Bewertungskriterien für Design/Werbung

Damit Gestaltung nicht subjektiv und beliebig bewertet wird, gibt es mehrere Fragestellungen, mit denen man die Gestaltung prüfen kann.

Die eine Möglichkeit orientiert sich an den grundlegenden Gestaltungselementen und ist daher unabhängig vom Medium und ohne Kenntnis des Kunden bzw. seines Briefings anwendbar.

Die Punkte, die behandelt werden, sind:

  • Idee (originell, neuartig, Aufmerksamkeit weckend oder abgegriffen, unauffällig)
  • Ziel (Zielgruppe und Gestaltungsziel)
  • Proportion (Format, Raumaufteilung, Satzspiegel, Größe von Texten udnd Bildern, bedruckte/unbedruckte Fläche)
  • Rhythmus (Anordnung der Bilder, Texte, bedruckte/unbedruckte Fläche)
  • Gliederung (logische Reihenfolge, Blickführung, Hervorhebung wichtiger Punkte
  • Kontrast (Farben, Größen, Ordnungen, Bilder)
  • Farbigkeit (Farbwahl, Farbharmonie)
  • Schrift (Schriftwahl, Schriftgröße, Zeilenabstand, Satzbreite)
  • Bilder (Motiv, Farbigkeit, Bildausschnitt, Perspektive)
  • Papier (Optik und Haptik wie Oberfläche, Grammatur, Farbe, Struktur, Volumen)
  • Gesamtwirkung (informativ, strukturiert, sachlich, emotional, edel, billig …)

Die andere Möglichkeit der Gestaltungsbewertung kommt aus dem Bereich der Werbung. Daher ist sie auch eher für die Bewertung von Werbekampagnen statt für die Bewertung von z.B. Infobroschüren geeignet, die sachlich überzeugen. Im Gegensatz zu der ersten Möglichkeit muss auch das Kundenbriefing und das Ziel der Gestaltung bekannt sein. Das wird auch am Fragenkatalog, der von der Werbeagentur Young & Rubicam entwickelt wurde deutlich:

  • Ist es eine überraschende Idee?
  • Was ist der Blickfang?
  • Wird der Verbrauchernutzen herausgestellt?
  • Wird der Verbraucher mit einbezogen?
  • Was ist der Inhalt des Briefings – ist er umgesetzt?
  • Ist die Lösung die überzeugendste? Gibt es eine bessere?
  • Ist die Gestaltung in sich stimmig?
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