespeichert
  • Helligkeit bleibt gleich
  • Beispiel:
    Subsamplingrate von 4:1:1 = 4 Bildpixel werden zu einem Wert gemittelt (der Wert der am meisten überwiegt)

3. Blockbildung

  • Bild wird in 8x8 große Pixel-Blöcke aufgeteilt & als JPEG gespeichert

Diskrete Kosinustransformation & Quantifizierung (lossy)

  • starke Kanten und kontrastreiche Details werden stark reduziert gespeichert
  • hohe Kompressionsrate führt zu sichtbaren Artefakten

Huffman-Codierung (lossless)

  • Häufigkeiten von Werten werden ermittelt (Histogramm)
  • häufig vertretende Werte werden mit kurzem Binärcode gespeichert
  • selten auftretende Werte werden mit längerem Binärcode gespeichert

LZW-Komprimierung (lossless)

  • Abfolge von Pixeln bilden Muster
  • Muster werden bei erstmaligem Auftreten in einer Muster-Bibliothek gespeichert
  • tritt Muster erneut auf, wird auf den Index in der Bibliothek verwiesen

RLE-Komprimierung (lossless)

  • am einfachsten
  • Pixel mit gleicher Farbe in einer Bildzeile werden zusammengefasst
  • gespeichert wird die Anzahl der Pixel und deren Farbwert

PNG-Komprimierung (lossless)

  • lizenzfrei
  • sehr komplex

1. Filterung (in vier Schritten wird ein Pixel mit seinen Nachbar-Pixeln verglichen)

2. Deflate-Komprimierung (gefiltertes Bild von mit Kombination verschiedener Kompressionsverfahren komprimiert und gespeichert)

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last edited 12/22

 

 

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Bildkomprimierung

Bildkomprimierung
- für einzelne Dateiformate werden verschiedene Komprimierungstechniken angeboten

LZW – Lempel-Ziff-Welch
- Verlustfreie Komprimierung von 24- und 32-Bit-Farbbildern und Grafiken sowie indizierte Dateien mit bis zu 256 Farben in den Dateiformaten TIFF, PDF und GIF
- in der Abfolge von Pixeln wiederholen sich bestimmte Muster
- bei einer Komprimierung wird eine Musterbibliothek angelegt, bei mehrfacherer Verwendung eines Musters wird nicht mehr das Muster sondern nur noch der Bibliotheksindex gespeichert

JPEG – Joint Photographic Experts Group
- Verlustbehaftete Komprimierung für 24- und 32-Bit-Farbbilder, die von den Dateiformaten JPEG, TIFF und PDF unterstützt wird
- weitesten verbreite Bilddatei- und Komprimierungsverfahren für Internet
- wird aber auch in anderen Formaten wie PDF und TIFF eingesetzt
- erfolgt in mehreren Schritten, die nacheinander abgearbeitet werden

PNG – Portable Network Graphics
- lizenzfreie Alternative zum GIF
- besitzt eigenes komplexes Kompressionsverfahren zur verlustfreien Komprimierung
- unterstützt zwischen 1- und 64-Bit-Bilder
- wird von allen Browsern unterstützt

GIF – Graphics Interchange Forma
- erlaubt verlustfreie Komprimierung
- mehrere Einzelbilder können in einer Datei abgespeichert werden(Animation)
- Grafikformat für Bilder mit Farbpalette

Huffman-Codierung
- die Werte in einer zu codierenden Datenmenge sind ungleichmäßig in ihrer Häufigkeit verteilt
- die häufigsten Werte werden mit dem kürzesten Binärcode bezeichnet, die seltensten haben den längsten
- die Häufigkeitsverteilung der Ton- und Farbwerte erfolgt über Histogramme

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Bildkorrektur

Es gibt viele Arten von Korrekturen, die man an einem Bild durchführen kann und die meisten Korrekturen können mit unterschiedlichen Herangehensweisen erreicht werden.

Wenn ein Bild im RAW-Format vorliegt, kann man es bereits vor dem eigentlichen Öffnen in Photoshop sehr umfangreich bearbeiten. Hier ist es möglich z.B. Belichtung, Weißabgleich/Farbtemperatur, Objektivverzerrung, Bildschärfe/Rauschreduzierung am RAW, welches noch die vollständige Bildinformation besitzt, nachträglich einzustellen.

Öffnet man das Bild nun in Photoshop, sind viele Möglichkeiten geboten diverse Korrekturen und Veränderungen am Bild durchzuführen. Natürlich gibt es die Einstellung Automatisierten Bildkorrektur, jedoch liegt hierin der Nachteil, dass man nicht selbst bestimmen kann, was am Bild verändert wird. Photoshop macht quasi was es für richtig hält, was aber nicht zwangsläufig auch dem gewünschten Ergebnis entspricht.

Daher ist es ratsam sich das Bild genau anzuschauen, zu überlegen, was ist gut, was ist schlecht, was möchte ich verändern/verbessern und anschließend die Korrekturen manuell auswählen und einstellen.

Generell macht es sinn gute Bildauswahlen zu erstellen und mit Hilfe von Masken nur die Teilbereiche zu bearbeiten, die der jeweiligen Korrektur bedürfen.

Wichtige Korrekturen und einige Möglichkeiten sie umzusetzen sind z.B.:

Helligkeitsveränderungen (zu helle Bilder abdunkeln, zu dunkle Bilder aufhellen):

  • Gradationskurve,
  • Bildkorrektur Tiefen/Lichter,
  • Tonwertkorrektur

Kontrast (bei flauen Bildern erhöhen):

  • Gradationskurven,
  • Tonwertkorrektur,
  • Ebenen ineinanderkopieren

Farbstiche entfernen: 

  • Gradationskurven
  • Farbbalance
  • Farbton/Sättigung
  • Selektive Farbkorrektur

Retusche/Bildmanipulation:

  • Ausbessern-Werkzeug,
  • Kopierstempel,
  • Dodge&Burn-Methode,

Schärfen/Struktur hervorheben:

  • Filter: Unscharf maskieren
  • Filter: Hochpass + Ebeneneinstellung Ineinanderkopieren
  • Filter scharfzeichnen

Hauttöne überarbeiten:

  • Gradationskurven (meist etwas weniger Cyan, damit die Haut im Druck nicht "dreckig" wirkt)

Freisteller:

  • Ebenenmaske über freizustellendes Objekt legen und die Bereiche, die ausgeblendet werden sollen, auf der Maske mit schwarz füllen, was zu sehen sein soll hingegen weiß einfärben
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Graubalance

Bei der Graubalance handelt es sich um das Zusammenspiel der drei Grundfarben Cyan, Magenta und Yellow im Druck....

Wenn man mit diesen drei Farben ein neutrales Grau drucken möchte, muss man bestimmte Rasterwerte einhalten damit es neutral (also ohne Farbstich) wird. Dies geschieht in der Reproduktion bzw. ist in den ICC-Farbprofilen vorgegeben.

Man könnte glauben, dass z.B. 40% Cyan, 40% Magenta und 40% Yellow grau ergeben – so ist es aber leider nicht.

Warum nicht?: Weil die Beschaffenheit der Pigmente in den drei Farben nicht optimal ist. Und somit hat man ermittelt, dass Cyan einen höheren Tonwert benötigt als etwa Magenta und Yellow. So kam man auf Werte wie: C. 50%, M: 40%, Y: 40%...

Bei der GCR-Farbseparation versucht man graue Farbtöne oder Grauanteile der Mischfarbe durch Schwarz anstelle der drei Farbanteile C,M,Y zu drucken. Dadurch hat der Drucker weniger Probleme ein Bild mit den richtigen Farben  zu drucken. Grau wird immer ohne Farbstich gedruckt, da keine bunten Farben mitdrucken und in Farben in denen 3 Grundfarben vorkommen (Tertiärfarbe) wird die mögliche Farbabweichung minimiert.

 Außerdem hat der Drucker mit dem Graubalance-Feld im Druckkontrollstreifen ein Hilfsmittel, um visuell zu prüfen, ob er die Farbeinstellung der Farbwerke richtig vorgenommen hat. Er erkennt am Graubalancefeld, welches im 40% und 80% Tonwert-Bereich vorhanden ist, ob ein Farbstich und somit eine falsche Farbeinstellung der Druckmaschine vorliegt. Vorraussetzung: Richtige ICC-Profile bei der Farbseparation und richtig belichtete Druckplatten, richtige Papierwahl, etc.

 

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3.5
Durchschnitt: 3.5 (2 Stimmen)

Keying

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Tonwertbeurteilung

Aufgrund der Papiereigenschaften (z. B. seiner Saugfähigkeit) und der im Druckprozess wirkenden Kräfte, die die Farbe auf das Papier bringen, und abhängig von der in der Maschine vorhandenen Farbmenge, sind die Druckpunkte auf dem Papier größer als die auf der Druckplatte vorhandenen Formen. Dadurch wird das Motiv dunkler wiedergegeben. In dunklen Bereichen besteht die Gefahr, dass Druckpunkte zusammenlaufen und Details sowie Zeichnung verloren gehen. Im Bogenoffset auf gestrichenem Papier liegt der Punktzuwachs bei ca. 15% in den Mitten.


Druckfarbe wird erst auf den Zwischenspeicher Gummituch aufgetragen. Von dort wird die Farbe durch Kraftanwendung auf den Bedruckstoff gedruckt. Die Druckfarbe in der Maschine unterliegt einer mechanischen Veränderung - sie versucht dem Druck auszuweichen und wird gequetscht. So wird ein Rasterpunkt mechanisch verbreitert. Je höher die Rasterweite, desto höher ist der Tonwertzuwachs. Die Tonwertzunahme bei höheren Rasterweiten fällt deshalb höher aus, weil die unbedruckten Stellen weniger werden.

Tonwertzunahme bei verschiedenen Bedruckstoffen
Die Tonwertzunahme bei gestrichenen (coated) Papieren beträgt etwa 9%, bei ungestrichenen (uncoated) Papieren 15% und bei Zeitungsdruckpapieren für den Rollenoffsetdruck bei ca. 30%. Mit den Voreinstellungen von Adobe Photoshop lassen diese Tonwertzunahmen berücksichtigen.


Faktoren der Tonwertzunahme

  • Druckmaschineneinstellungen
  • Druckplattenherstellung (Bildung der Rasterpunktgröße im 50%-Raster)
  • Alter und Art des Gummituches
  • Druckabwicklung Druckform- gegen Gummituchzylinder
  • Druckabwicklung Gummituch- gegen Druckzylinder bzw. gegen Bedruckstoff
  • Verwendetes Raster (Rasterweite und Rasterpunktform)
  • Verwendete Druckfarbe
  • Passer zwischen den einzelnen Farben
  • Tonwertzuwächse der einzelnen Druckfarben (Yellow hat einen anderen Tonwertzuwachs als Magenta, Cyan und Schwarz)
  • Bedruckstoff (Oberfläche, Farbe und Struktur)

Standardisierte Tonwertzunahme
Im ProzessStandard Offset des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) sind die Soll-Werte und Toleranzen der Tonwertzunahme festgelegt.
Schwarz: 3%
Differenz zw. C,M und Y - nicht > 5%


Druckkennlinie
Die Druckkennlinie charakterisiert die Tonwertübertragung von der Datei zum Druck. Die Tonwertzunahme ∆A ist die Differenz zwischen den proportionalen Tonwertübertragung und der sich aus den Messwerten (Papiertyp 1-5 nach bvdm) ergebenden Druckkennlinie.
Tonwertzuwachs ∆A = AD - AF
Die Ideallinie der Tonwertübertragung ist nicht erreicbar. Um eine tonwertgleiche Übertragung zu gewährleisten, muss eine ausgleichende Druckkennlinie verwendet werden.


Tonwertzuwachs und Photoshop
Wenn bei einem Bild ein 50%-er Punkt bzw. Tonwert festgelegt wurde, der Belichter ihn aber mit 59% druckt, tritt in den Mitteltönen ein Tonwertzuwachs von 9% auf. Daraus muss der Wert von 50% um 9% auf 41% reduziert werden. Ps hat eine Reihe von Vorgaben, die den Tonwertzuwachs im Druck bereits berücksichtigen, d.h. auf eigene Standards angepasst werden.

Bewertung: 
5
Durchschnitt: 5 (3 Stimmen)
Textoptimierte Version in Einfacher Sprache: 

Tonwertbeurteilung

Beim Offsetdruck werden die Druckpunkte auf dem Papier meist größer als auf der Druckplatte. Man spricht dann von Tonwertzunahme. 

Mögliche Ursachen:
  • Eigenschaften des Papiers, z.B. Saugfähigkeit (Beispiele siehe Tabelle)
  • Kraft, mit der die Farbe auf das Papier gedruckt wird.
    Die Farbe wird unter Druck vom Gummituch auf den Bedruckstoff übertragen.
    Dabei wird die Farbe gequetscht und der Rasterpunkt wird breiter.
  • Farbmenge in der Maschine
Folgen:
  • Das Motiv wird dunkler.
  • In dunklen Bereichen können Druckpunkte zusammenlaufen.
  • Details können verloren gehen.

Je höher die Rasterweite, desto höher ist die Tonwertzunahme.

Grund:

Bei höheren Rasterweiten gibt es weniger unbedruckte Stellen.

Tonwertzunahme bei verschiedenen Bedruckstoffen

2-Spalten-Tabelle. Tonwertzunahme bei Bedruckstoffen. Die Tonwertzunahme ist circa 9 Prozent bei gestrichenem Papier, gestrichenem Papier im Bogenoffsetdruck, ungestrichenem Papier, Zeitungspapier im Rollenoffsetdruck.

In den Voreinstellungen von Adobe Photoshop kann man Tonwertzunahmen berücksichtigen.

Faktoren der Tonwertzunahme

  • Einstellungen an der Druckmaschine
  • Druckplatten-Herstellung (Bildung der Rasterpunktgröße im 50%-Raster)
  • Alter und Art des Gummituches
  • Druckabwicklung Druckformzylinder à Gummituchzylinder
  • Druckabwicklung Gummituchzylinder à Druckzylinder bzw. Bedruckstoff
  • verwendetes Raster (Rasterweite und Rasterpunktform)
  • verwendete Druckfarbe
  • Passer zwischen den einzelnen Farben
  • Tonwertzunahmen der einzelnen Druckfarben (bei Yellow anders als bei Magenta, Cyan und Schwarz)
  • Bedruckstoff (Oberfläche, Farbe und Struktur)
  • Standardisierte Tonwert-Zunahme


Im ProzessStandard Offset des bvdm (Bundesverband Druck und Medien) sind die Soll-Werte und Toleranzen der Tonwertzunahme festgelegt: Schwarz: 3%, Differenz zwischen Cyan, Magenta und Yellow nicht über 5% .

Druck-Kennlinie

Die Druck-Kennlinie beschreibt, wie sehr ein gedruckter Rasterpunkt von dem Rasterpunkt der Originaldasten abweicht. Das heißt: Wie sehr ein Rasterbild durch die Tonwertzunahme im Druck dunkler wird.

Mit der Druck-Kennlinie kann man also prüfen, ob ein gedruckter Punkt genauso ist wie in der Vorlage. Die Druck-Kennlinie ist auch abhängig von der Drucktechnik und vom Bedruckstoff.

Tonwertzunahme ∆A = Differenz zwischen den Tonwerten der Originaldaten und dem Druck.

Die ideale Linie der Tonwertübertragung gibt es nicht. Man muss eine ausgleichende Druck-Kennlinie verwenden, damit die Tonwerte möglichst gleich übertragen werden.

4-Spalten-Tabelle: Vergleich der Tonwertzunahme Delta A in Abhängigkeit vom Papiertyp und den Rastertonwerten.

Tonwertzunahme und Photoshop

Beispiel:

Bei einem Bild ist ein 50% Punkt bzw. Tonwert festgelegt, aber der Belichter druckt mit 59%.
Dann ist die Tonwertzunahme in den Mitteltönen ist 9%.

Folge:

Man muss den Wert um 9% reduzieren, also von 50% auf 41%.

In den Voreinstellungen von Photoshop wird die Tonwertzunahme im Druck automatisch auf eigene Standards angepasst.

Tonwertübertragung

Von der Vorlage zur Datei: Die Lichtintensität wird von Sensorzellen aufgezeichnet. In Sensorzellen wird aus unterschiedlicher Lichtintensität unterschiedliche Stromstärke. Die Stromstärke wird in einem Analog-Digital-Wandler in eine Zahl übersetzt. Viel Licht bedeutet eine große Zahl. Bei 8 bit Datentiefe hat man eine Zahlenfolge von 0 – 255. Wichtig ist, sich zu merken, dass 0 = Schwarz ist und 255 = Weiß.

Von der Datei zum Rasterpunkt: Im Druck will man die 256 digitalisierten Tonwertstufen möglichst umfassend reproduzieren. Dazu braucht muss eine Rasterzelle, die aus 256 RELs (Recorder Elemente) aufgebaut werden. RELs sind die Pixel eines Plattenbelichters. Enthält die Rasterzelle deutlich weniger Pixel, lassen sich entsprechend weniger Tonwerte simulieren. In Verläufen entstehen dann sichtbare Stufen, da nicht alle Tonwerte dargestellt werden können. Eine Zahl zwischen 0 - 255 (additiv) wird zu einer Zahl zwischen 255 - 0 (subtraktiv) umgerechnet.

Beispiel 1: Ein digitaler Tonwert von 200 (helles Grau) wird zum analogen Farbwert von 55 (helles Grau) für den Druck gewandelt (255 - 200 = 55). Von 256 möglichen Pixeln werden nur 55 belichtet. Das bedeutet wenig Farbe = heller Tonwert, weil ja auf weißes Papier gedruckt wird.

Beispiel 2: Ein analoger Farbwert von 0 bei gedruckter Farbe ist hellstes Weiß. Das entspricht in der Kamera oder Scanner dem Wert für die maximalste Helligkeit von 255.

Vom Rasterpunkt auf der Druckplatte zum mit Druckfarbe eingefärbten Rasterpunkt
Im Offsetdruck muss ein Gleichgewicht zwischen Wasser und fetthaltiger Farbe erreicht werden. Zu viel Wasser, zu wenig Farbe bedeutet einen zu hellen Druck. Zu wenig Wasser, zu viel Farbe bedeutet einen zu dunklen Druck.

Bei der Übertragung des Rasterpunktes im Offsetdruck auf das Gummituch kann es zu Übertragungsfehlern kommen. Diese Fehler sind das Schieben und Dublieren. Der Rasterpunkt kann auf dem Gummituch größer werden als er auf der Druckplatte war.

Bei der Übertragung des Rasterpunktes im Offsetdruck vom Gummituch auf den Bedruckstoff Papier kommt es zum Tonwertzuwachs (oder Druckpunktzuwachs). Der Tonwertzuwachs ist auch abhängig von den unterschiedlichen Papieren. Je saugender das Papier ist, desto größer wird der einzelne Rasterpunkt beim Druck. Ein größerer Rasterpunkt entspricht einem dunkleren Tonwert.

Korrekturmöglichkeiten von Tonwertveränderungen
Die jeweilige Druckkennlinie zeigt die Veränderungen des Tonwertes in der jeweiligen Druckmaschine (meist wird er dunkler weil bei den diversen Übertragungen der Rasterpunkt größer wird) beim Druck auf bestimmtem Papier.

Die Zunahme des Tonwertes kann bei der Plattenbelichtung berücksichtigt werden: Die Rasterpunkte werden entsprechend kleiner gedruckt, damit sie im Druck schließlich die gewünschte Größe haben. Für die Ermittlung der Tonwertzunahme ist der Mitteltonbereich am aussagekräftigsten. Bei den Mitteltönen sind die Abweichungen im Tonwert am größten.

Bewertung: 
5
Durchschnitt: 5 (1 Stimme)

 

Textoptimierte Version in Einfacher Sprache: 

Tonwertübertragung

Von der Vorlage zur Datei

Dinge, die wir sehen, enthalten Lichtinformationen. Das betrifft analoge Dinge wie Fotografien oder Printmedien, genauso digitale Bilder und Daten am Computer. Licht ist ein notwendiger Bestandteil.

Umwandlung von Licht

Die Lichtintensität wird von Sensorzellen aufgezeichnet. In den Sensorzellen wird unterschiedliche Lichtintensität in unterschiedliche Stromstärken umgewandelt.
Die Stromstärke wird in einem Analog-Digital-Wandler in eine Zahl übersetzt.

Ein Diagramm mit Pfeilen zeigt die Umwandlung von Lichtintensität in Zahlen. Unterschiedliche Lichtintensität wird zuerst in Solarzellen aufgezeichnet und umgewandelt in unterschiedliche Stromstärken. Dann übersetzt ein Analog-Digital-Wandler die unterschiedlichen Stromstärken in Zahlen.

Viel Licht bedeutet eine große Zahl.
Bei 8 bit Datentiefe hat man eine Zahlenfolge von 0 bis 255.

Merke: 0 = Schwarz, 255 = Weiß

Von der Datei zum Rasterpunkt

Im Druck will man möglichst alle 256 digitalisierten Tonwertstufen reproduzieren.
Dazu braucht man eine Rasterzelle, die aus 256 RELs (Recorder Elemente) aufgebaut wird. RELs sind die Pixel eines Plattenbelichters.

Wenn die Rasterzelle weniger Pixel enthält, kann man weniger Tonwerte simulieren.
In Verläufen entstehen dann sichtbare Stufen, weil nicht alle Tonwerte dargestellt werden. Eine Zahl zwischen 0 und 255 (additiv) wird umgerechnet zu einer Zahl zwischen 255 und 0 (subtraktiv).

Beispiel 1:

Digitaler Tonwert = 200 (helles Grau) → analoger Farbwert = 55 (helles Grau, 255 minus 200 = 55). Von 256 möglichen Pixeln werden nur 55 belichtet.
Das bedeutet: wenig Farbe = heller Tonwert, weil auf weißes Papier gedruckt wird.

Beispiel 2:

Ein analoger Farbwert von 0 bei gedruckter Farbe ist hellstes Weiß. Das entspricht in der Kamera oder im Scanner dem Wert für die maximale Helligkeit von 255.

Vom Rasterpunkt auf der Druckplatte zum eingefärbten Rasterpunkt

Im Offset-Druck ist das Verhältnis von Wasser und fetthaltiger Farbe sehr wichtig.

Zu viel Wasser und zu wenig Farbe → zu heller Druck.
Zu wenig Wasser und zu viel Farbe → zu dunkler Druck.

Bei der Übertragung des Rasterpunktes von der Druckplatte auf das Gummituch können Fehler entstehen, z. B. Schieben und Dublieren. Bei diesen Fehlern wird der Rasterpunkt auf dem Gummituch größer als er auf der Druckplatte war.

Bei der Übertragung des Rasterpunktes vom Gummituch auf Papier kommt es zur Tonwertzunahme. Die Tonwertzunahme ist abhängig von der Papiersorte. Je saugender das Papier ist, desto größer wird der einzelne Rasterpunkt beim Druck.
Größerer Rasterpunkt = dunklerer Tonwert.

Mögliche Korrekturen von Tonwert-Veränderungen

Die Druck-Kennlinie zeigt die Veränderungen des Tonwertes beim Druck auf Papier. Meist wird der Tonwert dunkler, weil der Rasterpunkt bei den verschiedenen Übertragungen größer wird.

Man kann die Tonwertzunahme bei der Plattenbelichtung berücksichtigen: Die Rasterpunkte werden kleiner gedruckt, damit sie im Druck die richtige Größe haben.

Die Tonwertzunahme kann man am besten im Mittelton-Bereich berechnen, weil hier die Abweichungen am größten sind.