Lehren und Lernen

Learning Analytics and ‘Learning Design’

Weiterbildungsblog - 22. Oktober 2019 - 8:03

Zu beiden Stichworten, „learning analytics“ und „learning design“, liefert der Artikel mehr Fragezeichen als Antworten. Tony Bates berichtet von einer Studie an der britischen Open University, die mehr als 55 Kurse und die Aktivitäten von 50.000 Studierenden untersucht hat, um einen Zusammenhang zwischen dem Design der Kurse und dem Erfolg der Studierenden festzustellen. Gefunden wurde: nichts.

„In other words, even with a large base of learning designs (55) and learners (nearly 50,000) the study failed to find any correlations that would explain student success or failure related to different learning designs.“

Über die Gründe kann man jetzt spekulieren: Liegt es am Design der Kurse? An den Parametern für die Online-Aktivitäten der Studierenden? Dazu Tony Bates:

„What the study did find though raises a lot of questions about the OU’s learning design process:

– the OU’s learning design rubric makes no recommendation regarding priorities for the seven activities;
– however, most modules are heavy on instructional (instructor-directed) activities such as assimilation (reading, or viewing videos) and assessment, and are relatively light on the more learner-centred activities such as production and experience;
– quantifying different learning activities is problematic: time spent on an activity is a crude measurement of learning effectiveness
– VLE trace behaviour is also a poor measure of actual student learning activity.“
Tony Bates, Online Learning and Distance Education Resources, 18. Oktober 2019

Bildquelle: https://www.tandfonline.com/toc/cdie20/current

 

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How will higher education respond to climate change? Part 1

Weiterbildungsblog - 18. Oktober 2019 - 8:46

„This is a very large topic“, schreibt Bryan Alexander und teilt seine Anmerkungen und Gedanken deshalb in vier Beiträge auf (Part 2, Part 3, Part 4). Weil das Thema so wichtig ist, der Autor viele Aspekte anspricht und ich dem Thema in Zukunft mehr Aufmerksamkeit widmen will, wiederhole ich an dieser Stelle nur die einleitenden Zeilen: 

„With this post I’d like to begin exploring the topic and open up a conversation. I’m going to blog about different aspects of the issue this week, starting with the nature of the involved academic population. … Then I’ll move on to introduce the role of the physical campus; next, the academic mission; finally, intersections with the rest of the world.“

Stephen Downes, der diesen Beitrag in seinem Newsletter verlinkt hat, zitiert aus einem weiteren Paper („Higher Education’s Role in Adapting to a Changing Climate“) noch ein interessantes Statement: Higher Education Institutions „can serve as ‘hubs’ in their local communities for creating, testing, and disseminating knowledge about regional climate projections and adaptation strategies, and should work directly with their local communities to explain the science and implement solutions.“
Bryan Alexander, Blog, 14. Oktober 2019

Bildquelle: Tobias Möritz [Wikimedia, CC BY-SA 4.0)

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Do we still need e-learning?

Weiterbildungsblog - 18. Oktober 2019 - 0:40

Die Frage stellt E-Learning-Veteran Clive Shepherd. Doch bevor er sie im Video (10:38 Min.) beantwortet, trennt er e-learning von anderen Formen des digitalen Lernens wie Videos/ Podcasts, Collaboration/ Webinare und VR/ AR/ Simulationen und Spiele. Übrig bleibt e-learning als „interactive, self-paced instruction“. Diese Kategorisierung ist ein bisschen wackelig, aber okay … Dann fragt er mit Blick auf die letzten Jahrzehnte, wie effizient, effektiv, beliebt und erfolgreich e-learning eigentlich ist und kommt zu dem Schluss, dass bei allen Einschränkungen e-learning auch heute noch ins Bildungsportfolio gehört: „why we need e-learning in the mix“.
Clive Shepherd, Clive on Learning, 17. Oktober 2019

Bildquelle: Clive Shepherd

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7 Argumente für einen nationalen Ansatz zur Öffnung von Badges in der Hochschulbildung

Weiterbildungsblog - 17. Oktober 2019 - 23:36

Noch einmal Badges: In den Niederlanden entwickelt SURF eine Infrastruktur, mit der niederländische Bildungseinrichtungen edubadges ausstellen können. Badges sollen so etwas wie eine Währung für Bildung werden, die der Dynamik und Vielfältigkeit des lebenslangen Lernens entspricht. Der Autor macht folgende Punkte:

1) Kenntnisse und Fähigkeiten transparent gestalten …
2) Flexibler Transfer an verschiedene Bildungseinrichtungen …
3) Weniger Arbeit und gleiche Wahlfreiheit für die Bildungseinrichtung …
4) Proliferation verhindern und sinnvolle Badges gewährleisten …
5) Authentifizierung, Verifizierung und Datenschutz gut organisiert …
6) Anpassung an internationale Standards …
7) Einfachere Zusammenarbeit durch Open Source …
Philipp Kürten, Hochschulforum Digitalisierung, 17. Oktober 2019

Bildquelle: surf

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E-Learning: An Microsoft führt kein Weg vorbei

Weiterbildungsblog - 16. Oktober 2019 - 9:32

Als Holger Loop vom Center of Excellence in Learning der Lufthansa Group das Projekt auf der Zukunft Personal in Köln präsentierte, ist mir der Punkt gar nicht so ins Auge gesprungen. Aber es stimmt: Im Konzept von „OneLearning“ steckt viel Microsoft, von LinkedIn Learning über Sharepoint bis Azure. Gudrun Porath schlägt dann noch den Bogen zur Top Tools for Learning-Liste von Jane Hart, in der die Microsoft-Produkte dieses Jahr viele Plätze gut machen konnten. Ihre Schlussfolgerung: „Microsoft profitiert gewaltig davon, dass Arbeiten und Lernen im Unternehmen immer mehr zusammenwachsen.“
Gudrun Porath, L&Dpro/ Blog, 15. Oktober 2019

Bildquelle: Miguel Ángel Sanz (Unsplash)

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7 Major Learning Styles and the 1 Big Mistake Everyone Makes

Weiterbildungsblog - 16. Oktober 2019 - 8:12

Laura Lynch fasst die Diskussion um individuelle Lernstile so zusammen, wie ich es auch tun würde: „That said, while the learning style theory—that individual students might have a style that helps them learn better—may be complete bunk, presenting material in a variety of ways does have a lot of merit.“

Also, es gibt keine (nennenswerten) wissenschaftlichen Belege dafür, dass Lernstile existieren oder dass man bessere Lernerfolge erzielt, wenn man einem favorisierten Lernstil folgt. Aber wer Lernumgebungen konzipiert, sollte trotzdem eine Bandbreite von Möglichkeiten anbieten.  

„This is important because most of us process information best when we encounter it in a variety of ways—social and solitary and physical and logical. What this means for the practical implementation of your course is that you shouldn’t try to optimize material for one kind of learning style over another, but rather, you should present course materials in a range of learning styles so that all learners can engage with it on multiple fronts.“
Laura Lynch, LearnDash, 15. Oktober 2019

Bildquelle: Jesper Sehested  (flickr, CC BY 2.0)

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filter success

Weiterbildungsblog - 15. Oktober 2019 - 8:43

Harold Jarche denkt laut über „knowledge filter“ nach. Technische Filter wie wir sie von Plattformen wie Google oder Amazon kennen, haben den Nachteil, dass wir sie nicht wissen, wie sie funktionieren. Um so wichtiger sind und bleiben „menschliche Filter“, also Personen bzw. Experten, denen wir trauen und deshalb folgen. Sie zu finden, ist aufwändig. Harold Jarche zeigt kurz auf, wie Unternehmen hier unterstützen können („The identification of knowledgeable people should be an important management function. The organization can also help people to codify some of their knowledge, especially through stories.“) und erinnert an den Unterschied zwischen Netzwerken und Communities.
Harold Jarche, Blog, 14. Oktober 2019

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The Capability Academy: Where Corporate Training Is Going

Weiterbildungsblog - 14. Oktober 2019 - 9:48

Der Artikel beginnt mit einem Rückblick auf die letzten Etappen in Corporate Learning: Corporate Universities, E-Learning, Blended Learning, Microlearning, Learning Experience Platforms, Learning in the Flow of Work – alles verbunden mit der Hoffnung, jetzt die Lernform gefunden zu haben, die „passt“. Aber natürlich ändern sich auch die Rahmenbedingungen und Anforderungen. Und Kompetenzentwicklung und Lernen sind noch keine Selbstläufer.

Deshalb setzt Josh Bersin jetzt auf die „Capability Academy“ als strategische Klammer fürs Corporate Learning. Er schreibt:

An Academy Is A Place, Not A Library Of Content
As I mentioned earlier, an Academy is not “a bunch of courses, it’s a place to go.” A place to learn. A place to share. A place for experts to contribute. And a place to advance the state of knowledge. (And it may be a virtual and physical space.)“

Capability Academies sind strategie- und business-orientiert. Sie zielen auf Kompetenzen. Digitalisierung und Automatisierung treiben sie voran. Es erinnert ein bisschen an einen Relaunch der Corporate Universities der 2000er Jahre.
Josh Bersin, Josh Bersin/ Blog, 5. Oktober 2019

Bildquelle: Josh Bersin

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How the Workforce learns in 2019

Weiterbildungsblog - 11. Oktober 2019 - 18:22

Degreed und Harvard Business Publishing haben 772 Rückmeldungen zum Stand von Corporate Learning eingeholt. Im Zentrum der Erhebung standen zwei Fragen: wie MitabeiterInnen heute lernen und welche Rolle Learning & Development (L&D) dabei spielt. Die übergreifende Botschaft der Studie: Es geht heute um Kompetenzen (Skills) und nicht um Lernaktivitäten an sich!

Kurz zur Dramaturgie der Ergebnisse: Die erste Erkenntnis lautet, dass MitarbeiterInnen heute ihre Antworten überall, aber nicht bei L&D suchen. Das, so die Autoren, muss drei Konsequenzen für L&D haben:
1) „Lean into how learning actually happens“
2) „Commit to the new fundamentals of L&D“:
„From managing learning to empowering development“, „From creating content to creating conditions“, „From all-in-one systems to integrated ecosystems“
3) „Make the shift from learning to skilling“

Gute Punkte!
Degreed und Harvard Business Publishing/ Corporate Learning, 8. Oktober 2019    

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Integrating the Science of How We Learn into Education Technology

Weiterbildungsblog - 11. Oktober 2019 - 10:59

Es ist nur ein kurzer HBR-Artikel, deshalb darf man keine große Antworten erwarten. Stattdessen pickt sich Stephen M. Kosslyn eine wissenschaftliche Erkenntnis über das Lernen heraus: das Prinzip der „desirable difficulties“ (oder „wünschenswerten Erschwernissen“), nachdem Menschen am besten lernen, wenn – kurz gesagt – die Anforderungen nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer sind. Diese Erkenntnis in klassischen Lernumgebungen mit vielen Teilnehmern umzusetzen, ist schwer. Hier kann Technologie bzw. hier können Plattformen und Systeme helfen. Das Beispiel des Autors verbindet „personalized“ und „active learning“.

„Clearly, technology opens up huge opportunities to use the science of learning in new ways. To take advantage of these opportunities, we need to have clear learning outcomes, we need to measure each student’s progress in achieving those outcomes very granularly, and we need to shift to a focus on active learning.“
Stephen M. Kosslyn, Harvard Business Review, 11. Oktober 2019

Bildquelle: Randy Fath (Unsplash)

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„Digital Literacy“ – Versuch einer Begriffsbestimmung

Weiterbildungsblog - 11. Oktober 2019 - 7:51

In diesem „Versuch einer Begriffsbestimmung“ ordnet der Autor „digital literacy“ in eine Abfolge von Begriffen und Konzepten ein: Alphabetisierung, Grundbildung, Literacy. Dabei weist er darauf hin, „dass digitale Medien im deutschen Theoriediskurs zur Grundbildung nur eine untergeordnete Rolle spielen“. Das sind interessante Ausführungen. Allerdings kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum die Diskussion um „digitale Kompetenzen“ nicht in diese Übersicht aufgenommen wurde.

„Der digitale Wandel in unserer Gesellschaft lässt Digital Literacy zu einem zentralen, sich in andere Lerngegenstände integrierenden Konzept aller Weiterbildungsbereiche werden. Da zugleich immer größere Bereiche des Wissens über digitale Medien – wie wb-web – erworben werden, stellt Digital Literacy zugleich eine zentrale Grundlage für jeden Einzelnen dar, um den Prozess des lebenslangen Lernens erfolgreich zu gestalten.“
Lars Kilian, wb-web, 10. Oktober 2019

Bildquelle: TheBetterDay („Vinpok Taptek Keyboard“, CC BY-ND 2.0)

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Das sind die wichtigsten Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2019

Weiterbildungsblog - 10. Oktober 2019 - 23:57

Die aktuelle Ausgabe der ARD/ZDF-Onlinestudie ist erschienen, und Dennis Horn hat die Ergebnisse wie folgt zusammengefasst:
– „Erstens: Es gibt in den Zahlen keine großen Sprünge mehr. (Rund 90 Prozent der Deutschen nutzen das Internet …) …
– Zweitens: Nur jeder Zehnte hat die “Wanze im Wohnzimmer” genutzt. (Sprachassistenten) …
– Drittens: Facebook ist weiter die Nummer eins. (aber noch mehr nutzen täglich WhatsApp …) …
– Viertens: Die Leute nutzen das Netz länger zum Hören.“
Dennis Horn, WDR/ Digitalistan, 10. Oktober 2019

Bildquelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2019

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GfWM Kompetenzkatalog Wissensmanagement – Folge1

Weiterbildungsblog - 9. Oktober 2019 - 20:06

Zuerst habe ich etwas im aktuellen Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) geblättert. Ein schönes Editorial von Manfred Bornemann, das GfWM KnowledgeCamp im November, der Start des Wissensmanagement-MOOCs. Hängengeblieben bin ich am Beitrag von  Angelika Mittelmann und Gabriele Vollmar über die Entwicklung eines „Kompetenzprofils Wissensmanagement“, das einmal als Vorstufe angedacht war, um im nächsten Schritt so etwas wie ein GfWM Gütesiegel zu gewinnen. Dann bin ich beim Video von Gabriele Vollmar gelandet, das ich an dieser Stelle auch verlinke.

Ich muss zuerst gestehen, dass ich zwar GfWM-Mitglied bin, aber Arbeitsgruppe und Projekt nicht mehr auf dem Radar hatte. Von daher habe ich dem angenehm offenen und selbstkritischen Bericht von Gabriele Vollmar aufmerksam zugehört. Sie berichtet darin vom Scheitern des ersten Anlaufs, nämlich der Entwicklung eines Kompetenzprofils. Jetzt, im zweiten Anlauf, will man es mit einem offenen Kompetenzkatalog versuchen. Er umfasst eine Reihe von personalen, interpersonalen und fachspezifischen Kompetenzen, die anderer Stelle ausführlich vorgestellt und in vier Ausprägungsstufen beschrieben werden.

Mein Eindruck: Der Wissensmanagement-Kompetenzkatalog erreicht nicht die Qualität von Kompetenzprofilen, wie ich sie aus Bereichen wie „Learning & Development“ kenne (hier zum Beispiel das ATD Competency Model). Das mag daran liegen, dass es nicht das klare Berufsbild „Wissensmanager/-in“ gibt, so dass gerade die fachspezifischen Kompetenzen blass und wenig differenziert wirken (müssen?). Irgendwie ist das natürlich ein Teufelskreis, will man doch gerade das Berufsbild des Wissensmanagers/-in stärken und professionalisieren … Aber es soll noch eine Folge 2 zum Thema geben.
Gesellschaft für Wissensmanagement, YouTube, 3. Oktober 2019

Bildquelle: GfWM-Newsletter

 

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Unterrichten nach dem 4K-Modell

Weiterbildungsblog - 8. Oktober 2019 - 20:46

Die vier K stehen für Kreativität, Kollaboration, Kommunikation und kritisches Denken und machen seit einiger Zeit als „die“ zentralen Kompetenzen für das 21. Jahrhundert die Runde. In diesem Interview stellt Nina Toller, Lehrerin in Duisburg, zuerst das Modell kurz vor und macht dann am Beispiel „Kreativität“ deutlich, wie diese Kompetenz im Unterricht gefördert werden kann. Kurze Hinweise darauf, wie und wo das 4K-Modell entstanden ist, ergänzen das Interview. 
Theresa Samuelis, Interview mit Nina Toller, Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), 25. September 2019 

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Learning Analytics: Virtueller Roundtable mit Theorie & Praxis

Weiterbildungsblog - 7. Oktober 2019 - 21:41

Zweieinhalb Stunden virtueller Roundtable ist natürlich eine Herausforderung. Aber es scheint sich gelohnt zu haben, In diesem Blogbeitrag fasst Thomas Jenewein (SAP) die einzelnen Impulse zusammen und verlinkt gleich die entsprechenden Slides. Stichworte, die ich mir notiert habe: „von Reporting zu Analytics“, „Return on Expectations“, „Workplace Learning Analytics“ (!) und „Lernerzentrierung“.

Sein Fazit: „Learning Analytics ist ein weites Feld mit noch wenig Umsetzung speziell wenn es über einfaches Reporting hinausgeht. Was Firmen einen Mehrwert bringt kann durchaus unterschiedlich sein – das zeigen die verschiedenen Beispiele von SAP & SBB. Die Wissenschaft kann absolut Rahmen bieten, sei es mit Evidenzen oder Metaanalysen. In diesem speziellen Fall kann die Wissenschaft selbst Forschungsgegenstand sein wenn Lehren und Lernen an Universitäten analysiert wird. Persönlich finde ich alles gut was zu mehr Lernerzentrierung dient – und da gibt es einiges.“

Der Roundtable wurde übrigens vom „Expertenforum Digitales Talent Management” (Mannheim Business School, Universität Mannheim, SAP und tts) initiiert. (via Christoph Meier)
Thomas Jenewein, SAP Community/ Blog, 30. September 2019

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Reference Dictionary. Corporate Learning for the Digital World

Weiterbildungsblog - 4. Oktober 2019 - 21:25

Nicht mehr und nicht weniger als ein Lexikon, das die European Foundation for Management Development (EFMD) und die russische Sberbank Corporate University hier entwickelt und online gestellt haben! Auf 252 Seiten, in 58 Beiträgen, jeder zwischen einer und fünf Seiten lang. Die Beiträge reichen von A („action learning“) bis V („Virtual Reality“). Jeder Begriff bzw, jedes Konzept ist kurz beschrieben, historisch eingeordnet, mit Praxisbeispielen unterlegt und zum Teil illustriert. Viele Referenzen verweisen auf die Sberbank Corporate University, was aber der Qualität der Beiträge (auf den ersten Blick) keinen Abbruch tut.

Ich habe einige Begriffe zuerst vermisst (zum Beispiel communities of practice, digital competencies, learning management systems), dann aber im ausführlichen Schlagwortverzeichnis wiedergefunden.

In der Einführung stellen die Herausgeber kurz den Wandel dar, dem Corporate Learning unterliegt. Dabei schreiben sie Corporate Universities (als Akteuren) vor allem das „educational experience management“ als neuen Fokus und „informal learning“ als zu hebende Ressource ins Stammbuch. 

„To summarize, the new model of corporate learning in the digital world implies the following transitions:
– from an educational services provider to a catalyst for the development of a new generation of executives, managers, employees and value chain partners
– from content development to content development and curation
– from the focus on quality content to focusing on customization of learning solutions to meet customers’ needs
– from combining in-class and distance learning to the combination of formal and informal learning (social, collaborative, experiential)
– from the standardization of training to the personalization of learning
– from the transfer of knowledge to the building and certification of skills.“
(via Christoph Meier/ scil)

Valery Katkalo, Martin Moehrle und Dmitry Volkov (Hrsg.), EFMD/ Sberbank CU, 2019 (pdf)

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Themenschwerpunkt: Bildungsinfluencer*innen

Weiterbildungsblog - 4. Oktober 2019 - 18:02

Von „Bildungsinfluencern“ hatte ich bisher noch nicht gehört, wobei der Begriff ja fast selbsterklärend ist: Menschen, die in Sachen Bildung unterwegs sind und Social Media zur Kommunikation ihrer Aktivitäten und Projekte nutzen. Noch klarer wird es, wenn Andreas Wittke (Chief Digital Officer, Institut für Lerndienstleistungen an der TH Lübeck, berichtet: „Hilfe, meine Tweets werden zitiert – Aus dem Leben eines Social-Media-Influencers“.

Ansonsten folge ich am besten dem Editorial des fnma Magazins: „In dieser Aufgabe widmen wir uns einem weiteren Trend, den der
Bildungsinfluencer*innen. Wobei: In dem Interview mit Julia Althof von der Bildungsinitiative MESH Collective (@UFA X) erfahren Sie, ob das überhaupt der richtige Begriff dafür ist oder ob nicht doch eher von den Wissens-Youtuber*innen gesprochen werden sollte. Anne Martin von der FernUniversität in Hagen geht der Frage nach, ob E-Tutor*innen Bildungsinfluencer*innen sein können, Michael Stöger von der Universität Graz zeigt die Kooperationsmöglichkeiten mit Youtuber*innen auf. In einem weiteren Beitrag widmet sich Karl Peböck von der PH Vorarlberg der Twittercommunity als mögliche Influencer*innen.“

Alles klar?
FNMA Magazin, 03/2019 (pdf)

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Der bildungsferne Campus

Weiterbildungsblog - 4. Oktober 2019 - 17:23

Ich habe eine Weile überlegt, wie ich diesen Artikel von Ralf Lankau, Professor für Mediengestaltung und Medientheorie an der Hochschule Offenburg, aus der FAZ einleiten bzw. zusammenfassen soll. In einigen Punkten gebe ich ihm Recht: Wenn wir über digitale Bildung, über das Digitale in Schulen oder Hochschulen sprechen, geht es immer auch um wirtschaftliche Interessen. Wie bei allen Lehr- und Lernmaterialien (und Lerninhalten, würden einige hinzufügen). Und, ja, personalisierte und adaptive Lernprozesse machen aus Lernenden noch keine mündigen, sich selbst und ihre Interessen steuernde Subjekte.

Allerdings würde ich bei Entwicklung und Einsatz innovativer, zeitgemäßer Lehr- und Lernkonzepte nicht einfach auf die Autonomie der Hochschulen, die Freiheit der Lehre und Forschung und den Bildungsföderalismus vertrauen. Das Beharrungsvermögen dieser Institutionen und Strukturen ist zu groß. Da ist mir ein offener, breit angelegter Diskurs, bei dem auch die „IT“ mitmischt, lieber.

Und die Stelle, wo Ralf Lankau im Artikel Pädagogik und IT zusammenbringt, ist mir zu wenig: „Digital- und Medienkompetenz, vom Coding bis zur vollständigen Medienproduktion, kann man, pädagogisch sinnvoll und datenschutzrechtlich gesichert, an PCs oder Laptops offline im lokalen Intranet lernen, ohne ein Bit an Schülerdaten ins Netz zu verlieren.“
Ralf Lankau, FAZ, 2. Oktober 2019

Bildquelle: Brooke Cagle (Unsplash)

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What Is EdTech: its Definition and Impact through the Years

Weiterbildungsblog - 2. Oktober 2019 - 16:10

Das Schöne an diesem Artikel: Er verlinkt noch einmal die Übersicht, die Martin Weller unter dem Stichwort „Twenty Years of Edtech“ vor einem Jahr veröffentlicht hat – von „Wikis“ (1998) bis „Virtual and Augmented Reality (VR/AR)“ (2018). Abschließend: „What do you think the EdTech of 2019 is? How do you imagine the EdTech sector in the next 20 years?“
Paulette Delgado, Observatory of Educational Innovation, Tecnológico de Monterrey, 30. September 2019

Bildquelle: EDUCAUSE

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Pros and Cons of Virtual Reality-Based Learning

Weiterbildungsblog - 2. Oktober 2019 - 15:49

VR und AR sind attraktive Lernumgebungen. Was ihren täglichen Einsatz in Corporate Learning betrifft, gibt es jedoch klare Grenzen: bei einigen Nutzern löst das Eintauchen in virtuelle Welten Übelkeit aus; die Technik ist aufwändig, an bestimmte Einsatzbedingungen gebunden, die Lösungen oft nicht interaktiv genug. Kurz:

„VR does have many specialized applications in industry, such as large-scale flight simulators, remote medical surgery, and astronaut training. However, for business-related training of the average employee, it fails to add any real benefits over interactive 3D on a PC, phone, or tablet.“
Anthony D. Burns, Qualitydigest, 1. Oktober 2019

Bildquelle: Maurizio Pesce (Flickr, CC BY 2.0)

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