Prüfungsvorbereitungswiki (Zwischenprüfung 2022)

Das Team der Mediencommunity wünschen allen Azubis viel Erfolg bei der Zwischenprüfung 2022!!

Erneut unterstützt die Mediencommunity die Prüfungsvorbereitungen für Mediengestalter/innen und Medientechnologen/innen Druck in Vorbereitung auf die Zwischenprüfungen am 18.03.2021.

In unserem Prüfungsvorbereitungswiki können:

  • sich Auszubildende auf ihre Prüfungen vorbereiten, indem sie Beiträge im Wiki lesen, kommentieren, verbessern und erweitern oder selbst Beiträge einstellen;
  • andere Azubis neu eingestellte Beiträge korrigieren;
  • Moderatoren - das sind zur Zeit Peter Reichard und Thomas Hagenhofer - hilfreiche Hinweise geben und fehlerhafte Beiträge korrigieren, soweit sie noch nicht von anderen Azubis verbessert worden sind.

Zusätzlich bieten wir eine Azubi-Lerngruppe an, in der die Mitglieder Aufgaben einstellen und gemeinsam beantworten können.

Auf diese Weise können sich Azubis eigenständig ihre Prüfungsthemen gemeinsam mit anderen erarbeiten, während sich gleichzeitig ein ständiger Verbesserungsprozess nach dem Wikipedia-Prinzip vollzieht.

Noch einige wichtige Hinweise zum Prüfungsvorbereitungswiki:

  • Die Moderatoren sind in keiner Weise an der Erstellung der Prüfungsaufgaben beteiligt gewesen.  Daher können sie auch keine Informationen zu konkreten Prüfungsaufgaben geben.
  • Die Mediencommunity kann aufgrund der oben dargestellten Abläufe keine Gewähr dafür bieten, dass die Angaben im Wiki immer fehlerfrei sind. Die Moderatoren werden sich bemühen, die Beiträge kontinuierlich auf ihre sachliche Richtigkeit hin zu überprüfen. Daher sind alle Nutzer/innen aufgefordert, alle Beiträge kritisch zu hinterfragen und zusätzlich auch andere Quellen (Fachliteratur) zu nutzen. Die Inhalte sollten also auch immer wieder auf aktuelle Veränderungen hin gecheckt werden.
  • Auszubildende sind in erster Linie selbst für ihre Prüfungsvorbereitung verantwortlich - auch dieses Wiki nimmt Ihnen diese Arbeit nicht ab.

Auf der Seite Kurzanleitung zum Erstellen eines Wikibeitrags kann man nachlesen, wie man eigene Beiträge erstellen kann. Eigene Beiträge, Kommentare und Bewertungen können nur Nutzer/innen eingeben, die in der Community angemeldet sind.

Technische Hilfe und Unterstützung gibt es unter info@mediencommunity.de.

Kategorien: 
Berufe: 
Einordnung in Rubrik: 
Verlinkung auf Übersichtsseiten: 

1. Prüfungsgebiet: Den Medienbetrieb und seine Produkte präsentieren: 
Konzeptpräsentation

Anleitung für das Wiki
In diesem Wiki könnt ihr gemeinsam Lerninhalte erstellen. Jedes Wiki ist direkt und für jeden angemeldeten User editierbar. Wenn bereits bei vorherigen Prüfungen Wikis zum Thema (manchmal auch nur Teilgebiete streifend) erstellt wurden, so werden sie unten verlinkt. Ansonsten einfach hier diesen Eintrag überschreiben und mit entsprechenden Inhalten füllen.

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2. Prüfungsgebiet: Medienprodukte typografisch gestalten: Zeitschriftentypografie

Anleitung für das Wiki

In diesem Wiki könnt ihr gemeinsam Lerninhalte erstellen. Jedes Wiki ist direkt und für jeden angemeldeten User editierbar. Wenn bereits bei vorherigen Prüfungen Wikis zum Thema (manchmal auch nur Teilgebiete streifend) erstellt wurden, so werden sie unten verlinkt. Ansonsten einfach hier diesen Eintrag überschreiben und mit entsprechenden Inhalten füllen.

 

Folgende WBT stehen zusätzlich zur Verfügung:
https://mediencommunity.de/content/wbt-satztechnik-und-typografie

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Schriftmischung

Bei der Schriftischung unterscheidet man zwischen dem Mischen a) innerhalb einer Schriftfamilie, b) innerhalb einer Schriftsippe und c) Mischen unterschiedlicher Schriftcharaktere.

a) Man verwendet Schriftschnitt um z.B. Zitate, Namen oder bestimmte Hervorhebung zu markieren. Zum Beispiel Garamond regular für den Fließtext, Garamond italic für direkte Rede und Garamond semibold für Überschriften.
Diese Mischung ist in der Regel problemlos, wenn nicht zu viele Kategorien zur Auszeichnung nötig sind. Einsatzgebiete: Romane

b) Ebenfalls ergeben sich unproblematische Schriftmischungen durch die Verwendung von Schriftschnitten aus Schriftsippen. Bei Schriftsippen (oder auch Type System genannt) haben z.B. die Serif- und Sans-Serif-Schnitte den gleichen Schriftcharakter, das gleiche Grundgerüst (häufig gleiche x-Höhen). Das sie sozusagen aus dem gleichen Stall kommen passen sie gut zusammen. Z.B. die Rotis-Sippe (Sans Serif, Serif, Semi-Serif), Palatino und palatino Sans, ...

c) Das Problematische beginnt bei der Kombination von gänzlich unterschiedlichen Schriften.

Schriftmischung wird ja entweder zur Auszeichnung im Fließtext oder zur Hervorhebung von Headlines angewendet. Das bedeutet, dass sich die Schriften für den Leser – nicht nur für den typo-Experten – klar voneinander unterscheiden, da die Auszeichung ja einen bestimmte inhaltliche Kategorie beschreibt und dem Leser helfen soll diese schnell zu erfassen.

So dient als Orientierung die Faustregel: Keine Mischung von Schriften aus der gleichen Gruppe innerhalb der DIN-Schriftklassifikation. Also nicht Frutiger und Univers oder Baskerville mit Times New Roman.
Schriften sollten stilistisch gut mit einander harmonieren, und sich doch deutlich unterscheiden

Als Faustregel kann man sagen, dass nicht mehr als zwei oder drei Schriften gemischt werden sollten.

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TYPOGRAFIE

Hallo zusammen.

Ich habe eine Internetseite gefunden, die auch die Begriffe gut erklärt.
Stelle ich hier mal rein.

https://www.netzkunst24.de/blog/artikel/grundlagen-der-typografie-fuer-anfaenger.html

Wer auf iphone und co unterwegs ist, könnte sich die App "Typo-Quiz" runter laden.
Hier gibt es 50 Fragen, die man jeweils mit einer Auswahl von 3 Antworten innerhalb von 25 sec. beantworten muss.

Viel Spaß dabei.

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Faktoren der Lesbarkeit einer Schrift

Buchstabenformen:

  • Eindeutig erkennbare und unterscheidbare Buchstabenformen
  • große Punzen
  • Buchstaben-Proportionen

Buchstaben-Proportionen
Abgesehen von Buchstabenformen spielen vertikale und horizontale Proportionen eine wichtige Rolle. Buchstaben werden in drei Teilen betrachtet: Oberlänge, x-Höhe und Unterlänge. Ober- und Unterlängen erhöhen die Lesbarkeit der Wörter. Wenn die x-Höhe im Vergleich zu Ober- und Unterlängen zu hoch ausfällt, oder wenn umgekehrt Ober- und Unterlänge visuell nicht mehr von der x-Höhe zu trennen sind, hat das Auge Schwierigkeiten beim Erkennen von Buchstaben. Im umgekehrten Fall – Ober- und Unterlängen sind viel größer als die x-Höhe – taucht ein weiteres Problem auf: Details der x-Höhe verschwinden, während Ober- und Unterlängen zu sehr ins Auge fallen.

Condensed- und Italic-Schnitte haben das gleiche Problem – hier sind es jedoch nicht die vertikalen, sondern die horizontalen Proportionen, die sie für längere Texte schwer einsetzbar machen. Aufgrund der schmalen Innenräume liegen die auch sonst schmalen Buchstaben der Condensed-Schriften näher beieinander. Der Rhythmus zwischen breiten und schmalen Buchstaben wie m und i ist reduziert, was charakteristischere Formen voraussetzt.

Italic-Schnitte leiden am gleichen Problem, sie sind traditionell schmaler als normale Buchstabenformen. Zusätzlich haben besonders Antiqua-Italics außergewöhnliche Buchstabenformen (etwa Q, k, y oder z), da sie sich aus Handschriften entwickelten. Werden sie für längere Texte verwendet, stellt nicht nur ihre Enge ein Problem dar, auch die charakteristischen Formen können das Auge des Lesers vom Text ablenken.
 

Laufweite:
optimale Laufweite ist in der Regel für Lesegrößen in der Schriftdatei vom Typedesigner bereits voreingestellt -> optimaler Grauwert

Zeilenlänge
Beim Lesen eines Textes gibt es am Ende jeder Zeile eine Unterbrechung, das Auge wandert zum Anfang der nächsten Zeile. Sind die Zeilen zu lang, können Probleme beim Finden der Anschlusszeile auftreten, das Lesen wird zur Qual. Andererseits springt das Auge zu oft hin und her, wenn die Zeilen zu kurz geraten sind. Meist liegt das Glück in der Mitte: Zeilen mit 60 bis 80 Anschlägen sind für das Auge am angenehmsten.
 

Zeilenabstand
Aber nicht nur die Zeilenlänge, sondern auch Zeilenabstand ist hier wichtig zu beachten:
Feste Regeln für den perfekten Zeilenabstand bei einer Schrift oder Schriftgröße gibt es nicht. Allgemein kann man festhalten, dass Schriften mit einer Betonung der Horizontalen weniger Zeilenabstand als Schriften, die die Vertikale hervorheben, benötigen. Renaissance- und Barock-Antiquas und darauf aufbauende Serifenlose akzentuiren meistens horizontale Linien, während Klassizistische Antiquas und die sich daraus entwickelten Sans-Serifs eher vertikale Linien betonen.
Schriften mit einer großen x-Höhe benötigen ebenfalls mehr Durchschuss als Schriften mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen. In jedem Fall jedoch sollte der optische Zeilenabstand immer größer als der Wortzwischenraum sein, auch sollten sich Ober- und Unterlängen nicht berühren.

Zeilenlänge und Zeilenabstand bedingen sich gegenseitig:
Kürzere Zeilen brauchen weniger Durchschuss, da das Auge einen kleineren Sprung zur nächsten Zeile macht. Ist der Zeilenabstand zu groß, fallen die einzelnen Zeilen auseinander. Umgekehrt ist bei längeren Zeilen ein größerer Abstand vonnöten.
 

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Lesetypografie

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Ligaturen

Anmerkung zu den angehängten PDFs:

»Ich möchte jedoch anmerken, dass ae oe AE und OE zwar aus Ligaturen entstanden sind, jedoch heute eigenständige Buchstaben in einigen europäischen Sprachen sind. Analog zum ß. Auch das & entstand zwar aus dem et ist aber heute eine eigenständige Glyphe.«

AnhangGröße
PDF icon U10 Ligaturen.pdf1.48 MB
PDF icon u_10_ligaturen.pdf1.44 MB
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Satzarten

Blocksatz
Beim Blocksatz sind alle Zeilen gleich lang, dies wird durch eine Erweiterung der Wortabstände erreicht, so dass der Textblock eine einheitliche linke und rechte Achse besitzt. Auch wenn die Layoutprogrammen bei entsprechenden Voreinstellungen in der Regel bereits einen gleichmäßigen Blocksatz schaffen, muss er trotzdem bei einer typografische gewollten Qualität manuell bearbeitet werden. Nur dadurch können die Anzahl der Trennung verringert, die Sinnhaftigkeit von Trennungen erreicht und unschöne Löcher im Textblock verhindert werden.

Die letzte Zeile des Blocksatz ist in 99% der Fälle links ausgerichtet, aber auch eine rechts oder zentriert ausgerichtete letzte Zeile sind möglich; einzustellen in den Voreinstellungen des Layoutprogramms. Die Gefahr beim Blocksatz sind zu kleine Zeilenbreiten (unter 50 Zeichen/Zeile), da sonst wieder zu große Löcher im Textblock entstehen und so die Lesbarkeit beeinträchtigt.

Erzwungener Blocksatz

Jede Zeile, auch die Ausgangszeile mit nur wenigen Wörtern wird über die ganze Zeilenbreite ausgetrieben und die Wörter auseinandergerissen. Typografisch gesehen ein Unding und sollte nicht verwendet werden.
Headlines sollten zudem nicht im Blocksatz gesetzt werden.

Flattersatz
Es gibt rechts- und linksbündigen Flattersatz. Die Flatterzone sollte max. 1/5 der Zeilenlänge betragen. Treppen und trichterförmige Löcher sollten am Zeilenende vermieden werden.

Im Gegensatz zum Blocksatz sind beim Flattersatz die Wortzwischenräume immer gleich groß. Genau genommen ist ein Flattersatz eine Satzart ohne Trennungen. Flattersatz mit Trennungen wird auch als Rausatz bezeichnet. Dabei sollten maximal drei Trennung direkt hintereinander folgen, zudem sollten es sinnvolle Trennungen sein. Ein rhythmischer Zeilenfall von abwechselnd langen und kurzen Zeilen wird angestrebt.

Linksbündiger Flattersatz entspricht unserer Leserichtung und verstärkt die Lesbarkeit.

Beim rechtsbündigen Flattersatz erschwert der unterschiedliche Beginn an der linken Seite die Lesbarkeit. Daher eignet sich diese Satzart hauptsächlich für kurze Texte, z.B. Marginalien, Bildlegenden und Subheadlines.

Mittelachsensatz (zentriert)
Satzachse in der Mitte, rhythmisches Flattern der Zeilen, Anwendung: Lyrik, Headlines, Plakate, Buchtitel, Urkunden, …

Formsatz
Formsatz ist ein künstlerisches und dekoratives Element und die Lesbarkeit steht nicht im Vordergrund Der »Textblock« nimmt dabei eine mehr oder weniger abstrakte Form (Kreis, Stern, etc.) an.
 

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Schriftauswahl

Für die Auswahl einer geeigneten Schrift gibt es viele Faktoren, die bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen.

  •  

    1. Textkategorie
      1. Headline
      2. Fließtext
      3. Bildlegende
      4. Fußnote
      5. Listen
    2. Textart
      1. Brief
      2. Gedicht
      3. Roman
      4. Zeitungsartikel
      5. ...
    3. Texttyp
      1. Narrativ (Erzählerisch)
      2. Deskriptiv
      3. Argumentativ
      4. Wissenschaftlich
      5. Fiktional
      6. Kindlich
    4. Medium
      1. Digital
        1. Mobile
        2. Monitor/Desktop
        3. E-Book-Reader
        4. PDF
        5. Beamer-Präsentation
      2. Print
        1. Zeitung
        2. Buch
        3. Plakat
        4. Flyer
    5. Material (Print)
      1. Ungestrichenes Papier
      2. Gestrichenes Papier
      3. Recycling-Papier
    6. Druckverfahren (Print)
      1. Siebdruck
      2. Offsetdruck
      3. Tiefdruck
    7. Zielgruppe (und deren Seh- und Lesegewohnheiten)
      1. Kinder
      2. Schüler
      3. Erwachsene
      4. Rentner
      5. Gut betuchte
      6. Akademiker
    8. Assoziation der Schrift
      1. historisch
      2. klassisch
      3. altertümlich
      4. modern

Schriftfamilien und Schriftsippen

Je umfangreicher einen Schrift ausgebaut ist, desto besser ist sie für umfangreiche Texte mit verschiedenen Textkategorien geeignet.

Gut ausgebaute Schriftenfamilien haben neben mehreren abgestuften Fontgewichten (light, normal, medium, bold, black, heavy etc.), dazu noch verschiedene Laufweiten (condensend, compressed, narrow etc.) und den dazu gehörenden Kursivschnitten.

Ideal für umfangreiche Projekte ist auch die Verwendung von Schriftsippen (type system oder superfamiliy). Das bedeutet, dass es von einer Schrift z. B. eine Serif- und eine Sans- Serif-Variante gibt, die den gleichen Schriftduktus besitzen. (Rotis, Lucida, Unit, etc.)

____________________________

 

Grundregeln der Schriftauswahl

Quelle: MEV Fit for Publishing 2/2006 „Grundregeln der Schriftauswahl“ S.10-11

 

  • gute Lesbarkeit (Größe, Zeilenlänge, Zeilenabstand)
    • Lesbarkeit = Die Zeit, in der man ohne Ermüdungserscheinungen einen Text erfassen kann.
    • Obere Hälfte des Buchstabens ist für Lesbarkeit der Schrift wichtiger
    • Auszeichnungen (Kursiv, Halbfette, …) erschweren die Lesbarkeit vor allem bei längeren Texten in diesem Schnitt
    • Kursive Schriftschnitte beeinflussen das Lesen nicht so sehr wie andere
    • In Versalien gesetzer Text ist um 12% schlechter lesbar
    • Schrift und Satz muss die Lust zum Lesen wecken
  • Beschaffenheit des Trägermaterials
  • Textfarbe
    • Negative Schrift ist um 11% schlechter zu lesen
  • Beziehung von Schrift und Textinhalt
    • Jedoch Inhalt nicht bildlich darstellen (mit Ausnahme von Logos)
    • Literarische/historische Texte können durch Schriftart dieser Epoche unterstrichen werden
    • Harte Fakten oder technische Themen: einheitliche, nüchtern wirkende serifenlose Schriften
    • Menschliche, emotionale Themen: Serifenschrift
  • Schriftmischung
    • Schriften aus einer Familie können beliebig gemischt werden
    • Faustregel: Nicht mehr als 2 oder 3 verschiedene Schriften verwenden
    • Mischen von Schriften derselben Gattung wirkt unschön (Times + Bodoni)
    • „Laufende“ Schrift passt nicht zu „statischer“
    • übereinstimmender Duktus oder sehr klar kontrastreich
    • Schriften, die mit derselben Technik gestaltet wurden, harmonieren (versch. Techniken: Zeichenfeder, Graviernadel, Breitfeder, Pinseltechnik, etc.)
    • Mischen von Kursiv- und Schreibschriften vermeiden
    • Je stärker der Größenunterschied, desto eher kann man von obigen Regeln abweichen

 

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Durchschnitt: 5 (1 Stimme)

Gliedern von Zahlen/Zahlengruppen

Das hier angefügte PDF ist ein Beitrag aus dem »Druck- und Medien-Abc« und erläutert die Gliederung von Zahlen und Zahlengruppen – z.B. Telefonnummern, Kontonummern – nach den Richtlinien für den Schriftsatz und der Regelung nach der DIN 5008.

  • Telefon-Nummer (Bsp.: 4 12 34 56)
    Je zwei Stellen von hinten abteilen, in der Regel mit einem Achtelgeviert (auch dreistellige Nummern). 
  • Telefon mit Ortskennzahl (Bsp.: (0 12) 3 45 01 23 oder 0 12 - 3 45 67 89)
    Kennzahl in runden Klammern, Schrägstrich oder Divis (Bindestrich) abgetrennt, die Klammer ist die häufigste und üblichste Form. Der Bindestrich kann schnell zur schlechten Lesbarkeit führen, vor allem, wenn noch eine Durchwahl folgt.
  • Telefon mit Durchwahl (Bsp 12 34-5 67 12 34 56-7 1 23 45-67 89  Nebenstelle folgt hinter Bindestrich. Die Nebenstelle wird auch je zwei Stellen von hinten abgeteilt. Nach dem Bindestrich wird neu angefangen.
  • Bankkonten 1 234 12 345 12 345 678             
    Je drei Stellen von hinten erhalten Zwischenraum  (Achtelgeviert), auch bei vierstelligen Konten.
  • Bankleitzahlen 123 456 78  
    Einmal zwei Stellen und einmal drei Stellen von hinten abteilen.
  • Postfach 12 34 1 23 45 12 34 56
    Je zwei Stellen von hinten abteilen (ab vier Stellen).
  • Postgiro 123 45-678
    Nur einmal zwei Stellen von hinten abgeteilt, dann folgt ein Bindestrich (ohne Zwischenraum) und danach eine dreistellige Zahl.
  • Geldbeträge 88,– EUR 26,50 EUR
    Gerundete Summen werden oft durch einen Nullersatzstrich in Halbgeviertlänge (Gedankenstrich) dargestellt. Beträge mit Dezimalstellen werden durch ein Komma unterteilt.
  • Stunden und Minuten 11.55 Uhr
    Werden mit einem Punkt unterteilt. Falsch ist ein Doppelpunkt!
  • Datumsangabe 28. 2. 1963 28. Februar 1963
    Auf den Punkt folgt ein Abstand von mindestens einem halben Wortzwischenraum. Der Tag und Monat wird als Einzelziffer und nicht 02 dargestellt. Eine elegante Alternative ist die Ausschreibung des Monats. Hier folgt auf den Punkt und auf den Monat ein ganzer Wortzwischenraum. 
  • Zusammenfassung 10-kg-Gebinde
    Müssen Zahlen, Einheitsbezeichnungen und Text zusammengefasst werden, sind diese durch Bindestriche zu verbinden. 
  • Maßeinheiten 562 kg 67 mg 3mm
    Die Abkürzung der Maßeinheit wird durch ein Viertelgeviert von der Zahl getrennt. 
  • Dezimalzahlen 4 080 100 000 1 122 400
    Erhalten von rechts beginnen, in Dreiergruppen eine Unterteilung ( Achtelgeviert)
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Gliederung von Texten

Es gibt viele typografische Möglichkeiten, einen Text übersichtlich und lesefreundlich zu gliedern.

Überschriften
Die Aufgabe von Überschriften ist es, dem Leser die Textstruktur zu verdeutlichen und verständlich zu machen. Sie kündigen den folgenden Inhalt an oder fassen ihn zusammen. Durch ihre hervorgehobene Position oder Auszeichnung dienen sie der Leseführung.
Oft gibt es eine hierarchische Gliederung von Überschriften unterschiedlicher Kategorien. Diese Gliederung muss leicht verständlich sein und konsequent durchgeführt werden. Das kann durch unterschiedliche Schriftgrößen geschehen, die oft zusätzlich mit verschiedenen Schriftschnitten kombiniert werden.
Bei wissenschaftlichen Texten ist der Überschrift oder Zwischenüberschrift oft auch eine (meist arabische, aber auch römische) Ordnungszahl vorangestellt, die den Text in einen bestimmten Zusammenhang bringt und die Zugehörigkeit zu einem Kapitel anzeigt.

Absätze
Absätze können durch die Ausgangszeile gekennzeichnet sein, die meist nicht über die volle Satzbreite geht. Vor allem bei Texten im Flattersatz ist das aber ein optisches Problem, da alle Zeilen unterschiedlich lang sind.

Zusätzlich kann man die einzelnen Absätze optisch mit einem Zwischenraum trennen, dessen Abstand sich deutlich vom optischen Zeilenzwischenraum abheben sollte. Eine ganze Leerzeile wirkt dabei meistens zu groß, so dass der Text »auseinander gerissen« wird.

Der Nachteil der Verwendung eines Zwischenraums ist, dass viel Platz verloren geht und der Text nicht sehr ökonomisch gesetzt werden kann. Daher werden Abstände oft nur vor und nach (Zwischen-)Überschriften verwendet. Die erste Zeile eines Absatzes mit einem Einzug (der in etwa die Größe von einem Geviert hat) zu versehen, ist eine platzsparende Möglichkeit.

Außerdem gibt es die so genannten hängende Einzüge, die genau umgekehrt funktionieren: Der gesamte Absatz - bis auf die erste Zeile - wird eingezogen.

Zitate und andere Texteinschübe
Vor allem im Zeitschriften- oder Zeitungssatz wird häufig mit Texteinschüben gearbeitet. Dabei werden Zitate oder andere Inhalte aus dem Fließtext optisch herausgenommen. Dies kann durch einen größeren Texteinzug (links, rechts oder an beiden Seiten) oder einen größeren Abstand vor und nach dem Text geschehen, auch mit Randlinien, Kästen oder farbliche Hinterlegungen. Zusätzlich können Auszeichnungen genommen werden, die im Fließtext noch nicht verwendet wurden.

Fuß- und Endnoten
Der Unterschied zwischen Fuß- und Endnoten erklärt sich schon durch ihren Namen: Fußnoten stehen am Fuß einer Seite, Endnoten am Ende eines Kapitels oder des gesamten Buches. Sie sind ergänzende Hinweise, die entweder Quellenangaben oder zusätzliche Textinformationen enthalten können.Zur Kennzeichnung verwendet man so genannte Verweiszeichen. Meist sind es Ziffern, die als Index hochgestellt werden, seltener Buchstaben oder Sonderzeichen, wie beispielsweise *.

Der Nachteil bei diesen Zeichen ist, dass man sie nur ein- oder zweimal pro Seite nehmen kann, denn ihre Aneinanderreihung nimmt viel Platz in Anspruch und ist nicht übersichtlich. In jedem Fall sollten Verweiszeichen einheitlich und konsequent verwendet werden.Typografisch sollten sie sich unauffällig in den Textfluss einfügen, so dass der Leser sie erst dann sieht, wenn er an der entsprechenden Stelle angelangt ist.

Marginalien
An den Rändern angeordnete kurze Zusatzinformationen wie Literaturhinweise oder Gliederungshinweise.

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Durchschnitt: 4.8 (5 Stimmen)

Mikrotypografie – Auszeichnungen

Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, Auszeichnungen von Textstellen vorzunehmen – aktive und integrierte bzw. laute und leise. Allgemein sollte man mit Auszeichnungen sparsam umgehen, da sie sich sonst gegenseitig die Wirkung nehmen und der Leser eher verwirrt als beim Lesen unterstützt wird.
Wenn viele Auszeichnungen nötig sind wie zum Beispiel im wissenschaftlichen Satz, müssen sie eindeutig sein und konsequent angewendet werden.

Versalsatz
Versalsatz meint Textabschnitte oder Begriffe, die nur in Großbuchstaben gesetzt werden. Dies Art der Auszeichnung ist nur für einzelne Wörter oder kurze Passagen geeignet, nicht für längere Texte. Das liegt unter anderem daran, dass Versalsatz schlechter lesbar sind als gemischter Satz, weil das Auge keine unterschiedliche Buchstabenhöhe zur Orientierung hat.
Auszeichnungen in Versalien wirken meist größer und dunkler als der restliche Text. Um dem entgegenzuwirken, werden sie geringfügig kleiner gesetzt und leicht angesperrt.

Das »ß« ist seit 2017 auch offiziell als Großbuchstabe eingeführt. Daher ist sowohl da Versal-ß als auch die Doppel-S-Ersetzung zugelassen. Aber nicht alle Schriftarten verfügen über ein Versal-ß. Letztlich sollten typografische Aspekte darüber entscheiden, welche Variante gewählt wird.

Kursive Schrift
Die kursiven Schnitte waren ursprünglich eigenständige Schriften und weisen daher andere Proportionen und Formen auf als die geradestehenden Schnitte. Daher sollte man aus ästhetischen Gründen niemals die Schrift über die Software elektronisch schräg stellen (je nach Programm ist das auch gar nicht mehr möglich).

Abbildung

Zusätzlich kann es bei elektronischer Schrägstellung auch bei der Belichtung technische Probleme geben. Im besten Fall greift die Software auf einen vorhandenen Kursivschnitt zu, aber das Risiko einer Fehlbelichtung bleibt.
Englische Bezeichnungen für kursive Schriften sind »italic« und »oblique«. Der Unterschied ist, dass normalerweise »oblique« kursive Schriftschnitte ohne eigenständige Buchstabenformen meint. Diese Oblique-Schnitte kann es auch bei hochwertigen Schriften geben. Als Beispiel sind zum Vergleich hier die »alte« Frutiger und die »neue« Frutiger Next, die eigenständige kursive Buchstabenformen aufweist.

Kursive Auszeichnungen werden häufig für Zitate verwendet, im Buchsatz sind sie meist die einzigen Auszeichnungen und werden zur besonderen Betonung genommen (»Was hast du gesagt?«).

Kapitälchen
Kapitälchen sind Großbuchstaben auf Höhe der Mittellänge. Sie sollte man, auch wenn es in manchen Programmen möglich ist, nicht elektronisch erzeugen. In diesem Fall gibt es zwar keine technischen Probleme, aber da die Strichstärken unterschiedlich sind, wird das Schriftbild unruhig. Außerdem wirkt die Verwendung von diesen falschen Kapitälchen wie »gewollt, aber nicht gekonnt« und qualitativ minderwertig.

Abbildung

Für richtige, hochwertige Kapitälchen, die dem Grauwert des Fließtextes entsprechen, gibt es entweder eigene Schriftschnitte (SC – Small Caps), oder sie sind wie bei vielen OpenType-Schriften schon in den jeweiligen Schnitt integriert.
Als Auszeichnungen werden sie häufig in Literaturverzeichnissen etc. bei Personennamen verwendet.

Mager bis superfett
Die unterschiedlichen Schriftgewichte sind eine häufig verwendete Möglichkeit der Auszeichnung. Wie stark sich dabei die Auszeichnung vom Text unterscheiden soll, ist auch eine Frage der Textgattung – nicht alle Texte vertragen es, wenn einzelne Wörter oder Passagen den Leser förmlich »anschreien«, so dass man vom Rest des Textes nichts mehr mitbekommt.
Andererseits sollten Auszeichnungen mit unterschiedlichen Schriftgewichten so eindeutig vom Fließtext zu unterscheiden sein, dass man sie problemlos wahrnimmt.
Für die Zwischengewichte von normal bis halbfett (regular bis bold) und halbfett bis fett (bold bis black) gibt es im englischsprachigen Raum viele Bezeichnungen wie medium, demi oder semibold bzw. heavy.

Schriftweite
Eine Schrift sollte nicht verzerrt werden, das heißt manuell in ihrer horizontalen Ausrichtung geändert werden. Weil sich diese Änderungen nur auf die vertikalen Striche auswirken, bekommt man unterschiedliche Strichstärken und eine insgesamt unruhige und unschöne Anmutung.
Wird eine engere oder breitere Schrift gewünscht, ist es besser, auf die so genannten Condensed- oder Extended-Schnitte einer Schrift zurückzugreifen, da ihre Strichstärken der Ausdehnung angepasst sind.

Farbe
Farbe als Hervorhebung ist auffällig und muss daher sorgfältig überlegt eingesetzt werden.
Wird der Text gedruckt, können durch farbige Auszeichnungen technische Probleme entstehen: Pastelltöne, die sich aus CMYK zusammensetzen, werden aufgerastert und haben daher keine scharfen Kanten mehr. Je nach Rasterweite sind die Rasterpunkte auch sehr auffällig, so dass der Text schwerer zu lesen ist.
Außerdem kann es im Druck zu Passserdifferenzen kommen, die sich gerade bei feinen Elemente wie Schrift besonders störend auswirken können.

Schriftgröße
Die Wahl eines größeren Schriftgrades als Auszeichnungsmöglichkeit wird vor allem bei Überschriften verwendet. Im Fließtext kommt die Schriftgrößenänderung eher selten als Auszeichnungsart vor.

Unterstreichung
Einen Text zu unterstreichen oder zu sperren, um ihn hervorzuheben, sind Methoden, die aus technischen Gründen bei der Schreibmaschine verwendet wurden. Vor allem bei längeren Passagen sieht eine Unterstreichung störend aus, da die Linien mehr auffallen als der eigentliche Text.

Sperrung
Bei gesperrtem Text werden die Buchstaben auseinander gerissen. Beide Methoden werden heute nicht mehr verwendet, da es bessere Möglichkeiten gibt, Text auszuzeichnen.
 

Weitere Literatur:
https://www.typolexikon.de/mikrotypografie/

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Durchschnitt: 3 (1 Stimme)

Satzarten

  • Blocksatz
    - Schmalsatz darf nie als Blocksatz gesetzt werden- Satzwürmer vermeiden
    - mindestens 7 Wortabstände pro Zeile
    - idealer Spaltenabstand, Zwischenschlag = 4 mm
    - allgemeine Orientierung an der Schriftgröße, dem Schriftschnitt und dem Zeilenabstand
    - ideale Zeilenbreite:
    50-70 Zeichen pro Zeile (niemals weniger) für Print und max. 40 Zeichen für Non-Print
  • Mittelachssatz (zentrierter symmetrischer Satz)
  • Flattersatz
    - idealer Spaltenabstand, Zwischenschlag = 3 mm
    - allgemeine Orientierung an der Schriftgröße, dem Schriftschnitt und dem Zeilenabstand
  1. Rechtsbündiger Flattersatz
    nur für kurze Texte geeignet

     
  2. Linksbündiger Flattersatz
    - Treppen mit Ausdehnung nach außen oder innen vermeiden
    - keine Bäuche, wenn Rundformen entstanden sind muss anders umgebrochen werden
    - typografisch und sprachlich schlechte Trennungen müssen korrigiert werden
    - keine allein stehende Wörter
    - bei schlechtem Rhythmus die Länge der Zeilen differenzieren
    - keine einzelnen kurzen Zeichen sonst entstehen Löcher
    - zu kleiner Flattersatzbereich und zu großer Flattersatzbereich muss vermieden werden
    - regelmäßiger Rhythmus - kurz/lang oder lang/kurz halten
    - sprachlich unlogische Zeilenbildung vermeiden
  • Freier Zeilenfall
  • Formensatz
    Die Schrift umfließt Formen von Grafiken oder freigestellten Fotos, auch eher für kleine Textmengen geeignet.
  • Rausatz
  • Dramensatz
  • Gedichtsatz

 

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Schriftgrößen

Die Wahl der richtigen Schriftgröße hängt von Faktoren wie der Art und Menge des Textes, der Zielgruppe und der verwendeten Schrift ab. Daher ist es unmöglich, eine richtige Schriftgröße zu nennen, ohne alle diese Dinge zu kennen. Trotzdem gibt es eine grobe Einteilung in drei Größen mit entsprechenden Anwendungsgebieten.

Konsultationsgrößen (6 bis 8 pt)
Der Begriff drückt schon die Funktion dieser Schriftgrade aus: bei einer Konsultation holt man Informationen ein. So werden in Konsultationsgrößen kurze Texte gesetzt, die nicht zum längeren Lesen gedacht sind wie Artikel in Lexika, Namenslisten im Telefonbuch, Kleinanzeigen, Fußnoten, Beipackzettel etc.
Ein Beispiel für lange Texte in Konsultationsgrößen ist das sprichwörtliche »Kleingedruckte« bei Verträgen etc.

Lesegrößen (9 bis 12 pt)
Text, der zum längeren Lesen gedacht ist, sollte immer in dieser Größenordnung gesetzt werden, wobei 12 pt eher für Kinder- oder Seniorenbücher verendet werden. Diese Grade ermöglichen es, den Text einfach zu erfassen. Beispiele für Anwendungen sind Artikel in Zeitschriften, Bücher, Magazine und Zeitungen.

Schaugrößen (12-48 pt)
sollen Aufmerksamkeit des Lesers wecken (z.B. Headlines, Plakate)

Plakatgröße (ab 48pt)

aus größerer Entfernung sichtbar sein (z.B. Großplakate, Schilder)

 

Bewertung: 
5
Durchschnitt: 5 (1 Stimme)

Schriftklassifikation - Druckschriften nach DIN 16 518

  • Gruppe I - Venezianische Renaissance-Antiqua

- Achse der Rundungen stark nach links geneigt
- Strichdicken sind schwach differenziert
- Übergang zu Serifen stark ausgerundet
- Querstrich des kleinen e liegt fast immer schräg
- seit ca. 1470

  • Gruppe II - Französische Renaissance-Antiqua

- Achse der Rundungen stark nach links geneigt
- Strichdicken sind etwas stärker differenziert
- Übergang zu Serifen stark ausgerundet
- Querstrich des kleinen e liegt waagerecht
- seit ca. 1532

  • Gruppe III - Barock-Antiqua

- Achse der Rundungen leicht nach links geneigt oder senkrecht
- Strichdicken sind deutlich differenziert
- Übergang zu Serifen schwächer ausgerundet
- Querstrich des kleinen e liegt waagerecht, das Auge ist meist größer als bei der Renaissance-Antiqua
- seit ca. 1722

  • Gruppe IV - Klassizistische Antiqua

- Achse der Rundungen senkrecht
- zwischen Grund- und Haarstrich besteht ein klarer Kontrast
- Serifen haben keine (kaum wahrnehmbare) Kehlung
- seit ca. 1789

  • Gruppe V - Serifenbetonte Linea-Antiqua

- zu dieser Gruppe gehören Werbe- und Akzidenzschriften mit betonten Serifen
- sie sind in 3 Gruppen unterteilt

Va Egyptienne
- waagerecht angesetzte, rechteckige Serifen ohne Kehlung in der Stärke des Grundstrichs oder des dünnen Strichs

Vb Clarendon
- Serifen zum Stamm hin ausgerundet, enden rechteckig und sind etwas schwächer als der Grundstrich

Vc Italienne
- haben fette, gekehlte oder ungekehlte Serifen (Blockserifen), die immer stärker als der Grundstrich sind

  • Gruppe VI - Serifenlose Linear-Antiqua

- Schriften dieser Gruppe sind serifenlos
- Strichstärken sind annähernd gleich
- Grundformen sind entweder geometrisch oder gehen auf Antiquaschriften zurück
- Schriften ohne Serifen nennt man auch Groteskschriften
- seit ca. Mitte des 19. Jahrhunderts

  • Gruppe VII - Antiqua-Varianten

- zu dieser Gruppe gehören Antiqua-Schriften die den Schriftgruppen I bis VI, VIII und IX nicht zugeordnet werden können, weil ihre Strichführung vom Charakter dieser Gruppen abweicht
- den Kern der Gruppe bilden Versalschriften für dekorative und monumentale Zwecke

  • Gruppe VIII - Schreibschriften

- Druckschriften die aussehen, als wären sie mit der Spitzfeder, der Breitfeder, der Redisfeder, mit dem Flach- oder Rundpinsel geschrieben
(Laut DIN gehören die zur Drucktype gewordene Schul- und Kanzleischriften zu dieser Gruppe, also Nachahmungen der Kurrentschriften)
- bei vielen Schriften haben Buchstaben Verbindungsstriche, aber auch nicht verbundene Schreibschriften gehören zu dieser Gruppe

  • Gruppe IX - Handschriftliche Antiqua

- laut DIN gehören zu dieser Gruppe alle Schriften, die das Alphabet in einer persönlichen Weise handschriftlich abwandeln (von der Antiqua oder kursiv abstammend)
- wie bei Gruppe VIII sind die Schreibwerkzeuge zu erkennen
- Buchstaben sind nicht verbunden
- ein Antiqua-Alphabet muss erkennbar zu Grunde gelegt sein

  • Gruppe X - Gebrochenen Schriften

- diese Gruppe wird, wie die Antiqua-Schriften, in Untergruppen unterteilt - diese folgen zeitlich aufeinander

Gotisch, seit ca. 1445
Rundgotisch, seit ca. 1467
Schwabacher, seit ca. 1485
Fraktur
Frakturvarianten

- alle gebrochenen Schriften sehen aus, als wären sie mit der Breitfeder geschrieben
- Rundungen und Ecken sind gebrochen
- bekannteste Schrift ist wohl die Textura von Gutenberg

Frakturschriften ware bis ca. 1940 die Grundschriften der deutschen Sprache. Heute werden sie nur mehr als Auszeichnungs- oder Urkundenschriften verwendet.

  • Gruppe XI - Fremde Schriften

- in diese Gruppe gehören alle Schriften, die nicht lateinischen Ursprungs sind

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Schriftklassifikationen

Zu unterscheiden sind die Schriftgruppen laut DIN 16518 in 11 Gruppen:

1. Venezianische Renaissance-Antiqua
2. Französische Renaissance-Antiqua
3. Barock-Antiqua
4. Klassizistische Antiqua
5. Serifenbetonte Linear-Antiqua
6. Serifenlose Linear-Antiqua
7. Antiqua-Varianten
8. Schreibschriften
9. Handschriftliche Antiqua
10. Gebrochene Schriften
11. Fremde Schriften

So kann man sie am besten unterscheiden:

Gruppe 1: Venezianische Renaissance-Antiqua:
-kräftig ausgeprägte Serifen
-schräg angesetzte obere Serife
-meist schräg liegender Querstrich des ”e”

Gruppe 2: Französische Renaissance-Antiqua
-Serifen mit stark ausgerundeter Kehlung
-Querstrich des ”e” verläuft waagrecht
-deutliche differenz der Strichstärken (Grund- und Haarstriche)

Gruppe 3: Barock-Antiqua
-flache, fast ebene Serifen ohne Kehlung
-endungen in Tropfenform
Schattenachse steht beinahe senkrecht

Gruppe 4: Klassizistische Antiqua
- Kontrastreiches Erscheinungsbild durch ausgeprägte Unterschiede in Grund- und Haarstriche
-Waagrechte und sehr dünne Serifen ohne runde Übergänge
-senkrechte Schattenachse

Gruppe 5: Serifenbetonte Linear-Antiqua
-Ausgeprägte und betonte Serifen
-kaum Kontraste in den Strichstärken
-Grundstrichstärke, Haarstrichstärke und Serifenstärke ist oft gleich

Gruppe 6: Serifenlose Linear-Antiqua
-keine Serifen vorhanden
-wenig bis keinen Kontrast in den Strickstärken
-klare und meist abstrakte Grundformen

Gruppe 7: Antiqua-Varianten
-Sie können in keine Schriftklassifikation eindeutig eingeordnet werden

Gruppe 8: Schreibschriften
-Kleinbuchstaben sind untereinander verbunden
-gleichbleibender Schwungvolle Strichführung
-anscheinend mit Feder oder Pinsel geschrieben

Gruppe 9: Handschriftliche Antiqua
-Buchstaben sind nicht untereinander verbunden
-Handschriftlicher Charakter
-Wechselstrich

Gruppe 10: Gebrochene Schriften
-Strichführung der Breitfeder
-feine An- und Abstriche
-Serifen sind Rautenförmig/Quadratisch

Gruppe 11: Fremde Schriften
-Schriften aus anderen Ländern mit einem anderen Alphabet (z. B. Arabisch oder Chinesisch)

Video zur Einführung:
https://www.youtube.com/watch?v=TFnGPaTaKv0

 

 

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Systematik der Typografie

Hans Peter Willberg hat in dem Buch »Lesetypografie«die verschiedenen Arten von Buchtypografie und Lesearten sortiert und gekennzeichnet.

Lineares Lesen
Dabei wird klassisch von vorne nach hinten aufeinander aufbauend gelesen. Das beste Beispiel dafür ist ein Roman, aber auch andere, nur wenig optisch strukturierte Texte mit einer geringen Zahl an Abbildungen.
Zielgruppe sind Leser, die den Text freiwillig lesen und ihn durch entsprechenden Lesekomfort auch gerne lesen sollen.
Daher ist die Schrift zurückhaltend mit Größen von 8 bis 11 Punkt, 60 bis 70 Zeichen pro Zeile. Wenn Auszeichnungen verwendet werden, sind es in den Text integrierte, also Kursivschrift oder Kapitälchen.

Informierendes Lesen
Beim informierenden Lesen wird der Text zunächst nur überflogen, man sucht sich die interessanten oder wichtigen Stellen heraus. Ein gutes Beispiel dafür ist die Zeitung, aber auch viele Sach- bzw. Fachbücher.
Die Zielgruppe sind Leser, die sich schnell informieren wollen, ohne den ganzen Text zu lesen.
Aus diesem Grund wird der Text in übersichtliche Einheiten gegliedert, die kürzere Zeilenlängen als ein Buch aufweisen (45 bis 50 Zeichen) und zusätzlich stark in Abschnitte mit zusammenfassenden Überschriften strukturiert sind.
Es werden viele Auszeichnungen verwendet, auch aktive, damit die wichtigen Textelemente sofort auffallen.

Differenzierende Typografie
Differenzierende Typografie findet man häufig in wissenschaftlichen Büchern oder Lehrbüchern, wodurch sich auch die Zielgruppe von »Berufslesern« und Lesern von schwierigen Texten ergibt.
Auffälliges Merkmal sind viele, sehr unterschiedliche Auszeichnungen (kursiv, halbfett, Kapitälchen etc.) für die inhaltliche Textgliederung, die entsprechend gut ausgebaute Schriften erfordern.
Hierarchische Überschriften werden entsprechend ihres Stellenwertes ausgezeichnet.
Die Sonderform von differenzierender Typografie ist der Dramensatz.

Konsultierendes Lesen
Das Lexikon ist das klassische Beispiel für konsultierendes Lesen, bei dem die Leser schnell eine bestimmte Auskunft zu einem Thema haben wollen. Aber auch Fahrpläne, Programme aller Art, Nachschlagewerke etc. gehören in diese Gruppe.
Um das schnelle Auffinden zu erleichtern, wird mit Auszeichnung der Stichworte gearbeitet, je nach Art des Textes sind auch weitere Auszeichnungen (z.B. für Verweise) möglich. Die Schrift ist oft klein, aber gut lesbar.
Der Satz ist meist mehrspaltig, damit kurze Zeilenlängen erreicht werden und die Seite trotzdem gefüllt ist.

Selektierendes Lesen
Die Typografie für selektierendes Lesen betrifft vor allem Lehrbücher (auch Schulbücher) und andere Textgattungen, bei denen mehrere Ebenen auf einer Seite angeordnet werden müssen. Ein Geschichtsbuch kann zum Beispiel auf einer Seite eine Zeitleiste enthalten, informierenden Text, Zusatzinformation wie Augenzeugenberichte, Aufgabenstellung etc.
Daher müssen die unterschiedlichen Texte typografisch deutlich von einander getrennt werden, was durch verschiedene Textgrößen, Farben, Schnitte und weitere grafische Elemente (Kästen etc.) geschehen kann.
Vor allem bei Schulbüchern muss ein hoher Lesekomfort geboten werden, um die Schüler zu motivieren und sie nicht vom Lesen abzuhalten.

Typografie nach Sinnschritten
Sie richtet sich an Leseanfänger, bei denen der Text nach Sinn gegliedert werden muss, damit Zusammenhänge schnell erkannt werden. Auch Lehrbücher für Fremdsprachen gehören in diesen Bereich.
Typografische Mittel sind hierbei eine deutlich lesbare Schrift, ebenso nicht zu lange Zeilen, die allerdings nach inhaltlichen Gesichtspunkten (Satzzeichen, Pausen beim Sprechen etc.) umbrochen werden sollten.

Aktivierende Typografie
Bei der aktivierenden Typografie soll die Aufmerksamkeit des Lesers geweckt werden. Sie sollen dazu gebracht werden, den Text zu lesen, auch wenn sie es gar nicht wollen.
Anwendungsbeispiele sind in erster Linie Magazine, aber auch Schulbücher, Sach- und Geschenkbücher.
An typografischen Gestaltungselementen gibt es keine Einschränkungen, um den Leser neugierig zu machen und aufzufallen.

Inszenierende Typografie
Die inszenierende Typografie interpretiert den Text durch Auszeichnungen, verschiedene Schriftgrößen und -arten, Hoch- oder Tiefstellung von Wörtern und Sätzen, so dass der Inhalt durch die Gestaltung veranschaulicht wird.
Wie bei einem Theaterstück wird gezeigt, was der Autor gemeint hat (oder gemeint haben könnte), es werden Betonungen gesetzt und allein durch die Typografie Stimmungen vermittelt, Dialoge gekennzeichnet etc.
Zusätzlich können Gestaltungsmittel wie Formsatz verwendet werden oder weitere grafische Elemente (Rechtecke, Kreise,...).

(Hans Peter Willberg, Friedrich Forssmann: Lesetypografie, Verlag Hermann Schmidt Mainz, 1997, ISBN: 3-87439-375-5)

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Typografie und Gestaltung beurteilen (10 Kriterien nach Turtschi)

Gliederung
Ist die Aufteilung nach sachlichen Gesichtspunkten richtig und logisch?
Ist der Haupttitel am auffälligsten? Sind die Abstufungen der Titel in
einem vernünftigen Verhältnis? Sind die einzelnen Textgruppen, welche zusammengehören, als logische Einheit erkennbar? Sind keine großen optischen Konkurrenzierungen vorhanden? Sind gleichwertige Elemente gleich behandelt(z.B. Untertitel, Auszeichnungen,
Legenden)?

Kontrast
Ist das Verhältnis von unbedruckter zu bedruckter Fläche angenehm?
Beeinträchtigen die eingesetzten Farben die Lesbarkeit?
Welche flächigen Elemente wie Bilder, Grafiken, Illustrationen, Hintergrund-
töne wurden eingesetzt? Werden sie durch den Text ergänzt, verdrängt oder sagen Text und Bild dasselbe aus? Hat das Produkt eine Grau-in-Grau-Wirkung oder wirken dunkle und helle Elemente im Wechselspiel?

Schriftwahl
Passen die Schriften zum Produkt? Ist die Schriftgröße angepasst? Oder entstehen
im Blocksatz wegen zu großer Schrift oder zu geringer Spaltenbreite viele übergroße und damit unschöne Wortabstände? Welche Schriften sind miteinander gemischt? Sind sie aufeinander abgestimmt oder liegt ein Gemischtwarenladen vor? Sind die Schriften gut lesbar, zu weit oder zu eng laufend? Wie steht es mit dem Zeilenabstand? Sind die Auszeichnungen gut erkennbar?

Proportionen
Entspricht das gewählte Format den Anforderungen? Weist die Gestaltung Weißraüme auf oder ist alles vollgestopft? Gibt es in der Gestaltung Verhältniszahlen oder bewusste Konstruktionen, die man von Auge nachvollziehen kann? Sind die Abstände gleicher Elemente immer gleich? Sind optische Achsen erkennbar? Sind Tabulatoren in gleichen Abständen gesetzt oder wurden sie dem Zufall überlassen?

Originaltät
Springt die Gestaltung sofort ins Auge, ist sie unscheinbar gewöhnlich oder extravagant auffällig? Sind Effekte vorhanden? Ist die Gestaltung dem Lesepublikum angepasst (z.B. große Schriften für ältere Leute)? Was wurde getan, um den Inhalt schneller lesbar zu machen? (Visualisierungen)

Mikotypografie
Ist die Grauwirkung der einzelnen Textblöcke gleichmäßig oder wirken im Blocksatz Zeilen gesperrt? Sind die Wortabstände im Blocksatz regelmäßig oder die Schwankungen zu groß? Sind kritische Buchstabenpaare unterschnitten (Te, Wa usw.)?

Farbgebung
Passen die Farben zum Produkt? Wie sieht es mit dem Kontrast aus?
Besteht eine Disharmonie? Stechen die Farben stark hervor oder wirken sie begleitend?

Leseführung
Sind im Blocksatz nicht mehr als 3-4 Trennungen hintereinander? Wurde beim Flattersatz auf logische Silbentrennung geachtet? Erleichtern Einzüge das Lesen? Kommen Waisen- oder Hurenkinder vor? Kommen Trennfehler, logische/unlogische,
schöne/unschöne Trennungen vor? Sind Titel getrennt?

Vollständigkeit
Ist der Inhalt vollständig oder fehlt eine wichtige Information? Sind textliche
Anpassungen vorgenommen worden? Sind die richtigen Satzzeichen eingesetzt (Gedankenstrich, Devis, Anführungszeichen)? Sind keine doppelten Wortabstände da oder fehlen Wortabstände?

Bilder
Welche Rolle übernehmen die Bilder? Verdeutlichen oder kokurrenzieren sie den Text? Besteht eine einheitliche Linie oder zeigen die Bilder unterschiedliche Stilrichtungen? Wie steht es mit der Bildqualität aus?

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Typografische Fachbegriffe

 Hier einige typografische Fachbegriffe

 

  • Dickte: Breite eines Buchstabens inklusive Vor- und Nachbreite
  • Laufweite: Abstand zwischen den Zeichen einer Schrift
  • Mittellänge bzw. x-Höhe: Höhe der Kleinbuchstaben, die keine Ober und Unterlänge besitzen
  • Oberlänge: von der x-Linie zur H-Linie (Versalhöhe) bzw. zur k-Linie
  • Unterlänge von der Grundlinie (Schriftlinie) zur p-Linie (Unterlänge)
  • Versalhöhe: Höhe der Großbuchstaben (Die Höhe der Großbuchstaben kann kleiner als die Oberlänge sein, da Buchstaben wie das Minuskel-f über die Versalhöhe reichen können)
  • K-Linie: Linie am oberen Rand des k
  • Geviert: Quadratische Einheit eines Schriftkegels
  • H-Linie: Obere Begrenzung der Versalhöhe
  • Mittellinie / x-Linie: Obere Begrenzung der Minuskelhöhe
  • Grund-, Schriftlinie: Die gedachte Linie auf der die Zeichen einer Zeile stehen
  • p-Linie: Begrenzung der Unterlängen
  • Aufstrich / Haarstrich: Nach oben geführter Strich, meist die dünnste Linie im Buchstaben
  • Abstrich / Grundstrich: Nach unten geführter (meist dickerer) Strich
  • Tropfen: Runde Verdickungen am Ende eines Buchstabenstriches
  • Ligatur: Buchstabenverbindung
  • Punze (offene und geschlossene): Buchstabeninnenraum
  • Serife: häkchenartiges Ende eines Buchstabenstriches quer zu seiner Grundrichtung
  • Achse der Rundungen: gedachte Verbindung der dünnsten Strichstelle am "O" (senkrecht)
  • Minuskel: Kleinbuchstaben
  • Majuskel (auch Versalien): Großbuchstaben
  • Zeilenabstand: Der Zeilenabstand beschreibt den Abstand von einer Schriftgrundlinie zur nächsten Schriftgrundlinie.
  • Durchschuss: Raum zwischen Unterlänge einer Zeile und der Oberlänge der folgenden Zeile
  • Schriftgrad: Begriff aus dem Bleisatz= wird am Schriftkegel gemessen und bezeichnet den vertikalen Raum, den ein Buchstabe einnimmt-> heute redet man von Schriftgröße

 

Weiterführende Links:

http://www.cleverprinting.de/images/Clever_Typoposter1.jpg

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Typografischer Kontrast

Der Typografische Kontrast bezeichnet verschiedene Auszeichnungsarten bei der Schrift
(bold, Kapitälchen, kursiv, Farbe etc.) 

Kontraste nach Schriftarten (Gruppen der Schriftklassifikation oder unorthodoxere Unterscheidung wie modern, historisch, geometrisch, organisch etc.)

Kontraste im typografischen Layout (unterschiedliche Satzarten oder Zeilenabstände)

Schriftgrößen und Schriftfarbe als Kontrastdarstellung

 

Warum setzt man Kontraste in der Gestaltung ein?
z.B. als Blickfang, sie erleichtern das Auffinden von Informationen und vereinfachen das Lesen.

Gliederung von inhaltlich unterschiedlichen Textkategorien (Überschrift, Subheadline, Fließtext, Bildlegende)

 

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Zeichen in der Mikrotypografie

Neben Buchstaben gibt es noch weitere Zeichen, die in einem Text verwendet werden. Für sie sind Regeln festgelegt worden, deren Einhaltung die Voraussetzung für ein typografisch hochwertiges Gestaltungsmedium ist.

Satzzeichen
Punkt, Komma, Semikolon, Frage- und Ausrufezeichen, Anführungszeichen, Doppelpunkt etc. werden immer direkt und ohne Wortzwischenraum nach dem letzten Zeichen/Wort gesetzt. In manchen Fällen kann auch ein manueller Zeichenausgleich vorgenommen werden, wenn die Schrift schlecht gekernt ist und man einen im Vergleich zu den anderen Abständen größeren oder kleineren Raum zwischen Buchstaben und Satzzeichen hat.

Auslassungspunkte (Ellipse)
In vielen Schriften gibt es für die Auslassungspunkte ein besonderes Zeichen (alt + Punkt oder alt + 0133). Damit werden alle drei Punkte auf einmal gesetzt. Ist es nicht vorhanden, so muss man die Punkte einzeln mit manuellem Abstand setzen.
Werden am Wortende einzelne Buchstaben ausgelassen, stehen die Punkte an ihrer Stelle, d.h. direkt wie ein Buchstabe nach dem letzten Zeichen. Werden innerhalb eines Satzes ganze Wörter ausgelassen, werden die Punkte wie ein Wort behandelt, also mit Abstand gesetzt.

Apostroph
Die Verwendung des Apostrophs hängt eng mit der Grammatik der jeweiligen Sprache zusammen. Im Deutschen wird der Apostroph ausschließlich verwendet, wenn etwas ausgelassen wird, im Englischen wird u.a. auch das Genitiv-s mit einem Apostroph vom Wort getrennt. Je nach Sprache heißt es also »Michael´s Pub« oder »Michis Kneipe«. Für die Pluralbildung wird ein Apostroph gar nicht verwendet.
Ein Apostroph hat die Form eines Kommas, ist aber etwas kleiner. Falsch ist die Verwendung eines Akzentes oder Minutenzeichens.

Bindestrich (Divis)
Der Name nennt schon die Funktion dieses Striches: er verbindet. Vor allem bei zusammengesetzten Namen bzw. Begriffen wird er verwendet:

  • Hans-Jürgen
  • Nord-Süd-Stadion
  • A1-Plakat

Der lateinische Name Divis bezeichnet die zweite Funktion dieses kurzen Striches: er trennt Wörter am Ende der Zeile.

Gedankenstrich (Halbgeviertstrich)
Dieser Strich ist abhängig von der Schriftgröße ein halbes Geviert breit und hat unterschieldiche Funktionen:
In einem Text zeigt er – wie in diesem Beispiel – eine gedankliche Ergänzung an.
Außerdem wird der Halbgeviertstrich mit Wortzwischenräumen in der Bedeutung von »gegen« verwendet: Das Fußballspiel Andorra – San Marino ist unentschieden ausgegangen.

Ohne Wortzwischenräume bekommt er die Bedeutung »von … bis«, also 9.00–17.00 Uhr. Wird das Wort »von« verwendet, muss auch »bis« ausgeschrieben werden.

Minus
Das Minuszeichen im mathematischen Sinn ähnelt dem Gedankenstrich, ist aber leicht unterschiedlich, man erhält es in gesonderten mathematischen Schriften oder in gut ausgebauten OpenType-Schriften. Die Verwendung des Divis als Minuszeichen, das vor allem bei URL-Angaben genannt wird (»Superdesign minus online Punkt de«) ist falsch.

Geviertstrich
Der Geviertstrich wird im deutschsprachigen Raum so gut wie nie verwendet, dafür aber in englischen Texten als Kennzeichnung für eine gedankliche Ergänzung.

Anführungszeichen
In deutschsprachigen Texten gibt es zwei Möglichkeiten für die korrekte Verwendung von Anführungszeichen.
Zum einen stehen sie wie eine 99 Anfang unten und wie eine 66 am Ende eines Wortes bzw. Satzes oben. . Zollzeichen, Anführungszeichen aus dem englischen Sprachraum (66–99, beide oben) oder andere Varianten sind falsch.

Zum anderen gibt es die so genannten französischen Anführungszeichen (»Guillemets«). Sie zeigen mit den Spitzen nach innen auf das Wort zu. Sie sind unüblicher, aber sie sind für Fließtexte und auch Überschriften gut geeignet, da sie sich aufgrund ihrer Form besser in den Text einfügen. Ihre Form darf nicht mit doppelten »größer«- oder »kleiner«-Zeichen imitiert werden.

Ein Zitat innerhalb eines Zitates wird mit den dazu passenden einfachen Anführungszeichen gekennzeichnet: „Er schrie ‚Hurra"‘ …“ bzw. »Er schrie ›Hurra!‹...«

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Zeilenabstand

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, nämlich den kompressen und den durchschossenen Satz.

Kompresser Satz heißt, dass die Größe der Schrift und die Größe des Zeilenabstandes identisch sind (ein Text in 8 pt Schriftgröße hat also einen Zeilenabstand von ebenfalls 8 pt).

Der Begriff »durchschossener Satz« kommt noch aus der Bleisatzzeit, als man zur Erhöhung des Zeilenabstandes Metallstücke (Regletten) zwischen die einzelnen Zeilen gelegt hat.
Im Gegensatz zum kompressen Satz gibt es keine feste Größendefinition für den durchschossenen Satz. Wenn ein Text mit 8 Punkt Schriftgröße einen Zeilenabstand von 9 oder 11 Punkt hat, heißt es in jedem Fall »durchschossen«.

Auch gibt es keine genaue Regel, wie groß der Zeilenabstand sein muss, da das von der Schrift selbst, der Textart und der Zeilenbreite abhängt. Die in Programmen voreingestellten 120% der Schriftgröße sind zwar ein Richtwert, aber man muss es im Einzelfall entscheiden. Folgendes lässt sich jedoch als Anhaltspunkt sagen:

  • Je größer die Zeilenbreite ist, umso größer muss auch der Zeilenabstand sein.
  • Kurzer Text (Überschriften, Bildunterschriften o.ä.) benötigt weniger Zeilenabstand als Mengentext.
  • Schriften mit geringer Mittellänge, dafür ausgeprägten Ober- und Unterlängen benötigen mehr Zeilenabstand als Schriften mit hoher Mittellänge.
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3. Prüfungsgebiet: Ausgabedateien druckverfahrensorientiert erstellen: Farbmischung

Anleitung für das Wiki

In diesem Wiki könnt ihr gemeinsam Lerninhalte erstellen. Jedes Wiki ist direkt und für jeden angemeldeten User editierbar. Wenn bereits bei vorherigen Prüfungen Wikis zum Thema (manchmal auch nur Teilgebiete streifend) erstellt wurden, so werden sie unten verlinkt. Ansonsten einfach hier diesen Eintrag überschreiben und mit entsprechenden Inhalten füllen.

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Farbmischung

Additiv

RGB-Modell: Lichtfarben, Monitore, Scanner, Digitalkamera

RGB-Farben können frei ausgewählt werden, einfacher noch über das HSB-Modell.
Nicht druckbare RGB-Farben werden im Photoshop-Farbwähler mit einem Ausrufe-Zeichen gekennzeichnet.

Subtraktiv

CMYK-Modell: Körperfarben, Drucker, Druckmaschinen

CMYK-Farben mit mehr als 2-Bestandteilen bitte nicht selber mischen. Der Schwarzanteil muß auf das Druckverfahren abgestimmt sein.
Besser: Musterbücher verwenden oder RGB/L*a*b*/...-Farben von Photoshop oder einer Spezialsoftware umrechnen lassen.

Primärfarben (Erstfarben, Grundfarben)

Bestehen aus nur einer Farbkomponente.

Für die additive Farbmischung: R, G, B
Für die subtraktive Farbmischung: C, M, Y

Sekundärfarben 1. Ordnung

Mischung von zwei Primärfarben zu gleichen Anteilen

Für das RGB-Modell: C, M, Y
Für das CMY-Modell: R, G, B

Sekundärfarben 2. Ordnung

Mischung von zwei Primärfarben zu beliebigen Anteilen

Es ergeben sich beliebig viele Bunttöne.

Die Sättigung beträgt immer 100%

Tertiärfarben

Drei Primärfarben in beliebigen Anteilen.

Die Sättigung ist immer kleiner als 100%

Subtraktiv: Trend zur Verschwärzlichung
Additiv: Trend zu helleren Farben

Unbunte Farben

Key, Weiß, Schwarz, Grau aus reinen Farben, nicht aus anderen Farben beim Druck gemischt.

Buntgrau, Buntschwarz

Beim Drucken aus C + M + Y gemischt.

Autotypische Farbmischung, autotypisches Raster

Bei mehrfarbigen gerasteten Drucken gibt es parallel die subtraktive Farbmischung, wo die Rasterpunkte übereinander liegen und die additive Farbmischung, wo die Rasterpunkte nebeneinander liegen.

Komplementärfarben

liegen sich im Farbkeis gegenüber, ergänzen sich zu Unbunt (weiß, grau, schwarz).

 

Hier auch eine Seite von unserem Dozenten:

http://www.hannes-kraeft.de/pages/home/willkommen.php

Zusätzliche Quelle: http://knoll.ausbildung-dresden.de/farbmischung_0.htm

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Textoptimierte Version in Einfacher Sprache: 


Farbmischung

Man unterscheidet zwischen der additiven und der subtraktiven Farbmischung. 

Additive Farbmischung

Additive Mischung = Mischung von Lichtfarben

Die 3 Farben Rot, Grün und Blau im RGB-Modell sind Lichtfarben.

RGB-Farben können frei gewählt werden. Nicht druckbare RGB-Farben bekommen im Photoshop-Farbwähler ein Ausrufe-Zeichen.

Verwendung:

Monitore, Scanner, Digitalkamera


Subtraktive Farbmischung

Subtraktive Mischung = Mischung von Körperfarben.

Die 3 Farben Cyan, Magenta und Yellow im CMY-Modell sind Körperfarben.
Schwarz kommt als vierte Druckfarbe dazu (CMYK-System), damit die Kontraste klarer werden. Schwarz ist aber keine Primärfarbe.

Verwendung:

Drucker, Druckmaschinen

Hinweise:
  • CMYK-Farben mit mehr als 2 Bestandteilen bitte nicht selbst mischen!
  • Schwarzanteil muss auf das Druckverfahren abgestimmt sein.
  • Zum Umrechnen in CMYK-Farben Farbmusterbücher verwenden oder
  • RGB/L*a*b*/-Farben z.B. mit Photoshop umrechnen.


Primärfarben (Erstfarben, Grundfarben)

Primärfarben bestehen aus nur 1 Farbe.

Für die additive Farbmischung: R, G, B
Für die subtraktive Farbmischung: C, M, Y


Sekundärfarben 1. Ordnung

Mischung von 2 Primärfarben zu gleichen Anteilen.

Im CMYK-Modell sind die Sekundärfarben Rot, Grün, Blau:

M + Y = Rot
C + Y = Grün
C * M = Blau

Im RGB-Modell sind die Sekundärfarben Cyan, Magenta, Gelb: 

G + B = Cyan
R + B = Magenta
R + G = Gelb


Sekundärfarben 2. Ordnung

Das ist eine Mischung von 2 Primärfarben zu beliebigen Anteilen. Es ergeben sich beliebig viele Bunttöne. Die Sättigung ist immer 100%


Tertiärfarben

Das ist eine Mischung von 3 Primärfarben in beliebigen Anteilen. Die Sättigung ist immer kleiner als 100%

Additiv: Trend zu helleren Farben
Subtraktiv: Trend zu dunkleren Farben


Unbunte Farben

Unbunte Farben haben keinen Farbton und keine Sättigung.
Unbunte Farben sind Schwarz, Grau und Weiß.


Buntgrau, Buntschwarz

Diese Farben werden beim Drucken aus C + M + Y gemischt.


Autotypische Farbmischung, autotypisches Raster

Bei mehrfarbigen, gerasteten Drucken gibt es die additive und die subtraktive Farbmischung:

Additiven Farbmischung: Die Rasterpunkte liegen nebeneinander,
Subtraktiven Farbmischung: Die Rasterpunkte liegenübereinander.


Komplementärfarben

Diese Farben liegen sich im Farbkreis gegenüber.

 Wikimedia, CC-BY-SA

Mischt man die Kompementärfarben, ergeben sie ein neutrales Grau.

Jede Farbe hat nur 1 Komplementärfarbe.

Additive Farbmischung

Die Additive Farbmischung, auch Additive Farbsynthese oder Physiologische Farbmischung ist eine Theorie, welche die Änderung des vom Auge empfundenen Farbeindrucks durch sukzessives Hinzufügen eines jeweils anderen Farbreizes beschreibt (additiv = hinzufügend). Werden zum Beispiel die drei Primärfarben RotGrün und Blau „gleichmäßig“ (mithin in geeigneter Helligkeit) addiert, entsteht die Farbempfindung Weiß. Die Empfindung ist Schwarz, wenn die Summe Null ist (kein Licht). Die Summen aus zwei Primärfarben bewirken die Empfindungen GelbCyan und Magenta. Die Additive Farbmischung findet vorwiegend in Auge und Gehirn statt, weshalb sie auch Physiologische Farbmischung genannt wird.

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Subtraktive Farbmischung

Wenn Körperfarben sich mischen, vermindert sich die Lichthelligkeit. Das Mischbild entsteht durch Übereinanderlegen von lasierenden Farbmitteln, z.B. Druckfarben auf weißen Papier. Wo alle 3 Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb übereinanderliegen entsteht Schwarz. Wo 2 Farbschichten übereinanderliegen ergibt sich aus Cyan und Magenta die Farbe Blau, aus Cyan und Gelb die Farbe Grün. Aus Magenta und Gelb die Farbe Rot.

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4. Prüfungsgebiet: Computerarbeitsplatz und Netzwerke nutzen, pflegen und konfigurieren: Netzwerkkonfiguration

Anleitung für das Wiki
In diesem Wiki könnt ihr gemeinsam Lerninhalte erstellen. Jedes Wiki ist direkt und für jeden angemeldeten User editierbar. Wenn bereits bei vorherigen Prüfungen Wikis zum Thema (manchmal auch nur Teilgebiete streifend) erstellt wurden, so werden sie unten verlinkt. Ansonsten einfach hier diesen Eintrag überschreiben und mit entsprechenden Inhalten füllen.

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Netzwerk-Begriffe

File-Server:

  • Mittelpunkt eines Netzwerkes
  • Verwaltet den gesamten Datenbestand und stellt alle Daten und Programme bereit

Host:

  • Hostrechner erfüllen Kommunikationsaufgaben
  • zentrale Dienstleistungsrechner

Gateway:(Einfahrt)

  • ermöglicht die Kommunikation zwischen Rechnern, die in unterschiedlichen Datennetzen oder Datei-Diensten integriert sind (z.B. zwischen Compuserver bzw. BTX/T-Online und dem INTERNET)
  • Übersetzt unterschiedliche Netzwerkprotokolle
  • Verbindet LANs mit externen Netzwerkkonfigurationen oder WANs mit GANs

Repeater:

  • Gerät zur Signalverstärkung
  • wenn mit zunehmender Kabellänge die im Netzwerk gesendeten Daten zu schwach oder fehlerhaft den Empfänger erreichen.
  • Hauptsächlich bei Netzwerken der Bus-Topologie
  • Durch Repeater wird das Netzwerk in Segmente unterteilt

Bridge:

  • ermöglicht Netzwerkerweiterung (bezogen auf Kabellänge und Stationen-Anzahl)
  • Verbindung von LANs mit gleicher Netzwerktopologie möglich
  • Bridges erhöhen die Ausfall-Sicherheit des Netzwerkes

Router:

  • Entscheidet, welchen Weg die Daten nehmen
  • können Netzwerke auch unterschiedlicher Topologien miteinander verbinden
  • Unterstützt mehrere Protokolle (Multiprotokoll-Router)

Brouter:

  • Bridge-/Router-Kombination

Hub:

  • Knotenpunkt von Leitungen in einem sternförmig angelegten Netzwerk

SCSI:

  • Small Computer System Interface 10 base 2
  • Durchlaufstärke (10 Mbit/s) – Entfernung von den Geräten (200 m)
Bewertung: 
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Durchschnitt: 3 (1 Stimme)

Netzwerkkonfiguration

Grundlagen der Netzwerktechnik

Ein Netzwerk ist die physikalische und logische Verbindung von Computersystemen.

Ein einfaches Netzwerk besteht aus zwei Computersystemen. Sie sind über ein Kabel miteinander verbunden und somit in der Lage ihre Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Wie Daten, Speicher, Drucker, Faxgeräte, Scanner, Programme und Modems. Ein netzwerkfähiges Betriebssystem stellt den Benutzern auf der Anwendungsebene die Ressourcen zur Verfügung.

Die Datenübertragung kann grundsätzlich auf zwei Arten erfolgen. Entweder verbindungsorientiert oder verbindungslos.  Hierzu ein paar Erläuterungen zu Netzwerkarten:

 

  1. LAN (Local Area Network)

Die Ausdehnung dieser Gruppe an Datennetze ist einzig und allein auf ein Gebäude oder Firmengelände beschränkt - in der Regel beträgt damit das Netz etwa einen Kilometer an Reichweite.

 

  1. VPN (Virtual Private Network)

Ein VPN nutzt öffentliche Netzwerke (z.B. Internet) zum Übertragen privater (nicht öffentlicher) Daten. Bei der verschlüsselten Übertragung privater Daten in öffentlichen Netzen spricht man von Tunnel.

 

  1. WLAN (Wireless Local Area Network)

Kabelloses Netzwerk.

 

  1. MAN (Metropolitan Area Network)

MAN´s sind Datennetze die innerhalb von Städten liegen z.B. ein Verkehrsleitsystem.

 

  1. GAN (Global Area Network)

Weltumspannendes Netz

 

  1. Intranet/Internet

Heute unterscheidet man nicht mehr groß in WAN, GAN und LAN. Zur Bezeichnung von Netzen zu internen Kommunikation wird der Begriff Intranet vergeben. Sie kommunizieren über VPN-Tunnel - nicht autorisierte Nutzer haben keinen Zugang zu den Daten und Informationen.

Das Wort Internet wird heute als Überbegriff eines weltweiten Rechnerverbunden benutzt.

 

Vernetzungskonzepte

Zentralrechnerkonzept:

Zur Einwahl eines an einem Großcomputer genügt der Einsatz eines Terminals, bestehend aus Tastatur und Bildschirm, von denen aus eine interaktive Dialog mit dem Großrechner möglich ist. Die Bedeutung diesen Konzept hat abgenommen.

 

Peer-to-Peer-Konzept (P2P):

  • Kam mit der Entwicklung der PC´s (Peronal Computers)
  • Das Verbinden gleichwertiger Computer wird als Peer-to-Peer-Netz bezeichnet.
  • Kommen häufig im Privatbereich zum Einsatz
  • Für alle Betriebssysteme geeignet

 

Von "Peer-to-Peer" wird auch gesprochen, wenn Rechner über das Internet miteinander verbunden sind und einen gemeinsamen Dienst zur Verfügung zu stellen.

Das Prinzip besteht darin, dass jeder Rechner seine Dateien zum Download zur Verfügung stellt.

In einem Peer-to-Peer-Netzwerk ist jeder angeschlossene Computer zu den anderen gleichberechtigt. Jeder Computer stellt den anderen Computern seine Ressourcen zur Verfügung. Ein Peer-to-Peer-Netzwerk eignet sich für bis zu 10 Stationen. Bei mehr Stationen wird es schnell unübersichtlich. Diese Art von Netzwerk ist relativ schnell und kostengünstig aufgebaut. Die Teilnehmer sollten möglichst dicht beieinander stehen."

 

Client-Server-Konzept:

In diesem Rechnerverbund sind viele verschiedene Client-Rechner mit einem Server-Rechner verbunden. Das System dient der Aufgabenverteilung und ist in vielen Anwendungsbereichen zu finden. Es beruht auf mindestens zwei getrennten Softwareprogrammen mit unterschiedlicher Aufgabenverteilung.

Aufgabe dieses Konzepts ist zum einen die Datenverwaltung und zum Anderen die Benutzerverwaltung des Netzes. So können die Zugriffsmöglichkeiten auf Daten oder Programme für jeden Benutzer individuell gestaltet werden.

*Clients (Kunde/Auftraggeber)

Typische Funktionen eines Servers sind hierbei:

  • File-Server oder Datei-Server

Ein File- oder Datei-Server ist ein Computer, dessen typische Anwendung die zentrale Datenspeicherung ist. Server mit gemeinsam zu nutzbaren Daten, ggf. auch Programmen.

  • Print-Server

Server zum Ansteuern gemeinsamer Drucker, oft mit RIP (für Post-Script-Dateien)

  • Mail-Server

Selbsterklärend (zum verwalten von E-Mails)

  • Webserver

Server zum Bereitstellen von Inhalten für das World Wide Web

 

Netzwerktopologien:

*Topologie ist die Lehre der Lage und Anordnung geometrischer Gebilde im Raum

 

Bus-Topologie:

Diese Technologie spielt heute kaum noch eine Rolle. Bei einer Bus-Technologie werden alle Rechner, einschließlich des Servers, an eine zentrale Leitung - dem Bus - geschlossen.

 

Damit die Datensignale an den Enden nicht reflektieren, befinden sich dort Abschlusswiderstände (s.Abb.)

 

Pro

Contra

  • Einfache Installation
  • Begrenzte Leitungslänge
  • Geringer Verkabelungsaufwand
  • Schwierige Fehlersuche
  • Geringe Kosten
  • Häufige Datenkollision

-

  • Kompletter Netzausfall bei Unterbrechung des Busses
 
Das ist mehr oder weniger eine Zusammenfassung aus dem Kompendium - da gibt es auch noch einige Grafiken -  lest doch da einfach noch ein bisschen weiter.
 
Vermutlich sollte man auch wissen was ein Hub, Switch oder Bridge ist. Da die Aufgabenstellung tatsächlich sein könnte, dass man eine bestimmte Voraussetzung hat unter der man ein Netzwerk konfigurieren soll/muss.
 
Allgemein kann man sagen das Bus-Topologien eher untypisch ist.
Heute konfiguriert man mit einem Mix aus Stern und Baumstruktur, das wäre die Typologie der Neuzeit, Hubs und Bridges sind außerdem veraltet - also neigt man immer zu einem Switche - dieser hat den Vorteil mehrere Anfragen aufeinmal ab zu arbeiten. Hubs sind ergo "dumm".
 
Beispiel:
Ein Hub: Im Supermarkt ist nur eine Kasse offen, diese kann nur einen nach dem Anderen abarbeiten. Es bildet sich bei hohen Anfragen eine Schlange.
 
Ein Switch: Im Supermarkt gehen mehrere Kassen auf - die Schlange verteilt sich auf die Offenen Kassen.
 
Ein Router: Die Getränkemarktkasse macht auf - und schickt Leute die keine Getränke kaufen weg.
 
 
Ein Router adressiert und ist somit in der Lage zu sagen "Du darfst hier durch - du nicht" - Hubs und Switches sind nicht in der Lage dies zu entscheiden.
 
Wer Anregungen hat - gerne anfügen
 
 
 
 
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5. Prüfungsgebiet: Eine Website gestalten, erfassen und bearbeiten:
Farbcodierung

Anleitung für das Wiki
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6. Prüfungsgebiet: Bilder gestalten, erfassen und bearbeiten: Fotografische Einstellungen

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Kameraeinstellungen – Spiegelreflexkamera

I. Spiegelreflexkamera

Das Bild wird durch einen Umlenkspiegel auf die Mattscheibe der Kamera reflektiert. Das Bild sieht man entweder direkt durch den Lichtschacht oder durch ein Sucher-Okular über ein Pentaprisma. Größter Marktanteil sind die einäugigen Kameras. Zweiäugige haben ein extra Objektiv zum betrachten.

Das Motiv wird über den Sucher anvisiert, nach dem Auslösen schließt sich die Blende, Spiegel klappt hoch. Der Verschluss öffnet sich und der Film wird belichtet, danach schließt sich der Verschluss und der Spiegel klappt nach unten, Blick durch den Sucher wieder frei.

I.1. Funktionsweise einer Digitalen Spiegelreflexkamera

Sind alle Kameraeinstellungen (Schärfe, Belichtungszeit und Blende) vom Benutzer eingestellt und der Auslöser gedrückt geht es in der Kamera wie folgt weiter

Optische Projektion durch das Objektiv auf den Bildsensor

 

  •     Optische Filterung durch Tiefpass-, Infrarot- und Farbfilter (meist im Bildsensor integriert)
  •     Wandlung der Lichtintensitäten in analoge elektrische Signale in diskreten Stufen (Diskretisierung)
  •     Digitalisierung der Signale durch Analog-Digital-Wandlung (Quantisierung)
  •     Bildverarbeitung der Bilddatei:
            Umrechnung von Signalen in Helligkeiten
            Farbrekonstruktion
            Rauschunterdrückung
            Entfernen bekannter korrigierbarer Fehler des Bildaufnahmesystems (defekte Pixel,
            Übersprechen, Nachschärfen, Randlichtabfall, Verzeichnung, chromatische Aberration)
  •     Komprimierung der Bilddatei
  •     Speicherung der Bilddatei.

(Quelle: Wikipedia)

II. Kameraeinstellungen

II.1. Blende
Vorrichtung zum abhalten von Licht. Sitz im Objektiv zwischen den Linsen. Besteht aus mehreren Lamellen die eine mehr oder weniger kreisrunden Öffnung bilden ->Irisblende.
Je kleiner die Blendenöffnung, desto größer die Blendenzahl. Blendenzahl gibt an wie oft der Blendenöffnungsdurchmesser in die Brennweite des Objektivs passt. -> Internat.

Blendenreihe:
1; 1,4; 2; 2,8; 4; 5,6; 8: 11; 16; 22; 32; 45 .... Immer mal Wurzel 2.
Abstand zwischen zwei entspricht einer Blendenstufe. -> Blende 4 lässt doppelt soviel Licht rein wie Blende 5,6. 

Aufgabe der Blende:
reguliert die Beleuchtungsstärke in der Film/Sensorebene
Beeinflusst die Schärfentiefe
Beeinflusst je nach Objektiv die Abbildungsqualität (Bewegungsunschärfe bzw. Unschärfe durch Abbildungsfehler

II.2. Belichtung
Die Lichtmenge wird von Blende zu Blende verdoppelt, wenn immer gleich viel Licht einwirken soll.
Die Belichtungszeit ist die Intensität mal Zeit.
Große Blende = kleine Blendenzahl= kurze Belichtungszeit
Bei einer Änderung der Blende muss die Belichtungszeit angepasst werden.
Für die exakte Dauer der auf dem Film/Sensor einwirkende Lichtmenge sorgt der Verschluss.

II.2.1 Kameraverschlüsse
Hat die Aufgebe/Funktion die Dauer des Lichteinfalls auf den Film/Sensor zu begrenzen. Je länger der Verschluss offen ist, desto mehr Licht gelangt auf den Film/Sensor.

Internat. genormte Verschlusszeitreihe: 30, 15,8 ,4 2 ,1, 1/2, 174, 1/8, 1/15, 1/30, 1/60, 1/125, 1/250, 1/500, 1/1000, 1/4000, 1/8000.

Von einer zur nächsten Verschlusszeit ist es eine Zeitstufe. Bei 16 sek fällt doppelt so lange licht wie bei 8sek. Eine kurze Verschlusszeit mindert die Verwacklungsgefahr bei Aufnahme aus der Hand, mit einer langen Verschluss-/Belichtungszeit lassen sich bewusst Bewegungen durch Bewegungsunschärfen festhalten.

Einstellung „B“ :
Beliebig lange Belichtungszeit. Belichtungszeit aus der Hand ohne verwackeln liegt bei 1/30s bis zu 1/1000s.

1/ Brennweite in mm = Belichtungszeit in s ohne verwackeln

Sehr schnell bewegende Objekte muss eine kurze Belichtungszeit gewählt werden und ggf. die Kamera mit gezogen werden (Hintergrund wird verwischt, Objekt scharf).

Einstellung „S“:
Shutter Speed Priority (Verschlusszeiten Vorwahl Priorität) Man wählt die verschlusszeit vor, zb wegen freihandaufnahmen oder Darstellen von Bewegungen und die Kamera bestimmt den passenden Blenden wert.

Einstellung „A“:
( = Aperture Priority / Av- Einstellung / Aperture Value )Bei der Verwendung des A- Modus wird an der Kamera eine feste Blendeneinstellung gewählt ( Aperture Priority = Blendenpriorität ) und die Automatik wählt die zur korrekten Belichtung notwendige Belichtungszeit. Diese Einstellung wird auch Zeitautomatik genannt. Der Vorteil besteht darin, dass man die Schärfentiefe besser beeinflussen kann.

III. Blitz
III.1. Blitz auf den zweiten Verschlussvorhang:
Bei langsamer Verschlusszeit, Blitz wird unmittelbar vor dem Schließen des Verschlusses ausgelöst.
-> Bewegungsspur hinter dem Motiv

III.2. Stroboskopblitz:
Rasche Folge von Blitze. Der Verschluss bleibt während der Blitze geöffnet.
-> mehrere Bilder eines Ablaufes in einer Fotografie.

III.3.Verschiedene Aufnahmetechniken
Verwischung/Wischer: Objekt aufgrund zu langer Verschlusszeit verwischt dargestellt.
Mitziehen der Kamera (1/30 oder 1/60): Objekt scharf, Hintergrund verwischt.
Zeitreihe(Bildserie): Bildfolge von Bewegungsabläufen
Stroboskopblitz: Bewegung wird durch pulsierenden Blitz in einzelne Phasen zerlegt
Zoom-Aufnahme: Verwischung vom Objekt weg durch Ein-/Auszoomen
Blitzsynchronisation: Auf den zweiten Verschluss, leichtes Verwischen des Objekts

IV. Objektive
Normalobjektiv: 45-55° -> entspricht etwa Blickwinkel des Menschlichen Auges. Brennweite etwa Formatdiagonale

Großer Blickwinkel und großer Betrachtungsabstand = Weitwinkeleffekt, kleinere objekte. kleiner abstand, größere objekte als normal.

Normalbrennweite= Negativdiagonale.

Jedes Objektiv, dass bei gleichen Filmformat eine kürzere Brennweite hat, wird es zum Weitwinkelobjektiv und mit längerer Brennweite zum Teleobjektiv. Maßgebend für den Bildeindruck ist das Verhältnis zwischen Brennweite und Aufnahmeformat. Schärfentiefebereich ist umso kleiner, je länger die Objetktivbrennweite ist.

V. Schärfentiefe
Bereich der Schärfenausdehnung einer Aufnahme. Objektiv kann nur eine Ebene einwandfrei scharf wiedergeben, davor und dahinter wird unscharf abgebildet (Zerstreuungskreis). Der Objektpunkt auf dem das Objektiv wird entsprechend dem Auflösungsvermögen des Objektiv und Film/Sensor scharf abgebildet, der Objektivpunkt liegt dann auf der Schärfeebene. Punkte vor oder dahinter werden mehr und mehr als Scheibchen abgebildet.  Mit Verringerung des Blendendurchmessers verkleinert sich gleichmäßig der Zerstreuungs-Durchmesser. Punkte ausserhalb der Schärfeebene werden zunehmend als kleine Zerstreungsscheibchen abgebildet, sie erreichen irgendwann das Stadium bei dem sie als Punkt gelten können und werden „scharf“ abgebildet. Die Schärfentiefe nimmt beim Abblenden zu. Die Schärfentiefe ist von Brennweite und Entfernung abhängig.

V. Blooming:
Belichtungsproblem in der digitalen Fotografie. Überstrahlen sehr hellen Bildstellen, Scharfzeichnungsverlust in hellen Bereichen und unscharfe Lichthöfe an der Grenze von hell zu dunkel. Trotz richtiger Belichtung werden einzelne Sensorelemente überbelichtet, z.B. stark reflektierende oder aktive Lichtquellen. In den überbelichteten Sensorteile werden zu viele Elektronen freigesetzt die in benachbarte Elemente „überlaufen“. Tritt vor allem bei CCD Flächensensor auf.

VI. Weißabgleich
Lichtquellen haben verschieden starke farbige Strahlungsanteile. Der Kamerasensor analysiert das Licht objektiv auf seine Rot- Blau- und Grünanteile. I  Glühlampen licht variieren  die RGB Werte stark und das Bild bekommt einen gelb-rot stich.

Automatischer Weißabgleich in Kameras, funktioniert bei hellen unbunten FFlächen gut
Manuell durch Farbtemperatur Schätzung oder Messung
Kalibrierung durch fotografieren eines weißen Gegenstandes
    

Weiterführende Links

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7. Prüfungsgebiet: Daten für verschiedene Ausgabeprozesse aufbereiten Formularerstellung

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Online-Formular

Ein Online-Formular kann auf zwei Arten verschickt werden:

Einmal mit der „GET“ Methode dort werden die Daten in Form von Parametern an die URL angehängt und mit dieser sichtbar verschickt. Auf dem Server bzw. auch später im Browser kann auf diese Parameter zurückgegriffen werden. Nachteil: Die Daten sind im Browser sichtbar und es kann keinerlei Sicherheit gewährt werden, zudem können auch maximal nur 1000 Zeichen verschickt werde.

 

Zweite Methode wäre die „POST“ -Variante, dort werden die Daten mit Hilfe des http-Protokolls im Header der Daten übertragen. Dadurch sind diese für den User unsichtbar. Daten, die mit dem Post verschickt werden, können auch verschlüsselt werden. Neben Textdaten können auch binäre Informationen (z.B. Bilder) verschickt werden. Die Datenmenge ist nicht begrenzt.

 

Aufgaben eines Formulars

Mit Hilfe von Formularen können Informationen des Benutzers zum Webserver
übertragen und dort ausgewertet werden. Dieses zentrale Element interaktiver Webseiten ermöglicht beispielsweise:
Suchmaschinen
• Übertragen von Benutzerdaten z. B. Anschrift, Bankverbindung,
• Auswählen und Bestellen von Waren im Webshop,
• Kommunizieren über Gästebücher, Foren, Chats.

Während die Elemente eines Formulars in HTML geschrieben werden, ist
zur Verarbeitung der eingegebenen Formulardaten eine Skriptsprache wie JavaScript bzw. PHP erforderlich.

Für ein Online-Formular gibt es unterschiedliche Formular-Felder / Boxen:

Versteckte Felder sind für den Nutzer unsichtbar und dienen der Übertragung
von Informationen, ohne dass der Benutzer etwas eingeben muss.
Dies könnte beispielsweise die Bestellnummer oder der Preis eines bestellten
Artikels sein.

 

Gestaltung von Formularen

Pflichtfelder

Durchgesetzt hat sich die Methode, Pflichtfelder mit einem Stern (*) zu markieren.

Der Hinweis, dass es sich hierbei um ein Pflichtfeld handelt (Legende), sollte über den Textfeldern stehen. Sollte also vor der Eingabe seiner Daten zu lesen sein, da es sich bei dem Stern auch um optionale Eingabefelder handeln könnte.

Weniger ist mehr. Mit Pflichtfeldern ist natürlich gewissenhaft umzugehen. Datenpreisgabe ist für die Meisten nachwievor ein sensibles Thema.

Fehlermeldung

Das wichtigste: Gut sichbar unterbringen!

Der User muss sofort sehen, dass etwas nicht geklappt hat. Eine verständlicher Einzeiler sollte den User auf das Problem hinweisen.

Optimalerweise wird das fehlerhafte Eingabefeld markiert um den User schnell zum korrekten Abschicken des Formulares zu führen.

 

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PDF-Formular

PDF-Formular

PDF-Formule können direkt am Rechner ausgefüllt werden. Anschließend werden sie ausgedruckt und zurückgefaxt oder elektronisch an eine Datenbank z. B. als E-Mail-Anhang verschickt.

Formular erstellen
Zur Erstellung von PDF-Formularen stehen eine Reihe Werkzeuge und Feldtypen zur Verfügung. Das Layout wird durch ein einblendbares Gestaltungsraster im Menü Anzeige > Raster erleichtert. Die Grundeinsteilungen für das Layoutraster treffen Sie ebenso wie die Grundeinsteilungen des Formulars unter Menü Aerobat > GrundeinsteIlungen ...Unter Menü Formular > Neues Formular erstellen ... leitet Sie der Formular-Assistent durch die wichtigsten Schritt zum Formular.

Eine weitere und sehr komfortable Möglichkeit PDF-Formulare zu gestalten ist der Adobe LiceCycle Designer http://www.adobe.com/de/products/livecycle/designer/

Feldeigenschaften festlegen
Im jeweiligen Eigenschaftendialog definieren Sie die spezifischen Eigenschaften eines Formularfelds. Dazu gehören natürlich auch die Validierung und Berechnung von Formulardaten.
 

Formulardaten importieren
Das Importieren von Formulardaten können Sie ebenso wie das Exportieren als Aktion z. B. auf einen Button legen. Im Eigenschaften-Dialogfeld definieren sie den Import-Pfad.

Formulardaten versenden
Das Versenden von Formulardaten können sie als Aktion z. B. auf einen Button legen. Im Dialogfeld "Fomularauswahl senden" definieren Sie ...

  • die Zieladresse,
  • das Dateiformat und
  • welche Felder ausgelesen werden.

Export-Dateiforrnate

  • FDF, Form Data Format, ist ein Dateiformat, bei dem nicht das ganze Formular, sondern nur die Formulardaten als FDF-Datei versandt werden. Der Empfänger importiert diese Daten z. B. wieder in ein vollständiges PDF-Formular.
  • HTML, die Daten werden als HTMl: Datei exportiert.
  • XFDF, die Daten werden als XMl: Datei exportiert.
  • PDF, hier wird die gesamte PDF-Datei exportiert.

Gestalterische Aspekte bei der Formulargestaltung

• Eindeutigkeit. Der Nutzer muss erkennen können was er wo hinschreiben soll. Eindeutige Benennung der Buttons zum Beispiel für Abschicken oder Zurücksetzen/Abbrechen.

• Klare Lese- und Bearbeitungsrichtung

• Eindeutige Angabe von Pflichtfeldern.

• Klare Hierachie der anzugebenden Informationen

• Größe der Eingabefelder passend zu den abgefragten Informationen. Der User möchte seinen Eintrag auch z.B. bei langen Straßennamen u.a. zur Kontrolle auf einen Blick lesen können.

• Piktogramme sind oft allein nicht ausreichend und müssen zusätzlich mit Text erläutert werden

Vor- und Nachteile von PDF-Formularen
Vorteil:  Layout wird auf allen Systemen gleich dargestellt, dies spart Entwicklungskosten und die Kontrolle der Gestaltung. PDF-Formulare sind recht einfach mit Layout- und/oder Textverarbeitungsprogrammen zu erstellen. Zudem können sie auch offline ausgefüllt werden. Interaktive PDF-Formulare sind hilfreich beim Ausfüllen, da erläuternde Texte eingeblendet werden können.

Nachteil: Man benötigt den Acrobat reader als Zusatzprogarmm, was aber keine große Hürde mehr ist, da der Reader kostenlos ist und auch vielen System vorinstalliert ist. Barrierefreie PDF-Formulare sind aufwendiger als barrierefreie Online-Formulare zu gestalten.

Quelle: Kompendium Mediengestaltung Produktion und Technik 4. Auflage

Weiterführende Links

 

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