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U3: Mikrotypografie

Anleitung für das Wiki
In diesem Wiki könnt ihr gemeinsam Lerninhalte erstellen. Jedes Wiki ist direkt und für jeden angemeldeten User editierbar. Wenn bereits bei vorherigen Prüfungs-Wikis zum Thema (manchmal auch nur Teilgebiete streifend) erstellt wurden, so werden sie unten verlinkt. Ansonsten einfach hier diesen Eintrag überschreiben und mit entsprechenden Inhalten füllen.
Um Beispielaufgaben etc. zu bearbeiten haben wir extra eine Lerngruppe (https://mediencommunity.de/lerngruppe-mediengestalter-ap-sommer-2019) eingerichtet, bitte diese für das gemeinsame Lösen von Aufgaben nutzen.

Viel Erfolg beim Lernen.
Das Team der mediencommunity

 

Hierzu gibt es auch ein eigenes Wiki: https://mediencommunity.de/content/wiki-zur-mikrotypografie

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Kommentare

MIKROTYPOGRAFIE

Link zum Typolexikon: https://www.typolexikon.de/mikrotypografie/

Hallo APK,

herzlichen Dank für Deinen Post!

Bitte denke daran, dass dieser Text urheberrechtlich geschützt ist. Ich habe daher einfach einen Link zum Original gesetzt.

Es bringt übrigens mehr, wenn Ihr versucht, die Themen selbst zusammenzufassen.

Viele Grüße

Thomas Hagenhofer

Die Mikrotypografie beschäftigt sich mit der Schrift wobei entgegen Satz dazu sich die Makrotypografie mit dem Layout beschäftigt.

Die Tätigkeit des Ausgleiches beim Satz mit Versalbuchstaben nennt man Mikrotypografie. Es ist das Verändern von Details in Schrift.

Kerning: Beim Kerning wird der Weißraum zwischen mehreren Buchstaben verringert und vergrößert, bis es optisch gleichmäßig ausgleicht.

Spationieren oder Sperren: ist eine Erweiterung des Abstands bzw. die Veränderung der Laufweite.

Ligaturen: Verschmelzung von zweier oder mehrerer Buchstaben.

Kapitälchen: Es handelt sich um Kleinbuchstaben die die Form von Großbuchstaben haben.

Anni

Hallo,
Versalausgleich gehört sicherlich zur Mikrotypograie ist aber nicht identisch mit dem Begriff, da gehört viel mehr dazu. Was du ja auch später selbst u.a. aufführst.
Kapitälchen sind Großbuchstaben auf Höhe der Kleinbuchstaben (oder auch geren etwas größer). Ich weiss, dass das in Wikipedia anders steht, aber die Form ist ja eindeutig die der Großbuchstaben. 
https://typefacts.com/artikel/kapitaelchen

Grüße
Peter

Wie viel lernt ihr dafür? Wenn man vom ersten Link oben ausgeht, ist das so einiges. Ich habe hier einmal den Oberbegriff Mikrotypografie zusammengefasst.

Mikrotypografie
Die Mikrotypografie die Schrift und ihre Anwendung. Sie umfasst die Interpretation vom Aussehen der Buchstaben, Ziffern und Zeichen sowie die Anwendung im Schriftsatz.
Mikrotypografische Kenntnisse sind wichtig für die Lesbarkeit von Texten und vielen mehr dazu benötigt man folgendes Wissen.

Liebe Grüße

Jana 

Ich würde alle Regeln so gut wie möglich lernen, es wird meiner Einschätzung nach ein Text mit Fehlern (Korrekturlesen würde da auch nochmal die Zeichen anschauen) kommen denn man korrigieren muss und den Fehler kann erklären (Regel der Mikrotypo). Oder es wird ein Lückentext geben wo man die richtigen Zeichen/Abstände selber schreiben muss...oder vllt nur Zeichen und Fälle und man muss erklären die richtige Regel ...mit dem Oberbegriff kommst du nicht weit...

Hallo,

Da du es mit den Korrekturzeichen für Mikrotypografie angesprochen hast... Wir haben im Unterricht eine alte Prüfung durchgesehen und da stand etwas von diesen speziellen mikrotypografischen Korrekturzeichen. Ich habe im Kompendium nachgeschaut aber jedoch nichts gefunden. Kann mir da jemand einen Tipp geben?

LG Zepper

Korrekturzeichen findest du vorne in jedem Duden :)

Für die Prüfungs solltest du die 5-10 wichtigsten Zeichen kennen, der Rest ist wahrscheinlich unrelevant.

Elena L.
Auszubildende Mediengestalterin

Jana, 

ich denke deine Zusammenfassung ist da ein bisschen wenig (falls du nur das lernen solltest) :D

Ich weiß es auch noch nich genau was ich davon alles lernen werde (ich bearbeite erstmal die anderen Themen ab) und danach schau ich was ich davon lerne. Weil es sind einige Große Themen dabei wo ich nicht weiß wie viel ich davon wissen muss. Morgen ist aber auch endlich wieder berufsschule, sodass endlich nach der Themenbekanntgabe mit unseren Lehrern darüber gegrübelt werden kann. 

Vorallem kann es z.B. sein, dass man einfach nur Begriffe erklären muss oder den Zeilenabstand aufmalen, etc. Und dann alle Begriffe zulernen ist zu heftig. Würde da wenn die bekanntesen 10-15 mir angucken, aber alle macht in meinen Augen grade wenig Sinn, weil man so viel lernen muss (auch viel neues wie Audiosignale etc) und dann alle Begriffe können zu müssen wäre zu viel finde ich :)

Liebe Grüße

Leo

Das ist bisher meine grobe Zusammenfassung für das Thema "Mikrotypografie"

U3: Mikrotypografie

Die Mikrotypografie beschreibt die Schrift und deren Anwendung.

Was ist die Mikrotypografie

Segmentr der angewandten Typografie, auch als Detailtypografie bezeichnet. Im Gegensatz zur Makrotypografie beschreibt die Mikrotypografie die Schrift und ihre Anwendung selbst. Mikrotypografie umfasst sowohl die fundierte Interpretation der Typometrie von Buchstaben, Ziffern und Zeichen, als auch deren ins Detail gehende Anwendung im Schriftsatz.

Etymologisch rührt das Präfix »Mikro-« für »sehr klein« vom altgriechischen »mikrós« für »klein, gering, fein« her und »Typo-« vom altgriechischen »typos«, das eigentlich »Schlag, Stoß«, später auch »Eindruck, Muster, Bild« bedeutet, analog zu »typtein« für »schlagen, hauen«, als Ursprung für das lateinische »typus«, das dann »Figur, Bild, Muster« meint das Wort »-graphie« entspricht dem altgriechischen »-graphia« für das »Schreiben, Darstellen, Beschreiben« zu Altgriechisch »graphein« für »ritzen, schreiben«.

Die mikrotypografischen Kenntnisse und Fähigkeiten eines/r Typografen/in bestimmen maßgeblich die Lesbarkeit, die mediendidaktische Qualität und die Ästhetik einer Schriftsatzarbeit.

Mikrotypografische Schriftsatzarbeiten setzen sowohl produktionsfähige Fonts als auch einen in sich schlüssigen und fertigen makrotypografischen Entwurf im Rahmen eines Zwischenlayouts voraus.

Zur Mikrotypografie gehören die Evaluierung, Wahl, Feinabstimmung, Korrektur und Kalibrierung.

Grundbegriffe

Die Typografie ist voll mit Fachbegriffen (»Setzerlatein«), die bei der Erläuterung der Mikrotypografie immer wieder auftauchen. Vorab möchten wir einige davon hier erläutern:

Geviert

Geviert ist eine relative und keine feststehende Größe. Das Geviert ist ein quadratischer Raum, dessen Seitenlänge der Schriftgröße entspricht, so ist zum Beispiel ein Geviert in 12 pt Schriftgröße auch 12 pt breit. Ausgehend davon gibt es dann auch Halb-, Viertel- und Achtelgeviert. Abweichend von der traditionellen Definition eines Geviertes gibt es das so genannte DTP-Geviert, welches der Breite von zwei Nullen entspricht.

»kleinerer Zwischenraum«

Diese Formulierung stammt aus den Angaben zur Textverarbeitung aus dem Duden. Die Duden-Redaktion legt sich nicht genauer fest. In der Praxis wird dies üblicherweise als ein Zwischenraum interpretiert, der ein Achtelgeviert beträgt.

Spacing

Englischer Begriff für eine Laufweitenerhöhung (und in Zeiten des DTP auch Laufweitenverringerung) bzw. Spationierung

Kerning

Kerning ist der englische Begriff für Unterschneidung und beschreibt den Ausgleich zwischen individuellen Buchstabenpaaren dort, wo der allgemeine Buchstabenabstand kein harmonisches Verhältnis erzeugt. 

Punzen

Mit Punzen beschreibt man die Buchstabeninnenräume. Man unterscheidet geschlossene Punzen wie bei »a« oder »o« und offene Punen wie bei »n« oder »v«.

Zeichen

Satzzeichen

Bei den Zeichen kann man zwischen Satzzeichen und Sonderzeichen, die nochmals zu unterscheiden sind, differenzieren.

Satzzeichen oder Interpunktionszeichen dienen der Strukturierung eines Satzes, wie Punkt, Komma, Semikolon, Doppelpunkt oder erleichtern die Erfassung des Satzinhaltes z. B. durch die Setzung eines Frage- oder Ausrufezeichens.

Punkte

Der Punkt ist wie das Ausrufe- und Fragezeichen ein Schlusszeichen und kennzeichnet das Ende von Sätzen. Der Punkt steht ohne Abstand nach dem letzten Zeichen des Satzes, und ihm folgt ein Wortabstand.

Je nachdem, wie gut oder schlecht das Kerning der Schrift ist sollte man hier manuell eingreifen.

Halbgeviertstrich

Der Halbgeviertstrich besitzt wie der Name bereits eindeutig anzeigt, die Breite eines halben Geviert, also die Hälfte der Schriftgröße. Es gibt verschiedene Anwendungen dieses Strichs, woraus sich auch verschiedene Begriffe wie Gedankenstrich, Auslassungsstrich oder Streckenstrich ergeben.

Divis (Bindestrich, Trennstrich)

Der Divis ist der kürzeste typografische Strich und seine weiteren Bezeichnungen ergeben sich aus der unterschiedlichen Verwendung.

Im Englischen wird der Bergiff Hyphen verwendet. Seine Länge entspricht etwa einem Viertelgeviert bzw. ein wenig kleiner,

Entweder als Trennstrich zur Kennzeichnung von Silbentrennungen am Zeilenende. Daher wird er auch als Divis (vom lateinischen Wort dividere = teilen) bezeichnet.

Oder als verbindender Strich – Bindestrich – von Doppelnamen (Karl-Heinz) oder Straßennamen (Albert-Einstein-Allee).

An- und Abführungszeichen

An- und Abführungszeichen dienen der Markierung von direkter Rede, Zitaten oder der Hervorhebung von einzelnen oder mehreren Wörtern. In Deutschland und Österreich werden hierfür die An- und Abführungszeichen „ “ oder die Guillemets « verwendet. Als korrekte Form der An- und Abführungen kann man sich auch folgende Eselbrücke merken: 99 unten – 66 oben.

Andere Länder bzw. Schriftsprachen verwenden eine andere Positionierung und/oder andere Zeichen.

Auch einfache An- und Abführungen sind möglich, wenn z. B. innerhalb eines Zitates ein weiteres Zitat zu kennzeichnen ist.

Apostroph

Der Apostroph kennzeichntet die Auslassung einzelner Buchstaben. Er ähnelt der Form des Kommas, der jeweils verwendeten Schrift.

Die Kenntnis der deutschen Orthografie hilft auch bei der korrekten Verwendung des Apostroph. Er dient nicht zur Kennzeichnung eines Genitiv-s, wie es im Englischen vorkommt.

Trotzdem gibt es bei bestimmten Wörtern und ihrem Genitiv die Verwendung des Apostroph, und zwar bei Namen und Wörtern, die auf »s« oder »x« enden. So heißt es »Hans’ Auto« und »Max’ Buch«, da das Gentiv-s hier wegfällt und dieser Wegfall durch den Apostroph gekennzeichnet wird.

Klammern

Klammern gehören zu den Interpunktionszeichen. Man unterscheidet dabei mehrere Formen, wie runde Klammern (…) oder auch Paranthesen genannt, Akkoladen {…} und eckige Klammern […].

Der Text, der in Klammern gesetzt wird, hat keine Wortabstände zu den Klammern. Vor und nach den Klammern – also außerhalb der Klammern – wird jeweils ein Wortabstand verwendet.

Aus ästhetischen Gründen muss der Abstand zwischen den Klammern und dem folgenden bzw. dem vorherigen Buchstaben manuell bearbeitet werden, damit sich diese nicht berühren

Schlusszeichen (Punkt, Ausrufe- oder Fragezeichen), die zu dem in Klammern gesetzten Satz gehören, werden auch innerhalb der Klammer gesetzt. Nach der schließenden Klammer werden die Satzzeichen gesetzt, die dort auch ohne den Einschub in Klammern stehen müssten.

Längsstrich

In Wörterbüchern und Lexika wird durch den Längsstrich der Ort möglicher Trennungen angezeigt. Immer häufiger wird er auch als Aufzählungszeichen oder als Trennzeichen bei Adressen eingesetzt.

Sonderzeichen

Sonderzeichen sind grafische Zeichen bzw. Satzzeichen und Symbole, die weder zu den Buchstaben eines Alphabets noch zu den Indo-Arabischen Ziffern gezählt werden. Aus der Sicht der Typografie und der digitalen Informations- und Datenverarbeitung (IT) gehören sowohl die orthographische Satzzeichen (Interpunktionszeichen), die diakritische Zeichen (Diakritika) als auch die typografischen Satzzeichen (Zeichen und Symbole) zu den Sonderzeichen.

DIAKRITISCHE ZEICHEN

Diakritische Zeichen (Diakritika) sind an Buchstaben angebrachte kleine Zeichen wie Punkte, Striche, Häkchen, Bögen oder Kreise, die eine vom unmarkierten Buchstaben abweichende Aussprache oder Betonung signalisieren. Sie sind von Sprache zu Sprache unterschiedlich und werden von der jeweiligen sprachspezifischen phonemischen und morphophonemischen Orthographie vorgegeben.

Diakritische Zeichen bzw. Akzente (Auswahl):

  • Akut ( é )
  • Breve ( ă ) ( ḫ )
  • Cédille ( ç ) ( ģ )
  • Doppelakut ( ő )
  • Haken ( ỷ )
  • Hatschek ( č ) ( ď )
  • Horn ( ơ )
  • Komma ( ș )
  • Kroužek ( ů ) 
  • Makron ( ā )
  • Unterstrich ( a )
  • Schrägstrich ( ø )
  • Tilde ( ñ )
  • Trema ( ë )
  • Zirkumflex ( â )

TYPOGRAFISCHE SATZZEICHEN

Typografische Satzzeichen sind ein Sammelbegriff für »Zeichen und Symbole«. Sie sind konventionalisierte grafische Darstellungen eines abstrakten Sachverhalts (Sinnbilder), um einen Schriftsatz, eine Formel oder eine Melodie stellvertretend und vereinfacht darzustellen, zu kürzen, zu veranschaulichen oder zu ordnen. Für die Orthographie sind typografische Satzzeichen nicht notwendig.

Beispiel:

  • + für Plus
  • © für Copyright
  • ♥ für ein Herz im Sinne der Liebe

Sowohl für das Design als auch für die Anwendung von typografischen Zeichen und Symbolen existieren keine einheitlichen Regeln und im Sinne der Schriftklassifikation keine Klassifikationsmodelle. In der Matrix Beinert werden Satzzeichen und Symbole in der Gruppe 9 als »Bildzeichen« geordnet.

Typografische Zeichen und Symbole finden sich ggf. in beschränkten Umfang im Zeichenvorrat von OpenType Fonts und in großer Auswahl in speziellen »Symbol Fonts« (Icon Fonts). Prominente Symbol Fonts sind z. B. die »ITC Zapf Dingbats®« von Hermann Zapf (1918—2015), die »Webdings« von Kris Holmes and Charles Bigelow oder die »Font Awesome« von Dave Gandy. Symbol Fonts gibt es in jeder nur erdenklichen grafischen Form und für jedes Thema.

Elena L.
Auszubildende Mediengestalterin

Der Text ist aus verschiedenen Medien recherchiert, kopiert und zusammen gesetzt.
Man sollte sich das Thema dann nochmal selbst zusammenfassen.

Elena L.
Auszubildende Mediengestalterin

Hallo,

danke für den ausführlichen Beitrag. Er basiert ja schon größtenteils auf dem hier veröffentlichen Wiki: https://mediencommunity.de/content/wiki-zur-mikrotypografie

Grüße

Peter