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U1: Platzkosten

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U2: Zielgruppen (Sinus Milieus)

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Sinus-Milieu

Sinus-Milieu stammt aus dem Bereich Marketing und beschreibt soziale Gruppen der Gesellschaft sortiert nach geografischen, verhaltsbezogenen, soziodemografischen und psychiografischen Variablen. Hintergrund ist es an Hand von Sinus-Milieus Produkte zielgerichteter auf dem Markt zu etablieren bzw. zu platzieren.

Alle Gruppen die das Sinus Institut erstellt sind um die 10% groß. So ergeben sich 10 verschiedene Gruppierungen für die Bevölkerung. Diese Einteilung kann besonders bei der Findung einer Zielgruppe helfen.  Und die Zielgruppe hilft wiederum dabei die richtige Werbebotschaft für euer Produkt zu finden.

Stell dir beispielsweise vor, du hältst eine Präsentation vor einem Kunden und versuchst diesem deine Werbemaßnahmen zu verkaufen. Das Produkt ist eine besonders preisgünstige Milch. Nach deiner Einschätzung wird sich ein großer Teil der Zielgruppe im Nostalgisch-Bürgerlichen Millieu bewegen. Da dieses Millieu sich besonders nach alten Zeiten sehnt stellst du als Werbebotschaft die Traditionelle Arbeit im Milchbetrieb in den Vordergrund. Deine Headline ist Beispielsweise: Gute Milch aus bester Tradition.  Mithilfe des Sinus Millieus kannst du dem Kunden deine kreative Idee auf ein nachvollziehbares Fundament stellen, welches auch außerhalb der Werbeindustrie verstanden wird. 

Das Sinus Institut überarbeitet ihre Millieus in regelmäßigen Abständen um mit dem Wandel der Gesellschaft Schritt zu halten. Die folgende Auflistung stammt aus dem Jahr 2022 von der Webseite des Institutes: (http://www.sinus-institut.de)

1. Traditionelles Milieu
Die Sicherheit und Ordnung liebende ältere Generation: verhaftet in der kleinbürgerlichen Welt bzw. traditionellen Arbeiterkultur; anspruchslose Anpassung an die Notwendigkeiten; steigende Akzeptanz der neuen Nachhaltigkeitsnorm; Selbstbild als rechtschaffene kleine Leute

2. Konservativ-Gehobenes Milieu
Die alte strukturkonservative Elite: klassische Verantwortungs- und Erfolgsethik sowie Exklusivitäts- und Statusansprüche; Wunsch nach Ordnung und Balance; Selbstbild als Fels in der Brandung postmoderner Beliebigkeit; Erosion der gesellschaftlichen Führungsrolle

3. Nostalgisch-Bürgerliches Milieu
Die harmonieorientierte (untere) Mitte: Wunsch nach gesicherten Verhältnissen und einem angemessenen Status; Selbstbild als Mitte der Gesellschaft, aber wachsende Überforderung und Abstiegsängste; gefühlter Verlust gelernter Regeln und Gewissheiten; Sehnsucht nach alten Zeiten

4.  Prekäres Milieu
Die um Orientierung und Teilhabe bemühte Unterschicht: Dazugehören und Anschlusshalten an den Lebensstandard der breiten Mitte – aber Häufung sozialer Benachteiligungen und Ausgrenzungen; Gefühl des Abgehängtseins, Verbitterung und Ressentiments; Selbstbild als robuste Durchbeißer

5. Postmaterielles Milieu
Engagiert-souveräne Bildungselite mit postmateriellen Wurzeln: Selbstbestimmung und -entfaltung sowie auch Gemeinwohlorientierung; Verfechter von Post-Wachstum, Nachhaltigkeit, diskriminierungsfreien Verhältnissen und Diversität; Selbstbild als gesellschaftliches Korrektiv

6.  Adaptiv-Pragmatische Mitte
Der moderne Mainstream: Anpassungs- und Leistungsbereitschaft, Nützlichkeitsdenken, aber auch Wunsch nach Spaß und Unterhaltung; starkes Bedürfnis nach Verankerung und Zugehörigkeit; wachsende Unzufriedenheit und Verunsicherung aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung; Selbstbild als flexible Pragmatiker

7. Milieu der Performer
Die effizienzorientierte und fortschrittsoptimistische Leistungselite: globalökonomisches und liberales Denken; gesamtgesellschaftliche Perspektive auf der Basis von Eigenverantwortung; Selbstbild als Stil- und Konsum-Pioniere; hohe Technik- und Digital-Affinität

8. Konsum-Hedonistisches Milieu
Die auf Konsum und Entertainment fokussierte (untere) Mitte: Spaßhaben im Hier und Jetzt; Selbstbild als cooler Lifestyle-Mainstream; starkes Geltungsbedürfnis; berufliche Anpassung vs. Freizeit-Eskapismus; zunehmend genervt vom Diktat der Nachhaltigkeit und Political Correctness

9. Expeditives Milieu
Die ambitionierte kreative Bohème: Urban, hip, digital, kosmopolitisch und vernetzt; auf der Suche nach neuen Grenzen und unkonventionellen Erfahrungen, Lösungen und Erfolgen; ausgeprägte Selbstdarstellungskompetenz, Selbstbild als postmoderne Elite

10. Neo-Ökologisches Milieu
Die Treiber der globalen Transformation: Optimismus und Aufbruchsmentalität bei gleichzeitig ausgeprägtem Problembewusstsein für die planetaren Herausforderungen; offen für neue Wertesynthesen: Disruption und Pragmatismus, Erfolg und Nachhaltigkeit, Party und Protest; Selbstbild als progressive Realisten; Umwelt- und klimasensibler Lebensstil

 

Ab hier findet ihr eine etwas veraltete Einteilung, welche aber noch regelmäßig gelehrt wird:

_______

1. Konservativetabliertes Milieu
Das klassische Establishment: Verantwortungs- und Erfolgsethik, Exklusivitäts- und Führungsansprüche versus Tendenz zu Rückzug und Abgrenzung

2. Liberlintellektuelles Milieu
Die aufgeklärte Bildungselite mit liberaler Grundhaltung, postmateriellen  Wurzeln, Wunsch nach selbstbestimmtem Leben und vielfältigen intellektuellen Interessen

3. Milieu der Performer
Die multi-optionale, effizienzorientierte Leistungselite mit global-ökonomischem Denken und stilistischem Avantgarde-Anspruch

4. Expeditives Milieu
Die stark individualistisch geprägte digitale Avantgarde: unkonventionell. kreativ, mental und geografisch mobil und immer auf der Suche nach neuen Grenzen und nach Veränderung

5. Sozialökologisches Milieu
Idealistisches, konsumkritisches, konsumbewusstes Milieu mit ausgeprägtem ökologischm und sozialen Gewissen: Globalisierungs-Skeptiker, Bannerträger von Political Correctness und Diversity

6. Traditionelles Milieu
Die Sicherheit und Ordnung liebende Kriegs-/Nachkriegsgerneration: in der alten kleinbürgerlichen Welt bzw. in der traditionellen Arbeiterkultur verhaftet

7. Bürgerliche Mitte
Der leistungs- und anpassungsbereite bürgerliche Mainstream: Bejahung der
gesellschaftlichen Ordnung; Streben nach beruflicher und sozialer Etablierung, nach gesicherten und harmonischen Verhältnissen

8. Adaptivpragmatisches Milieu
Die mobile, zielstrebige junge Mitte der Gesellschaft mit ausgeprägtem
Lebenpragmatismus und Nutzenkalkül: erfolgsorientiert und kompromissbereit, hedonistisch und konventionell, starkes Bedürfnis nach „flexicurity“ (Felibilität und Sicherheit)

9. Prekäres Milieu
Die Teilhabe und Orientierung suchende Unterschicht mit starken
Zukunftsängsten und Ressentiments: Bemüht, Anschluss zu halten an die
Konsumstandarts der breiten Mitte als Kompensationsverscuh sozialer
Benachteiligunen; gerine Austiegsperspektiven und delegative/reaktive
Grundhaltung, Rückzug ins eigene soziale Umfeld

10. Hedonistisches Milieu
Doe Spaßorientierte moderne Unterschicht/ untere Mittelschicht: Leben im
Hier und Jetzt, Verweigerung von Konventionen und Verhaltenserwartungen
der Leistungsgesellschaft

 

 

Einen guten Überblick bietet das PDF vom Stern Verlag

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U3: Textintegration

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U4: Schriftcharakter

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Schriftcharakter

Schriftarten geben nicht nur den Textinhalt wieder, sondern durch ihre Buchstabenform, ihre Lage oder Gewicht visualisieren sie auch Emotionen und Assoziationen.

Eine feine Schreibschrift ist offensichtlich für einen Gerüstbauer oder Steinmetz ungeeignet. Oft ist die Sache aber nicht so klar.

  • Eine kursive Schrift steht durch den Neigungswinkel für Bewegung und Dynamik
  • Eine klassizistische Antiqua mit ihrer statischen Buchstabenformen steht für Seriosität aber besitzt durch die starken Strichkontraste aber auch eine edle Anmutung.
  • Serifenbetonte Schriften (Slab Serif) wirken in der Regel konstruierter, etwas gröber
  • Serifenlose Schriften werden in der Regel mit Begriffen wie modern, aber auch technischen Aspekten assoziiert.
  •  

Mögliche Fragen: 

• Wie wirkt eine Schrift, dynamisch, statisch, sachlich, emotional?

• Wie sind die Buchstamenformen, konstruiert, handschriftlich, etc. und wie wirkt dies?

 

Schriftwirkung:

runde schriften:
lebendig, funkelnd, ruhig, statisch, hochtrabend, verträumt
(Avantgard, Helvetica Rounded)

fette schriften:
dominant, traurig, laut, dramatisch
(Extrabold-Schnitte)

serifen-betonte schriften:
sachlich, anspruchsvoll in der verwendung

serifen-lose schriften:
kühl, nüchtern, modern, elegant
(Helvetica, Optima, Grotesk)

schreibschrift:
elegant, feierlich

gebrochene Schriften:
traditionell, historisch, würdevoll

 

Venezianische Renaissance-Antiqua: 

würdig, in sich ruhend, abgeklärt
-> klassische Literatur (Bibel, Gesangbuch,…)


 

Französische Renaissance-Antiqua:

würdig, in sich ruhend, abgeklärt -

> klassische Literatur (Bibel, Gesangbuch,…)


 

Barock-Antiqua:

spannungsreich, aufbauend, variable

-> Zeitung, Zeitschrift, Lexika, …


 

Klassizistische Antiqua:

klar, edel, spannungsreich

-> Urkunden, sachbezogene Literatur, künstlerische Bücher, Kataloge, …


 

Serifenbetonte Antiqua:

klar, konstruktiv, linienbetont

-> Gebrauchsanweisungen, Verpackungen, Preisschilder, technische Berichte


 

Serifenlose Antiqua:

sachlich, ruhig, konstruktiv

-> Formblätter, Handzettel, sachbezogene/technische Prospekte, Kataloge


 

Schreibschrift:

vornehm, persönlich, dynamisch

-> Glückwunschkarten, Schreiben mit persönl. Charakter


 

Gebrochene Schriften:

spannungsreich, traditionell

 

 

 

 

Mögliche Aufgaben:

1 Schriftpolaritätsprofile kennen
Welche Informationen lassen sich aus einem Polaritätsprofil herauslesen, das für eine Schrift erstellt wurde?

2 Schriftpolaritätsprofile bilden
Bilden Sie selbst Polaritätspaare für eine beliebige Schrift. Erstellen Sie danach einen Fragebogen und führen Sie dann eine Befragung zur Wirkung der gewählten Schrift durch und werten Sie diese aus.

3 Schriftanwendung praktizieren
Welche der folgenden Schriften passt zu einem Opernhaus: http://img.xrmb2.net/images/295880.png
Begründen Sie Ihre Wahl.

4 Schrift und ihre Wirkung verstehen
Grundlage eines jeden Kommunikationsdesigns ist die Schrift und ihre Aussage. Durch ihre Formensprache und dem sich daraus ergebenden Erscheinungsbild drückt jede Schrift bereits etwas aus. Nennen Sie Kriterien im Aussehen einer Schrift, die auf die Schriftwirkung direkte Auswirkungen haben.

5 Schrift und ihre Wirkung verstehen
Beobachen Sie bei sich selbst, welche Wirkungen Schriften beim Lesen oder Betrachten bei Ihnen auslösen. Wenn Sie dies bewusst über mehrere Tage praktizieren, werden Sie feststellen, dass Sie durch die Schriften, die in manchen Medienprodukten verwendet werden, emotional durchaus in die ein oder andere Richtung gedrängt (manipuliert) werden.

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U3: Schriftmerkmale

  • Grundstrich, Abstrich oder Stamm: nach unten führenden Strich eines Buchstabens
  • Aufstrich: den nach oben führende
  • Haarstrich: dünnste Linie des Buchstabens
  • Serifen: können gerade oder konkav geformt sein
  • Halbserifen= nur bei Großbuchstaben
  • Dachansatz: tritt nur bei Gemeinen auf
  • Kehlung: inneren Bogen in einer Serife
  • Punzen: offene/ geschlossene Buchstabeninnenräume
  • Querstrich: Horizontal oder Quer
  • Auslaufpunkte von gemeinen können unterschiedlich ausfallen (Tropfen, Kugel)
  • Schattenachse, Symmetrieachse, Rundungsachse: zwischen den Stellen mit geringer Strichstärke
  • Versalhöhe: Höre von der Schriftlinie zur Höhe der Versalien
  • Versaile: auch Majuskel; Großbuchstaben einer Schrift
  • Minuskel: Kleinbuchstaben, auch gemeine
  • Laufweite: Abstand zwischen den Zeichen un der Schrift
  • Dickte: Gesamtbreite eines Buchstabens
  • Fleisch: Leerraum links und rechts des Zeichens
  • Punzen: nicht druckender Bereich innerhalb eines Buchstabens
  • Schriftgrad: Größe der Schrift

Schriftklassifikationen 

  • Klasse 1: Venezianische Renaissance- Antiqua
  • deutliche Schrägstellung des Querstriches im kleinen e
  • Achse der Rundung nach links geneigt
  • Geringer Strichstärkenunterschied der Haar - und Grundstriche
  • Beispiel Schrift: Berkley Ad Style
  •  
  • Klasse 2: Französische Renaissance-Antiqua
  • größere Strichunterschiede in der Strichdicke
  • Waagerechte Stellung des Querstriches bei dem kleinen e
  • Übergang zu den Serifen ist stark aufgerundet
  • Beispiel: Garamond
  •  
  • Klasse 3: Barock Antiqua (Zeitungen, Lexika)
  • Unterschiede in der Strichstärke
  • Querstrich des e’s liegt waagerecht
  • Serifen weniger oder gar nicht aufgerundet
  • Rundungsachsen stehen nahezu senkrecht
  •  
  • Klasse 4: Klassizistische Antiqua (Urkunden, Jubiläen)
  • Die Achse der Rundung ist senkrecht
  • Serifen waagerecht angesetzt
  • Starke Unterschiede der Haar- und Grundstriche
  •  
  • Klasse 5: Serifenbetone Linear-Antiqua (Werbung, Plakate)
  • stark betonte Serifen
  • Gerade Linie bei Haar- und Grundstrich
  • Senkrechte Symetrieachse
  • Gerader Dachansatz
  •  
  • Klasse 6: Serifenlosen Linear-Antiqua
  • Grotesk
  • Keine Serifen
  • Strichstärke sind (annähernd) gleich
  •  
  • Klasse 7: Antiqua Varianten
  • Alle, die sich in keine Gruppe sortieren lassen
  • Dekorativ
  •  
  • Klasse 8: Schreibschriften
  • Wechselstrich
  • Pinsel-/ Federcharakter
  •  
  • Klasse 9: Handschriftliche Antiqua
  • handschriftlicher Charakter
  • Wechselstrich
  • Klasse 10: gebrochene Schriften
  • + weisen je nach Untergruppe mehr oder weniger Brechungen auf
  •  
  •  
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Schriftklassifikation (DIN 16518/1964 und Entwurf 1998)

Auch Schriften werden in Deutschland nach der Deutschen Industrienorm (DIN) klassifiziert und normiert. Die Schriftklassifikation nach DIN 16518 ist aus dem Jahr 1964 und trotz einiger Defizite, die sich durch die technische und gestalterische Entwicklung ergeben haben, noch heute gültig.

Gruppe I: Venezianische Renaissance-Antiqua
Sie entstand im 15. Jahrhundert aus den humanistischen Minuskel und man sieht den Buchstaben noch das Werkzeug, eine schräg angesetzte Feder, an. Die Achse der Rundungen ist nach links geneigt, Haar- und Grundstriche sind in ihrer Stärke ähnlich. Die Serifen sind ein wenig ausgerundet. Wichtiges Erkennungsmerkmal ist zudem der schräge Querstrich des »e«.

Gruppe II: Französische Renaissance-Antiqua
Sie ist der Venezianischen Renaissance-Antiqua ähnlich, hat jedoch ein ruhigeres und gleichmäßigeres Schriftbild. Deshalb sind diese Schriften häufig verwendete Lesetextschriften.

Gruppe III: Barock-Antiqua
Die Barock-Antiqua hat größere Unterschiede in der Strichstärke als die Renaissance-Antiqua. Die Rundungsachsen sind fast senkrecht. Die Serifen sind meistens oben schräg, unten gerade angesetzt und sind nur wenig ausgerundet. Der Name Barock-Antiqua ist jedoch etwas irritierend, wenn man an Barock in der Kunst denkt.

Gruppe IV: Klassizistische Antiqua
Mit der neuen Kupferstich-Technik Ende des 18. Jahrhunderts und auf der Basis der Spitzfeder entstanden neue Buchstabenformen. Die starken Strichstärkenunterschiede zwischen den Haar- und Grundstrichen sind charakteristisch. Die Serifen sind zudem meist im rechten Winkel angesetzt.

Gruppe V: Serifenbetonte Linear-Antiqua
Diese Schriften entstanden wie auch die serifenlosen Schriften im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Sie besitzen eine auffallende Betonung der Serifen. Haar- und Grundstriche unterscheiden sich nur wenig in ihrer Dicke.

Gruppe VI: Serifenlose Linear-Antiqua (Grotesk)
Hauptmerkmal sind die fehlenden Serifen. Haar- und Grundstriche unterscheiden sich nur wenig. Die Buchstabenformen und Proportionen der unterschiedlichen serifenlosen Schriften lassen sich aber eigentlich nicht ohne Untergruppen zusammenfassen, da sie von Anlehnung an Schriften der Renaissance- oder Klassizistischen Antiqua bis zu konstruierten Formen reichen.

Gruppe VII: Antiqua-Varianten
Zu dieser Gruppe gehören alle Schriften, die nicht eindeutig den anderen Gruppen zugeordnet werden können. Daher finden sich in der Gruppe VII viele dekorative oder Displayschriften, die hauptsächlich für kurze Texte wie Überschriften eingesetzt werden.

Gruppe VIII: Schreibschriften
In diese Gruppe gehören Schriften mit Schreibschriftcharater mit dem Merkmal, dass die Kleinbuchstaben untereinander verbunden sind.

Gruppe IX: Handschriftliche Antiqua
In diese Gruppe gehören Schriften, denen ihr handschriftlicher Charakter und evtl. auch das Werkzeug (zum Beispiel Pinsel) anzusehen ist. Im Gegensatz zu der Gruppe VIII sind die Buchstaben jedoch nicht oder nicht vollständig miteinander verbunden, die Buchstabenform muss auch nicht gleichmäßig sein, sondern wirkt eher »zufällig«.

Gruppe X: Gebrochene Schriften
Die Gruppe X ist in fünf Untergruppen gegliedert (Gotisch, Rundgotisch, Schwabacher, Fraktur und Fraktur-Varianten), spielt allerdings heutzutage eine untergeordnete Rolle. Hauptmerkmal aller Schriften dieser Gruppe sind die zum Teil oder vollständig gebrochenen Rundungen.

Gruppe XI: Fremde Schriften
Trotz aller stilistischen Unterschiede zählen alle Schriften nicht-lateinischen Ursprungs wie Griechisch, Kyrillisch, Chinesisch, Japanisch etc. zu dieser Gruppe, egal ob sie Groteskschriften sind oder eine eher klassizistische Anmutung haben.

Alternativen zur DIN 16518
In Frankreich, USA oder England gibt es andere Kategorien zur Schriftklassifikation als in Deutschland, die auch unterschiedliche Namen haben. Zum Beispiel heißt die Barock-Antiqua auf Englisch »Transitional«, und der Name beschreibt ihre Bedeutung als den Übergang von der Renaissance-Antiqua zur Klassizistischen Antiqua.
Auch für die DIN 16518 gibt es neue Entwürfe u.a. von denjenigen von 1998 (Siehe Tabellenübersicht), da die jetzigen Kategorien als veraltet gelten.
 

Abbildung

So richtig durchsetzen konnte sich allerdings keiner dieser Entwürfe, auch wenn es im »Kompendium der Mediengestaltung« so dargestellt wird. Nach wie vor gilt jedoch die Norm von 1964.

 

Weitere Ansätze zur Schriftklassifikation:
Schrift-Matrix von Wolfgang Beinert
Klassifikation nach Indra Kupferschmid

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U5: Website-Layout

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U6: Fotografische Einstellungen

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Kameraeinstellungen – Spiegelreflexkamera

I. Spiegelreflexkamera

Das Bild wird durch einen Umlenkspiegel auf die Mattscheibe der Kamera reflektiert. Das Bild sieht man entweder direkt durch den Lichtschacht oder durch ein Sucher-Okular über ein Pentaprisma. Größter Marktanteil sind die einäugigen Kameras. Zweiäugige haben ein extra Objektiv zum betrachten.

Das Motiv wird über den Sucher anvisiert, nach dem Auslösen schließt sich die Blende, Spiegel klappt hoch. Der Verschluss öffnet sich und der Film wird belichtet, danach schließt sich der Verschluss und der Spiegel klappt nach unten, Blick durch den Sucher wieder frei.

I.1. Funktionsweise einer Digitalen Spiegelreflexkamera

Sind alle Kameraeinstellungen (Schärfe, Belichtungszeit und Blende) vom Benutzer eingestellt und der Auslöser gedrückt geht es in der Kamera wie folgt weiter

Optische Projektion durch das Objektiv auf den Bildsensor

 

  •     Optische Filterung durch Tiefpass-, Infrarot- und Farbfilter (meist im Bildsensor integriert)
  •     Wandlung der Lichtintensitäten in analoge elektrische Signale in diskreten Stufen (Diskretisierung)
  •     Digitalisierung der Signale durch Analog-Digital-Wandlung (Quantisierung)
  •     Bildverarbeitung der Bilddatei:
            Umrechnung von Signalen in Helligkeiten
            Farbrekonstruktion
            Rauschunterdrückung
            Entfernen bekannter korrigierbarer Fehler des Bildaufnahmesystems (defekte Pixel,
            Übersprechen, Nachschärfen, Randlichtabfall, Verzeichnung, chromatische Aberration)
  •     Komprimierung der Bilddatei
  •     Speicherung der Bilddatei.

(Quelle: Wikipedia)

II. Kameraeinstellungen

II.1. Blende
Vorrichtung zum abhalten von Licht. Sitz im Objektiv zwischen den Linsen. Besteht aus mehreren Lamellen die eine mehr oder weniger kreisrunden Öffnung bilden ->Irisblende.
Je kleiner die Blendenöffnung, desto größer die Blendenzahl. Blendenzahl gibt an wie oft der Blendenöffnungsdurchmesser in die Brennweite des Objektivs passt. -> Internat.

Blendenreihe:
1; 1,4; 2; 2,8; 4; 5,6; 8: 11; 16; 22; 32; 45 .... Immer mal Wurzel 2.
Abstand zwischen zwei entspricht einer Blendenstufe. -> Blende 4 lässt doppelt soviel Licht rein wie Blende 5,6. 

Aufgabe der Blende:
reguliert die Beleuchtungsstärke in der Film/Sensorebene
Beeinflusst die Schärfentiefe
Beeinflusst je nach Objektiv die Abbildungsqualität (Bewegungsunschärfe bzw. Unschärfe durch Abbildungsfehler

II.2. Belichtung
Die Lichtmenge wird von Blende zu Blende verdoppelt, wenn immer gleich viel Licht einwirken soll.
Die Belichtungszeit ist die Intensität mal Zeit.
Große Blende = kleine Blendenzahl= kurze Belichtungszeit
Bei einer Änderung der Blende muss die Belichtungszeit angepasst werden.
Für die exakte Dauer der auf dem Film/Sensor einwirkende Lichtmenge sorgt der Verschluss.

II.2.1 Kameraverschlüsse
Hat die Aufgebe/Funktion die Dauer des Lichteinfalls auf den Film/Sensor zu begrenzen. Je länger der Verschluss offen ist, desto mehr Licht gelangt auf den Film/Sensor.

Internat. genormte Verschlusszeitreihe: 30, 15,8 ,4 2 ,1, 1/2, 174, 1/8, 1/15, 1/30, 1/60, 1/125, 1/250, 1/500, 1/1000, 1/4000, 1/8000.

Von einer zur nächsten Verschlusszeit ist es eine Zeitstufe. Bei 16 sek fällt doppelt so lange licht wie bei 8sek. Eine kurze Verschlusszeit mindert die Verwacklungsgefahr bei Aufnahme aus der Hand, mit einer langen Verschluss-/Belichtungszeit lassen sich bewusst Bewegungen durch Bewegungsunschärfen festhalten.

Einstellung „B“ :
Beliebig lange Belichtungszeit. Belichtungszeit aus der Hand ohne verwackeln liegt bei 1/30s bis zu 1/1000s.

1/ Brennweite in mm = Belichtungszeit in s ohne verwackeln

Sehr schnell bewegende Objekte muss eine kurze Belichtungszeit gewählt werden und ggf. die Kamera mit gezogen werden (Hintergrund wird verwischt, Objekt scharf).

Einstellung „S“:
Shutter Speed Priority (Verschlusszeiten Vorwahl Priorität) Man wählt die verschlusszeit vor, zb wegen freihandaufnahmen oder Darstellen von Bewegungen und die Kamera bestimmt den passenden Blenden wert.

Einstellung „A“:
( = Aperture Priority / Av- Einstellung / Aperture Value )Bei der Verwendung des A- Modus wird an der Kamera eine feste Blendeneinstellung gewählt ( Aperture Priority = Blendenpriorität ) und die Automatik wählt die zur korrekten Belichtung notwendige Belichtungszeit. Diese Einstellung wird auch Zeitautomatik genannt. Der Vorteil besteht darin, dass man die Schärfentiefe besser beeinflussen kann.

III. Blitz
III.1. Blitz auf den zweiten Verschlussvorhang:
Bei langsamer Verschlusszeit, Blitz wird unmittelbar vor dem Schließen des Verschlusses ausgelöst.
-> Bewegungsspur hinter dem Motiv

III.2. Stroboskopblitz:
Rasche Folge von Blitze. Der Verschluss bleibt während der Blitze geöffnet.
-> mehrere Bilder eines Ablaufes in einer Fotografie.

III.3.Verschiedene Aufnahmetechniken
Verwischung/Wischer: Objekt aufgrund zu langer Verschlusszeit verwischt dargestellt.
Mitziehen der Kamera (1/30 oder 1/60): Objekt scharf, Hintergrund verwischt.
Zeitreihe(Bildserie): Bildfolge von Bewegungsabläufen
Stroboskopblitz: Bewegung wird durch pulsierenden Blitz in einzelne Phasen zerlegt
Zoom-Aufnahme: Verwischung vom Objekt weg durch Ein-/Auszoomen
Blitzsynchronisation: Auf den zweiten Verschluss, leichtes Verwischen des Objekts

IV. Objektive
Normalobjektiv: 45-55° -> entspricht etwa Blickwinkel des Menschlichen Auges. Brennweite etwa Formatdiagonale

Großer Blickwinkel und großer Betrachtungsabstand = Weitwinkeleffekt, kleinere objekte. kleiner abstand, größere objekte als normal.

Normalbrennweite= Negativdiagonale.

Jedes Objektiv, dass bei gleichen Filmformat eine kürzere Brennweite hat, wird es zum Weitwinkelobjektiv und mit längerer Brennweite zum Teleobjektiv. Maßgebend für den Bildeindruck ist das Verhältnis zwischen Brennweite und Aufnahmeformat. Schärfentiefebereich ist umso kleiner, je länger die Objetktivbrennweite ist.

V. Schärfentiefe
Bereich der Schärfenausdehnung einer Aufnahme. Objektiv kann nur eine Ebene einwandfrei scharf wiedergeben, davor und dahinter wird unscharf abgebildet (Zerstreuungskreis). Der Objektpunkt auf dem das Objektiv wird entsprechend dem Auflösungsvermögen des Objektiv und Film/Sensor scharf abgebildet, der Objektivpunkt liegt dann auf der Schärfeebene. Punkte vor oder dahinter werden mehr und mehr als Scheibchen abgebildet.  Mit Verringerung des Blendendurchmessers verkleinert sich gleichmäßig der Zerstreuungs-Durchmesser. Punkte ausserhalb der Schärfeebene werden zunehmend als kleine Zerstreungsscheibchen abgebildet, sie erreichen irgendwann das Stadium bei dem sie als Punkt gelten können und werden „scharf“ abgebildet. Die Schärfentiefe nimmt beim Abblenden zu. Die Schärfentiefe ist von Brennweite und Entfernung abhängig.

V. Blooming:
Belichtungsproblem in der digitalen Fotografie. Überstrahlen sehr hellen Bildstellen, Scharfzeichnungsverlust in hellen Bereichen und unscharfe Lichthöfe an der Grenze von hell zu dunkel. Trotz richtiger Belichtung werden einzelne Sensorelemente überbelichtet, z.B. stark reflektierende oder aktive Lichtquellen. In den überbelichteten Sensorteile werden zu viele Elektronen freigesetzt die in benachbarte Elemente „überlaufen“. Tritt vor allem bei CCD Flächensensor auf.

VI. Weißabgleich
Lichtquellen haben verschieden starke farbige Strahlungsanteile. Der Kamerasensor analysiert das Licht objektiv auf seine Rot- Blau- und Grünanteile. I  Glühlampen licht variieren  die RGB Werte stark und das Bild bekommt einen gelb-rot stich.

Automatischer Weißabgleich in Kameras, funktioniert bei hellen unbunten FFlächen gut
Manuell durch Farbtemperatur Schätzung oder Messung
Kalibrierung durch fotografieren eines weißen Gegenstandes
    

Weiterführende Links

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3.666665
Durchschnitt: 3.7 (3 Stimmen)

U7: Filmische Gestaltungsmittel

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Filmische Gestaltungsmittel

Als multimediales Medium, können Filme auf unterschiedliche Art und Weise gestaltet werden; von Kameraperspektive, Schnitttechnik bis Vertonung.

Einstellungsgrößen
= In einer Szene gewählten Bildausschnitt

  • Totale = Überblick über Raum des Geschehens, ermöglicht räumliche Orientierung
  • Halbtotale = Überblick über die unmittelbare Umgebung einer Figur oder eines Objekts
  • Halbnah = Person bis zur Gürtellinie
  • Nah = Person bis zur Brust
  • Groß = z.B. Kopf einer Person
  • Detail = Ausschnitte übergroß z.B. Auge, Mund

 

Kameraperspektive
=  Position der Kamera

  • Normalperspektive = Aufnahme auf Augenhöhe d. Figur
  • Vogelperspektive = Aufnahme von oben
  • Froschperspektive = Aufnahme aus Fuß- oder Kniehöhe

 

Kamerabewegung =
Bewegung innerhalb einer Einstellung

  • Feststehend = keine Bewegung
  • Schwenk = Bewegung verläuft horizontal oder vertikal
  • Fahrt = Kamera bewegt sich mit einem Gegenstand oder Person
  • Zoom = scheinbare Kamerabewegung, Bewegung auf etwas zu oder von etwas weg
  • Subjektive Kamera = Geschehen wird aus der Perspektive der Figur gezeigt

 

Kameratechniken =
Übergänge zwischen zwei Einstellungen

  • Harter Schnitt = kein erkennbarer Übergang
  • Abblenden vs. Aufblenden = allmähliches Verdunkeln bzw. Aufhellen des Bildes
  • Schwarzblende = Trennung von zwei Einstellungen durch das Einblenden einer Schwarzphase
  • Unschärfe = Ende einer Einstellung wird unscharf, folgende Einstellung beginnt auch unscharf
  • Reißschwenk = sehr schneller Schwenk am Ende einer Einstellung, Bild wird unscharf

 

Montage des Bildmaterials =
Anordnung der verschiedenen Aufnahme

  • Anordnung legt fest in welchem Zusammenhang die Aufnahmen zueinander stehen -> alleinstehende Szenen werden Einheit der Geschehnisse
  • Erzählende Montage = Geschichte mit Auslassungen und Zeitsprüngen erzählt, keine Darstellung in Echtzeit
  • Parallelmontage = Zwei räumlich getrennte, aber inhaltlich aufeinander bezogene Handlungen werden abwechselnd erzählt
  • Rhythmische Montage = Rhythmus wird an Inhalt angepasst, ohne das Pace des Filmschnitts oder Abfolge für Zuschauende erkennbar wird, erzeugt den Eindruck von Ruhe oder Spannung/zeitliche Beschleunigung
  • Kausalmontage = Inhalte einer Einstellung werden als Ursache/Grund für die Inhalte der nächsten Einstellung gegenübergestellt
  • Kontrastmontage = Gegensätzliche Bildinhalte
  • Leitmotivmontage = Lässt ein Bild oder eine Szene immer wiederkehren
  • Rückblendmontage = Unterbrechung der Filmhandlung durch Einbeziehen von vergangenen Geschehnissen

 

Montage des Tonmaterials =
verschiedene Arten der Vertonung beeinflussen Wirkung und Aussage des Films

  • Musik, Dialoge, Geräusche
  • Aus dem off oder in der Szene (Bsp.: Erzählerstimme)

 

Quelle: https://www.studienkreis.de/deutsch/filmische-gestaltungsmittel/

 

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U8: Relationale Datenbanken

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Datenbanken

Allgemeines:
Eine Datenbank (DB) besteht aus beliebig vielen Tabellen, in denen logisch zusammenhängende Objekte (Daten) gespeichert sind.
Diese Objekte können reine Texte, Verknüpfungen oder Anweisungen sein.
Datenbanken findet man häufig im Bereich der dynamischen Webseiten, um Inhalte zu speichern.

 

1. Grundbegriffe

 

Datenbank = DB (Data Base)

  • systematische, strukturierte Ansammlung von Daten

  • diese Daten stehen in einem sachlogischen Zusammenhang

 

Datenbankmanagementsystem = DBMS

  • Verwaltung und Nutzung der in der DB gespeicherten Daten

 

Datenbanksystem = DBS

  • Erstellung, Pflege und Verwaltung von einer oder mehreren Datenbanken (z.B. MySQL)

  • DB + DBMS

 

Datenbanksoftware

  • bezahlbar: Microsoft Access als Teil des Office-Pakets

  • kostenlos: OpenOfficeBase; XAMPP (webbasier, besteht u.a. aus Weboberfläche phpMyAdmin, Apache-Webserver und MySQL-Datenbankserver)

 

Relationale Datenbank

  • wichtigste Untergruppe der Datenbanken

  • besteht aus mindestens einer, meistens aus mehreren Tabellen (Relationen)

  • andere Datenbanken: hierarchische oder objektorientierte

 

Tabelle = Relation

  • Baustein der Relationalen Datenbank

  • besteht aus Datensätzen

  • kompakte Darstellung großer Datenmengen

  • sortierbar nach beliebigen Attributen

  • können nach vorgegebenen Kriterien gefiltert werden

  • können miteinander in Beziehung gesetzt werden

 

Datensatz = Tupel

  • Zeile einer Tabelle

  • ein Datensatz besteht aus mehreren Datenfeldern (z.B. Nname, Vname, E-Mail-Adresse)

  • Jeder Datensatz muss über einen Schlüssel eindeutig identifizierbar sein (z.B. Kundennummer)

 

Attribute

  • einzelne Zellen werden als Datenfelder bezeichnet

  • gleichartige Datenfelder sind spaltenweise angeordnet und als Attribute bezeichnet

  • jedes Attribut erhält einen Feldnamen (z.B. Nname)

 

Datentyp

  • jedem Attribut wird ein bestimmter Datentyp zugewiesen

    • INT (integer = ganze Zahlen) [TINYINT, SMALLINT, MEDIUMINT, BIGINT]

    • FLOAT, DOUBLE (Fließkommazahl)

    • DECIMAL (Dezimalzahlen)

    • CHAR (feste Speicherung z.B. CHAR(25) Reservierung für GENAU 25 Zeichen) [2^8 Zeichen]

    • VARCHAR (z.B. VARCHAR(25) speichert BIS ZU 25 Zeichen) [2^8 Zeichen]

    • BOOLEAN (Ja/Nein)

    • DATE (Datum)

    • TIME (Uhrzeit)

    • DATETIME (Kombination aus Datum und Uhrzeit YYYY-MM-DD HH:MM:SS)

    • TIMESTAMP (speichert die Zeit, zu der die Zeile begonnen wurde (falls nicht anders angegeben))

    • YEAR

    • BINARY (Binäre Daten z.B. Bilder)

    • TEXT (Zeichenketten) [BLOB, LONGTEXT, LONGBLOB]

  • Festlegung des Datentyps ist erforderlich zur weiteren Verarbeitung (z.B. Rechnen mit Zahlen, generieren von E-Mails mit Text, etc.)

 

Schlüssel

  • Jeder Datensatz muss eindeutig identifizierbar sein, daher wird in jeder Tabelle mindestens ein Schlüssel benötigt

  • über den Schlüssel wird der Zugriff beschleunigt

  • auto_increment = automatische Vergabe des Schlüsselwertes; d.h. doppelte Werte können nicht vorkommen

  • Verknüpfung von Tabellen miteinander erfolgt über Schlüssel

    • Primärschlüssel = Schlüssel zur Identifikation der Tupel der eigenen Tabelle; jede Tabelle kann nur einen Primärschlüssel enthalten

    • Fremdschlüssel = Verwendung eines Primärschlüssels in einer Tabelle, die selbst einen eigenen Primärschlüssel hat [Feldname in einer Tabelle, welcher eine Beziehung herstellt zu einem Schlüsselfeld einer anderen Tabelle]; die Verwendung mehrerer Fremdschlüssel ist möglich

 

Datenkategorien

  • Stammdaten = verändern sich nicht oder kaum (z.B. Name, Adresse, Produktbeschreibungen)

  • Bewegungsdaten = Daten, die sich häufig ändern (z.B. Inhalt des Warenkorbs)

  • Prozessdaten = Daten, die nicht in der Datenbank gespeichert werden (z.B. Alter einer Person; wird errechnet aus Systemzeit und Geburtsdatum)

 

2. Anforderungen

Datenkonsistenz

  • jeder Datensatz muss eindeutig identifizierbar sein (konsistent lat. con = "zusammen" + sistere = "halten") [vgl. Fingerabdruck]

  • Primärschlüssel werden einmalig vergeben und auch nach löschen des Datensatzes nicht neu vergeben

 

Redundanzfreiheit

  • Redundanz = überflüssige oder mehrfach vorkommende, gleiche Informationen innerhalb verschiedener Datensätze (lat. redundare = "überlaufen, im Überfluss vorhanden sein")

  • Redundanzfreiheit = alle Daten werden nur ein einziges Mal erfasst und gespeichert

  • spart Speicherplatz und verhindert Probleme (Anomalien) bei späteren Änderungen

 

Sonstiges

  • Datensicherheit; um Datenverlust zu vermeiden, müssen Backups getätigt werden

  • Datenschutz

  • Multiuser-DB; Zugriffsmöglichkeit für mehrere Nutzer gleichzeitig

  • Reihenfolge der Datenerfassung ist unerheblich, die Daten organisieren und verwalten sich selbst

 

3. Beispiele für Datenbanken in der Medienbranche

  • Aufbau digitaler Bild-, Text- oder Medienarchive

  • digitale Projektbearbeitung von der Datenerfassung bis zum fertigen Produkt

  • Print-Worflow

  • Personalisierung von Medienprodukten

  • E-Commerce-Lösungen, Webshops, CMS, Suchmaschinen, Foren

  • Lern-Management-Systeme (z.B. Moodle)

  • Soziale Netzwerke (z.B. Facebook)

  • Web-Enzyklopädien (z.B. Wikipedia)

 

4. Datenerfassung

  • Daten werden erfasst und gepflegt über Formulare

  • keine Kenntnisse über die Struktur der Daten nötig

  • bei der Datenerfassung erfolgen Überprüfungen auf Vollständigkeit und Korrektheit

    • fehlende Eingaben, leer gelassene Felder

    • falsche Eingaben (Buchstaben statt Ziffern, fehlendes @-Zeichen in der Mail-Adresse)

    • Rechtschreibprobleme (z.B. fehlende Großschreibung, Beginn eines Eintrags mit Leerzeichen)

  • der Datensatz wird erst akzeptiert, wenn er vollständig und fehlerfrei ist

  • Nicht kontrollierbar: wissentliche oder versehentliche Falscheingaben, Schreibfehler

 

5. Normalisierung

= um Konsistenz und Redundanzfreiheit zu erreichen, werden Datensätze auf mehrere Tabellen verteilt; hierbei werden Normalformen unterschieden (bekannt: 5, relevant: 3)

 

Normalformen finden Anwendung bei Stamm- und Bewegungsdaten, NICHT bei Prozessdaten.

1. Normalform

Jedes Datenfeld enthält nur einen Eintrag (atomar = kleinster Wert, nicht weiter teilbar).

  • Achtung: Hausnummer und Straße gehören zusammen, PLZ und Ort gehören NICHT zusammen

  • keine Redundanzfreiheit

  • keine Datenkonsistenz

 

2. Normalform

Die Tabelle befindet sich in der 1. Normalform und alle Datenfelder sind von einem Schlüssel funktional abhängig.

  • die Tabelle wird zur Reduktion von Redundanzen in mehrere Tabellen zerlegt

  • z.B. wird jeder Produktnummer genau ein Produkt zugeordnet

  • keine Redundanzfreiheit

 

3. Normalform

Die Tabelle befindet sich in der 2. Normalform und alle Datenfelder, die keine Schlüssel sind, sind nicht funktional abhängig.

  • Beseitigung der letzten Redundanzen

  • Nachteil: Verschlechterung der Lesbarkeit mit jeder hinzugekommenen Tabelle, daher wird eine DBMS benötigt, die sich um die Organisation und Verwaltung kümmert

 

6. Entity-Relationship-Modell = ER-Modell

= Entwurfsverfahren, um bereits beim Datenbankentwurf dafür zu sorgen, dass sich eine konsistente und redundanzfreie Datenbank ergibt.

 

Die Chen-Notation verwendet drei grafische Elemente: Rechteck (= Entitätstyp), Raute (= Beziehung) und Ellipse (= Attribut)

  • Entitätstyp: Objekte, denen Informationen zugeordnet werden können (z.B. Produkt, Kunde)

  • Beziehung: Beziehungen, die zwischen Entitäten hergestellt werden (z.B. Kunde kauft Produkt)

  • Attribut: jede Entität hat bestimmte Eigenschaften (z.B. ein Kunde hat einen Namen)

 

Arten von Beziehungen

1:1-Beziehung

  • einer Entität ist höchstens eine andere Entität zugeordnet

  • Kunde kauft Produkt

 

1:n-Beziehung

  • einer Entität stehen keine, eine oder mehrere Entitäten gegenüber

  • Kunde kauft mehrere Produkte; der Kunde kann aber auch nur ein Produkt kaufen oder gar keins, aber es ist trotzdem eine mögliche 1:n-Beziehung

 

m:n-Beziehung

  • auf beiden Seiten stehen mehrere Entitäten in Beziehung zueinander

  • mehrere Kunden können mehrere Produkte kaufen

 

Problem bei einer m:n-Beziehung:

  • keine eindeutige Beziehung zwischen zwei Tabellen herstellbar

  • müssen durch Ergänzen weiterer Tabellen aufgelöst werden (z.B. Kunde-Produkt-Tabelle, die auflistet, welcher Kunde welches Produkt kauft)

 

Anwendung des ER-Modells

  • aus jedem Entitätstyp entsteht eine Tabelle (Tabelle Kunde)

  • aus den Attributen werden die Tabellenspalten; evtl. werden weitere Spalten ergänzt (Kundendaten)

  • für die Beziehungen werden Primärschlüssel (Entität Kunde) und Fremdschlüssel (Entität Produkt) miteinander verbunden

  • Beispiel: ein Kunde kann mehrere Produkte kaufen, er erteilt mehrere Aufträge mit den dazugehörigen Auftragsnummern, jedes Produkt mit den dazugehörigen Produktnummern kann von mehreren Kunden gekauft werden --> Eindeutigkeit ergibt sich erst aus einer Kombination von Auftrags- und Produktnummer = zusammengesetzter Schlüssel

 

7. Referenzielle Integrität

  • das DBS muss sicherstellen, dass Beziehungen zwischen Tabellen nicht zu Fehlern führen

  • Verhinderung von widersprüchlichen oder fehlerhaften Daten

  • Beispiel: ein Kunde ist zwar mit Kundendaten angelegt, hat aber bisher nichts bestellt; dieser Kunde kann gelöscht werden; ein Kunde, der bereits bestellt hat, darf nicht gelöscht werden (Fehler in der Auftragstabelle)

 

8. SQL

  • Structured Query Language

  • Erstellen von Datenbanken und Tabellen

  • Eingeben, Ändern und Löschen von Datensätzen

  • Abfragen (engl. Query) von Daten nach gewünschten Kriterien

  • ISO-standardisiert und plattformunabhängig

  • heutige DB-Software ermöglicht Zugriffe auf DB auch ohne SQL-Kenntnisse

 

SQL-Befehle

  • not null → nicht leer; hier muss immer ein Eintrag erfolgen

  • auto_increment → der Wert wird automatisch vergeben und hochgezählt; eine doppelte Vergabe ist dadurch nicht möglich

  • CREATE DATABASE Tabelle erstellt eine neue Datenbank

  • ALTER TABLE Tabelle Verändern einer Tabelle

  • DROP TABLE Tabelle Löschen einer Tabelle

  • CREATE DATABASE name erstellt eine neue Datenbank

INSERT INTO Tabelle Datensatz eingeben

INSERT INTO Tabelle

[(Spalte1 [, Spalte2, …])]

VALUES (Ausdruck | Default)[,(...),(...)];

 

INSERT INTO Kunden

(Firma, Straße)

VALUES („Winkler“, „Hauptstraße 23“);

 

DELETE FROM Tabelle Datensatz Löschen

DELETE FROM Tabelle

WHERE Bedingungen

 

DELETE FROM Kunden

WHERE Knr = 5;

 

SELECT Spalten Abfrage eines bestimmten Datensatzes

SELECT Spalten

FROM Tabelle

[WHERE Bedingungen]

[ORDER BY Sortierspalten]

[LIMIT Limits];

 

SELECT Firma, Straße

FROM Kunden

WHERE Firma

= „Mayer“;

 

SELECT *

FROM Kunden

ORDER BY Plz;

 

UPDATE Tabelle Ändert Datensätze

UPDATE Tabelle

SET Spalte1 = Ausdruck1 [, Spalte2 = Ausdruck2]

[WHERE Bedingung];

 

UPDATE Kunden

SET Straße = „Gartenstraße 5“,

Plz = „77933“

Ort = „Lahr“

WHERE Knr = 5;

 

 

9. Datenbankmanagement

 

Fileserver-System

  • Zugriffe auf eine Datenbankdatei erfolgen direkt

  • clientseitig

  • Nachteil: die Performance der Datenbank sinkt ab einer hohen Benutzerzahl

  • daher sind die Fileserver-Systeme nur für kleinere und mittlere Datenbanksysteme empfehlenswert und ausreichend

 

Client-Server-System

  • ODBC = Open Database Connectivity

  • Verbindung zwischen Datenbank-Client und Datenbank-Server

  • Client --> ODBC-Schnittstelle --> Server/Datenbank

  • nutzt die Abfragesprache SQL

  • Datenbankanwendungsschnittstelle (API) der Datenbankabfragesprache SQL

  • serverseitige Auswertung

  • bessere Performance und geringe Netzbelastung, daher für sehr große Datenbanken mit hoher Benutzeranzahl geeignet

  • Zugriff auch über Skriptsprache möglich

 

Aufgaben von Datenbanksystemen DBS

  • Datenbankabfragen bearbeiten

  • Datensicherheit

  • Datenschutz

  • Multiuser-DB (Synchonisation von mehreren gleichzeitigen Zugriffen)

  • Werkzeuge für Datenbankentwürfe

  • "Assistenten" für Berichte, Formulare und Abfragen

  • Datenexport

  • drei große Systeme: DB2 von IBM, Microsoft SQL-Server und Oracle-Database

 

 

10. Anomalien

  • treten in relationalen Datenbanken auf

  • können durch nicht normalisierte bzw. denormalisierte Datenstrukturen entstehen

  • führen zu Inkonsistenzen

 

Änderungs-Anomalien

Änderungen führen häufig zu Fehlern, wenn nicht alle Datensätze gleichzeitig geändert werden

 

Lösch-Anomalien

entstehen, wenn durch das Löschen eines Datensatzes mehr Informationen als erwünscht verloren gehen

 

Einfüge-Anomalien

Teile des Datensatzes gehen verloren, da z.B. der Datentyp nicht übereinstimmt

 

 

11. Kartesisches Produkt

  • repräsentiert sätmliche möglichen Kombinationen aller Zeilen zweier oder mehrerer Tabellen

  • erzeugt aus gegebenen Mengen eine neue Menge

  • jede Relation ist eine Teilmenge eines kartesischen Produktes

  • besteht aus der Menge aller Tupel, die Reihenfolge der Mengen und der entsprechenden Elemente ist fest vorgegeben

 

12. Entwicklungsverfahren

In der Datenbankentwicklung gibt es zwei grundsätzliche Verfahren.

 

Top-down "von oben nach unten"

  • vom Abstrakten, Allgemeinen, Übergeordneten hin zum Konkreten, Speziellen, Untergeordneten

  • erst steht das System, dann werden Daten eingepflegt

  • Nachteil: kann nur schwer in bereits laufende Prozesse integriert werden

 

Bottom-up "von unten nach oben"

  • aus vorhandenen Daten und Informationen wird ein DBS entwickelt

  • von Detail-Aufgaben zur Erledigung übergeordneter Prozesse

  • Nachteil: führt bei großen Datenmengen schnell zu Anomalien

 

 

(Quellen: Komp. 5. Aufl. Band II ab S. 154 + Spickzettel 2. Aufl. + eigener Kram)

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Datenbanken (Normalisierung)

Spricht man von einer Datenbank, meint man in der Regel ein Datenbanksystem (DBS). Dieses besteht aus zwei Teilen: Die eigentliche Datenbank (DB) ist eine programmunabhängige strukturierte Sammlung von Daten, die miteinander in Beziehung stehen. Um diese Daten sinnvoll und komfortabel nutzen zu können, wird eine Datenbanksoftware benötigt, das Datenbankmanagementsystem (DBMS).

Ziele einer Datenbank:

- Vereinheitlichung: Daten werden nur einmal erfasst und zentral gespeichert, sodass allen Benutzern eine einheitliche und aktuelle Datenbasis zur Verfügung steht.

- Flexibilität: Die erfassten Daten lassen sich mehrfach und unterschiedlich nutzen und auswerten.

- Programmunabhängigkeit der Daten: Wird durch die Trennung von DB und DBMS erreicht.

- Fehlerfreiheit: Datenbankfehler, die z.B. durch einen Programm- oder Computerabsturz entstehen, sollen automatisch korrigiert werden.

-Redundanz-Vermeidung: Unter Redundanz versteht man eine doppelte oder mehrfache Speicherung gleicher Daten. Dies führt zu Speicherplatzverschwendung, erhöht die Verarbeitungszeiten und kann zu widersprüchlichen Daten führen.

Folgende Kriterien für eine funktionierende Datenbank müssen erfüllt sein:

Datenkonsistenz: Jeder Datensatz muss eindeutig identifizierbar, also konsistent sein, z.B. werden Kundennummern nur ein einziges Mal vergeben. Wenn der Kunde nicht mehr existiert,  wird die Nummer nicht erneut verwendet. Somit sind konsistente Datensätze eindeutig unterscheidbar.
Beispiel: Selbst bei dem unwahrscheinlichen Fall, dass zwei Kunden dieselbe Adresse haben, kann mindestens durch die einmalig vergebene Kundennummer zwischen ihnen unterschieden werden.

Redundanzfreiheit: Sämtliche Daten werden nur einmal erfasst und gespeichert (=sie sind redundanzfrei). So treten bei Änderungen keine Probleme auf, da sie zentral abgelegt sind und nur ein Mal geändert werden müssen.
Beispiel: Ändert sich bei einem Kunden die Adresse, muss diese nicht für jede seiner Bestellungen erfasst und geändert werden, sondern nur ein Mal zentral in der Kundendatenbank, da den Bestellungen die eindeutige Kundennummer zugeordnet ist. Somit dient diese Nummer als Schlüssel.

Normalformen
1. Normalform: Jedes Datenfeld einer Tabelle enthält genau einen Eintrag, diese sind spaltenweise sortiert, z.B. nach Nachname, Straße, PLZ, Ort, Produkt und Datum. In der Tabelle der 1. NF sind alle Informationen gelistet, daher ist sie nicht konsistent und nicht redundanzfrei.
Beispiel: Der Kunde Winkler hat Visitenkarten und eine Website in Auftrag gegeben. Da ja jedes Datenfeld nur einen Eintrag enthält, ist der Kunde zwei Mal in der Auftragstabelle aufgeführt, ein Mal mit dem Produkt Website mit der Auftragsnummer 1 und ein Mal mit dem Produkt Visitenkarten mit der Auftragsnummer 5. Diese Nummern verweisen auf den Kunden und auf das Produkt.

2. Normalform: Nun wird die Tabelle in mehrere Tabellen zerlegt und zwar so, dass jeder Eintrag der entstandenen Tabellen einen eigenen Schlüssel erhält. Dieser Schlüssel wird dann anstatt des Produktes in der Tabelle der 1. NF aufgeführt. So befindet sich die Auftragstabelle in der 2. NF, da sie sich zum einen in der 1. NF befindet und zum anderen alle Datenfelder von einem Schlüssel funktional abhängig sind.
Beispiel: Die Produkte werden in einer eigenen Tabelle aufgeführt und jedes Produkt erhält eine Produktnummer (Schlüssel). So wird in der Auftragstabelle nun nicht das Produkt mit Namen angegeben, sondern der Schlüssel. Somit ist der Kunde Winkler zwar immernoch zwei Mal in der Auftragstabelle aufgeführt, jedoch ein Mal mit der Produktnummer 1 für die Website und ein Mal mit der Produktnummer 2 für Visitenkarten. Die Produktnummer 2 kann in der Tabelle natürlich ebenfalls für den Kunden Mayer vorkommen, der ebenfalls Visitenkarten in Auftrag gegeben hat.

3. Normalform: In dieser letzten Stufe werden die verbliebenen Redundanzen beseitigt. Die endgültige Tabelle befindet sich dann in der 3. NF, wenn sie sich zum einen in der 2. NF befindet und zum anderen alle Datenfelder, die keine Schlüssel sind (im Bsp. das Auftragsdatum), nicht funktional abhängig sind.
Beispiel: Nun sind die Kundenangaben in der Auftragstabelle funktional abhängig, also zum Kunden Winkler gehört genau eine Straße, eine PLZ und ein Ort. Das muss nun behoben werden, da ein weiterer Kunde namens Winkler hinzukommen kann und sich dadurch die Adresse anhand des Namens nicht mehr eindeutig ermitteln ließe. Deshalb wird eine weitere Tabelle mit neuem Schlüssel erstellt. Hier befinden sich die Daten der Kunden, die spaltenweise nach Name, Straße, PLZ und Ort aufgeführt sind. Das Wichtigste ist nun, dass jeder Kunde eine Kundennummer (Schlüssel) erhält, der in der Auftragstabelle angegeben werden kann. Diese Tabelle wird kann nun in die 3. NF gebracht werden: Eine Spalte gibt die Auftragsnummer an, eine die zugehörige Produktnummer, eine Spalte führt die Nummer des zugehörigen Kunden auf und eine weitere Spalte kann nun das Datum des Auftrags enthalten.

Nun ist die Normalisierung in die 3. NF abgeschlossen, alle Daten der 3 Tabellen sind redundanzfrei und konsistent.

 

Weiterführende Links

http://www.tinohempel.de/info/info/datenbank/normalisierung.htm

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Relationale Datenbanken

relationale Datenbanken

sind DB, die mit Tabellen (sogenannten Relationen) arbeiten. Diese haben den Vorteil, dass eine Sortierung und Filterung der Daten möglich wird. Auch können mehrere Tabellen zueinander in Beziehung gesetzt werden. (Bsp. Tabelle "Kunden" mit Tabelle "Aufträge")

die Eingabe erfolgt meist über Formulare.

Grundbegriffe

Datenbanksystem: System welches Datenbanken verwaltet

Tabellen (Relationen): Grundelemente einer relationalen Datenbank. Diese sind ggf. mit Hilfe von sogenannten Schlüsseln miteinander verbunden.

Datensatz: Zeile einer Tabelle, praktisch alle Inhalte einer getätigten Eingabe. Ein weiterer Fachbegriff ist Tupel. Jeder Datensatz muss eindeutig identifizierbar sein.

Attribute: Spalten einer Tabelle.

Datenfeld: jedes einzelne Feld in einer Tabelle, die eine Information beinhaltet.

 

Unterschied objektorientierte und relationale Datenbanken

- objektorientiert ist eine Datenbank, die statt streng strukturierter Datensätze Objekte speichert

- sehr flexibeles Speichermodell für Daten

- diesem Modell wird eine gewisse Änderungsfreundlichkeit nachgesagt

- Begriff RELATION (Beziehung, Verwandschaft) steht allgemein für alle Formen von Beziehungen und Abhängigkeiten von Objekten und Daten untereinander

- die einzelnen Daten werden in Datenfeldern gespeichert, die zu Datensätzen zusammengefasst sind

- mehrere gleichartige Datensätze bilden eine Relation oder Tabelle -> die relationale Datenbank

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PDF icon Beziehungen in Datenbanken.pdf416.33 KB
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U9: Semiotik

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Semiotische Analyse

Semiotik: Die Lehre von der Bedeutung der Zeichen

-> Die Semiotik stellt Dinge fest, die andere nur fühlen.
-> Die Semiotik hilft objektiv Qualitätsmerkmale einzugrenzen und z. B. festzuhalten,
     was „Qualität“ bei einem Produktdesign eigentlich widerspiegelt
-> Die Semiotische Analyse hilft somit auch Nischen bei bestimmten Produktlinien zu finden
     z. B. kann so entdeckt werden, dass das kommunikative Feld "Innovativität" im Produktbereich
     "Schokolade" nicht besetzt ist
     (Sie kann "kommunikative Leerstellen" identifizieren. Das bedeutet, im Abgleich der Ergebnisse
     aus externen und internen Vergleichen lassen sich Botschaften entschlüsseln, die man mit
     einem neuen Produkt in der Kategorie besetzen kann.) Diese Leerstellen sind potentielle
     Instrumente, um eine gerne kommunizierte "Uniqueness" zu erzeugen, ohne dabei als nicht
     Kategorie-konform wahrgenommen zu werden

-> Ein gewichtiger Vorteil der Semiotik besteht darin, dass sie die Gesamtheit der Kategorie-
     immanenten Codes aufdeckt, auch diejenigen, die von Probanden nicht verbalisiert werden
     können. Man erhält sozusagen ein "Lexikon der Designcodes" einer Kategorie.
-> Semiotik entschlüsselt die Zeichensprache von Produkten
-> Wir leben in einer Welt der Zeichen – und das Wissen über die Bedeutung dieser Zeichen
     ("Codes") ist tief in unserer Kultur verankert. Alles was sinnlich erfassbar ist, dekodieren
     Menschen somit automatisch mit Hilfe dieses Zeichenwissens.

 

Semantik: Wofür stehen einzelne Gestaltungselemente (Vogel = Freiheit, Natur, Fliegen)
Syntax: Umsetzung der Gestaltungselemente (starke Stilisierung, Farben, Zeichnungsstil)
Pragmatik (Ergebnis): Effekt der Gestaltungselemente (z. B. exotischer Vogel stellt Verbindung von
                     Kunden über Fliegen zu südlichen Urlaubszielen her)
Syntaktik (Analyse Gesamtbild): Erklärung/Beschreibung des Aufbaus des Gestaltungsbildes (was findet man vor, Blickverlauf, Farbgesetze, Linienführung, Perspektive, Vorfinden von Elementen (auch Text) etc.)

Semantische Aussagekraft: Beschreibt den Bedeutungsgehalt der Gestaltungselemente
                                                      sowie der Gesamtgestaltung

 

 

3 Komponenten: Empfänger/Interpretant – Zeichen/Repräsentamen – Realität/Objekt.
3 Zeichenkategorien: Ikon, Index und Symbol
3 Zeichenarten: Piktogramm, Icon, Logo/Signet

 

Der Vergleich – nur der ganzheitliche Blick führt zum "Qualitäts-Code"

Der Nutzen der Semiotischen Analyse:
Beispiel: Duschgelflasche


Kategorien der Gestaltungsmerkmale:

  • Form (von bauchig bis gestreckt und gerade bis geschwungen)
  • Farbe (von tiefem blau bis zu sanftem Pastell)
  • Typographie (nüchtern vs. verspielt)
  • Textgehalt (viel vs. wenig)
  • Emblematik (ikonische Darstellungen)
  • Planimetrie (geometrische Anordnung der Einzelelemente) sowie
  • Allgemein anerkannte Wertigkeitsanmutung
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Semiotik

Semiotik ist zunächst die Wissenschaft von den Zeichen. Diese Wissenschaft geht auf den Schweizer Professor für Linguistik, Ferndinand de Saussure zurück, der seine Lehre noch Semeologie nannte, sowie auf den US-amerikanischen Philosophen Charles S. Peirce, der den Ausdruck Semiotik verwendete.
Semiotik beschäftigt sich mit den Zeichen von drei Sichtweisen aus. Mit dem Zeichen an sich, den Systemen wie Zeichen kombiniert werden und mit ihrem Kontext.

Eine Grundlage ist die Zeichentypologie, also die Kategorisierung von Zeichen, die zu interpretieren sind

  • Ikonische Zeichen: Zeichen und Objekt stehen in einem Ähnlichkeitsverhältnis. Also ein Foto einer Person oder eines Gebäudes. Auch eine piktogrammartige Darstellung eines Gebäudes wie dem Eiffelturm ist ein ikonisches Zeichen.
  • Index: Zeichen und Objekt stehen in einem hinweisenden bzw. ursächlichen Verhältnis. Stilisierte Flamme weist auf brennbare Flüssigkeiten hin.
  • Symbol: Zeichen und Objekt stehen in nicht direkt nachvollziehbaren Verhältnis. Der Betrachter muss die Bedeutung vorher gelernt haben, so zum Beispiel das Rote Kreuz als Symbol für Arzt, Krankenhaus o.ä. Allein durch das Betrachten kann er keine logische Verknüpfung herstellen.

Zudem gibt es die sogenannten Dimensionen, nach denen eine semiotische Analyse erfolgen kann. Hierbei wird genau beschrieben wie das Zeichen aufgebaut ist, wofür die einzelnen Elemente stehen und welchen Zweck das Zeichen hat. Man unterteilt hierzu in folgende Bereiche:

Syntaktik - Der Inhalt des Zeichens
Was ist zu sehen und ggf. welche verschiedenen Elemente sind abgebildet? Welche Formen und ggf. Farben werden genutzt?

Semantik - Bedeutung des Inhalts
Worauf weisen die Farben hin? (z.B. bei Autobahnschild -> Blau = Hinweis); Worauf weißt die Form hin? Welche Bedeutung haben die einzelnen Elemente? (z.B. Pfeil = Richtung)

Pragmatik - Zweck des Zeichens
Hierwird der Zweck des Zeichens zusammengefasst.
Bsp. Ampel: Der Betrachter bleibt bei Rot stehen und fährt bei Grün.
Bsp. Notausgang: Im Notfall ist diese Tür als Notausgang vorgesehen.

Links- und Literaturempfehlung:

Zeichen – Eine Einführung in die Semiotik für Grafikdesigner von David Crow

http://www.zeichnen-lernen.net/kunstkurse/semantik-zeichenlehre.php

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