Vermittlung der Schriftklassifikation im Unterricht

Wie kann man Schriftklassifikation so vermitteln, dass man wegkommt vom Auswendiglernen und zum Verstehen gelangt.

Verschiedene Ansätze zur Vermittlung

1. Schreibwerkzeuge
Verständnis für die Bedeutung der Schreibwerkzeuge bei der Entwicklung der Buchstabenformen.

1.1. Eine spielerische Übung zum Einstieg.
Die Azubis/Studenten sollen alles was irgendwie als Schreibwerkzeug (Feder, Pinsel, Lippenstift,  Klebestift, Edding, Beistift, etc.) geieghnet ist mitbringen und mit den verschiedenen Werkzeugen dann das jeweis gleiche Wort schreiben. Im Anschluss kann man über die Unterschiede der Buchstabenformen, die durch das Schreibwerkzeug entstanden sind, diskutieren. Die Azubis/Studenten können sich dann noch eine Mappe anlegen und beschreiben in eigenen Worten, wie sie die Unterschiede wahrnehmen.

2. Schriften ordnen nach optischen Kriterien
Bevor man theoretisch die Schriftklassifikation vermittelt, ist es ganz sinnvoll, wenn die Auszubildenden oder Studenten sich erst ein eigenes »Bild« davon machen. Dazu kann man Schriftkärtchen aus möglichst vielen unterschiedlichen Schriftgruppen verteilen. Je ein Satz pro Gruppe (etwa 5 Personen). Aufgabe ist es den Stapel von etwa 60 Karten so nach Gruppen zu sortieren wie sie es empfinden und wo sie optische Unterschiede erkennen. Jede Gruppe soll dann ihre »Ordnung« vorstellen und begründen.

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Kommentare

Erste Sensibilisierung für Schriftklassen: spielerisch lernt sich besser

Bevor man auf diese durchaus sinnvollen ersten sechs Klassen eingehen kann ist es für eine erste Sensibilisierung erleichternd verschiedene Schriftbilder ordnen zu lassen. Je nach Bildungsstand der SuS mit ggf. vorgegebenen Gruppen. Diese können vereinfachte Klassen sein. Von dort aus lässt sich gut weiter differenzieren. 

Die Zuordnung lässt sich in Klassen gut als Spiel durchführen. Man teile die Klasse in zwei Teams, lässt jedes die Schriftbilder abwechselnd "ziehen" und beginnt das Spiel. Nach dem Durchgang korrigiert die LPerson durch ein Gespräch und begründet die Korrektur. 

Schwierig erscheint es mir, wenn die SuS erst eine eigene Ordnung erschaffen sollen und dann doch anschließend mit einer fertigen konfrontiert werden. Wozu haben sie dann geordnet?

 

Geschichtlicher Hintergrund nutzt als Bezugspunkt, besonders für die Klassen I - VI

Gerade die ersten sechs Schriftklassen lassen sich meines Erachtens am sinnvollsten in Bezug zur Schriftgeschichte vermitteln, da diese die Basis darstellt. Der Verlauf der Entstehung der Schriftbilder wird in Verbindung mit den Namen der Stempelschneider und dessen Schriftbilder deutlich. Man kann die Schriftgeschichte als Film gut veranschaulichen.

 

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„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt!“

Hallo,

vielen dank für die Ergänzungen. Sie können aber auch gerne direkt, die Ergänzungen ins Wiki übertragen. So sind dann ale Tipps, Ideen und Erfahrungen im Wiki gesammelt.

Ich gehe im Unterricht ähnlich vor. Versuche aber auch immer die Problematik der DIN-Klassifikation mit darzustellen. Was teilweise schon automatisch sich ergibt, wenn Studenten Schriften wie die »Optima« entweder bei den Groteskschriften oder be Antiqua-Varianten einordnen.

Durch die Diskussion zeigt sich dann die Schwieirgkeit der Klassifikation.

Viele Grüße

Peter Reichard