Lehren und Lernen

Herbstferien

Weiterbildungsblog - 18. Oktober 2021 - 7:43
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Shift from learning to support in the learning technology stack

Weiterbildungsblog - 16. Oktober 2021 - 0:34

Der Artikel kommt mit einem weiteren Plädoyer für das daher, was im englischsprachigen Raum gerne „Performance Support“ genannt wird. Gerade in diesen bewegten Zeiten, so die AutorInnen, sind die kurzen, praxisorientierten Arbeitshilfen – von Checklisten, Online-Hilfen bis How-to-Videos – vielleicht sogar wichtiger als weitere, formale Trainingsangebote. Der Artikel spannt dann einen Bogen, skizziert die Vorteile von Performance Support, zählt Ansatzpunkte für eine Performance Support-Strategie auf und nimmt auch „employee-generated learning“ noch mit, also Arbeitshilfen, die von den Mitarbeitenden selbst entwickelt und geteilt werden.

Die AutorInnen packen Performance Support einleitend in einen allgemeineren Transformationsprozess von Learning & Development, den ich hier noch kurz festhalte (um ihn vielleicht später noch einmal aufzugreifen …):

The focus of L&D is today turbo-powered to shift from:
– Formal learning toward informal and workplace learning.
– Top-down approach toward a bottom-up approach.
– Learning approach toward performance support.
– Knowledge focus toward a skill focus.“
Videhi Bhamidi und Kasper Spiro, Chief Learning Officer, 15. Oktober 2021

Bildquelle: Thomas Bormans (Unsplash)

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Expert Talk: Lernunterstützung aus 3 Perspektiven

Weiterbildungsblog - 15. Oktober 2021 - 22:01

Es braucht anderthalb Minuten, bis es losgeht, aber dann stellt Harald Eder vor, wie die DATEV in Zukunft noch passgenauer den individuellen Lernbedürfnissen ihrer Mitarbeitenden gerecht werden will. Lernunterstützung soll es auf drei Wegen geben: durch Corporate Learning Coaches (Fokus: „vernetztes Lernen“), Lerncoaches (Fokus: „Lernen zu lernen“) und Lernbegleiter (Fokus: „Fachliches Lernen“). Dafür wird gerade intern qualifiziert. Das Interesse, so Harald Eder, ist groß.
Personio, YouTube, 12. Oktober 2021

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JRA111 – Wie kann ich Quatsch aus dem Internet pädagogisch nutzen?

Weiterbildungsblog - 14. Oktober 2021 - 9:46

… zuerst einmal, indem man auf die Seite „https://internetquatsch.de“ geht und sich dort umschaut. Dort findet man alles, was Nele Hirsch seit März 2021 kuratiert hat. Oder was ihr NutzerInnen der Seite zugerufen haben. Meistens gibt es zu den Fundstücken auch gleich ein paar Stichworte zum pädagogischen Einsatz. In dieser Podcast-Episode (5:04 Min.) steht Nele Hirsch kurz Rede und Antwort.
Jöran Muuß-Merholz, J&K – Jöran und Konsorten, 10. Oktober 2021

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LifeComp: Kompetenzen für das Leben und Lernen in Zeiten des Wandels

Weiterbildungsblog - 13. Oktober 2021 - 9:23

Dörte Stahl hat sich in diesem lesenswerten Beitrag ausführlich mit dem Europäischen Rahmen für persönliche, soziale und lernbezogene Schlüsselkompetenzen (LifeComp) auseinandergesetzt. Zuerst stellt sie die Kompetenzbereiche des LifeComp, seine Struktur und seinen Aufbau vor. Dann wirft sie einen kritischen Blick auf das Rahmenwerk selbst.

Sie bemängelt zum einen seine „Ergebnisorientierung“, sieht einen „zu starken Fokus auf Entwicklung für und Anpassung an den Arbeitsmarkt und auf eine reibungslos funktionierende Gesellschaft“: „Wie jedoch Menschen aus einem derartig ergebnisorientierten Kompetenzerwerb heraus in der Lage sein sollen, Veränderungen zu hinterfragen, abzulehnen und von der Norm abweichende Lebensweisen und -Modelle zu entwickeln und vorzuziehen, ist mir schleierhaft.“ 

Zum anderen, das ist ihr zweiter Punkt, zielen Rahmenwerke wie der LifeComp in der Regel auf eine „individuelle Krisenbewältigung“, was sie kurz am Beispiel Resilienz ausführt. Man hofft, dass sich aus der Summe individueller Entscheidungen und Entwicklungen eine bessere Zukunft ergibt, was natürlich illusorisch ist, solange man die Grundlagen gesellschaftlichen Handelns nicht thematisiert.

Schließt fragt Dörte Stahl nach dem Nutzen des LifeComp für die Erwachsenenbildung und kommt zu einem positiven Fazit: Er ist ein wichtiges Instrument, um die Kompetenzorientierung in der Erwachsenenbildung (neu) zu beleben – wenn man sich den Veränderungsprozessen stellt, die mit seiner Umsetzung verbunden sind.
Dörte Stahl, EPALE – E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa, 11. Oktober 2021

Bildquelle: LifeComp: The European Framework for Personal, Social and Learning to Learn Key Competence

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Wie hybrid sind wir, wie hybrid wollen wir sein?

Weiterbildungsblog - 12. Oktober 2021 - 21:33

Hybride Lehr- und Lernformate stehen im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe des fnma Magazins. Mir hat vor allem der einleitende Beitrag von Katja Ninnemann über die Veränderung des Lernraums Hochschule gefallen, weil er den Bogen über die unmittelbaren didaktisch-technischen Anforderungen hybrider Lehre hinaus spannt. Es geht, so die Stichworte, auch um 1) Anpassung der Raumausstattungen, 2) Transformation von Raumstrukturen und 3) Steuerung von Raumbedarfen. Aber auch die übrigen kurzen Beiträge sind lesenswert und bieten aus verschiedenen Perspektiven Einsatzszenarien und Erfahrungsberichte an.
fnma Magazin 03/2021, 8. Oktober 2021 (pdf)

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Sendeschluss für Corporate Learning!

Weiterbildungsblog - 11. Oktober 2021 - 8:04

Die Überschrift ist raffiniert, denn es geht gar nicht um das Ende von Corporate Learning an sich, sondern um das Ende von Corporate Learning als „Sendeanstalt“. Dieses Plädoyer hat ein kleiner Kreis der Corporate Learning Community Österreich bei einem jüngsten Treffen formuliert und um einige Ideen und Gedanken verstärkt, die die Souveränität der einzelnen Lernenden in den Vordergrund rücken. Und dann ging es noch um die Rolle der Community für Learning Professionals selbst. Anfang 2022 will man die Stichworte zu einer Vision für Corporate Learning zusammenfügen: „Was braucht es, um Lernen bei Personen und Organisationen anzuregen und gut zu begleiten?“
Herwig Kummer, Personaleum, 19. September 2021

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10. Podcast online: Von Nachhaltigkeit, Outcomeorientierung und Kompetenz

Weiterbildungsblog - 8. Oktober 2021 - 18:08

Gerade habe ich gelesen, dass der Podcast-Boom in Deutschland weiter anhält (Bitkom). Im Anschluss bin ich zufällig auf diese Folge des wb-web-Podcasts “potenziaLLL” gestoßen, in der sich Lars Kilian (wb-web) mit Rolf Arnold, Seniorprofessor am Fachgebiet Pädagogik der TU Kaiserslautern und Experte für Erwachsenen-, Aus- und Weiterbildung, unterhält. Den Einstieg in das Gespräch bildet die Frage nach der Nachhaltigkeit in der Erwachsenen- und Weiterbildung. Aber dann geht es schnell um Kompetenzen und Kompetenzorientierung, um die Bedeutung des Wissens und die Rolle von Emotionen in der Kompetenzentwicklung. Hörenswert!
Christina Bliss, wb-web, 5. Juli 2021

Bildquelle: wb-web

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Soft Skills Inventory: Einordnung eines Ansatzes in die Debatte über Life Skills

Weiterbildungsblog - 7. Oktober 2021 - 17:44

Hinter dem Titel steht eine sehr aktuelle Frage: Welche Kompetenzen sind es eigentlich, die in Zukunft – mit Blick auf Klimawandel, Automatisierung und Künstliche Intelligenz – wichtig sind? Nun gibt es heute eine Fülle von Aufstellungen und Modellen, die hierauf Antworten geben. Und das ist genau die Herausforderung: Denn auch, wenn sie sich in zentralen Aussagen oft ähneln, unterscheiden sie sich im Detail – je nach Kontext, Bezugsrahmen, Zielgruppe oder Zeithorizont der Studie.

Auf dieses Problem weist Heike Kölln-Prisner hin, wenn sie das “Soft Skills Inventory” einer portugiesischen Forschungsgruppe vorstellt und dann dem Konzept der “Life Skills” (LifeComp) der europäischen Kommission gegenüberstellt. In die Diskussion nimmt sie auch gleich noch die Fragen der TeilnehmerInnen einer BarCamp-Session mit (eingesammelt auf der Konferenz “Life Skills – Zukunft der Erwachsenenbildung?” des NA BIBB). Dabei geht es ihr nicht um die Frage, welches Konzept das “Richtige” ist, sondern ob die Diskussion über “Life Skills” überhaupt schon bei den in der Erwachsenenbildung Tätigen angekommen ist.

“Die entsprechenden Kompetenzrahmen für Erwachsenenbildner*innen selbst (z.B. der u.a. vom DIE entwickelte Kompetenzrahmen GRETA) sollten daraufhin geprüft werden, wieweit Wissen über diese Bezugsrahmen und die darin enthaltenen «wichtigen» Kompetenzen zum notwendigen Wissensbestand für in der EB Tätige gehören sollten und wie die Vermittlungskompetenz zu deren Förderung darin verankert ist.”
Heike Kölln-Prisner, Electronic Platform for Adult Learning in Europe (EPALE), 5. Oktober 2021

Bildquelle: LifeComp: The European Framework for Personal, Social and Learning to Learn Key Competence

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Die CLC auf der L&Dpro am 30.9.2021 in München

Weiterbildungsblog - 6. Oktober 2021 - 23:51

Noch eine Messe-Reflexion. Auch die L&Dpro in München hatte eine Veranstaltung vor Ort gewagt, aber mit fehlenden Besuchern zu kämpfen. Die Corporate Learning Community wollte dort eigentlich ein Barcamp durchführen. Doch niemand kam. Also wurde mit Hybrid-Sessions experimentiert, die auch Online-Besucher einbanden. Und es gab eine kleine Ad-hoc-Umfrage (“An welchen Themen arbeiten Sie derzeit, die sich erst in den nächsten Jahren auswirken?”), deren Ergebnisse Karlheinz Pape vorstellt.
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community/ Blog, 6. Oktober 2021

Bildquelle: Karlheinz Pape (CC BY 4.0)

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Von den digitalen Kompetenzen zur Digital Fluency – Gespräch mit Simone Lis zur Notwendigkeit und den Besonderheiten digitaler Gewandtheit

Weiterbildungsblog - 5. Oktober 2021 - 17:36

In diesem Gespräch kommen der technologische Optimismus und das Sendungsbewusstsein gut herüber, für den das Silicon Valley so bekannt ist. Inhaltlich geht es um das Konzept einer Digital Fluency, das mehr umfasst als nur „digital kompetent“ zu sein. Es ist ein Mindset, so Simone Lis, das auf „digital literacy“ aufsetzt und digitale Kompetenzen mit Fähigkeiten wie Kreativität, kritisches Denken und emotionale Intelligenz verbindet. Um sich mit diesem Konzept auseinanderzusetzen, gibt es verschiedene Angebote, zum Beispiel „Innovation Journeys”, Master Classes und eine Community.

„Menschen, die digital fluent sind, gehen dann noch einen Schritt weiter. Sie fangen an diese Technologien kreativ miteinander zu kombinieren, um einzigartige Lösungen für ihre Probleme zu finden.“
Peter M. Wald, Gespräch mit Simone Lis, Leipziger-HRM-Blog, 20. August 2021

Bildquelle: Marvin Meyer (Unsplash)

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Personalisierte Kompetenzentwicklung – zwischen Technologie-Unterstützung und Selbstregulation // 8. scil Trend- & Community Day 2021

Weiterbildungsblog - 5. Oktober 2021 - 9:02

Am 16. September 2021 hat der 8. scil Trend- & Community Day stattgefunden, und Christoph Meier hat wieder einen ausführlichen und lesenswerten Überblick zum Schwerpunktthema, dem Tagesablauf und den einzelnen Beiträgen geschrieben. Wie der Titel schon andeutet, bildete die personalisierte Kompetenzentwicklung so etwas wie den roten Faden des Tages. Christoph Meier bietet uns dafür einleitend drei Perspektiven an:

Personalisierung der Bildung durch a) eine Stärkung der Fähigkeiten der Lernenden, ihre Lernprozesse selbst zu steuern und zu regulieren; durch b) den Einsatz von Lerntechnologien wie zum Beispiel Learning Experience Plattformen (LXP), Lernenden-Dashboards und KI; oder durch c) individuelles Tutoring oder Coaching.

In dieses Bild passten sich dann die Praxisberichte der GastexpertInnen aus verschiedenen Bildungskontexten – von der betrieblichen Weiterbildung, der Berufsbildung, bis zur Hochschul- und Schulbildung – ein: Infineon (zur Einführung von LinkedIn Learning), Swisscom (zur Nutzung von Degreed), gibb Berufsfachschule Bern (unter anderem zur Umsetzung des selbstorganisierten Lernens), Universität Osnabrück für das Verbundprojekt SIDDATA (ein digitales Studien-Assistenzsystem), Amt für Mittelschulen/ Kanton St.Gallen, für die Plattform Lernnavi.ch.

Abschließend Christoph Meier: “Selbstregulation von Lernen und individuelle Lernkompetenzen sind aus meiner Sicht ein zentraler Erfolgsfaktor für (personalisierte) Kompetenzentwicklung. Ein Erfolgsfaktor, der von den Anbietern technischer Plattformen wie beispielsweise LXP oder digitaler Inhalte-Bibliotheken noch nicht systematisch berücksichtigt wird bzw. noch nicht mit der Technologie zusammengedacht wird (im Sinne einer Augmentation). Dieses Zusammendenken zu leisten ist aus meiner Sicht eine wichtige Aufgabe für Learning Professionals.”
Christoph Meier, scil/ Blog, 19. September 2021

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Trendstudie 2021 des Wuppertaler Kreises

Weiterbildungsblog - 4. Oktober 2021 - 7:50

Der Wuppertaler Kreis ist der Verband der führenden Weiterbildungsdienstleister der Wirtschaft in Deutschland. Einmal im Jahr gibt er eine Trendstudie heraus, die in der Regel ein nachvollziehbares Bild der Branche zeichnet. Für das Jahr 2020 berichteten die Mitgliedsunternehmen wie erwartet von erheblichen Umsatzeinbrüchen. Die Probleme waren unter anderem eine fehlende Planungssicherheit, kurzfristige Absagen der Teilnehmenenden sowie eine mangelnde Auslastung der Bildungshäuser.

Im Rahmen der Studie wird auch regelmäßig ein “Geschäftslage-Indikator Weiterbildung” erhoben. Eine positive Entwicklung der Geschäftslage, so heißt es, zeigt sich mit einer Punktzahl über 100, eine negative darunter. Nachdem der Wert 2020 auf 86 Punkte eingebrochen war, liegt er für 2021 bei 104 Punkten. Von “leichtem Optimismus” ist die Rede.

Es gibt auch ein Kapitel, das sich mit “Trends in der Weiterbildung” beschäftigt. Hier ist vielleicht erwähnenswert, dass 75 Prozent der Befragten der Aussage “Präsenzformate werden zukünftig immer Blended Learning Anteile enthalten” und 57 Prozent der Aussage “Künftig werden Präsenzformate immer durch hybride Teilnahmemöglichkeiten ergänzt” zustimmen bzw. eher zustimmen.

Schließlich: Dem Statement “Weiterbildungsdienstleister werden zu ‘Format-Experten’, die Inhalte und Kompetenzen je nach Situation der Kunden auf unterschiedlichen Plattformen anbieten” stimmten 91 Prozent voll oder teilweise zu.
Wuppertaler Kreis, Juli 2021

Bildquelle: Wuppertaler Kreis

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Jennings – conspiracy of convenience and 70:20:10

Weiterbildungsblog - 1. Oktober 2021 - 22:58

Ich will gleich noch auf ein weiteres Profil aus der Reihe von Donald Clark hinweisen: Charles Jennings steht vielleicht wie kein anderer für das 70:20:10-Modell und für eine darauf aufbauende Neuorientierung von Learning & Development. Donald Clark geht auf beide Punkte ein: Er stellt das Modell vor, erwähnt auch die kritischen Anmerkungen, die das Modell bis heute begleiten, und führt aus, was Charles Jennings meint, wenn er “performance improvement” ins Zentrum von Learning & Development rücken will.
Donald Clark, Donald Clark Plan B, 29. September 2021

Bildquelle: Jay Cross (flickr, CC BY 2.0)

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Thrun – Udacity and MOOCs

Weiterbildungsblog - 1. Oktober 2021 - 22:06

Ich will schon seit einigen Tagen auf die interessante Porträt-Reihe hinweisen, die Donald Clark prominenten Bildungsexperten widmet. Jetzt gab es einen willkommenen Anlass, denn Sebastian Thrun war an der Reihe. Er wird eingeführt als “one of the original MOOC evangelists” und Gründer von Udacity. Unter der Überschrift “Pedagogy” geht Donald Clark in seinem Steckbrief vor allem auf das Video-Format ein, das Sebastian Thrun in seinem ersten MOOC einsetzte (“Another innovation was the hand (not head) writing on a whiteboard …”). Und unter “Criticism” werden die mit dem Format einst verbundenen Ansprüche (“a scalable alternative to college courses”) und die hohen Abbruchquoten aufgeführt.

“Influence: Thrun, while known as the founder of Udacity, delegated business responsibility down in 2016. Although Udacity had to experiment with course and business models, it remains a learning force in the MOOC movement, after its pivot towards vocational courses.”
Donald Clark, Donald Clark Plan B, 1. Oktober 2021

Bildquelle: Alexander Migl (Wikipedia, CC BY-SA 4.0)

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“Digitale Prüfungen in der Hochschule” – neues Whitepaper

Weiterbildungsblog - 30. September 2021 - 17:57

Was vor Corona eher ein Thema für ExpertInnen war, ist seitdem zum festen Baustein der Lehrplanung geworden. Vor allem, aber nicht nur an Hochschulen. Vor diesem Hintergrund hat sich im Frühjahr 2021 eine Community Working Group des Hochschulforums Digitalisierung konstituiert und ihre Diskussionsergebnisse jetzt in einem Arbeitspapier zusammengefasst. Auf 164 Seiten werden nicht nur begriffliche und didaktische Grundlagen erörtert, es werden auch unterschiedliche Prüfungsszenarien beschrieben und 20 Praxisbeispiele vorgestellt!

“Hochschulen brauchen eine bessere Orientierung dazu, welche digitalen Prüfungen überhaupt möglich sind, vor Ort und aus der Ferne. Das Whitepaper soll hier eine Lücke schließen und die Vielfalt der didaktischen und technischen Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen. Das Hochschulforum Digitalisierung möchte damit einen Beitrag zum zukunftsorientierten Lernen voneinander leisten.”
Matthias Bandtel, Matthias Baume, Elena Brinkmann, Svenja Bedenlier, Jannica Budde, Benjamin Eugster, Andrea Ghoneim, Tobias Halbherr, Malte Persike, Florian Rampelt, Gabi Reinmann, Zaim Sari, Alexander Schulz (Hrsg.), Hochschulforum Digitalisierung, Arbeitsbericht Nr. 62, September 2021 (pdf)

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The Frustration with Productivity Culture

Weiterbildungsblog - 29. September 2021 - 20:54

Mit dem Aufkommen von Wissensarbeit, schreibt Cal Newport im New Yorker, wurde Produktivität und ihre Steigerung mehr und mehr zur Privatsache von WissensarbeiterInnen. Sie geraten hier aber schnell in eine “Falle”: denn mehr Output ist immer möglich, wenn man bereit ist, Stunden von der Zeit zu stehlen, die eigentlich Familie, Freizeit und Regeneration zugedacht sind. 

Nun scheint es ein wachsendes Unbehagen gegenüber dem “Ruf nach (mehr) Produktivität” zu geben. Die gegenwärtige Pandemie und die Sorge vieler Menschen, ihre Produktivität auch im Homeoffice aufrechterhalten zu können, hat da sicher ihren Teil beigetragen. Hinzu kommt das Misstrauen der Arbeitgeber.

Was schlägt der Autor nun vor? Nun, er möchte Produktivität als Begriff nicht aufgeben, aber die Verantwortung vom Einzelnen wieder an das “System” zurückgeben. Agile Formen des Zusammenarbeitens sind ihm hier ein Vorbild. Hier wurde durch die Einführung von bestimmten Methoden und Werkzeugen die Produktivität der WissensarbeiterInnen erhöht. Ein interessantes Gedankenspiel (ohne dass mich die Lösung überzeugt!).

“This should be the model for increasing productivity throughout knowledge work. Instead of demanding that employees individually produce more, we should instead seek systems that produce more given the same number of employees. This shift might seem subtle but its impact can be enormous, as it frees individuals from the complexity of optimizing output all on their own, and defuses the psychological torment of pitting the personal versus the professional. We should avoid, of course, an overly optimistic view of a systems approach. When others design the rules under which you work, you cannot trust that these rules will be ones that you like. But, as the history of labor politics in other economic sectors teaches us, the advantage of isolating these decisions in clearly defined systems is that they give a target against which to push back.”
Cal Newport, The New Yorker, 13. September 2021

Bildquelle: Charlie Chaplin in “Modern Times” (Wikimedia)

 

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Open Badges – zwischen Kompetenznachweisen und Motivationshilfen

Weiterbildungsblog - 29. September 2021 - 6:45

Auf dem gestrigen eSummit im Deutsche Bank Park in Frankfurt war ich in einer Doppelrolle aktiv: moderierend und präsentierend. Mein Thema waren Open Badges, und ich habe in 20 Minuten folgende Fragen aufgenommen: 1. Was sind Badges? Was sind Open Badges?, 2 .Welche Ziele werden mit (Open) Badges verfolgt?, 3. Wie funktionieren Open Badges?, 4. Wo liegen die Herausforderungen?, 5. Welche Beispiele für Open Badges gibt es?
Jochen Robes, SlideShare, 28. September 2021

Open Badges – zwischen Kompetenznachweisen und Motivationshilfen from Jochen Robes

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Experience.Circle.Learning.

Weiterbildungsblog - 28. September 2021 - 6:42

Noch ein Unternehmen (SAP), das eine Learning Circle-Experience startet. Die Deadline für die Anmeldung ist zwar schon vorbei (15.09.), aber auf dieser Seite kann man sich über die Themen, Ziele, Zielgruppen und den Ablauf informieren. Und Thomas Jenewein wird sicher dafür sorgen, dass wir auf dem Laufenden bleiben, was die Erfahrungen und Ergebnisse der Learning Circles betrifft …

“Werde Teil einer Lerngruppe und durchlaufe gemeinsam mit Kunden, Partnern und SAP-Mitarbeitern einen Lernpfad zum Thema “Future Skills””
SAP, September 2021

Bildquelle: SAP

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Digitales Lernen. Deutschland sucht den Anschluss

Weiterbildungsblog - 27. September 2021 - 22:22

Ich weiß ja nicht, ob mehr EdTech aus Deutschland Lernen oder Bildung besser machen oder Bildungschancen fairer verteilen oder … Sei es drum: Fakt ist, dass es einen internationalen Markt für digitale Bildung gibt, auf dem Deutschland nicht mitspielt. Selbst hierzulande ist die Zahl der Start-ups im Bildungsbereich überschaubar. Es gibt eine Handvoll, die der Artikel aufzählt. Babbel, Sofatutor und Simpleclub sind sicher die prominentesten. Die Rahmenbedingungen in Deutschland, erläutert Ulrich Schmid vom mmb Institut, sind schwierig, Bildung in den Augen vieler eine öffentliche Aufgabe.

Schließlich: “Ein Großteil der weltweiten privaten Kapitalinvestitionen im Bildungsbereich ging in den vergangenen Jahren in Angebote, die klassische Bildungsinstitutionen tendenziell ersetzen, das heißt in Apps oder Bildungsplattformen, die eigenständiges, autonomes Lernen jenseits von Institutionen und traditionellen Lehr- und Lernsettings ermöglichen”, so Experte Schmid vom mmb-Institut.”
Lilli Hiltscher, tagesschau.de, 26. September 2021

Bildquelle: Compare Fibre (Unsplash)

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