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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 2 Stunden 3 Minuten

So wirst du spielerisch zum Digital Transformation Professional

17. Juli 2019 - 22:23

Ich verlinke hier ganz vorsichtig diesen Beitrag von Joël Krapf (Migros-Genossenschafts-Bund), weil er zwar eine interessante App vorstellt, aber nicht eindeutig vermittelt, ob man schon mit Hilfe dieser App zum „Digital Transformation Professional“ wird oder ob die App nur einen kleinen Baustein eines größeren Pakets darstellt. Ich vermute Letzteres, aber der Beitrag selbst bietet diesbezüglich keine Lesehilfen. Stichworte, die fallen, lauten Quiz-Duell, Learning Nuggets und Abschlussprüfung. „Bei erfolgreichem Bestehen erhalten die Mitarbeitenden ein Zertifikat als Digital Transformation Professional.“
Joël Krapf, JK – Growing Together, 14. Juli 2019 

Kategorien: Lehren und Lernen

Comeback der alten Lernideen

12. Juli 2019 - 9:30

Viele der aktuell präsentierten Angebote auf dem Bildungsmarkt basieren auf Ideen, so Lutz Goertz, „die schon vor zehn oder zwanzig Jahren diskutiert wurden“. Jetzt, so fährt er fort, sei offensichtlich die Zeit reif, sie auf den Markt zu bringen. Seine Beispiele:

Virtual Reality: hat Internet-Visionär Jaron Lanier schon in den 1990er Jahren beschrieben. Virtuelle Lernassistenten: man denke nur an Joseph Weizenbaum’s „ELIZA“. Übungsfirmen: im „realen Leben“ ein alter Hut. Lernkartensysteme: kennen wir vom Vokabellernen seit Jahrzehnten. Interaktive Videos: wurden auch schon in den 1990er Jahren gedreht – mit viel Aufwand, hohen Kosten und als „Liebhaberprojekte“ in der Weiterbildung. 

Das Fazit von Lutz Goertz: „Tatsächlich beschleunigen technische Innovationen in der Lernwelt gute didaktische Ideen, die sich mit früheren Mitteln noch nicht realisieren ließen. Es lohnt sich also, auch vermeintlich gescheiterte Lernprojekte immer wieder einmal auf ihre Umsetzung mit den heutigen Lerntechnologien zu überprüfen.“

Meine Frage: Was wären denn heute die Bildungs- und Lernvisionen, die sich noch nicht oder nur schlecht realisieren lassen und auf die wir in 20 Jahren als „Vorläufer“ zurückblicken werden?
Lutz Goertz, mmb Institut, Juli 2019

Bildquelle: Maurizio Pesce (Flickr, CC BY 2.0)

Kategorien: Lehren und Lernen

„Ich bin ein aktiver Lernberater.“

11. Juli 2019 - 23:31

Jürgen Handke, Anglistik- und Linguistikprofessor aus Marburg, ist ja auf diesem Kanal schon eine feste Einrichtung. In diesem Interview mit der Redaktion des Bildungsservers erzählt er von den zentralen Projekten, an denen er arbeitet: von H.E.A.R.T., in dem der Einsatz humanoider Roboter in der Hochschullehre erforscht wurde, und von „RoboPraX“, in dem humanoide Roboter als Werkzeuge eingesetzt werden, um Schülerinnen und Schülern in mehrtägigen Schulungen den Umgang mit der digitalen Welt näher zu bringen. Aber angestrichen habe ich mir den folgenden Gesprächsausschnitt:

Online-Redaktion:Wie reagieren Ihre Kollegen. Wollen die jetzt auch einen Yuki?“

Handke: „Nein, gar nicht, die ignorieren das. Das geht uns schon seit Jahren so, weil wir uns nicht um die deutschen Hindernisse, die da heißen: Scheiternkultur gibt es nicht, man teilt nicht, man kollaboriert nicht, man definiert immer nur die Ängste und Risiken, kümmern. Viele deutsche Kollegen wagen sich nicht auf Neuland. Sie wehren sich gegen jegliche neue Lehrform, haben Angst, dass sie nicht mehr gebraucht werden. Seit Mitte der 90er hat die Presse begonnen zu schreiben „Computer ersetzt Professoren“, das hängt mir seit dieser Zeit als Label an. Aber das stimmt nicht. Die digitale Lehre selber stärkt die Präsenzlehre. Was wir machen, ist Kompetenztraining erster Klasse.“
Deutscher Bildungsserver/ Bildung + Innovation, 11. Juli 2019

Bildquelle: Jürgen Handke/ Digitalisierung der Lehre (YouTube)

Kategorien: Lehren und Lernen

4 Business Models That Redefine L&D With 70:20:10

11. Juli 2019 - 23:12

Die Online Educa im November wirft ihre Schatten voraus. Jos Arets, 70:20:10 Institute, der in Berlin einen Workshops moderieren wird, ruft uns hier vier Geschäftsmodelle zu, die das Selbstverständnis von Learning & Development (L&D) beschreiben. Zwei Modelle sind „learning-focused“: „Order Taker“, „Learning Enabler“; zwei sind „business-focused“: „Performance Enabler“, „Value Creator“.

Die Modelle bieten einen Rahmen, um sich als Bildungsabteilung zu positionieren, zu sortieren und (neu) aufzustellen. Sie schließen sich nicht zwangsläufig aus, zeigen auch keinen Verlauf auf, dem Organisationen folgen müssen. Nichtsdestotrotz empfiehlt der Autor, dass „L&D moves towards the business. This offers opportunities to shift towards being a profit centre, which is good for any part of an organisation, not least L&D.“
Jos Arets, oeb insights, 11. Juli 2019

Kategorien: Lehren und Lernen

Amazon Alexa-NHS partnership splits expert opinion

11. Juli 2019 - 0:27

Wenn Nutzer in UK zukünftig Amazon’s Alexa etwas Gesundheitliches fragen, z.B. „Was tue ich bei Migräne?“, dann werden zuerst die Webseiten des National Health Service (NHS) nach Informationen durchsucht. Das ist der Kern einer Partnerschaft, über die gerade breit berichtet wird. Nun kann man die bekannten Argumente anführen, die gegen einen solchen Service sprechen: von Fragen des Datenschutzes, über das Vertrauen in Amazon bis zu den zentralen Aufgaben des NHS. Man kann auch einwenden, dass Nutzer sich sowieso über Alexa informieren, ganz gleich, ob es eine solche Partnerschaft gibt oder nicht. Ich möchte hier nur darauf hinweisen, dass man „Gesundheit“ auch durch „Bildung“ und den NHS durch einen (staatlichen?) Bildungsträger ersetzen kann.
BBC News, 10. Juli 2019

Bildquelle: Kelly Sikkema (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

Die Hochschule der Zukunft: Fels in der Brandung?

9. Juli 2019 - 16:12

In 20 Jahren, so die AutorInnen, wird es den einen Typ Hochschule nicht mehr geben (by the way, gibt es den denn heute noch?). Die Zielgruppe der Studierenden wird vielfältiger. Hochschulen als Bildungsorte müssen sich neu definieren. Vor diesem Hintergrund sind vier Szenarien denkbar:

„- Hochschulen mit stark ausgeprägtem Third-Mission-Profil als regionaler Motor,
– Online-Hochschulen mit größtmöglicher Flexibilität für berufstätige Studierende,
– Lernbegleiterhochschulen mit individuellem Lerntempo und Curriculum oder
– Tertiäre Bildungsinstitute, die berufliche und akademische Ausbildung vereinen.“

Die Schwerpunkte sind nachvollziehbar. Weitere sind denkbar. Dem kurzen Artikel fehlt jedoch der Raum, um die Szenarien etwas trennschärfer zu beschreiben und Anknüpfungspunkte zu bereits bestehenden Organisationstypen aufzuzeigen.
Frank Ziegele, Philipp Neubert und Lisa Mordhorst, Magazin Hochschulsport, 02/ 2019 (via CHE)

Bildquelle: Magazin Hochschulsport

Kategorien: Lehren und Lernen

Researchers at Udacity develop AI that can generate lecture videos from audio narration

9. Juli 2019 - 13:04

Die Nachricht, dass eine Software entwickelt wurde, die eine Audio-Erzählung in eine Video-Vorlesung umwandelt, mag heute nicht weiter überraschen. Vielleicht fragt man sich noch kurz, was das Ganze eigentlich soll … Der Beitrag stellt jedenfalls das Prinzip vor: Man füttert ein System mit vielen Stunden Video-Material und lässt anschließend einen Algorithmus aus einem Audio ein neues Video entwickeln. Die verlinkten Ergebnisse (hier) sind aber noch bescheiden. Aber sie werden sicher bald besser.

Fügt man solche Nachrichten und Technologien zusammen, so durchsuchen zukünftig intelligente Systeme das Netz und stellen Inhalte in beliebigen Formaten zusammen: als kuratierte Listen, als Bücher („Erstes computergeneriertes Buch publiziert“, Deutschlandfunk, 11. April 2019), als Audios („Text-to-Speech“), als Videos („LumièreNet: Lecture Video Synthesis from Audio“, Cornell University, 4. Juli 2019), alles in beliebigen Sprachen.
Kyle Wiggers, Venture Beat, 5. Juli 2019 

Bildquelle: LumièreNet (Vimeo)

Kategorien: Lehren und Lernen

Zu langsam auf dem richtigen Weg

8. Juli 2019 - 9:13

Eine vertraute Frage hat Jörg Hafer aus Tübingen mitgebracht, wo Ende Juni am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) das Zusammenspiel von „Digitalisierungspraktiken und Hochschulbildung“ diskutiert wurde: Wie bekommt man den „Wandel“ (die Reflexion, das Nachdenken, das Anpassen, das „auf den Prüfstand stellen“) in die Lehre und zu den Lehrenden? Eine Frage, an der sich ja auch andere Bildungsträger mitunter abarbeiten …

Flexibilität hat sich Jörg Hafer notiert. Weiterentwicklung der Lehre. Etwas Neues ausprobieren. Weg von der Digitalisierung der Bildung, hin (oder zurück!) zu den Bildungszielen. Denn es geht ja längst um Bildung in einer digitalisierten Welt.
Jörg Hafer, joerghafer.de, 5. Juli 2019

Bildquelle: e-teaching.org

Kategorien: Lehren und Lernen

KI-basierte, adaptive Lernumgebungen

5. Juli 2019 - 23:23

Künstliche Intelligenz, adaptives Lernen und personalisierte Lernumgebungen. Das sind aktuelle Schlagworte, die in keinem Trendbericht fehlen. Von daher ist der Beitrag von Christoph Meier, der uns einen Überblick bietet und der einmal genauer hinschaut, was hinter diesen Konzepten steckt, wie sie funktionieren und wo sie angewendet werden, begrüßenswert.

Was habe ich aus der Lektüre mitgenommen?

a) eine Definition: „KI-basierte, adaptive Lernumgebungen sind Lernumgebungen, die sich in Echtzeit an die Benutzer und ihren Lernstand anpassen.“

b) eine Unterscheidung: Adaptive Lernumgebungen arbeiten mit Informationen über das jeweilige Wissensgebiet und die entsprechenden Lernobjekte, mit Informationen über Lernpfade und Feedbackprozesse sowie mit Informationen über die Lernenden selbst, ihr Vorwissen und ihr Lernverhalten (Domänen-Modell, Tutorielles Modell, Lernenden-Modell).

c) verschiedene Beispiele: Wir kennen möglicherweise bereits adaptive Lernumgebungen (vielleicht arbeiten wir sogar schon mit ihnen!), wenn wir an Lernkarteikartensysteme, Sprachlern-Apps oder Plattformen für kuratierte Lerninhalte denken. Adaptive Lernplattformen bzw. intelligente tutorielle Systeme, die im Mittelpunkt des Beitrages von Christoph Meier stehen, werden uns dagegen in der Praxis seltener begegnen.

d) bestehende Grenzen:
– Die Beispiele adaptiver Lernumgebungen kommen, wen wundert’s, vor allem aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich.
– In den vorgestellten Szenarien adaptiver Lernumgebungen spielen das Lernen in Gruppen und der Austausch mit Lehrenden und Lernenden (abgesehen von konkreten Feedbacks auf Ergebnisse oder Entscheidungen) keine explizite Rolle.
– Die konkreten Handlungshinweise am Ende des Beitrags („So gehen Sie vor!“) kann ich nicht einordnen. Macht es Sinn, als Bildungsexperte oder als L&D-Team eine entsprechende Plattform zu planen und zu entwickeln? Oder würde man nicht eher auf einer bestehenden Lernumgebung aufsetzen?
– Wie kann die Rolle der Lernenden im Umgang mit adaptiven Lernumgebungen gestärkt werden? Wie kann die „große“ Diskussion um KI und Algorithmen auch im „besonderen“ Feld der Bildung und Weiterbildung abgebildet werden? Offenheit, Transparenz, Werte und Teilhabe sind hier Stichworte. Datenschutz ein anderes. Christoph Meier klammert diese Stichworte in seinem Beitrag weitgehend aus.
– Wie gesagt, in den geschilderten Beispielen geht es häufig um Wissensgebiete, die (relativ) klar strukturiert sind: Mathematik, Sprachen. Ich will jetzt gar nicht groß nach „Kompetenzen“ fragen, die hier erworben werden können. Ich wäre schon neugierig zu erfahren, wie zum Beispiel eine adaptive Lernumgebung für das Feld der Politikwissenschaften oder der politischen Bildung aussehen könnte …

Christoph Meier, in: Karl Wilbers & Andreas Hohenstein (Hrsg.): Handbuch E-Learning. Köln: Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland). 80. Erg.-Lfg. April 2019 (via scil)

Bildquelle: beck-shop.de

Kategorien: Lehren und Lernen

Book review: Open and Distance Education Theory Revisited

5. Juli 2019 - 8:28

Obwohl Tony Bates selbst ein Kapitel beigetragen hat, weist er uns in seiner Review auf ein Problem hin, das sich in dieser Übersicht verschiedener „theories of open and distance learning“ wiederfindet:

„This is because I am seeing an increasing divergence between the ‘old’ field of open and distance education, and the newly emergent field of digital learning. Unfortunately the digitalization of education seems increasingly to be running in parallel and separately from open and distance education, but nevertheless the increasing digitalization of teaching and learning has massive theoretical and practical implications for open and distance learning.“

Auch über „Open Pedagogy“ hätte sich Tony Bates ein paar Zeilen gewünscht. Die vier „foundational theories“, die es in diese Übersicht geschafft haben, kreisen um die Begriffe „autonomy and independence“, „industrialized teaching and learning“, „transactional distance“ und „openness“ (geschrieben von Markus Deimann).

Auch auf einen weiteren Umstand weist Tony Bates hin: „Lastly I am sure readers will see the irony of a book on open and distance education which costs US$45 for an electronic version and US$30 to download a single chapter, especially since the authors get no payment from the publisher. This is predatory publishing – the complete opposite of open publishing.“
Tony Bates, Online Learning and Distance Education Resources, 1. Juli 2019

Bildquelle: Springer

Kategorien: Lehren und Lernen

„Bereits in drei bis fünf Jahren werden Methoden der Künstlichen Intelligenz die Hochschulbildung verändert haben“

4. Juli 2019 - 19:54

Im ersten Absatz heißt es: „Das Projekt der FernUniversität in Hagen will mit maschinellem Lernen und wissensbasiertem Expertensystem individuelles Lernen und Studienorganisation unterstützen“. Im einen Fall geht es also darum, Studierende gezielt bei der Erschließung ihrer Studieninhalte zu helfen. Im anderen Fall will man mit KI erkennen, wann Studierende drohen, den Anschluss zu verlieren und wo man gegensteuern kann. Aber, so Claudia de Witt, man steckt noch in der ersten, der Forschungsphase, und vom Ziel eines digitalen Assistenten wie dem berühmten Knowledge Navigator von Apple sei man noch weit entfernt. Andererseits sind „drei bis fünf Jahre“ nicht mehr so lange hin … 
Christine Schumann, Gespräch mit Claudia de Witt, Deutscher Bildungsserver, 1. Juli 2019

Bildquelle: knownav (YouTube)

Kategorien: Lehren und Lernen

AnjaTime #035 HANGOUTS ON AIR war ein Booster

4. Juli 2019 - 13:04

Die unermüdliche Anja C. Wagner rekapituliert hier etwas Video-Geschichte. Genauer: Videotechnologie-Geschichte. Sie bedankt sich bei YouTube und den Google Hangouts („Demokratisierung der Video-Technologie“), berichtet von eigenen Erfahrungen („ununi.TV“) und freut sich auf die nächste Phase („Professionalisierung“) und weitere, neue Experimente jenseits klassischer TV-Formate.
Anja C. Wagner, YouTube, 2. Juli 2019

Kategorien: Lehren und Lernen

Bildung und Digitalisierung

3. Juli 2019 - 14:56

Die aktuelle Ausgabe von „Aus Politik und Zeitgeschichte“ widmet in verschiedenen Beiträgen dem Thema „Bildung und Digitalisierung“. Aufhänger ist der Digitalpakt. Die Beiträge selbst spannen einen Bogen von Kindertagesstätten und Schulen bis zur Hochschule im Zeichen der Digitalisierung. Erwachsenenbildung und berufliche Weiterbildung stehen nicht im Fokus, sind aber natürlich Gegenstand des allgemeinen Bildungsdiskurses, den zum Beispiel Jöran Muuß-Merholz im einleitenden Essay („Der große Verstärker. Spaltet die Digitalisierung die Bildungswelt?“)
aufnimmt.
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 27-28 /2019), Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), 28. Juni 2019

Kategorien: Lehren und Lernen

Trendstudie 2019 des Wuppertaler Kreises

3. Juli 2019 - 0:03

Im aktuellen Trendbericht (29 S.) des Wuppertaler Kreises (Bundesverband betriebliche Weiterbildung) geht es natürlich darum, wie die Branche die wirtschaftliche Lage einschätzt (überwiegend positiv, wenn auch nicht euphorisch). Aber auch die Digitalisierung ist hier angekommen und im Kapitel „Trends“ ein zentrales Thema.

So bilden zum Beispiel die „IT-Kompetenzen und digitale Kompetenzen“ (Platz 1), „Veränderungsmanagement“ (2), „Führung von virtuellen bzw. standortübergreifenden Teams“ (3) und „agile Methoden in der Führung“ (4) die Schwerpunkte in der Führungskräfte-Weiterbildung.

Die Bereitstellung von Selbstlerneinheiten, Online-Tests und Videos sind heute wichtige Bestandteile des Angebotsspektrums vieler Mitglieder des Wuppertaler Kreises.

Mit Blick auf die eigenen Geschäftsmodelle steht ganz oben: „Für Weiterbildungsunternehmen ist die eigene Digitalisierung ihres Produktspektrums unabdingbar.“

Und dann wurden die Mitglieder noch nach der Zukunft von Bildungsplattformen für die Bereitstellung und Vermarktung von digitalen Angeboten und Dienstleistungen gefragt (s. Abbildung). Eine Plattform in öffentlicher Trägerschaft, wie es mit MILLA angedacht war, wird dabei klar abgelehnt.

Wuppertaler Kreis, Juli 2019

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Geschichte lernen per Messenger

2. Juli 2019 - 16:14

Noch einmal 5:04 Minuten über ein Bildungs-Highlight der letzten Monate, das digitale Storytellingprojekt des Bayerischen Rundfunks „Ich, Eisner!“ BR-Redakteurin Eva Deinert berichtet über die Überlegungen, die zum Projekt führten, sowie einige Herausforderungen, die entstehen, wenn historische Komplexität auf einen Kurznachrichtendienst trifft.
Theresa Samuelis, Interview mit Eva Deinert, Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), 18. Juni 2019

Bildquelle: Unbekannt (Wikipedia)

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Lernen mit digitalen Karteikarten

2. Juli 2019 - 7:42

Ich habe vor allem und zuerst nach einem Grund gesucht, nach langer Zeit wieder einmal auf den wunderbaren ToolBlog von Stephan List zu verlinken. In diesem Artikel berichtet er von einigen Programmen, mit denen er gerade experimentiert. Es geht um das Prinzip der Lernkartei nach Sebastian Leitner. Die Programme heißen Anki, Mochi und Quizlet.
Stephan List, ToolBlog, 14. Juni 2019

Bildquelle: strichpunkt (pixabay)

Kategorien: Lehren und Lernen

Darf es ein bisschen mehr Erwachsenenbildung sein?

1. Juli 2019 - 6:22

In der Nationalen Weiterbildungsstrategie, die im Juni 2019 veröffentlicht wurde, findet die allgemeine Erwachsenenbildung, so Lars Kilian, fast keine Beachtung. An einer einzigen Stelle im Dokument wird der Deutsche Volkshochschulverband erwähnt. Der Fokus liegt ganz auf der beruflichen Weiterbildung. Das ist problematisch, weil so viele Bevölkerungsgruppen und Bildungsinteressierte ausgeblendet werden. Vor diesem Hintergrund zeigt der Autor Verbindungen auf, die zwischen den in der Strategie geschilderten Herausforderungen und den Angeboten der Erwachsenenbildung bestehen.

„Wie soll gesellschaftliche Teilhabe gelingen, wenn nur berufliche Qualifizierung fokussiert wird, aber ein Teil der Bevölkerung neue Begrifflichkeiten und dahinterstehende Konzepte oder neue Formen der Organisation des Miteinanders durch Digitalisierung nicht versteht? Mit Blick auf den demografischen Wandel sind hiervon sicher nicht wenige betroffen.“
Lars Kilian, wb-web, 28. Juni 2019

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50+ Best Instructional Design Software Tools You Should Bookmark

28. Juni 2019 - 17:00

Eine nützliche Übersicht: „We’ve made an extensive list of the best instructional design software and resources and, for simplicity, divided it into categories, from authoring toolkits to audio-video software and photo sharing platforms.“
Helen Colman, iSpring, 4. Juni 2019

Bildquelle: royalty free (Flickr)

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1. Lern Rock Camp 2019 in München 25.06.2019 (das Camp zu lernOS)

28. Juni 2019 - 11:55

Einiges steht schon im Titel. Daniel Stoller-Schai war jedenfalls auf dem lernOS Rockstars Camp in München und hat seine Eindrücke (und Fotos!) gleich verarbeitet. Es beginnt mit einer kurzen Beschreibung von lernOS („… ein Betriebssystem für Lebenslanges Lernen und Lernende Organisationen“). Dann hat er in Wort und Bild noch einmal das Programm des Tages zusammengefasst: Impulsreferate, BarCamp-Sessions und Assemblies. Nicht zu vergessen den Dank an Simon Dückert, den Spiritus Rector hinter Betriebssystem und Camp. Dazwischen sein Fazit, aus dem ich zwei Punkte herausgreife:

„1. Solche Anlässe tragen dazu bei, dass das Netzwerk im DACH-Raum, welches aus Menschen besteht, die bereit, sich und ihre Organisationen zu verändern, wächst. Die Gespräche vor, während und nach den Programmteilen bildeten darum einen wesentlichen Bestandteil dieses 1. lernOS RockStars Camp.

3. Es ist nicht einfach in der Vielzahl der Methoden den Überblick nicht zu verlieren (vgl. z.B. den Artikel „Souveränität im Methodenwahn“ von Sabine Dietrich in „ManagementSeminar“, Juli 2019, S. 70-76 sowie ihr Buch dazu). lernOS ist ein fundierter Ansatz – es gibt daneben aber noch viele andere Modelle und Methoden. Es kann dazu führen, dass ein ständiger Modell- und Methodenwechsel dazu führt, dass eine Organisation nicht wirklich oder nur ansatzweise verändert wird und verleitet werden kann, wieder in altbekannte Muster und Handlungsweisen zu verfallen.“
Daniel Stoller-Schai, LinkedIn/ Pulse, 26. Juni 2019

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Micro Learning in Unternehmen in digitaler Form beliebter

27. Juni 2019 - 20:40

Eigentlich ist Microlearning ja ein Kunstwort, das zu vielen verschiedenen Lesarten einlädt: Es meint Lernende, die nur noch in kurzen Etappen lernen wollen (Aufmerksamkeitsspannen!). Es meint Formate, die einen begrenzten Umfang besitzen (Video-Tutorials!). Es meint Situationen, in denen wir nur über mobile Endgeräte auf Ressourcen zugreifen können (mobile Learning!). Und sicher noch Einiges mehr. Ich möchte noch in die Runde werfen: Es gibt heute ein starkes Bedürfnis, auf Fragen oder Probleme schnell kurze Antworten oder Hilfen zu bekommen. Und eine technische Infrastruktur (Internet, mobile Endgeräte), die es erlaubt, dieses Bedürfnis zu bedienen. Die Begriffe, die diese Entwicklung beschreiben wollen, sind immer irgendwie schief, weil sie mehr wollen.

So weit, so gut. In dieser Studie aus Österreich, die auf Haufe.de zitiert wird, finden wir offensichtlich alle Lesarten. Hier ist Microlearning auch eine Form der Personalentwicklung, auch wenn es sich am Ende nur um Videotutorials dreht. Aber vor allem geht es um die Botschaft, dass Unternehmen das Potenzial von Microlearning noch lange nicht gehoben haben.
Haufe.de, 27. Juni 2019

Bildquelle: LinkedIn Sales Navigator (Unsplash)

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