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Schriftklassifikation nach Indra Kupferschmid

Indra Kupferschmid, Professorin für Typografie an der Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken, hat in ihrem Buch »Buchstaben kommen selten allein« den von Hans Peter Wilberg begonnenen Klassifikationsansatz aufgegriffen und erweitert.

Eine Zusammenfassung ist auf ihrem Weblog zu finden.

Kupferschmid und Wilberg gehen beide davon aus, dass der Strichkontrast und dessen Verlauf im Buchstaben wesentliche Kriterien der Unterscheidung sind. Und dass dadurch drei Grundprinzipien – dynamisches, statisches und geometrisches Formprinzip – entstehen, nach denen sich alle Schriften klassifizieren lassen.

  • Das dynamische Formprinzip basiert auf dem Schreiben mit der Breitfeder, Schriften mit Renaissance-Charakter
  • Das statische Formprinzip rührt vom Schreiben mit der Spitzfeder, Schriften mit klassizistischer Charakter
  • Das geometrische Formprinzip ist inspiriert vom Schreiben mit der Redisfeder, wodurch kein Strichkontrast entsteht und Schriften konstruiert wirken.
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