Prüfungsvorbereitungswiki (AP Sommer 2020)

Viel Erfolg bei den Prüfungen wünscht das Team der Mediencommunity!

Erneut unterstützt die Mediencommunity die Prüfungsvorbereitungen für Mediengestalter/innen und Medientechnologen/innen Druck in Vorbereitung auf die schriftliche Abschlussprüfung am 17.06.2020 (ACHTUNG: neuer Termin).

In unserem Prüfungsvorbereitungswiki können:

  • sich Auszubildende auf ihre Prüfungen vorbereiten, indem sie Beiträge im Wiki lesen, kommentieren, verbessern und erweitern oder selbst Beiträge einstellen;
  • andere Azubis neu eingestellte Beiträge korrigieren;

Moderatoren - das sind zur Zeit Peter Reichard und Thomas Hagenhofer - hilfreiche Hinweise geben und fehlerhafte Beiträge korrigieren, soweit sie noch nicht von anderen Azubis verbessert worden sind.

Zusätzlich bieten wir eine Azubi-Lerngruppe an, in der die Mitglieder Aufgaben einstellen und gemeinsam beantworten können.

Auf diese Weise können sich Azubis eigenständig ihre Prüfungsthemen gemeinsam mit anderen erarbeiten, während sich gleichzeitig ein ständiger Verbesserungsprozess nach dem Wikipedia-Prinzip vollzieht.

Noch einige wichtige Hinweise zum Prüfungsvorbereitungswiki:

Die Moderatoren sind in keiner Weise an der Erstellung der Prüfungsaufgaben beteiligt gewesen.  Daher können sie auch keine Informationen zu konkreten Prüfungsaufgaben geben.

Die Mediencommunity kann aufgrund der oben dargestellten Abläufe keine Gewähr dafür bieten, dass die Angaben im Wiki immer fehlerfrei sind. Die Moderatoren werden sich bemühen, die Beiträge kontinuierlich auf ihre sachliche Richtigkeit hin zu überprüfen. Daher sind alle Nutzer/innen aufgefordert, alle Beiträge kritisch zu hinterfragen und zusätzlich auch andere Quellen (Fachliteratur) zu nutzen. Die Inhalte sollten also auch immer wieder auf aktuelle Veränderungen hin gecheckt werden.

Auszubildende sind in erster Linie selbst für ihre Prüfungsvorbereitung verantwortlich - auch dieses Wiki nimmt Ihnen diese Arbeit nicht ab.

Auf der Seite Kurzanleitung zum Erstellen eines Wikibeitrags kann man nachlesen, wie man eigene Beiträge erstellen kann. Eigene Beiträge, Kommentare und Bewertungen können nur Nutzer/innen eingeben, die in der Community angemeldet sind.

Technische Hilfe und Unterstützung gibt es unter info@mediencommunity.de.

Berufe: 

Mediengestalter-Wiki

Liebe Azubis Mediengestalter/in Digital- und Print,

in diesem Bereich des Prüfungswikis können die vom ZFA bekanntgegebenen Themen für die Fragen der theoretischen Prüfung gemeinsam erarbeitet werden.

Um den Einstieg zu erleichtern, haben wir bereits einige Beiträge aus dem Fundus des ZFA und der Mediencommunity eingestellt. Selbstverständlich können und sollen auch diese bearbeitet und weiter verbessert werden.

Folgende Hinweise gibt der ZFA zu dieser Themenliste:

"Seit Sommer 2010 wurde die Struktur der Mediengestalter-Abschlussprüfung wie folgt angepasst:

Zu jeder Aufgabe wird ein Stichwort genannt wird. So können sich die Prüflinge auch auf den Bereich, der für alle Fachrichtungen identisch ist, besser vorbereiten.

Struktur der Prüfung:

  1. Je Prüfungsbereich „Konzeption und Gestaltung“ und „Medienproduktion“:
    Die Aufgaben U1-U9 sind für alle Fachrichtungen und Schwerpunkte identisch.
  2. Fachrichtungsspezifischer Teil: (siehe u. g. Themengebiete)
    Je Prüfungsbereich „Konzeption und Gestaltung“ und „Medienproduktion“: 3 Aufgaben je Fachrichtung (U10 bis U12).
    Hier werden drei Aufgaben aus der jeweiligen Fachrichtung gestellt. Es ist entweder Gestaltung und Technik, Schwerpunkt Print oder Digital, Beratung und Planung oder Konzeption und Visualisierung zu bearbeiten.
  3. Von den 12 Aufgaben, sind 10 Aufgaben je Prüfungsbereich zu bearbeiten. 2 Aufgaben sind zu streichen. Alle Aufgaben U1 bis U12 sind mit 10 Punkten gleichgewichtig.

Diese Informationen sollen bei den umfassenden Ausbildungsinhalten des Ausbildungsberufes Mediengestalter Digital und Print eine Hilfestellung zur Prüfungsvorbereitung sein.
Weitere Informationen zu den genannten Themengebieten kann der ZFA nicht erteilen."

Technische Hilfe und Unterstützung gibt es unter info@mediencommunity.de oder im Forum.

Einordnung in Rubrik: 
Verlinkung auf Übersichtsseiten: 

Konzeption und Gestaltung

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3.666665
Durchschnitt: 3.7 (3 Stimmen)

Alle Fachrichtungen

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U1: Gestaltungskonzeption

Anleitung für das Wiki
In diesem Wiki könnt ihr gemeinsam Lerninhalte erstellen. Jedes Wiki ist direkt und für jeden angemeldeten User editierbar. Wenn bereits bei vorherigen Prüfungs-Wikis zum Thema (manchmal auch nur Teilgebiete streifend) erstellt wurden, so werden sie unten verlinkt. Ansonsten einfach hier diesen Eintrag überschreiben und mit entsprechenden Inhalten füllen.
Um Beispielaufgaben etc. zu bearbeiten haben wir extra eine Lerngruppe (https://mediencommunity.de/lerngruppe-mediengestalter-ap-sommer-2020) eingerichtet, bitte diese für das gemeinsame Lösen von Aufgaben nutzen.
Viel Erfolg beim Lernen.
Das Team der mediencommunity

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Beispiel für die Erstellung eines Gestaltungskonzeptes

Beispiel für einen inhaltlichen Aufbau

Titel/Umschlag

Vorgaben der Aufgabenstellung beachten. In der Regel sollten hier Name, Kontaktdaten und Prüflingsnummer stehen.

Analyse

Auftrag, kurze Wiederholung oder Zusammenfassung des Briefings (kurze Auflistung der Vorgaben)
Zielgruppe (Allgemein, Soziologische Besonderheiten, Konsumgewohnheiten uvm.)

Angabe über das gewünschte strategische Ziel der Werbemaßnahmen.

Konzept

Vorarbeit (nur wenn sinnvoll und von Vorteil)

Grundidee (Zielerreichung)
Scribbles

Umsetzung

Logo (Farbvarianten-Darstellung für die gefragten Medien in passender Größe. Evtl. in Graustufen und Schwarz abbilden um die Wirkung für bestimmte Medien [z.B. Fax] hervorzuheben)
Aufbau, Farben, Formen und Linien, Symbole, Schrift, Modifikationen an den Buchstaben.

Printmedien
Liste aller gewählten Medien incl. Abbildung, Raumaufteilung/Satzspiegel, Farbklima (mit Angabe und Abbildung der genauen Farben [mit benutzten Halbtönen], Hausfarben – sonstige Farben, Farbbedeutung), Formen und Linien, Blickführung, Kontraste, Formate mit Orientierung (geschlossen und offen), Farbwiedergabe (evtl. Gefahren bzw. Risiken bei der Farbausgabe digital und Druck)

Bedruckstoffe/Papierwahl (Stärke, Typ, Haptik, Farbe, gestrichen/ungestrichen, matt/glänzend, Begründung) mit Muster

Weiterverarbeitung (Falzung, Veredelung, Bildungsarten - evtl. mit Abbildung)

Typografie

Schriftwahl (eher keine Systemschriften wählen) mit –schnitten, -größen und Begründung der Eigenschaften (Lesbarkeit, Textanordnung, Raumaufteilung), Schriftcharakter (Lesbarkeit), Schriftmuster
Evtl. Informationen über die Schrift (Entwickler, Vertrieb)

Satzspiegel (Bund, Kopf, Rand, Fuß, Steg, Spaltenbreite, Spaltenhöhe etc.), Gestaltungsraster, Grundlinienraster

Satzart (incl. Zeilenabstand, Auszeichnungen, Breite…)
-> Schriftmischung

Bilder

Begründung der Auswahl
Anordnung
Anschnitt und Ausschnitt
Skalierung
Bildbearbeitung

Eventuelle zusätzliche grafische Elemente

Tabellen, Infografiken

Zusammenfassung/Fazit

Evtl. Abweichungen vom Scribble begründen
(Eventuelle Textänderungen aus Vorgabe begründen. Vorher sicherstellen, dass es erlaubt ist.)

Verwendete Hard- und Software.

 

Tags: 
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U2: Lasten- und Pflichtenheft

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Lasten- Pflichtenheft

Lasten- und Pflichtenheft sind Bestandteile des Projektmanagements.

Lastenheft
Mit einem Lastenheft formuliert ein Auftraggeber seine Anforderungen an die Leistungen des Auftragnehmers
Das Lastenheft und die darin beschriebenen Anforderungen bilden die Basis für das Pflichtenheft, das vom Auftragnehmer/Dienstleister erstellt wird.

Die Formulierung im Lastenheft sollten möglichst allgemein gehalten sein und auch möglichst genau beinhalten was der Kunde nicht möchte/benötigt. Aber andererseits sollten

Das Lastenheft soll so präzise wie möglich die nachprüfbaren Leistungen und Lieferungen formulieren. Klassische Aspekte bei einem Lastenheft sind u.a. Ist-Analyse, angestrebtes Soll, Schnittstellen, funktionale Anforderungen und Nichtfunktionale Anforderungen (Benutzbarkeit, Zuverlässigkeit, Abänderbarkeit, Übertragbarkeit, Möglichkeiten der Wartung, Eiffizienz), Risikoakzeptanz, Skizze des Entwicklungszyklus bzw. Oragnigramm der Systemarchitektur, Lieferumfang, Kriterien für vollständige Abnahme des Projektes
Pflichtenheft

Pflichtenheft
Der Dienstleister erstellt das Pflichtenheft, welche die von Auftragnehmer erarbeiteten Vorgaben« und deren Umsetzung gemäß Lastenheft beinhaltet.

Einige wichtige Aspekte des Pflichtenheftes: Zielbestimmung inklusive Abgrenzungskriterien, Einsatz der Produkte (z.B. CMS), Zielgruppen, Betriebsbedingungen für die eingesetzte Produkte/Tools, verwendete Soft- und Hardware, Qualitäts-Zielbestimmung, Evaluationszenarien, etc.

 

Weiterführende Links:

http://www.philipphauer.de/study/pm/it-projektmanagement.php

http://www.youtube.com/watch?v=KWP8ITnc4hg

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U3: Satzspiegel

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Satzspiegel

Der Satzspiegel sieht einen Weißraum um den Text herum vor, die Ränder. Sie sind von Bedeutung, da sie wie ein Passepartout wirken und den Text optisch von seiner Umgebung trennen, so dass das Auge sich auf den Inhalt konzentrieren kann. Auch ist das der Raum, wo die Finger das Buch halten. Ohne es sich bewusst zu sein besitzt jeder eine Abneigung gegen das Verdecken des Textes mit seinen Fingern, man versucht immer, diese auf dem Weißraum zu halten.

Basierend auf dem Format, gibt es traditionell mehrere Möglichkeiten, die Proportionen von Seite und Satzspiegel zu bestimmen.

So zum Beispiel – zuerst erkannt von Villard de Honnecourt – ist eine Konstruktion aus diagonalen Linien, die die Proportionen des Satzspiegels vieler mittelalterlicher Bücher beschreibt. Man zieht zwei diagonale Linien über die Doppelseite und eine über die jeweilige Seite, so dass sie sich oben treffen. Verbindet man die diagonalen mit den horizontalen Linien, erhält man einen Satzspiegel, der seine Proportionen unabhängig vom Ausgangspunkt beibehält. Um 1/9 und 2/9 große Ränder und einen Satzspiegel mit gleichen Proportionen zu erhalten, zieht man eine vertikale Linie von einem Schnittpunkt nach oben und wieder zurück zum Schnittpunkt auf der anderen Seite. An diesem Schnittpunkt erhält man den Startpunkt.

Der so konstruierte Satzspiegel ist harmonisch – ökonomisch ist er jedoch nicht. Oft wird er vergrößert, um mehr Text auf einer Seite unterbringen zu können und um Papier zu sparen. Eine weitere Methode der Satzspiegelkonstruktion ist die Verwendung von 2-3-4-5-Propotionen bei Rändern. Die beiden inneren Ränder sollten gemeinsam die Größe eines Außenrandes haben, dadurch entsteht die Vorstellung eines gleichen Abstands. Der obere und untere Raum wird in 3/8 und 5/8 geteilt, dies erinnert an den goldenen Schnitt.

Weitere Möglichkeiten sind 2-3-4-6, 3-4-5-6 oder auch 3-3-3-6, dass in ziemlich schmalen Außenrändern resultiert, gleichzeitig aber einen großen Satzspiegel bietet. In jedem Fall müssen die Innenränder groß genug sein, damit der Text als Ganzes auch bei einem Buch mit sehr vielen Seite lesbar bleibt.

Es ist sicherlich schön, komplett selbst entscheiden zu können, wie ein Manuskript in welchem Layout gesetzt werden kann, ohne auf die Anzahl der Seiten zu achten. Doch wie auch bei Broschüren oder Katalogen haben die meisten Kunden eine klare Vorstellung von Seitenanzahl und Budgetgröße. Oft folgt die Schriftauswahl und die Randbreite ökonomischen Gesichtspunkten, die Aufgabe des Typografen ist es also auch, den besten Kompromiss zwischen Ökonomie und guter Gestaltung zu finden.

Ein anderer wichtiger Teil eines Buchs, der dem Leser Aufschluss über die Struktur vermittelt, ist die Paginierung oder die Seitenzahlen. Traditionell stehen diese im Fuß, außerhalb des Satzspiegels, mittig oder am äußeren Rand, in der selben Schrift und Größe wie der eigentliche Text. Sie sollten einfach aufzufinden sein, deshalb platziert man sie selten am Innenrand. 

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U4: Layoutgestaltung

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U5: Screendesign

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U6: Visuelles Gleichgewicht/Bildkomposition

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U7: Digitale Außenwerbung

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U8: DTD

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XML Grundaufbau Tutorial

XML-Grundaufbau

Wozu dient XML im Gegensatz zu HTML?

XML dient zum Transport und zur Ablage/Sicherung von Daten, wohingegen HTML zur Darstellung von Daten gedacht ist.

Was ist XML?

  • XML steht für "eXtensible markup language".
  • XML ist HTML sehr ähnlich.
  • XML wurde gemacht um Daten zu transportieren, nicht um Daten darzustellen.
  • XML Tags sind nicht vordefiniert. Man muss sich seine Tags selbst definieren.
  • XML wurde derart gestaltet, dass sie sich selbst beschreibt

XML tut absolut gar nichts

XML strukturiert, speichert und transportiert Informationen.
Man kann mit dieser Sprache nichts senden, empfangen oder darstellen. Man kann lediglich Informationen zwischen Tags schreiben, welche die Information näher beschreiben.

XML ersetzt HTML nicht

Es ist wichtig zu verstehen, dass XML nicht HTML ersetzen kann oder soll. XML ist ein Zusatz zu HTML mit dem man Daten an das HTML Dokument sendet, welches dann die Daten darstellen kann.

XML ist Soft- und Hardwareunabhängig

Man kann XML, genau wie HTML, in jedem beliebigen Texteditor schreiben, der reinen Text darstellen kann.

Der XML Dokumentbaum

XML Dokumente haben eine Baumstruktur. Sie starten mit dem Wurzelelement und diversifizieren sich dann bis zu "Zweigen" und "Blättern.

Beispiel:

1.: <?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
2.: <notiz>
3.:  <an>Blubb</an>
4.:  <von>Bla</von>
5.:  <ueberschrift>Dings</ueberschrift>
6.:  <inhalt>Palaver Palaver Rhabarber.</inhalt>
7.: </notiz>

Die erste Reihe ist die XML-Deklaration. Sie definiert die XML Version (1.0) und die Encodierung, welche benutzt wurde (ISO-usw, kann auch UTF-8 oder sonstwas sein). Die zweite Reihe is das Wurzelelement, welches alle anderen Tags umschließt. Es sagt in diesem Fall aus, dass es sich um eine Notiz handelt. Die nächsten 4 Elemente sind Kindelemente der Wurzel (Zweige). Die letzte Zeile schließt das Wurzelelement. Man erkennt also, dass es sich um eine Notiz von Bla an Blubb handeln muss.

XML Dokumente müssen ein Wurzelelement enthalten, welches das Elternelement aller anderen Elemente ist.
Da alle Elemente wiederum Kindelemente enthalten können, ergibt sich so eine Baumstruktur von der Wurzel, über die Zweige und deren Äste zu den Blättern (bildlich gesprochen).

Beispiel:

1.: <?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
2.: <wurzel>
3.: <kind>
4.: <kindvomkind>
5.: <kindeskind>Blubb</kindeskind>
6.: </kindvomkind>
7.: </kind>
8.: </wurzel>

Wie man sieht, könnte man das Ganze ad absurdum weiterführen. Zu beachten ist, dass jedes Element Inhalte und Attribute haben kann.

Ein erweitertes Beispiel für einen Buchladen, welcher seine Bücher in Kategorien einteilt und die einzelnen Bücher nach Titel, Autor, Jahr und Preis katalogisiert.

<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
<bookstore>
  <book category="cooking">
    <title lang="en">Everyday Italian</title>
    <author>Giada De Laurentiis</author>
    <year>2005</year>
    <price>30.00</price>
  </book>
  <book category="children">
    <title lang="en">Harry Potter</title>
    <author>J K. Rowling</author>
    <year>2005</year>
    <price>29.99</price>
  </book>
  <book category="web">
    <title lang="en">Learning XML</title>
    <author>Erik T. Ray</author>
    <year>2003</year>
    <price>39.95</price>
  </book>
</bookstore>

Syntaxregeln (wie darf man XML schreiben und wie nicht)

Die Syntaxregeln sind sehr einfach und logisch, deswegen kann man sie auch schnell und einfach erlernen.

Alle Elemente müssen ein schließendes Tag haben

Bei XML ist es illegal ein schließendes Tag wegzulassen!
Man geht dafür zwar nicht in den Knast, wenn man dies trotzdem tut, aber die Datei wird nie nicht funktionieren.

In HTML 4.01 und auch in HTML5 ist es erlaubt schließende Tags wegzulassen:
<p>Ein Paragraph
<p>Noch ein Paragraph
Der Browser wird die Paragraphen trotzdem darstellen.

Das einzige "Tag" bzw. Element, welches kein schließendes Tag hat, ist die XML Deklaration. Sie ist nicht Teil des XML Dokumentes sondern teilt nur dem darstellenden Medium mit, um welche Art von Dokument es sich handelt (wie bei HTML Doctype Deklarationen auch).

XML Tags sind case sensitive

Es ist ein Unterschied ob man <Tag> oder <tag> notiert, deswegen ist es wichtig das öffnende und das schließende Tag in der selben Schreibweise zu notieren.
<tag>Bla</Tag> wird nicht funktionieren!

XML Elemente müssen richtig ineinander verschachtelt werden

Es ist nicht erlaubt die Tags durcheinander zu wirbeln. Ein geöffnetes Tag muss auch nach seinem Inhalt wieder geschlossen werden.

Folgendes Beispiel wird nicht funktionieren:
<bla><blubb>text</bla></blubb>

Es darf nur "richtig verschachtelt" werden:
<bla><blubb>Text</blubb></bla>

XML Attribute müssen in Anführungszeichen gesetzt werden

Wie in HTML kann man auch XML-Tags Attributwerte zuweisen, indem man sie im Tag selbst notiert. Sie müssen immer folgender Notierung folgen:

<tag attribut="wert">

Das bedeutet, dass erst der Tag-Name kommt, dann der Name des Attributs, dann ein =-Zeichen und dann der Attributwert in doppelte Anführungszeichen gesetzt.

Eintitas richtig referenzieren

Sonderzeichen wie &, ', ", < und > dürfen nicht ausgeschrieben werden in einem XML-Dokument.

Dies wird einen Fehler generieren:
<tag>bla & blubb > blubb & bla</tag

Um den Fehler zu vermeiden müssen die Sonderzeichen als Entitätsreferenz geschrieben werden:
<tag>bla &amp; blubb &gt; blubb &amp; bla</tag>

Es gibt (zum Glück) nur 5 vordefinierte Entitäten in XML:
&lt; ergibt < (kleiner als)
&gt; ergibt > (größer als)
&amp; ergibt & (das "und-Zeichen oder ampersand)
&apos; ergibt ' (ein Apostroph)
&quot; ergibt " (Anführungszeichen)

Kommentare in XML Dokumenten

Kommentare werden wie in HTML notiert:

<!-- Das ist ein Kommentar -->

Im Westen nichts Neues also.

Leerzeichen sind in XML konserviert

Wenn man in HTML mehr als ein Leerzeichen setzt, so werden diese zu einem einzigen zusammengefasst.
In XML ist dies nicht der Fall und je mehr Leerzeichen man notiert, desto mehr werden auch ausgegeben.

HTML:
<tag>bla blubb</tag>
Ergibt:
bla blubb

XML:
<tag>bla          blubb</tag>
Ergibt:
bla           blubb

So, das wäre dann eigentlich alles zum Grundaufbau von XML. Ich werde weitergehend noch auf XML Elemente und Attribute detailiert eingehen, alles weitere führt definitiv zu weit, wenn man vom Grundaufbau spricht.

Was sind XML Elemente

Ein XML Element ist alles vom öffnenden Tag bis zum schließenden Tag (diese mit eingeschlossen).
Ein Element kann folgendes beinhalten:

  • Weitere Elemente (Kindelemente)
  • Text
  • Attribute

<bookstore>
  <book category="children">
    <title>Harry Potter</title>
    <author>J K. Rowling</author>
    <year>2005</year>
    <price>29.99</price>
  </book>
  <book category="web">
    <title>Learning XML</title>
    <author>Erik T. Ray</author>
    <year>2003</year>
    <price>39.95</price>
  </book>
</bookstore>

Das Beispiel vom Buchladen zeigt sehr gut was das bedeutet.
<bookstore> und <book> haben Kindelemente als Inhalt.
<book> hat außerdem das Attribut "children".
<title>, <author>, <year> und <price> haben außerdem Textinhalte.
Wobei jedes Element alles von dem vorher genannten auch beinhalten kann:
<tag attribut="attributwert">Text
<kind>text</kind>
</tag>

Namenregeln für XML-Elemente

Folgende Regeln sind zu beachten, wenn man XML-Elemente notiert:

  • Namen können Buchstaben, Zahlen und andere Zeichen beinhalten
  • Namen dürfen nicht mit einer Nummer oder einem Interpunktionszeichen beginnen
  • Namen dürfen nicht mit der Buchstabenkombination xml oder XML beginnen
  • Namen dürfen keine Leerzeichen enthalten

Ansonsten kann man sich total austoben, was die Inhalte eines Elements angeht, da man ja die Tagnamen und Attributnamen selbst definieren kann, wie sie einem gefallen.

Der passende Namen für den passenden Inhalt

Ja, wie soeben erwähnt, kann man wild Tagnamen und Attributsnamen verteilen, wie man lustig ist. Aber natürlich macht es mehr Sinn die Namen passend zu den Inhalten der Elemente zu vergeben.
Man sollte Namen beschreibend wählen! Sie sollten kurz und einfach sein.

To do:
<buch_titel>

Not to do:
<der_titel_des_buchs>

Unterstriche sind gut geeignet um Namen zu strukturieren:
<buch_titel>, <buch_autor>, <buch_jahr>, <buch_preis> zum Beispiel

Man sollte keine Bindestriche, Punkte oder Doppelpunkte verwenden um Namen zu strukturieren, da es Programme gibt, die diese anders interpretieren könnten.

XML Elemente sind "extensible"

XML Elemente können erweitert werden um mehr Information zu transportieren.

Beispiel:

1.: <?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
2.: <notiz>
3.:  <an>Blubb</an>
4.:  <von>Bla</von>
5.:  <inhalt>Palaver Palaver Rhabarber.</inhalt>
6.: </notiz>

Erweitern wir nun diese Notiz um einige Elemente um zu präzisieren, was für eine Notiz es ist und wann sie verfasst wurde.

Beispiel:

1.: <?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
2.: <notiz>
3.: <datum>tt.mm.yyyy</date>
4.: <an>Blubb</an>
5.: <von>Bla</von>
6.: <ueberschrift>Erinnerung</ueberschrift>
6.: <inhalt>Laber Palaver Rhabarber.</inhalt>
7.: </notiz>

Ein weiteres Beispiel, welches dies noch eindeutiger macht:

1.: <?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
2.: <notiz>
3.: <erinnerung>
4.: <an>
5.: <vorname>Bla</vorname>
6.: <nachname>Blabla</nachname>
7.: <strasse>Dingsweg</strasse>
8.: <hausnummer>123</hausnummer>
9.: <plz>12345</plz>
10.: <ort>Dingshausen</ort>
11.: </an>
12.: <von>
13.: <vorname>Blubb</vorname>
14.: <nachname>Blubbblubb</nachname>
15.: <strasse>Bumsweg</strasse>
16.: <hausnummer>321</hausnummer>
17.: <plz>54321</plz</plz>
18.: <ort>Bumshausen</ort>
19.: </von>
20.: <ueberschrift>Hömma</ueberschrift>
21.: <inhalt>
22.: <erstens>Laber</erstens>
23.: <zweitens>Palaver</zweitens>
24.: <ausserdem>Rhabarber</ausserdem>
25.: </inhalt>
26.: </erinnerung>
27.: </notiz>

Die Datei wird immernoch funktionieren, sie ist lediglich viel präziser angelegt, als die vorhergehende Notiz.

XML Attribute und wozu sie gut sind

XML-Elemente können wie HTML-Elemente Attribute enthalten.
Attribute beschreiben zusätzliche Informationen über ein Element.

Beispiel: <person geschlecht="weiblich">

Elemente VS Attribute

Hier sind mal zwei Beispiele wie mans machen kann:

<person geschlecht="weiblich">
<vorname>Anna</vorname>
<nachname>Smith</nachname>
</person>

<person>
<geschlecht>weiblich</geschlecht>
<vorname>Anna</vorname>
<nachname>Smith</nachname>
</person>

Im ersten Beispiel ist das Geschlecht ein Attribut, im zweiten Beispiel ein Kindelement von Person. Beide Beispiele transportieren die selbe Information.

Es gibt in diesem Fall keine eindeutige Regel, wie man es besser macht. Attribute sind sehr nützlich in HTML, bei XML würde ich darauf eher verzichten und stattdessen Kindelemente notieren (ist aber eine persönliche Sache und somit nur eine Empfehlung).

Welche Probleme können mit Attributen entstehen

  • Attribute können nicht mehrere Werte enthalten (Elemente schon)
  • Attribute folgen keiner Baumstruktur (Elemente schon)
  • Attribute sind nicht so einfach zu spezifizieren (für zukünftige Änderungen)
  • Attribute sind schwieriger zu lesen und zu editieren

Man sollte Attribute am besten dazu nutzen Informationen zu transportieren, die nicht relevant sind für die Daten.

Absolutes NO GO:
<note day="10" month="01" year="2008" to="Tove" from="Jani" heading="Reminder" body="Don't forget me this weekend!"></note>
Das ist XML Horror.

Wozu brauche ich sie denn dann noch?

Ein sinnvoller Nutzen von Attributen und Attributwerten sind zum Beispiel ID-Vergaben an Elemente.
Das ist insofern nützlich, dass man eine laufende Nummer zu Einträgen hinzufügen kann, wenn es zum Beispiel um eine Personenliste geht und man einen Wert brauch, der auf jeden Fall frei von Redundanzen (Wiederholungen) bleiben muss.

Beispiel:

<namensliste>
<person id="0001">
<vorname>Karli</vorname>
<nachname>Knusper</nachname>
</person>
<person id="0002">
<vorname>Klausi</vorname>
<nachname>Knusper</nachname>
</namensliste>

Was das Beispiel deutlich macht ist, dass man nun eindeutiger zuweisen kann welches Element gemeint ist. Hat man eine endlose Datenbank mit endlos vielen Personen der Familie Knuspre, dann wird man sich darin totsuchen, bis man zu der Person gelangt, welche man nun sucht.
Da ist es doch viel einfacher die entsprechende ID zu suchen und somit direkt zu Person X zu gelangen.
Merke: Metadaten in das Element als Attribut notieren! Daten als neues Element notieren!

DTD

Jedes XML-Dokument sollte wohlgeformt (richtige Tag-Benennung, Verschachtelung… s. o.) und valide sein. Valide wird es erst durch die Referenzierung auf eine DTD (Doctyp definition). Dies ist eine Auflistung der möglichen Inhalte der XML-Datei und ihrer erlaubten Reihenfolge. Die DTD wird vom Erstersteller der XML-Datei miterstellt. Sie kann ebenfalls mit einem Texteditor geschrieben werden, muss aber die Endung .dtd beinhalten.

Aufbau einer DTD

Als Beispiel nehme ich das folgendes XML-Dokument:

<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>
<root_element>
<child1>Inhalt1</child1>
<child1>Inhalt2</child1>
<child2>
<subchild1>SubInhalt1</subchild1>
<subchild2>SubInhalt2</subchild2>
<child2>
</root_element>

Die dazugehörgie DTD wäre:

<!ELEMENT root_element (child1+, child2)>
<!ELEMENT child1 (#PCDATA)>
<!ELEMENT child2 (subchild1, subchild2)>
<!ELEMENT subchild1 (#PCDATA)>
<!ELEMENT subchild2 (#PCDATA)>

Bedeutung: ist gibt ein Element mit dem Namen root_element, das ein oder mehr (+) Elemente child1 und ein Element child2 enthalten darf. child1 darf wiederum PCDATA (Parced character data = Buchstaben, Ziffern…) enthalten. child2 enthält zwei weitere Elemente jeweils ein mal. Gleiches PCDADA dann für die subchilds.

Folgende Befehle stehen noch zur Verfügung:

  • | für das Eine oder Andere
  • * für nichts, 1 oder viele Element
  • ? für 0 oder einmal
  • + für 1 oder mehrmals

Stimmt die XML-Datei nicht mit der zugehörigen DTD überein (z. B. 2 x child2 in diesem Fall), dann ist sie nicht valide und je nach Browser wird ein Fehler geworfen.

Einbindung einer DTD

Eine DTD kann entweder direkt in die XML-Datei eingebunden werden (hier der DTD mit dem Namen testdatei):

<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>
<!DOCTYPE testdatei [
<!ELEMENT root_element (child1+, child2)>… usw.
]>
<root_element>… usw.

Oder ausgelagert in eine extra Datei mit der Endung .dtd eingebunden werden:

<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>
<!DOCTYPE testdatei SYSTEM="testdoctype.dtd">
<root_element>… usw.

Bewertung: 
4.444445
Durchschnitt: 4.4 (18 Stimmen)

U9: Semiotische Analyse

Semiotik: Die Lehre von der Bedeutung der Zeichen

-> Die Semiotik stellt Dinge fest, die andere nur fühlen.
-> Die Semiotik hilft objektiv Qualitätsmerkmale einzugrenzen und z. B. festzuhalten,
     was „Qualität“ bei einem Produktdesign eigentlich widerspiegelt
-> Die Semiotische Analyse hilft somit auch Nischen bei bestimmten Produktlinien zu finden
     z. B. kann so entdeckt werden, dass das kommunikative Feld "Innovativität" im Produktbereich
     "Schokolade" nicht besetzt ist
     (Sie kann "kommunikative Leerstellen" identifizieren. Das bedeutet, im Abgleich der Ergebnisse
     aus externen und internen Vergleichen lassen sich Botschaften entschlüsseln, die man mit
     einem neuen Produkt in der Kategorie besetzen kann.) Diese Leerstellen sind potentielle
     Instrumente, um eine gerne kommunizierte "Uniqueness" zu erzeugen, ohne dabei als nicht
     Kategorie-konform wahrgenommen zu werden

-> Ein gewichtiger Vorteil der Semiotik besteht darin, dass sie die Gesamtheit der Kategorie-
     immanenten Codes aufdeckt, auch diejenigen, die von Probanden nicht verbalisiert werden
     können. Man erhält sozusagen ein "Lexikon der Designcodes" einer Kategorie.
-> Semiotik entschlüsselt die Zeichensprache von Produkten
-> Wir leben in einer Welt der Zeichen – und das Wissen über die Bedeutung dieser Zeichen
     ("Codes") ist tief in unserer Kultur verankert. Alles was sinnlich erfassbar ist, dekodieren
     Menschen somit automatisch mit Hilfe dieses Zeichenwissens.

 

Semantik: Wofür stehen einzelne Gestaltungselemente (Vogel = Freiheit, Natur, Fliegen)
Syntax: Umsetzung der Gestaltungselemente (starke Stilisierung, Farben, Zeichnungsstil)
Pragmatik (Ergebnis): Effekt der Gestaltungselemente (z. B. exotischer Vogel stellt Verbindung von
                     Kunden über Fliegen zu südlichen Urlaubszielen her)
Syntaktik (Analyse Gesamtbild): Erklärung/Beschreibung des Aufbaus des Gestaltungsbildes (was findet man vor, Blickverlauf, Farbgesetze, Linienführung, Perspektive, Vorfinden von Elementen (auch Text) etc.)

Semantische Aussagekraft: Beschreibt den Bedeutungsgehalt der Gestaltungselemente
                                                      sowie der Gesamtgestaltung

 

 

3 Komponenten: Empfänger/Interpretant – Zeichen/Repräsentamen – Realität/Objekt.
3 Zeichenkategorien: Ikon, Index und Symbol
3 Zeichenarten: Piktogramm, Icon, Logo/Signet

 

Der Vergleich – nur der ganzheitliche Blick führt zum "Qualitäts-Code"

Der Nutzen der Semiotischen Analyse:
Beispiel: Duschgelflasche

Kategorien der Gestaltungsmerkmale:

  • Form (von bauchig bis gestreckt und gerade bis geschwungen)
  • Farbe (von tiefem blau bis zu sanftem Pastell)
  • Typographie (nüchtern vs. verspielt)
  • Textgehalt (viel vs. wenig)
  • Emblematik (ikonische Darstellungen)
  • Planimetrie (geometrische Anordnung der Einzelelemente) sowie
  • Allgemein anerkannte Wertigkeitsanmutung
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Beratung und Planung

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U10: Kommunikationsinstrumente (Verkaufsförderung)

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U11: Marktforschung (Stichprobe)

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U12: Produktionskostenvergleich

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Konzeption und Visualisierung

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U10: Kommunikationsinstrumente (Verkaufsförderung)

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U12: Briefing

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Briefing

Mit einem Briefing werden sowohl externe (Auftraggeber -> Dienstleister) als auch interne (Chef -> Mitarbeiter) Informationen weitergeleitet.

Dabei ist naheliegend, dass jede fehlende Information zu Missverständnissen führen kann. Um dabei sich nicht nur auf das zu verlassen, was von Kundenseite von selbst kommt, bedarf es eines intensiven Gesprächs und intensiver Nachfragen. Dabei können folgende Aspekte zur Komplementierung eines Briefings hilfreiche Eckpunkte umschreiben

Ein gutes Briefing orientiert sich an den so genannten k-Anforderungen:

  • kurz
  • konkret
  • knapp
  • komplett
  • klar
  • konsequent

Bei einem Briefing sollten zudem folgende Punkte auf jeden Fall erfragt und festgehalten werden: Zunächst grundsätzliche Fakten zum Projekt (z.B. Was ist die Aufgabe? Um welche Kommunikationsmaßnahmen geht es? etc.) und Projekthintergrund (z.B. das Unternehmen, Corporate Identity, Zielgruppen, Markt, Konkurrenten etc.). Ein weiterer Punkt sind die Vorgaben von Seite des Kunden (Termine, Budget, Gestaltungswünsche), und am Ende sollte man noch nach den so genannten Anlagen fragen (bisherige Medien, Design Manual etc.).

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U11: Infografik

Inhaltsverzeichnis

1. Aufgabe von Infografiken
2. Gestaltungsregeln von Infografiken
3. Diagrammarten
3.1. Torten- auch Kreisdiagramm:
3.2. Liniendiagramm
3.3. Säulendiagramm
3.4.  Flussdiagramm:
3.5. Baumdiagramm (Verzweigungsdiagramm)
3.6. Flächendiagramm:
3.7. Kartografische Infografiken
3.7.1. Ereignisraumkarte:
3.7.2. Thematische Karten:
3.7.3. Wetterkarten:
3.8. Bildstatistik:
3.9. Prinzip - Prozessdarstellung:
3.10. Bildlegende
3.11. Fieberkurve.
4. Isotype-Grafiken
5. Technische Illustration
 

1. Aufgabe von Infografiken

  • werden verwendet, um abstrakte, häufig komplexe Sachverhalte zu visualisieren und verständlicher zu machen
  • übermitteln das Wissen bequemer als nur reiner Text (sparen somit auch Platz ein)
  • ergänzen, erklären und illustrieren die begleitenden Texte
  • dienen als "Einstiegshilfen", wecken die Neugier und ziehen Betrachter in den Text hinein
  • verschönern die Beiträge
  • sollen schnell erfassbar und absolut verständlich sein
  • vermitteln Informationen an eine breite Leserschaft

2. Gestaltungsregeln von Infografiken

  • Eine Infografik muss eigenständig und unabhängig von Ihrem Umfeld verständlich sein
  • Jede Infografik braucht eine Überschrift
  • Der Inhalt muss klar strukturiert sein
  • Die Kernaussage muss erkennbar und verständlich visualisiert sein
  • Visuelle Metaphern werden gezielt eingesetzt
  • Die Datenquelle muss angegeben werden
  • Die Infografik darf nicht manipulativ sein
  • Bei Mengendarstellungen müssen die Verhältnisse gewahrt werden
  • Form und Inhalt der Infografik bilden eine Einheit
  • Die Infografik passt zum Umfeld

(Quelle: Kompendium, Band 1 auf Seite 409)

3. Diagrammarten

3.1 Torten- auch Kreisdiagramm:
Ist die Darstellung für Teile eines Ganzen als Teile eines Kreises mit 360 Grad. Das Tortendiagramm wird in mehrere Kreissektoren aufgeteilt. Diese Kreissektoren werden durch eine Radiuslinie jeweils vom Rand zu Mitte des Kreises aufgeteilt. Der Winkel zwischen zwei Radiuslinien bestimmt hierbei die Größe des einzelnen Kreissektors.

Um diese Kreissektoren besser voneinander zu unterscheiden werden verschiedene Farben, Muster oder Schattierungen verwendet.

Die Beschriftung der einzelnen Kreissektoren:

  • innerhalb des Kreissektors
  • außerhalb des Kreissektors; häufig mit einer Hilfslinie vom Text zum Kreissektor
  • in einer zusätzlichen Legende, welche die im Kreis benutzten Farben oder Schattierungen beschreibt

Kreisdiagramme werden hauptsächlich in der Betriebs- und Volkswirtschaft verwendet.

3.2. Liniendiagramm:
Hier ein Beispiel für ein Liniendiagramm.

Ein Liniendiagramm (Kurvendiagramm) ist eine Darstellungsform für statische Auswertungen. Die Häufigkeiten werden in einem Koordinatensystem durch Kurven bzw. geradlinig verbundene Punkte dargestellt. Man verwendet ein Liniendiagramm für die Darstellung von Zeitreihen und Entwicklungen.

 

3.3. Säulendiagramm: Diese Diagrammart eignet sich besonders um wenige Sachverhalte (bis zu ca. 15) zu veranschaulichen. Säulen stehen hierbei senkrecht auf der x-Achse nebeneinander. Bei mehr als 15 Ausprägungen ist ein Liniendiagramm besser zu lesen, da das Säulendiagramm an Übersichtlichkeit verliert. Bei sehr schmalen Säulen wird es auch als Stabdiagramm bezeichnet. 

Beispiel Säulendiagramm

Sonderformen: Gruppiertes oder Überlappendes Säulendiagramm, Balkendiagramm

  1. Gestapeltes Säulendiagramm (Stapeldiagramm): Darstellung der Häufigkeiten als Fläche, Anordnung übereinander. Die gesamte Säule bildet den Gesamtwert ab.
  2. Gruppiertes Säulendiagramm: Abbildung von mehreren Werten nebeneinander gruppiert. Direkte Vergleiche sind hier sehr gut ablesbar.
  3. Überlappendes Säulendiagramm: Darstellung von Zeitreihen. Ältere Werte stehen weiter hinten, jüngere weiter vorne.
  4.  Balkendiagramm: Das Balkendiagramm ist eines der am meisten verwendeten Diagrammarten. Datenreihen werden hier mit waagerecht liegenden Balken visualisiert (um 90° gedrehtes Säulendiagramm). Dies eignet sich sehr gut zur Veranschaulichung von Rangfolgen.

3.4. Flussdiagramm: 

Das Flussdiagramm visualisiert die Stufen eines Prozesses.
Es gibt einige festgelegte Zeichen, die verwendet werden:

  • Raute - für Ja-/Nein-Entscheidungen
  • Rechteck - für Aktionen
  • Oval - für den Start- und den Stopp-Punkt
  • kleiner Kreis - für eine Sprungstelle (z.B. wenn nach einer Nein-Entscheidung wieder von vorne begonnen werden soll)

Beispiel Flussdiagramm (Programmablaufplan): link

3.5. Baumdiagramm (Verzweigungsdiagramm):
Das Baumdiagramm beschreibt eine Struktur oder Organisation von etwas. Es eignet sich also besonders gut, um Hierarchien (wie z.B. in einer Firma) darzustellen.

3.6. Flächendiagramm:
Die Aufgabe eines Flächendiagramms ist, die Entwicklung von Mengen darzustellen. Basierend auf der Darstellung des Liniendiagramms dient ein Koordinatensystem, in dem Punkte mit einer Linie miteinander verbunden sind. Die darunter liegende Fläche ist entsprechend farbig gefüllt ist. Bei einem überlagerten Flächendiagramm schneiden sich die Wertekurven. Die Farben der Kurven sollten sich stark unterscheiden um eine bestmögliche Übersichtlichkeit zu gewährleisten.

Beispiel Flächendiagramm: link
Beispiel überlagertes Flächendiagramm: link

 

3.7. Kartografische Infografiken

Ist die Visualisierung räumlicher Zusammenhänge und Geschehnisse. Die Vereinfachung der Infografik ist von großer Bedeutung, d.h. nur Details zeigen, die wichtig sind. Die Angaben vom Kartenmaßstab und die korrekte Ausrichtung des Kartenbildes nach Norden müssen beachtet werden.

3.7.1. Ereignisraumkarte:
Lage- oder Orientierungskarten.
Verwendung finden sie z.B. bei Unwettern, Rennstrecken, Kriegshandlungen oder großen Sportveranstaltungen

3.7.2. Thematische Karten:
Verwendet bei z.B. allen Kohlekraftwerken in Deutschland oder der Arbeitslosenquote in den Bundesländern. Dabei werden themenbezogene Symbole besonders hervorgehoben.

3.7.3. Wetterkarten:
Wetterkarten werden in verschiedenen Varianten erstellt. Die Bandbreite geht von der Meteorologischen Karte bis zu Karten mit Zusatzinfomationen, wie z.B. Pollenflug, Ozonwerte oder Biowetter als Serviceinformation. Wetterkarten sind typische Kurzzeitkarten.

 

3.8. Bildstatistik:
Bekannteste Infografik

Grundlage sind z.B. Balken und Säulendiagramme, Linien und Flächendiagramme, Kreis und Tortendiagramme. Werden z.B. verwendet bei Bundestagswahlen, Stimmen und Sitzverteilung.

Die Aufgabe einer Bildstatistik ist die Kennzahl verständlich und optisch ansprechend zu visualisieren. Dabei ist es wichtig, dass die Kennzahl eindeutig definiert ist und in dem Schaubild angegeben ist.

Visualiesiert werden:
- Zusammensetzung
- Anteile
- Verlauf
- Tendenz
- Vergleich

3.9. Prinzip - Prozessdarstellung:
Visualisierung von komplexen Zusammenhängen, z.B. die Funktion technischer Systeme.
Oft werden dabei Fotografien mit Grafiken kombiniert.

Um einen Prozess oder Sachverhalt vereinfacht, aber sachlich richtig darzustellen, muss man ihn verstanden haben. Machen Sie sich kundig, kommunizieren Sie mit z.B. einem Techniker, wie das zu visualisierende Objekt funktioniert.

 

3.10. Bildlegende

3.11.Fieberkurve.

4. Isotype-Grafiken

In Isotype-Grafiken werden Mengen durch gegenständliche Symbole veranschaulicht. Dabei ändert sich nie die Größe der Symbole, sondern immer deren Anzahl. Die jeweilige statistische Einheit sollte als gegenständliches Bild gestaltet werden. Die gleiche Einheit wird immer durch dasselbe Bildzeichen wiedergegeben.

Ziel der Isotype-Grafik ist immer die Anschaulichkeit, die Gegenständlichkeit und die korrekte Visualisierung. Daher zeigen diese Grafiken immer anschauliche Mengenverhältnisse anstatt der wenig einprägsamen Zahlen. Die Grafiken beinhalten ein zentrales
Thema, das vom Grafiker entsprechend grafisch aufbereitet wird.

(Quelle: Kompendium, Band 1 auf Seite 484)

5. Technische Illustration

Technische Illustrationen geben technische Details exakt so wieder, dass ein Laie den prinzipiellen Gesamtzusammenhang z.B. einer Maschine erkennen kann. Ein fachkundiger Betrachter kann aber genau erkennen, um welches technische Getriebe es sich beispielsweise bei einer abgebildeten Maschine handelt.

Technische Illustrationen sind also detailgetreue und exakte Abbildungen der Wirklichkeit, die mit fotografischen Abbildungen so nicht erstellbar sind. Daher sind derartige Grafiken aufwändig und teuer in der Herstellung.Technische Illustrationen können als Explosionsgrafik aufgebaut werden. Dies ist eine Grafik, die z.B. eine Maschine vollständig darstellt, also einen Überblick über den Gesamtzusammenhang gibt. In wesentlichen Teilen kann dann die Maschine in verschiedene Ebenen zerlegt werden, um Einblicke in technische Vorgänge und Funktionszusammenhänge zu geben.

(Quelle: Kompendium, Band 1 auf Seite 485)

Ergänzender Artikel unter:

http://www.shutterstock.com/de/blog/2013/08/3-design-tipps-von-einem-infografik-profi/?pl=OBDE-art18

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Durchschnitt: 4.7 (3 Stimmen)

Infografiken

Inhaltsverzeichnis

1. Aufgabe von Infografiken
2. Gestaltungsregeln von Infografiken
3. Diagrammarten
3.1. Torten- auch Kreisdiagramm:
3.2. Liniendiagramm
3.3. Säulendiagramm
3.4.  Flussdiagramm:
3.5. Baumdiagramm (Verzweigungsdiagramm)
3.6. Flächendiagramm:

3.7. Kartografische Infografiken
3.7.1. Ereignisraumkarte:

3.7.2. Thematische Karten:
3.7.3. 
Wetterkarten:
3.8. 
Bildstatistik:
3.9. 
Prinzip - Prozessdarstellung:

3.10. Bildlegende
3.11. Fieberkurve.
4. Isotype-Grafiken
5. Technische Illustration
 

1. Aufgabe von Infografiken

  • werden verwendet, um abstrakte, häufig komplexe Sachverhalte zu visualisieren und verständlicher zu machen
  • übermitteln das Wissen bequemer als nur reiner Text (sparen somit auch Platz ein)
  • ergänzen, erklären und illustrieren die begleitenden Texte
  • dienen als "Einstiegshilfen", wecken die Neugier und ziehen Betrachter in den Text hinein
  • verschönern die Beiträge
  • sollen schnell erfassbar und absolut verständlich sein
  • vermitteln Informationen an eine breite Leserschaft

2. Gestaltungsregeln von Infografiken

  • Eine Infografik muss eigenständig und unabhängig von Ihrem Umfeld verständlich sein
  • Jede Infografik braucht eine Überschrift
  • Der Inhalt muss klar strukturiert sein
  • Die Kernaussage muss erkennbar und verständlich visualisiert sein
  • Visuelle Metaphern werden gezielt eingesetzt
  • Die Datenquelle muss angegeben werden
  • Die Infografik darf nicht manipulativ sein
  • Bei Mengendarstellungen müssen die Verhältnisse gewahrt werden
  • Form und Inhalt der Infografik bilden eine Einheit
  • Die Infografik passt zum Umfeld

(Quelle: Kompendium, Band 1 auf Seite 409)

3. Diagrammarten

3.1 Torten- auch Kreisdiagramm:
Ist die Darstellung für Teile eines Ganzen als Teile eines Kreises mit 360 Grad. Das Tortendiagramm wird in mehrere Kreissektoren aufgeteilt. Diese Kreissektoren werden durch eine Radiuslinie jeweils vom Rand zu Mitte des Kreises aufgeteilt. Der Winkel zwischen zwei Radiuslinien bestimmt hierbei die Größe des einzelnen Kreissektors.

Um diese Kreissektoren besser voneinander zu unterscheiden werden verschiedene Farben, Muster oder Schattierungen verwendet.

Die Beschriftung der einzelnen Kreissektoren:

  • innerhalb des Kreissektors
  • außerhalb des Kreissektors; häufig mit einer Hilfslinie vom Text zum Kreissektor
  • in einer zusätzlichen Legende, welche die im Kreis benutzten Farben oder Schattierungen beschreibt

Kreisdiagramme werden hauptsächlich in der Betriebs- und Volkswirtschaft verwendet.

3.2. Liniendiagramm:
Hier ein Beispiel für ein Liniendiagramm.

Ein Liniendiagramm (Kurvendiagramm) ist eine Darstellungsform für statische Auswertungen. Die Häufigkeiten werden in einem Koordinatensystem durch Kurven bzw. geradlinig verbundene Punkte dargestellt. Man verwendet ein Liniendiagramm für die Darstellung von Zeitreihen und Entwicklungen.

 

3.3. Säulendiagramm: Diese Diagrammart eignet sich besonders um wenige Sachverhalte (bis zu ca. 15) zu veranschaulichen. Säulen stehen hierbei senkrecht auf der x-Achse nebeneinander. Bei mehr als 15 Ausprägungen ist ein Liniendiagramm besser zu lesen, da das Säulendiagramm an Übersichtlichkeit verliert. Bei sehr schmalen Säulen wird es auch als Stabdiagramm bezeichnet. 

Beispiel Säulendiagramm

Sonderformen: Gruppiertes oder Überlappendes Säulendiagramm, Balkendiagramm

  1. Gestapeltes Säulendiagramm (Stapeldiagramm): Darstellung der Häufigkeiten als Fläche, Anordnung übereinander. Die gesamte Säule bildet den Gesamtwert ab.
  2. Gruppiertes Säulendiagramm: Abbildung von mehreren Werten nebeneinander gruppiert. Direkte Vergleiche sind hier sehr gut ablesbar.
  3. Überlappendes Säulendiagramm: Darstellung von Zeitreihen. Ältere Werte stehen weiter hinten, jüngere weiter vorne.
  4.  Balkendiagramm: Das Balkendiagramm ist eines der am meisten verwendeten Diagrammarten. Datenreihen werden hier mit waagerecht liegenden Balken visualisiert (um 90° gedrehtes Säulendiagramm). Dies eignet sich sehr gut zur Veranschaulichung von Rangfolgen.

3.4. Flussdiagramm: 

Das Flussdiagramm visualisiert die Stufen eines Prozesses.
Es gibt einige festgelegte Zeichen, die verwendet werden:

  • Raute - für Ja-/Nein-Entscheidungen
  • Rechteck - für Aktionen
  • Oval - für den Start- und den Stopp-Punkt
  • kleiner Kreis - für eine Sprungstelle (z.B. wenn nach einer Nein-Entscheidung wieder von vorne begonnen werden soll)

Beispiel Flussdiagramm (Programmablaufplan): link

3.5. Baumdiagramm (Verzweigungsdiagramm):
Das Baumdiagramm beschreibt eine Struktur oder Organisation von etwas. Es eignet sich also besonders gut, um Hierarchien (wie z.B. in einer Firma) darzustellen.

3.6. Flächendiagramm:
Die Aufgabe eines Flächendiagramms ist die Entwicklung von Mengen darzustellen. Basierend auf der Darstellung des Liniendiagramms dient ein Koordinatensystem in dem Punkte mit einer Linie miteinander verbunden sind. Die darunter liegende Fläche ist entsprechend farbig gefüllt ist. Bei einem überlagerten Flächendiagramm schneiden sich die Wertekurven. Die Farben der Kurven sollten sich stark unterscheiden um eine bestmögliche Übersichtlichkeit zu gewährleisten.

Beispiel Flächendiagramm: link
Beispiel überlagertes Flächendiagramm: link

 

3.7. Kartografische Infografiken

Ist die Visualisierung räumlicher Zusammenhänge und Geschehnisse. Die Vereinfachung der Infografik ist von großer Bedeutung d.h. nur Details zeigen, die wichtig sind. Die Angaben von Kartenmaßstab und korrekte Ausrichtung des Kartenbildes nach Norden müssen beachtet werden.

3.7.1. Ereignisraumkarte:
Lage- oder Orientierungskarten.
Verwendung finden Sie z.B. bei Unwettern, Rennstrecken, Kriegshandlungen oder großen Sportveranstaltungen

3.7.2. Thematische Karten:
Verwendet bei z.B. allen Kohlekraftwerken in Deutschland oder der Arbeitslosenquote in den Bundesländern. Dabei werden Themenbezogene Symbole besonders hervorgehoben.

3.7.3. Wetterkarten:
Wetterkarten werden in verschiedenen Arten erstellt. Die Bandbreite geht von der Meteorologischen Karte bis zu Karten mit zusatz Infomation z.B. Pollenflug, Ozonwerte oder Biowetter als Serviceinformation. Wetterkarten sind typische Kurzzeitkarten.

 

3.8. Bildstatistik:
Bekannteste Infografik

Grundlage sind z.B. Balken und Säulendiagramme, Linien und Flächendiagramme, Kreis und Tortendiagramme. Werden z.B. verwendet bei Bundestagswahlen Stimmen und Sitzverteilung.

Die Aufgabe einer Bildstatistik ist die Kennzahl verständlich und optisch ansprechend zu visualisieren. Dabei ist es wichtig das die Kennzahl eindeutig definiert ist und in dem Schaubild angegeben ist.

Visualiesiert werden:
- Zusammensetzung
- Anteile
- Verlauf
- Tendenz
- Vergleich

3.9. Prinzip - Prozessdarstellung:
Visualisierung von komplexer Zusammenhänge, z.B. die Funktion technischer Systeme.
Oft werden dabei Fotografien mit Grafik kombiniert.

Um einen Prozess oder Sachverhalt vereinfacht, aber sachlich richtig darzustellen muss man ihn verstanden haben. Machen Sie sich kundig, komunizieren sie mit z.B. einem techniker wie das zu visualisierende Objekt funktioniert.

 

3.10. Bildlegende

3.11.Fieberkurve.

4. Isotype-Grafiken

In Isotype-Grafiken werden Mengen durch gegenständliche Symbole veranschaulicht. Dabei ändert sich nie die Größe der Symbole, sondern immer deren Anzahl. Die jeweilige statistische Einheit sollte als gegenständliches Bild gestaltet werden. Die gleiche Einheit wird immer durch dasselbe Bildzeichen wiedergegeben.

Ziel der Isotype-Grafik ist immer die Anschaulichkeit, die Gegenständlichkeit und die korrekte Visualisierung. Daher zeigen diese Grafiken immer anschauliche Mengenverhältnisse anstatt der wenig einprägsamen Zahlen. Die Grafiken beinhalten ein zentrales
Thema, das vom Grafiker entsprechend grafisch aufbereitet wird.

(Quelle: Kompendium, Band 1 auf Seite 484)

5. Technische Illustration

Technische Illustrationen geben technische Details exakt so wieder, dass ein Laie den prinzipiellen Gesamtzusammenhang z.B. einer Maschine erkennen kann. Ein fachkundiger Betrachter kann aber genau erkennen, um welches technische Getriebe es sich beispielsweise bei einer abgebildeten Maschine handelt.

Technische Illustrationen sind also detailgetreue und exakte Abbildungen der Wirklichkeit, die mit fotografischen Abbildungen so nicht erstellbar sind. Daher sind derartige Grafiken aufwändig und teuer in der Herstellung.Technische Illustrationen können als Explosionsgrafik aufgebaut werden. Dies ist eine Grafik, die z.B. eine Maschine vollständig darstellt, also einen Überblick über den Gesamtzusammenhang gibt. In wesentlichen Teilen kann dann die Maschine in verschiedene Ebenen zerlegt werden, um Einblicke in technische Vorgänge und Funktionszusammenhänge zu geben.

(Quelle: Kompendium, Band 1 auf Seite 485)

Ergänzender Artikel unter:

http://www.shutterstock.com/de/blog/2013/08/3-design-tipps-von-einem-infografik-profi/?pl=OBDE-art18

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Gestaltung und Technik, Schwerpunkt Print

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U10: Typografische Auszeichnung

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U11: Standardisierung nach Medienstandard

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U12: Nutzenberechnung

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Gestaltung und Technik, Schwerpunkt Digital

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U11: EU-Cookie-Richtlinie

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Cookies

1.    Cookie

Ein Cookie [ˈkʊki], auch Magic Cookie (vom englischen Wort für Plätzchen bzw. magisch. Deutsche Entsprechung: Profildatei) ist ein kurzer Eintrag in einer meist kleinen Datenbank bzw. in einem speziellen Dateiverzeichnis auf einem Computer und dient dem Austausch von Informationen zwischen Computerprogrammen oder der zeitlich beschränkten Archivierung von Informationen. Ein Cookie besteht aus mindestens zwei Bestandteilen, seinem Namen und dem Inhalt oder Wert des Cookie. Außerdem können Angaben über den zweckmäßigen Gebrauch vorhanden sein. Die Datenbank kann oft vom Benutzer des Computers ohne besondere Hilfsmittel nicht eingesehen oder verändert werden.

Von Anwendungsprogrammen oder Teilen oder Erweiterungen des Betriebssystems eines Computers, die einen Dienst zur Verfügung stellen, kann ein Cookie zum Beispiel beim Start des Programms gesetzt werden. Anderen Programmen wird so bekannt, dass sie diesen Dienst in Anspruch nehmen können, wenn sie in der Datenbank den vorher vereinbarten Namen des Cookie finden. Der Wert des Cookie enthält dabei typischerweise eine Speicheradresse, über die Funktionen des Dienstes zugänglich sind. Datenbanken dieses Typs heißen Cookie Jar.

Webbrowser stellen eine Cookie-Datenbank zur Verfügung, die Cookie Cache genannt wird; dort kann der Webserver einer besuchten Webseite Informationen in Form von HTTP-Cookies hinterlegen und bei einem Wiederbesuch der Seite auslesen.
Viele Webseiten hinterlegen ein solches Cookie, um die Nutzer bei erneuten Einloggen wiedererkennen zu können (und z.B. dann andere Werbung einzublenden oder dem Besucher Funktionalitäten bereitzustellen, die dieser nutzen möchte).
Cookies sind eine nachträgliche Erfindung; ursprünglich war das Internet zum Austausch von Daten unter Wissenschaftlern gedacht. Es war also nicht nötig, sich gegenüber dem Server zu identifizieren. Später wurden Anwendungen erfunden, die dies erforderlich machten. Da das ursprüngliche Protokoll so etwas nicht vorsah, hat das Team von Netscape, deren Browser und Server seinerzeit den Markt dominierten, kurzerhand diese Funktionalität erfunden, die dann von anderen Browsern übernommen wurde, weil sie auf elegante Weise das Problem löste. In der Öffentlichkeit wurden Cookies lange Zeit kontrovers diskutiert. In der heutigen Wahrnehmung sind Cookies neutrale "Werkzeuge" im Datenverkehr.

Ein häufiges Beispiel für notwendige Cookies sind Foren. Jeder (angemeldete) Benutzer muss die Möglichkeit haben, Beiträge abzuliefern und nachträglich zu redigieren. Dies ist nur möglich mit Cookies. Dort findet sich oft die Möglichkeit, „eingeloggt zu bleiben“. Dabei wird ein Cookie abgelegt, das eine entsprechende Laufzeit hat und bei erneutem Besuch der Seite immer noch gültig ist, daher ausgelesen und ausgewertet werden kann. Auch Shops basieren häufig auf Cookies, die den Warenkorb steuern. Sollte eine solche "Sitzung" ausgelaufen sein, muss sich der Benutzer erneut einloggen, sich also gegenüber dem Server identifizieren. Das Ergebnis der Prüfung wird im Cookie abgelegt.

1.1.    Herkunft der Bezeichnung
Eine mögliche Erklärung für die Bezeichnung "(Magic) Cookie" ist der Comic "Odd Bodkins" von Dan O'Neill, der in den 1960'ern in der Zeitung San Francisco Chronicle erschien: Einige der Charaktere aßen "Magic Cookies" von dem "Magic Cookie Bush" (vermutlich ein Euphemismus für LSD), unter deren Einfluss sie in das "Magic Cookie Land" gelangten. Somit sind Cookies analog zu den verzehrten Plätzchen eine Art Wertmarke für einen ganzen Sinnzusammenhang oder ein Erlebnis.

2.    HTTP-Cookie
Ein HTTP-Cookie, auch Browser-Cookie genannt ([ˈkʊki]; engl., „Plätzchen“, „Keks“), bezeichnet Informationen, die ein Webserver zu einem Browser sendet oder die clientseitig durch JavaScript erzeugt werden. Der Client sendet die Informationen in der Regel bei späteren Zugriffen an denselben Webserver im Hypertext-Transfer-Protocol-Header an den Server. Cookies sind clientseitig persistente/gespeicherte Daten.
HTTP-Cookies sind eine spezielle Form der allgemeinen Magic Cookies. Sie ermöglichen das clientseitige Speichern von Information, die auch vom Server stammen können und die bei weiteren Aufrufen für den Benutzer transparent an den Server übertragen werden. Dadurch erleichtern Cookies die Benutzung von Webseiten, die auf Benutzereinstellungen reagieren oder den Aufbau von Sitzungen. Dieses Konzept wurde ursprünglich von Netscape entwickelt und in RFC 2109 spezifiziert.

 

2.1.    Funktionsweise
Cookies werden in den Kopfzeilen (Header) von Anfragen und -Antworten via HTTP übertragen. Cookies entstehen, wenn bei einem Zugriff auf einen Webserver neben anderen HTTP-Kopfzeilen in der Antwort zusätzlich eine Cookie-Zeile übertragen wird (siehe Aufbau). Diese Cookie-Informationen werden dann lokal auf dem Endgerät gespeichert, üblicherweise in einer Cookie-Textdatei. Bei nachfolgenden weiteren Zugriffen auf den Webserver wird der eigene Browser alle Cookies in dieser Datei heraussuchen, die zum Webserver und Verzeichnispfad des aktuellen Aufrufs passen, und schickt diese Cookie-Daten im Header des HTTP-Zugriffs mit zurück, womit die Cookies jeweils an jenen Webserver zurückgehen, von dem sie einst stammten.
Ein Cookie kann beliebigen Text enthalten, kann also neben einer reinen Identifikation auch beliebige Einstellungen lokal speichern, jedoch sollte seine Länge 4 KB nicht überschreiten, um mit allen Browsern kompatibel zu bleiben. Die Cookies werden mit jeder übermittelten Datei übertragen, also auch mit Bilddateien oder jedem anderen Dateityp; dieses gilt insbesondere für eingebettete Elemente wie Werbebanner, die von anderen Servern eingebunden werden als dem Ursprung einer angezeigten HTML-Datei. So kann eine einzelne Webseite zu mehreren Cookies führen, die von verschiedenen Servern kommen und an diese jeweils wieder zurückgeschickt werden; mit einer Anfrage des Browsers werden alle den Server betreffenden Cookies gesendet.
Cookies werden ausschließlich vom Client verwaltet. Somit entscheidet der Client, ob z. B. ein Cookie gespeichert wird oder die vom Webserver gewünschte eingeschränkte Lebensdauer des Cookies durch Löschung ausgeführt wird.

Gängige Browser erlauben dem Nutzer meist einschränkende Einstellungen zum Umgang des Client mit Cookies, z. B.:

  1. Keine Cookies annehmen.
  2. Nur Cookies des Servers der aufgerufenen Seite annehmen (keine Cookies von Drittservern wie bei Werbebannern).
  3. Benutzer bei jedem Cookie fragen.
  • hier kann dann meist zwischen „erlauben“ (bleibt), „für diese Sitzung erlauben“ (wird immer angenommen, aber nach dem Schließen des Browsers gelöscht) und „ablehnen“ (nicht akzeptieren) gewählt werden, wobei die gewählte Option gespeichert wird
  • Alle Cookies bei Beendigung des Client löschen („Sitzungs-Cookie“).

Dazu erlauben einige Browser verwaltende Aktionen wie:

  • Daten im Cookie ansehen.
  • Einzelne oder alle Cookies löschen.

Ob ein Cookie angenommen (clientseitig gespeichert) wurde, muss die serverseitige Anwendung in weiteren HTTP-Anfragen erkennen, da vom Client keine Rückmeldung erfolgt.
Der Server kann ein Cookie durch Überschreiben mit leeren Daten löschen.

2.2.    Verwendung
Eine typische Anwendung von Cookies ist das Speichern persönlicher Einstellungen auf Websites, zum Beispiel in Foren. Damit ist es möglich, diese Website zu besuchen, ohne jedes Mal die Einstellungen erneut vornehmen zu müssen.
Mit Cookies können auch Sitzungen realisiert werden. Das HTTP ist per Definition ein zustandsloses Protokoll, daher ist für den Webserver jeder Zugriff völlig unabhängig von allen anderen. Eine Webanwendung, die sich über einen längeren Zeitraum hinzieht, muss mit Zusätzen auf der Anwendungsschicht (im Browser) arbeiten, um den Teilnehmer über mehrere Zugriffe hinweg identifizieren zu können. Dazu wird in einem Cookie vom Server eine eindeutige Session-ID gespeichert, um genau diesen Client bei weiteren Aufrufe wieder zu erkennen und damit nicht bei jedem Aufruf einer Unterseite das Passwort erneut eingegeben werden muss.

Auch Online-Shops können Cookies verwenden, um sitzungslose virtuelle Einkaufskörbe zu ermöglichen. Der Kunde kann damit Artikel in den Einkaufskorb legen und sich weiter auf der Website umschauen, um danach die Artikel zusammen online zu kaufen. Die Artikel-Kennungen werden in einem Cookie gespeichert und erst beim Bestellvorgang serverseitig ausgewertet.

Damit bei Webanwendungen Benutzeraktionen und -eingaben, die für den Server bestimmt sind, bei Abbrüchen der Verbindung zum Server zum Beispiel in Mobilfunknetzen nicht verloren gehen, können Cookies zur Zwischenspeicherung eingesetzt werden. Sie werden dann bei Wiedererrichtung der Verbindung automatisch zum Server geschickt. Die Webanwendung erkennt dabei die Reihenfolge, in der die Cookies erzeugt wurden, und markiert bereits verarbeitete Cookies oder löscht deren Inhalt. Weil bei dieser Verwendung unter Umständen viele Cookies erzeugt werden, die frühestens beim Schließen des Browsers gelöscht werden, der Speicherplatz des Browsers für Cookies aber beschränkt ist, muss die Webanwendung Vorkehrungen gegen einen Cookie-Überlauf treffen.[1]

 

2.3.    Gefahren
Die eindeutige Erkennung kann für Zwecke eingesetzt werden, die von vielen Benutzern als missbräuchlich angesehen werden. Cookies werden z. B. dafür verwendet, Benutzerprofile über das Surfverhalten eines Benutzers zu erstellen. Ein Online-Shop kann z. B. diese Daten mit dem Namen des Kunden verknüpfen und zielgruppenorientierte Werbemails schicken. Jedoch kann der Online-Shop nur das Surfverhalten innerhalb seiner eigenen Webseite verfolgen.

Server, die nicht identisch mit dem Server der aufgerufenen Webpage sind, können z. B. mit Bilddateien (Werbebanner oder auch Zählpixel) auch so genannte „serverfremde“ Cookies setzen. Diese werden aufgrund ihrer Verwendung auch als „tracking cookies“ bezeichnet (englisch für Verfolgen). Gegebenenfalls kann so der Besuch unterschiedlicher Websites einem Benutzer zugeordnet werden. Es entsteht eine „serverübergreifende“ Sitzung. Daraus kann auf die Interessen des Besuchers geschlossen und Websites entsprechend angepasst („personalisiert“) werden. Bei einer Bestellung in einem Webshop etwa werden die angefallenen Daten naturgemäß einer konkreten Person zugeordnet.

Denkbar wäre ein potentieller Missbrauch bei einer möglichen Kooperation zwischen dem Webshop und dem Werbeunternehmen; diese kann verhindert werden durch eine entsprechende Browser-Einstellung, die nur Cookies des Servers der aufgerufenen Seite (Webshop) annimmt, nicht die der fremden Server, die die Werbung einblenden. Wirbt der Webshop allerdings selber, könnte diese zielgerichtete Werbung so nicht verhindert werden, aber sogar nützlich sein. Amazon wertet bekanntlich die Bestellhistorien der Käufer systematisch aus, um auch unbekannten Besuchern konkrete Vorschläge zu machen.

Noch nicht zu übersehen sind die Gefahren, die dadurch entstehen, dass Großunternehmen wie Google, deren Dienste praktisch jedermann ständig nutzt, sich vorbehalten, die dadurch entstehenden Daten auf unbegrenzte Zeit zu bevorraten und auszuwerten. Um Daten über das Nutzerverhalten zu sammeln, ist man nicht auf Cookies angewiesen. Das Problem ist also wesentlich allgemeinerer Natur.
In Umgebungen, in denen sich mehrere Nutzer denselben Rechner teilen, etwa in Schulen oder Internet Cafés, besteht allerdings die ganz konkrete und offensichtliche Gefahr, dass ein noch gültiger Sitzungs-Cookie vom nächsten Nutzer des Rechners verwendet wird, um diese Sitzung fortzusetzen. Dieses Risiko kann verhindert werden, indem man grundsätzlich alle Cookies vor dem Beenden des Browsers löscht oder eine entsprechende Browser-Einstellung nutzt. Das wäre die Aufgabe des Administrators. Infolgedessen kann man an öffentlichen Plätzen, etwa Bibliotheken oder Universitäten, üblicherweise keine permanenten Cookies hinterlassen.

 

2.4.    Erlauben oder Sperren?
Ein Kompromiss zwischen den Vor- und Nachteilen von Cookies kann erzielt werden, indem man seinen Browser so konfiguriert, dass persistente Cookies nicht oder nur gegen Rückfrage zugelassen werden, was z. B. die Erstellung von Benutzerprofilen erschwert, und Sitzungs-Cookies automatisch zugelassen werden, z. B. für Webeinkäufe, Passwörter. Außerdem bieten die meisten Browser die Möglichkeit, Cookies selektiv für bestimmte Domänen zu erlauben bzw. zu sperren oder nach dem Surfen automatisch zu löschen, wie es automatisch bei Sitzungs-Cookies geschieht. Auch ist es möglich, serverfremde Cookies automatisch abzuweisen, über die ein Dritter, etwa ein Werbepartner der Internet-Seite, das eigene Verhalten über mehrere Server hinweg aufzeichnen könnte.

Es ist auch möglich, Cookies automatisch beim Schließen des Browsers durch diesen löschen zu lassen. Damit werden Probleme mit Mehrbenutzersystemen weitgehend vermieden und die Überwachung des Benutzers durch Cookies wird zumindest eingeschränkt. Zugleich verzichtet der Benutzer damit auf alle Vorteile, die Cookies gewähren; er muss sich also zwangsweise bei der nächsten Sitzung überall wieder neu einloggen. Das führt aber zu neuen Sicherheitsproblemen, denn die Benutzer neigen dazu, überall dasselbe Passwort zu verwenden, da sich niemand eine Vielzahl von Passworten merken kann. Selbst die Benutzung von mehreren Passworten führt dazu, dass der Benutzer gegebenenfalls alle ausprobiert und sie damit gegenüber der betreffenden Webseite preisgibt.

Des Weiteren bieten moderne Browser die Möglichkeit, Funktionen über kleine Zusatzprogramme (Add-Ons) nachzurüsten. So ist es beispielsweise bei Firefox nach Installation eines auf diese Funktion ausgelegten Add-Ons per Klick auf eine Schaltfläche möglich, Internetseiten die Erlaubnis zu geben, Cookies zu speichern[2][3][4] bzw. sogar selbst den Inhalt der Cookies zu manipulieren[5]. Das ermöglicht es, dass man die Cookies generell deaktiviert lassen kann und sie nur dann zu erlauben, wenn die Internetseite nicht richtig funktioniert oder man sich bei einem Onlinedienst anmelden will.

2.5.    Aufbau
Ein Cookie besteht aus einem Namen und einem Wert sowie mehreren erforderlichen oder optionalen Attributen mit oder ohne Wert. Einige Attribute sowie deren Einschließen in Hochkommas werden empfohlen.

  1. Name - erforderlich –Beliebiger Name und Wert aus ASCII-Zeichen die vom Server übergeben werden
  2. Version - erforderlich – Gibt die Cookie-Management-Spezifikation in einer Dezimalzahl an (derzeit immer 1).
  3. Expires - optional – Ablaufdatum, Zeitpunkt der automatischen Löschung in UTC für HTTP/1.0
  4. Max-age - optional – Ablaufzeit in Sekunden – 0 für sofortige Löschung. Der Client darf den Cookie auch nach dieser Zeit benutzen, der Server kann sich also nicht darauf verlassen, dass der Cookie nach dieser Ablaufzeit gelöscht wird.
  5. Domain - optional – Domain oder Bestandteil des Domainnamens, für den der Cookie gilt
  6. Path - optional – Gültigkeits-Pfad (Teil der Anfrage-URI), um die Gültigkeit des Cookies auf einen bestimmten Pfad zu beschränken
  7. Port - optional – Beschränkung des Ports auf den aktuell verwendeten oder auf eine Liste von Ports
  8. Comment - optional – Kommentar zur näheren Beschreibung des Cookies
  9. CommentURL- optional – URL unter welcher eine Beschreibung zur Funktionsweise zu finden ist
  10. Secure - optional – Rücksendung des Cookie nur „geschützt“ (wie ist nicht weiter spezifiziert). Die meisten HTTP-Clients senden einen „sicheren“ Cookie nur über eine HTTPS-Verbindung. Das Attribut hat keinen Wert.
  11. Discard - optional – Unbedingt Löschung des Cookies bei Beendigung des Webbrowsers.

2.5.1.    Funktionsweise – ein Beispiel
Szenario: Eine Webseite bietet eine Suchfunktion an, die sich an den zuletzt eingegebenen Suchbegriff erinnern kann, selbst wenn der Benutzer zwischenzeitlich den Browser beendet. Dieser Suchbegriff kann nicht auf dem Server gespeichert werden, da der Server dazu den Besucher eindeutig identifizieren müsste, und das geht mit reinem HTTP nicht. Deshalb soll der zuletzt eingegebene Suchbegriff vom Browser des Besuchers (in einem Cookie) gespeichert werden.
Wenn der Besucher die Suchfunktion zum ersten Mal aufruft (hier mit dem Suchbegriff „cookie aufbau“), schickt er folgende Anfrage an den Server:
GET /cgi/suche.py?q=cookie+aufbau HTTP/1.0
Der Server antwortet mit dem Suchergebnis und bittet den Browser mit der „Set-Cookie“-Zeile, sich den letzten Suchbegriff zu merken:

HTTP/1.0 200 OK
Set-Cookie: letzteSuche="cookie aufbau";
            expires=Tue, 29-Mar-2005 19:30:42 GMT;
            Max-Age=2592000;
            Path=/cgi/suche.py;
            Version="1"

(Normalerweise stehen alle Eigenschaften des Cookies in einer einzigen Zeile. Zur besseren Lesbarkeit steht hier jedoch nur ein Attribut pro Zeile.) Der Cookie hat die folgenden Eigenschaften:

  • Nutzdaten (letzteSuche): Der letzte Suchbegriff
  • Ablaufdatum (expires): Der Cookie wird nur in Anfragen mitgeschickt, die vor dem 29. März 2005 passieren.
  • Maximalalter (Max-Age): Der Cookie wird nur in den folgenden 30 Tagen mitgeschickt, später nicht mehr.
  • Teilbereich der Webseite (Path): Der Cookie wird nur an die Suchmaschine (/cgi/suche.py) geschickt, da alle anderen Teile der Webseite die Information nicht brauchen.

Zusätzlich zu der Pfad-Einschränkung wird der Cookie auch nur an den Server zurückgeschickt, von dem er gekommen ist. Dies wird durch die fehlende „Domain“-Variable erreicht.

Bei jeder weiteren Suchanfrage schickt der Browser nun, wenn er den Cookie akzeptiert, diesen an den Server zurück. Das sieht dann so aus:

GET /cgi/suche.py?q=12345 HTTP/1.0
Cookie: letzteSuche="cookie aufbau"; $Path=/cgi/suche.py; $Version="1";

Allen Eigenschaften des Cookies ist ein „$“ vorangestellt, mit Ausnahme der Nutzdaten (hier: letzteSuche). Der Server hat jetzt also die Information über den aktuellen Suchbegriff (12345) und den letzten (cookie aufbau). Zwischen diesen beiden Suchanfragen kann eine Zeit von bis zu 30 Tagen (Ablaufdatum) liegen.

 

2.5.2.    Browseranforderungen
Nach RFC 2965 soll ein Browser Folgendes unterstützen:

  • Es sollen insgesamt mindestens 300 Cookies gespeichert werden können.
  • Es sollen pro Domain mindestens 20 Cookies gespeichert werden können.
  • Ein Cookie soll mindestens 4096 Bytes enthalten können.

Manche Browser können mehr Cookies und/oder auch Cookies mit längeren Zeichenketteninhalten verarbeiten, garantiert ist dies aber nicht. Umgekehrt halten sich aber auch nicht alle Browser an alle Anforderungen.

3.    Flash-Cookie
Flash-Cookies oder Local Shared Objects (LSO) stellen eine neue Art der Speicherung von Benutzerdaten auf dem surfenden PC durch Nutzung des Adobe Flash Players dar.
Im Gegensatz zu Browser-Cookies (HTTP-Cookies) ermöglicht diese Technik den Webseiten, Inhalte browserunabhängig und ohne Verfallsdatum auf dem Rechner des Webseitenbetrachters zu speichern. So werden Inhalte, die beim Betrachten eines Flash-Films mit einem Browser (z. B. Firefox) geschrieben wurden, auch beim Betrachten der Internetseite mit einem anderen Browser (z. B. Windows Internet Explorer) an den Server gesendet.
Problematisch ist der Umstand, dass diese LSOs nicht von der Cookieverwaltung des Browsers administriert werden und bei Bedarf manuell oder per Software (Flash-Cookie-Killer, Flash-Cookie-Manager, CCleaner) gelöscht werden müssen. Für den Browser Firefox gibt es u. a. dazu inzwischen eine Browsererweiterung[1]. Die Speicherung von LSOs lässt sich auch mit dem Einstellungsmanager des Flash-Players konfigurieren, der allerdings nur online über die Adobe-Website zugänglich ist.[2]
Der Speicherort der LSOs unter Microsoft Windows ist
%AppData%\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects

Dieser Ordner ist in den Einstellungen des persönlichen Profils zu finden. Unter Windows XP normalerweise:
C:\Dokumente und Einstellungen\Username\

Bei Windows Vista finden sich die Flash-Cookies unter:
C:\Benutzer\USERNAME\%AppData%\Roaming\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects

Der Ordner %AppData% ist standardmäßig unter Windows XP und Vista nicht sichtbar. Die Sichtbarkeit des Ordners kann über die Ordnereinstellungen geändert werden.

Der Speicherort der LSOs unter Mac OS X ist
~/Library/Preferences/Macromedia/Flash Player/#SharedObjects

Unter anderen unixartigen Betriebssystemen wie Linux und Solaris befinden sich die Dateien unter
~/.macromedia/Flash_Player/#SharedObjects

4.    Ohne Cookies kein korrektes Tracking
Ein sauberes Tracking ist die Grundlage jeder Web-Analyse. Je genauer sich die einzelnen Nutzer und Ihr Verhalten abbilden läßt, umso paßgenauer kann die Web-Site optimiert werden. Mit Hilfe von Cookies lassen sich Nutzer klar identifizieren und die erhobenen Daten lassen sich einer konkreten Sitzung zuordnen

4.1.    Tracking-Szenarios
Um einen Nutzer/Besucher Ihrer Web-Site klar identifizieren und verfolgen zu können, brauchen Sie eine besucherspezifische Kennung, die sich über den gesamten Besuchszeitraum nicht verändert.
Es gibt mehrere Methoden dies technisch zu bewerkstelligen; die am häufigsten genutzten Möglichkeiten sind: IP-Adresse, IP-Adresse und Browser-Kennung (user agent), Login-Name, Sitzungs-Cookies und Permanent-Cookies.
Wir wollen zwei Tracking-Methoden herausgreifen:

4.1.1.    Die einfachste Methode
Das Tracking mittels IP-Adresse sowie mittels IP-Adresse und Browser-Kennung. Da jeder Nutzer, der auf Ihre Web-Site zugreift, über eine IP-Adresse und einen Browser verfügt, läßt sich dieses Verfahren standardmäßig anwenden.

4.1.2.    Die genaueste Methode
Tacking mittels Cookies liefert sicherlich mit Abstand die genauesten und detailliertesten Daten in Bezug auf Nutzer und ihr Verhalten auf der Web-Site. Allerdings erfordert ein sinnvolles Cookie-Management einiges an Aufwand und Vorarbeit.
Diese beiden Arten der Nutzer-Verfolgung werden in der Praxis von fast allen Web-Site-Betreibern eingesetzt.

4.2.    IP-Tracking im Detail
"Immer noch besser als gar nichts" - dies beschreibt die Qualität des IP-Adressen-Trackings recht gut. Dieses Verfahren ist nicht geeignet, Nutzer eindeutig zu identifizieren und ihnen Sitzungen zuzuordnen. Warum? Weil viele Nutzer mit dynamischen, d.h. ständig wechselnden IP-Adressen surfen. Ein Nutzer, den Sie heute unter 197.45.34.67 tracken, kommt morgen mit der IP-Adresse 201.1.56.135 zu Ihnen. Sie haben keine Chance jemals herauszufinden, dass es sich hier um ein und denselben Nutzer handelt. Da es nicht unbegrenzt viele IP-Adressen gibt, verfügen ISPs wie T-Online, AOL oder Freenet über einen festen Pool an IP-Adressen - jedem Surfer wird beim Online-gehen eine zufällige IP-Adresse zugewiesen. Wenn die Verbindung zum Internet dann beendet ist, fällt die IP-Adresse wieder zurück an den ISP, der sie dann an einen anderen Surfer vergeben kann und wird.
Das Resultat: Es sieht so aus, als ob Sie viele Stammkunden haben, dabei handelt es sich um ganz unterschiedliche Besucher, die sich nur eine IP-Adresse teilen. Da jeder Besucher bei jedem Besuch eine neue IP-Adresse nutzt, sind die Statistiken in Bezug auf Mehrfachnutzer nicht aussagekräftig.
Ein weiteres Problem sind Nutzer, die einen Proxy-Server nutzen, um ins Internet zu gelangen. Große Firmen und ISPs wie AOL oder Akamai nutzen diese Technik. Nutzer, die über einen Proxy-Server ins Internet gehen teilen sich eine IP-Adresse. In der Analyse läßt sich dann nicht feststellen, ob ein oder mehrere Nutzer Ihre Web-Site besucht haben.
Diese Probleme verschärfen sich mit steigenden Nutzerzahlen.

Fazit: Zwar sind die absoluten Zahlen beim Tracking via IP-Adressen wenig aussagekräftig, doch lassen sich Trends im Allgemeinen mit dieser Methode recht gut analysieren.

4.3.    Cookie-Tracking im Detail
Cookies sind kleine Text-Dateien, die vom Browser auf der Festplatte des Nutzers abgelegt werden. Zwar sind Cookies nicht unumstritten - so schlecht für den Nutzer, wie sie in der einschlägigen Fachpresse dargestellt werden sind Cookies nicht. Web-Mail oder Online-Shopping beispielsweise sind ohne Cookies schwer vorstellbar.
Cookie ist nicht gleich Cookie - die "besten" Cookies stammen von der besuchten Web-Site, sind permanent und P3P-konform. P3P steht für Platform for Privacy Preferences (PPP, oder eben P3P) - einem internationalen Datenschutz-Standard. Die meisten Nutzer akzeptieren diese Art von Cookies. Da die meisten Nutzer Ihre Cookies nicht sehr oft löschen - und praktisch nie während einer Sitzung - sind Cookies sehr verlässlich, wenn es darum geht Nutzer zu indentifizieren und ihre Aktionen zu verfolgen.
Cookies lassen sich wie folgt klassifizieren:

  1. Permanent-Cookies (leben ewig) vs. Sitzungs-Cookies (überleben das Ende der Sitzung nicht)
  2. First party (werden von der besuchten Web-Site gesetzt) vs. Third Party (werden von anderen Sites als der besuchten gesetzt)
  3. anonym vs. personengebunden
  4. P3P-konform vs. nicht P3P-konform

4.3.1.    Permant vs. Sitzung
Ein Permanent-Cookie wird für eine bestimmte Zeit auf der Festplatte des Nutzers gespeichert, beispielsweise bis zum 31.1.2035. Ein Sitzungs-Cookie dagegen wird gelöscht, sobald der Nutzer die Web-Site verlässt. Mit beiden Typen lassen sich Sitzungen verfolgen, aber nur mit Hilfe eines Permanent-Cookies lassen sich wiederkehrende Besucher identifizieren.

4.3.2.    First party vs. Third party
Ein First-party-Cookie wird von der besuchten Web-Site ausgeliefert. Ein Third-party-Cookie stammt dagegen von einer Site, die nur mittelbar mit der besuchten Site etwas zu tun hat. Third-party-Cookies werden of von Ad-Servern oder Anbietern von Web-Analytics-Services eingesetzt.

4.3.3.    Anonym vs. personengebunden
Verzichten Sie darauf personengebundene Daten zu erheben. Für ein sauberes Tracking sind anonyme Cookies vollkommen ausreichend. Zum einen sind Sie dazu durch den Datensparsamkeits-Paragraphen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG §3a) verpflichtet, zum andern werden die wenigsten Nutzer personenbezogene Daten herausgeben. Wenn Sie aus anderen Gründen personenbezogene Daten erheben, beispielsweise während eines Bestellvorgangs, sollten Sie diese in einem separaten Cookie speichern und so die einzelnen Funktionalitäten sauber von einander trennen.

4.3.4.    P3P-konform
Wenn Ihre Cookies P3P-konform sind, sollten Sie dies vermerken, denn damit erhöhen Sie die Akzeptanz Ihres Cookies. Allzu viel Aufmerksamkeit müssen Sie dem Punkt P3P aber nicht widmen, denn wenn Sie anonyme First-party-Cookies ausliefern werden über 95% aller Nutzer diese Cookies akzeptieren.

4.4.    Fazit
Optimieren lässt sich eine Web-Site nur auf Basis eines verlässlichen Nutzer-Trackings. Mit Hilfe permanenter, anonymer First-party-Cookies lässt sich dieses Ziel erreichen.

5.    Welche Möglichkeiten der Datenerhebung gibt es?
Drei Arten der Datenerfassung sind im Rennen: Log-Dateien, Cookies und JavaScripten. Im folgenden werden wir die Vor- und Nachteile der einzelnen Arten näher beleuchten.

5.1.    Log-Dateien
Log-Dateien sind keine Marketing-Tools, sondern dienen der technischen Diganose des Web-Servers. Marketing-Fragen lassen sich deshalb durch Log-File-Analyse nur bedingt beantworten.

Pro:

  • Die Daten fallen sowieso an
  • Enthalten technische Daten (Browser-Daten, Beriebssystem) und Verhaltens-Daten (Referrer, woher kamen die Nutzer).
  • Es gibt viele Software-Pakete, mit denen man Log-Dateien bearbeiten und statistisch zugänglich machen kann.

Kontra:

  • Daten nicht in Echtzeit auswertbar.
  • Zählweise unsicher, mal werden zu viele, dann wieder zu wenige Nutzer gezählt.
  • Mehre Nutzer, die hinter einer Firewall sind, werden als ein Nutzer gezählt
  • Caching verzerrt die Ergebnisse, es kommen nicht alle Anfragen auch wirklich beim Server an und werden deshalb auch nicht gezählt.
  • Nutzer, die im Browser die Schaltflächen "Vorwärts" und "Zurück" klicken, werden nicht korrekt erfasst.
  • Wechselnde IP-Adressen erschweren die Zuordnung von Sitzungen zu einzelnen Nutzern.´
  • Nicht menschlicher Datenverkehr von Robots und Spidern wird mitgezählt. Wenn sich die Robots nicht korrekt beim Server identifizieren, ist dieser Datenverkehr fast nicht auszufiltern.
  • Ihre eigenen Aufrufe werden ebenfalls mitgezählt. Wenn sie auf Ihr Angebot mit einer statischen IP-Adresse zugreifen, lässt sich dieser Datenverkahr relativ leicht ausfiltern.
  • Wenn Ihre Site erfolgreich ist, werden die Log-Dateien riesig. Sie brauchen dann eine ausgefeilte Logistik und leistungsstarke Rechner, um die Dateien halbwegs zügig auszuwerten.
  • Komplexe dynamische Web-Sites mit verschiedenen Servern, die sich über diverse Domains und Sub-Domains verteilen sind so praktisch nicht in den Griff zu kriegen.

5.2.    Cookies
Ohne Cookies geht es nicht. Nur über Cookies lassen sich Browser eindeutig identifizieren. Mit Hilfe von Cookies lassen sich Sitzungen nachvollziehen, Nutzer eindeutig identifizieren (Erstbesuch vs. Erneuter Besuch). Ein ganz wichtiger Punkt beim Thema Cookies sind die Datenschutzrichtlinien. Sie sammeln Nutzerdaten und sollten deshalb über klar formulierte Datenschutzrichtlinien verfügen, die auch einer rechtlichen Überprüfung standhalten. Nutzer sind mittlerweile recht aufgeklärt, was Cookies angeht, viele Browser erlauben das Cookie-Management und weisen den Nutzer daraufhin, wenn eine Site einen Cookie speichern will. Es gilt die Balance zu finden zwischen Datensammeln und Nutzer verärgern, denn ein Nutzer, der es Ihrer Site nicht gestattet irgendwelche Cookies zu setzen, ist weniger wert, als wenn Sie durch Selbstbeschränkung vielleicht weniger Informationen pro Besucher erhalten, dafür aber prozentual mehr Nutzer das Cookie-Setzen gestatten.

5.3.    Tracking via JavaScript
Mit Web-Beans - von Kritikern auch Web-Bugs genannt - gespickte Seiten sind der neueste Trend im Web-Anlytics-Sektor. Vorteile hier: Sie als Site-Betreiber müssen nur einige kleine JavaScript-Schnipsel in Ihre Site implementieren, den Rest übernimmt ein spezialisierter Dienstleister. Sie müssen sich nicht mit zusätzlichen Kosten für Hard- und Software aufbürden, sondern mieten einfach was sie brauchen. Die Statistiken werden rufen Sie mit dem Browser ab, bzw. laden sie im Excel-freundlichen Format auf die heimische Festplatte. Außerdem sind diese JavaScripten sehr robust gegenüber Zählfehlern, die auf Cashing beruhen.

Vorteile:

  • Daten liegen in Echtzeit vor.
  • Komplexe Sites, mit mehreren Domains/Sub-Domains und dynamischen URLs lassen sich so gut tracken.
  • HTML-E-Mails sind ebenfalls zählbar.
  • Zusätzliche technische Informationen wie Bildschirmauflösung lassen sich ebenfalls erfassen.

Nachteile:

  • Funktioniert nur, wenn die Nutzer JavaScript aktiviert haben, über 97% aller Nutzer haben das aber.
  • Datenschutz: Der Nutzer besucht Ihre Site, seine Daten werden aber - ohne sein Wissen - von einem Dritten erfasst, gespeichert und ausgewertet.
  • Outsourcing-Kosten fallen an. Die JavaScripten müssen auf allen Seiten einer Web-Site, die getrackt werden sollen eingebaut werden. Bei großen Sites kann das sehr arbeitsintensiv werden.
  • Performance-Probleme beim Dienstleister schlagen auf die eigene Site durch.

 

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U12: Exposé

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Medienproduktion

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Alle Fachrichtungen

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U1: Digitaldruck

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U2: Farbmodus

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U3: URL

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URL

Meine Vorstellung zum Thema URL:

URL (Uniform Resource Locator)
• Ist die Adresse einer einzelnen Webseite
• kann direkt in die Adressleiste im Browser eingegeben werden (ersetzt lange IP-Adressen)
• URL nicht mit der Domain gleichzusetzen, denn die Domain ist nur ein Bestandteil der URL
Beispiel einer URL: http://www.youtube.com/watch?v=QhcwLyyEjOA
Der Aufbau und die Bestandteile einer URL
Eine URL setzt sich meist aus mehreren Komponenten zusammen.
Um den Aufbau einer URL und die jeweiligen Komponenten zu verstehen, zerlegen wir die Be-
spiel-URL in ihre Bestandteile:

1. Das verwendete Protokoll/Schema – hier: HTTP (Hypertext Transfer Protocol)
2. Einer Subdomain, wie z.B. auch www.
Teilweise sind diese aus Gewohnheit vordefiniert:
   - Webserver: www.
   - Mailserver: mail. / smtp. / pop3. / imap.
   - FTP-Server: ftp.
Hinter diesen Subdomains steckt meist ein eigener Server der ausschließlich die entsprechende Funktion erfüllt. Subdomains sind Third-Level-Domains.
3. Der Host oder Hostname: youtube
4. Die Top-Level-Domain (TLD) ist die Endung von Webadressen: z.b.: .com
Man unterscheidet zwischen:
• Themenbezogene TLD: com (commercial), net (network) , org (organization), ...
• Länderspezifische TLD: de (Deutschland), us (USA), it (Italien), ...
6. Second-Level-Domain (SLD): youtube.com
• befindet sich vor dem Punkt: & TDL
8. Der Pfad: /watch
• Ein Pfad verweist meist auf eine Datei oder ein Ordner (Verzeichnis) auf dem 
Webserver (z.B. “/ordner/datei.html”)
7. Parameter und Wert: v (Parameter), QhcwLyyEjOA (Parameterwert)

 SLD (Second-Level-Domain/Hostname):
Die Second-Level-Domain kann selbst ausgesucht werden, hier gelten folgende Einschränkungen:
• Der Domain-Name darf noch nicht registriert sein.
• Die Verwendung von geschützten (Marken-)Namen ist unzulässig.
• Umlaute (ä, ö, ü) sind zulässig, werden aber durch ältere Browser nicht unterstützt.
• Einige Sonderzeichen wie Leerzeichen, Backslash (\) oder Slash (/) sind verboten.
TLD (Top-Level-Domain):
Die in Deutschland wichtigste TLD ist die länderspezifische Kennung „de“. Aller
dings sind bereits sehr viele Domain-Namen mit „de“ reserviert, so dass Sie möglicherweise auf eine Alternative ausweichen müssen. Weitere bekannte Top-Level-Domains sind:
• com - Company/Commercial
• org - nicht-kommerzielle Organisation
• net - Netzwerk
• biz - Business
Domain Registrierung1. Domainname prüfen:
Jede Domain darf weltweit nur einmal verwendet werden und ist bei der Organisation NIC (Network
Information Center) registriert. Mittels einer Who-Is-Abfrage kann überprüft werden, ob der Name
bereits registriert ist.
•Für die TLD „de“ werden die Domains bei der DENIC registriert.
• Für die weltweite Adressvergabe ist die Organisation ICANN zuständig.
2. Domain registrieren:
Domains können nicht gekauft werden, sie werden lediglich registriert und man zahlt eine jährliche
„Nutzungsgebühr“. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, eine Domain zu registrieren:
• Direkt bei der Organisation (z. B. DENIC oder ICANN)
Privatpersonen, Vereine etc. registrieren die Domain oftmals über Ihren Internet-Service-
Provider, der die Webseite auch „Hostet“ z. B. 1&1
  ______________________________________________________________________ Die URL (Uniform Resource Locator) bezeichnet die Adresse eines jeden Dokuments im Internet eindeutig. 
 Sie besteht aus: Protokoll://Server.Domain/Ordner/DokumentBeispiel 1: http://www.google.de/Beispiel 2: ftp://my.downloads.com/Download/unknown.htm Suchmaschinenoptimierung:Was benötigen Suchmaschinen, damit die URL möglichst auf den ersten Seiten angezeigt wird: http://www.seo-mit-keyworddomains.de/seo/analyse/140-url-analyse

 

--> Wikipedia = http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Locator

 

Mögliche URL-Elemente sind z. B. bei http:

scheme-specific-part → → → |
|
http://hans:geheim@example.org:80/demo/example.cgi?land=de&stadt=aa#geschichte
| | | | | | | |
| | | host | url-path query fragment
| | password port
| user
scheme (hier gleich Netzwerkprotokoll)

 

______________________________________________________________________

Zwei Typen der Top-Level-Domain (TLD)
ccTLD – Country Code TLD
für allgemeine Ländercodes z.B.: .de; .gb; .fr; .it
gTLD – Genereic TLD
für organisatorisches und sonstiges z.B.: .org; .com; .info; .edu; .ninja; .food

 

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U4: Computer-Schnittstellen

Anleitung für das Wiki
In diesem Wiki könnt ihr gemeinsam Lerninhalte erstellen. Jedes Wiki ist direkt und für jeden angemeldeten User editierbar. Wenn bereits bei vorherigen Prüfungs-Wikis zum Thema (manchmal auch nur Teilgebiete streifend) erstellt wurden, so werden sie unten verlinkt. Ansonsten einfach hier diesen Eintrag überschreiben und mit entsprechenden Inhalten füllen.
Um Beispielaufgaben etc. zu bearbeiten haben wir extra eine Lerngruppe (https://mediencommunity.de/lerngruppe-mediengestalter-ap-sommer-2020) eingerichtet, bitte diese für das gemeinsame Lösen von Aufgaben nutzen.
Viel Erfolg beim Lernen.
Das Team der mediencommunity

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Computerschnittstellen

Computerschnittstellen

Schnittstellen (I/O- Schnittstellen) sind Anschlussmöglichkeiten externer Geräte auf der Hauptplatine.

Die Aufgaben sind eine Datenübertragung zwischen einzelnen peripheren Geräten und der Zentraleinheit zu ermöglichen, auf formale Richtigkeit der Daten wird ebenfalls geprüft.

Eine Schnittstelle wird durch folgende Charakteristiken definiert:

  • Busbreite (Anzahl der Leitungen über die Binärzahlen übertragen werden)

  • Busgeschwindigkeit (Geschwindigkeit des Datenflusses je Sekunde)

  • Busprotokoll (Codierung der Binärdaten)

Unterschieden wird zwischen seriellen und parallelen Schnittstellen.

Parallele Schnittstelle
8 Datenbit werden gleichzeitig mithilfe von acht prallelen Leitungen übertragen (Bsp.: Drucker).

Serielle Schnittstelle
Datenbit werden zeitlich nacheinander über eine einzige Leitung übertragen (Bsp.: Modem u. Maus).

heute spielen nur noch serielle Schnittstellen eine Rolle.

Auflistung der gängigsten Schnittstellen

RS 232 C o. V.24 (Maus und Modem)

Ist der Schnittstellenstandard mit 25- oder 9-poligen Verbindungen zur seriellen Übertragung und
bietet eine Anschlussmöglichkeit für Maus, Nullmodem-Kabel und Modem.

Centronics (Drucker, Scanner, Brenner u.a)
Prallele Schnittstelle (für 1 Gerät bis 2MBit/s) welche größtenteils für den Anschluss von Druckern benötigt wird.

PS2

Bevor sich USB als Allzweckschnittstelle durchsetzte, wurden Mäuse oder Tastaturen auch über PS2-Anschlüsse mit dem PC verbunden.
 

USB 1.x (“Universal Serial Bus” - Plug&Play-Anschluss)
Preiswerter, langsamer und serieller BUS mit bis zu 12 MitB/s und Anschlussmöglichkeiten für bis zu 127 Geräten.

USB 2.x
Bietet eine Schnittstelle für zahlreiche Geräte wie z.B. Tastatur, Lautsprecher, Drucker, ext. Laufwerke, etc.Gegenüber des langsamen USB1 verfügt man über 480 MBit/s und eine max. Anzahl von 127 Geräten, Abwärtskompatibilität ist gegeben.

USB 3.x
Die Datenrate wurde von 0,48 GBit/s (USB2) auf 4,8 GBit/s erhöht, wobei die Anzahl der anzuschließenden Geräte bei 127 geblieben ist.
Eine Master-/Slave-Architektur kommt zum Einsatz, d.h. dass der sogenannte Master-Controller steuert die Slaves (Endgeräte).
Die bisherige, regelmäßige Abfrage ob neue Geräte angeschlossen wurden, wurde mit einer Methode ausgetauscht, in der die Schnittstelle erst bei Signalen des Endgerätes anspringt (Reduzierung des Stromverbrauchs).

SCSI-1 (“Small Computer System Interface” - parallel, 5MB/s, 8 Geräte) 1986
Eine leistungsfähige Schnittstelle zwischen Gerät und  Bussystem mit relativ schneller Übertragungsrate, welche besonders für die Arbeit mit mehreren Peripheriegeräten geeignet ist(plattformunabhängig).

Chronologische Weiterentwicklung:

SCSI-2 (parallel, 10MBit/s, 8 Geräte) 1989
Ultra-SCSI (parallel, 20MBit/s - 40MB/s, 8 Geräte) 1992
SCSI-3 (Alternative Transfertechnik Apples FireWire-Standard und Fibre Channel hinzugrfügt) 1993
Ultra-2 SCSI (40MB/s - 80MBit/s) 1997
SCSI-160 (160 MBit/s) 1999
SCSI-320 (320 MBit/s - letzte Schnittstelle dieser Art, da hierfür keine weiteren Geräte gebaut wurden) 2002
SCA(16 Geräte, hat SCSI abgelöst) 1999

Firewire (Plug&Play-Anschluss)
Serieller Bus mit digitaler Schnittstelle mit bis zu 400MB/s für max. 63 Geräte.
Die patentierte Schnittstelle von Apple wird hauptsächlich in der Ton-/ und Videotechnik und bei beispielsweise DVD-Brennern und Festplatten eingesetzt.

Thunderbolt (bis zu 10 Gbit/s)
Schnittstelle zwischen Computern, Monitoren, Peripheriegeräten und Unterhaltungselektronik, die von Apple und Intel entwickelt wurden. Wegen der extrem hohen Datenübertragungsrate eine Schnittstelle mit Zukunft die USB3 die Stirn bieten soll..

Ethernet

Ethernet ist ein Datenübertragungsstandard für lokale Netzwerke und Internetzugang zwischen Netzwerkrouter und PC.  Anfänglich gab es Übertragungsraten von 10 Mbit/s, die von Fast Ethernet mit 100 Mbit/s abgelöst wurden(Gigabit Ethernet mit 10 000 MBit/s möglich).

 

DVI (“Digital Visual Interface”)

Ist eine elektronische Schnittstelle zur Übertragung von Videodaten. Im Computer-Bereich entwickelte sich DVI zu einem Standard für den Anschluss vonTFT-Monitoren an die Grafikkarte eines Computers.

HDMI (“High Definition Multimedia Interface“)
Eine ab Mitte 2003 entwickelte Schnittstelle für die volldigitale Übertragung von Audio- und Video-Daten in der Unterhaltungselektronik (+ moderne Grafikkarten) welche DVI abgelöst hat.
Datenübertragungsrate liegt versionsabhängig bei 3,96 GBit/s - 8,16 GBit/s und ab HDMI 2.0 bei 14,4 GBit/s.

IrDA (“Infrared Data Association”)
Die Infrarotschnittstelle spezifiziert Standards für die optische drahtlose Punkt-zu-Punkt Datenübertragung mittels infrarotem Licht (850 – 900 nm) auf max. 1m Entfernung.

Bluetooth
Ein Kurzstrecken-Funkstandard der kabellos eine Kommunikation mit verschiedenen Geräten ermöglicht (Bsp.: Tastatur und Maus).

Serial-ATA
Ermöglicht den Anschluss der Festplatte im PC

PCI (“Peripheral Component Interconnect”)
Ermöglicht den Anschluss für Steckkarten im PC

PCI-E
Nachfolger von PCI, ermöglicht den Anschluss von modernen Grafikkarten mit 3D-Beschleunigung und ist aktueller Standard.

Audioverbindung (Klinke)
Für die analoge Datenübertragung im Audiobereich wird bis heute diese Schnittstelle an der Soundkarte genutzt (Bsp.: Lautsprecher, Mikrofon).

 

QUELLE: ABC der Mediengestaltung, Wikipedia und https://www.lmz-bw.de/medienbildung/medienpraxis/computer-handy-tablet/computerschnittstellen.html

Weiterführende Links:
http://webmagazin.de/mobile/gaengigsten-schnittstellen-mobile-geraete-177636

 

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Externe Schnittstellen

Verschiedene Schnittstellen

USB verschiedenster Versionen ob nu 2.0 oder 3.0 oder sonst was

PS/2 alter Anschlüsse für Mäuse und Tastaturen

COM1 Serielle Schnittstelle (für Hardware)

VGA Grafikkarten Schnittstelle (Bildschirmanschluss)

LPT1 Parallele Schnittstelle (Druckeranschluss)

Game- /Midiport

- Kopfhörer (Speaker) und Mikrofon (Mic) Anschluss

Bei vor allem Mobilen Geräten gibt es noch Mini- oder Micro-USB anschlüsse. (Kann man nicht wirklich unter Version zusmamenfassen deshalb erwähne ich das nochmal.)

Eine sehr alte Schnittstelle ist noch Firewire, was den Vorteil hat, dass es insgesamt schneller ist als USB. Hat sich aber nie durchgesetzt.

Dann gibt es noch Schnittstellen für Externe Datenträger wie SD-Karten, Micro SD-Karten usw.

Video

VGA - Video Graphics Array (analog)
     - Übertragung von aus dem digitalen umgewandelte analoge Bilddaten
    - Qualitätsverluste durch initiale AD-Wandlung
DVI - Digital Visual Interface (digital, analog möglich)
     - Vorstufe von HDMI
     - gleichzeitige analoge und digitale Übertragung
HDMI - High Definition Multimedia Interface (digital, analog möglich)
    - abwärtskompatible, volldigitale Datenübertragung
    - integriertes Kopierschutzkonzept (DRM)
DisplayPort (digital)
    - geringer Platzbedarf
    - ursprünglich nur einseitiger Datenfluss

Geschwindigkeiten von externen Schnittstellen

USB 1.0 : 12 Mbit/s (1,5 MByte/s)  -  seit 1996
USB 2.0 : 480 Mbit/s (60 MByte/s)  -  seit 2000
USB 3.0 : 4000 Mbit/s (500 MByte/s)  -  seit 2008

Firewire S400 : 400 Mbit/s (50 MByte/s)  -  seit 1995
Firewire S800 : 800 Mbit/s (100 MByte/s)  -   seit 2003
Firewire S3200 : 3200 Mbit/s (400 MByte/s)  -  seit 2008

Thunderbolt : 10 Gbit/s (1,25 GByte/s)  -  seit 2011
Thunderbolt 2 : 20 Gbit/s (2,5 GByte/s)  -  seit 2013

Dies sind Brutto Angaben. Die Netto Geschwindigkeit der Schnittstellen ist von den verwendeten Protokollen und Modi abhängig, die den Datenpaketen einen gewissen Overhead hinzufügen, sowie von Parametern wie Dämpfung u.ä..

Vor der Entwicklung von USB 3.0/3.1 war FireWire die bevorzugte Methode zur Datenübertragung von Audio- und Videomaterial. Im privaten Gebrauch hat sich FireWire nicht durchgesetzt. Auf professioneller Ebene war es jedoch die bevorzugte Schnittstelle. Thunderbolt wird seit 2011 in Apple Rechner integriert und ist seit 2012 auch für Windows Systeme verfügbar. In Zukunft wird sich zeigen, ob Thunderbolt oder USB FireWire den Rang als bevorzugte Shnittstelle ablaufen werden. Im privaten Gebrauch wird es vermutlich wieder auf USB hinauslaufen.

Netzwerkarten und Geschwindigkeiten

Bluetooth : 700 Kbit/s

Ethernet : 10 Mbit/s
Fast-Ethernet : 100 Mbit/s
Gigabit-Ethernet : 1000 Mbit/s
(Anschluss über RJ45-Stecker)

WLAN - IEEE 802.11 : 2 Mbit/s
WLAN - IEEE 802.11h : 54 Mbit/s
WLAN - IEEE 802.11n: 600 Mbit/s

Die schnellste Verbindung ist zwar bisher LWL (Lichtwellenleiter), wird hier aber denke ich nicht von belangen sein, da es weniger in der Medienproduktion zum Einsatz kommt, als in der Netzwerktechnik. Es gibt dort etliche Übertragungsarten und Anschlüsse und sprengt denke ich deutlich den Rahmen der Prüfung. Grob zu wissen, welche Übertragungsarten es auf LAN- und WLAN-Basis gibt und wie schnell diese sind, ist denke ich nicht verkehrt.

Weiterführende Links:

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/com/0310281.htm

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Hardwareschnittstellen

Die Hardwareschnittstellen dienen zur Übertragung zwischen dem Mikrocomputer und den externen Geräten. Heute haben sie einen geringen Stromverbrauch, längere Verbindungsleitungen und höhere Datenraten.

 

USB (eine universelle Schnittstelle)
Für USB wurden verschiedene Geräteklassen definiert. Das hat den Vorteil, dass das Betriebssystem die Geräte die über diese Schnittstelle laufen, erkennt, ohne dass ein Treiber installiert werden muss.

Hier werden generische Treiber verwendet (herstellerunabhängige).

USB hat die Möglichkeit Endgeräte mit Strom zu versorgen und sie sind "Hot-Plug-&-Play"-fähig (sie können bei laufendem PC angeschlossen oder entfernt werden.

Weitere Schnittstellen sind:

FireWire (überwiegend in der BIld-und Videobearbeitung zum Einsatz)

(e)SATA - External SATA (Festplatten oder Brenner können hier angeschlossen werden)

Steckplätze -Slots (Um einen Desktop-PC flexibel und erweiterbar zu machen, werden PCIe-Steckplätze zur Verfügung gestellt)

RAM (Speicherbänke die über die Steckplätze eingesteckt werden können)

Sockel - Socket (Steckplatz für den Mikroprozessor)

Chipsatz (ist für die Steuerung des Datenflusses auf der Hauptplatine zuständig. Er besteht aus der North- und Southbridge. Die Southbridge steuert den Datenfluss zu den verschiedenen Controllern der Schnitstellen und ermöglicht somit die Kommunikation mit der "Außenwelt" (Tastatur, Maus, Festplatte usw.).

 

Für weitere Info´s könnt ihr auch hier gucken: http://www.elektronik-kompendium.de/sites/com/0310281.htm

 

Zum PDF-Anhang: Quellen sind das Kompendium und Internet.

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Video-Schnittstellen

VGA (D-Sub)

VGA (Video Graphic Array) ist der analoge
Standardanschluss, der sich auch heute noch an vielen Rechnern und Beamern befindet.

unterstützt keine Audioübertragung
Maximale Auflösung: 2.048 x 1.536 bei 60Hz

DVI

Der digitale Nachfolger von VGA heißt DVI (Digital Visual Interface). DVI überträgt die Daten ohne Qualitätsverlust an den Monitor oder Beamer und liefert eine bessere Bildqualität als VGA. Um eine Kompatibilität zu VGA-Monitoren zu erzielen, gibt es DVI auch in einer Variante, die sowohl ein digitales als auch ein analoge Videosignal zur Verfügung stellt (DVD-I). Um ein VGA Kabel anschließen zu können, benötigen Sie einen Adapter.

Im Normalfall wird über DVI kein Audio übertragen
Einige Hersteller von DVB-Receivern (z. B. Dream Multimedia) und Grafikkarten (AMD Radeon HD) übertragen neben hochaufgelösten digitalen Videodaten auch digitale Audiodaten über die DVI-Buchse.

Arten von DVI Schnittstellen:

DVI-I (Integrated)

DVI-I-Kabel können digitale und analoge Signale übertragen

DVI-I Single Link (18+5 Kontakte)
Maximale Auflösung: 1920 x 1200 bei 60 Hz

DVI-I Dual Link (24+5 Kontakte)
Maximale Auflösung: 2560 × 1600 bei 60 Hz

DVI-D (Digital)

DVI-D-Kabel können nur digitale Signale
übertragen

DVI-D Single Link (18+1 Kontakte)
Maximale Auflösung: 1920 × 1200 bei 60 Hz

DVI-D Dual Link (24+1 Kontakte)
Maximale Auflösung: 2560 × 1600 bei 60 Hz
oder 1920 × 1080 bei 144 Hz

Bei DVI-D-Kabeln mit nur 12 + 1 Pins werden keine DDC-Daten übertragen, so dass das Betriebssystem den Bildschirm nicht mehr automatisch erkennen kann.

DVI-A (Analog)

DVI-A Kabel (12+5 Kontakte) können nur analoge Signale übertragen, sie werden in der Praxis nur bei DVI zu VGA Adaptern eingesetzt.

HDMI

HDMI (High Definition Multimedia Interface) ist eine digitale Schnittstelle für Video- und Audiosignale und kommt deshalb vorwiegend im Bereich der Unterhaltungselektronik zum Einsatz. Ein Unterschied zu DVI ist neben der zusätzlichen Übertragung des Tons, dass mit HDMI ein Kopierschutz (HDCP) möglich ist.

Audioübertragung möglich
Maximale Auflösung (ab HDMI 2.1):
10.328 x 7.760 (10K)

Displayport

DisplayPort, kurz DP, ist eine Schnittstelle zur Übertragung von Audio- und Videosignalen zwischen Computer und Bildschirm. DisplayPort soll die Anschlüsse VGA und DVI ablösen. Im Gegensatz zum HDMI Stecker ist hier eine mechanische Verriegelung vorgesehen. Ursprünglich wurde die Displayport entworfen, um den Umstieg auf digitale Schnittstellen für eine bessere Bildqualität zu beschleunigen.

Audioübertragung möglich
Maximale Auflösung: 5.120 x 2.880 (5K)

AnhangGröße
PDF icon Videoschnittstellen.pdf447.37 KB
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U5: CSS-Grid

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U6: RAW-Dateien

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Kamera-Raw

Raw-Daten von Kameras sind vergleichbar mit den Negativen der analogen Kameras und diese lassen sich ähnlich wie analoge Daten in Raw-Convertern »entwickeln«. Dabei bleiben die Raw-Daten unberührt und die Entwicklungseinstellungen werden in eine gesonderte Datei geschrieben.

  • Roh-Datenformat von Digitalkameras
  • geräteabhängig, kein einheitlicher Standard
  • Eine Raw Datei wird nicht komprimiert (JPG ist immer komprimiert, ausser JPEG 2000)
  • spezielle Software zur Anzeige nötig

RAW-Format ist ein jeweils vom Kameramodell abhängiges Dateiformat, bei dem die Daten ohne Bearbeitung auf das Speichermedium geschrieben werden.

Definiert jeder Kamerahersteller sein eigenes RAW-Format, gibt es Probleme, wenn es mit der Bildbearbeitungssoftware nicht kompatibel ist.
Um das Problem zu lösen, hat Adobe einen Standard entwickelt, wie Rohdaten kompatibel gesichert werden können: das digitale Negativ, kurz DNG.

Bei Raw Dateien werden pro Kanal 4000 Tonwertstufen gespeichert (bei JPG sind es 256 Tonwertstufen). Mit Raw-Dateien hat man unendlich viele Möglichkeiten das Bild zu bearbeiten

  • nachträglicher Weißabgleich
  • Objektivkorrekturen
  • Farbe, Sättigung und Helligkeit (geht zwar auch mit  JPG, es entstehen aber bei weitem nicht so schnell hässliche Artefakte).

Raw Dateien heißen niemals XXXX.raw , sondern die Endung ist Hersteller spezifisch z.B.:

Nikon = .nef
Olympus = .orf
Canon = .cr2 
Sony = .arw
Minolta = .mrw
Sigma = .x3f
Adobe= .dng

Mehr zum Thema auf Heise Foto: "Raw-Entwicklung: Rohkost für Feinschmecker" (3-teilige Artikelserie) und bei Laserline unter "Was ist Camera-raw?".

 

Vorteile und Nachteile von RAW:
(wenn euch noch was einfällt, bitte ergänzen. Danke)

Vorteile:

  • bessere und mehr Möglichkeiten in der Nachbearbeitung
  • Originalbild bleibt erhalten und Korrekturen können wieder verändert werden, da korrigierte Einstellungen in einer seperaten Datei gespeichert werden
  • größere Datentiefe 
  • Korrektur von Objektivfiltern
  • nachträglicher Weißabgleich
  • keine Kompressionsverluste
  • RAW (engl. raw = roh) ist keine Abkürzung sondern steht für roh sowie unbearbeitet.

    Mit einem RAW-Konverter kann man sehr viele Faktoren beeinflussen:

  • keine Verluste bei der Bearbeitung der RAW-Datei, sie bleibt immer im Original-Aufnahmezustand gespeichert.
  •  16 Bit Farbtiefe statt 8 Bit = viel mehr Reserve im Datenmaterial, Helligkeits-und Farbverläufe werden harmonischer dargestellt.
  •  Korrektur vom Weißabgleich - die Farbtemperatur kann von Sonne, Schatten, Wolken, bis Blitzlicht usw. per Mausklick oder händisch von 2000 bis 10000 Kelvin eingestellt werden.
  • Das Bildrauschen kann sehr gut korrigiert werden
  • Der Tonwertumfang kann einfach gespreizt oder gestaucht werden
  • Die Gradation kann individuell angepaßt werden
  • Der Blendenspielraum beträgt +/- 2 Blenden um zu "pushen" oder "pullen"
  • die Vignettierung kann eliminiert werden
  • die chromatische Abberation (Farbfehler der Objektive an den Bildrändern) kann ebenfalls korrigiert werden

Der Nachteil der RAW-Dateien ist der große Speicherbedarf und die zeitaufwändige Nachbearbeitung sowie die unterschiedlichen RAW-Formate der Kamerahersteller. Für hochwertige Bilder sollten sie also auf jeden Fall im RAW-Format fotografieren.

 

Nachteile:

  • größere Dateigröße (RAW benötigt mehr Speicherplatz als ein JPG)
  • keine Rauschunterdrücken (moderne Bildprozessoren haben einen Rauschfilter, der beim Abspeichern von RAW Dateien nicht angewendet wird)
  • kein Einheitliches Format (jeder (Kamera)Hersteller macht sein eigenes Format)
  • keine direkte Weiterverarbeitung möglich (die RAW Datei muss erst in ein "normales" Format umgewandelt werden z.B. TIFF oder JPG)

 

Bewertung: 
4.333335
Durchschnitt: 4.3 (3 Stimmen)

Camera-RAW-Workflow

Camera-RAW-Workflow

1. Bildübertragung und bildverwaltung

  • Übertragen über...integrierten Cardreaderexternen Cardreader mit USB-Anschluss
  • Dateien Aussortieren, Umbennen und VerschlagwortenSoftware:Adobe Bridge (Bildverwaltung)Adobe Photoshop mitRaw-Konverter (Bildkonvertierung und -bearbeitung)Adobe Photoshop Lightroom (Bildverwaltung, Bildkonvertierung, Bildbearbeitung)Camera eigene Software mit Raw-Konverter
  • Benamung: „Sprechende Dateinamen“
  • Metadaten und Stichwörter :Exif und IPTC (Jpg und Tiff,) bzw. Xml-Datei (Raw)Kameradaten (Brennweite, Blitz, Weißabgleich, Sensortyp, Markem Modell,etc)Dateieigenschaften( Dateiname, -format, -größe, Maße, Auflösung, Bittiefe, Farbmodus und -profil)IPTC (Nutzungsrechte,Herkunft, etc.)
  • Orginalbilder archivieren und für die Weiterbearbeitung kopieren

 

2. Globale Bildbearbeitung

  • Arbeitsfarbraum festlegen (Raw)
  • Bildgröße und Auflösung festlegen (Raw)
  • Bilder drehen und zuschneiden (Raw)
  • Korrekturen technischer Objektivfehler (Raw)Vignettierung=>ungleichmäßige Helligkeitsverteilung vom Zentrum hin zu den Bildrändern
    =>tritt vorallem bei Weitwinkelobjektiven aufVerzeichnung =>Kissen- oder tonnenförmig Verzerrung
    =>Enstehen durch unsymetrischen Objektivaufbau und unsymetrischer Position der Blende im Objektiv Chromatische Aberration
    =>Farbsäume und unscharfe Kanten
    =>entstehen dadurch, dass Objektivlinsen die Wellenlängen des Lichts unterschiedlich stark brechen.
  • Bildoptimierung (Raw)Weißabgleich, Farbtemperatur => automatische Profile verwenden oder manuell z.B. über die PinpetteBildhelligkeit und Kontraste =>Histogramm
    =>Tonwertkorrektur
    =>Gradationskurve (für differenzierte Korrekturen der Tonwerte)
    =>Belichtung, Wiederherstellung, Aufhelllicht, Schwarz, Helligkeit,=>Kontraste und Klarheit=>Farbsättigung (Dynamik und Sättigung) Bildschärfung und Rauschen rezuierenPerspektive korrigieren und begradigen (Raw)
  • Raw-Formate in Ausgabeformat konvertieren

3. Selektive Bildbearbeitung

  • Selektive Farbkorrekturen (Jpg/Tiff)
  • Retusche (Jpg/Tiff)
  • Weiterführende Bildbearbeitungen wie z.B. Composing oder Panormabilder (Jpg/Tiff)

4. Bild für die Ausgabe vorbereiten

  • Farbprofil einbetten (Jpg/Tiff)
  • Speichern und Ablegen
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U7: Audio-Bearbeitung

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U8: SQL

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SQL

SQL

SQL (Structured Query Language) hat sich als Abfragesprache für relationale Datenbanken durchgesetzt.
Zu den bekanntesten freien SQL-Datenbanken zählen MySQL, PostgreSQL und MaxDB.
Zu den größten kommerziellen Datenbankherstellern zählen Oracle und IBM.

Statisch/dynamisches SQL

  1. Bei statischem SQL ist die SQL-Anweisung dem Datenbanksystem zum Zeitpunkt der Programmübersetzung bekannt und festgelegt (z. B. wenn die Abfrage eines Kontos vorformuliert ist und zur Laufzeit nur die Kontonummer eingesetzt wird).

  2. Bei dynamischem SQL ist die SQL-Anweisung dem Datenbanksystem erst zum Zeitpunkt der Programmausführung bekannt (z. B. weil der Benutzer die komplette Abfrage eingibt). So sind z. B. alle SQL-Anweisungen, die mittels SQL/CLI oder JDBC ausgeführt werden grundsätzlich dynamisch. Ausgeführt werden dynamische SQL-Anweisungen im Allgemeinen mit execute immediate (SQL-String).

 

MySQL-Abfragen

CRUD-Prinzip: Das Akronym "CRUD" beschreibt die Datenbankoperationen, auf denen jegliche Kommunikation mit der Datenbank beruht.

Alle Datensätze anzeigen

MySQL-Code  SELECT * FROM tabellenname  

zeigt alle Datensätze der Tabelle tabellennamean.

Einzelne Felder aller Datensätze anzeigen

MySQL-Code  SELECT kunde_name FROM tabellenname  

zeigt alle Felder kunde_namealler Datensätze der Tabelle tabellennamean.

MySQL-Code  SELECT kunde_name, kunde_vorname FROM tabellenname  

zeigt alle Felder kunde_nameund kunde_vornamealler Datensätze der Tabelle tabellennamean.

Einschränkungen mit WHERE

MySQL-Code  SELECT kunde_name, kunde_vorname FROM tabellenname WHERE kunde_ort='Hamburg'

Schränkt die Ausgabe auf alle Kunden aus Hamburg ein. Groß- und Kleinschreibung ist hier nicht relevant (Hamburg, hamburg).

Platzhalter mit LIKE %

MySQL-Code  SELECT * FROM tabellenname WHERE kundeOrt LIKE '%freiburg%'

findet die Orte “Ostfreiburg”, “Freiburg West” und “Freiburg-Süd”. Die Prozentzeichen sind Platzhalter für eine beliebige (oder keine) Zeichenfolge.

Verknüpfung von Abfragen mit OR und AND

MySQL-Code  SELECT * FROM tabellenname WHERE kunde_ort=freiburg' AND kunde_name='müller'   SELECT * FROM tabellenname WHERE kunde_name='mayer' OR kunde_name='maier' OR kunde_name='meyer' OR kunde_name='meier'

Ausgabe sortieren mit ORDER BY

MySQL-Code  SELECT * FROM tabellenname ORDER BY kunde_id  

sortiert nach Kunde-ID aufsteigend (bei Text: alphabetisch aufsteigend).

MySQL-Code  SELECT * FROM tabellenname ORDER BY kunde_ort, kunde_name  

sortiert nach Ort und dann nach Name (d.h. innerhalb eines Ortes nach Name, alphabetisch aufsteigend).

Um nicht aufsteigend, sondern absteigend zu sortieren, hängt man ein DESC an:

MySQL-Code

  SELECT * FROM tabellenname ORDER BY kunde_name DESC

Aktualisierung eines Datensatzes durch UPDATE:

MySQL-Code  UPDATE tabellenname SET variablenname='neuer Inhalt' WHERE id=3 UPDATE tabellenname SET telefonnummer='neuer Inhalt', postleitzahl='neuer Inhalt' WHERE kunde_id=7

Statt id=3 kann auch ein anderes eindeutig identifizierendes Feld benutzt werden.

Ändern der Tabellenstruktur mit ALTER TABLE:

Mit ALTER TABLE tabellenname [Spezifikation]wird eine Tabelle verändert. Mögliche Spezifikationen:

RENAME– benennt die Tabelle um, z.B.

MySQL-Code  ALTER TABLE kunden RENAME bestandskunden  

ADD COLUMN– fügt ein Feld hinzu, z.B.

MySQL-Code  ALTER TABLE kunden ADD COLUMN registrierungsdatum TIMESTAMP

Die Position kann mit FIRST und AFTER angegeben werden (FIRST = neues Feld wird an den Anfang gesetzt, AFTER feldname= neues Feld wird nach feldnameeingefügt).

DROP COLUMN– löscht ein Feld, z.B.

MySQL-Code  ALTER TABLE kunden DROP COLUMN registrierungsdatum

CHANGE– Änderung eines Feldes, wobei die Attribute des Feldes neu angegeben werden müssen, z.B.

MySQL-Code  ALTER TABLE kunden CHANGE altername neuername VARCHAR(255) NOT NULL

oder um nur die Attribute zu ändern

MySQL-Code  ALTER TABLE search CHANGE altername altername VARCHAR(200) NOT NULL

Löschen von Daten mit DELETE

DELETElöscht einen/mehrere Datensätze aus einer Tabelle. Mit

MySQL-Code  DELETE FROM tabellenname  

würden sämtliche Datensätze einer Tabelle gelöscht werden. Durch die Einschränkung WHERE

MySQL-Code  DELETE FROM tabellenname WHERE id=8

… würden im Beispiel alle Datensätze gelöscht werden, in denen das Feld idden Wert 8hat.

Löschen einer ganzen Tabelle mit DROP TABLE

MySQL-Code  DROP TABLE tabellenname 

 

Quelle: http://www.informatikzentrale.de/mysql-abfragen.html

 

Nützliche Videos zu SQL:
• https://www.youtube.com/watch?v=E4uDCxUF45E&index=4&list=PLPjKx80JC4CCT8Mbazn4uKaplp-v3Jwz_
• https://www.youtube.com/watch?v=hAxnxdCj4KQ&list=PLPjKx80JC4CCT8Mbazn4uKaplp-v3Jwz_&index=2
• https://www.youtube.com/watch?v=c0RGHsrb-5A&list=PLPjKx80JC4CCT8Mbazn4uKaplp-v3Jwz_&index=3
• https://www.youtube.com/watch?v=r0Eyhl7AQrM&list=PLPjKx80JC4CCT8Mbazn4uKaplp-v3Jwz_&index=1

 

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SQL-Injections

a. Allgemeines

• SQL-Injection (dt. SQL-Einschleusung) bezeichnet das Ausnutzen einer Sicherheitslücke in Zusammenhang mit SQL-Datenbanken, die durch mangelnde Maskierung oder Überprüfung von Metazeichen in Benutzereingaben entsteht.

• Der Angreifer versucht dabei, über die Anwendung, die den Zugriff auf die Datenbank bereitstellt, eigene Datenbankbefehle einzuschleusen. Sein Ziel ist es, Daten auszuspähen, in seinem Sinne zu verändern, die Kontrolle über den Server zu erhalten oder einfach größtmöglichen Schaden anzurichten.

• Das heißt, dass SQL Abfragen Zugriffskontrollen hinters Licht führen, und dadurch Standard Authentifizierungs- und Authorisationschecks umgehen können, und manchmal können SQL Abfragen sogar Zugriff zu Kommandos auf Betriebssystemebene erlauben.

• Sie sind möglich, wenn Daten wie Benutzereingaben in Web-Formularen in den SQL-Interpreter gelangen und Zeichen enthalten, die für den Interpreter Sonderfunktionen besitzen:

  • ==> Backslash \
  • ==> Anführungszeichen „“
  • ==> Apostroph ’
  • ==> Semikolon ; etc.

b. Vorgang der SQL-Injection

• Der „Hacker“ benutzt eine Standard-Datenbankanfrage oder ein Formular und merkt sich dabei den übergebenen Syntax

==> http://webserver/cgi-bin/find.cgi?ID=42

• Dieser wird im SQL-Interpreter als entsprechende Befehlskette umgewandelt

==> SELECT author, subject, text FROM artikel WHERE ID=42;

• Der „Hacker“ muss sich in der SQL-Syntax Schreibweise auskennen um dem Befehl eigene Syntax-Befehle anhängen zu können.

• Um bei der oben angesprochenen Datenbank Daten ausspähen zu können, könnte der „Hacker“ folgendes schreiben:

==> http://webserver/cgi-bin/find.cgi?ID=42+UNION+SELECT+'Datenbank',+'Tabelle',+'Spalte'+ UNION+SELECT+table_schema,+table_name,+column_name+FROM+information_schema.columns+ WHERE+NOT+table_schema='information_schema';#%20

• Das Beispiel zeigt, wie bei einer Abfrage mit 3 Ergebnisspalten die Struktur sämtlicher zugreifbarer Datenbanken in Erfahrung gebracht werden kann.

• Mit zeitbasierten Angriffen (also jene, die im richtigen Moment passieren), ist es dem Angreifer auch möglich sich für die Datenbank einen Administratorenstatus anzulegen. Hierzu muss er während der eigentliche SuperUser eingelogged ist eine SQL-Injection mit einem „root“ Befehl einschleusen. Da der SuperUser vom System immer mit der Hierarchie → „Root“ versehen wird.

==> Wurde ein System infiltriert, kann man sich über den Server-Traffic die Seitenzugriffe ansehen. Ist ein Traffic sehr auffällig (Normale Monatszugriffe im Schnitt 10.000 und plötzlich sieht man in einem Monat 100.000 oder 1.000.000 Zugriffe) ist es anzunehmen, das ein Zugriffs-Algorithmus in Verbindung mit einer Root-SQL-Injection genutzt wurde um im richtigen Moment (wenn der SuperUser eingelogged ist) das System mit Administratorenrechten zu infiltrieren.

c. Gegenmaßnahmen

• Bei der Programmierung von HTML/PHP Formularen sollten zwingend Inhaltsabfragen eingebaut werden, bei denen aus der Benutzereingabe die SQL-Syntax-Befehlszeichen ( \ “ ’ + ; etc.) entfernt bzw. maskiert werden.

• Bei den Inhaltsübergaben sollten Datentypabfragen eingebaut werden, damit wenn möglich der Input auch immer dem erwarteten Datentyp entspricht.

• Bauen Sie Codefragmente in den PHP Code ein, der verhindert, dass Fehlermeldungen beim Client angezeigt werden, diese geben dem Hacker Informationen über das Datenbankschema.

• Verwendung von verschlüsselten Passwortfeldern für alle Nutzer der Datenbank und akribisches Achten auf die Nutzerverwaltung

• Legen sie einen individualisierten „SuperUser“ an und loggen sie sich ausschließlich mit diesem „Account“ ein, damit der „Root“-SU nie genutzt wird.

• Verwendung von WAF (Web-Application-Firewall)

==> Eine Web Application Firewall (WAF) oder Web Shield ist ein Verfahren, das Webanwendungen vor Angriffen über das Hypertext Transfer Protocol (HTTP) schützen soll. Es stellt damit einen Spezialfall einer Application-Level-Firewall (ALF) oder eines Application-Level-Gateways (ALG) dar. • Verwendung von „stored procedures“

==> Es ist eine Funktion in Datenbankmanagementsystemen, mit der ganze Abläufe von Anweisungen vom Datenbank-Client aufgerufen werden können. ==> Sie ist somit ein eigenständiger Befehl, der eine Abfolge gespeicherter Befehle ausführt.

==> Gespeicherte Prozeduren tragen dazu bei, die Sicherheit einer Anwendung stark zu erhöhen. Da der Client in der Regel keine DELETE-, UPDATE- oder INSERT-Zugriffsrechte mehr benötigt, ist es Angreifern nicht möglich, selbst Datenbanken zu manipulieren (z. B. durch SQL-Injection).

• Verwendung von „Prepared Statements“ mit gebundenen Variabeln

==> Dabei werden die Daten als Parameter an einen bereits kompilierten Befehl übergeben. Die Daten werden somit nicht interpretiert und eine SQL-Injection verhindert.

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SQL

SQL

Scriptsprache

Structured Query Language (Strukturierte Abfrage-Sprache)

Datenbanksprache zur Definition von Datenstrukturen in relationalen Datenbanken

zum Bearbeiten (Einfügen, Verändern, Löschen) und Abfragen von darauf basierenden Datenbeständen

SQL dient quasi als Mittel zum Zweck, um sämtliche Datenbankoptionen durchzuführen

 

3 DATENBANKSYSTEME DIE MIT SQL ARBEITEN

MySQL 

PostgreSQL

MaxDB

 

SQL-Anweisungen

DDL(DATA DESCRIPTION LANGUAGE)

Datendefinition

—> Definition des Aufbaus und der Struktur der Datenbank

 

DML(DATA MANIPULATION LANGUAGE)

Datenmanipulation 

—> Abfrage und Veränderung von Daten

 

DCL(DATA CONTROL LANGUAGE)

Datenkontrolle

—> Berechtigung erteilen und verwalten

 

Datentypen

INT(Integer)
—> Ganze Zahlen (positiv oder negativ)

Beispiel: 10 —> INT (2)

DEC(Decimal)
—> Festkommazahl(positiv oder negativ) mit insgesamt n Ziffern, davon m Nachkomma stellen

Beispiel: 4859,27 —> DEC (6,2)

CHAR(Character)
—> Zeichenkette mit fester Länge (max.255)

Beispiel: Vierbuchstaben-Abkürzung z.B. MiMa —> CHAR (4)

VARCHAR(n)
—> Zeichenkette mit variabler Länge

Beispiel: Vornamen —> VARCHAR(30) (maximal benötigte Länge an Buchstaben)

DATE
—> Datum

Beispiel: Geburtsdatum 24.06.1992

YEAR
—> Jahr

Beispiel: 1992

TIME
—> Uhrzeit

Beispiel: 10:53

DATETIME
—> Datum und Uhrzeit zusammengefasst

Beispiel: 24.06.1992, 10:53

TIMESTAMP

—> Zeitstempel mit Datum und Uhrzeit; wird für die aktuelle Zeit  verwendet

Beispiel: 24.06.2018, 10:54

 

DDL-Anweisung

Weitere SQL Anweisungen

UNSIGNED —> Nur positive Zahlen

NOT NULL —>  Dieses Feld darf nicht leer bleiben

PRIMARY KEY—> Angabe welches Element der Primärschlüssel sein soll

AUTO_INCREMENT—> Automatisch ansteigend

 

Quelltext einer erstellten MySQL/SQL

Datenbank mit dem Namen „literatursammlung“

CREATE DATABASE literatursammlung;
USE literatursammlung;

CREATE TABLE buecher(
Titel_Nr INT(3) UNSIGNED NOT NULL;
Titel VARCHAR(30) UNSIGNED NOT NULL;
Verlag_Nr INT(3) UNSIGNED NOT NULL;
Abt_Nr INT(3) UNSIGNED NOT NULL;
PRIMARY KEY(Titel_Nr)
);

CREATE TABLE buecher_autoren(
Titel_Nr INT(3) UNSIGNED NOT NULL;
Autor_Nr INT(4) UNSIGNED NOT NULL;
PRIMARY KEY (Titel_Nr, Autor_Nr)
);

CREATE TABLE autoren(
Autor_Nr INT(4) UNSIGNED NOT NULL;
A_Name VARCHAR (30) UNSIGNED NOT NULL;
A_Vorname VARCHAR(30) UNSIGNED NOT NULL;
PRIMARY KEY (Autor_Nr)
);

CREATE TABLE verlage(
Verlag_Nr INT(3) UNSIGNED NOT NULL;
Verlag VARCHAR(30) UNSIGNED NOT NULL;
PRIMARY KEY (Verlag_Nr)
);

SQL-Befehle zur

Abfrage und Veränderung der Daten

 

SELECT

—> Datensätze aus Datenbank abfragen

Beispiel:

SELECT * FROM buecher;

—> vollständige Tabelle „buecher“ wird aufgelistet, das * steht für alle

 

SELECT Titel FROM „buecher“;

—> alle Buechertitel aus der Tabelle werden aufgelistet

 

SELECT * FROM buecher WHERE Titel=“Dateiformate“;

—> liefert alle Datensätze der Tabelle „buecher“ mit dem Titel Dateiformate

 

SELECT Titel FROM buecher WHERE Verlag_Nr = „103“ AND Abt_Nr= „3“;

—> liefert alle Titel, die im Verlag Springer erschienen sind und in der Abteilung Print stehen

 

ORDER BY

—>Datensätze sortiert ausgeben;

ASC= aufsteigende Sortierung

DESC= absteigende Sortierung

Beispiel:

SELECT * FROM autoren

ORDER BY A_Name ASC;

—>wählt alle Inhalte aus der Tabelle „autoren“ aus

und sortiert sie alphabetisch aufsteigend nach dem Nachnamen

 

DELETE

—>Datensätze löschen

Beispiel:

DELETE FROM buecher

WHERE Titel=“HTML Handbuch“

—> löscht alle Datensätze mit dem Titel HTML Handbuch

aus der Tabelle „buecher“

 

UPDATE

—>Einträge verändern

Beispiel:

UPDATE buecher SET Abt_Nr=“3″

WHERE Titel_Nr=“203″

—>ändert die Abteilungsnummer des Buches

mit der Titel_Nr 203 in der Tabelle „buecher“

 

 

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U9: Styleguide

Anleitung für das Wiki
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Viel Erfolg beim Lernen.
Das Team der mediencommunity

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CD-Manual

CD-Manual/Styleguide

Das beste CI-Konzept nützt nichts, wenn es nicht umgesetzt wird. Vergleichbar mit der Bedienungsanleitung eines technischen Gerätes muss auch für ein CI-Konzept ein „Regelwerk“ erstellt werden, das als Styleguide bezeichnet wird.

Ein Styleguide schlägt die Brücke zwischen Erscheinungsbild (Corporate Design), Kommunikation (Corporate Communication) und Verhalten (Corporate Behaviour). Dabei handelt es sich um ein Regelwerk, das alle Elemente eines Corporate Designs sowie deren Einsatzmöglichkeiten definiert. Er erklärt die Gestaltung und Wirkung die erzielt werden soll. 

Dadurch dass Gestaltung erklärt wird, kann sie mit den Leitzielen des Unternehmens in Beziehung gebracht werden. Denn hinter jedem Gestaltungskonzept verbergen sich Intentionen, die sich mit Begriffen wie Offenheit, Vertrauen, Zuverlässigkeit, Wärme, Nähe, Dynamik, Modernität in Verbindung bringen lassen.

 

Beispiele für CD-Manuals und im Kompendium der MG, Auflage 6, Band I ab S. 274

Weitere Beispiele für Styleguides

 

Corporate Design

Wenn wir bei Corporate Identity von der „Persönlichkeit“ eines Unternehmens sprechen, dann ist Corporate Design, kurz CD, das Gesicht dieser Persönlichkeit. Corporate Design wird oft mit Corporate Identity gleichgesetzt. Dies ist falsch, denn Corporate Design beschäftigt sich ausschließlich mit dem Erscheinungsbild des Unternehmens, also u. a. den Fragen: 

  1.  Wie gelingt es, nach außen und innen einheitlich in Erscheinung zu treten?
  2.  Wie kann erreicht werden, dass ein Unternehmen mit seinen Produkten eindeutig in Verbindung gebracht wird?
  3.  Wie kann es gelingen, ein Unternehmen zur Marke zu machen?

Corporate Design ist das innere und äußere Erscheinungsbild eines Unternehmens, einer Behörde oder einer anderen Institution. Corporate Design sorgt dafür, dass das Unternehmen einmalig, unverwechselbar und individuell wird. Damit beeinflusst das Corporate Design wesentlich das Image eines Unternehmens oder einer Institution. Der Begriff „Image“ heißt in der wörtlichen Übersetzung „Bild“, bezeichnet aber auch den Ruf, das Ansehen des Unternehmens. Inhalt/KomponentenJedes Unternehmen muss für sich entscheiden, welche Inhalte Ihr CD-Manual benötigt. Hier einige Beispiele: 

  • Logo
  • Slogan
  • Jingle (Erkennungsmelodie)
  • (Haus-)Farben, Farbkonzept, Farbklima
  • (Haus-)Schriften
  • Gestaltungsraster, Layout
  • Geschäftsausstattung, z.B. Briefbogen, Faxbogen, Visitenkarten, Formulare
  • Internetauftritt
  • Werbeträger, z.B. Imagebroschüre, Flyer, Plakate, Give-away-Produkte
  • Präsentationsvorlage
  • Fahrzeugbeschriftung
  • Arbeits-/Dienstkleidung
  • Gebäudearchitektur
  • Innenarchitektur und Raumausstattung
  • Produktdesign (bei produzierenden Firmen)
  • ...

  

Farbsysteme

"Ein Farbsystem beschreibt die Verwendung eines bestimmten Farbraumes und definiert die dreidimensionale Basis, in der der Farbraum dargestellt wird."

Quelle und link zu Wikipedia-Eintrag

 

Farbe „funktioniert“ in allen visuellen Medien. Beachten Sie aber, dass Fernseher, Computermonitore und Printmedien unterschiedliche Farbräume besitzen. Die gewünschten Farben müssen für alle Farbräume definiert werden, v. a. für CMYK, RGB und eventuell als Sonderfarben. Häufig werden neben den Hauptfarben weitere Farben definiert, so dass sich ein Farbsystem oder Farbklima ergibt.

Die wesentlichen Ziele für die Verwendung von Farben im Corporate Design sind:

  1. Assoziationen schaffen - z. B. Vertrauen, Umweltfreundlichkeit, .... McDonald`s wechselt von rot zu grün um gesünder zu wirken
  2. Wiedererkennungswert steigern - Milka ist lila, CocaCola rot, Telekom magenta, ....
  3. Leiten und Führen - Gebotsschilder, Verbotsschilder, Kategorisierung von Bereichen, ....

 

Farbklima

Das Farbklima definiert als wichtiger Teil des Corporate Designs die Auswahl der Farben zur Gestaltung von Medienprodukten. Farbidentität und der Wunsch nach Wiedererkennung führen zu einem klar definierten Farbcode, in dem die Zuordnung der einzelnen Farben geregelt ist.

Die technische Definition der Farben durch ihre Farbanteile für Print- und Digitalmedien sindTeil des Farbklimas.

Die Farbpsychologie, die Anmutung der Farben sowie die ... Grundlagen der Farbgestaltung spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Farben.

 

Farben bewerten und auswählen

Die Wahl der Farben ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Im Mittelpunkt steht natürlich der Inhalt und die Zielsetzung Ihres Mediums. Daneben sind es aber auch technische Einflussgrößen, die die Farbwahl beeinflussen. 

Fragen zur Farbauswahl

  1.  Welche Kommunikationsziele möchte ich mit meinem Medium erreichen?
  2.  Wer ist meine Zielgruppe?
  3.  Wie groß ist das Budget für die Produktion des Mediums?
  4.  Welchen Umfang hat mein Produkt?
  5.  Welchen Inhalt hat mein Medienprodukt?
  6.  Wie ist das Medium inhaltlich gegliedert?
  7.  Erstelle ich ein Print- oder ein Digitalmedium?
  8.  Welche gestalterischen Vorgaben habe ich für die Farbwahl?
  9.  Welche Materialien und Technologien werden in der Produktion eingesetzt?
  10.  Welche technischen Vorgaben habe ich für die Farbwahl?
  11.  Sind Sonderfarben möglich?

 

Farbige Schrift

Wie alle Elemente in derer Gestaltung eines Print- oder Digitalmediums muss auch die Auswahl und Verwendung von Farben für IhreTexte immer dem Erreichen Ihres Kommunikationsziels dienen. 

 

Farbe und Kontrast

Die Lesbarkeit ist der zentrale Punkt bei der Verwendung von Schrift. Sie wird wesentlich durch den optischen Kontrast von Schriftfarbe und Hintergrundfarbe beeinflusst. Die beste Wirkung erzielen Sie bei ausreichender Helligkeitsdifferenz zwischen Schriftfarbe und Hintergrundfarbe. Sehr starke Helligkeitsun- terschiede oder Farbkontraste sind für das Auge des Betrachters sehr anstrengend. Verwenden Sie deshalb keine reinen Farben, sondern wählen Sie für das Auge angenehme Helligkeits- und Farbunterschiede. Leider gibt es hierfür keine absoluten Farbwerte.Testen Sie verschiedene Kombinationen.

 

Farbe und Aussage

Bei Schrift denken wir zunächst an die klassischen typografischen Kategorien. Natürlich sind Schriftart, Schriftgröße und -schnitt zentrale Mittel derTypografie. Daneben zeigen uns aber die Kenntnis der Farbwahrnehmung und der Farbpsychologie, dass auch mit der Schriftfarbe klare und prägnante Textbotschaften transportiert werden. Die Schrift- und Hintergrundfarben sind Teil des Farbklimas Ihres Mediums und damit des CD-Manuals. Neben der Stimmigkeit der Zielgruppe, des Inhalts und der Farben müssen Sie bei der Zuordnung der Schriftfarben die Wertigkeit der verschiedenenTextebenen beachten. Dabei gilt die allgemeine Regel, je wichtiger ein Text, desto optisch auffälliger ist seine Schriftfarbe. Auch für das Branding einer Marke sind die Corporate-Schrift und deren Farbe ein wichtiges Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmal.

Quelle: Kompendium der MG, Auflage 6, Band I

 

Aus dem Kompendium:

Peter Behrens

"Der Architekt Peter Behrens übte als einer der ersten diesen Beruf professionell aus. Er gestaltet für die AEG ab 1907 die Firmenarchitektur, Produkte und Werbegrafik, also das vollständige Erscheinungsbild des Unternehmens, das sogenannte Corporate Design – vor dem ersten Weltkrieg ein absolutes Novum in Deutschland." - Kompendium der MG, Auflage 6, Band I, S. 357

Otl Aicher

"Otl Aicher war, zusammen mit seiner Frau Inge Aicher, Mitbegründer und bedeutender Dozent der Hochschu- le für Gestaltung in Ulm. Er wurde durch seine dortigeTätigkeit schnell zum Entwickler und Ideengeber für ein Corporate Design, wie es vor ihm nur Peter Behrens angedacht und für die AEG in Berlin umgesetzt hatte." - Kompendium der MG, Auflage 6, Band I, S. 366

 

"Farben im Corporate Design eines Unternehmens oder einer Institution tragen maßgeblich zur Wiedererken- nung bei: Milka ist lila, Cola rot. Nut- zen Sie diesen Effekt durch entspre- chende Farbgebung und -führung." - Kompendium der MG, Auflage 6, Band II, S. 468

 

"In den Digitalmedien, bedingt durch das Monitorformat, ist es meist ein Querformat, in den Printmedien üblicherweise ein Hochformat. Das Seitenverhältnis und die Aufteilung der Fläche folgen, je nach Vorgabe, bestimmten Proportionsregeln oder bestimmten Designvorgaben wie das Layout einer Zeitschrift oder einem Styleguide, der das Corporate Design definiert." - Kompendium der MG, Auflage 6, Band I, S. 53

 

"Das Farbklima definiert als wichtiger Teil des Corporate Designs die Auswahl der Farben zur Gestaltung von Medienprodukten. Farbidentität und der Wunsch nach Wiedererkennung führen zu einem klar definierten Farbcode, in dem die Zuordnung der einzelnen Farben geregelt ist.

Die technische Definition der Farben durch ihre Farbanteile für Print- und Digitalmedien sind Teil des Farbklimas.

Die Farbpsychologie, die Anmutung der Farben sowie die auf den vorigen Seiten beschriebenen Grundlagen der Farbgestaltung spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Farben." - Kompendium der MG, Auflage 6, Band I, S. 100

 

"Manche große Firmen mit charakteristischen Firmenschriften, wie z. B. Audi, setzen Webfonts ein, um ein einheitliches Corporate Design zu gewährleisten, andere bleiben bei den Standardschriften, wie z. B. Verdana." - Kompendium der MG, Auflage 6, Band I, S. 172

 

"Die Bildwelten sind genauso wie Layout, Typografie und Farbklima als Teil des Corporate Designs in Styleguides definiert." - Kompendium der MG, Auflage 6, Band I, S. 271

 

"Unverwechselbarkeit ist die Voraussetzung, um einen hohen Bekanntheitsgrad zu erreichen und die Identität eines Unternehmens als Marke zu kommunizieren. Dies kann bereits als wesentliches Ziel für eine Corporate-Design-Strategie gelten. Dabei kommt ... dem Logo eine zentrale Bedeutung zu." - Kompendium der MG, Auflage 6, Band I, S. 315

 

"Neben den „inneren Werten” einer Unternehmung spielt das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens noch eine bedeutende Rolle. Dieses visuelle Erscheinungsbild wird unter dem Begriff Corporate Design (CD) zusammengefasst. Die immer gleichen Erscheinungsmerkmale wie Schrift, Logo, Symbole, Farbe, Fahrzeuglackierung, Farbleitpläne, Gebäudedesign, Werbe- und Designstruktur sollen ein einheitlich positives Bild einer Unternehmung in der Öffentlichkeit vermitteln. 

Corporate Identity und Corporate Design erhöhen den Wiedererkennungswert eines Unternehmens am Markt. Das Bild und die Wertvorstellungen, die sich Mitarbeiter, Kunden, Konkurrenten und andere am Wirt- schaftsleben Beteiligte von einem Unternehmen machen, wird stark durch den Wiedererkennungswert bestimmt." - Kompendium der MG, Auflage 6, Band I, S. 513

 

 

Anleitung für das Wiki
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Beratung und Planung

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U10: Datenschutzgrundverordnung

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U11: Veredelung von Bucheinbänden

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Druckveredelung

Die Druckveredelung ist eine Veränderung der Oberfläche eines Printproduktes, die entweder inline (in der Druckmaschine) oder in einem anschließenden Prozess erfolgen kann. Unterschiedliche Effekte der Veredelung können die Struktur, die optische und fühlbare Wirkung des Materials verändern. Die Druckveredelung bietet unterschiedliche Möglichkeiten der individuellen Gestaltung. Das Papier kann dabei durch verschiedene Verfahren beschichtet werden. Printprodukte können durch Druckveredelung aufgewertet werden. Werbemittel wirken hochwertiger.

Arten der Druckveredelungen

1. Lacke

Dispersionslack
Der Dispersionslack ist eine Druckveredelung auf wässeriger Basis in geringer Schichtdicke. Er kann als glänzender oder matter Lack eingesetzt werden. Die Trocknung dieser Lackschicht erfolgt physikalisch. Wichtigstes Ziel ist die Erhöhung des Scheuerschutzes auf dem Druckprodukt, d.h. der Abrieb der Druckfarbe wird eingeschränkt. Wird der Lack in der Inline-Produktion aufgedruckt, ist eine Reduzierung des Bestäubungspuder in der Auslage möglich.

UV-Lack
Wie auch bei Dispersionslack steht UV-Lack in glänzend oder matt zur Verfügung. UV-Lack besteht hauptsächlich aus polymerisierbaren Bindemittelbestandteilen und trocknet nur mit speziellen UV-Trocknungsanlagen. Die Trocknung erfolgt mit Hilfe von UV-Licht in Sekundenschnelle. Der UV-Lack ist für optische Effekte und Schutzwirkung gut geeignet. So gibt es besondere Effekte, die fühl- und sichtbar sind. Diese Effekte können bei speziellen Gestaltungselementen angewendet werden. Diese Lackierung wird oft auch Spotlackierung oder partielle Lackierung genannt. Der UV-Lack wird nur teilweise aufgetragen, meist an Bereichen, welche besonders hervorgehoben werden oder ins Auge fallen sollen.

Relieflack
Die Relieflacke gibt es in verschiedenen Formen. Als Strukturlack, 3D-Lack, Konturlack, Wassertropfenlack, Braillelack oder Blindenschrift. Der Relieflack unterscheidet sich vom „normalen“ UV-Glanzlack durch die erhöhte, gut fühlbare Schichtdicke beim Lackauftrag.

 Die Relieflacke sind mit verschiedenen Lackdicken in matt und glänzend verfügbar.

Duftlack
Unter einem Duftlack versteht man einen Effektlack, der mit mikroverkapselten Aromastoffen versehen wird und als letzte Schicht auf das gedruckte Produkt aufgebracht wird. Durch Ausübung von Druck, Reibung oder Öffnung eines Etiketts platzen diese Kapseln auf und setzen einen Duft frei. Eine Vielzahl von Düften steht dabei zur Auswahl.

Drip-off-Lack
Bei der Drip-off-Lackierung erfolgt die Druckveredelung des Printproduktes durch den Druck zweier chemisch unterschiedlicher Lacke. Zunächst werden mit einem matten Ölfarbenlack nur die Stellen bedruckt, die auch matt wirken sollen. Anschließend wird ein hochglänzender wasserbasierter Thermo-Dispersionslack im Nass-in-Nass-Verfahren auf die gesamte Fläche gedruckt. Durch die unterschiedlichen Oberflächenspannungen der beiden Lacke und die Abstoßung von Wasser und Öl ergibt sich der Drip-off-Effekt. Die matten Stellen wirken noch matter und als Kontrast dazu glänzen alle anderen Flächen der Oberfläche des Bedruckstoffes.

2. Prägung

Blindprägung
Mit Hilfe eines Prägestempels wird das Papier durch die Wirkung von Druck und gegebenenfalls Temperatur, entweder hoch oder tiefgeprägt. Diese dezente Veredelung lebt vom Spiel von Licht und Schatten. Die Papierfasern müssen aber eine bestimmte Länge besitzen, so dass sie sich verformen lassen.

Heißfolienprägung
Im Unterschied zur Blindprägung wird bei der Heißfolienprägung eine farbige Folie mit Hilfe des Prägestempels, von Druck und Temperatur auf das zu veredelnde Material gebracht. Auch bei der Heißfolienprägung erfolgt eine bleibende Formänderung der Papierfasern. Neben farbigen Folien werden metallisierte Folien eingesetzt, um mit Gold- oder Silbertönen die gewünschte Hochwertigkeit bei den Printprodukten zu erzielen.

Reliefprägung
Die Reliefprägung wird eingesetzt wenn bestimmte Elemente mit besonderen dreidimensionalen Effekten geprägt werden sollen. Für diese Art der plastischen Verformung benötigt man eine Prägeform und eine Gegenform (Matrize und einer Patrize). Reliefprägungen erfolgen ein- oder mehrstufig, so dass sehr interessante plastische Strukturen geprägt werden können. Im Unterschied zur Blind- und Heißfolienprägung, kann man sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite die Prägung fühlen.

Stahlstich
Der Stahlstich gilt als das edelste Druckverfahren und wird im Tiefdruck hergestellt. Im Stahlstich entsteht ein konturenscharfes Druckbild mit einer Erhabenheit (Fühlbarkeit) des Motives auf der Vorderseite und einer Prägung auf der Rückseite, sowie feinste Linien und Schraffuren, die mit anderen Druckverfahren nicht möglich sind. Beim Stahlstich sind die druckenden Stellen tiefer und werden mit einer Art Lackfarbe gefüllt. Das Papier wird in die Vertiefung mit der Farbe gedrückt. Mit dieser Technik können feinere Linien als mit Heißfolienprägung realisiert werden.

3. weitere Druckveredelungen

Kaltfolientransfer
Beim Kaltfolientransfer wird eine Folie auf ein Drucksubstrat aufgeklebt um einen Veredelungseffekt zu erzielen. Die applizierte Folie lässt sich bei der Kaltfolienprägung meist inline, also direkt nach dem Auftragen in der Maschine bedrucken, wodurch eine große Zahl unterschiedlicher Effekte erzielt werden kann.

Kaschierung
Folienkaschierung bezeichnet ein Verfahren einen Druckbogen ein- oder beidseitig mit einer Kunststofffolie zu überziehen. Die Haftung beruht auf Hilfe verschiedener Klebstoffsysteme mit denen die unterschiedlichen Folientypen benetzt sind. Die Festigkeit des Printproduktes wird durch eine Kaschierung erhöht, der Schutz u. a. gegenüber mechanischen Einflüssen, Schmutz und Feuchtigkeit ist gewährleistet und die Gebrauchsbeständigkeit wird erhöht.

Laminierung
Laminieren ist das Verbinden einer dünnen, häufig folienartigen Schicht mit einem Trägermaterial mittels eines Klebers. Laminieren bedeutet das beidseitige Kaschieren eines Materials mit Folie, so dass die Folie über den Bedruckstoff steht und ihn vollständig einschließt.

Lasergravieren und Laserschneiden (Lasercut)
Das Lasergravieren und Laserschneiden ermöglichen feinste Aushebungen und Heraustrennungen aus Papier oder Karton mittels Laserstrahlung. So können feinste Details, grafische Elemente, Logos und Schrift auf besondere Art dargestellt werden. Die gelaserten Motive können sehr edel wirken und das Besondere des Printproduktes betonen.

4. Vorteile von Druckveredelungen

Eine Studie aus der Hirnforschung belegt die Vorteile von hochwertigem Papier und zusätzlichen Druckveredelungen. Die Studie wurde vom Verband Druck und Medien Bayern gemeinsam mit dem Unternehmen Seismographics initiiert und vom Stuttgarter Institut „The Neuromarketing Labs“ durchgeführt.
https://www.vdmb.de/news/hochwertige-printprodukte-steigern-kaufmotivation/

Hierzu gibt es bereits eine kleine Sammlung von Veredelungsmethoden auf der mediencommunity: https://mediencommunity.de/druckveredelung

Hier gibt es ein Wiki zum Thema Veredelung:
https://veredelungslexikon.htwk-leipzig.de/

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U12: Digitale Anzeigenformate

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Um Beispielaufgaben etc. zu bearbeiten haben wir extra eine Lerngruppe (https://mediencommunity.de/lerngruppe-mediengestalter-ap-sommer-2020) eingerichtet, bitte diese für das gemeinsame Lösen von Aufgaben nutzen.
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Konzeption und Visualisierung

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U10: Datenschutzgrundverordnung

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U11: Layout

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U12: Schriftgröße

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Gestaltung und Technik, Schwerpunkt Print

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U10: Stilvorlagen

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U11: Farbmessung

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U12: Raster Image Processor

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Gestaltung und Technik, Schwerpunkt Digital

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U10: Webformulare

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Online-Formular

Ein Online-Formular kann auf zwei Arten verschickt werden:


Einmal mit der „GET“ Methode dort werden die Daten in Form von Parametern an die URL angehängt und mit dieser sichtbar verschickt. Auf dem Server bzw. auch später im Browser kann auf diese Parameter zurückgegriffen werden. Nachteil: Die Daten sind im Browser sichtbar und es kann keinerlei Sicherheit gewährt werden, zudem können auch maximal nur 1000 Zeichen verschickt werde.

 

Zweite Methode wäre die „POST“ -Variante, dort werden die Daten mit Hilfe des http-Protokolls im Header der Daten übertragen. Dadurch sind diese für den User unsichtbar. Daten, die mit dem Post verschickt werden, können auch verschlüsselt werden. Neben Textdaten können auch binäre Informationen (z.B. Bilder) verschickt werden. Die Datenmenge ist nicht begrenzt.

 

Aufgaben eines Formulars

Mit Hilfe von Formularen können Informationen des Benutzers zum Webserver
übertragen und dort ausgewertet werden. Dieses zentrale Element interaktiver Webseiten ermöglicht beispielsweise:
Suchmaschinen
• Übertragen von Benutzerdaten z. B. Anschrift, Bankverbindung,
• Auswählen und Bestellen von Waren im Webshop,
• Kommunizieren über Gästebücher, Foren, Chats.

Während die Elemente eines Formulars in HTML geschrieben werden, ist
zur Verarbeitung der eingegebenen Formulardaten eine Skriptsprache wie JavaScript bzw. PHP erforderlich.

Für ein Online-Formular gibt es unterschiedliche Formular-Felder / Boxen:

Versteckte Felder sind für den Nutzer unsichtbar und dienen der Übertragung
von Informationen, ohne dass der Benutzer etwas eingeben muss.
Dies könnte beispielsweise die Bestellnummer oder der Preis eines bestellten
Artikels sein.

 

Gestaltung von Formularen

Pflichtfelder

Durchgesetzt hat sich die Methode, Pflichtfelder mit einem Stern (*) zu markieren.

Der Hinweis, dass es sich hierbei um ein Pflichtfeld handelt (Legende), sollte über den Textfeldern stehen. Sollte also vor der Eingabe seiner Daten zu lesen sein, da es sich bei dem Stern auch um optionale Eingabefelder handeln könnte.

Weniger ist mehr. Mit Pflichtfeldern ist natürlich gewissenhaft umzugehen. Datenpreisgabe ist für die Meisten nachwievor ein sensibles Thema.

Fehlermeldung

Das wichtigste: Gut sichbar unterbringen!

Der User muss sofort sehen, dass etwas nicht geklappt hat. Eine verständlicher Einzeiler sollte den User auf das Problem hinweisen.

Optimalerweise wird das fehlerhafte Eingabefeld markiert um den User schnell zum korrekten Abschicken des Formulares zu führen.

 

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U11: PHP-Kontrollstrukturen

If-Anweisung (mit else):
Formel:
if (Bedingung) {
    Anweisungsblock;
} else

Beispiel:

<?php
$zahl=0;
if ($zahl=0) {
   echo "Die Zahl ist $zahl."
} else {
   echo "Die Zahl beträgt über 0."
}
?>

Erklärung: Wir erstellen die Variable $zahl und geben dieser den Wert 0. Strings mit Anführungsstrichen oben, Integer ohne. Per If-Abfrage prüfen wir nun in Klammern, ob die Variable den Wert 0 hat. Ist dies der Fall wird der Text "Die Zahl ist $zahl." ausgegeben. $zahl wird durch ihren Wert 0 ersetzt.
Ist der Wert ein anderer als 0, wird der Else-Befehle ausgegeben, dieser beinhaltet keine spezielle Bedingung, sondern lediglich den Echobefehl "Die Zahl beträgt über 0".

While-Schleife:
Formel:
$kontostand=0;
while ($kontostand < 100) {
     echo "Dein Kontostand beträgt $kontostand Euro<br>";
     $kontostand = $kontostand + 5;
}

Erklärung: Solange (while) die Variable $kontostand den Wert 0 hat, wird die Schleife ausgeführt. Die Schleife gibt jedes Mal den aktuellen Betrag aus und erhöht die Variable dann um 5 (+5). Danach wird erneut geprüft, ob die Bedingung true (Kontostand unter 100) ist und die Anweisung wird erneut ausgeführt. So lange, bis diese nicht mehr true ist.

For-Schleife:
Beispiel:
$kontostand=0;
for ($kontostand = 100; $kontostand >0; $kontostand -=5) {
     echo "Dein Kontostand beträgt $kontostand Euro<br>";
}

Erklärung: Die For-Schleife kennt bereits das Zielergebnis und gibt an wie dieses erreicht werden soll. Es ist ebenfalls möglich die For-Schleife durch eine Break-Anweisung zu unterbrechen. In der For-Schleife wird definiert, dass der Startwert 100 beträgt und diese so lange laufen soll wie die Variable einen Wert über 0 hat (>0) hat. Durch die dritte Angabe ($kontostand -=5) werden die Schritte definiert. Mit jedem Durchgang, in dem die Variable einen Wert über 0 hat, werden 5 abgezogen. 100, 95, 90, 85, 80 ... 5
(Startwert, Bedingung, Schleifenschritt).

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U12: Videodatenberechnung

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Videodatenberechnung

VIDEODATENBERECHNUNG - FORMEL

(Pixel Breite * Pixel Höhe) * Datentiefe * Frames = X MB 

Klingt einfach, ist es auch

Man bekommt gewöhnlich in einer Aufgabe für die Berechnung von digitalen Videodaten die Höhe und die Breite des Videoformats gegeben, dazu die Dauer des Videos und die Anzahl der Frames pro Sekunde. Wie die Farbtiefe an einem Monitor (RGB) ist muss ich glaube ich nicht weiter erwähnen. DOCH! > 3x8bit=24bit

Ein Beispiel, bitte!

Ein digitales Video von 720 Pixeln Höhe und 576 Pixeln Breite und einer Dauer von 3 Minuten und 10 Sekunden liegt unkomprimiert vor. Die Framerate ist 25 f/s. Wie hoch ist die Datenmenge?

Bildschirme sind im RGB-Modus = 24 bit oder 3 byte

3 Minuten und 10 Sekunden entsprechen 190s.

Pro Sekunde haben wir 25 Frames, ergo 25 * 190 = 4750 Frames

Ein Frame hat 720 * 576 Pixel. Das sind 414720 Pixel.

Zusammengesetzt wäre also die Rechnung nun:

(414720 * 24 * 4750) : 8 * 1024 * 1024 = X MB

47.278.080.000 : 8388608 = ca. 5635,99 MB : 1024 = ca. 5,5 GB

 

Was sein kann, muss aber nicht

Es könnte sein, dass die ZFA davon ausgeht, dass unsereins weiß, was die PAL Norm ist, was HDV ist und was Full-HD ist (Immerhin wollen die uns ja auch über Videosignale ausquetschen.).

PAL (Phase Alternating Lines): 720 * 576 Pixel (4 : 3)

HDV (High Definition Video): 1280 * 720 Pixel oder 1440 * 1080 Pixel

Full-HD (Full High Definition Video): 1920 * 1080 Pixel

 

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Wirtschafts- und Sozialkunde / Arbeits- und Sozialrecht

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Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit

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Rechtsquellen

Gesetzesrecht:

Gesetze: (Bundesgesetzblatt)
- gesetztes Recht
- Grundlage der Rechtsordnung eines Staates
- Gesetze stehen unter der Verfassung
- Bundesrecht bricht Landesrecht

Rechtsverordnung: (Bundesgesetzblatt)
- gesetztes Recht
- stehen unter dem Gesetz
- gelten für eine unbestimmte Zahl von Personen
- z.B. Lohnsteuer-, Gewerbesteuer-, Sperrstundenverordnung

Satzungen:
- gesetztes Recht
- für bestimmten Personenkreis
- z.B. Vereine, Gemeinde, Arbeitgeberverband, Aktiengesellschaft

Autonome Satzungen:
- Rechtsvorschriften, die von Körperschaften, Anstalten oder Stiftungen (J.P.ö.R) erlassen
werden. Das Gesetz verleiht ihnen autonome (selbstständige) Rechtsetzungsbefugnis.

Gewohnheitsrecht:
- nicht geschriebenes Recht, ist aber geltendes Recht
- gleicher Rang wie Gesetzesrecht
- entsteht durch langandauernde, richtiger Anwendung bestimmter Regeln
- z.B. Wegerecht durch einen Wald
- Rechtsprobleme werden durch andauernde Rechtssprechung zum Gewohnheitsrecht
(Sicherungsübereignung)

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Arbeitsrecht/Tarifrecht/Arbeitsschutz

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Arbeitsrecht

Ziel des Arbeitsrechtes ist es, eine verlässliche Grundlage für die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schaffen, die einerseits den Arbeitnehmer vor Willkür schützt und andererseits dem Arbeitgeber Produktionssicherheit gibt.

So gibt es zahlreiche Gesetze, in denen die Rahmen für Arbeitsbedingungen geregelt sind, wie z.B. das Arbeitszeitgesetz, das Kündigungsschutzgesetz, das Bundesurlaubsgesetz, das Jugendarbeitsschutzgesetz oder das Teilzeit- und Befristungsgesetz.
Sie sind als Mindestanforderungen zu verstehen, die nicht unterschritten werden dürfen. Abweichungen in Arbeitsverträgen, die eine Verbesserung gegenüber diesen Gesetzen bedeuten, sind allerdings zulässig.

Neben dem so genannten Individualarbeitsrecht, das sich auf einzelne Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezieht, gibt es auch das kollektive Arbeitsrecht. Es regelt die Beziehungen zwischen den Vertretern der Arbeitgeber (Unternehmerverbände) und Arbeitnehmer (Gewerkschaften). Grundlage dafür sind zum Beispiel das Grundgesetz (Koalitionsfreiheit) und das Tarifvertragsgesetz.
Unter das kollektive Arbeitsrecht fallen auch das Betriebsverfassungsgesetz und die Personalvertretungsgesetze.

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Arten von Tarifverträgen

Der Tarifvertrag ist eine schriftlich festgelegte Vereinbarung zwischen den beiden Tarifparteien (Gewerkschaft auf der einen, Unternehmen oder Verband auf der anderen Seite).

Grundsätzlich kann unterschieden werden zwischen

  • Flächentarifvertrag
  • Firmen- oder Haustarifvertrag

Der Flächentarifvertrag gilt für ein bestimmtes Gebiet (meist ein Bundesland oder mehrere bis hin zum gesamten Bundesgebiet) und wird zwischen dem Unternehmerverband und der Gewerkschaft vereinbart.

Der Haustarifvertrag dagegen gilt nur für den jeweiligen Betrieb und wird zwischen ihm und der Gewerkschaft vereinbart.

Ein Sonderfall ist die Allgemeinverbindlicherklärung. Mit ihr werden die in einem Tarifvertrag festgelegten Regelungen auch für alle Nichttarifgebundenen innerhalb eines festgelegten Geltungsraumes verbindlich.

Auch inhaltlich können Tarifverträge unterschieden werden:

  • Manteltarifverträge
  • Rahmentarifverträge
  • Lohntarifverträge
  • Zusatztarifverträge

In einem Manteltarifvertrag werden grundlegende Dinge wie Arbeitszeit (täglich und wöchentlich), Anzahl der Urlaubstage etc. geregelt. Rahmentarifverträge legen die Tätigkeitsbereiche für die Lohngruppen fest, deren Entgelt in den Lohntarifverträgen vereinbart ist. Zusatztarifverträge gibt es z.B. zu Weiterbildung, Beschäftigungssicherung etc.

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Kündigung eines Arbeitsverhältnisses

Generell kann zwischen fristgerechter (ordentlicher) und fristloser (außerordentlicher) Kündigung eines Arbeitsverhältnisses unterschieden werden. In jedem Fall muss die Kündigung schriftlich erfolgen, mündliche Kündigungen sind unwirksam. (Die einzige Ausnahme gibt es momentan noch im Friseurhandwerk, da darf noch mündlich gekündigt werden.)

gesetzliche Kündigungsfristen 

In Deutschland sind Kündigungsfristen für ein Arbeitsverhältnis in § 622 BGB festgeschrieben. Sie werden mit dem Zugang der Kündigung wirksam.

Generell kann ein Arbeitsverhältnis von beiden Seiten mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende jedes Kalendermonats gekündigt werden.

Darüber hinaus verlängert sich die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber, je länger der Arbeitnehmer im Betrieb angestellt ist:

ab 2 Jahren 1 Monat zum Ende jedes Kalendermonats
ab 5 Jahren 2 Monate zum Ende jedes Kalendermonats
ab 8 Jahren 3 Monate zum Ende jedes Kalendermonats
ab 10 Jahren 4 Monate zum Ende jedes Kalendermonats
ab 12 Jahren 5 Monate zum Ende jedes Kalendermonats
ab 15 Jahren 6 Monate zum Ende jedes Kalendermonats
ab 20 Jahren 7 Monate zum Ende jedes Kalendermonats

Für die Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von zwei Wochen.

Kürzere Fristen als die vier Wochen zum 15. oder Monatsende sind nur erlaubt für Aushilfen, die bis zu 3 Monaten eingestellt werden.

Längere Fristen sind durch Vereinbarung in Arbeitsverträgen oder durch einen Tarifvertrag möglich, allerdings darf die Frist nicht so lange sein, dass der Arbeitnehmer keine Möglichkeit hat, sich woanders zu bewerben.

 

fristlose (außerordentliche) Kündigung

Von beiden Seiten kann ein Arbeitsverhältnis aus einem wichtigen Grund mit sofortiger Wirkung beendet werden. In diesem Fall ist unter Berücksichtigung aller Umstände eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zur gesetzlichen Kündigungsfrist unzumutbar.

Ein wichtiger Grund liegt vor allem bei Straftaten (Diebstahl, Tätlichkeiten) oder schweren Beleidigungen vor. Weiterhin kann Arbeitnehmern fristlos gekündigt werden, wenn sie Geschäftsgeheimnisse verraten oder ihrer Arbeitspflicht nicht nachkommen (z.B. dauernde Unpünktlichkeit, Arbeitsverweigerung, eigenmächtige Bestimmung des Urlaubsbeginns und -dauer). In dem letzten Fall geht der fristlosen Kündigung aber meistens eine Abmahnung voraus.

Eine außerordentliche Kündigung ist unwirksam, wenn dieser wichtige Grund dem Kündigenden länger als zwei Wochen bekannt ist.

 

Gibt es einen Betriebsrat, muss er über jede Kündigung informiert werden, sonst ist sie unwirksam. 

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Kündigungsschutz

Arbeitnehmer sind durch das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) vor willkürlichen Kündigungen geschützt. Es findet Anwendung auf Arbeitnehmer, die länger als 6 Monate in einem Betrieb mit mehr als 10 Beschäftigten gearbeitet haben.

Nach dem Gesetz muss eine Kündigung personen-, verhaltens- oder betriebsbedingt sein, d.h. der Kündigungsgrund liegt entweder in der Person (z.B. Krankheit), dem Verhalten (z.B. Arbeitsverweigerung) des Arbeitnehmers oder in dringenden betrieblichen Erfordernissen, die eine Weiterbeschäftigung unmöglich machen (z.B. Abteilungs-, Betriebsschließung). Bei betriebsbedingten Gründen müssen die Dauer der Betriebszugehörigkeit, das Alter, die Unterhaltspflichten und die Schwerbehinderung des Arbeitnehmers berücksichtigt werden (Sozialauswahl).

Arbeitnehmer, die im Betriebsrat, der Personalvertretung oder der Jugend- und Auszubildendenvertretung tätig sind, stehen unter besonderem Schutz und sind noch ein Jahr nach Ende ihrer Tätigkeit unkündbar (Ausnahme: außerordentliche Kündigung).

Außerdem räumt das Gesetz das Recht auf Widerspruch gegen eine Kündigung, das Recht auf Kündigungsschutzklage, eine evtl. Abfindung oder Weiterbeschäftigung ein.

Weitere Personengruppen, die zwar besonderen Kündigungsschutz genießen, jedoch nach anderen Gesetzen, sind Schwangere und Schwerbehinderte.

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Modelle der Gewerkschaftsorganisation

Zur Organisierung von Arbeitnehmern in Gewerkschaften gibt es drei grundsätzliche Modelle:

  • Industrieverbandsprinzip
  • Berufsverbandsprinzip
  • Richtungsgewerkschaften

Grundlage für die ersten beiden Modelle ist das Prinzip der Einheitsgewerkschaft, die die wirtschaftlichen Interessen der Mitglieder unabhängig von ihren parteipolitischen  oder religiösen Überzeugungen vertritt.

Nach dem Industrieverbandsprinzip sind die Mitglieder nach dem Grundsatz »Ein Betrieb – eine Gewerkschaft« organisiert. Das heißt, die Zuständigkeit der Gewerkschaft richtet sich nach der Tätigkeit der Mehrheit der Arbeitnehmer. So ist zum Beispiel ein Schlosser, der als Arbeiter in einer Druckerei die Maschinen wartet, genauso wie die Drucker Mitglied der Gewerkschaft ver.di und nicht der IG Metall.
Nach dem Industrieverbandsprinzip sind alle Einzelgewerkschaften des Dachverbandes DGB aufgebaut.

Das Gegenteil davon ist das Berufsverbandsprinzip, bei dem die Arbeitnehmer des gleichen Berufes/Berufszweiges Mitglied in der gleichen Gewerkschaft sind. Im obigen Beispiel wären die Drucker in der Gewerkschaft ver.di organisiert, der Maschinenschlosser in der IG Metall.
Ein Beispiel für das Berufsverbandsprinzip war die (inzwischen in ver.di aufgegangene) Deutsche Angestellten Gewerkschaft, in der Angestellte unabhängig von der Branche, in der sie arbeiteten, organisiert waren.

In Richtungsgewerkschaften sind Arbeitnehmer unabhängig von Beruf und Branche organisiert, ihre Gemeinsamkeit sind z.B. religiöse oder parteipolitische Zugehörigkeit. Während Richtungsgewerkschaften in Italien oder Frankreich stark vertreten sind, spielen sie in Deutschland eine marginale Rolle. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang nur der Christliche Gewerkschaftsbund als Dachorganisation verschiedener christlicher Gewerkschaften.

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Probezeit

Die Probezeit bezieht sich auf die erste Phase eines Arbeitsverhältnisses. Nach § 20 BBiG dauert die Probezeit im Rahmen einer Berufsausbildung mindestens einen Monat und höchstens vier Monate; die genaue Dauer wird im Ausbildungsvertrag vereinbart. In der Probezeit kann sich der Auszubildende Klarheit über die richtige Berufswahl verschaffen; der Ausbildende wird die Eignung des Auszubildenden prüfen. Während der Probezeit gelten bereits alle im Ausbildungsvertrag vereinbarten gegenseitigen Rechte und Pflichten.

Während der Probezeit gelten gesonderte Kündigungsbedingungen. Von beiden Seiten ist die Kündigung des Ausbildungsverhältnisses ohne Einhaltung von einer Kündigungsfrist (d.h. von einem Tag auf den anderen) möglich.

Eine Unterbrechung der Probezeit (z.B. durch Krankheit) von mehr als einem Drittel kann die vereinbarte Probezeit entsprechend verlängern, wenn dies im Ausbildungsvertrag vereinbart wurde (BAG-Urteil vom 15. 01. 1981 – 2 AZR 943/78). Die Ausbildungsverträge der Kammern sehen in der Regel unter § 1 Nr. 2 einen solchen Passus vor. Die Ausbildungszeit verlängert sich dadurch allerdings nicht.

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Sozialer Arbeitsschutz

Unter dem Begriff »Sozialer Arbeitsschutz« werden Schutzgesetze sowohl für bestimmte Personen als auch allgemeine Schutzgesetze zusammengefasst.

Für Kinder und Jugendliche gibt es das Jugendarbeitsschutzgesetz sowie die Kinderarbeitsschutzverordnung. Das JArbSchG enthält Bestimmungen über Arbeitszeiten, Ruhepausen, besonderen Gesundheitsschutz sowie die Art der Arbeit, mit der sie beauftragt werden dürfen. Ziel ist es, Jugendliche vor Überforderung und den Gefahren am Arbeitsplatz zu schützen und sie gleichzeitig in ihrer Entwicklung zu fördern.

Das Mutterschutzgesetz gilt für Schwangere sowie Stillende. In ihm enthalten sind u.a. bestimmte Kündigungsverbote, Vorschriften über die Gestaltung des Arbeitsplatzes, die Möglichkeit ausreichender Ruhepausen sowie ein Beschäftigungsverbot kurz vor sowie nach der Geburt.

Teil 2 des SGB IX regelt das Recht auf besonderen Schutz und besondere Förderung von Schwerbehinderten wie Kündigungsschutz, zusätzlichen bezahlten Sonderurlaub oder die Pflicht von Unternehmen, einen bestimmten Anteil Schwerbehinderte zu beschäftigen. Außerdem ist dort das Recht auf die Wahl einer Schwerbehindertenvertretung aufgeführt.

Das Arbeitszeitgesetz enthält die Höchstarbeitszeiten für Arbeitnehmer, Vorschriften zu Sonn- und Feiertagsarbeit, Ruhepausen und Ausgleich für die Überschreitung der Höchstarbeitszeit. Ziel ist es, die Gesundheit der Arbeitnehmer zu erhalten und nicht durch überlange Arbeitszeiten zu schädigen, gleichzeitig flexible Arbeitszeiten zu ermöglichen.

 

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Streik

Es ist die von einer größeren Zahl von Arbeitnehmern planmäßig und gemeinschaftlich durchgeführte Arbeitsniederlegung, um im Rahmen eines Arbeitskampfes bestimmte Arbeitsbedingungen zu erreichen. Das Streikrecht ist in Art.9 Abs.III GG garantiert. Während eines Streiks ruhen die bestehenden Arbeitsverhältnisse ohne Lohnfortzahlung. Streiks werden von den Gewerkschaften geführt. Anderenfalls handelt es sich um »wilde Streiks«. Die Teilnahme an wilden Streiks kann zu Schadensersatzansprüchen des Arbeitgebers führen und sogar zur außerordentlichen Kündigung berechtigen.

Wilder Streik
Ein von der Gewerkschaft nicht getragener Streik, der deshalb rechtswidrig ist. Die Gewerkschaft kann sich aber zum Träger eines wilden Streiks erklären und diesen - zumindest im Hinblick auf die Trägerschaft - zulässig machen.

Weiterhin unterscheidet man verschiedene Streikarten:
Flächenstreik: Im betroffenen Tarifgebiet legen alle Arbeitnehmer die Arbeit nieder.
Teil- oder Schwerpunktstreik: Es werden nur wichtige Betriebe eines Wirtschaftszweiges bestreikt.
Sympathiestreik: Zum Ausdruck der Solidarität für Kollegen eines anderen Betriebes (verboten).
Warnstreik: Die Arbeitnehmer unterbrechen ihre Arbeit für kurze Zeit, um ihre Streikbereitschaft zu unterstreichen.
Generalstreik: Streik aller Arbeitnehmer einer Volkswirtschaft.
Vollstreik: Streik aller Beschäftigten eines Wirtschaftszweiges.

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Tarifrecht

Der Tarifvertrag ist ein schriftlicher Vertrag zwischen einer Gewerkschaft und einem oder mehreren Arbeitgebern oder einer Vereinigung von Arbeitgebern. Im Tarifvertrag werden Rechtsnormen zur Regelung von Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen festgesetzt und Rechte und Pflichten der Tarifvertragsparteien selbst begründet (§§ 1, 2 Tarifvertragsgesetz; TVG).

Ein Tarifvertrag ist unter drei Möglichkeiten auf ein Arbeitsverhältnis anzuwenden:

  • Tarifgebunden sind die Mitglieder der Tarifvertragsparteien und der Arbeitgeber, der selbst Partei des Tarifvertrages ist (§ 3 Absatz 1 TVG). Die Rechtsnormen des Tarifvertrages, die den Inhalt, den Abschluss oder die Beendigung von Arbeitsverhältnissen ordnen, gelten unmittelbar und zwingend zwischen den beiderseits Tarifgebundenen, die unter den Geltungsbereich des Tarifvertrages fallen (§ 4 Absatz 1 Satz 1 TVG)
  • Ist also eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer Mitglied einer vertragsschließenden Gewerkschaft und sein Arbeitgeber Mitglied des entsprechenden Arbeitgeberverbandes, findet der Tarifvertrag unmittelbar auf das Arbeitsverhältnis Anwendung.
  • Im Arbeitsvertrag kann die Anwendung von bestimmten Tarifverträgen auf das Arbeitsverhältnis vereinbart werden.
  • Außerdem kann ein Tarifvertrag unter den Voraussetzungen des § 5 TVG für allgemeinverbindlich erklärt werden. Dann erfassen die Rechtsnormen des Tarifvertrages in seinem Geltungsbereich auch die bisher nicht tarifgebundenen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

 

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Sozial- und Tarifpartner

Sozialpartnerschaft

Sozialpartnerschaft ist ein kooperatives Verhältnis von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden (Sozialpartner). Ihr Ziel ist es Interessensgegensätze durch Konsenspolitik zu lösen und offene Konflikte einzudämmen.

In Deutschland wird der Begriff Sozialpartner für die Tarifvertragsparteien (Gewerkschaften auf der einen und Arbeitgeberverbände auf der anderen Seite) verwendet. Eine "soziale Partnerschaft" ist die Kooperation zwischen ihnen bei der gemeinsamen Regelung von Lohn- und Arbeitsbedingungen durch Tarifverträge bezeichnet. Sie bevorzugen als pointierten Gegenbegriff den der "antagonistischen Kooperation" oder der "Konfliktpartnerschaft".

Tarifvertragsparteien

  1. Tarifvertragsparteien sind Gewerkschaften, einzelne Arbeitgeber sowie Vereinigungen von Arbeitgebern.
  2. Zusammenschlüsse von Gewerkschaften und von Vereinigungen von Arbeitgebern (Spitzenorganisation) können im Namen der ihnen angeschlossenen Verbände Tarifverträge abschließen, wenn sie eine entsprechende Vollmacht haben.
  3. Spitzenorganisationen können selbst Parteien eines Tarifvertrages sein, wenn der Abschluss von Tarifverträgen zu ihren satzungsgemäßen Aufgaben gehört.

In den Fällen von bereich 2 und 3 haften sowohl die Spitzenorganisationen wie die ihnen angeschlossenen Verbände für die Erfüllung der gegenseitigen Verpflichtungen der Tarifvertragsparteien.

Tarifverbundenheit

Tarifverbunden sind die Mitglieder der Tarifvertragsparteien und der Arbeitgeber, der selbst Partei des Tarifvertrages ist.

Rechtsnormen des Tarifvertrages über betriebliche und betriebsverfassungsrechtliche Fragen gelten für alle Betriebe, deren Arbeitgeber tarifgebunden ist.

Die Tarifgebundenheit bleibt bestehen, bis der Tarifvertrag endet.

Inhalt und Form des Tarifvertrags

Der Tarifvertrag regelt die Rechte und Pflichten der Tarifvertragsparteien und erhält Rechtsnormen, die den Inhalt, den Abschluss und die Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie betriebliche und betriebsverfassungsrechtliche Fragen ordnen können.

Tarifverträge bedürfen der Schriftform.
 

(aus Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialpartnerschaft)

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Berufsausbildung

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Ausbildungsordnung

Grundlage für die Ausbildungsordnungen ist der § 4 BBiG bzw. § 25 HwO. Dort ist festgeschrieben, dass im Rahmen der dualen Berufsausbildung für anerkannte Ausbildungsberufe Ausbildungsordnungen zugrunde gelegt werden. Sie sind die Standards für die Berufsausbildung, die in ganz Deutschland einheitlich sind, und sind Rechtsverordnungen, d.h. sie haben rechtlich bindenden Charakter für die ausbildenden Betriebe, ohne Gesetze zu sein. Zuständig ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Nach § 5 BBiG werden in der Ausbildungsordnung folgende Punkte festgelegt:

  • die Berufsbezeichnung
  • die Ausbildungsdauer, die zwischen zwei und drei Jahren beträgt
  • das Ausbildungsberufsbild, d.h. die grundlegenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die während der Ausbildung mindestens vermittelt werden sollen
  • der Ausbildungsrahmenplan, der die Ausbildung sachlich und zeitlich strukturiert
  • die Prüfungsanforderungen

In der Ausbildungsordnung kann auch festgelegt werden

  • dass der Ausbildungsberuf nach einem Stufenmodell mit einzelnen Abschlüssen erfolgt
  • dass die Abschlussprüfung aufgeteilt und an zwei unterschiedlichen Zeitpunkten durchgeführt werden kann
  • dass auf die Ausbildungszeit eine andere Berufsausbildung, bei der entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt wurden, angerechnet werden kann
  • dass zusätzliche beruflichen Inhalte zur Ergänzung oder Erweiterung der grundlegenden Fertigkeiten vermittelt werden können
  • dass, falls nötig, eine überbetriebliche Ausbildung möglich ist
  • dass Auszubildende einen schriftlichen Nachweis über ihre Ausbildung führen müssen (Berichtsheft)
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Ausbildungsvertrag

Der Ausbildungsvertrag ist Voraussetzung für die betriebliche Berufsausbildung und muss vor Ausbildungsbeginn von beiden Parteien (Ausbildendem und Auszubildendem bzw. seinen gesetzlichen Vertretern) unterzeichnet werden.

Die schriftliche Form ist zwingend vorgeschrieben, mündliche Vereinbarungen gelten nicht. Ebenso ist die elektronische Form unzulässig, der Vertrag muss also in Papierform vorliegen.

Nach der Unterzeichnung muss der Ausbildende dem Auszubildenden bzw. seinen gesetzlichen Vertretern eine Ausfertigung des unterzeichneten Vertrages aushändigen.

Das Berufsbildungsgesetz legt in § 11 (1) den Mindestinhalt des Ausbildungsvertrages fest:

  1. Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Berufsausbildung, insbesondere die Berufstätigkeit, für die ausgebildet werden soll,
  2. Beginn und Dauer der Berufsausbildung,
  3. Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte,
  4. Dauer der regelmäßigen täglichen Ausbildungszeit,
  5. Dauer der Probezeit,
  6. Zahlung und Höhe der Vergütung,
  7. Dauer des Urlaubs,
  8. Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gekündigt werden kann,
  9. ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Berufsausbildungsverhältnis anzuwenden sind.
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Berichtsheft

Zunächst sollte jedem Auszubildenden am ersten Tag neben dem Ausbildungsrahmenplan auch ein Berichtsheft zur Verfügung gestellt werden.

Das Berichtheft hat eine Doppelbedeutung. Eine dokumentarische und rechtliche Funktion (§ 39 Abs. 1 Nr. 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG), s.u.). Das Führen eines Berichtsheftes dazu, dass die Durchführung der Ausbildungsinhalte sowie deren zeitlicher Ablauf nachweisbar gemacht wird.

Da auch der Inhalt der Berufsschule dort festgehalten wird, bietet es auch dem Ausbilder die Möglichkeit dies verfolgen und die betriebliche Ausbildung darauf abzustimmen. Formal gesehen dient es zudem als Nachweis der Unterrichtsstunden, in der Berufsschule zur Anrechnung auf die Ausbildungszeit.

Für den Auszubildenden ist das Berichtsheft einerseits eine Art Selbstkontrolle seiner Ausbildung und ermöglicht einen Vergleich mit dem vorgegebenen Ausbildungsrahmenplan. Als positives Abfallprodukt des Ganzen erlangt man Übung darin Sachverhalte schriftlich festzuhalten und zu formulieren, sozusagen bereits eine Vorübung für die Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden bis hin zur schriftlichen Konzeption bei der Abschlussprüfung

Besondere Bedeutung bekommt ein Berichtsheft, wenn es zum Streit um die Ausbildungsqualität kommt. Das Berichtsheft ist, da es vom Ausbilder auch wöchentlichen unterzeichnet werden soll, ein wichtiger Nachweis über die reale Ausbildungsinhalte und deren Qualität. Denn das Berichtsheft spiegelt den Verlauf der Ausbildung wider!

Die rechtliche Seite
Zur Berufsausbildung im Dualen System gehört auch das ordnungsgemäße Führen eines Berichtsheftes. Das BBiG (Berufsbildungsgesetz) verweist in § 6; Absatz 1 Punkt 4 darauf. Der § 39 des BBiG regelt, dass das ordnungsgemäße Führen des Berichtsheftes Vorraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung ist.

Zum Führen eines Berichtsheftes
Das Berichtsheft stellt der Ausbildungsbetrieb, die Form (Einzelbätter, Software basierte Berichtshefte, Vorlagen der IHK oder eigene Vorlagen) ist freigestellt.
Das Führen des Berichtsheftes hat während der regulären Arbeits-/Ausbildungszeit zu geschehen.
Es sollte kurze Notizen zu den durchgeführten Tätigkeiten und den Unterweisungen der mit der Ausbildung beauftragten Personen beinhalten und die Dauer der Tätigkeit.
Das Berichtsheft wird wöchentlich vom Auszubildenden und Ausbilder unterschrieben und damit die Richtigkeit der Angaben belegt.
Das Berichtsheft muss zur Abschlussprüfung dem Prüfungsausschuss verbindlich vorgelegt werden, es wird jedoch nicht benotet

Das Berichtsheft muss realistisch geführt werden, da es im Fall einer Schadensersatzklage die Funktion eines Beweises hat (Beispiel: aufgrund unzureichender Ausbildung in der Praxis besteht eine Auszubildende die Prüfung nicht und klagt beim Verwaltungsgericht gegen den Ausbilder). Also wenn jemand vier Wochen nur Kaffee kocht, sollte das auch so festgeschrieben werden und nicht stattdessen, weil es sich besser anhört oder gar der Ausbilder es verlangt vier Wochen Photoshop-Einführung stehen. Auch sollte es zeitnah geführt werden und nicht erst kurz vor der Abschlussprüfung damit begonnen werden

Zusammengefasst kann man sagen, dass das korrekte Führen eines Berichtsheftes weder sinnlos noch Schikane ist, sondern dem Auszubildenden u.a. eine Sicherheit für die Qualität der Ausbildung bieten kann.

Interessant ist zu dem Thema auch die Ausführungen der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald.

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Berufsgrundbildungsjahr

Das Berufsgrundbildungsjahr wird in zwei Varianten angeboten: einmal als Vollzeitschule und einmal als Teilzeitschule in Kombination mit einem Berufsausbildungsverhältnis.

Zielgruppe der Vollzeitschule sind vor allem Jugendliche mit Hauptschulabschluss, aber ohne Ausbildungsverhältnis, die sich vor dem Berufsgrundbildungsjahr für eine berufliche Richtung entscheiden. Während der schulischen Ausbildung sollen sie ihre Allgemeinbildung erweitern sowie Kenntnisse und Fähigkeiten in ihren gewählten beruflichen Bereich erwerben.

Das Berufsgrundbildungsjahr in der Vollzeitvariante wird mit einem halben bis einem Jahr auf die Dauer der betrieblichen Ausbildung angerechnet.

Jugendliche ohne Hauptschulabschluss erhalten nach dem erfolgreichen Besuch des Berufsgrundbildungsjahres einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss.

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Berufsvorbereitungsjahr

Das Berufsvorbereitungsjahr richtet sich in erster Linie an berufsschulpflichtige Jugendliche, die kein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis haben. Voraussetzung ist, dass sie die 8. Klasse einer allgemeinbildenden Schule abgeschlossen haben.

Während der einjährigen Berufsvorbereitung, die es nur als Vollzeitschule gibt, erweitern die Jugendlichen ihre Allgemeinbildung sowie Kenntnisse und Fähigkeiten in bis zu drei beruflichen Bereichen, um eine Orientierung zu erhalten.

Mit zusätzlichen Unterrichtsinhalten und einer Zusatzprüfung am Ende des Jahres können sie einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Schulabschluss erwerben.
Damit können sie nach dem Berufsvorbereitungsjahr eine Ausbildung beginnen oder Berufsfachschulen besuchen.

Auf die Ausbildungsdauer wird das Berufsvorbereitungsjahr nicht angerechnet.

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Duales System

Die Berufsausbildung findet in Deutschland hauptsächlich in der Form des dualen Systems statt. Das heißt, dass die Ausbildung an zwei sich ergänzenden Orten stattfindet, nämlich im Betrieb und in der Berufsschule.

Der theoretische Teil der Ausbildung findet in der Berufsschule statt, wo Auszubildenden neben fachkundlichem Hintergrundwissen auch Allgemeinwissen in Fächern wie Deutsch, Englisch und Mathematik vermittelt wird.

Der Hauptteil der Ausbildung findet jedoch im Betrieb statt, der die praktischen Fertigkeiten für den jeweiligen Beruf vermittelt und den Auszubildenden auch im Hinblick auf den Schwerpunkt des Betriebes spezialisiert.

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Kündigung eines Ausbildungsverhältnisses

Für Ausbildungsverhältnisse gelten besondere Bestimmungen, die in § 22 BBiG festgeschrieben sind.

Kündigung während der Probezeit

Während der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis sowohl vom Ausbildenden als auch vom Auszubildenden jederzeit gekündigt werden, also vom einen Tag auf den anderen.

Kündigung nach der Probezeit

Nach der Probezeit kann der Ausbildende das Ausbildungsverhältnis nur aus einem wichtigen Grund kündigen (Diebstahl, Tätlichkeit etc.). Dabei muss keine Kündigungsfrist eingehalten werden. So eine Kündigung ist allerdings unwirksam, wenn dieser wichtige Grund dem Ausbildenden länger als zwei Wochen bekannt ist.

Der Auszubildende kann nach Ablauf der Probezeit das Ausbildungsverhältnis mit einer Frist von vier Wochen kündigen. Voraussetzung ist, dass man sich in einem anderen Beruf oder überhaupt nicht beruflich ausbilden lassen will (z.B. Beginn eines Studiums oder eines Arbeitsverhältnisses).

In jedem Fall muss die Kündigung schriftlich erfolgen, mündliche Kündigungen sind nach deutschem Recht unwirksam.
 

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Pflichten der Ausbildenden

Die Pflichten von Ausbildenden sind in den §§ 14 bis 16 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) festgeschrieben.

Sie müssen, die Ausbildung direkt betreffend (§ 14),

  • dafür sorgen, dass die Auszubildenden so ausgebildet werden, dass sie die Prüfung in der vorgeschriebenen Zeit bestehen und die Ausbildungsinhalte entsprechend vermitteln
  • selbst ausbilden oder einen Ausbilder/eine Ausbilderin damit beauftragen
  • den Auszubildenden die Mittel kostenlos zur Verfügung stellen, die sie im Rahmen ihrer Ausbildung inklusive Prüfungen benötigen (Werkzeug, Material etc.)
  • dafür sorgen, dass die Auszubildenden in die Berufsschule gehen und das Berichtsheft führen und das auch kontrollieren
  • dafür sorgen, dass Auszubildende »charakterlich gefördert sowie sittlich und körperlich nicht gefährdet werden«

In diesem Paragraphen steht auch, dass Auszubildenden nur Aufgaben gegeben werden dürfen, die im Zusammenhang mit der Berufsausbildung stehen. Diese Aufgaben müssen auch der körperlichen Leistungsfähigkeit der Auszubildenden entsprechen.

§ 15 schreibt vor, dass der Ausbildende für die Zeit des Berufsschulunterrichtes sowie für die Prüfung freistellen muss. Das heißt, dass diese Zeit auf die tägliche Ausbildungszeit angerechnet wird und dem Auszubildenden keine finanziellen Nachteile entstehen.
Werden Maßnahmen außerhalb der eigentlichen Ausbildungsstätte durchgeführt, müssen Auszubildende ebenfalls dafür freigestellt werden.

Für das Ende der Ausbildung ist ein die Ausstellung eines Zeugnisses in Papierform vorgeschrieben (§ 16). Dieses kann auf Wunsch des Auszubildenden auch als qualifiziertes Zeugnis ausgestellt werden.

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Pflichten der Auszubildenden

Die Pflichten von Auszubildenden im Rahmen ihrer Berufsausbildung sind im Berufsbildungsgesetz (BBiG) § 13 festgeschrieben.

Demnach müssen Auszubildende

  • die ihnen übertragenen Aufgaben sorgfältig ausführen
  • Berufsschul- sowie Prüfungstermine wahrnehmen
  • Anweisungen befolgen, die ihnen von Ausbildern oder anderen Vorgesetzten erteilt werden
  • die in dem Ausbildungsbetrieb geltenden Vorschriften beachten
  • Werkzeug, Maschinen und andere Einrichtungen und Gegenstände pfleglich behandeln
  • Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse bewahren
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Umlagefinanzierung

Angesichts des Rückgangs betrieblicher Ausbildungsplätze fordert der DGB eine Umlagefinanzierung zum Erhalt bestehender und zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze. Dabei sollen Betriebe, die eine abhängig von der Anzahl der Beschäftigten festgelegte Quote an Ausbildungsplätzen nicht erfüllen, eine bestimmte Geldsumme in einen Fonds einzahlen. Aus diesem Fonds werden dann Unternehmen unterstützt, die über die Ausbildungsquote hinaus ausbilden.

Argumente gegen eine Ausbildungsabgabe sind, dass Ausbildung eine freie unternehmerische Entscheidung sei, in die der Staat nicht eingreifen solle. Außerdem fehle es häufig an geeigneten Bewerber(innen), und durch die Abgabe würde die Quantität der Ausbildung wichtiger als die Qualität. Unternehmen, die nicht ausbilden können oder wollen, könnten sich mit der Abgabe freikaufen, so dass keine zusätzlichen Ausbildungsplätze entstünden.

Im Mai 2004 hat der Bundestag das Gesetz zur Ausbildungsabgabe verabschiedet. Das Gesetz ist jedoch nicht in Anwendung, da im Juni 2004 die damalige Bundesregierung mit Wirtschaftsverbänden einen dreijährigen »Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs«, auch Ausbildungspakt genannt, geschlossen hat. Darin verpflichtet sich die Wirtschaft, jährlich 30.000 neue Ausbildungsplätze sowie 25.000 Plätze zur Einstiegsqualifizierung (ein betriebliches Praktikum von 6 bis 12 Monaten Dauer) zur Verfügung zu stellen. Werden diese Vorgaben eingehalten, bleibt das Gesetz »unbearbeitet liegen«.

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Betriebliche Mitbestimmung

Die betriebliche Mitbestimmung wird durch das Betriebsverfassungsgesetz geregelt und umfasst Fragen der Ordnung und Sicherheit im Betrieb, der Gestaltung der Arbeitsplätz sowie der Arbeitsabläufe und der Arbeitsumgebung.

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Tarifautonomie

Gemäß Artikel 9 Absatz 3 des Grundgesetzes, in dem die Koalitionsfreiheit als demokratisches Grundrecht festgeschrieben ist, und dem Tarifvertragsgesetz herrscht in der Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland das Prinzip der Tarifautonomie.

Das heißt, Arbeitgeber und Arbeitnehmer legen in freier Vereinbarung die Arbeitsbedingungen in den Unternehmen ohne regelndes Eingreifen des Staates fest. Die Tarifpartner, also die Verbände für die Arbeitgeberseite und die Gewerkschaften für die Arbeitnehmerseite, sind zuständig für Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen, für Pausenregelungen, Wochenarbeitszeit und den Urlaub.

Diese Regelungen werden in entsprechenden Tarifverträgen vereinbart. Nur für eng begrenzte Vertragsinhalte, beispielweise bezogen auf den Mindesturlaub oder die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, hat der Staat aus sozialpolitischen Erwägungen Untergrenzen vorgegeben, die von den Tarifpartnern respektiert werden müssen. Ebenso gibt es Obergrenzen, beispielsweise bei der täglichen Arbeitszeit.

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Tarifverhandlungen

Im Rahmen der Tarifautonomie, die im Grundgesetz festgelegt ist, verhandeln die Vertreter von Arbeitgeber und Arbeitnehmer unabhängig von staatlichen Vorgaben Tarifverträge aus.

Dabei sind rechtlich mehrere Stufen vorgesehen, die jedoch meist aufgrund von vorheriger Einigung nicht vollständig zur Anwendung kommen.

  1. Der bestehende Tarifvertrag ist ausgelaufen oder fristgerecht gekündigt.
  2. Verhandlungen über den neuen Inhalt des Tarifvertrages beginnen.
  3. Falls nach einem Monat nach Auslaufen des Tarifvertrages noch keine Einigung erzielt worden ist, entfällt die Friedenspflicht und die Gewerkschaften können zu Warnstreiks aufrufen.
  4. Kommt es zu keiner Einigung, kann jede der beiden Parteien einen Schlichter fordern. Diese Person muss neutral sein. Während den Schlichtungsverhandlungen darf aufgrund der Friedenspflicht nicht gestreikt werden.
  5. Sollten die Verhandlungen scheitern, kann die Gewerkschaft die Urabstimmung über einen Streik beginnen. Stimmen mindestens 75% der befragten Gewerkschaftsmitglieder zu, so kann gestreikt werden. Im Gegenzug kann der Arbeitgeber nicht am Streik beteiligte Arbeitnehmer aussperren, d.h. sie bekommen für die Dauer der Aussperrung kein Geld.
  6. Wenn es während des Streiks eine Einigung der beiden Parteien gibt, muss wieder eine Urabstimmung gemacht werden. Zum Beenden des Streiks müssen 25% der befragten Gewerkschaftsmitglieder zustimmen.
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Eigentum / Besitz

  • Eigentum ist die rechtliche Herrschaft über bewegliche und unbewegliche Sachen (z. B. Gebäude, Konsumgüter) oder ein Recht (z. B. Forderung, Patent). Beispiel: Der Vermieter ist Eigentümer des Mietobjektes.

  • Jeder Eigentümer kann mit der Sache beliebig verfahren. Allerdings darf er nicht Rechte Dritter verletzen (ein Vermieter kann beispielsweise nicht so ohne weiteres seinen Mieter „auf die Straße setzen“; er muss gewisse Mieterrechte wahren).

  • Im Gegensatz hierzu ist Besitz die tatsächliche Herrschaft über eine Sache oder ein Recht. Beispiel: Der Mieter ist Besitzer des Mietobjekts.

  • Der Besitzer kann mit der Sache nur innerhalb von speziell – mit dem Eigentümer der Sache – getroffenen Vereinbarungen verfahren.

  • Oftmals ist eine Person zugleich Eigentümer und Besitzer, weil derjenige, dem etwas „gehört“, die Sache auch besitzt (z. B. Auto, das man „bar“ gekauft hat)

  • In vielen Fällen sind Besitzer und Eigentümer jedoch zwei Personen (z. B. Auto, das man geleast hat).

 

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Eigentumsübertragung

Welche Möglichkeiten der Eigentumsübertragung gibt es?

 

Bei beweglichen Sachen (z. B. Konsum- und Investitionsgüter)

  • Einigung und Übergabe: Zuerst findet eine Einigung zwischen Käufer und Verkäufer über die Übertragung des Eigentums (im Rahmen des SOG: Erfüllungsgeschäftes) statt. Dann kommt es anschließend zur eigentlichen Übergabe der Sache. Beispiel: Der Verkäufer einer Digitalkamera übergibt die gekaufte Kamera an den Käufer. Beide sind sich einig, dass das Eigentum übertragen wird.

  • Einigung: Der Käufer der Sache ist bereits Besitzer und wird durch die Einigung zum Eigentümer. Beispiel: Nach Abschluss eines Kaufvertrages wird der Käufer nun Eigentümer des vorher gemieteten Computers, der sich in seinem Besitz befindet. Eine Übergabe ist also nicht mehr erforderlich.

  • Besitzkonstitut: Hier findet ausschließlich eine Einigung über die Eigentumsübertragung statt. Der Verkäufer bleibt weiterhin Besitzer. Beispiel: Ein Käufer erwirbt mehrere Aktien von seiner Hausbank, belässt die Wertpapiere allerdings weiterhin im Depot seiner Bank.

  • Abtretung des Herausgabeanspruchs: Hier kommt es zu einer Einigung über die Eigentumsübertragung und Abtretung des Anspruchs auf Herausgabe der Sache, wenn sich der Gegenstand bei einem Dritten befindet. Beispiel: Ein Verkäufer überträgt das Eigentum an einer Bierzapfanlage durch die Vereinbarung, dass der Käufer gegenüber dem Freund des Verkäufers, dem er momentan die Zapfanlage geliehen hat, einen Herausgabeanspruch hat.

 

Bei unbeweglichen Sachen (z. B. Grundstücke und Gebäude)

  • Auflassung (= Einigung) und Eintragung in das Grundbuch: Die Eintragung erfolgt, wenn die Auflassung nachgewiesen, die Eintragung beantragt und bewilligt wurde und die Bestätigung über die Zahlung der Grunderwerbssteuer vorliegt.

 

Bei Rechten (z. B. Forderungen)

  • Einigung über die Übertragung des Eigentums und Abtretung. Beispiel: Ein Händler tritt seine Forderung an einen Kunden an seinen Lieferanten ab.

 

Gutgläubiger Erwerb:

  • Gutgläubiger Erwerb liegt vor, wenn der Verkäufer für den Eigentümer gehalten werden durfte.

  • Der gutgläubige Eigentumserwerb ist jedoch nicht möglich bei gestohlenen, verloren gegangenen oder sonst abhanden gekommenen Sachen (Ausnahme: Geld, Inhaberpapiere).

 

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Rechtsgeschäft

 

  • Rechtsgeschäfte gestalten die rechtlichen Beziehungen zwischen den in einer Wirtschaft handelnden Personen.

  • Rechtsgeschäfte bestehen aus sog. Willenserklärungen der handelnden Personen.

  • Unter einer Willenserklärung versteht man eine rechtlich wirksame Äußerung, durch die die abgebende Person bewusst eine Rechtsfolge herbeiführen will.

  • Unterschieden wird zwischen einseitigen und zwei- oder mehrseitigen Rechtsgeschäften.

  • Einseitige Rechtsgeschäfte gestalten eine Rechtsfolge durch die Willenserklärung einer einzelnen Person.

    • Man unterscheidet zwischen nicht empfangsbedürftigen und empfangsbedürftigen Rechtsgeschäften.

    • Nicht empangsbedürftige Rechtsgeschäfte sind bereits bei der Abgabe der Willenserklärung gültig (z. B. Testament oder auch eine Auslobung („Wer meinen Wellensittich findet, erhält 100 €").

    • Empfangsbedürftige Rechtsgeschäfte hingegen sind dadurch charakterisiert, dass ein Rechtsgeschäft erst bei Abgabe und Zugang der Willenserklärung gültig ist (z. B. Kündigung).

  • Zwei- oder mehrseitige Rechtsgeschäfte werden nur durch inhaltlich übereinstimmende Willenserklärungen sämtlicher Beteiligten rechtswirksam („Antrag und Annahme“).

  • Beispiele für zwei- oder mehrseitige Rechtsgeschäfte sind der Kaufvertrag oder der Gesellschaftsvertrag.

 

 

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Juristische Personen und Gesellschaftsformen

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Juristische Personen des öffentlichen Rechts

Juristische Personen im Allgemeinen sind „Zweckschöpfungen“ des Gesetzgebers. Sie sind selbst Träger von Rechten und Pflichten (wie natürliche Personen) und können im eigenen Namen klagen und verklagt werden (sie sind also rechtsfähig). Juristische Personen existieren sowohl in privatrechtlicher (z.B. Verein, Kapitalgesellschaften) als auch öffentlich-rechtlicher Form.

Man unterscheidet üblicherweise folgende juristische Personen des öffentlichen Rechts:

  • Körperschaften,
  • Anstalten und
  • Stiftungen.

Eine Körperschaft ist ein Verband, der öffentliche Aufgaben unter staatlicher Aufsicht und ggf. unter Einsatz hoheitlicher Mittel wahrnimmt. Sie ist mitgliedschaftlich organisiert und vom Wechsel ihrer Mitglieder unabhängig. Die Mitglieder treffen Grundentscheidungen für die Körperschaft.

Beispiele:
Staat, Gemeinden, Kreise, aber auch Ortskrankenkassen, Deutsche Rentenversicherung, Berufsgenossenschaften, Rechtsanwaltkammern, Ärztekammern und Hochschulen.

Körperschaften des öffentlichen Rechts genießen verschiedene Vorrechte. Die Bediensteten der Körperschaften öffentlichen Rechts sind Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes.

Anmerkung: Nicht nur im öffentlichen Recht, sondern auch im privaten Recht gibt es Körperschaften. Beispiele hierfür sind rechtsfähige Vereine, Genossenschaften und Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH, AG).

Eine Anstalt ist eine Verwaltungseinrichtung des öffentlichen Rechts. Sie erfüllt bestimmte öffentliche Aufgaben. Im Gegensatz zur Körperschaft ist die Anstalt nicht mitgliedschaftlich organisiert. Im Klartext: Anstalten nehmen keine Mitglieder auf, sondern bieten lediglich „Benutzungsmöglichkeiten“.

Beispiele:

  • Deutsche Bundesbank
  • Rundfunkanstalten
  • kommunale Sparkassen

Anmerkung: Zu unterscheiden ist zwischen rechtsfähigen und nicht rechtsfähigen Anstalten des öffentlichen Rechts. Nur die rechtsfähigen Anstalten des öffentlichen Rechts sind auch juristische Personen. Nicht rechtsfähige Anstalten sind nur aus organisatorischer, aber nicht aus rechtlicher Sicht selbständig. Beispiele für nicht rechtsfähige Anstalten sind Schulen und Badeanstalten.

Stiftungen sind mit einer rechtlich verselbständigten Vermögensmasse angelegte Einrichtungen, die zur Ausführung eines durch den Stifter vorgegebenen Zwecks dienen (z. B. Bildung, Altenhilfe, Entwicklungshilfe). Rechtsfähige Stiftungen des öffentlichen Rechts werden durch einen besonderen Hoheitsakt (z. B. Gesetz) nach dem öffentlichen Recht errichtet und verfolgen einen gemeinnützigen Zweck. Stiftungen verfügen ebenfalls über keine mitgliedschaftliche Struktur.

Anmerkung: Stiftungen des Privatrechts brauchen – im Gegensatz zu den Stiftungen des öffentlichen Rechts – nicht unbedingt einen gemeinnützigen Zweck zu verfolgen. Nähere Infos gibt es unter http://www.stiftungen.org (Homepage des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen).

 

 

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Merkmale von Kapitalgesellschaften

  • Bei Kapitalgesellschaften steht eher eine reine Kapitalbeteiligung und nicht die persönliche Mitarbeit der Gesellschafter im Vordergrund.
  • Kapitalgesellschaften sind sog. juristische Personen bzw. Körperschaften des privaten Rechts.
  • Kapitalgesellschaften müssen auch selbst Steuern zahlen (Körperschaftssteuer).
  • Da eine juristische Person nicht von sich aus „aktiv“ werden kann, benötigt jede Kapitalgesellschaft natürliche Personen, die Geschäftsführung und Vertretung übernehmen (die sog. Organe).
  • Die Anteile der Gesellschafter sind übertragbar, ohne dass der Fortbestand der Kapitalgesellschaft beeinflusst wird.
  • Die Beschlussfassung erfolgt zumeist nach dem Verhältnis der Kapitalbeteiligung.
  • Die Gesellschafter haften i.d.R. nur in der Höhe ihrer Anteile an der Kapitalgesellschaft und nicht mit ihrem privaten Vermögen für die Verbindlichkeiten (Schulden) der Gesellschaft.
  • Beispiele für Kapitalgesellschaften: Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und Aktiengesellschaft (AG).
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Merkmale von Personengesellschaften

  • Personengesellschaften bestehen aus mindestens zwei Gesellschaftern.
  • Bei Personengesellschaften arbeiten die Gesellschafter i.d.R. persönlich mit.
  • Abstimmungen finden zumeist nach der Anzahl der Gesellschafter statt (nicht nach dem Verhältnis der Kapitalbeteiligung).
  • Bei den Personengesellschaften ist für die Gesellschafter ein Mindestkapital nicht zwingend erforderlich, allerdings in der Praxis durchaus üblich.
  • Gesellschafter einer Personengesellschaft sind viel stärker an die Gesellschaft gebunden als die Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft.
  • Anteile der Gesellschafter sind zumeist nicht übertragbar, da das Gesellschaftsvermögen den Gesellschaftern gemeinschaftlich zusteht.
  • Personengesellschaften sind keine juristischen Personen, d.h. bei einer Personengesellschaft ist der Gesellschafter (als natürliche Person) Träger von Rechten und Pflichten.
  • Die Haftung der Gesellschafter einer Personengesellschaft ist persönlich, unbeschränkt und solidarisch (Prinzip „Alle für einen, einer für alle“)
  • Eine Ausnahme bildet die Haftungsbeschränkung des Kommandisten (Teilhafters) einer Kommanditgesellschaft (KG).
  • Beispiele für Personengesellschaften: Offene Handelsgesellschaft (OHG), Kommanditgesellschaft (KG), Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR, auch „BGB-Gesellschaft“).
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Produktionsfaktoren

Die klassische Volkswirtschaftslehre geht nach ihrem Begründer, Adam Smith, von drei Faktoren aus, die die Herstellung von Gütern beeinflussen.

  • 1. Boden: Der Begriff wurde vom historischen Ackerbau über die Gewinnung vom Bodenschätzen bis zum Grundbesitz ausgeweitet. Mittlerweile gibt es durch die Verknappung von Luft, Wasser und Ähnlichem eine Erweiterung des Begriffes auf »Natur« oder »Umwelt« allgemein.
  • 2. Arbeit: Die wenigsten Dinge der Natur (bzw. des Bodens) sind gebrauchsfertig, sie müssen erst durch menschliche Arbeit erschlossen und nutzbar gemacht werden. Beim Produktionsfaktor Arbeit wird nach Quantität (Zahl der Arbeitskräfte) und Qualität (Ausbildung der Arbeitskräfte) unterschieden.
  • 3. Kapital: Als Produktionsfaktor wird zum einen Sachkapital angesehen, also Gegenstände wie Gebäude, Werkzeuge, Maschinen, Transportmittel etc. Es gibt aber auch das Geldkapital, das für den Kauf von Sachkapital, zur Bezahlung der Arbeitskräfte etc. verwendet werden kann.

Seit einiger Zeit wird Wissen nicht mehr als Teil des Produktionsfaktors Arbeit, sondern als eigenständiger Produktionsfaktor angesehen.

In der Betriebswirtschaftslehre vor allem nach Erich Gutenberg hingegen findet eine andere Aufteilung der Produktionsfaktoren statt:

  • 1. Arbeit: Dieser Faktor wird zum einen in objektbezogene Arbeit, die ein fertiges oder teilweise fertiges Produkt als Ergebnis hat, sowie in dispositive Arbeit, die Planung, Organisation oder Qualitätssicherung von Arbeitsschritten, unterteilt.
  • 2. Betriebsmittel: Statt der Gliederung in Boden und Kapital werden alle betrieblichen Einrichtungen wie Gebäude, Grundstücke, Maschinen und auch Geld zu einem Produktionsfaktor zusammengefasst.
  • 3. Werkstoffe: Sowohl Rohstoffe als auch Hilfs-, Halb- und Fertigerzeugnisse, die entweder verarbeitet werden oder für die Funktion der Betriebsmittel notwendig sind, werden unter dem Begriff »Werkstoffe« zusammengefasst.
  • 4. Disposition: Darunter wird die Planung und der Einsatz der ersten drei Faktoren verstanden, um ein optimales Ergebnis für das jeweilige Unternehmen zu erhalten.
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Produktivität

  • Leistungsstärke eines betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktors (Betriebsmittel, menschliche Arbeitsleistung, Werkstoffe).
  • (mengenmäßiges) Output-Input-Verhältnis.
  • Beispiel: Betriebsmittelproduktivität (z. B. Druckmaschine): Output: 15.000 Stück eines Flyers; Input: 1,5 Stunden Laufzeit; Produktivität = 10.000 Stück pro Stunde
  • Verschiedene Produktivitäten (z. B. Arbeitsproduktivität oder Betriebsmittelproduktivität) kann man nicht zusammenzählen. Daher sind sie auch nicht direkt miteinander vergleichbar.
  • Man beschränkt sich in der Praxis auf die Berechnung von Teilproduktivitäten.
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Rationalisierung

Rationalisierungsmaßnahmen in Betrieben dienen der Produktivitäts- und damit der Gewinnsteigerung durch Optimierung der Arbeitsabläufe oder Ersetzung von menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen.

Da dies nicht immer möglich ist, z.B. weil die Arbeit zu komplex ist, nicht von Maschinen/Robotern geleistet werden kann oder keine Steigerung mehr möglich ist, greifen Betriebe auf folgende Maßnahmen zurück: Erhöhung der Arbeitszeiten oder Outsourcing bis zur Verlagerung von Betriebsteilen ins Ausland.

Bei den wirtschaftlichen Nachteilen, die für die Mitarbeiter im Zuge der Rationalisierung entstehen, kann der Betriebsrat durch die Möglichkeit der Mitbestimmung über einen Sozialplan einen Interessenausgleich erzielen und Härten vermeiden.

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Sozialversicherungen

In Deutschland gibt es eine Reihe von Pflichtversicherungen, denen die dort Versicherten Beiträge zahlen. Das Ziel ist der Schutz der Bürger vor sozialen Notlagen, z.B. könnte sich eine Privatperson finanziell keinen längeren Krankenhausaufenthalt leisten.

 

Folgende gesetzliche Sozialversicherungen gibt es in Deutschland:

  • Krankenversicherung (seit 1883)
  • Unfallversicherung (seit 1884)
  • gesetzliche Rentenversicherung (seit 1889)
  • Arbeitslosenversicherung (seit 1927)
  • Pflegeversicherung (seit 1995)

 

Träger der Sozialversicherungen sind öffentlich-rechtliche Körperschaften, zum Teil auch private Unternehmen:

  • Krankenversicherung: private oder gesetzliche Krankenkasse
  • Unfallversicherung: Berufsgenossenschaft
  • Rentenversicherung: Deutsche Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung: Bundesagentur für Arbeit
  • Pflegeversicherung: Pflegekassen der Krankenkassen

 

Die Beitragszahlung ist so geregelt, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer den gleichen Betrag, der sich nach dem Bruttoverdienst richtet, an die zuständigen Träger zahlen.

(Ausnahme ist inzwischen die Krankenversicherung, welche insgesamt mit 15,5% des Bruttolohns und zu 8,2 % vom Arbeitnehmer bzw. 7,3 % vom Arbeitgeber bezahlt wird.)
Ausnahmen im gesamten Bereich gibt es für die so genannten geringfügigen Beschäftigungen (400-Euro-Jobs), bei denen der Arbeitnehmer keine Beiträge zur Sozialversicherung zahlen muss.

Auch in die Pflegeversicherung zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht zu gleichen Teilen ein, zumal Kinderlose auch noch etwas zuzahlen müssen.
Einen Überblick gibt es bei Wikipedia (»Freiwillig Versicherte« können übrigens auch Angestellte sein).

Einen Sonderfall bildet die gesetzliche Unfallversicherung, bei der der Arbeitgeber (bei Schülern die Schule) den vollen Beitrag bezahlt.

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Unternehmensformen

Begriffe:

Einzelunternehmen =

Gründung / Startkapital  (G/S): Allein durch Einzelunternehmer / kein Mindestkapital

Haftung (H): Allein und vollkommen unbeschränkt mit Geschäfts- und Privatvermögen

Geschäftsführung (GF): Der Einzelunternehmer trifft alle Entscheidunge

Gewinn / Verlust (GV): Der Einzelunternehmer erhält den Gewinn und trägt den Verlust allein

Genossenschaften

G/S: Mindestens 7 Mitglieder

H: Beschränkt auf Genossenschaftsvermögen

GF: Vorstand von Generalversammlung gewählt; Aufsichtsrat

GV: Gewinn- und Verlustbeteiligung nach Köpfen

OHG

G/S: Mindestens 2 Personen / kein Mindestkapital

H: Jeder Gesellschafter unmittelbar und unbeschränkt mit Geschäfts- und Privatvermögen

GF: Jeder Gesellschafter ist zur Führung der Geschäfte berechtigt und verpflichtet

GV: Gewinn: 4 Prozent seiner Kapitaleinlage als Verzinsung, der Rest nach Köpfen Verlust: Aufteilung nach Köpfen

GbR

G/S: Mindestens 2 Gesellschafter/ kein Mindestkapital

H: Gesamtschuldnerisch (im

Außenverhältnis haftet der einzelne

Gesellschafter zunächst

unbeschränkt mit Privatvermögen)

GF:

Gemeinsame Geschäftsführung

der Gesellschafter

GV:

Gewinn und Verlust: gesetzliche

Regelung nach Köpfen, kann aber frei

gewählt werden

KG

G/S:

Mindestens 1 vollhaftender

Komplementär und

mindestens 1 teilhabender

Gesellschafter

(Kommanditist)

H:

Komplementär: unbeschränkt mit

Geschäfts- und Privatvermögen,

Kommanditist: mit seiner Einlage

GF:

Komplementär;

Kontrollrecht für Kommanditisten

GV:

Gewinn: 4 Prozent des Kapitals für

jeden Gesellschafter, der Rest nach

Risikoanteilen

Verlust: nach Vertrag oder

angemessenen Anteilen

 

Stille Gesellschaft

G/S:  Einlage an Unternehmen (finanziell oder als Arbeitsleistung

H: Beschränkt auf Einlage

GF: Keinen Anspruch

GV: Gewinnbeteiligung gemäß der Einlage Verlust: bis zur Höhe seiner Einlage

 

Aktiengesellschaften

G/S:

Mindestens 1 Person /

mindestens 50.000 Euro

Grundkapital, zerlegt in

Aktien

H:

Beschränkt auf das

Gesellschaftsvermögen, keine

persönliche Haftung der Aktionäre

GF:

Vorstand, von Gesellschaft

bestellt und kontrolliert;

Aktionäre in Hauptversammlung

bestellen Aufsichtsrat

GV:

Gewinn: Dividende an Aktionäre,

Erhöhung der Rücklagen

Verlust: wird aus Rücklagen gedeckt

 

GmbH

G/S: Mindestens 1 Person /

mindestens 25.000 Euro

Stammeinlagen

H:

Beschränkt auf das

Gesellschaftsvermögen / Haftung

nur mit den Stammeinlagen

GF:

Geschäftsführer, von der

Gesellschafterversammlung

bestellt

GV:

Gewinn: Beteiligung nach

Geschäftsanteilen

Verlust: keine Gewinnausschüttung,

 

Quelle: http://www.wirtschaftundschule.de/fileadmin/user_upload/unterrichtsmaterialien/unternehmen_und_markt/Unterrichtseinheit_Die_Unternehmensformen.pdf

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Einzelunternehmen

  • Einzelunternehmen werden von einer einzelnen (natürlichen) Person betrieben.
  • Einzelunternehmer tragen sämtliche Rechte und Pflichten alleine und haften unbeschränkt und persönlich für die Verbindlichkeiten (Schulden) des Unternehmens (mit Geschäfts- und Privatvermögen).
  • Der Einzelunternehmer ist Geschäftsführer und übernimmt somit die alleinige Leitung und Vertretung.
  • Jedes Einzelunternehmen entsteht bereits durch die Eröffnung eines Geschäfts (schnelle und leichte Gründung; Anmeldung beim Gewerbeamt bzw. eine Steuernummer beim Finanzamt reichen prinzipiell schon aus).
  • Als Einzelunternehmer können Sie als Kleingewerbetreibender anfangen und sind somit nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet. Auch gibt es keine Eintragung ins Handelsregister.
  • Allerdings kann sich ein Kleingewerbetreibender (freiwillig) ins Handelsregister eintragen lassen (Imagegründe).
  • Sobald das Unternehmen aber eine gewisse Größe erreicht hat (Umsatz > 500.000 € oder Gewinn > 50.000 €), ist eine Eintragung ins Handelsregister verpflichtend.
  • Sämtliche eingetragenen Einzelunternehmer müssen den Zusatz „eingetragener Kaufmann“ bzw. „eingetragene Kauffrau“ oder eine Abkürzung (e.K., e. Kfm., e. Kffr.) im Firmennamen führen.
  • Die Kreditfähigkeit eines Einzelunternehmers ist sehr begrenzt, da die Haftung nur im Rahmen des eigenen Vermögens möglich ist.
  • Dem Einzelunternehmer braucht sich aber auch seinen Gewinn mit Niemandem teilen.
  • Eine Expansion ist zumeist nur durch eine Umwandlung in eine Personengesellschaft möglich.

Vorteile:

  • einfache und preiswerte Art der Unternehmensgründung
  • kein Mindestkapital erforderlich
  • breiter Entscheidungsspielraum und volle Kontrolle über das Unternehmen

Nachteile:

  • unbeschränkte und persönliche Haftung
  • geringe Bonität
  • Erfolg ist von einer Person abhängig
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Öffentliches Recht und Privatrecht

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Öffentliches Recht

 

  • Kennzeichen des öffentlichen Rechts ist das Prinzip der Über- bzw. Unterordnung.

  • Das öffentliche Recht umfasst somit sämtliche Rechtsnormen, die auf Über-/ Unterordnungsverhältnisse der Beteiligten beruhen (Regeln zwischen Staat und Bürger, Verhältnis der Staats- und Verwaltungsorgane untereinander).

  • Öffentliches Recht ist zumeist zwingendes und unveränderliches Recht.

  • Zum öffentlichen Recht gehören insbesondere:

    • Staatsrecht (Verfassung, Grundgesetz, Staatsorganisationsrecht)

    • Verwaltungsrecht

    • Strafrecht

    • Prozessrecht (Zivilprozessrecht, Strafprozessrecht, Verwaltungsprozessrecht)

  • Je nach Zuordnung sind ordentliche Gerichte (Amtsgericht, Landgericht, Oberlandesgericht (OLG) sowie Bundesgerichtshof (BGH) oder Verwaltungsgerichte

Privatrecht

 

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  • Wird auch Zivilrecht genannt.

  • Kennzeichen des Privatrechts ist das Prinzip der Gleichordnung, d.h. hier sind Rechtsbeziehungen zwischen gleichberechtigten Individuen geregelt.

  • Es ist zumeist nachgiebiges Recht und wird bestimmt durch den Grundsatz der Vertragsfreiheit.

  • Das Privatrecht kann unterteilt werden in:

    • Bürgerliche Recht, das für alle gilt

    • Sonderprivatrecht, das nur für bestimmte Personengruppen gilt (z. B. Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht)

  • Für das Privatrecht zuständig sind ordentliche Gerichte (Amtsgericht, Landgericht, Oberlandesgericht (OLG) sowie Bundesgerichtshof (BGH))

 

 

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