Liebe Azubis Mediengestalter/in Digital- und Print,
in diesem Bereich des Prüfungswikis werden Beiträge zu den vom ZFA bekanntgegebenen Themen für die Fragen der theoretischen Prüfung nach neuer Verordnung veröffentlicht.
Zu jeder Aufgabe wird ein Stichwort genannt wird. So können sich die Prüflinge auch auf den Bereich, der für alle Fachrichtungen identisch ist, besser vorbereiten.
Diese Informationen sollen bei den umfassenden Ausbildungsinhalten des Ausbildungsberufes Mediengestalter Digital und Print eine Hilfestellung zur Prüfungsvorbereitung sein.
Weitere Informationen zu den genannten Themengebieten kann der ZFA nicht erteilen.
Technische Hilfe und Unterstützung gibt es unter info@mediencommunity.de .
Rechtsgeschäfte gestalten die rechtlichen Beziehungen zwischen den in einer Wirtschaft handelnden Personen.
Rechtsgeschäfte bestehen aus sog. Willenserklärungen der handelnden Personen.
Unter einer Willenserklärung versteht man eine rechtlich wirksame Äußerung, durch die die abgebende Person bewusst eine Rechtsfolge herbeiführen will.
Unterschieden wird zwischen einseitigen und zwei- oder mehrseitigen Rechtsgeschäften.
Einseitige Rechtsgeschäfte gestalten eine Rechtsfolge durch die Willenserklärung einer einzelnen Person.
Man unterscheidet zwischen nicht empfangsbedürftigen und empfangsbedürftigen Rechtsgeschäften.
Nicht empfangsbedürftige Rechtsgeschäfte sind bereits bei der Abgabe der Willenserklärung gültig (z. B. Testament oder auch eine Auslobung („Wer meinen Wellensittich findet, erhält 100 €").
Empfangsbedürftige Rechtsgeschäfte hingegen sind dadurch charakterisiert, dass ein Rechtsgeschäft erst bei Abgabe und Zugang der Willenserklärung gültig ist (z. B. Kündigung).
Zwei- oder mehrseitige Rechtsgeschäfte werden nur durch inhaltlich übereinstimmende Willenserklärungen sämtlicher Beteiligten rechtswirksam („Antrag und Annahme“).
Beispiele für zwei- oder mehrseitige Rechtsgeschäfte sind der Kaufvertrag oder der Gesellschaftsvertrag.
Aufteilung in Spalten, Zeilen, ...
- Wie kann man eine Tabelle besser lesbar und attraktiver gestalten?
1. Spaltenbreite anpassen
Vorteil:
- Überschriften vollständig sichtbar
- besseren optischen Eindruck
2. Passende Schriftarten verwerden:
Vorteil:
-Zielgruppe(Welche?)
-klare, dezente Schriften ohne Serifen
3. Farben sparsam verwerden
Vorteil:
- Faustregel: Jede Farbe muss eine Bedeutung haben
- blasse Hintergründe (Farben) verwenden
- Dunkel-auf-Hell-Regel einhalten (beim Druck)
Eine Tabelle stellt Informationen, die zu einander in Beziehung gesetzt werden können, in geordneter Übersicht dar. Die linke Spalte (Legende) sowie die obere Zeile (Kopf) fungieren dabei ähnlich wie die Achsen eines Koordinatensystems. In ihnen stehen die Oberbegriffe für die Informationen der jeweiligen Spalte und Zeile, die im Tabellenfuß, dem eigentlichen Infomationsbereich, dargestellt werden.
Eine Tabelle, die vollständig von einer Linie umschlossen wird, heißt geschlossene Tabelle. Fehlen die senkrechten Außenlinien, ist es eine halboffene Tabelle. Wenn sie gar nicht von eine Linie umschlossen wird, ist es eine offene Tabelle.
Bei der Tabellengestaltung ist es wichtig, dass gleich wichtige Informationen (im Beispiel oben die jeweiligen Nährwerte) die gleiche Spaltenbreite erhalten. Das strukturiert und beruhigt die Gestaltung. Die Spaltenbreite richtet sich nach der Information mit dem größten Platzbedarf.
Die Inhalte der Legendenspalte werden fast immer linksbündig gesetzt, damit ein einheitlicher Beginn erfolgt. Je nach Inhalt werden die Informationen der Zeilen ebenfalls linksbündig, aber auch auf Mittelachse oder ggf. rechtsbündig (wie in diesem Beispiel, damit die Einheiten untereinander stehen) gesetzt.
Ebenso muss eine einheitliche Ausrichtung für den Tabellenkopf gefunden werden. Sind die dort enthaltenen Informationen von sehr unterschiedlicher Länge wirkt es meist am ruhigsten, wenn sie auf Mittelachse gesetzt werden. Der Tabellenkopf sollte so gestaltet sein, dass er sich eindeutig vom Tabellenfuß abhebt.
Statt eine Tabelle mit Linien optisch zu gliedern, kann man auch farblich abgestufte Balken verwenden. Ob die Balken horizontal oder vertikal verlaufen, richtet sich danach, welche Informationen vergleichbar dargestellt werden sollen. In der oberen Tabelle wird der Schwerpunkt auf die jeweiligen Nahrungsmittel gelegt, in der unteren Tabelle auf die Nährwerte.
Siehe https://mediencommunity.de/content/u3-layoutdokument-bearbeiten-0
Siehe https://mediencommunity.de/content/u4-gestaltungsraster-0
Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, Auszeichnungen von Textstellen vorzunehmen – aktive und integrierte bzw. laute und leise. Allgemein sollte man mit Auszeichnungen sparsam umgehen, da sie sich sonst gegenseitig die Wirkung nehmen und der Leser eher verwirrt als beim Lesen unterstützt wird.
Wenn viele Auszeichnungen nötig sind wie zum Beispiel im wissenschaftlichen Satz, müssen sie eindeutig sein und konsequent angewendet werden.
Versalsatz
Versalsatz meint Textabschnitte oder Begriffe, die nur in Großbuchstaben gesetzt werden. Dies Art der Auszeichnung ist nur für einzelne Wörter oder kurze Passagen geeignet, nicht für längere Texte. Das liegt unter anderem daran, dass Versalsatz schlechter lesbar sind als gemischter Satz, weil das Auge keine unterschiedliche Buchstabenhöhe zur Orientierung hat.
Auszeichnungen in Versalien wirken meist größer und dunkler als der restliche Text. Um dem entgegenzuwirken, werden sie geringfügig kleiner gesetzt und leicht angesperrt.
Das »ß« ist seit 2017 auch offiziell als Großbuchstabe eingeführt. Daher ist sowohl da Versal-ß als auch die Doppel-S-Ersetzung zugelassen. Aber nicht alle Schriftarten verfügen über ein Versal-ß. Letztlich sollten typografische Aspekte darüber entscheiden, welche Variante gewählt wird.
Kursive Schrift
Die kursiven Schnitte waren ursprünglich eigenständige Schriften und weisen daher andere Proportionen und Formen auf als die geradestehenden Schnitte. Daher sollte man aus ästhetischen Gründen niemals die Schrift über die Software elektronisch schräg stellen (je nach Programm ist das auch gar nicht mehr möglich).
Zusätzlich kann es bei elektronischer Schrägstellung auch bei der Belichtung technische Probleme geben. Im besten Fall greift die Software auf einen vorhandenen Kursivschnitt zu, aber das Risiko einer Fehlbelichtung bleibt.
Englische Bezeichnungen für kursive Schriften sind »italic« und »oblique«. Der Unterschied ist, dass normalerweise »oblique« kursive Schriftschnitte ohne eigenständige Buchstabenformen meint. Diese Oblique-Schnitte kann es auch bei hochwertigen Schriften geben. Als Beispiel sind zum Vergleich hier die »alte« Frutiger und die »neue« Frutiger Next, die eigenständige kursive Buchstabenformen aufweist.
Kursive Auszeichnungen werden häufig für Zitate verwendet, im Buchsatz sind sie meist die einzigen Auszeichnungen und werden zur besonderen Betonung genommen (»Was hast du gesagt?«).
Kapitälchen
Kapitälchen sind Großbuchstaben auf Höhe der Mittellänge. Sie sollte man, auch wenn es in manchen Programmen möglich ist, nicht elektronisch erzeugen. In diesem Fall gibt es zwar keine technischen Probleme, aber da die Strichstärken unterschiedlich sind, wird das Schriftbild unruhig. Außerdem wirkt die Verwendung von diesen falschen Kapitälchen wie »gewollt, aber nicht gekonnt« und qualitativ minderwertig.
Für richtige, hochwertige Kapitälchen, die dem Grauwert des Fließtextes entsprechen, gibt es entweder eigene Schriftschnitte (SC – Small Caps), oder sie sind wie bei vielen OpenType-Schriften schon in den jeweiligen Schnitt integriert.
Als Auszeichnungen werden sie häufig in Literaturverzeichnissen etc. bei Personennamen verwendet.
Mager bis superfett
Die unterschiedlichen Schriftgewichte sind eine häufig verwendete Möglichkeit der Auszeichnung. Wie stark sich dabei die Auszeichnung vom Text unterscheiden soll, ist auch eine Frage der Textgattung – nicht alle Texte vertragen es, wenn einzelne Wörter oder Passagen den Leser förmlich »anschreien«, so dass man vom Rest des Textes nichts mehr mitbekommt.
Andererseits sollten Auszeichnungen mit unterschiedlichen Schriftgewichten so eindeutig vom Fließtext zu unterscheiden sein, dass man sie problemlos wahrnimmt.
Für die Zwischengewichte von normal bis halbfett (regular bis bold) und halbfett bis fett (bold bis black) gibt es im englischsprachigen Raum viele Bezeichnungen wie medium, demi oder semibold bzw. heavy.
Schriftweite
Eine Schrift sollte nicht verzerrt werden, das heißt manuell in ihrer horizontalen Ausrichtung geändert werden. Weil sich diese Änderungen nur auf die vertikalen Striche auswirken, bekommt man unterschiedliche Strichstärken und eine insgesamt unruhige und unschöne Anmutung.
Wird eine engere oder breitere Schrift gewünscht, ist es besser, auf die so genannten Condensed- oder Extended-Schnitte einer Schrift zurückzugreifen, da ihre Strichstärken der Ausdehnung angepasst sind.
Farbe
Farbe als Hervorhebung ist auffällig und muss daher sorgfältig überlegt eingesetzt werden.
Wird der Text gedruckt, können durch farbige Auszeichnungen technische Probleme entstehen: Pastelltöne, die sich aus CMYK zusammensetzen, werden aufgerastert und haben daher keine scharfen Kanten mehr. Je nach Rasterweite sind die Rasterpunkte auch sehr auffällig, so dass der Text schwerer zu lesen ist.
Außerdem kann es im Druck zu Passserdifferenzen kommen, die sich gerade bei feinen Elemente wie Schrift besonders störend auswirken können.
Schriftgröße
Die Wahl eines größeren Schriftgrades als Auszeichnungsmöglichkeit wird vor allem bei Überschriften verwendet. Im Fließtext kommt die Schriftgrößenänderung eher selten als Auszeichnungsart vor.
Unterstreichung
Einen Text zu unterstreichen oder zu sperren, um ihn hervorzuheben, sind Methoden, die aus technischen Gründen bei der Schreibmaschine verwendet wurden. Vor allem bei längeren Passagen sieht eine Unterstreichung störend aus, da die Linien mehr auffallen als der eigentliche Text.
Sperrung
Bei gesperrtem Text werden die Buchstaben auseinander gerissen. Beide Methoden werden heute nicht mehr verwendet, da es bessere Möglichkeiten gibt, Text auszuzeichnen.
Weitere Literatur:
https://www.typolexikon.de/mikrotypografie/
Das Wort Glyphe (gr.) bedeutet „das Eingegrabene, Eingeritzte“.
Glyphe = grafische Darstellung eines Silbenzeichens oder Schriftzeichens in Form eines Buchstabens, Satzzeichens, Sonderzeichens, einer Arabischen Ziffer oder einer Ligatur.
Das „Bild“ eines Zeichens wird also durch eine Glyphe oder mehrere Glyphen dargestellt.
In einem Schriftschnitt kann ein Buchstabe einer Vielzahl von Glyph-Varianten entsprechen. Gleichzeitig finden sich in Ligaturen (wie dem »fi« in Typografie) mehrere Buchstaben in einer Glyphe zusammen.
Darüber hinaus können Fragmente von Buchstaben, beispielsweise „Diakritika“ (an Buchstaben angebrachte kleine Zeichen wie Punkte, Striche, Häkchen, Bögen oder Kreise, die eine vom unmarkierten Buchstaben abweichende Aussprache oder Betonung anzeigen und die dem Buchstaben über- oder untergesetzt, aber auch vor- oder nachgestellt sind) eigene Glyphen belegen.
Eine Glyphe im Kontext der digitalen Typografie ist die kleinste grafische Einheit, aus der letztendlich das Schriftbild erzeugt wird. D.h., um Texte grafisch zu setzen, werden Zeichensätze benötigt.
Ein Zeichensatz enthält zum einen Glyphen, also die grafische Beschreibung der zu verwendenden Zeichen.
Darüber hinaus muss klar sein, durch welche Glyphen ein Buchstabe oder ein Text dargestellt werden soll.
In der digitalen Typografie ist zudem eine Metrik erforderlich, das heißt ein Regelwerk, wie die einzelnen Glyphen eines Textes positioniert werden sollen. Diese Informationen können auf unterschiedlichste Arten abgespeichert werden:
Für vektorbasierte Zeichensätze haben sich hierfür beispielsweise TrueType und OpenType als Formate durchgesetzt.
Für pixelbasierte Zeichensätze gibt es ebenfalls diverse Formate. Die meisten dieser Formate sind jedoch eher im Hinblick auf eine effiziente Ausgabe und nicht auf gestalterische Freiheit optimiert. Beispielsweise werden die einzelnen Glyphen oft entweder nur als (einfarbige) Bitmap-Muster oder als Graustufenbilder definiert.
Siehe https://mediencommunity.de/content/schutz-des-geistigen-eigentums
Es gibt viele Arten von Korrekturen, die man an einem Bild durchführen kann und die meisten Korrekturen können mit unterschiedlichen Herangehensweisen erreicht werden.
Wenn ein Bild im RAW-Format vorliegt, kann man es bereits vor dem eigentlichen Öffnen in Photoshop sehr umfangreich bearbeiten. Hier ist es möglich z.B. Belichtung, Weißabgleich/Farbtemperatur, Objektivverzerrung, Bildschärfe/Rauschreduzierung am RAW, welches noch die vollständige Bildinformation besitzt, nachträglich einzustellen.
Öffnet man das Bild nun in Photoshop, sind viele Möglichkeiten geboten diverse Korrekturen und Veränderungen am Bild durchzuführen. Natürlich gibt es die Einstellung Automatisierten Bildkorrektur, jedoch liegt hierin der Nachteil, dass man nicht selbst bestimmen kann, was am Bild verändert wird. Photoshop macht quasi was es für richtig hält, was aber nicht zwangsläufig auch dem gewünschten Ergebnis entspricht.
Daher ist es ratsam sich das Bild genau anzuschauen, zu überlegen, was ist gut, was ist schlecht, was möchte ich verändern/verbessern und anschließend die Korrekturen manuell auswählen und einstellen.
Generell macht es sinn gute Bildauswahlen zu erstellen und mit Hilfe von Masken nur die Teilbereiche zu bearbeiten, die der jeweiligen Korrektur bedürfen.
Wichtige Korrekturen und einige Möglichkeiten sie umzusetzen sind z.B.:
Helligkeitsveränderungen (zu helle Bilder abdunkeln, zu dunkle Bilder aufhellen):
Kontrast (bei flauen Bildern erhöhen):
Farbstiche entfernen:
Retusche/Bildmanipulation:
Schärfen/Struktur hervorheben:
Hauttöne überarbeiten:
Freisteller:
Marketing lässt sich nicht mit einem Wort oder einer Beschreibung fest definieren.
Im Wort selbst steckt jedoch das Wort „Markt“. Ein Markt meint eine Gruppe von Konsumenten oder Organisationen, die an einem bestimmten Produkt interessiert sind.
Marketing bedeutet also bedeutet marktgerechte und marktgerichtete Unternehmensführung.
Andererseits ist mit Marketing ein Unternehmensbereich gemeint, dessen Aufgabe Funktion es ist, Waren und Dienstleistungen zu vermarkten.
Hierbei steht immer der jeweilige Markt, also die Zielgruppe im Fokus.
Marketing besteht quasi aus drei Phasen:
1. Definition bzw. Formulierung der Marketingziele
■ Analyse IST-Zustand
■ Qualitative und quantitative Ziele festlegen
■ Unternehmensanalyse
2. Konzeption der Marketingstrategien
Ausgerichtetes, planvolles Vorgehen zur Umsetzung der Marketingziele
■ Grundlage für die Planung der optimalen Kombination der Marketinginstrumente
3. Marketing-Mix
Marketing-Strategien oder Marketingpläne werden in konkrete Aktionen umgesetzt.
Der Marketing-Mix gliedert sich in die vier Marketinginstrumente.
■ Product - Produktpolitik
■ Price - Preispolitik
■ Place - Standort (Distributionspolitik)
■ Promotion - Werbung (Kommunikationspolitik)
Produkt:
Produktqualität
Service
Produktkonzept
Produktentwicklung
Markenpolitik
Verpackung
Sortimentspolitik
Ziel der Produktpolitik in Verbindung mit den anderen drei Elementen des Marketing Mix ist es, die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden mit den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens zu prägen. Das Zusammenspiel diverser Bereiche des Marketing ist von größter Wichtigkeit. Mit der Produktpolitik müssen Preise, Vertriebsstruktur und Werbung Hand in Hand geplant werden. Als Produktinnovation wird jedes Produkt, welches erfolgreich am Markt eingeführt und vom Kunden als neuwertig wahrgenommen wird, bezeichnet.
Preis:
Preisgestaltung
Preisstrategien
Preisdifferenzierung
Preisbündelung
Konditionen
Rabatte
Preispolitik oder Kontrahierungspolitik (price)
Die Bedeutung der Kontrahierungspolitik: ( Kontrakt = Vereinbarung beziehungsweise Vertrag). Bei der Kontrahierungspolitik geht es um den Zusammenhang der vertraglich fixierten Vereinbarungen eines Unternehmens mit seinen Kunden. Dabei handelt es sich um die
Die Kontrahierungsstrategie beinhaltet die Festlegung der Preise, Rabatt-, Lieferpolitik eines Unternehmens. Das Unternehmen hat diverse Möglichkeiten zur Gestaltung der Beziehung zum Kunden.
Distribution:
Absatzkanäle
Verkaufspolitik
Absatzmittler
Preisbündelung
Verkaufsgebiete
Franchising
Transport
Lagerhaltung
Distributionspolitik (Place)
Die Steuerung der Vertriebsaktivitäten nach Zielvorgaben regelt die Distributionspolitik. Die Frage wie und auf welchem Weg das Produkt zum Kunden kommt ist Aufgabe der Distributionspolitik. Einflussfaktoren bezüglich Entscheidungen:
Promotion:
Werbung
Verkaufsförderung
Schulung
Messen
Bei der Kommunikationspolitik (Promotion) handelt es sich um das Bindeglied zwischen unternehmerischer Initiative und der Umsetzung des Verkaufs am Markt.
Die Ziel- und Maßnahmeentscheidungen zur Gestaltung alles Informationen welche das Produkt betreffen obliegen dem Bereich der Kommunikationspolitik.
Weiterführende Links
http://www.unternehmerweb.at/unternehmer_marketing_arten.php
Um eine komplexe Projektaufgabe zielgerichtet und termingerecht durchführen zu können, ist eine gute Zeitplanung nötig. Da zu Projektbeginn noch längst nicht alle Tätigkeiten, die während des ganzen Projektes anfallen, bekannt sind, ist eine permanente Kontrolle und Anpassung dieser Teilschritte notwendig. Folgende Fragestellungen helfen, die Projektplanung zu strukturieren und überschaubar zu machen:
• Welche Aktivitäten sind für das Erreichen der Projektziele nötig? Das lässt sich zum Beispiel durch Brainstorming und Mindmapping aller notwendigen Tätigkeiten von der Kundenanfrage bis zum versandfertigen Packmittel ermitteln.
• Welcher Zusammenhang besteht zwischen den einzelnen Aufgaben? Zum Beispiel CAD-Zeichnen – Plotten des aktuellen Entwurfs – erneutes Einpflegen von Kundenwünschen.
• In welchen Phasen soll das Projekt abgewickelt werden? Eine mögliche Abfolge: Informationsphase, Planungsphase, Durchführungsphase, Analyse und Bewertung sowie Dokumentation. Die Reihenfolge kann sich für kleine Teilprozesse des Projektes beliebig oft wiederholen. Dafür muss ein Zeitplan festgelegt werden. Diesen sollte die Lehrperson vorgeben, da den Schülern dafür das Erfahrungswissen fehlt.
• In welcher Reihenfolge sind die Aktivitäten zu erledigen? Zum Beispiel geben produktionstechnische Gegebenheiten die Reihenfolge der Tätigkeiten vor: Drucken, Stanzen, Kleben oder CAD-Zeichnung fertigstellen, um eine verbindliche Vernutzung planen zu können.
• Welche Arbeitspakete können parallel ausgeführt werden? Zum Beispiel erstellt ein Schüler mit einem anderen Schüler gemeinsam die bebilderte Aufbauanleitung, da es schwierig ist, gleichzeitig Fotos zu machen und die Konstruktion in einer bestimmten Position zu halten.
• Welcher Zeitumfang wird für die einzelnen Aktivitäten benötigt? Da es für angehende Packmitteltechnologen sehr schwierig ist, abzuschätzen, wie lange man für die einzelnen Tätigkeiten braucht, gibt die Lehrperson den Zeitplan grob vor. Dieser ist dann von jedem Projektverantwortlichen (Schüler) auf sein konkretes Thema individuell anzupassen.
• Welche Meilensteine gilt es zu beachten und abzuarbeiten? Auch hier trifft die Lehrperson bereits eine konkrete Vorauswahl. Je nach Projektthema können sich jedoch Abweichungen ergeben. So ist die Handmusterherstellung im Papierhülsenbereich meist wesentlich stärker von handwerklichen Tätigkeiten geprägt als im Wellpappbereich. Ebenfalls gibt es dort gar keine CAD-Vernutzung – auch die Produktionsprozesse und die Kalkulation sehen vollkommen anders aus.
• Welche Materialien / Ressourcen sind wann in welchem Umfang bereitzustellen? Hier ist es ratsam, rechtzeitig über das durchzuführende Betriebsinterview im Ausbildungsbetrieb die geforderten Informationen (Maschinenformate, Maschinengeschwindigkeit, vorhandene Materialien) abzufragen, um diese dann während des Projektverlaufs zur Verfügung zu haben. Wenn rechtzeitig absehbar ist, dass spezielle Materialien benötigt werden, so können diese über die Schule auch bei den entsprechenden Firmen angefordert werden.
• Welche Kostenarten fallen bei welchen Arbeitstätigkeiten an? Für die später zu erstellende Kalkulation ist es hilfreich, sich schon bei der Beschaffung der Materialien Gedanken zu machen, welchen Preis das Material hat, welcher Maschinenstundensatz bei den eingesetzten Maschinen zugrunde gelegt ist usw. ...
• Wie hoch werden die Gesamtkosten des Projektes sein? Zur Berechnung der Gesamtkosten ist es wichtig, sich rechtzeitig über die Lohn-, Fertigungs- und Betriebsgemeinkosten im Betriebsinterview zu informieren. Welche branchentypischen Gewinnzuschläge werden eingerechnet?
• Welche qualitätssichernde Maßnahmen werden während der Projektarbeit ergriffen? Da der Rahmen der Projektarbeit zeitlich sehr begrenzt ist, reicht hier exemplarisch ein Testverfahren, um die Qualitätsicherung in einem Bereich der gesamten Projektarbeit exemplarisch darzustellen.
• Welches Risiko zur Zielerreichung ist in der Planung vorhanden – und wie kann das Risiko minimiert werden? Zeitverschwendung zu Projektbeginn, wenig zielgerichtetes Arbeiten, zu hoch gesteckte komplizierte Ziele, die über CAD nicht umsetzbar sind, können zu unvorhergesehenen Projektverzögerungen führen. Stellt man dies während der Projektarbeit fest, so sollte möglichst schnell ein einfach zu realisierender „Plan B“ entwickelt werden, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.
• Wie kann das ganze Projekt dokumentiert werden? Auch hierzu gibt es Vorlagen von bereits durchgeführten Projektarbeiten. Wichtig ist, dass die im Einzelnen durchgeführten Schritte der Projektarbeit für einen Laien gut nachvollziehbar sind. Hier wird oft übersehen, dass Inhalte (konkrete Beschreibung der Handmusterherstellung auf dem Schneidplotter) für die angehenden Packmitteltechnologen schon so selbstverständlich sind, dass diese in der Dokumentation nicht auftauchen. Dabei sind sie für das Gesamtverständnis der Arbeit enorm wichtig.
=> Schlechte Projektplanung ist die Hauptursache für Projektfehlschläge und mangelnde Zielerreichung. Wer sein Projekt nicht professionell managt und die Teambeteiligten nicht motivieren kann, gerät schnell in einen Teufelskreis unerledigter Aufgaben – mit bösen Folgen für Qualität und Termine.
Abb. 12.22: Werden immer wieder anstehende und abzuschließende Arbeiten nicht erledigt oder verschoben, so kommt man in einen Teufelskreis unerledigter Aufgaben. (Quelle: Eigene Darstellung)
Wie gelangt man in der Praxis zum Projektfahrplan (Projektinhalte und deren Zuordnung, Termine und Zeitbedarf ergeben dann den Projektablaufplan)? Hier hat sich in der Praxis der Einsatz von Mindmapping-Software (zum Beispiel Mindjet, Mind View) als sehr hilfreich erwiesen. Diese hat den Vorteil, dass neben der übersichtlichen Darstellung in einer Mindmap später auch Termine und Zeiten hinzugefügt werden können. Weiter lässt sich die erstellte Map in verschiedenen Formaten (Worddokument, OpenOffice) ausgeben. Somit können die Daten gleich zur Erstellung der Dokumentation verwendet werden.
Die einzelnen Äste in der Map sollten nur so weit aufgegliedert werden, dass die einzelnen Äste kontrollierbare Arbeitspakete darstellen. Dabei umfasst ein Arbeitspaket alle Vorgänge eines Projektes, die sachlich zusammengehören und in einer organisatorischen Einheit ausgeführt werden können. Wer welches Arbeitspaket ausführt, wird vom Projektverantwortlichen festgelegt (in diesem Projekt liegen alle Zuständigkeiten beim Projektverantwortlichen). So wäre es zum Beispiel durchaus denkbar, den Preis für die benötigten Stanzformen über den Ausbildungsbetrieb bei einem Stanzformenbauer anzufragen, um diesen dann mit in der Kalkulation aufzuführen.
Anschließend kann zu jedem Arbeitspaket die dafür benötigte Zeit abgeschätzt werden und in die Mindmap eingetragen werden. Die tatsächlich benötigte Zeit wäre dann wiederum Grundlage für die Kostenkalkulation der Projektarbeit.
Abb. 12.23: Gantt-Diagramm des Schulprojektes. In der linken Spalte sind die einzelnen Aufgaben und Tätigkeiten aufgeführt. In den folgenden Spalten finden sich die Start- und Endzeiten der einzelnen Aufgaben. Im breiten rechten Teil der Darstellung sieht man die Balken, die den Zeitverlauf über das Schuljahr hinweg kennzeichnen. (Quelle: Eigene Darstellung)
Mit Hilfe der Mindmapping-Software (Mindjet) lässt sich dann ein Projektterminplan (Gantt-Diagramm – benannt nach dem Erfinder des Diagramms) erstellen. Hierzu sind für jede Tätigkeit ein Startzeitpunkt und ein Endzeitpunkt festzulegen. Die Dauer jeder Tätigkeit muss zuvor sinnvoll abgeschätzt werden. Ferner können nachfolgende Tätigkeiten nur starten, wenn vorhergehende Tätigkeiten bereits abgeschlossen sind. Wichtig ist auch, dass die Meilensteine alle erreicht werden können. Um dies zu gewährleisten, sind gegebenenfalls Pufferzeiten einzuplanen.
Siehe https://mediencommunity.de/content/u10-marktforschung-0
Siehe https://mediencommunity.de/content/u11-kommunikationspolitik-0
Unterscheidung in inhaltliches Konzept, Präsentationsfolien und den eigentlichen Vortrag.
Inhaltliches Konzept
Eine gute und nachvollziehbare Gliederung sollte am Anfang stehen. Diese sollte einen konzeptionellen »roten« Faden besitzen.
Ihre Zuhörer müssen die Präsentationen lesen und verstehen können. Deshalb:
Keep It Short and Simple
! KISS!
Überladen Sie die Folien nicht. Wenig Text, sprechende Überschriften, klare Gliederung! Faustregel: Bei Aufzählungen u.ä. nicht mehr als 7 Stichpunkte pro Folie. Setzen Sie nichts auf die Folie, auf das Sie später im Vortrag nicht eingehen, dann lieber weglassen.
Würzen Sie zudem Ihren Vortrag mit Demos und Beispielen. Diese können auch komplexe Zusammenhänge verständlich darstellen. Probieren Sie aber die Demos aus und machen Sie sich mit deren Bedienung vertraut!
Man kann Folien so gestalten, dass für jeden erkennbar ist, was sie darstellen!
Achten Sie auf eine kontrastreiche Farbzusammensetzung und große Schrifttypen, und serifenlose Schriftarten. Man muß nämlich nicht alle 108 verschiedenen Animationsmöglichkeiten in seinen Vortrag integrieren!
Folien sind kein Lesemedium! Sie sollen den Vortrag ergänzen, nicht verdoppeln.
Im besten Fall befinden sich auf den Folien nur ergänzende Informationen (Grafiken, Bilder, Tabellen, Beispiele, Demos, etc.), die der Vortragende einsetzt, um die Inhalte besser "rüberzubringen". Im schlimmsten Fall befinden sich auf den Folien halbe oder gar ganze Sätze ...
Als Faustregel kann gelten: 2-3 Minuten pro Folie. Daraus folgt: maximal 30 Folien bei 60 Minuten Vortragszeit.
Einige grundlegenden Tipps und Orientierungspunkte für das vortragen einer Präsentation.
Das wichtigste für einen Vortrag ist die Beherrschung des Themas! Wer das Thema nicht verstanden hat, hält automatisch einen schlechten Vortrag!
Die Wirkung eines Vortrages hängt zu mehr als 90% von Körperhaltung und Stimme ab! Nuschelnde Redner kann man nicht nur schwer verstehen, sie gelten auch als inkompetent und unsicher. Man sollte auch keine Präsentation im Sitzen halten, denn dadurch verliert der Vortrag an Dynamik. Man sollte den Blickkontakt mit dem Publikum suchen und nicht während des Vortrages ständig auf die Leinwand schauen
Vor Aufregung und Lampenfieber ist niemand gefeit, doch eines ist sicher: eine gute Vorbereitung hilft! So ist es hilfreich einen Vortrag intern – unter Umständen vor einem kleinen Testpublikum – zu üben. So bekommtm man auch einen Eindruck von der Dauer des Vortrages
Keine Angst vor Pausen
Ihr Publikum sieht Ihren Vortrag zum ersten Mal und hat meistens auch keine Ahnung von Ihrem Thema. Deswegen lassen Sie ihm ein wenig Zeit, alle Informationen, die Sie verbreiten, auch aufzunehmen.
Technik vor ab testen udn immer mit doppeltem Boden arbeiten, also nicht nur Daten auf Laptop, sondern mindestens eine Sicherheitskopie auf Datenträger mitführen. Eigener laptop, dann immer an den passenden Adapter für den beamer denken.
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Quelle: http://zach.in.tu-clausthal.de/praesentation-regeln.html
Weiterführende Links:
http://karrierebibel.de/das-abc-der-praesentation-so-praesentieren-sie-richtig-mit-powerpoint-co/
Ich unterscheide in Präsentationsplanung als rein technischen/äußerlich vorbereitenden Planungsschritt und der Vortragsplanung als den inhaltlichen Planungsschritt. Allerdings sind, bevor äußerliche Entschlüsse gefasst werden können, inhaltliche Richtungen abzuklären (und deswegen in dieser Reihenfolge schon hier zu finden).
Folgende Medien können im Kompendium ab S I 692 nachgelesen werden:
Beamer, Visualizer, OH-Projektor, Metaplan, Plakat, Flipchart, Tafel und Whiteboard
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Beitrag von Peter Reicherd hierher verschoben (thematisch)
Thema
- Interessiert mich das Thema?
- Was will ich wissen?
- Warum will ich das wissen?
- Habe ich schon Material zum Thema?
- Wo finde ich Material?
- Kann ich das Thema bewältigen?
- Wie viel Zeit habe ich?
Brainstorming
- In Stichworte alles aufschreiben was einem einfällt
Recherche
- Suche in Internet, Bücher, Zeitung
- Verhältnis von Aufwand und Ertrag berücksichtigen
- Wie viel Zeit ist eingeplant?
- Ergebnisse mit Quellen fixieren
- Nicht nur kopieren sondern Exzerpte anlegen (Thema bezogene Textauszüge auswählen und unwichtige Sachen weglassen)
Stofferarbeitung
- Stoff verstehen
- Mit anderen darüber sprechen
- Im Gespräch werden Zusammenhänge klarer
- „Ich präsentiere nur Inhalte die ich selbst verstehe“
Stoffauswahl
- Reduktionsmethode (Stoff auf das Wesentliche beschränken)
- Kürzen: Überflüssiges, Doppeltes, Unwichtiges weglassen
- Verdichten: Keine ganzen Sätze sondern kurze Teilsätze
A-B-C- Analyse
A-Inhalte: Inhalte, die präsentiert werden müssen
B-Inhalte: Inhalte, die präsentiert werden sollten
C-Inhalte: Inhalte, die präsentiert werden können wenn genügend Zeit bleibt
5 Schritte der Rhetorik
Schritt 1: (inventio)
Stoffsammlung
Brainstorming, alle Inhalte und Gesichtspunkte zusammentragen
Schritt 2: (dispositio)
Gefundenes Material strukturieren in Einleitung, Hauptteil, Schluss
Schritt 3: (elocutio)
Vortrag in eine Form bringen, auf Zielgruppe anpassen
Schritt 4: (memoria)
Vortrag einprägen, nicht auswendig lernen, frei sprechen,
Schritt 5 (pronuntiatio, actio)
Angemessene Mimik und Gestik, Blickkontakt halten
Aufbau eines Vortrages
Begrüßung und Vorstellung
Publikum begrüßen, sich vorstellen, Thema nennen, kurz erläutern
Einleitung
Gelungene Einleitung ist Schlüssel zum Erfolg, Zuhörer in den Bann ziehen und begeistern
Hauptteil
Inhalte präsentieren, für Zuhörer muss Struktur erkennbar sein
Schluss
Kernaussage zusammenfassen, Resümee ziehen, Diskussion mit Publikum, Fragen, Abschiedsgruß
AIDA - Gliederungsprinzip eines Vortrages
– Attention, Aufmerksamkeit (Mit der Einleitung Publikum gewinnen)
– Interest, Interesse (Interesse des Zuhörers wecken)
– Desire, Verlangen
– Action, Handeln
Bei einer Zielgruppe handelt es sich um eine Gruppe von Personen, die ein Marktanbieter als potenzielle Abnehmer für ein Produkt oder eine Dienstleistung erfasst.
Checkliste:
Folgen
Die Zielgruppe, d.h die Personengruppe, die durch die Werbebotschaft angesprochen werden soll, wird nach folgenden Kriterien beurteilt:
Um diese Stichpunkte zusammen zu fassen, kann man auch die "Soziodemographie" nutzen.
Sinus-Milieus
Die Sinus-Milieus gruppieren Menschen, die sich in ihrer Lebensauffassung und Lebensweise ähneln. Die grundlegende Wertorientierung geht dabei ebenso in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen zur Arbeit, zur Familie, zur Freizeit, zu Geld und Konsum. Zwischen den unterschiedlichen Milieus gibt es Berührungspunkte und Übergänge.
Folgende Milieus werden unterschieden:
Sinus-Milieu stammt aus dem Bereich Marketing und beschreibt soziale Gruppen der Gesellschaft sortiert nach geografischen, verhaltsbezogenen, soziodemografischen und psychiografischen Variablen. Hintergrund ist es an Hand von Sinus-Milieus Produkte zielgerichteter auf dem Markt zu etablieren bzw. zu platzieren.
Alle Gruppen die das Sinus Institut erstellt sind um die 10% groß. So ergeben sich 10 verschiedene Gruppierungen für die Bevölkerung. Diese Einteilung kann besonders bei der Findung einer Zielgruppe helfen. Und die Zielgruppe hilft wiederum dabei die richtige Werbebotschaft für euer Produkt zu finden.
Stell dir beispielsweise vor, du hältst eine Präsentation vor einem Kunden und versuchst diesem deine Werbemaßnahmen zu verkaufen. Das Produkt ist eine besonders preisgünstige Milch. Nach deiner Einschätzung wird sich ein großer Teil der Zielgruppe im Nostalgisch-Bürgerlichen Millieu bewegen. Da dieses Millieu sich besonders nach alten Zeiten sehnt stellst du als Werbebotschaft die Traditionelle Arbeit im Milchbetrieb in den Vordergrund. Deine Headline ist Beispielsweise: Gute Milch aus bester Tradition. Mithilfe des Sinus Millieus kannst du dem Kunden deine kreative Idee auf ein nachvollziehbares Fundament stellen, welches auch außerhalb der Werbeindustrie verstanden wird.
Das Sinus Institut überarbeitet ihre Millieus in regelmäßigen Abständen um mit dem Wandel der Gesellschaft Schritt zu halten. Die folgende Auflistung stammt aus dem Jahr 2022 von der Webseite des Institutes: (http://www.sinus-institut.de)
1. Traditionelles Milieu
Die Sicherheit und Ordnung liebende ältere Generation: verhaftet in der kleinbürgerlichen Welt bzw. traditionellen Arbeiterkultur; anspruchslose Anpassung an die Notwendigkeiten; steigende Akzeptanz der neuen Nachhaltigkeitsnorm; Selbstbild als rechtschaffene kleine Leute
2. Konservativ-Gehobenes Milieu
Die alte strukturkonservative Elite: klassische Verantwortungs- und Erfolgsethik sowie Exklusivitäts- und Statusansprüche; Wunsch nach Ordnung und Balance; Selbstbild als Fels in der Brandung postmoderner Beliebigkeit; Erosion der gesellschaftlichen Führungsrolle
3. Nostalgisch-Bürgerliches Milieu
Die harmonieorientierte (untere) Mitte: Wunsch nach gesicherten Verhältnissen und einem angemessenen Status; Selbstbild als Mitte der Gesellschaft, aber wachsende Überforderung und Abstiegsängste; gefühlter Verlust gelernter Regeln und Gewissheiten; Sehnsucht nach alten Zeiten
4. Prekäres Milieu
Die um Orientierung und Teilhabe bemühte Unterschicht: Dazugehören und Anschlusshalten an den Lebensstandard der breiten Mitte – aber Häufung sozialer Benachteiligungen und Ausgrenzungen; Gefühl des Abgehängtseins, Verbitterung und Ressentiments; Selbstbild als robuste Durchbeißer
5. Postmaterielles Milieu
Engagiert-souveräne Bildungselite mit postmateriellen Wurzeln: Selbstbestimmung und -entfaltung sowie auch Gemeinwohlorientierung; Verfechter von Post-Wachstum, Nachhaltigkeit, diskriminierungsfreien Verhältnissen und Diversität; Selbstbild als gesellschaftliches Korrektiv
6. Adaptiv-Pragmatische Mitte
Der moderne Mainstream: Anpassungs- und Leistungsbereitschaft, Nützlichkeitsdenken, aber auch Wunsch nach Spaß und Unterhaltung; starkes Bedürfnis nach Verankerung und Zugehörigkeit; wachsende Unzufriedenheit und Verunsicherung aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung; Selbstbild als flexible Pragmatiker
7. Milieu der Performer
Die effizienzorientierte und fortschrittsoptimistische Leistungselite: globalökonomisches und liberales Denken; gesamtgesellschaftliche Perspektive auf der Basis von Eigenverantwortung; Selbstbild als Stil- und Konsum-Pioniere; hohe Technik- und Digital-Affinität
8. Konsum-Hedonistisches Milieu
Die auf Konsum und Entertainment fokussierte (untere) Mitte: Spaßhaben im Hier und Jetzt; Selbstbild als cooler Lifestyle-Mainstream; starkes Geltungsbedürfnis; berufliche Anpassung vs. Freizeit-Eskapismus; zunehmend genervt vom Diktat der Nachhaltigkeit und Political Correctness
9. Expeditives Milieu
Die ambitionierte kreative Bohème: Urban, hip, digital, kosmopolitisch und vernetzt; auf der Suche nach neuen Grenzen und unkonventionellen Erfahrungen, Lösungen und Erfolgen; ausgeprägte Selbstdarstellungskompetenz, Selbstbild als postmoderne Elite
10. Neo-Ökologisches Milieu
Die Treiber der globalen Transformation: Optimismus und Aufbruchsmentalität bei gleichzeitig ausgeprägtem Problembewusstsein für die planetaren Herausforderungen; offen für neue Wertesynthesen: Disruption und Pragmatismus, Erfolg und Nachhaltigkeit, Party und Protest; Selbstbild als progressive Realisten; Umwelt- und klimasensibler Lebensstil
Ab hier findet ihr eine etwas veraltete Einteilung, welche aber noch regelmäßig gelehrt wird:
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1. Konservativetabliertes Milieu
Das klassische Establishment: Verantwortungs- und Erfolgsethik, Exklusivitäts- und Führungsansprüche versus Tendenz zu Rückzug und Abgrenzung
2. Liberlintellektuelles Milieu
Die aufgeklärte Bildungselite mit liberaler Grundhaltung, postmateriellen Wurzeln, Wunsch nach selbstbestimmtem Leben und vielfältigen intellektuellen Interessen
3. Milieu der Performer
Die multi-optionale, effizienzorientierte Leistungselite mit global-ökonomischem Denken und stilistischem Avantgarde-Anspruch
4. Expeditives Milieu
Die stark individualistisch geprägte digitale Avantgarde: unkonventionell. kreativ, mental und geografisch mobil und immer auf der Suche nach neuen Grenzen und nach Veränderung
5. Sozialökologisches Milieu
Idealistisches, konsumkritisches, konsumbewusstes Milieu mit ausgeprägtem ökologischm und sozialen Gewissen: Globalisierungs-Skeptiker, Bannerträger von Political Correctness und Diversity
6. Traditionelles Milieu
Die Sicherheit und Ordnung liebende Kriegs-/Nachkriegsgerneration: in der alten kleinbürgerlichen Welt bzw. in der traditionellen Arbeiterkultur verhaftet
7. Bürgerliche Mitte
Der leistungs- und anpassungsbereite bürgerliche Mainstream: Bejahung der
gesellschaftlichen Ordnung; Streben nach beruflicher und sozialer Etablierung, nach gesicherten und harmonischen Verhältnissen
8. Adaptivpragmatisches Milieu
Die mobile, zielstrebige junge Mitte der Gesellschaft mit ausgeprägtem
Lebenpragmatismus und Nutzenkalkül: erfolgsorientiert und kompromissbereit, hedonistisch und konventionell, starkes Bedürfnis nach „flexicurity“ (Felibilität und Sicherheit)
9. Prekäres Milieu
Die Teilhabe und Orientierung suchende Unterschicht mit starken
Zukunftsängsten und Ressentiments: Bemüht, Anschluss zu halten an die
Konsumstandarts der breiten Mitte als Kompensationsverscuh sozialer
Benachteiligunen; gerine Austiegsperspektiven und delegative/reaktive
Grundhaltung, Rückzug ins eigene soziale Umfeld
10. Hedonistisches Milieu
Doe Spaßorientierte moderne Unterschicht/ untere Mittelschicht: Leben im
Hier und Jetzt, Verweigerung von Konventionen und Verhaltenserwartungen
der Leistungsgesellschaft
Einen guten Überblick bietet das PDF vom Stern Verlag
Siehe https://mediencommunity.de/content/u10-navigationsarten-0
Siehe https://mediencommunity.de/content/u12-funktionalit%C3%A4t-von-websites-0
Siehe https://mediencommunity.de/content/u2-lasten-pflichtenheft
Definition
Als medienneutral bezeichnet man Daten, die nicht für eine spezielle Ausgabebedingung vorbereitet sind, sondern als Grundlage für viele verschiedene Ausgabesituationen dienen können. Vorgehensweise wird auch als „Cross Media“ bezeichnet.
Ziel
Daten können im Internet sowie auch im verschiedenen Druckverfahren mit unterschiedlichen Bedruckstoffen ausgegeben werden.
• Mehrfachnutzung der Daten (Internet/Druck)
• Flexibilität bei der Wahl des Druckverfahrens
Lösung
• Fotos werden auch nach dem bearbeiten in RGB abgespeichert
Anwendungsbereiche
• Bei den Farbbildern ist eine gute Konvertierung am wichtigsten
• CMYK-Bilder sind nur dann angesagt, wenn der Schwarzaufbau sehr wichtig ist
• Texte, Grafiken und Graustufenbilder sind nicht so kritisch und sollten wie bisher in Geräte-CMYK oder Graustufen angelegt und später nicht mehr konvertiert werden
Alte Arbeitsweise
Fotos wurden schon in Photoshop in CMYK umgewandelt
-> Nachteil: Druckverfahren, Bedruckstoff musste zu diesem
Zeitpunkt bekannt sein und eine Mehrfachnutzung (z.B. Anzeige in Zeitung, Katalog auf gestrichenem Papier, Siebdruck) der Daten war nur möglich wenn die Datei im RGB-Modus und dann jeweils in den verschiedenen CMYK ICC-Profilen abgespeichert wurde.
Vorgehensweise
• RGB-Bilder sollten in möglichst großem Farbraum erstellt sein. (ECI-RGB optimal, am besten kein sRGB.). Trotzdem sehen wie es gedruckt aussehen wird: Im Softproof in Photoshop/Indesign kann man dies simulieren. Außerdem kann man in Photoshop die Farbumfangswarnung anklicken, um zu sehen welche Farben in CMYK nicht umsetzbar sind.
• RGB-Bilder werden dann erst kurz vor dem Druck in den Ausgabefarbraum konvertiert
Die 3 Konzepte (Wann wird konvertiert?)
• Early Binding (am Anfang wir gleich in CMYK konvertiert): keine medienneutralen Daten! -> alte Arbeitsweise
• Intermediate Binding (bei der PDF-Erstellung wird in CMYK konvertiert)
• Late Binding (PDF ist noch in RGB, konvertiert wird erst von Druckerei im Ausgabeworkflow oder sogar erst im RIP des Belichters oder der Digitaldruckmaschine)
Vorteile
• große Flexibilität in Bezug auf die Wahl des Druckverfahrens und des Papiers
• Verschiebung der Verantwortung: Dadurch verschiebt sich natürlich die Verantwortung für die richtige Farbe vom Erzeuger der Druckvorlage zur Druckerei.
• Druckerei kann entscheiden welches Profil für den Auftrag am besten ist
• Eine unnötige Zerstörung von Daten (Farbumfang) wird vermieden
• alle Bilder eines Druckjobs werden mit den gleichen Einstellungen (z.B. Schwarzaufbau, Gesamtfarbauftrag) separiert, was dem Drucker die Arbeit wesentlich erleichtert.
• Speicherplatz wird eingespart (es müssen nicht die RGB und die CMYK Bilder gespeichert werden)
Nachteile
• Farbeinfluss des Erstellers geht weitestgehend verloren -> zur High-End-Bildbearbeitung eher weniger geeignet
• Nur zu empfehlen wenn bekannt ist, dass die Druckerei genau weiß was sie tut (Fachmänner sind dazu nötig)
• Für viele Anwender noch ungewohnt
• Es ist eine Umstellung/Umdenken beim Erzeuger wie auch in der Druckerei notwendig
Stichwort — „Cross Media Publishing“
Seine Daten fehlerfrei in einen strukturierten Datenbestand überführen, der Medienunabhängig, also sowohl für Print als auch Digital, ist.
Das Ziel bei der Verwendung Medienneutraler Daten ist:
Mit möglichst geringem Aufwand in einer einzigen Quelle vorliegende Inhalte mehrfach nutzen und in unterschiedlicher Zusammenstellung über verschiedenste Kanäle zum Kunden bringen.
Allgemeine technischen Anforderungen an medienneutrale Daten
- Grundvoraussetzung: Fehlerfreier Datenbestand (dient als Quelldatenformat).
- Plattformneutralität: die Daten müssen auf allen Computersystemen verwendbar sein.
- Herstellerunabhängigkeit: Nicht an Hard- und Software eines bestimmten Herstellers gekoppelt
- Sprachunabhängig: Ein Format, auf das man prinzipiell mit beliebigen Programmiersprachen zugreifen kann
- Die Möglichkeit, Daten gemäß ihren spezifischen Inhalten und Strukturen automatisch auswerten zu können: Eine Überschrift ist als eine solche gekennzeichnet, ein Paragraph ist als Paragraph gekennzeichnet etc.
Strukturen statt Formatierungen
Die Struktur wohnt dem Dokument aus seinem Inhalt inne, während die Formatierung nichts Absolutes ist. Anders gesagt: Ein Dokument kann auf unterschiedlichster Weise formatiert werden, ohne das es seine Struktur verliert.
Schon immer war es die Aufgabe eines Schriftsetzers, die Struktur des Textes mit Hilfe von Typographie sichtbar zu machen — Dafür muss er sich mit der Struktur und dem Inhalt der Texte auseinandersetzen. Die Methode, die Struktur eines Textes in einer objektivierten und für den Rechner lesbaren Form im Dokument abzuspeichern, löst eine ganze Reihe von Problemen:
- Der Test wird automatisiert weiterverarbeitet, unabhängig von der Typographie
- Es entfällt die Notwendigkeit, das die Struktur immer wieder durch die unterschiedlichsten Stellen (Lektorat, Redaktion, Gerstellung, technischer Betrieb) erschlossen werden muss
- Daten sind nun durch intelligente Suchanfragen recherchierbar
- Der Weg zu kostengünstiger Mehrfachnutzung ist frei
In einem Text lassen sich sehr viel mehr Informationen abspeichern als zur rein typographischen Umsetzung benötigt werden, z.B. Verwaltungsinformationen, die überhaupt nicht gedruckt werden sollen, aber für einen Verlag von großem Nutzen sein können. Bei einem Lexikon kann dies zum Beispiel der Autor sein, um die Autorenabrechnung nach Zeilen/Anschlägen vollautomatisch berechnen zu können.
XML als Format für medienneutrale Daten
Auf Basis der oben genannten Anforderungen und auf der Suche nach einem „Standard“ fand sich 1986 die SGML (Standard Generalized Markup Language). Sie ist eine Auszeichnungssprache, die alle auf der Welt befindlichen Texte beliebiger Sprache strukturieren kann. Da sich SGML für viele Anwender als zu komplex erwies, gilt seit 1998 XML als Standard für inhaltliche und strukturelle Kodierung medienneutraler Daten.
Verlagsprojekte und XML
Bei allen Vorteilen ist XML nicht für jedes Verlagsprojekt geeignet. Folgende vier Hauptgesichtspunkte sprechen für die Arbeit in medienneutralen Strukturen:
- Die Mehrfachverwertung des Datenbestandes ist sehr wahrscheinlich: Das allein ist ein Grund, die mehrfache Datenpflege zu vermeiden und alle Korrekturen in einen zentralen, automatisch weiterverwertbaren Datenbestand einzutragen.
- Es ist eine recherchierbare, elektronische Ausgabe des Datenbestandes geplant
- Durch den Einsatz von CML lassen sich Zeit und Kosten in Redaktion und Herstellung sparen: Durch klare, immer wiederkehrende Abläufe lässt sich ein schlanker, überprüfbarer Workflow etablieren. Sinnvoll ist dies bei allen regelmäßig aktualisierten Werken wie bei Werken mit vielen Autoren und umfangreichen Redaktionen
- Die inhaltliche und/oder administrative Arbeit wird durch den Einsatz von XML signifikant erleichtert:
Jeder Verlag, der XML verwendet, wird einen neuen Titel auf die oben genannten vier Punkte prüfen und anhand dessen entscheiden, ob der Titel konventionell (also z.B. mit einem DTP-Programm) oder auf Grundlage eines medienneutrale ausgezeichneten Datenbestandes produziert wird.
Der Weg zu XML
Mittlerweile gibt es diverse XML-Standards für die medienneutrale Kodierung von technischen Dokumentationen oder literarischen Texten. Dort, wo die Texte nicht in einen solchen Standard passe, kann man sich eine eigene XML-Struktur definieren und festlegen, wie die Daten zu verarbeiten sind.
Zuerst gilt es also zu bestimmen, ob die Inhalte die man hat, in einen schon bestehenden XML-Standard passen oder ob eine eigene Struktur geschaffen werden muss. Hierzu bedient man sich häufig externen Dienstleistern und Experten.
Der Übertrag der Daten kann auf drei Wegen geschehen: Erfassung in XML, Satz in XML, Konvertierung vorhandener Satzdaten in XML
Erfassung in XML
Für externe Autoren wird dies wohl die Ausnahme sein, da diese selten von ihrer gewohnten Arbeitsumgebung (Textverarbeitungsprogramm) abgebracht werden können. Man kann mit dem Einsatz geeigneter Software (XML-Editor, evtl. in Verbindung mit einem Redaktionssystem) die Arbeitsabläufe von vornherein optimierten. I.d.R. sollte ein solcher XML-Editor an die Erfordernisse des Bearbeiters angepasst werden. Diese Editoren haben ein ähnliches –Look and Feel- wie normale Textverarbeitungsprogramme.
Medienneutrale Farbräume
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Aufgabensammlung mit Musterlösungen zur Prüfungsvorbereitung im Bereich „Fachenglisch für die Mediengestalter-Abschlussprüfung“
Autorinnen: Dr. Ilona Buchem und Henrike Hamelmann
(wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Forschungsprojekt „Mediencommunity 2.0
Für Mediengestalter-Auszubildende haben wir Musteraufgaben mit Musterlösungen aufbereitet und zusammengestellt, um die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung im Bereich Fachenglisch zu unterstützen.
Die hier dargestellten Musteraufgaben können zum eigenständigen Lernen oder zum Lernen in einer Gruppe, z. B. mit anderen Auszubildenden, genutzt werden.
Alle Aufgaben und Aufgabenlösungen haben wir im Rahmen des Forschungsprojektes „Mediencommunity 2.0“ (www.mediencommunity.de) in Abstimmung mit Fachexperten erstellt und in der virtuellen Mediencommunity-Lerngruppe zur Prüfungsvorbereitung auf die Mediengestalter-Abschlussprüfung im Fachenglisch mit ca. 60 Auszubildenden in drei Durchläufen erprobt.
Da wir sowohl von den Auszubildenden als auch von den Fachexperten positives Feedback zu unseren Musteraufgaben und Musterlösungen bekommen haben, möchten wir diese allen Mediengestalter-Auszubildenden frei zur Verfügung stellen. Auch Berufsschullehrer können diese Sammlung nutzen, um den Unterricht und die Prüfungsvorbereitung zusätzlich zu unterstützen.
Wir empfehlen den Auszubildenden, mindestens 6 Wochen vor der Abschlussprüfung mit der Bearbeitung von Musteraufgaben anzufangen. Wir haben für Sie insgesamt 30 Aufgaben zusammengestellt und empfehlen Ihnen eine Aufgabe pro Tag zu bearbeiten, um regelmäßig und trotzdem zeitlich flexibel zu üben. Für jede Aufgabe benötigen Sie ca. 10 bis 15 Minuten Bearbeitungszeit. Die 30 Aufgaben gliedern sich nach drei Themenbereichen mit 10 Aufgaben pro Themenbereich, d. h. es gibt 10 Aufgaben zum Thema „Korrespondenz“, 10 Aufgaben zum Thema „Bedienungsanleitung“ und 10 Aufgaben zum Thema „Präsentieren“.
Das Lernen in kleinen Schritten und in kurzen Abständen nach dem Microlearning-Ansatz hilft Ihnen, sich regelmäßig und gleichzeitig in flexibler Abstimmung mit Ihren anderen schulischen und außerschulischen Aktivitäten auf Ihre Prüfung vorzubereiten.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Buchem, I. & Hamelmann, H. (2010). Microlearning: a strategy for ongoing professional development. eLearning Papers, 21. Verfügbar unter: http://www.elearningeuropa.info/files/media/media23707.pdf
Das eBook kann auf dieser Seite ale Datei im eBook-Format heruntergeladen werden. Zur Nutzung von eBooks benötigen Sie einen eBook-Reader bzw. eBook-Software für Ihren Rechner. Infos unter http://de.wikipedia.org/wiki/E-Book.
Siehe https://mediencommunity.de/content/u11-kalkulation-druckprodukt-0
Unter Falzen ist ein Zusammenlegen und Brechen von flächigem Material zu verstehen. Die durch das Falzen entstandene Materialverformung entlang der Falzlinie, genannt Falzbruch, ist anders als beim Falten, nicht mehr rückgängig zu machen.
Weiterführende Informationen finden Sie in der PDF-Datei, die Sie herunterladen können,
oder in diesen Kapiteln:
5.2.1 Grundlegende Begriffe
5.2.2 Falzarten
5.2.3 Maschinelle Falzprinzipien
5.2.4 Falzmaschinentypen
5.2.5 Anlegersysteme
5.2.6 Auslegersysteme
5.2.7 Zusatzeinrichtungen
5.2.8 Falz- und Falzwerkschema
5.2.9 Einrichten und Falze
5.2.10 Von Hand auszuführende Arbeiten
5.2.11 Falztechnisch wichtige Papiereigenschaften
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Definition: Falzen = ein flächiges Material zusammenlegen und brechen.
Material wird entlang einer Falz-Linie verformt. Das Fachwort ist Falzbruch.
Oft werden die Wortteile "-bruch" und "-falz" synonym verwendet. Das heißt, man kann Werkbruch oder Werkfalz sagen. Beides ist richtig.
Der ungefalzte Bogen wird als Planobogen bezeichnet. Werden mehrere Planobogen übereinander gelegt und dann zusammen gefalzt, so spricht man von Lagenfalzung.
Falzungen können sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch ausgeführt werden.
Wird in der Mitte des Bogens gefalzt, so handelt es sich um symmetrische Falzung.
Erfolgt die Falzung außerhalb der Mitte, liegt eine asymmetrische Falzung vor.
Nach dem Verwendungszweck unterscheidet man gelegentlich die sogenannten Prospektfalzungen von den Werkfalzungen. Im Gegensatz zur Prospektfalzung muss bei der Werkfalzung die Möglichkeit des Heftens durch den letzten Bruch gegeben sein, damit die Falzbogen für die Buchblockherstellung geeignet sind.
Werden zwei Falzbogen in einem gefalzt, so wird dies als Falzen von Doppelnutzen oder auch als Falzen im Doppelstrom bezeichnet.
Falzbogen, die beispielsweise auf dem Sammelhefter weiterverarbeitet werden, erhalten oft einen Greiffalz von ca. 8 mm. Dies ermöglicht ein problemloses Öffnen der Bogen mit Greifern, weil der hintere Bogenteil (Nachfalz) oder der vordere Bogenteil (Vorfalz) übersteht.
Nach dem Größenverhältnis zwischen Breite und Höhe des Falzbogens werden, ebenso wie bei anderen Printprodukten, die Formatgruppen Hoch-, Quer-, Schmal- und quadratisches Format unterschieden.
Fachbegriff | Erklärung |
Planobogen | Nicht gefalzter Bogen. |
Lagenfalzung | Mehrere Bogen liegen übereinander und werden gefalzt. |
Symmetrische Falzung | In der Mitte gefalzter Bogen. |
Asymmetrische Falzung | Außerhalb der Mitte gefalzter Bogen. |
Prospektfalzung | Bogen, der nur gefalzt wird, z. B. für Flyer. |
Werkfalzung | Bogen, der am letzten Falzbruch geheftet werden kann, z.B. für Bücher. |
Doppelnutzen falzen | 2 Falzbogen werden zusammen gefalzt. |
Falzbogen für die Weiterverarbeitung in einem Sammelordner bekommen einen Greiffalz von ca. 8 mm. Greifer können dann den Bogen gut öffnen, entweder am oberen Bogenteil oder am unteren Bogenteil.
Hochformat, Querformat, Schmalformat, quadratisches Format
Mindestangaben für die Kennzeichnung eines Falzbogens sind die Seitenzahl, die Anzahl der Brüche und die Falzart (z. B. 6 Seiten, Zweibruch Zickzackfalz).
Werden mehrere Falzarten bei der Falzung eines Bogens angewendet, dann sollten sie in der Reihenfolge ihres Entstehens genannt werden (z. B. 12 Seiten, Zweibruch Zickzackfalz und ein Bruch kreuz).
Falzbogen werden mit diesen Angaben gekennzeichnet:
Manchmal werden bei einem Bogen mehrere Falz-Arten angewendet. Dann nennt man die Angaben in der Reihenfolge ihres Entstehens.
Beispiel: 12 Seiten, 2-Bruch Zickzackfalz, 1-Bruch Kreuzfalz
Der Falzbruch liegt bei den Parallelfalzarten jeweils parallel zum vorausgegangenen Bruch.
Je nach Falzfolge werden vier Untergruppen unterschieden.
Mittenfalz (reine Parallelfalzung, Parallelmittenfalz): Es wird jeweils in der Mitte gefalzt. Die Zahl der Seiten verdoppelt sich mit jeder Falzung.
Wickelfalz: Der Bogen wird wickelförmig um das innere Blatt gefalzt. Das innere Blatt ist etwas kleiner zu halten, damit problemlos gefalzt werden kann.
Zickzackfalz (Leporellofalz): Die Falzrichtung wechselt zickzackförmig nach jedem Bruch.
Fensterfalz (Altarfalz/Schließfalz): Der Falzbogen lässt sich fensterartig nach links und rechts öffnen. Die ausklappbaren Blätter dürfen aus falztechnischen Gründen in der Mitte nicht aneinander stoßen.
Der Falzbruch ist immer parallel zum vorausgegangenen Bruch.
Man unterscheidet 4 Parallel-Falzungen:
Der Falz ist immer in der Mitte. Die Zahl der Seiten verdoppelt sich mit jeder Falzung.
Der Bogen wird wickelförmig um das innere Blatt gefalzt. Das innere Blatt muss etwas kleiner sein, damit man gut falzen kann.
Die Falzrichtung wechselt zickzackförmig nach jedem Bruch.
Man kann den Bogen nach rechts und links öffnen. Die ausgeklappten Seiten dürfen in der Mitte nicht aneinanderstoßen.
Der Falzbruch liegt bei der Kreuzfalzung jeweils senkrecht zum vorausgegangenen Bruch. Bei jeder Falzung verdoppelt sich die Zahl der Seiten. Je nach Anzahl der Brüche unterscheidet man folgende Bogenteile:
16 Seiten, Dreibruch Kreuzfalz = Ganzer Bogen (1/1 Bg.)
8 Seiten, Zweibruch Kreuzfalz = Halber Bogen (1/2 Bg.)
32 Seiten Vierbruch Kreuzfalz = Doppelbogen (2/1 Bg.).
Beispiel:
Der Vierbruch Kreuzfalz kann verschieden gefalzt werden. Je nach Falzfolge sind drei Varianten zu unterscheiden:
Deutscher Vierbruch: Der Bogen läuft nach dem zweiten Bruch nach rechts.
Englischer Vierbruch: Der Bogen läuft nach dem zweiten Bruch nach links.
Internationaler Vierbruch: Der Bogen läuft nach dem zweiten Bruch nach links und wird vor dem vierten Bruch gewendet.
Der Falzbruch ist immer senkrecht zum vorausgegangenen Bruch.
Bei einem Kreuzbruch-Falz wird der Bogen 2-, 3- oder 4-mal im rechten Winkel gefalzt. Dadurch erhält man 8, 16 oder 32 Seiten. Bei jeder Falzung verdoppelt sich die Seiten-Zahl.
8 Seiten, 2-Bruch Kreuzfalz = Halber Bogen (1/2 Bogen)
16 Seiten, 3-Bruch Kreuzfalz = Ganzer Bogen (1/1 Bogen)
32 Seiten, 4-Bruch Kreuzfalz = Doppelbogen (2/1 Bogen)
Der 4-Bruch Kreuzfalz kann verschieden gefalzt werden.
Je nach Falzfolge unterscheidet man 3 Varianten (siehe auch Falz-Schema):
Gemischte Falzung liegt vor, wenn mehr als eine der vorher genannten Falzarten in einem Falzbogen vorkommen.
Der Dreiviertelbogen (3/4 Bg.) wird z. B. häufig als 12 Seiten, Zweibruch Zickzackfalz und ein Bruch kreuz gefalzt.
Gemischte Falzung wird auch benötigt um Querformate aus gängigen Druckbogenformaten zu falzen. Beispielsweise werden 16 Seiten Querformat meistens nicht mit Dreibruch Kreuzfalz, sondern mit Dreibruch Zickzack und einem Bruch kreuz gefalzt.
Legen Sie sich eine Sammlung von verschiedenen Falzmustern an.
Definieren Sie die Falzbrüche: Seiten, Brüche, Falzart, Bogenteil.
Bei der gemischten Falzung werden Parallel-Falzungen und Kreuz-Falzungen kombiniert.
Sammeln Sie verschiedene Falzmuster.
Die maschinellen Falzprinzipien werden aus der Entstehung des Falzbruches abgeleitet.
Namensgeber ist jeweils das bestimmende Maschinenelement. In den gängigen Falzmaschinen wird fast ausschließlich das Taschen- und das Schwertfalzprinzip angewendet.
Rollenrotationsdruckmaschinen enthalten andere Falzaggregate, damit die schnelllaufenden Papierbahnen verarbeitet werden können. Hier findet man überwiegend das Trichterfalz- und das Falzklappenprinzip.
5.2.3.1 Taschenfalz (Stauchfalz)
5.2.3.2 Schwertfalz (Messerfalz)
5.2.3.3 Trichterfalz
5.2.3.4 Falzklappenprinzip (Trommelfalzprinzip)
Die meisten Falzmaschinen arbeiten nach den Prinzipien
Rollenrotations-Druckmaschinen verarbeiten schnell-laufende Papierbahnen. Sie arbeiten nach den Prinzipien
Der Bogen wird von der Einzugswalze und der darunterliegenden Falzwalze in die Falztasche eingeführt, läuft bis zum Anschlag und stößt an. Da gleichzeitig weitertransportiert wird, bildet sich im Stauchraum zwischen den Walzen eine durchhängende Falte, die von zwei rotierenden Falzwalzen erfasst und gebrochen wird.
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Eine Einzugswalze und eine Falzwalze führen den Bogen in die Falztasche.
⇒ Der Bogen läuft bis zum Anschlag, stößt an und wird weitertransportiert.
⇒ So entsteht zwischen den Falzwalzen eine Falte.
⇒ Die Falzwalzen erfassen die Falte, der Bogen wird an der Falte gebrochen.
Der Bogen wird von Transportbändern bis zum Kreuzbruchanschlag befördert und am Seitenanschlag angelegt. Das senkrecht niedergehende Falzschwert schlägt ihn zwischen die beiden Falzwalzen, die den Falzbruch erzeugen.
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Der Bogen wird bis zum Anschlag transportiert.
⇒ Dann schlägt ein Falz-Schwert den Bogen zwischen die beiden Falzwalzen.
⇒ Der Bogen wird gefalzt.
Die schnelllaufende Papierbahn wird über dem Falztrichter gefaltet, zwischen gegenläufig rotierende Falzwalzen geführt und dort gefalzt.
An Falzmaschinen, die speziell für das Mailing (Komplettherstellung von Versandprodukten) ausgestattet sind, gibt es das Trichterfalzsystem auch als Innentrichter.
Die zu falzenden Teilprodukte durchlaufen den Trichter nicht außen, sonder innen. Die so erzeugte Falte wird danach von Falzrollen fixiert.
Der Trichterfalz ist für schnell-laufende Papierbahnen im Rollendruck.
Die Falz-Trichter können Außentrichter oder Innentrichter sein.
Falzmaschinen speziell für das Mailing haben Innentrichter.
Die Papierbahn läuft durch den Falz-Trichter und wird zwischen die Falzwalzen geführt.
Die Falzwalzen rotieren gegenläufig und falzen die Bahn.
Die vom Trichterfalz her kommende doppelte Papierbahn läuft auf den Sammelzylinder.
Die im Schneidzylinder gelagerten Messer treten heraus und führen den Querschnitt aus. Wenn danach die Falzposition erreicht ist, werden die übereinanderliegenden Bogenteile von dem darunterliegenden Falzmesser zwischen die gegenüberliegenden Falzklappen gestoßen und gefalzt. Es handelt sich also um eine maschinelle Lagenfalzung. Abschließend gelangen die Falzbogen über den Auslagefächer in die Schuppenauslage.
Beim Falzklappen-Prinzip werden mehrere Papierlagen zusammen gefalzt.
Eine doppelte Papierbahn läuft auf den Sammelzylinder.
Messer im Schneidzylinder schneiden die Bahn.
Die übereinander liegenden Bogen werden gegen die Falzklappen gestoßen und gefalzt.
Am Ende kommen die Falzbogen über den Auslagefächer in die Schuppen-Auslage.
Hier werden die Bogen sortiert und für die weitere Verarbeitung bereitgestellt.
Die Bezeichnung der Falzmaschinen wird von den angewendeten Falzprinzipien abgeleitet. Hinzu kommen je nach Hersteller die maximale Bogeneinlaufbreite und weitere Daten zur Maschinenkonfiguration.
Falzmaschinen unterscheidet man nach ihrem Falz-Prinzip.
Auch nach dem Hersteller und nach Maschinen-Merkmalen, z. B. nach der Breite des Bogeneinlaufs.
Taschenfalzmaschinen arbeiten ausschließlich nach dem Taschenfalzprinzip. Sie sind nach dem Baukastensystem konstruiert, d. h. einzelne Falzaggregate können beliebig zusammengestellt werden. Die üblichen Ausführungen haben zwei bis drei mobile Falzaggregate, die wahlweise auf Kreuz- oder Parallelbrucheinstellung gebracht werden können. Nach jedem Aggregat kann ausgelegt werden.
Ein Falzaggregat besteht aus zwei bis sechs Falzwerken, deren Taschen abwechselnd nach oben und unten angeordnet sind. Durch Einstellen der Anschläge wird die Lage der Brüche festgelegt. Der Falzwalzenabstand richtet sich nach der Falzbogenstärke.
Für Sonderfälle gibt es auch Falzaggregate mit mehr als sechs Taschen. Alle Falztaschen können geschlossen werden, wodurch ein Falzen an dieser Stelle unterbleibt. Bei ganz alten Falzmaschinen tauscht man die Falztaschen gegen Bogenweichen aus.
Das Taschenfalzaggregat enthält außerdem normalerweise ein Messerwellenpaar, mit dem rotativ perforiert, gerillt und geschnitten werden kann.
Der Bogentransport zwischen den Falzaggregaten erfolgt über Eckfördertische mit schräg angeordneten Transportwalzen (Schrägrollen). Auf diese Weise werden die Falzbogen gegen die Anschlaglineale geführt und für die nächsten Brüche ausgerichtet.
An Taschenfalzmaschinen können vielfältige Falzvariationen gefalzt werden. Die Laufgeschwindigkeit ist höher als beim taktgebundenen Schwertfalzprinzip. Die Stundenleistung hängt in erster Linie von der Länge des Planobogens und vom eingestellten Bogenabstand ab (kurzer Bogen, kleiner Bogenabstand = hohe Stundenleistung).
Das Ein- und Umstellen dauert etwas länger, als an Schwertfalzmaschinen. Außerdem ist der Platzbedarf relativ groß. Bei besonders dünnen Papieren mit geringer Steifigkeit, aber auch bei dickem Papier und starken Falzbogen mit hoher Steifigkeit sind der Taschenfalzmaschine Grenzen gesetzt.
Taschenfalz-Maschinen arbeiten nach dem Taschenfalz-Prinzip.
Sie sind nach dem Baukasten-System aufgebaut. Das bedeutet:
Die meisten Taschenfalz-Maschinen haben 2 bis 3 Falz-Einheiten. Sie können so zusammengestellt werden, dass man entweder nur Parallel-Brüche oder Parallel-Brüche und Kreuz-Brüche herstellen kann.
Eine Falz-Einheit besteht aus mindestens einer Falz-Tasche.
Nach jeder Falz-Einheit kann man die gefalzten Bogen herausnehmen.
Schräg angeordnete Transportwalzen (Schrägrollen) transportieren den Bogen über Eck-Fördertische zwischen den Falzaggregaten. So werden die Bogen gegen die Anschlag-Lineale geführt und für die nächsten Brüche ausgerichtet.
Taschenfalz-Maschinen können viele Falzarten falzen.
Die Stundenleistung ist bestimmt durch:
Schwertfalzmaschinen arbeiten ausschließlich nach dem Schwertfalzprinzip. Ein Schwertfalzaggregat hat fast immer mehrere Falzwerke. Üblich ist die Kreuzbruchstellung mit drei Schwertfalzwerken.
Die Schwerter sind horizontal und vertikal verstellbar. Sie müssen auf Mitte zwischen den Falzwalzen stehen. Der Falzwalzenabstand richtet sich nach der Falzbogenstärke. Der Bogentransport erfolgt über Transportbänder mit darüber angeordneten kugel- oder rollenbestückten Stäben. Der einlaufende Bogen benötigt am Kreuzbruchanschlag ausreichend Zeit zur seitlichen Ausrichtung, bevor das Schwert niedergehen darf. Von Vorteil ist es, wenn mit Perforieren oder Rillen zuvor eine Sollbruchstelle erzeugt wurde.
Schwerttakt und Bogeneinzug werden mechanisch oder elektronisch aufeinander abgestimmt. Bogenanschläge und Schwerter sind ab- bzw. hochstellbar, so dass eine Falzung unterbleibt. Nach jedem Falzwerk kann ausgelegt werden.
Die Falzleistung an Schwertfalzmaschinen wird durch den Schwerttakt begrenzt und liegt niedriger als die der Taschenfalzmaschine. Dagegen ist der Ein- und Umstellaufwand ebenso wie der Platzbedarf geringer. Die Verarbeitung von dünnen, voluminösen und steifen Papiersorten bereitet keine Probleme.
Wegen der taktbedingten geringen Stundenleistung und den konstruktionsbedingt sehr eingeschränkten Falzvarianten gibt es allerdings so gut wie keine reinen Schwertfalzmaschinen mehr.
Schwertfalz-Maschinen arbeiten nach dem Schwertfalz-Prinzip.
Eine Schwertfalz-Einheit hat fast immer mehrere Falzwerke. Meist machen 3 Schwertfalzwerke Kreuzbruch-Falzungen.
Transportbänder mit Rollenstäben transportieren den Bogen. Der Bogen muss immer erst seitlich ausgerichtet werden, bevor das Schwert herunterfällt. Es ist gut, wenn zuerst eine Linie perforiert oder gerillt wurde (= Sollbruchstelle).
Schwert-Takt und Bogen-Einzug werden mechanisch oder elektronisch aufeinander abgestimmt. Die Bogen-Anschläge und Schwerter kann man hochstellen bzw. abstellen. Dann wird an dieser Stelle nicht gefalzt.
Nach jedem Falzwerk kann man die gefalzten Bogen herausnehmen.
Abb. 5.2-24:
Kreuzbruch-System einer Schwertfalz-Maschine mit 3 Schwertern
Betriebe verwenden nur noch selten reine Schwertfalz-Maschinen, weil sie langsamer arbeiten und nicht so viele Falzarten falzen.
Bei Kombifalzmaschinen sind Taschen- und Schwertfalzprinzip in einer Maschine kombiniert. Üblicherweise wird ein Taschenfalzaggregat mit einem Schwertfalzaggregat in Kreuzbruchstellung kombiniert. Durch eine zusätzliche Tasche im ersten Schwertfalzwerk kann bei manchen Falzmaschinen der erste Kreuzbruch mit einem Parallelbruch ergänzt werden.
Nach jedem Falzwerk kann ausgelegt werden. Kombi-Falzmaschinen sind weit verbreitet, weil sie die Vorteile der beiden Falzprinzipien in sich vereinigen: kleiner Platzbedarf, universelle Falzmöglichkeiten bei rascher Ein- und Umstellzeit und hoher Falzleistung.
Kombi-Falzmaschinen kombinieren Taschenfalz- und Schwertfalz-Prinzip in einer Maschine. Meist ist ein Taschenfalzwerk mit einem Schwertfalzwerk in Kreuzbruch-Stellung kombiniert.
Bei manchen Falzmaschinen kann der erste Kreuzbruch mit einem Parallel-Bruch ergänzt werden, wenn das erste Schwertfalz-Werk eine zusätzliche Tasche hat.
Nach jedem Falzwerk kann man die gefalzten Bogen herausnehmen.
1 Planobogen
2 Falzanlage
3 Einlauf-Lineal
4 Taschenfalz-Einheit
5 Kreuzbruch-Anschläge
6 Falzschwerter
7 Auslage für einfachen Bruch und Parallel-Falzungen
8 Auslage für 2-Bruch Kreuzfalz und gemischte Falzungen
9 Auslage für 3-Bruch Kreuzfalz und gemischte Falzungen
Viele Betriebe arbeiten mit Kombi-Falzmaschinen. So können sie die Vorteile der beiden Maschinentypen nutzen:
Einzelfalzaggregate sind nur mit einem Schwertfalzwerk ausgestattet, das allerdings meistens um 180° gedreht werden kann, so dass das Schwert bei Bedarf von unten nach oben arbeitet. Ältere Modelle haben einen zweiten unteren Bogeneinlauf, der den Bogen wendet, bevor er unter das Schwert gelangt. In diesem Fall kann das Schwert nicht gedreht werden.
Einzelfalz-Aggregate haben nur 1 Schwertfalzwerk. Aber dieses Falzwerk kann meist um 180° gedreht werden, so dass das Schwert von unten nach oben arbeiten kann.
Ältere Modelle haben einen zweiten unteren Bogen-Einlauf, der den Bogen wendet, bevor er unter das Schwert kommt. In diesem Fall kann das Schwert nicht gedreht werden.
A Für den deutschen 4-Bruch mit Schwert von oben
B Für den englischen 4-Bruch mit Schwert von oben
C Für den internationalen 4-Bruch mit Schwert von unten
(1) Planobogen wird angelegt
(2) erster Bruch in Falztasche eins
(3) Kreuzbruch mit erstem Schwert
(4) Kreuzbruch mit zweitem Schwert links
(5) Kreuzbruch mit Einzelfalzwerk um 180° gedreht
An den gängigen Falzmaschinentypen werden fast immer Flach- oder Rundstapelanleger verwendet. Eine besondere Form des Flachstapelanlegers ist der Palettenanleger.
5.2.5.1 Flachstapelanleger
5.2.5.2 Rundstapelanleger
5.2.5.3 Palettenanleger
5.2.5.4 Einlauftisch (Schrägbandtisch)
Man unterscheidet diese Anleger-Systeme:
Viele Falzmaschinen-Typen verwenden Flachstapel-Anleger oder Rundstapel-Anleger.
Kennzeichen des Flachstapelanlegers ist die „flache“ Bogenzuführung. Die zu falzenden Planobogen werden auf dem Stapelbrett zunächst vorgestapelt. Bei Falzbetrieb lockern die Bogenlockerungsbläser die ersten vier bis acht Bogen des Stapels auf, Sauger heben den obersten Bogen an, und das Saugrad übergibt den Bogen auf den Einlauftisch.
Flachstapelanleger haben einen geringen Platzbedarf. Ein- und Umstellung sind problemlos und rasch durchführbar. Die Höhenautomatik gewährleistet ein funktionssicheres Arbeiten auch bei schwierigen Papieren und Höhendifferenzen im Stapel.
Andererseits sind mit dem Stapelwechsel Stillstandzeiten verbunden. Der Flachstapelanleger eignet sich deshalb besonders für kleine bis mittlere Auflagen bei ständig wechselnden Aufträgen.
Kennzeichen des Rundstapelanlegers ist, dass die Planobogen bei der Zuführung gewissermaßen „eine Runde machen“. Die Bogen werden nach und nach packweise auf den oberen Tisch aufgelegt und aufgeschuppt. Dann gelangen sie über die Wendetrommel kontinuierlich auf den unteren Tisch. Dort werden sie von den Pendelblasdüsen seitlich aufgelockert und dann vom Saugrad und auf den Einlauftisch übergeben.
Im Gegensatz zum Flachstapelanleger ist beim Rundstapelanleger kein Maschinenstillstand erforderlich. Allerdings ist der Platzbedarf wesentlich größer, denn je länger der Anleger ist, desto mehr Zeit steht für das Auflegen neuer Bogen zur Verfügung.
Hohes Stapelvolumen und eine ruhige lückenlose Bogenbeschickung sind die Vorteile des Rundstapelanlegers. Er ist deshalb besonders für die Verarbeitung von großen Auflagen und großformatigen Bogen geeignet.
1 Oberer Tisch
2 Aufgeschuppte Planobogen
3 Transportband
4 Wendetrommel
5 Andrucksystem (Rollen, Gurte)
6 unterer Tisch
7 Transportband
8 Niederhalter
9 Pendelblasdüse
10 Saugrad
Kennzeichen des Palettenanlegers ist, dass der von der Druckmaschine auf Palette abgesetzte Stapel komplett übernommen werden kann. Der Anleger entspricht weitgehend dem der Druckmaschine. Er kann auch großformatige Bogen problemlos anlegen, wobei die Falzmaschine nur kurz angehalten werden muss, um den neuen Stapel einzufahren.
Der Paletten-Anleger ist eine besondere Form des Flachstapel-Anlegers.
Druckmaschinen legen die fertig gedruckten Bogen auf einer Palette ab.
Über den Einlauftisch gelangen die Planobogen vom Anleger in das erste Falzaggregat. Sie werden dabei seitlich ausgerichtet (Falzanlage), indem das schräglaufende Transportband sie gegen das kugelbestückte, seitlich verstellbare Einlauflineal führt. Niederhalter verhindern das Hochsteigen der Bogen. Sie ermöglichen ein fehlerfreies Einlaufen in den Einlauftrichter und damit hohe Produktionsgeschwindigkeiten.
Die Doppelbogensperre stoppt den Anleger bei Einzug von Doppelbogen.
Abb. 5.2-29: Bogenanlage auf dem Einlauf-Tisch.
1 Saugrad
2 Doppelbogensperre
3 Kugel-Lineal mit Schrägband
4 Einlauf-Lineal (im rechten Winkel zur Einzugswalze des Taschenfalz-Werks)
5 Planobogen
6 bis 8 Bewegung beim Anlegen des Planobogens
Die sogenannte Kastenauslage ist zwar einfach konstruiert und platzsparend, bedingt aber eine mühsame Entnahme der Falzbogen. Bänderauslagen werden deshalb bevorzugt. Sie können außerdem sehr gut mit anderen Auslagesystemen kombiniert werden.
5.2.6.1 Schuppenauslage
5.2.6.2 Stehendbogenauslage
5.2.6.3 Vertikalstapelauslage (Flachstapelauslage)
5.2.6.4 Banderolierauslage (Päckchenauslage)
5.2.6.5 Bündelpresse und Stapelbündler
5.2.6.6 Printrolle
Es gibt Kasten-Auslagen und Bänder-Auslagen.
Kasten-Auslage: ist einfach und braucht wenig Platz, aber man kann die Bogen nicht so gut herausnehmen.
Bänder-Auslage: kann man gut kombinieren mit anderen Ausleger-Systemen.
Es handelt sich um mobile, in der Höhe verstellbare, selbstständige Einheiten, die an jedes Falzaggregat angestellt werden können. Die Falzbogen werden zwischen Transportbändern und Niederhalterollen geschuppt ausgelegt. Mit der Geschwindigkeit der Auslagebänder wird der Schuppenabstand eingestellt.
Schuppen-Auslagen sind selbstständige Einheiten.
1 Falzbogen
2 Transportband der Falzmaschine (läuft schnell)
3 Kugel-Leiste
4 Transportband des Schuppen-Auslegers (läuft langsam)
5 Niederhalte-Rollen
Die Falzbogen werden über eine Wendetrommel geführt und auf dem Tisch mit dem Rücken nach unten stehend ausgelegt. Die Stehendbogenauslage hat ein hohes Aufnahmevolumen und ermöglicht eine rationelle Weiterverarbeitung. Für Kleinfalzbogen gibt es spezielle Stehendbogenauslagen.
Die Falzbogen werden über eine Wendetrommel geführt und auf dem Tisch ausgelegt. Dabei stehen sie mit dem Rücken nach unten.
1 Falzbogen kommt von der Schuppen-Auslage
2 Wendetrommel
3 stehend ausgelegte Falzbogen
4 Transportbänder
5 Stütze
Für Kleinfalzbogen gibt es spezielle Stehendbogen-Auslagen.
Wesentliches Merkmal der Vertikalstapelauslage ist eine Unterschuppungseinrichtung, die das Falzgut von unten nach oben stapelt. Die Falzbogen liegen mit dem Bund nach hinten an einem Anschlag und können ohne Umgreifen oder Wenden des Stapels abgenommen werden.
Die Vertikalstapel-Auslage ist eine Unterschuppungs-Einrichtung.
Die Banderolierauslage dient der Bildung abgezählter, gepresster und banderolierter Falzbogenpäckchen. Sie wird überwiegend dort eingesetzt, wo mit dem Falzen ein buchbinderisches Endprodukt entsteht, z. B. Werbemittel, Prospekte, Landkarten, Mailings, usw.
Die Falzbogen werden mittels einer Fotozelle überwacht, abgezählt und dann der schachtähnlichen Press- und Banderolierstation zugeführt oder in ein Magazin geleitet. Die anschließend um den Stapel gelegten Endlosbanderolen werden zugeklebt, indem eine aufgebrachte Heißschmelzklebstoffbeschichtung durch Wärmezufuhr aktiviert wird. Der Produktstrom von bis zu sechs Falzmaschinen kann auf einem Transportband zu einer Banderolierauslage zusammengeführt werden.
Die Banderolier-Auslage kann Stapel aus abgezählten Mengen bilden und mit einer Banderole zusammenbinden.
z. B. für Flyer, Prospekte, Landkarten.
Die Banderolier-Auslage kann die Falzbogen von bis zu 6 Falzmaschinen verarbeiten. Dann werden die Produkte auf einem Transportband zu der Banderolier-Auslage zusammengeführt.
Bündelpressen und Stapelbündler werden eingesetzt, um Falzbogen für eine anschließende Weiterverarbeitung zu pressen und zu bündeln. Die hintereinander stehenden Falzbogen werden mit Endbrettern versehen und verschnürt. So entstehen Produktstangen, die für eine platzsparende Zwischenlagerung gut geeignet sind.
Bündelpressen sind separate Einrichtungen. Die manuell aus der Auslage der Falzmaschine entnommenen Bogenpäckchen und die Endbretter werden in die Bündelpresse eingelegt und gepresst. Danach wird der Stapel von Hand eingeschnürt.
Stapelbündler sind dagegen mit der Falzmaschine verbunden. Die auf dem Rücken hintereinander stehenden Falzbogen werden vollautomatisch gesammelt, gezählt, gepresst und z.B. mit textilen Gurten umreift.
Falzbogen für die Weiterverarbeitung pressen und bündeln.
Die Stapel werden auf ein Brett gepresst und verschnürt. So bekommt man einzelne Stapel, die man gut zwischenlagern kann.
Bündelpressen sind separate Maschinen, die nicht alles automatisch verarbeiten. Mit der Hand muss man
Stapelbündler sind mit der Falzmaschine verbunden. Die Falzbogen werden vollautomatisch gesammelt, gezählt, gepresst und z.B. mit textilen Gurten verschnürt.
Die Printrolle entsteht durch Aufwickeln des Schuppenstroms, der aus der Falzmaschine oder aus dem Falzaggregat einer Rollenrotationsdruckmaschine kommt. Sie ist hervorragend geeignet auch große Auflagen zwischenzulagern. Bei Bedarf kann der Schuppenstrom wieder direkt in die Produktion geleitet werden.
Die Falzbogen laufen aus der Schuppen-Auslage der Falzmaschine auf einem Laufband weiter und werden auf die sogenannte Printrolle aufgewickelt. Mit der Printrolle kann man große Auflagen sehr gut zwischenlagern.
Die Schuppen-Auslage kann wieder zur Weiterverarbeitung geführt werden, z.B. können Zeitschriften geheftet und je nach konkretem Bedarf zusammengefügt werden.
Eine Reihe von Zusatzeinrichtungen befinden sich standardmäßig an fast jeder Falzmaschine.
Hierzu gehört vor allem das Messerwellenpaar, mit dem man schneiden, perforieren und rillen kann. Auch das Zählwerk ist an jeder Falzmaschine vorhanden.
Andere Zusatzeinrichtungen, wie zum Beispiel Falzkleben, Doppelstrom, Presswalzen usw., sind optional und müssen hinzugekauft werden.
5.2.7.1 Zähl- und Markiereinrichtung
5.2.7.2 Messerwellen
5.2.7.3 Fensterfalztasche
5.2.7.4 Doppelstrom
5.2.7.5 Falzkleben
5.2.7.6 Presswalzen
5.2.7.7 Weitere Zusatzeinrichtungen
Fast jede Falzmaschine hat diese Zusatz-Einrichtungen:
Andere Zusatz-Einrichtungen muss man dazukaufen, z.B.:
Sie ermittelt nicht nur die Gesamtzahl der gefalzten Bogen und die durchschnittliche Stundenleistung, sondern man kann mit ihr auch Teilmengen abzählen und markieren. Für das Markieren der Teilmengen gibt es einige Möglichkeiten:
• Vergrößerung des Schuppenabstandes,
• Versetzen des Schuppenstroms nach rechts oder links,
• Herausstoßen eines Bogens mit dem „Kicker“.
Das Zählwerk ...
Beim Markieren der Teilmengen kann man auch ...
Je nach Positionierung im Falzaggregat werden vor- und nachgelagerte Messerwellenpaare unterschieden. Die auf der oberen Messerwelle angebrachten Werkzeughalter sind seitlich verschiebbar und können verschiedene Werkzeuge aufnehmen. Auf der unteren Messerwelle befinden sich die entsprechenden Gegenstücke.
Perforierwerkzeuge: Sie sind in verschiedenen Schlitzlängen und -breiten erhältlich.
Durch das Anstellen des Gegenmessers werden sie aktiviert. Das Perforieren in der Falzmaschine hat den Vorteil, dass die Luft aus dem Falzbogen entweichen kann und der Materialstau im Falzbruch vermindert wird. So können Quetschfalten vermieden werden. Außerdem fixiert die Perforation den nachfolgenden Kreuzbruch.
Schneidwerkzeuge: Sie werden wie das Perforierwerkzeug auf den Werkzeughalter aufgesetzt. Trennen von Mehrfachfalzbogen, Streifenausschnitte und Randbeschnitte sind während des Falzens durchführbar. Es können auch mehrere Werkzeuge nebeneinander verwendet werden.
Rillwerkzeuge: Sie arbeiten mittels zwei rundkantigen Gegenmuffen oder gegen Gummiringe. Rillen erleichtert die Falzbruchbildung und erhöht die Genauigkeit. Auch bei steifem, falsch laufendem und lackiertem Material kann Rillen von Vorteil sein.
Messerwellen gibt es immer in Paaren.
Je nach ihrer Position im Falzwerk unterscheidet man:
Auf der oberen Messerwelle sind Werkzeughalter, die man seitlich verschieben kann. Auf der unteren Messerwelle sind die entsprechenden Gegenstücke.
Die Werkzeughalter können verschiedene (Messer-)Werkzeuge aufnehmen:
Perforier-Werkzeuge gibt es in verschiedenen Schlitzgrößen.
Perforier-Werkzeuge werden aktiviert, wenn man das Gegenmesser anstellt.
Mehrere Werkzeuge können nebeneinander verwendet werden.
Rill-Werkzeuge haben 2 Gegenmuffe mit runden Kanten. Manchmal arbeiten sie auch gegen Gummiringe.
Für das Falzen eines Dreibruch Fensterfalzes (geschlossener Fensterfalz) ist eine spezielle Fensterfalztasche erforderlich, damit sich die Fensterklappen beim dritten Bruch nicht öffnen. Zu diesem Zweck werden während der Bildung des dritten Bruches Umlenkfinger in den Stauchraum, gegen die Klappen geführt. Lichtschranken oder Reflextaster steuern den Vorgang.
Für den geschlossenen Fensterfalz (3-Bruch-Fensterfalz) braucht man eine besondere Tasche. Die Tasche hat einen optischen Sensor (z. B. Lichtschranke) und einem Umlenkfinger, der die Klappe des Fensterfalzes umlenkt. Dann öffnen sich die Fensterklappen beim dritten Bruch nicht.
1 Einzugswalze
2 Falztaschen
3 Taschen-Anschläge
4 Falzwalzen
5 Lichtschranke
6 Fensterfalz-Tasche
7 Umlenkfinger
8 geschlossene Falztasche
Die Doppelstromeinrichtung ermöglicht eine erhebliche Produktionssteigerung und wird vor allem in großformatigen Taschenfalzmaschinen eingesetzt. Die Planobogen laufen in der Regel mit der Breitseite in das erste Taschenfalzaggregat, werden danach in zwei Einzelnutzen getrennt, parallel weitergefalzt und separat ausgelegt. Dabei wird der rechts laufende Nutzen auf dem Eckfördertisch an ein zweites Anschlaglineal überführt. Doppelstromverarbeitung erfordert spezielles Ausschießen.
Die Doppelstrom-Einrichtung ermöglicht sehr viel größere Produktionen. Sie wird vor allem in großformatigen Taschenfalz-Maschinen eingesetzt.
Für die Verarbeitung mit Doppelstrom muss man den Nutzen speziell ausschießen.
Die Falzklebeeinrichtung wird vor dem Bogeneinlauf in das erste Taschenfalzaggregat eingebaut. Der elektronisch gesteuerte streifenförmige Klebstoffauftrag vor dem ersten Bruch ermöglicht das Kleben einlagiger Produkte. Damit der Klebstoff nicht abschmiert, sind Einstiche an den Falzwalzen und Falztaschen erforderlich.
Falzkleben kann in vielen Fällen die Rückstichdrahtheftung ersetzen, wodurch ein Arbeitsgang gespart wird. Das falzgeklebte Produkt trägt weniger auf als Draht und kann deswegen besser gestapelt werden.
Die Falzklebe-Einrichtung wird vor dem Bogen-Einlauf in das erste Taschenfalz-Werk eingebaut. Der Klebstoff-Auftrag wird elektronisch gesteuert.
Falzgeklebte Produkte sind völlig eben und können deshalb besser gestapelt werden.
Die Presswalzenstation befindet sich zwischen dem letzten Falzaggregat und dem Ausleger. Sie erzeugt einen scharfen Falzbruch und damit eine wesentlich bessere Planlage der Falzbogen. Die Falzbogen durchlaufen zwei Walzenpaare. Zwischen dem ersten Walzenpaar wird die Luft ausgestrichen, das zweite Walzenpaar fixiert den Falzbruch. Die Pressung kann variabel eingestellt werden. Das Falzbogenvolumen ist auf diese Weise bis zur Hälfte reduzierbar.
Die Presswalzen sind zwischen dem letzten Falz-Werk und dem Ausleger. Presswalzen machen einen scharfen Falzbruch. Dadurch liegen die Falzbogen sehr plan (= bessere Planlage).
Die Pressung kann verschieden stark eingestellt werden. So kann man das Volumen der Falzbogen stark verkleinern, je nach Stärke der Pressung sogar bis zur Hälfte.
• Die Palette der Zusatzeinrichtungen für die Falzmaschine ist noch viel umfangreicher als beschrieben und wird außerdem ständig erweitert.
• Heft- und Beschneideaggregate zur direkten Herstellung einlagiger Produkte.
• Fadensiegelautomat zur Heftung von Lagen mit Fadenklammern.
• Einrichtungen für Mailing, zur direkten Herstellung von vielfältigen Postwurfprodukten.
• Ionisatoren zur Ableitung elektrostatischer Aufladung bei Falzbogen.
Es gibt noch sehr viele andere Zusatz-Einrichtungen und es werden immer mehr.
Falzschemata werden verwendet um Falzfolgen für bestimmte Falzbogen grafisch darzustellen. Falzwerkschemata zeigen dagegen alle Falzmöglichkeiten einer Falzmaschine auf.
Falz-Schema = grafische Darstellung von Falzfolgen für bestimmte Falzbogen.
Falzwerk-Schema = grafische Darstellung für alle Falzmöglichkeiten einer Falzmaschine.
Ein Falzschema wird von unten nach oben gelesen. Besteht keine weitere Angabe, so handelt es sich im Allgemeinen um symmetrische Falzung, d. h. der Bogen wird jeweils in der Mitte gefalzt. In der einfachsten Form wird jeder Bruch als Strich dargestellt.
Bei Falzschemata für Taschenfalzmaschinen können die Falzbrüche ihrer Position entsprechend seitlich verschoben werden.
Sollen genauere Angaben über die Falzfolge einfließen, dann wird z. B. das Falzprinzip und die Perforation mit einbezogen.
Ein Falz-Schema wird von unten nach oben gelesen.
Meist zeigt ein Falz-Schema eine symmetrische Falzung, d. h. der Bogen wird jeweils in der Mitte gefalzt. Jeder Bruch wird als Strich dargestellt.
Bei einem Falz-Schema für Taschenfalz-Maschinen können die Falzbrüche seitlich verschoben werden, entsprechend ihrer Position.
Die Falzmaschinenhersteller bieten verschieden aufgemachte Falzartenkataloge an, in denen nahezu alle Falzmöglichkeiten mit den jeweiligen Einstellwerten aufgelistet sind.
Die Falzmaschinen-Hersteller bieten Falzarten-Kataloge an.
Die Kataloge zeigen fast alle Falzmöglichkeiten mit den jeweiligen Einstellwerten.
Je nach Maschinentyp, Baujahr und Hersteller gibt es Unterschiede in der Bedienung.
Die jeweiligen Bedienungsanleitungen enthalten genaue Anweisungen. Im Allgemeinen ist zwischen der Grundeinstellung anhand eines Falzmusters bei stehender Maschine und der Feineinstellung bei laufender Maschine zu unterscheiden.
Bei elektronisch gesteuerten Falzmaschinen werden die Einstellparameter am Bedienpult, über Datenträger oder direkte Datenübertragung vorgenommen.
Standardisierte Voreinstellungen reduzieren die Rüstzeit. Die Feineinstellung erfordert aber nach wie vor eine Fachkraft. Die nachfolgenden Beispiele beziehen sich auf Maschinen konventioneller Bauweise, da hier die umfangreichsten Einstellarbeiten erforderlich sind. Nicht bei jedem Einrichten – und nicht an jeder Falzmaschine – müssen alle hier genannten Arbeitsschritte ausgeführt werden.
Falzmaschinen unterscheiden sich nach Maschinentyp, Baujahr und Hersteller. Für alle Maschinen gibt es Bedienungsanleitungen mit genauen Anweisungen.
Allgemein unterscheidet man zwischen
Elektronisch gesteuerte Falzmaschinen bekommen ihre Grund-Einstellung über das Bedienpult, über Datenträger oder direkte Datenübertragung.
1. Planobogen ausmessen
2. Falzmuster von Hand falzen
3. Stapelanschlag und Einlauflineal einstellen
4. Taschenanschläge einstellen
5. Kreuzbruchanschläge einstellen
6. Bänder einstellen
7. Kreuzbruchanschläge mit Anschlagfingern versehen
8. Seitenanschläge einstellen
9. Trägerschienen und Dämpferstäbe einsetzen
10. Streifen für Walzeneinstellung vom Falzmuster abtrennen
11. Walzen vom letzten zum ersten Bruch einstellen
12. Doppelbogensperre einstellen
13. Perforier- und Rillwerkzeuge aufsetzen und justieren
14. Abstreifer einsetzen
15. Transportrollen aufsetzen
16. Planobogen aufsetzen
17. Saugkopf auf Bogenhinterkante justieren
18. Saug- und Trennluft einstellen
19. Bogenabwicklung und Geschwindigkeit (bei laufender Maschine) einstellen
20. Bestücken mit Kugeln und Dämpferstäben vornehmen
21. Einlauflineal auf rechtwinklige Bogenführung überprüfen und ggf. nachjustieren
22. Anschlagwinkel überprüfen und, wenn notwendig, nachstellen
23. Kugelleisten der Kreuzbruchstationen bestücken
24. Kugelreiter und Seitenanschläge nachstellen
25. Evtl. Saug- und Messertakt synchronisieren
26. Feinkorrekturen bei laufender Maschine vornehmen
27. Auslage an- und einstellen
28. Zählgerät in Nullstellung bringen
29. Schallschutzhaube schließen.
1. Planobogen ausmessen
2. Falzmuster falzen, mit der Hand
3. Stapel-Anschlag und Einlauf-Lineal einstellen
4. Taschen-Anschläge einstellen
5. Kreuzbruch-Anschläge einstellen
6. Bänder einstellen
7. Bei Kreuzbruch-Anschlägen Anschlagfinger einsetzen
8. Seiten-Anschläge einstellen
9. Trägerschienen und Dämpferstäbe einsetzen
10. Streifen für Walzeneinstellung vom Falzmuster abtrennen
11. Walzen vom letzten zum ersten Bruch einstellen
12. Doppelbogen-Sperre einstellen
13. Perforier- und Rill-Werkzeuge aufsetzen und einstellen
14. Abstreifer einsetzen
15. Transportrollen aufsetzen
16. Planobogen aufsetzen
17. Saugkopf auf Bogen-Hinterkante einstellen
18. Saug- und Trennluft einstellen
19. Bogenabwicklung und Geschwindigkeit (bei laufender Maschine) einstellen
20. Kugeln und Dämpferstäbe einsetzen
21. Einlauf-Lineal auf rechtwinklige Bogenführung prüfen. Eventuell nachstellen.
22. Anschlagwinkel prüfen und eventuell nachstellen
23. Kugel-Leisten der Kreuzbruch-Stationen bestücken (Kugeln einfüllen)
24. Kugel-Reiter und Seiten-Anschläge nachstellen
25. Eventuell Saug- und Messertakt synchronisieren (aufeinander abstimmen)
26. Feinkorrekturen bei laufender Maschine machen
27. Auslage an- und einstellen
28. Zählgerät in Nullstellung bringen
29. Schallschutzhaube schließen
Diese Arbeiten sind nicht bei jedem Einrichten und nicht an jeder Maschine notwendig. Je nach Maschine können andere oder weniger Arbeiten notwendig sein.
1. Planobogen ausmessen
2. Falzmuster für Einstellarbeiten von Hand falzen
3. Bänder einstellen und Anleger anlaufen lassen
4. Taschenanschläge der ersten Station einstellen
5. Rill- oder Perforierwerkzeuge aufsetzen
6. Abstreifer einsetzen
7. Transport- und Abtreibrollen einstellen
8. Kugelausrichtlineal des zweiten Aggregats nach Falzmuster einstellen
9. Zweites und drittes Aggregat einstellen (Arbeitsschritte jeweils 4 – 7)
10. Falzwalzen einstellen
11. Doppelbogensperre einstellen
12. Planobogen auf den oberen Tisch auflegen, aufschuppen, nachlegen
13. Geschwindigkeit (bei laufender Maschine) einstellen
14. Saug- und Einzugslänge programmieren
15. Abschlusshalterollen und Niederhalter einstellen
16. Blasluft einstellen
17. Auslage an- und einstellen
18. Zählgerät auf Nullstellung
19. Schallschutzhauben schließen.
1. Planobogen ausmessen
2. Falzmuster falzen, mit der Hand
3. Bänder einstellen und Anleger anlaufen lassen
4. Taschen-Anschläge der ersten Station einstellen
5. Rill- oder Perforier-Werkzeuge aufsetzen
6. Abstreifer einsetzen
7. Transport- und Abtreib-Rollen einstellen
8. Kugelausricht-Lineal des zweiten Falzwerks nach Falzmuster einstellen
9. Zweites und drittes Falzwerk einstellen (Arbeitsschritte 4 – 7)
10. Falzwalzen einstellen
11. Doppelbogen-Sperre einstellen
12. Planobogen auf den oberen Tisch auflegen, aufschuppen, nachlegen
13. Geschwindigkeit (bei laufender Maschine) einstellen
14. Saug- und Einzugslänge programmieren
15. Abschluss-Halterollen und Niederhalter einstellen
16. Blasluft einstellen
17. Auslage an- und einstellen
18. Zählgerät auf Nullstellung
19. Schallschutzhauben schließen
Diese Arbeiten sind nicht bei jedem Einrichten und nicht an jeder Maschine notwendig. Je nach Maschine können andere oder weniger Arbeiten notwendig sein.
Walzen: Grundjustierung mit einer Papierstärke für alle Walzen. Markierungsring auf Null justieren. Beim Einrichten eines Auftrags die Papierstreifen entsprechend der Falzbogenstärke, mit dem Bruch voraus, einklemmen. Bei Zickzack-, Wickel- und Fensterfalz zunächst nur die einfache Papierstärke nehmen. Erst ab dem letzten Bruch wieder wie üblich auf Falzbogenstärke einstellen. Die Einzugswalze eventuell nach dem Anlaufen nachstellen.
Rechtwinkligstellen des Einlauflineals: Erste Tasche entfernen, dann einen rechtwinkligen Bogen einlaufen lassen und mit dem Handrad bis zum Austritt zwischen Einzugswalze und erster Falzwalze weiterdrehen. Rechtwinkligkeit nachprüfen und ggf. Einlauflineal justieren.
Bogen mit Spitze: Bogen einlaufen lassen und mit dem Handrad bis zum Taschenanschlag drehen, Anschlagwinkel auf Bogenkante einstellen.
Stauchraum und lichte Weite: Nur im Bedarfsfall von der Grundeinstellung abweichen. Dünne Papiere benötigen weniger Stauchraum und eine geringere lichte Weite. Dicke und steife Papiere bzw. Falzbogen benötigen mehr Stauchraum und eine größere lichte Weite.
Doppelbogensperre: Abtastsegment mittels Rändelschraube so einstellen, dass es von einfachen Bogen nicht berührt, von doppelten Bogen aber verschoben wird und dadurch den Mikroschalter in Kontaktstellung bringt.
Kugelbestückung: Möglichst wenige und möglichst keine Stahlkugeln einsetzen. Kugeln an Kreuzbruchstationen auf Bogenhinterkante und letztes Bogendrittel stellen. Je stärker der Falzbogen, desto mehr Kugeln.
Perforiermesser: Messer für Kopfperforation nach Papierbeschaffenheit und Falzbogen auswählen. Für Papiere bis 90 g/m2 kurze Schlitzperforation, für Kunstdruckpapiere etwas größer. Bei voluminösen und steifen Papieren große Schlitzlänge. Für Rücken-, Stanz- und Abrissperforation Spezialmesser einsetzen. Messer immer mit scharfer Kante an Gegenmesser stellen, schräge Kanten nach vorne. Abstreifer einsetzen.
Schallschutz: Schallschutzhauben bei laufender Maschine stets geschlossen halten. In Lärmbereichen stets persönliche Gehörschutzmittel (Gehörschutzstöpsel, Kapselgehörschützer) tragen.
Ändern Sie die Grund-Einstellung nur, wenn es notwendig ist!
Abb. 5.2-52: Prinzip der Doppelbogen-Sperre. 1 Abtastsegment, 2 Schaltkontakt, 3 Planobogen
Messer für Kopf-Perforation je nach Papier und Falzbogen auswählen:
Papier | Perforation |
Papiere bis 90 g/m2 | kurze Schlitz-Perforation |
Kunstdruck-Papiere | etwas größere Schlitz-Perforation |
Voluminöse und steife Papiere | lange Schlitze |
Schallschutz-Hauben bei laufender Maschine immer geschlossen halten.
In Lärmbereichen immer persönliche Gehör-Schutzmittel tragen (Stöpsel, Kapsel-Gehörschützer).
Die folgende Tabelle vermittelt einen Überblick über einige Falzprobleme, deren mögliche Ursachen und Vorschläge zur Abhilfe.
Bitte den Anhang herunterladen.
Anhang | Größe |
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Häufige Probleme beim Falzen, mögliche Ursachen und Problemlösungen
--> Tabellen als Grafiken einfügen!
| Taschenfalz-Gerät |
|
Problem | Mögliche Ursache | Problem-Lösung |
Bogen-Einlauf in die Falztaschen ist schwierig | Randwellige Planobogen laufen am Taschenmund vorbei. | Mit den unteren Taschen falzen, Stauchraum verkleinern |
Bogen-Auslauf aus der Falztasche ist schlecht. | Zu kleine lichte Weite | Lichte Weite vergrößern |
Falzwalzen zu locker eingestellt | Walzen nachstellen | |
Zu kleiner Stauchraum | Stauchraum vergrößern | |
Bogen-Transport auf dem Eck-Fördertisch ist schlecht. | Statische Aufladung | Entladungsgeräte einbauen, relative Luftfeuchtigkeit erhöhen |
Dämpfer und Niederhalter zu tief | Dämpferstäbe und Niederhalter höher einstellen | |
Falten nach dem ersten Falzbruch. | Einstellung der Walzen | Walzen nachstellen |
Bogen wölbt sich im Einlauf-Lineal | Weniger Kugeln, leichtere Kugeln | |
Bogen hat Spitze | Anschlagwinkel auf Bogen einstellen | |
Schiefe Perforation | Bogenweichen sitzen nicht richtig | Weichen richtig einsetzen |
Kein rechter Winkel zwischen Einlauf-Lineal und Taschen-Anschlag | Winkel nachstellen | |
Walzen ungleichmäßig eingestellt | Walzen nachstellen | |
Messerwelle schlecht eingestellt | Einstellung korrigieren | |
Untere Taschenlippe steht schräg | Taschenlippe richtig einstellen | |
Ecken umgeschlagen | Bogenweichen stehen zu tief | Kartonstücke unter die Weichen legen und wieder gleichmäßig einstellen |
| Schwertfalz-Einheit |
| |
Problem | Mögliche Ursache | Problem-Lösung | |
Bogen läuft auf das Falzschwert. | Anleger saugt zu früh. | Einzugsmoment wieder richtig einstellen | |
Schwert fasst den Bogen zu früh. | Anleger saugt zu spät. | Einzugsmoment wieder richtig einstellen | |
Maschine schaltet ab, nachdem der Bogen das Taschen-Falzwerk verlassen hat. | Bogen wird beim Perforieren hochgezogen. | Abstreifer einsetzen | |
Bogen springt am Kreuzbruch-Anschlag zurück. | Zu hohe Geschwindigkeit bei steifem Papier | Kugelreiter oder Bürsten auf Bogen-Hinterkante setzen, Geschwindigkeit reduzieren | |
Bogen wölbt sich am Kreuzbruch-Anschlag. | Zu viele und zu schwere Kugeln | Einige Kugeln entfernen, weniger Stahlkugeln | |
Schiefe Perforation | Falzschwert steht nicht in der Mitte. | Falzschwert einstellen |
Handarbeit gibt es beim Falzen nur noch relativ wenig. Abgesehen vom Umgang mit dem Material, kommt sie bei der Qualitätskontrolle, bei Reparatur- und Sonderarbeiten sowie bei der Anfertigung von Produktionsmustern vor.
Beim Falzen arbeitet man meist mit Maschinen. Von Hand arbeitet man nur bei
Tragen: Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass die Bogen nicht beschädigt werden (Knicke, umgeschlagene Kanten usw.). Größere Packen von Planobogen lassen sich am besten beidseitig herübergeschlagen tragen, weil die dabei entstehenden röhrenförmigen Kannten den Pack während des Tragens stabilisieren.
Beim Aufnehmen und Absetzen sollte immer eine Hand die Bogen auf dem Stapel festhalten, damit es nicht zu Verschiebungen kommt. Abzusetzende Bogen dürfen nicht einfach aufgeschlagen werden, sondern werden besser langsam aufgerollt.
Aufstoßen: Sollen Bogen von Hand aufgestoßen werden, so sind sie durch seitliches Aufschieben zunächst zu belüften. Nach dem Aufstoßen und Ausrichten im Anschlagwinkel wird die Luft seitlich wieder herausgestrichen. Je dünner das Papier, desto weniger Bogen sollte man mit einem Griff nehmen. Es ist darauf zu achten, dass die Bogen zur Anlage hin aufgestoßen werden.
Zählen: Beim Zählen werden die Bogen zunächst aufgefächert und dann nach Griffeinheiten gezählt (z. B. fünf Bogen je Griff). Anschließend wird die so ermittelte Zahl mit der Anzahl der Bogen je Griff multipliziert.
Eine weitere Methode ist das Abdrücken von Exemplaren neben einem bereits gezählten Packen. Zwischen die abgezählten Packen werden Streifen gelegt oder es wird verschränkt abgesetzt. Die Bogenzahl eines Stapels kann auch durch Wiegen einer abgezählten Teilmenge festgestellt werden. Mit der Faustregel für das Papiervolumen kann man sie auch annähernd berechen.
Stapeln: Falzbogen werden am besten nach dem Falzen gepresst und in abgebundenen Stößen auf Palette gestapelt. Hierzu gibt es für die Falzmaschine die Presswalzeneinrichtung und vollautomatische Bündel- und Abstapelautomaten. Wird nicht gepresst, dann müssen die Stöße verschränkt abgestapelt werden, so dass sie nicht wegen der Falzsteigung verrutschen können.
Bei dünnem Papier weniger Bogen nehmen.
Man kann Bogen auf verschiedene Art zählen:
Man nimmt z.B. 5 Bogen gleichzeitig (= 5 Bogen pro Griff). Dann multipliziert man die Anzahl der Griffe mit den Bogen und bekommt so die Gesamtzahl der Bogen.
Beispiel: 1 Griff = 5 Bogen. Man macht 10 Griffe. 5 x 10 = 50 -> Gesamtzahl = 50 Bogen.
Man legt einen Packen, der schon gezählt ist, neben einen Packen, der noch nicht gezählt ist. Dann vergleicht man die beiden Packen mit einem Daumendruck. Zwischen die abgezählten Packen legt man Streifen oder legt die Packen verschränkt aufeinander.
Mit der Faustregel für das Papier-Volumen kann man die ungefähre Anzahl der Bogen berechnen.
Nach dem Falzen werden Falzbogen gepresst und auf Paletten gestapelt. An der Falzmaschine gibt es für diese Arbeiten eine Press-Walze und vollautomatische Bündel- und Abstapel-Automaten. Man muss die Stöße verschränkt abstapeln, damit sie nicht verrutschen.
Vor dem Falzen müssen die Planobogen überprüft und die Bogenzahl festgestellt werden. Es empfiehlt sich, einen Standbogen auszulinieren um zum Beispiel festzustellen:
• Stimmt der Stand?
• Ist der Anlagewinkel rechtwinklig?
• Wurden Beschnitt, Fräsrand, Greiffalz etc. berücksichtigt?
• Sind die Hilfszeichen richtig und vollständig angeordnet?
Durch Falzen eines Auflagebogens kann unter anderem festgestellt werden:
• Stimmen Bruch- und Seitenfolge?
• Halten Satzspiegel und Kolumnenziffern Register?
• Stimmt die Laufrichtung?
• Ist der Druck scheuerfest?
Während des Falzens sollten die Planobogen stichprobenartig kontrolliert werden:
• Ist der Druck einwandfrei (Schmieren, Tonen, Passer, Farbe etc.)?
• Wurde an der Druckmaschine gleichmäßig angelegt?
Vor dem Falzen muss man die Planobogen prüfen und die Bogenanzahl feststellen. Man macht einen Standbogen und prüft:
Wenn man einen Auflagebogen falzt, kann man prüfen:
Beim Falzen soll man Stichproben machen und einzelne Planobogen prüfen:
Falzmuster sind besonders bei ungewöhnlichen Produkten (Schmalformate, besondere Prospektfalzungen, Ausklapptafeln, usw.) unbedingt erforderlich, damit Fehler und Störungen in der Produktion, ebenso wie Qualitätseinbußen, vermieden werden können. Das Falzmuster dient in erster Linie der Produktplanung in der Druckvorstufe. Es wird am besten in Originalgröße des Produktes, mit dem Originalpapier hergestellt und enthält alle technischen Merkmale, die für eine einwandfreie Produktion erforderlich sind.
Falzanlage, Falzfolge (Falzschema), Paginierung (Seitenzahlen), Beschnitt, Rillung, Perforation, Fräsrand, Greiffalz, Bogensignatur, Flattermarke, Auftragsbezeichnung, usw.
Für die Herstellung von besonderen Produkten braucht man Falzmuster, damit die Produkte gut werden und damit es keine Fehler und Störungen bei der Produktion gibt.
Schmalformate, besondere Falzungen für Prospekte, Ausklapp-Tafeln usw.
Das Falzmuster ist wichtig für die Planung in der Druckvorstufe.
- Falzanlage
- Falzfolge (= Falzschema)
- Paginierung (= Seitenzahlen)
- Beschnitt
- Rillung
- Perforation
- Fräsrand
- Greif-Falz
- Bogensignatur
- Flattermarke
- Auftragsbezeichnung usw.
Gefalzt wird mit Falzbein auf sauberer, planer Unterlage, möglichst mit einem Falzbeinstrich pro Bruch. Dabei ist stets darauf zu achten, dass Bogen und Druckbild nicht beschädigt werden. Je nach Ausführung des Druckbogens kann nach Papierkante, Falzmarke oder Druckbild gefalzt werden. Beurteilungskriterium für genaues Falzen ist auf jeden Fall das Registerhalten der Satzspiegel.
Treten Falten auf, so müssen die Bogen im vorletzten Bruch glatt aufgeschnitten werden. Damit erreicht man in etwa den gleichen Effekt wie beim perforieren in der Falzmaschine. Beim letzten Bruch ist darauf zu achten, dass die inneren Blätter nicht schießen, d. h. nach vorne hin herausgeschoben werden.
Druckbogen falzt man mit Falzbein auf einer sauberen und planen Unterlage.
Man macht an jedem Bruch 1 Falzbeinstrich.
Wichtig: Bogen und Druckbild dürfen nicht beschädigt werden!
Beim Falzen entscheidet man je nach Druckbogen, an welchen Punkten man sich orientiert:
Der Text muss auf der Vorder- und auf der Rückseite deckungsgleich sein (= Registerhalten der Satzspiegel).
Wenn beim Falzen Falten entstehen, muss man die Bogen im vorletzten Bruch glatt aufschneiden. So kann die Luft aus den Falzbogen entweichen. (Bei der Falzmaschine entweicht die Luft durch das Perforieren).
Beim letzten Bruch muss man darauf achten, dass die inneren Blätter nicht nach vorne herausgeschoben werden.
Viele Produktionsstörungen und Qualitätsdefizite, die beim Falzen auftreten, sind papierbedingt. Diese Probleme können durch richtige Papierwahl vermieden werden.
Beim Falzen ist das richtige Papier wichtig, damit es keine Fehler und Störungen bei der Produktion gibt.
Während das Flächengewicht (besser: flächenbezogene Masse) in Gramm je Quadratmeter angegeben wird, ist das Papiervolumen eine Verhältniszahl, die aussagt, wie dick ein Bogen im Verhältnis zu seinem Flächengewicht ist.
Einfaches Volumen bedeutet z. B., dass ein 80 g/m2 schweres Papier annähernd 0,080 mm, also 80 Tausendstel mm, dick ist. Bei eineinhalbfachem Volumen wäre ein Papier mit gleichem Flächengewicht um die Hälfte dicker (0,120 mm). Bei halbem Volumen wäre es um die Hälfte dünner (0,040 mm).
Je dicker ein Papier ist, desto geringer ist die Zahl der möglichen Falzbrüche. Für einfaches Volumen gelten folgende Richtwerte:
Einbruch bis 250 g/m2 Dreibruch bis 130 g/m2
Zweibruch bis 150 g/m2
Dreibruch bis 130 g/m2
Vierbruch bis 100 g/m2
Rillen und Perforieren erleichtern die Falzbruchbildung. Kunstdruckpapiere sollten ab 120 g/m2 als Zweibruch gefalzt werden. Bei voluminösem Papier ist auf Registerdifferenzen durch die Verdrängung der inneren Bogenteile zu achten.
Das Papier-Volumen zeigt, wie dick 1 Bogen im Verhältnis zu seinem Flächengewicht ist. Deshalb ist das Papier-Volumen eine Verhältnis-Zahl.
Das Flächengewicht ist keine Verhältnis-Zahl. Man berechnet das Flächengewicht in Gramm pro Quadratmeter.
Beispiel:
Das Papier-Gewicht beträgt 80 g/m2.
Wenn das Volumen 1 ist, beträgt die Papier-Dicke 0,080 mm.
Wenn das Volumen 1 ½ ist, dann ist das Papier um die Hälfte dicker (0,120 mm).
Wenn das Volumen ½ ist, dann ist das Papier um die Hälfte dünner (0,040 mm).
Volumen | Papier-Dicke | Papier-Gewicht |
1 Volumen | 0,080 mm | 80 g/m2 |
1 ½ Volumen | 0,120 mm | 80 g/m2 |
½ Volumen | 0,0040 mm | 80 g/m2 |
Je dicker ein Papier ist, desto weniger Falzbrüche sind möglich.
Für einfaches Volumen gilt:
Papier-Dicke | Falzbrüche | Volumen |
bis 250 g/m2 | Einbruch | 1 Volumen |
bis 150 g/m2 | Zweibruch | 1 Volumen |
bis 130 g/m2 | Dreibruch | 1 Volumen |
bis 100 g/m2 | Vierbruch | 1 Volumen |
Falzbrüche kann man leichter herstellen mit Rillen und Perforieren.
Kunstdruck-Papiere werden ab 120 g/m2 als Zweibruch gefalzt.
Bei Papier mit einem großen Volumen werden die inneren Teile des Bogens oft verdrängt. Es entstehen Register-Differenzen, das heißt: Schöndruck und Widerdruck stimmen nicht überein.
Sie liegt am günstigsten parallel zum letzten Bruch und muss deshalb auf die Falzfolge abgestimmt werden. Breitbahn bedeutet, dass die Laufrichtung der Papierfasern parallel zur kürzeren Seite des Bogens liegt und die Fasern gegen die breite Seite des Bogens zeigen. Schmalbahn heißt, dass die Laufrichtung der Papierfasern parallel zur längeren Seite des Bogens liegt und die Fasern gegen die schmale Seite des Bogens zeigen.
Da für den Druckbogen Schmalbahn gefordert wird, ist es oft sinnvoll, mehrere Falzbogen auf einem Druckbogen zu drucken und vor dem Falzen zu trennen oder im Doppelstrom zu verarbeiten. Damit wird die richtige Laufrichtung für Druck und Weiterverarbeitung erreicht. Die Laufrichtung kann bei Papier am bequemsten mittels Nagel- oder Reißprobe überprüft werden. Bei Karton bietet sich die Biegeprobe an.
Falzen gelingt in Laufrichtung am besten. Deshalb muss man bei der Falz-Folge die Laufrichtung beachten. Man unterscheidet Breitbahn und Schmalbahn.
Die Laufrichtung der Papierfasern liegt parallel zur kurzen Seite des Bogens. Die Papierfasern zeigen zur breiten Seite des Bogens.
Die Laufrichtung der Papierfasern liegt parallel zur langen Seite des Bogens. Die Papierfasern zeigen zur schmalen Seite des Bogens.
Für den Druckbogen wird Schmalbahn gefordert. Deshalb ist es sinnvoll, wenn man mehrere Falzbogen auf 1 Druckbogen druckt. Vor dem Falzen werden die Bogen getrennt oder im Doppelstrom verarbeitet. (Doppelstrom bedeutet: 2 Falzbogen werden in einem Falzbogen gefalzt).
Nach dem Falzen öffnen sich die Bogen je nach Papierqualität mehr oder weniger. Ursache dafür sind die Rückstellkräfte. Sie wirken sich bei Parallelfalzungen weniger aus als bei Kreuz- oder Gemischtfalzungen. Falzbrüche gegen die Laufrichtung führen zu geringeren Rückstellkräften, da die Fasern beim Falzen gebrochen werden. Papiere mit hohem Füllstoffgehalt unterliegen ebenfalls einer größeren Zerstörung im Bruch, da der Faseranteil relativ geringer ist als bei Papieren mit weniger Füllstoffanteilen. Auch hier sind kleinere Rückstellkräfte die Folge. Je mehr Brüche übereinander liegen, desto größer werden die Spannungen im Falzbogen und damit die Falzprobleme. Größere Rückfederungswinkel erfordern höheren Pressdruck der Falzwalzen.
Am gefalzten Bogen wirken Rückstellkräfte.
Das heißt: Nach dem Falzen öffnen sich die Bogen je nach Papier-Qualität und Falz-Art.
Bei starken Rückstellkräften öffnet sich der gefalzte Bogen viel.
Bei schwachen Rückstellkräften öffnet sich der gefalzte Bogen wenig.
starke Rückstellkräfte | schwache Rückstellkräfte |
Kreuz-Falzung Gemisch-Falzung | Parallel-Falzung |
Papier mit wenig Füllstoff | Papier mit viel Füllstoff |
| Falzbruch gegen Laufrichtung. |
Je mehr Brüche übereinander liegen, desto größer werden die Spannungen im Falzbogen. Das Falzen wird schwieriger.
Wenn der Rückfederungswinkel sehr groß ist, muss auch der Pressdruck der Falz-Walzen sehr groß sein.
Sie ist vom verwendeten Fasermaterial, dem Füllstoffgehalt, der Leimung, vom Flächengewicht und Papiervolumen abhängig. Als Messwert wird die Falzzahl herangezogen. Ein Falzapparat falzt den zu prüfenden Papierstreifen fortwährend um einen festgelegten Winkel nach beiden Seiten und registriert die Zahl der Doppelfalzungen, bis er bricht. Es werden acht Falzklassen unterschieden. Je geringer die Falzzahl ist, desto weniger Pressdruck dürfen die Falzwalzen haben.
Die Falzfestigkeit ist abhängig von:
Man misst die Festigkeit mit der Falz-Zahl.
Ein Falz-Apparat falzt einen Papier-Streifen immer wieder in einem bestimmten Winkel nach beiden Seiten. Der Apparat zählt die Doppel-Falzungen bis der Papier-Streifen bricht. Diese Zahl ist die Falz-Zahl. Die Falz-Zahlen werden in 8 Falz-Klassen eingeteilt. Je kleiner die Falz-Zahl ist, desto kleiner muss der Pressdruck an den Falz-Walzen sein.
Lagern von Planobogen in zu trockener oder zu feuchter Umgebung führt zu Lagerfehlern, die das Falzen erheblich erschweren. In feuchter Umgebung nehmen die Bogen in den Randbereichen Feuchtigkeit auf und werden randwellig. In trockener Umgebung geben die Bogen in den Randbezirken Feuchtigkeit ab und tellern. In beiden Fällen ist mangelhafte Planlage der Bogen die Folge, wodurch es zu Einlaufproblemen und zu Faltenbildung kommen kann. Lagerfehler können durch Konditionieren des Papiers (Abstimmen auf die Luftfeuchtigkeit im Produktionsraum) vermieden werden. Die relative Luftfeuchtigkeit wird mit dem Hygrometer gemessen.
Wenn Planobogen falsch gelagert werden, gibt es Probleme beim Falzen.
Wenn die Bogen nicht plan liegen, entstehen Falten. Die Bogen laufen nicht richtig durch die Falzmaschine.
Für die richtige Lagerung müssen Raum-Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Lager-Raum in einem Gleichgewicht sein.
Zum Messen der relativen Luftfeuchtigkeit benutzt man ein Hygrometer.
Besonders in trockener, warmer Luft treten elektrostatische Aufladungen auf, weil das Papier die an den Berührungsflächen entstehende Ladung nicht rasch genug abzuleiten vermag. Die Bogen haften dann an den Maschinenteilen, wodurch es zu teilweise erheblichen Störungen kommt. Besonders satinierte Papiere sind anfällig für elektrostatische Aufladung.
Zusammen mit den elektrostatisch bedingten Einlaufschwierigkeiten tritt oft auch eine erhöhte Neigung zum Stauben auf. Mittels Entladungsgeräten (Ionisatoren) oder Antistatikspray kann Abhilfe geschaffen werden. Eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in unmittelbarer Umgebung der
Falzmaschine hilft ebenfalls manchmal. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 bis 55 % und einer Raumtemperatur von 20 bis 23 °C kommt es seltener zu elektrostatischen Aufladungen.
Wenn sich Papier elektrostatisch auflädt, gibt es Probleme beim Falzen.
Außerdem gibt es in trockener, warmer Luft besonders viel Papier-Staub.
Vor allem maschinenglatte und mattgestrichene Papiere haben eine nicht immer ausreichende Scheuerfestigkeit. Dies kann zu Glanzstellen und zum Abschmieren von Druckfarbe führen. Manchmal hilft hier nur eine Schutzlackierung. Zur Prüfung der Scheuerfestigkeit gibt es verschiedene Geräte, bei denen der Druckbogen unter einer gewissen Belastung gegen unbedrucktes Papier gescheuert wird.
Beschädigung des Druckbildes und Abrieb auf dem weißen Papier werden anschließend beurteilt. Ein einfaches, aber wirkungsvolles Gerät ist z. B. der Scheuerschlitten. Ein Metallblock (500 g) drückt das bedruckte Papier auf das unbedruckte. Ein eingebauter Zähler registriert die Anzahl der Scheuerbewegungen. Für falztechnische Belange reicht allerdings oft eine einfache Probe mit dem Daumennagel aus.
Vor allem maschinenglatte und matt gestrichene Papiere sind nicht scheuerfest. Beim Reiben (= Scheuern) des Druckbogens auf unbedrucktem Papier entstehen Glanzstellen. Die Druckfarbe schmiert ab. Mit einer Lackierung kann man die Papiere schützen.
Der Druckbogen wird auf unbedrucktes Papier gedrückt und fest hin und her gescheuert. Danach beurteilt man: Ist das Druckbild beschädigt? Gibt es Abrieb auf dem unbedruckten Papier?
Zum Prüfen verwendet man zum Beispiel einen Scheuerschlitten: Ein Metallblock (500 g) drückt den Druckbogen auf das unbedruckte Papier. Ein eingebauter Zähler zählt die Scheuer-Bewegungen.
Beim Falzen genügt es meistens, wenn man die Scheuerfestigkeit mit dem Daumennagel prüft.
Allgemein:
Druckproduktion:
Early binding:
Intermediate binding:
Late binding:
Profilierung und Kalibrierung
Profilierung und Kalibrierung gehören zusammen und die Profilierung baut auf der Kalibrierung auf.
Bei der Kalibrierung bezeichnet man die für ein Gerät (z.B. Scanner) oder ein Verfahren (z.B. Offsetdruck) notwendigen Grundeinstellungen. Diese Grundeinstellungen sichern die gleichbleibende Funktionsweise und somit die konstante Qualität über einen bestimmten Zeitraum.
Für einen Monitor ist beispielsweise die Einstellung von Weiß- und Schwarzpunkt, Kontrast und Helligkeit sowie Farbtemperatur für eine anschließende Profilierung entscheidend.
Das Ergebnis der Profilierung ist dann beim Monitor das ICC-Profil, welches mithilfe der Farbmesstechnik das Farbverhalten des Geräts oder Verfahrens beschreibt.
Rendering Intents
Es gibt vier Varianten (Rendering Intents) von Farbraumkonvertierung/Farbraumtransformation:
Perzeptiv (wahrnehmungsorientiert):
-bei Farbbildern
-großer Farbraum in kleinen, Bsp.: RGB in CMYK
-Farben, die außerhalb des Zielfarbraums liegen, werden stark verschoben, Farben am Rand weniger stark, Farben im Innenraum leicht
-nicht-lineare Komprimierung
Farbmetrisch:
-für Proof
-Clipping-Vorgang: kleiner Farbraum in großen, Bsp.: Offset-CMYK in Proofer-CMYK
-der kleinere wird exakt im größeren abgebildet
Absolut farbmetrisch:
-Proofpapier hat andere Farbe als Auflagenpapier, Papierfarbe wird simuliert
Relativ farbmetrisch:
-Proofpapier hat Farbe des Auflagenpapiers (Auflagenpapier benötigt)
Sättigung:
-für Infografiken
-Skalierung des Quellfarbraums in Zielfarbraum
-relative Sättigung bleibt erhalten, Farbtöne verschieben sich
lineare Komprimierung
Weiterführende Links
http://www.publisher.ch/dynpg/upload/imgfile1088.pdf (zu Rendering Intents)
Vernetzte Produktion in der Druckerei.
Allgemein könnte man Vernetzung wie folgt beschreiben:
Vernetzung ist ein Hilfsmittel zur Organisation, sie dient zur sinnvollen Verknüpfung von verschiedenen Komponenten im Produktionsablauf und dem Austausch von Vorgaben und Aufragsdetails zwischen den Komponenten.
Die Vernetzung ist die Grundlage für die Automatisierung des Produktionsworkflows und damit wesentlich für die Rationalisierung sinnvoll.
Gründe für eine vernetzte Produktion?
Siehe https://mediencommunity.de/content/u11-javascript-arrays