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From 70/20/10 to 90/10

Weiterbildungsblog - 7. Oktober 2025 - 15:41

Philippa Hardman stellt wieder eine These in den Raum: „This week I want to share a hypothesis I’m increasingly convinced of: that we are entering an age of the 90/10 model of L&D.
90/10 is a model where roughly 90% of “training” is delivered by AI coaches as daily performance support, and 10% of training is dedicated to developing complex and critical skills via high-touch, human-led learning experiences.“

Dahinter steckt die Idee, dass man sich Arbeitsprozesse und Aufgaben anschaut und dann entscheidet,
– welche Aufgaben zukünftig ganz von der KI übernommen werden,
– welche Prozesse von der KI unterstützt werden („co-create“, „augment“) und
– hinter welchen Aufgaben „future skills“ stehen, die wir entwickeln müssen, um im KI-Zeitalter zu performen.

In ihrem Beitrag führt sie diesen Gedanken weiter aus.

Zwei Anmerkungen: Dieses 90-10-Modell ist sehr plausibel und schließt an die Stimmen an, die seit Jahren „Performance Support“ als eine neue und erfolgskritische Aufgabe von L&D sehen. In der Praxis liegt die Herausforderung jedoch genau in dem damit verbundenen Rollenwandel: „L&D’s attention shifts from creating content about the work to designing the work itself.“ Das ist mehr als anspruchsvoll!
Philippa Hardman, Dr Phil’s Newsletter, 2. Oktober 2025

Bildquelle: Philippa Hardman

Kategorien: Lehren und Lernen

AI First KM – Wissensmanagement im KI-Zeitalter

Weiterbildungsblog - 6. Oktober 2025 - 13:58

Simon Dückert (Cogneon) versucht in diesem Beitrag, Wissensmanagement und KI zusammenzubringen. Wobei es ihm nicht um Beispiele und Anekdoten geht (da kann heute jede/r sicher sofort etwas beisteuern), sondern um einen systematischen Blick auf die Kernprozesse des Wissensmanagements. Die werden kurz aufgezählt, aber dann wiederum pragmatisch auf die großen Bausteine „Wissen schaffen“ und „Wissen nutzen“ heruntergebrochen und anschließend mit ersten Ideen und einer Einladung zu einer Blogparade verknüpft.

„In der Nutzung von bestehendem, dokumentierten Wissen sehe ich aber ein noch viel größeres Potential. Ein großes Sprachmodell (LLM) kann man sich vorstellen, als eine komprimierte Version des dokumentierten Weltwissens (Internet, Bücher, wissenschaftliche Artikel, Diskussionen uvm.). Ähnlich der GE-Boundaryless-Initiative von Jack Welsh mit dem Ziel eine „grenzenlose Organisation“ zu entwickeln, holt man sich als Organisation mit einem LLM das dokumentierte Wissen und die „Weisheit der Vielen“ in die Organisation. Somit hat man die Möglichkeit, sich viel mehr auf das kritische Wissen zu konzentrieren, dass die eigene Organisation vom Wettbewerb unterscheidet. Und während sich Villabajo noch mit dem Management von unkritischem Allgemeinwissen herumschlägt, hat Villariba schon den Vorsprung durch den fokus auf das kritische Wissen.“
Simon Dückert, Cogneon, 28. September 2025

Kategorien: Lehren und Lernen

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