Gestaltung und Technik, Schwerpunkt Print

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U10: Musterseiten

Anleitung für das Wiki
In diesem Wiki könnt ihr gemeinsam Lerninhalte erstellen. Jedes Wiki ist direkt und für jeden angemeldeten User editierbar. Wenn bereits bei vorherigen Prüfungen Wikis zum Thema (manchmal auch nur Teilgebiete streifend) erstellt wurden, so werden sie unten verlinkt. Ansonsten einfach hier diesen Eintrag überschreiben und mit entsprechenden Inhalten füllen. Konkrete Aufgaben gemeinsam lösen oder besprechen könnt ihr zudem in der Lerngruppe.
https://mediencommunity.de/lerngruppe-mediengestalter-ap-sommer-2023

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U11: Farbkonvertierung

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Farbkonvertierung

Allgemein:

  • Farben müssen je nach Ausgabegerät, wenn Farbräume nicht übereinstimmen, konvertiert werden.
    Beispiel:
    Monitor: vorhandene CMYK-Daten werden zu RGB-Daten konvertiert
    Drucker: vorhandene RGB-Daten werden zu CMYK-Daten konvertiert
  • Da Farbärume unterschiedlich groß sind, kommt es zu Farbveränderungen bei der Konvertierung in einen anderen Farbraum.

Druckproduktion:

  • Farben müssen in ein entsprechendes CMYK-Farbprofil für das jeweilige Druckverfahren konvertiert werden.
  • Druckverfahren, Papierweiße, der maximale Farbauftrag, Punktzuwachs usw. müssen bei der Farbkonvertierung berücksichtigt werden.

Early binding:

  • CMYK-Farbraum wird bereits am Anfang der Produktion festgelegt.
  • Bei der Konvertierung in Photoshop kann auf Farbveränderungen durch die Konvertierung direkt reagiert werden.
  • Early binding empfiehlt sich nur wenn man bereits zu Beginn der Produktion weiß wie das Druckerzeugnis hergestellt wird.

Intermediate binding:

  • Im Layout wird noch mit RGB-Daten gearbeitet.
  • Die Farben werden erst bei der Erstellung der Druckdaten PDFs konvertiert.
  • Höhere Flexibilität und Ausgabesicherheit
  • Softproof ermöglicht das Simulieren der CMYK-Farben wodurch auf Veränderungen noch Einfluss genommen werden kann.

Late binding:

  • Im Layout wird noch mit RGB-Daten gearbeitet.
  • Farbkonvertierung der Druckdaten findet erst in der Druckerei statt.
  • Vorteil: Die Druckerei Konvertiert die Daten in das für die Produktion benötigte CMYK-Modell
  • Für dieses Verfahren würde das PDF/X-3 Format entwickelt.
  • Empfiehlt sich nur wenn Datenlieferant und Datenempfänger nach Norm arbeiten und wissen wie PDF/X-3, die RGB-Daten beinhalten, zu verarbeiten sind.
  • Im Idealfall ein Digitalproof anfordern um Farbveränderungen einschätzen zu können.
  •  

Profilierung und Kalibrierung
Profilierung und Kalibrierung gehören zusammen und die Profilierung baut auf der Kalibrierung auf.
Bei der Kalibrierung bezeichnet man die für ein Gerät (z.B. Scanner) oder ein Verfahren (z.B. Offsetdruck) notwendigen Grundeinstellungen. Diese Grundeinstellungen sichern die gleichbleibende Funktionsweise und somit die konstante Qualität über einen bestimmten Zeitraum.
Für einen Monitor ist beispielsweise die Einstellung von Weiß- und Schwarzpunkt, Kontrast und Helligkeit sowie Farbtemperatur für eine anschließende Profilierung entscheidend.
Das Ergebnis der Profilierung ist dann beim Monitor das ICC-Profil, welches mithilfe der Farbmesstechnik das Farbverhalten des Geräts oder Verfahrens beschreibt.

Rendering Intents

Es gibt vier Varianten (Rendering Intents) von Farbraumkonvertierung/Farbraumtransformation: 

Perzeptiv (wahrnehmungsorientiert):
-bei Farbbildern
-großer Farbraum in kleinen, Bsp.: RGB in CMYK
-Farben, die außerhalb des Zielfarbraums liegen, werden stark verschoben, Farben am Rand weniger stark, Farben im Innenraum leicht
-nicht-lineare Komprimierung

Farbmetrisch:
-für Proof
-Clipping-Vorgang: kleiner Farbraum in großen, Bsp.: Offset-CMYK in Proofer-CMYK
-der kleinere wird exakt im größeren abgebildet

Absolut farbmetrisch:
-Proofpapier hat andere Farbe als Auflagenpapier, Papierfarbe wird simuliert

Relativ farbmetrisch:
-Proofpapier hat Farbe des Auflagenpapiers (Auflagenpapier benötigt)

Sättigung:
-für Infografiken
-Skalierung des Quellfarbraums in Zielfarbraum
-relative Sättigung bleibt erhalten, Farbtöne verschieben sich
lineare Komprimierung
 

Weiterführende Links

http://www.publisher.ch/dynpg/upload/imgfile1088.pdf (zu Rendering Intents)

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Farbprofile verwenden

Gamut Mapping

Das Gamut Mapping ist die Transformation der Farbräume. Der Gamut (englisch:Tonleiter, Skala, Farbpalette) ist die Menge aller Farben, die ein Gerät (Monitor, Drucker, Scanner,Film) darstellen, wiedergeben und aufzeichnen kann.

Die wesentlichen Aufgaben des Colormanagement ist es, die Gamuts verschiedener Geräte so aufeinander abzubilden, dass möglichst wenige störende Farbverschiebungen und Abrisse entstehen


Profile Connection Space (PCS)
Die Kommunikation über die Farbe nuss in einem gemeinsamen Sprach- bzw Farbraum efolgen.

Dieser Farbraum sollte alle am Workflow beteiligten Farbräume umfassen und eine eindeutige Übersetzung zwischen den Frabräumen ermöglichen. Die XYZ, YXY und LAB-Farbräume erfüllen dieses Anforderung. Diese Farbräume umfassen alle für den Menschen sichtbaren und somit alle Prozessfarbräume.

Die ICC (International Color Consortium) und ECI (European Color Iniative)haben den LAB und den XYZ Farbraum als Referenzfarbräume festgelegt.

Das Gamut Mapping findet zwischen den Profilen in diesem Farbaum statt, dieser „Raum“ wird als Profile Connection Space bezeichnet. Das ICC-Profil stellt die Beziehung des individuellen Gerätefarbraums zum geräteunabhänigen PCS her.  Das im Betriebssystem integrierte CCM, Color Matching Modul, steuert die profilgestützte Farbverarbeitung. Durch die wahl des Rendering Intens legt man den jeweiligen Algorithmus fest.

Rendering Intent

Das Rendering Intent ist der Umrechungsalgorithmus der Farbraumtransformation. Welches Rendering Intent gewählt wird, ist von der Anwendung abhänig. Es wird zwischen vier Optionen unterschieden:

Perzeptiv ( auch fotografisch,wahrnehmungsorientiert)

Perzeptiv ist die standartmässige Rendering-Methode für RGB-Bilder mit sehr gesättigten Farben, die in CMYK konvertiert werden sollen. Bei der Transformation werde Farben, die weit außerhalb des Zielfarbraums liegen, sehr stark verschoben, Farben die am Rand liegen weniger stark. Farben die im Inneren des Zielfarbraums liegen werden nur ganz leicht verschoben.

- Transformation in einen kleineren Zielfarbraum,dabei wird der ursprüngliche Farbumfang komprimiert und auf die geringste Größe des Zielfarbumfangs zusammengedrückt

 

-> alle Buntheits- und Helligkeitsunterschiede werden geringer.

- Transformation in einen größeren Zielfarbraum, dabei wird der Farbbumfang ausgedehnt

 

-> alle Buntheits-und Helligkeitsunterschiede vergrößern sich.


Absolut farbmetrisch

Hier wird der Weißpunkt des Zielfarbraum an den Weißpunkt des Quellfarbraums angepasst. Die Papierfärbung wird also im geprooften Bild simuliert, diese Option kann man wählen, wenn das Proofpapier farblich nicht dem Auflagenpapier entspricht.

- Farben mit hohen untereinander unterschiedlichen Buntheiten sind nach der transformation gleichbunt. Bei sehr hellen und sehr dunklen Farben gehen entsprechen die Helligkeitsunterschiede verloren.

 

Bei der Wandlung von Logofarben wie HKS oder Pantone in CMYK wird absolut farbmetrisch z.b auch verwendet.


Relativ Farbmetrisch

Der Weißpunkt des Quellfarbraums wird auf das weiß des Zielfarbraums verschoben (Proofpapier entspricht dem Auflagenapier) Alle anderen Farben verändern sich in gleicher Richtung und Stärke, ihre Farbabstände bleiben untereinander gleich.


Sättigung

Hier werden kräftige Fraben auf Kosten der Farbtreue erstellt. Der Quellfarbenumfang wird in den Zielfarbenumfang skaliert, die realtive Sättigung bleibt erhalten.

- eignet sich für Infografiken, bei denen das Verhältnis zwischen den Farben weniger wichtig ist als leuchtende und satte Farben.

 

- die Priorität ist die Sättigung der Farben soweit wie möglich zu erhalten.


Transformation RGB zu CMYK

- oft wird das perceptual Rendering Intent benutzt, Buntheits- und Helligkeitskontraste sind gegenüber dem RGB Bild zwar deutlich abgeschwächt, aber das Bild sieht in sich schlüssig aus, es sieht richtig aus.

-Enthalten Bilder keine sehr bunten Farben, so kommt auch das relativ farbmetrische Rendering Intent in Frage, denn beim perceptual Rendering Intent kann es bei solchen Bildern zu unerwünschten

 

Modulations- und zeichenverlusten kommen, das Bild erscheint dann zu grau.

Bilddaten können nun unter Anwendung dieser ICC-Profile zielgerecht für ein Druckverfahren von RGB in CMYK „übersetzt“ werden. bei dieser Übersetzung werden Parameter wie druckzuwachs, druckfarbe, papierweiß usw. berücksichtigt

ICC-Profile

Profile sind Dateien, die den Farbumfang und die Farbwiedergabeeigenschaften von Erfassung- oder Ausgabegeräten oder -prozessen charakterisieren. Das Profil eines Scanners beschreibt, wie die Farben der Vorlage in RGB umgesetzt werden.

 

Ein Druckprofil beschreibt die Umsetzung von CMYK-Daten in gedruckte Farbe, ein Monitoprofil die Umsetzung von RGB-Daten in Farben auf dem Monitor.

Ein Profil beschreibt den selben Farbraum sowohl prozessabhänig als auch prozessneutral und setzt beide Beschreibungen zueinander in Beziehung.  Das Profil enthält die Informationen, die zur Transformation von Bilddaten aus einem Prozessunabhänigen Farbraum (RGB, CMYK) in einem prozessneutralen (CIELAB, CIE-XYZ) Farbraum gebraucht werden.

Das Internationale Color Consortium - ICC entwickelte die programm- und plattformübergeifende Anwendbarkeit von Profilen. Diese wird durch eine einheiltliche spezifikationv on Dateiformat und Inhalt gewährleistet.

Es gibt unzählige Profile für die verschiedenstens Bedruckstoffe. Viele Druckereien bieten auf ihrer Internetseite Profile zum Herunterladen an. Sind die Druckbedingunge nicht bekannt, so kann man Standart-Druckpofile der ECI ( European Color Initiative) nutzen, diese gelten für den Offset- und den Endlosdruck.



ISOcoatedv2.icc                      - Papiertyp 1 & 2, 115g/m² glänzend und matt holzfrei gestrichen,  
                                                    Bilderdruck z.B: Digitaldruck, Bogenoffset
ISOwebcoated.icc                   - Papiertyp 3, 65g/m² LWC, Rollenoffset z.B: Zeitschriften(GEO)
ISOuncoated.icc                      - Papiertyp 44, 120g/ m², ungestrichen, weiß, Offset
ISOuncoated-yellowish.icc    - Papiertyp 5, 120g/ m², ungestrichen, gelblicher Stich, Offset
ISOnewspaper.icc                  - Zeitungsdruck

 

Weiterführende Links

http://www.cleverprinting.de/freeloads.html

Sehr viele Infos über PDF und Colormanagement: "PDF/X und Colormanagement 2011" zeigt, welche Vorteile sich bieten, wenn die Möglichkeiten moderner Technologien und Arbeitsweisen konsequent eingesetzt werden. Auf 200 Seiten beschreibt das Handbuch, wie Druckdaten medienneutral – oder auch klassisch – erstellt werden.

 

 

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Farbprofiltypen (ICC)

Allgemein

  • ICC = International Color Consortium
  • Lösen das Problem der Farbabstimmung zwischen Ein- und Ausgabegeräten
  • Farbprofile sind genormte Datentabellen in denen die Farbcharakteristik beschrieben ist
  • z.B. Kamera, Monitor, Drucker, Scanner
  • der geräteneutrale CIELAB-Farbraum dient als Referenz-Farbraum und macht Farbmanagement möglich
  • der zugewiesene Farbraum eines Bildes sollte beim Öffen verwendet werden, kann aber in den eigenen Arbeitsfarbraum konvertiert werden
  • es ändert sich der RGB-Wert aber der Farbeindruck bleibt erhalten
  • die erzeugten ICC-Profile werden den Bilddaten beigefügt bzw. mit diesen verrechnet
  • Ziel: Farbgetreue Wiedergabe unabhängig vom Ausgabegerät

Vorteile

  • beibehalten des optimalen Arbeitsfarbraums
  • bilden Grundlage für farbverbindliche Reproduktion

Nachteil

  • bei der Konvertierung können verluste entstehen

Farbräume

LAB-Farbraum
  • geräteunabhängig, gleichabständig
  • er schließt alle Farben ein, die das menschliche Auge wahrnehmen kann
  • enthalten sind die Farben des RGB- und des CMYK-Farbraumes
  • Farbe ist durch Farbort mit den Koordinaten {L*, a*, b*} definiert
  • die Werte a* und b* geben Buntton und Buntheit zugleich an (rechtwinklige Anordnung)
  • Komplementärfarben stehen sich gegenüber
  • in der Mitte ist der Anteil der  Mischung gleich groß -> grau
CIE-Lab-Farbraum
  • Optimierung des Lab-Farbraums (auch geräteunabhängig)
  • orientiert sich an den physiologischen Eigenschaften der menschlichen Wahrnehmung und nicht an physikalischen Messgrößen ( Farbmetrik )
  • enthält alle potentiellen geräteabhängigen Farbspektren
  • ermöglicht verlustfreie Konvertierung
sRGB-Farbraum
  • kleiner als der Farbraum moderner Drucker o. Monitore
  • nur bedingt für Print-Workflow geeignet
Adobe RGB
  • guter großer Farbraum
eciRGB v2
  • empfohlener Arbeitsfarbraum

Gamut-Mapping

  • Farbraumtransformation

 

Weiterführende Links
http://farbe.wisotop.de/ICC-Profile-Profiltypen.shtml
http://www.colormanagement.org/de/isoprofile.html
http://farbe.wisotop.de/ICC-Profile-Aufbau.shtml

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Image icon <p>LAB_Farbraum.jpg</p>120.33 KB
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U12: Plakatwerbung

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Plakatgestaltung

Definition
Ein Plakat ist ein ein- oder mehrfarbiger, in der Regel mit Text und Bild gestalteter Papierbogen, der an einer geeigneten Fläche im öffentlichen Raum platziert wird, um eine Botschaft zu übermitteln.

Ziel und Funktion eines Plakats
Ein Plakat soll auffordern, mitteilen, informieren, überzeugen und auch provozieren. Fühlt sich ein Betrachter angesprochen, so vermag ein Plakat durch Text und Bild seine Entscheidungen zu beeinflussen.
Ein optimal gestaltetes Plakat spricht die Neugierde des Betrachters, sein Intellekt, aber auch unbewusst seine emotionale Seite an. Nicht zuletzt hängt die Reaktion des Betrachters auf das Plakat von seinen Interessen, Neigungen und insbesondere von seiner sozialen Lage ab.

Aufgabe von Plakaten

  • Aufmerksamkeit erregen (optischer Blickfang durch Form und Farbe)
  • einprägsam sein (originelle Motive und Texte)
  • interessant gestaltet sein (originelle Kombination von Schrift, Bild und Farbe)
  • eine klar gegliederte Botschaft bzw. Aussage haben


Bei der Gestaltung von Plakaten sind wichtige Gestaltungsgrundsätze zu beachten:

  • Zielgruppe festlegen
  • Richten Sie Ihre Botschaft immer an eine klar definierte Zielgruppe. Ein wirksames Plakat sollte entsprechend der festgelegten Zielgruppe gestaltet sein.
  • Schriftarten bestimmen
  • Die gewählte Schrift muss eine Fernwirkung erzielen, das heißt, sie sollte aus 2-3 m Entfernung noch lesbar sein.

Textauswahl und –positionierung
Informationen müssen leicht und schnell zu erfassen, einprägsam und überzeugend sein. Die Aussagen sollten daher kurz und bündig formuliert werden. Stichwörter und Schlüsselwörter erleichtern dem Leser das Erfassen der Botschaft. Integrieren Sie die Kernaussage auf dem Plakat in das Gesamtlayout. Positionieren Sie den Text nicht an den Rand des Plakatbogens. Schriftart und Farbe sind so zu wählen, dass sie im starken Kontrast zum Hintergrund stehen.
Farbwahl
Wählen Sie Farben, die mit der Botschaft in Einklang gebracht werden kann. Nutzen Sie Farben mit einem hohen Kontrastwert. (Fernwirkung; Aufmerksamkeit) Starke Farben sind in einem Plakat oft ein Blickfang.
Bildmaterial
Bilder sollen Botschaften visuell unterstützen. Sie müssen in einem direkten Zu-sammenhang zur Kernaussage des Plakates stehen. Das gewählte Bildmaterial soll das Plakat nicht überladen und den Betrachter verwirren. Die Lesbarkeit der Schrift darf nicht durch eine dominante Wirkung der integrierten Bilder beeinträchtigt werden.


Mögliche Checkfragen zur Plakatanalyse

  • Wie deutlich ist die Botschaft auf eine Zielgruppe bezogen?
  • Überzeugt die gestalterische Umsetzung in Bezug auf das Kommunikationsziel und die Zielgruppe?
  • Wie hoch ist der Grad an Glaubwürdigkeit/ I dentifikationsmöglichkeiten der Botschaft des Plakates für den Betrachter?
  • Wie hoch ist der Aufmerksamkeitswert des Plakates?
  • Ist die Gestaltung übersichtlich und verständlich?
  • Ist das Plakat originell gestaltet?

Bewertungskriterien von Plakaten

Bevor die Gestaltungsabsicht des Plakates umgesetzt werden kann, müssen im Vorfeld die genauen Anforderungen an eine Plakatgestaltung definiert werden.

  • Informationsgehalt
  • Schrift/Text/Textpositionierung
  • Zusammenhang Bildmaterial/Text
  • Farbauswahl
  • Format/Raumaufteilung
  • Originalität/Gestaltungsidee
  • Künstlerischer Gesamteindruck

Merkmale der Plakatgestaltung                                                                         

Die Wahrnehmung von Plakaten (bes. von Werbeplakaten für Produkte und Dienstleistungen) durch den Rezipienten vollzieht sich in schrittweise aufeinander aufbauenden Stufen, die in der sog. AIDA-Formel zusammengefasst sind:

passive

Rezeption

A ttention

Ein Plakat erweckt die erste Aufmerksamkeit

I  nterest

Das Interesse des Rezipienten sich näher mit den Plakat zu beschäftigen wird geweckt

D esire

Der Wunsch, das „angepriesene“ Produkt oder die Dienstleistung zu erwerben wird - im Idealfall - geweckt

aktives

Verhalten

A ction

Im Idealfall der Erwerb (Aktion) des Produkts oder der Dienstleistung – z.B. der Kauf einer Konzerteintrittskarte

Die Art der Rezeption erlaubt Rückschlüsse auf und Konsequenzen für die gestalterischen Gegebenheiten bzw. Entscheidungen.

Plakate im öffentlichen Raum (Litfaßsäulen, Gebäude, Straßen, Parkplätze usw.) unterliegen zahlreichen äußeren Einwirkungen: Art der Umgebung, Lichtverhältnisse, Witterungsverhältnisse, "Konkurrenz" anderer visueller Medien, teilweises Verdecken durch Personen oder Objekte usw. Die Summe dieser "Einwirkungen" und die nicht immer optimalen Rahmenbedingungen haben großen Einfluss auf die "Sichtbarkeit und Lesbarkeit" der Plakate. Hieraus folgen die wichtigsten zu berücksichtigenden Merkmale einer angemessenen Plakatgestaltung: 

1

Format/Größe

Grundsätzlich fällt ein großes Format eher auf. Aber: ein kleineres, sehr helles und farbintensives Plakat fällt eher auf als ein in dunklen Farben gestaltetes großes Plakat.

2

Farbe des Papiers/des Hintergrundes

Helle, nicht sehr getrübte Farben verwenden. Bei Einsatz dunkler Farben Punkt 3 und die unten stehenden Regeln beachten.

3

Kontraste

Starke Kontraste (z.B. Hell-Dunkel- oder Komplementärkontraste) fallen auf. Allerdings ist eine "Überfrachtung" der Kontraste zu vermeiden.

4

Größe und Auffälligkeit (Originalität) des Motivs

Wahl eines "ansprechenden" Motivs in der dem Format angemessener Größe. Originalität und Wiedererkennungswert sind anzustreben.

5

Titel/Slogan

Werbewirksamer "ansprechender" Slogan, z.B. als Erklärung, Frage oder „Antithese“.

6

Art und Größe der Schrift

Gut lesbare, dem Charakter des Plakats entsprechende Schrift wählen. Hierzu die unten stehenden Regeln beachten.

7

Fernwirkung/Lesbarkeit

Punkte 1 bis 6 haben große Auswirkung auf das Wahrnehmen des Plakats. Der Gebrauchszusammenhang (ob großformatige Städtewerbung oder meist in Gebäuden hängende kleine Plakate für z.B. eine literarischer Lesung) muss berücksichtigt werden.

8

Inhalte/Informationen

Angaben zum Produkt, Terminen, Orten usw. sind lesbar und an „exponierten“ Stellen des Plakats angebracht.

Weitere zu berücksichtigenden Aspekte und Regeln:

Dunkle Schrift auf hellem Untergrund hat eine bessere Fernwirkung als ihre „Negativ-Version“.

Hochformatige Plakate und damit kürzere Textzeilen sind besser zu „lesen“. Sie sind oftmals auch besser zu platzieren (z.B. in Geschäftsauslagen, auf Türen etc.)

Zu viele unterschiedliche Farbflächen (ohne inhaltlichen Bezug) sind zu vermeiden.

Zu viele unterschiedliche Schriftarten und Schriftgrößen und deren unterschiedliche Farbgebung sind zu vermeiden (Grundregel der guten Typografie!).

ein geordnetes Layout unterstützen die Lesbarkeit und Übersichtlichkeit.

Ein dynamisches Layout und entsprechende Typografie sollten in Einklang mit dem Inhalt und Charakter der Werbebotschaft stehen (sinnvoll kann aber auch eine „Antithese“ sein, z.B. ein überfülltes Warenregal als Motiv gegen die Hungersnot in der Welt).

Oft ist „weniger mehr“ ! Der bekannte Leitsatz kann Wunder bewirken: Motive oder Slogans den „Raum“ im Plakat gegeben wird, also frei stehen, fallen mehr auf als eine dicht gedrängte Gestaltung (zumal auf einer ohnehin überfüllten Plakatwand!).

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