Lehren und Lernen

Weihnachten 2025

Weiterbildungsblog - 10. Dezember 2025 - 12:53

Der Weiterbildungsblog verabschiedet sich wieder in die Winterpause und meldet sich im nächsten, neuen Jahr zurück. So zumindest der Vorsatz. Ich wünsche frohe Weihnachten, ein gesundes, neues Jahr und freue mich auf ein Wiedersehen in 2026!

Euer/ Ihr Jochen Robes

Bildquelle: chriswanders (pixabay)

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Was Beschäftigte von Weiterbildung abhält

Weiterbildungsblog - 5. Dezember 2025 - 16:51

Die Bertelsmann Stiftung hat jüngst eine Studie mit dem schönen Titel „Was Beschäftigte von Weiterbildung abhält“ veröffentlicht. Es ist eine repräsentative Studie, die sich mit den Hürden auf dem Weg zur Weiterbildungsrepublik auseinandersetzt, wie es im Untertitel heisst. Die Studie kann kostenfrei heruntergeladen werden, 44 Seiten, und ich bin noch nicht dazu gekommen, sie zu lesen. Aber bevor sie in der Weihnachtspause untergeht, will ich sie wenigstens hier noch verlinken.

Das zentrale Ergebnis der Studie: „Nur jede:r Zweite plant im nächsten Jahr eine Weiterbildung.“ Und das ist viel zu wenig. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland wie für die Beschäftigungsfähigkeit jedes/r Einzelnen. In der einleitenden Zusammenfassung heißt es:

„Zu den Top-Ten-Barrieren zählen fehlende Anreize wie Gehalts- oder Karriereperspektiven, klare Informationen zu passenden Angeboten und Fördermöglichkeiten sowie hohe Fortbildungskosten und fehlende Zeit, um sich fortzubilden. 6 von 10 Beschäftigten beklagen darüber hinaus eine mangelnde betriebliche Weiterbildungskultur. Die Studie bestätigt damit eklatante Defizite in zentralen Bereichen der Weiterbildung. Der individuelle Weg zur beruflichen Qualifizierung kann an jeder Stelle scheitern.“

Martin Noack, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh, November 2025

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Beyond Infographics: How to Use Nano Banana to *Actually* Support Learning

Weiterbildungsblog - 5. Dezember 2025 - 10:24

Um die Bildgenerierung mit KI-Unterstützung habe ich in den letzten Monaten immer einen Bogen gemacht. Insofern schließt Philippa Hardman mit ihrem aktuellen Artikel eine Lücke, wenn sie Nano Banana aus dem Hause Google vorstellt und aus didaktischer Sicht verschiedene Einsatzmöglichkeiten durchspielt. Sie macht das – wie immer – sehr ausführlich und strukturiert. 

Im ersten Schritt erläutert sie, was Nano Banana von anderen Bildgenerierung-Tools unterscheidet und warum sich die Beschäftigung mit diesem Werkzeug lohnt (u.a. multimodal inputs, persistent visual identity, controlled variation). 

Dann wird es konkret: „I’m breaking down six of the most research-supported learning strategies from cognitive and educational science — and showing exactly how Nano Banana can operationalise each one.“ Die „learning strategies“, die sie durchspielt, lauten: 1) Visualisation, 2) Analogy, 3) Worked Examples, 4) Contrasting Cases, 5) Elaboration, 6) Generation. Selbstverständlich gibt sie uns für jede Lernstrategie ein anschauliches Beispiel und einen „Example Prompt to Try“ mit an die Hand.

„The key message here is: AI needs you! Only when you pair AI tools with proven learning mechanics, do our results elevate from prettier content to better learning. To truly realise the power of AI, we must concentrate first on a deep understanding of how humans learn and only then ask — can this AI tool help to operationalise it?“ 
Philippa Hardman, Dr Phil’s Newsletter, 4. Dezember 2025 

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Udemy is “Intentionally Reducing” the Business That Made It Famous. It’s Not Working.

Weiterbildungsblog - 4. Dezember 2025 - 14:34

In einem Bildungsmodul, das ich moderiere, haben mir kürzlich zwei Teilnehmer zurückgemeldet, dass sie  Online-Kurse auf Udemy bearbeitet haben. Das hat mich etwas überrascht, da ich ansonsten vor allem von LinkedIn Learning, Coursera und kleineren Anbietern höre, die im Unternehmensumfeld hierzulande abonniert werden. Von daher habe ich diesen Beitrag über das Geschäftsmodell von Udemy aufmerksam gelesen. Udemy, und das ist ja die Besonderheit dieser Plattform, verfolgt einen eigenen Weg, den Autor Dhawal Shah so beschreibt: „Udemy built its empire on a simple idea: anyone could create a course, and anyone could buy one. That marketplace model made Udemy famous and made millionaires out of its top instructors.“

Jetzt kommt anscheinend wieder Bewegung in das Geschäftsmodell: Geschäftskunden und/ oder einzelne Nutzer, Abonnements und/ oder einzelne Kursbuchungen, Vergütung der Dozierenden usw. Alles ist in Bewegung bzw. steht zur Diskussion. Und zeigt sehr anschaulich, wie dynamisch und schwierig dieser Markt nach wie vor ist. Und von KI ist dabei noch gar nicht die Rede …
Dhawal Shah, The Report by Class Central, 2. Dezember 2025

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CLC-Camp 25: „Nicht stören – ich lerne“ und andere Absurditäten

Weiterbildungsblog - 4. Dezember 2025 - 14:11

Herwig Kummer, Mitglied des Steuerungsteams der Corporate Learning Community, hat auf das Corporate Learning Camp am 21. November 2025 in Wien zurückgeblickt. Die Stichworte seines sehr persönlichen Protokolls lauten u.a.: „ausgelernt“ (das Unwort des Camps, wie er schreibt), „Wissen als Netzwerk“ (also Berührungspunkte schaffen), „Lernen wird produziert“ (ein spontanes Podcast-Studio entstand!) sowie das Zusammenspiel von extrinsischer und intrinsischer Motivation.

„In der Abschlussrunde ergab sich aus meiner Sicht eine klare Zusammenfassung dieses vielfältigen Tages, der wie im Flug vergangen ist:
Lernen funktioniert besonders dann gut, wenn Organisationen Orientierung bieten (Future Skills), Geschichten erzählen (Story matters!), Räume öffnen (Lernzeit) und dabei nicht überdidaktisieren (Ein Modell ist kein Selbstzweck) – und wenn sie akzeptieren, dass Lernen die meiste Zeit leise und kaum bemerkt passiert.
– Lernen ist immer eine ex-post-Beschreibung. – 
Oder einfacher: Lernen ist nicht das, was wir planen. Lernen ist das, was trotzdem passiert.“
Herwig Kummer, Personaleum, 23. November 2025

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Kompetenzkatalog WM 2.4 & Neue Kompetenzprofile

Weiterbildungsblog - 3. Dezember 2025 - 11:41

„WM“, das muss ich hier vielleicht vorweg sagen, steht für „Wissensmanagement“. Ute John schreibt demzufolge auf dem Blog der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), dass eine Arbeitsgruppe der GfWM den „Kompetenzkatalog Wissensmanagement weiter geschärft“ hat. Weiter heißt es einführend: „Mit diesem Katalog können Kompetenzprofile für unterschiedliche Rollen im Wissensmanagement und unterschiedliche Ausprägungen dieser Rollen individuell gestaltet werden.“ 

Ich habe schon mehrmals auf diesen Kompetenzkatalog verwiesen (es ist mittlerweile die Version 2.4!) und nehme diese kurze Nachricht als willkommenen Anlass, es noch einmal zu tun …
Ute John, Gesellschaft für Wissensmanagement/ Blog, 26. November 2025

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Linksammlung zum Vortrag „KI Kompetenzen für alle“ beim DGFP 2025

Weiterbildungsblog - 2. Dezember 2025 - 12:12

Matthias Wiencke hat vor einigen Tagen auf der DGFP Jahrestagung „Personalentwicklung“ einen Vortrag zum Thema „KI-Upskilling“ gehalten. Die Ressourcen und Links, die er für diesen Vortrag genutzt hat, hat er jetzt noch einmal aufgelistet und geteilt. Die Kapitelmarken lauten:
– Über Lerncircle
– Formate zur Entwicklung von KI-Kompetenzen im Unternehmen
– Quellen zur Fragestellung „Sind KI-Kompetenzen relevant?“
– Welche Kompetenzen benötigen wir in der AI Ära?
Matthias Wiencke, LernXP: Der LernXplorer/ Blog, 24. November 2025

Bildquelle: NextEducation

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Mit OER zu mehr Future Skills in der Hochschullehre – ein Interview mit Melanie Müller

Weiterbildungsblog - 1. Dezember 2025 - 12:22

Das Interview erlaubt sich einen längeren Einstieg, um Future Skills zu beschreiben und nach der  möglichen Einbettung von offenen Bildungsressourcen (Open Educational Resources, OER) in entsprechende, offene Lehr- und Lernpraktiken zu fragen. Konkret wird es am Ende des Interviews, wenn Melanie Müller (die ihre Masterarbeit zum Thema geschrieben hat), ein Good Practice vorstellt:

„Sehr anschaulich ist dies im Projekt „Sprache – Bildung – Nachhaltigkeit“ nachzuvollziehen. Hier entwickelten Studierende OER zu BNE-Themen und machten sie frei zugänglich. In Teams recherchierten, didaktisierten und produzierten die Studierenden Lehr-Lern-Materialien (etwa Lehrvideos mit begleitenden Skripten) und erhielten dazu iterativ Peer-Feedback ihrer Kommilitonen sowie Rückmeldungen ihrer Dozierenden. Anschließend veröffentlichten sie die Ergebnisse unter offener Lizenz auf einem OER-Repository. Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie Co-Creation in solchen Settings Teil des Lehrdesigns werden kann und Kompetenzen wie kritisches Denken, Kollaboration und digitale Souveränität im Arbeitsprozess geschult werden können.“
Angela Karnoll, Gespräch mit Melanie Müller, OERinfo, 11. November 2025

Bildquelle: Yan Krukau (Pexels)

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