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Geräte kalibrieren

Digitalkamera

Zur Profilierung einer Digitalkamera braucht man neben der Color-Managementsoftware ein spezielles Testchart. Auf dem Testchart befinden sich verschiedene Farben mit unterschiedlichen Helligkeitswerten bzw. Sättigungswerten. Die Oberfläche sollte halbmatt sein, damit Refelxionen vermieden werden können.
Da die Beleuchtung naturgemäss in der fotografischen Aufnahem eine große Rolle spielt, werden verschiedene Berleuchtungsitutaion eingestellt, dementsprehend also Profile für verschiedene Licharten und Einsatzzwecke.
Der korrekte Weißabgleich ist die Grundvorraussetzung für die Erstellung eines guten Kameraprofils.

Scanner
Um ein Scannerprofil zu erzeugen, wird eine Testvorlage (Testchart IT8-Vorlage) gescannt.  Alle Korrekturfunktionen des Scanners müssen ausgestellt sein, damit die „rohen“ Daten erfasst werden können.
Testvorlagen nach ISO 12641 haben 228 einheitliche genormte und 36 vom Hersteller definierte Farbfelder.
Das Profilerzeugungsprogramm setzt die CIELAB oder CIEXYZ Farbwerte der Testvorlage in Beziehung zu den vom Scanner ermittelten RGB-Farbwerten und errechnet das ICC-Profil.

ICC-Profil speichern:
meistens bietet die Profilisierungsoftware das speichern des Profils direkt an, sollte es zu einem späteren Zeitpunkt gespeichert werden oder ein anderes Profil soll gespeichert werden:

Mac OS X: Festplatte>Users>Username>Library>ColorSync>Profiles
Windows 2000 und XP: Festplatte/WINNT/system32/spool/drivers/color

Bei Eingabergeräten wie dem Scanner oder der Digitalkamera kann man korrigierende Eingabe-Profile auf zwei Arten einsetzen:

Scannt oder fotografiert man ein Bild, so können die im Eingabe Profil stehenden
Korrekturwerte gleich ins Bild eingerechnet werden. (z.B: Tiff-Datei mit eingebetten Profil)
Die andere Möglichkeit besteht darin die erfassten Bilddaten zunächst unkorrigiert zu lassen und den Bilddaten das Profil nur „anzuhängen“. Das ermöglicht es später unterschiedliche Profile auf die Bilddaten anzuwenden.z.B. um flexibler auf auf Farbabweichungen zu reagieren.

Monitor
Der Monitor ist im Workflow die visuelle Schnittstelle zwischen dem Gestalter und den Farben des Bild, der Grafik. Deshalb ist es unabdingbar, dass nicht nur die Eingabegeräte und Ausgabegeräte profiliert
werden, sondern auch die Ausgabe auf dem Monitor.

Leider entstehen die ersten Fehler beim Monitor schon bei der Produktion des Geräts, denn die
Qualität der verwendeten Bauteile beeinflusst ebenso die Farbwiedergabe, wie das Betriebssystem, das
Zusammenspiel von Monitor und Grafikkarte, die Einstellungen des Benutzers, und das Alter des Geräts.

Es gibt zwei Arten der Profilierung:

Visuelle Profilierung: Der Benutzer erstellt z.B unter Mac OSX mit dem Monitorkalibrierungs-Assistenten ein Monitorprofil, die Einstellungen erfolgen durch die numerische Eingabe der Farbtemperatur und des
Monitorgammas sowie nach der visuellen Beurteilung.
Das Profil entspricht dann natürlich NICHT ganz der Objektivität eines Messgerätes.

Messtechnische Profilierung:
Es wird eine Reihe von Farbfelder auf dem Monitor angezeigt, die dann mit einem Colorimeter oder
Spektralfotometer eingemessen werden. Über die Profilierungsoftware werden die gemessenen Daten mit den Soll-Werten der Farbfelder verglichen.
Der Soll-Ist-Vergleich gibt Auskunft darüber, wie viel Farbe der Monitor anzeigen kann und wie genau.
Die Information aus dem Soll-Ist-Vergleich werden nun in einem ICC-Monitor-Profil zusammengefasst.
Dieses ICC-Profil wird dann im Betriebssystem als Standart-Profil für den Monitor eingetragen. Jedes mal wenn eine Anwendung ein Bild an den Monitor überträgt, wird die Anzeige dieses Bildes unter Verwendung der im ICC-Profil gespeichterten Infos korrigiert.

Grundregeln der Monitorkalibrierung/profilierung

- Der Monitor soll wenigstenseine halbe Stunde in Betrieb sein.
- Kontrast und Helligkeit müssen auf die Basiswerte eingestellt sein.
- Die Monitorwerte dürfen nach der Messung und anschließender Profilierung nicht mehr verändert
  werden.
- Bildschirmschoner und Energiesparmodus müssen deaktiviert sein.

Bei Tintenstrahldrucker und Laserdruckern wird ein Testchart ausgedruckt und anschließend vermessen. Das aus den Messdaten generierte Ausgabe-Profil korrigiert die Farbabweichungen. Jedes Ausgabegerät hat untrschiedliche Abweichungen und benötigt immer sein individuelles Korrrektur-Profil. Die Bilddatei wird allerdings nicht verändert.

Quellen: Kompedium der Mediengestaltung, Informationen verbreiten (Schulbuch)
und besonders zu empfehlen wegen der guten Erklärungen : http://www.cleverprinting.de/ratgeber2009.html

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