Schriftenverwaltung

Warum Schriftverwaltung?

Mit Schriftverwaltungsprogrammen wie Suitcase, Linotype FontXplorer etc. lassen sich Schriften kategorisieren und sortieren. So kann man entweder nach Schriftgruppen (DIN 16518 oder eigener Sortierung) oder auch nach Kundenprojekten sortieren. Mit solchen Programmen kann man zudem nur die Schriften aktivieren, die man benötigt. Sind alle Fonts – oft mehrere hundert oder gar tausend Schriften – aktiviert, reduziert dies die Rechnerleistung. Auch die Übersicht der Schriftmenüs der Programme wird dadurch erleichtert.

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Kommentare

Bild von curry ergo boba

HI,

was denkt Ihr was bei dem Thema noch gefragt werden kann? Eigentlich währe das doch alles, vielleicht noch wie man die Schriften am besten verwaltet also unterteilt? Hab zu dem Thema mal garkeine Ahnung.

curry ergo boba 

Bild von DendeComprende

Also ich denke es könnten Fragen über geläufige Schriftenverwaltungsprogramme (Fontmanager)  drann kommen bzw. wofür man Sie braucht und deren Funktionen.

Was versteht man unter:

- OpenType,
- TrueType,
- PostScript Type 1 
- Drucker Schriftarten

Was sind die Besonderheiten (Eigenschaften).

Fontmanager sind dazu da um Schrifartenarten zu verwalten (zu ordnen).

 

 

"Benchmarking is nothing else than: Copy With Pride!"

 

Hey,

wenn man sich die alten Abschlußprüfungen mal ansieht, dann waren das zum größten Teil immer problemorientierte Aufgaben...ich glaube nicht ,dass da "einfach nur" eine Frage kommt wie
was versteht man unter Opentype?

Bild von curry ergo boba

Ich meine das währe eher Typografie oder nicht?Oo Oder besser gesagt Schriftlehre/kunde.

Oder??

Hallo, Schriftformate würde ich schon unter Medienproduktion packen.

Wobei die Schriftverwaltung nur insofern einen bezug zu den Formaten hat, dass man damit eben u.a. vermeiden kann, dass auf dem Rechner eine Schrift gleichzeitig als TT und PS-Schrift aktiviert ist.

Viele Grüße

Peter

TT & OT Gemeinsamkeiten

  • enthalten fontmetrische Angaben
  • PostScript-Fonts nicht notwendig

 

Unterschiede

OT  Open Type

  • 16-bit-Unicode, 65000 Zeichen pro Zeichensatz (inkl.Sonderzeichen)
  • plattformunabhängig

 

TT  TrueType

  • starke qualitat. Unterschiede je Hersteller/bei Belichtung & Druckschwierigkeiten
  • für Bildschirmausgabe geeignet
  • für Print eher OpenType-Fonts einsetzen

 

Bild von Tanja Huckenbeck

Hallo,

TT-Fonts sind nicht automatisch für die Bildschirmdarstellung geeignet, das ist auch abhängig von der Qualität des Hintings und den Buchstabenformen allgemein (offene Punzen etc.).

Druckschwierigkeiten gibt es gar nicht, allenfalls Belichtungsschwierigkeiten, was daran liegt, dass PS-Belichter mit TT Probleme haben können.
PS-Schriften bestehen aus zwei Dateien (Vektoren und Pixel), dies ist in TT- und darauf basierend OT-Schriften zusammengefasst.

PS und TT sind 8-bit codiert, was zu theoretisch 256 Zeichen pro Font (digitaler Datei) führt, in der Praxis sind es aufgrund von Steuerzeichen ca. 240. OT hat aufgrund der 16-bit-Technologie theoretisch mehr als 65000 Zeichen, genau 65532, daher haben sie auch den Vorteil, dass mehrere Schriftsysteme und Sonderzeichen bzw. Varianten (Swashes, Tabellen- und Mediaevalziffern, Kapitälchen etc.) in einer Datei zusammengefasst werden können.

Viele Grüße

Tanja

Hallo digital66,

in der Kürze deines Beitrages geht einiges durcheinander, zudem haben die Dateifromate ja nicht automatisch etwas mit Schriftverwaltung zu tun.

Viele Grüße

Peter

 

1.    Was ist Schriftverwaltung?
Aktivierung und Deaktivierung von Schriftdateien für den Gebrauch in Anwendungsprogrammen über entsprechende Ordner im Betriebssystem (z.B. Mac/ Library/ Fonts) oder über Schriftverwaltungsprogramme (z.B Font Explorer/Suitcase/Schriftsammlung))
 
·      Auswahl von Schriftarten, Schriftschnitten aus Schriftbibliotheken
·      Ansteuern von Sonderzeichen (z.B. über Glyphentabelle von InDesign)
·      Wahl des richtigen Schriftdateiformats
·      Zuordnung/Sammlung verschiedener Schriften(z.B. zu einem Job)
·      Übersichtliches Schriftmenü
 
2.    Schriftdateiformate
[TTF            PostScript           OTF]
 
·      .TTF ; tlw. plattformübergreifend  |  bestehen aus 1. Datei
 
·      Postscript [ bei Mac ohne Endung]  | Plattformspezifisch | 2. Dateien
 
·      .OTF ; Plattformübergreifend | 1. Datei
 
3.    Vorteile von Open Type
·      Plattformübergreifend einsetzbar
·      Basiert auf UNICODE, mehr als 65000 Zeichen darstellbar.
·      Erweiterte typografische Möglichekeiten:     
     •  Ligaturen, Echte Brüche
     • Kapitälchen
     • Kontextbedingte Zeichen
 
+     Mehrsprachige Dokumente können mit derselben Schriftdatei gesetzt werden.

 

Ich habe mal aus dem Kompendium zusammengefasst:

Schriften können auf einem Apple Rechner (MAC OS X) an verschiedenen Stellen abgelegt werden. Bei der Suche der angeforderten Schrift, wird in der Reihenfolge der Hierarchie der Schriftnutzung nach der gewünschten Schrift gesucht. So kann es dann, bei doppelt, oder falsch abgelegten Schriften zu Problemen führen.

Sytemschriften (System -> Libary -> Fonts):

  • sind auf dem Rechner vorinstalliert
  • stehen jedem Benutzer des Rechners zur Verfügung
  • dürfen niemals gelöscht werden
  • Anwenderschriften dürfen dort nicht abgelegt werden

Lokale Schriften (Libary -> Fonts):

  • stehen allen Benutzern zur Verfügung
  • sind für das Betriebssytem nicht zwinged erforderlich

Benutzer-Schriften (Benutzer -> Benutzername -> Libary -> Fonts):

  • privates Schriftenverzeichnis
  • Schriften stehen nur dem Benutzer zur Verfügung

Classic-Umgebung (Systemordner -> Zeichensätze):

  • einige Schriften im Ordner Zeichensätze sind Systemschriften
  • Systemschriften im Ordner dürfen nicht gelöscht werden

Netzwerk-Schriften (Netzwerk -> Libary -> Fonts):

  • für Rechner die über das Netzwerk laufen
  • jeder im Netz kann auf die Schriften zugreifen

Applications-Schriften (Libary -> Application Support -> Adobe (oder anderes Programm) -> Fonts):

  • dort liegen die Schriften die, z.B. von Adobe mitgeliefert worden sind
  • nur das jeweilige Programm kann auf diese zugreifen

 

 

Sehr gute Zusammenfassung.
Hier kann man auch den Zweck von Schriftverwaltungsprogrammen erkennen und erklären:

Gute Programme erkennen doppelt angelegte Schriften und fordern Klärung (löschen oder umbenennen?).
Grund und Beispiel:
Du hast unter Applications-Schriften Frutiger mit zwei Schnitten abgelegt. Dann hast Du kohle gemacht und dir Frutiger mit allen Schnitten gekauft und unter den Sytemschriften abgelegt.
Dann machst du InDedign auf und – sch.... .
InDesign schaut halt erst unter Applications und findet dort die Schrift Frutiger. Warum weiter suchen?

Gute Verwaltungsprogramme reparieren übrigens auch defekte Schriften.

Bild von Tanja Huckenbeck

Hallo,

auch wenn das möglich ist, sollten Schriften NIE über das Netzwerk geladen werden, sondern immer lokal abgespeichert werden ... es sei denn, man möchte bei einem evtl. Netzwerk-/Serverneustart alle Schriften in der Schriftverwaltung deaktivieren oder gar löschen und danach neu zuweisen ...

Viele Grüße

Tanja

hallo,

zur codierung von true type fonts gibt es widersprüchliche aussagen.

tanja schreibt am 12.11.10: ps und tt sind 8-bit codiert. im kompendium wird tt aber wie ot als 16-bit codiert beschrieben, ich zitiere (band II, schrifttechnologie, 1.2.2.1. fontformate/true-type-fonts)

"Weiterhin basieren TrueType-Fonts auf 16-Bit-Unicode, mit dem – im Unterschied zu 256 Zeichen bei Type-1-Fonts – 65.536 Zeichen pro Zeichensatz codiert werden können. "

was ist richtig? wenn richtig, sind diese 16-bit-ttf platformübergreifend zu verwenden?

grüße davidtine

Ja, es ist richtig. TT wird mit 16 Bit codiert, sprich 65.536 Zeichen pro Zeichensatz sind möglich.

Aber mal im ernst, das hat doch nichts mit Schriftverwaltung zu tun, mit wievielen Zeichen der Zeichensatz codiert ist. Schön wenn man es weiß, aber wenn nicht, ist es auch kein Drama. Es ist wichtig, aus wievielen Dateien das Schriftformat besteht, ob das Format plattformunabhing ist oder nicht, und vielleicht (!) noch, wofür sie verwendet werden (Eignung). Dann noch welche Schriftverwaltungsprogramme es gibt und die Vorteile von Schriftspeicherung/Verwaltung auf Mac OX S gegenüber Windows.

Macht euch nicht verrückt Leute, es gibt wesentlich schlimmere und beunruhigendere Themen in der AP, denen man sich besser zuwenden sollte ;)

LG

Glaubt ihr, dass bei Schriftenverwaltung wirklich auch alle Details zu TTF und OTF etc. von Bedeutung sein werden?

Hallo,

TT war schon immer 16 Bit codiert, aber die Layoutprogrammen konnten diee Informationen bis vor einigen Jahren nicht auslesen. Darum hielt sich lange die Information, dass TT-Schriften auch nur 256 Glyphen enthalten könen wie PostScript-Schriften

Viele Grüße

Peter