Haupt-Reiter

10.6.5 Verpackungseinlagen und Klappverpackungen

Die Verpackungseinlage dient der geordneten Platzierung des Packgutes innerhalb eines Packstücks. Verpackungseinlagen sind meist aus Kunststoff. Eine Verpackungseinlage hat nicht selten auch einen dekorativen Aspekt. Dies ist ein Grund, warum außer den „normalen“ Kunststoff-Vollfolien auch Schaumfolien und dekorative Folien – wie zum Beispiel metallisierte Folien und Flockfolien – eingesetzt werden. Die Formgebung der Kunststofffolien für eine Verpackungseinlage erfolgt im Thermoformverfahren.


Abb. 10.6.15: Verpackungseinlage aus metallisierter Folie


Abb. 10.6.16: Verpackungseinlage aus Flockfolie

Klappverpackungen
Die Klappverpackung, auch Klappblister, wird meist aus klarsichtiger Kunststofffolie hergestellt. Sie besteht aus zwei Hälften, die mit einem Scharnier verbunden sind und sich beim Schließen der Verpackung verbinden lassen. Die ganze Verpackung inklusive des Scharniers wird in einem Arbeitsschritt aus einem Folienzuschnitt thermogeformt. Im Gegensatz zu einer Skin- oder Blisterverpackung kann eine Klappverpackung nach dem Öffnen wieder verschlossen werden.

Die verwendeten Kunststofffolien sind die typischen Blisterfolien. Dazu zählen PET, PVC, aber auch PP, wobei jeder beliebige Thermoplast verwendet werden kann. PP steht für Polypropylen. Mit rund 20 Prozent Anteil an der Gesamtproduktion ist PP der zweitwichtigste Kunststoff. Obwohl Polypropylen dem PE chemisch relativ ähnlich ist, ist es deutlich härter, fester und thermisch höher belastbar. (Quelle: https://www.kunststoffe.de/themen/basics/standardthermoplaste/polypropylen-pp/artikel/polypropylen-pp-644901)
PET steht für Polyethylenterephthalat. Dies ist mit etwa 6 Prozent Anteil an der Gesamt-menge der produzierten Kunststoffe einer der bedeutendsten Thermoplaste. (Quelle: https://www.kunststoffe.de/themen/basics/technische-kunststoffe/polyethylenterephthalat-pet/artikel/polyethylenterephthalat-pet-652002)

Typisch für die Klappverpackung ist ein gut funktionierendes Scharnier. Die meisten Scharniere sind thermogeformt. Die Biegefähigkeit des Scharniers wird durch Ausdünnung der Folie mit Negativformung erzeugt.


Abb. 10.6.17: Klappverpackung mit Scharnier und Hinterschnitte

Bewertung: 
0
Bisher keine Bewertung