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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 1 Stunde 25 Minuten

Digital Lehren (nicht nur) in Corona-Zeiten

3. April 2020 - 8:48

Es kann doch nicht sein, dass in Hochschulen jetzt ernsthaft über eine „virtuelle Präsenzlehre“ nachgedacht wird, fragt Jürgen Handke? Aber dann verzichtet er (fast) auf jede weitere „Publikumsbeschimpfung“ und gibt lieber einige Empfehlungen. Auch gleich als Video (9:21 Min.) Ganz oben steht bei ihm der Aufruf zur Kollaboration und Kooperation, wenn es um die Entwicklung neuer Lehr- und Lernformate geht. Das ist jetzt leider, weil nur online möglich, mit einigen Hürden verbunden. Deshalb zitiere ich noch schnell einen weiteren wichtigen Hinweis:

„Haben Sie schon einmal nachgeschaut, was YouTube für Ihr Fach anbietet? Nutzen Sie diese Videos, es gibt genug davon. Es kann doch nicht sein, dass ein tausendfach nachgefragtes Video, das weltweit genutzt wird und top-bewertetet ist, ignoriert wird, nur weil ein deutscher Fachkollege darin zu sehen ist?“
Jürgen Handke, MERTON – Onlinemagazin des Stifterverbandes, 31. März 2020

Bildquelle: Stifterverband (YouTube)

Kategorien: Lehren und Lernen

How to Use Zoom Videoconferencing to Teach Online Effectively

3. April 2020 - 8:21

Ich nutze derzeit Zoom fast täglich. Es ist eine stabile, benutzerfreundliche Lösung für Live-Online-Sessions (und, ja, ich verfolge die Meldungen über Datenschutzprobleme und hoffe, dass sie bald gelöst werden …). Mit einigen Features von Zoom will ich mich in den nächsten Tagen noch näher auseinandersetzen, zum Beispiel Umfragen und Breakout Sessions. Die hier verlinkte Handreichung ist eine von vielen. Sie schließt mit einigen „Tips for teaching with Zoom“, aber damit öffnet sich – weit über Zoom hinaus – ein neues Feld. „In conclusion, Zoom’s reliability and many valuable pedagogical features make it a tool well worth integrating into your online and blended teaching.“
Contact North, teachonline.ca, 30. März 2020

Kategorien: Lehren und Lernen

Learning Analytics – an International Overview

2. April 2020 - 21:11

Learning Analytics ist ja immer noch vor allem ein Versprechen auf die Zukunft. Also verlinke ich einmal dieses Dossier, das auf den englischsprachigen Seiten des Deutschen Bildungsservers zusammengestellt und mit folgenden Worten angekündigt wurde:

„Das Dossier enthält neben einer definitorischen Einführung deutsch- und englischsprachige Überblicksartikel, Verweise auf Fachgesellschaften, auf Netzwerke und Projekte, eine Zusammenstellung relevanter Zeitschriften sowie vergangener und geplanter Fachkonferenzen und eine Auswahl kritischer Artikel. Geografisch stehen Europa und Nordamerika im Fokus. Am Ende des Dossiers gibt es aber auch kleine Einblicke darüber hinaus.“
N. Cohen, Deutscher Bildungsserver/ German Education Server, 31. März 2020 (via DBS Newsletter, 6/2020)

Bildquelle: Giulia Forsythe, „Learning Analytics #oucel15 keynote by @houshuang“ (CC0)

Kategorien: Lehren und Lernen

How to start teaching online

2. April 2020 - 11:08

Okay, mit diesem Thema werden wir gerade überschwemmt. Aber EDEN, „the European Distance and E-Learning Network“, ist in diesen Tagen eine gute Adresse. Tony Bates, der Keynote-Speaker dieses EDEN-Webinars, ist eine andere. Deshalb haben sich auch über 1.000 (!) Teilnehmer angemeldet, was wohl dazu führte, dass die Tore für die, die etwas zu spät kamen, schon geschlossen waren. Aber es gibt ja die Aufzeichnung. 30 Minuten spricht Tony Bates und erzählt, wie man sich kurz-, mittel- und langfristig mit der digitalen Lehre anfreunden kann. Dann geht er auf Fragen aus dem Auditorium ein. Interaktivität, fehlende Bandbreite, Motivation der Studierenden und Online-Assessments sind einige der Stichworte. Weitere Webinare sollen in Kürze folgen.


EDEN Secretariat, YouTube, 1. April 2020

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Quo vadis, Erwachsenenbildung? Trends im Vergleich (Teil I)

2. April 2020 - 8:24

Die Autorin stellt drei Trendberichte der letzten Jahre vor und legt sie nebeneinander: „Innovating Pedagogy“ (DCU/ Open University, 2020), „Shaping Education 2019“ (OECD) sowie einen Vortrag von Matthias Horx (2018). Eigentlich sind es Dinge, die mit Blick auf Zielgruppen, Ausrichtung und Kontext kaum zu vergleichen sind. Mal steht die Bildung, mal die Institutionen und mal die Programme und Lernaktivitäten im Vordergrund. Mit Blick auf die Erwachsenenbildung und die dort Beschäftigten könnte das Bild, das sich aus diesen drei Botschaften ergibt, so aussehen:

„Kein Trend fokussiert einen dieser drei (zusammenhängenden!) Bereiche isoliert. Es lässt sich aber schon feststellen, dass der Report „Innovating Pedagogy“ stärker das Programm (und damit auch das Wissen/die „Skills“ der Mitarbeitenden) in den Vordergrund rückt, während mindestens Horx‘ Ansatz vor allem von den (hier eher als Randbedingung) genannten gesellschaftlichen Veränderungen ausgeht und daher ein völliges Umdenken der Organisation als wichtig ansieht: Selbstverständnis und Ziel ändern sich, damit auch das Programm und das dafür erforderliche Wissen der Mitarbeitenden/Kursleitenden. Die OECD bindet die Bildung/die EB in globalen Herausforderungen ein, aber die Organisationsveränderungen, die sich daraus ergeben würden, sind deutlich weniger evident.“
Das Zitat stammt aus dem zweiten Teil des Beitrags.
Heike Kölln-Prisner, EPALE – E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa, 16. März 2020

Bildquelle: „Innovating Pedagogy 2020“

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#CLC069 lädt ein an die virtuelle Kaffeebar: jeden Dienstag, 13-14 Uhr, Start am 31.03.2020

1. April 2020 - 8:31

Es war eine spontane Idee: Jetzt, wo unsere regionalen Treffen nicht mehr vor Ort stattfinden können, das Ganze in den virtuellen Raum zu verlagern. Und gleich zu einem regelmäßigen, wöchentlichen Austausch einzuladen. Denn gerade in diesen Tagen sind ja auch WeiterbildnerInnen mit vielen Fragen beschäftigt: von der Suche nach Aufträgen und Kontakten bis zum überstürzten Aufbruch in das digitale Lehren und Lernen. Wenn ich richtig gezählt habe, sind gestern 17 KollegInnen unserem Aufruf nach Zoom gefolgt. Sie saßen nicht nur in RheinMain, sondern auch an der Nordsee und in der Schweiz. Gesprochen haben wir unter anderem über das Arbeiten im Virtuellen, Tools und die Suche nach neuen Geschäftsmodellen. Fortsetzung folgt nächsten Dienstag!

By the way, mittlerweile haben sich auch weitere CLC-Gruppen im Virtuellen organisiert: ich lese Einladungen zur #CLC30 Kaffeebar und einen Tweet über ein Meeting aus Freiburg.
Jochen Robes, Corporate Learning Community, 25. März 2020

Bildquelle: Nathan Dumlao (Unsplash)

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Szenarien für Lehren und Lernen in Webinaren

31. März 2020 - 8:52

Christoph Meier (scil) schreibt: „Wir haben eine neues Webinar zum Thema „Szenarien für Lehren und Lernen in Webinaren“ erstmalig durchgeführt und vier Szenarien kurz durchgespielt: Wissensvermittlung; Lehrgespräch; Wissenserarbeitung; Moderation in verteilten Rollen.“ Die beiliegenden Folien vermitteln einen guten Eindruck davon, welche Fragestellungen mit den einzelnen Lehr- und Lernszenarien verbunden sind.
Christoph Meier, scil-Blog, 28. März 2020

Bildquelle: scil

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Solidarsemester: Die Super-Zivis

30. März 2020 - 13:54

Die Idee gefällt mir: ein „solidarisches Praxissemester“, in dem sich Studierende wie Lehrende für die bzw. in der Gemeinschaft engagieren. Aufgaben gäbe es genug. Doch: „Funktionieren kann das nur“, schreibt Anna-Lena Scholz, „wenn die Hochschulen jetzt kühn sind und den Corona-Schock schneller abschütteln als andere.“ Okay, trotzdem: Eine gute Idee!
Anna-Lena Scholz, ZEIT Campus, 25. März 2020

Bildquelle: Changbok Ko (Unsplash)

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Corporate Learning Camp CLC20Digital im Rückblick

27. März 2020 - 16:43

Karlheinz Pape betont in seinem Rückblick auf das #CLC20Digital noch einmal die Selbstorganisation der Community: „Ich hab auch noch nie von einer Veranstaltung gehört, wo die Teilnehmer die Inhalte und die technische Ausstattung selbst mitgebracht haben (mal abgesehen vom Chaos Communication Congress, der das wohl noch viel intensiver betreibt.“

Auch auf die Vorteile dieser virtuellen Version eines BarCamps kommt er zu sprechen: große Sessions sind möglich, intensivere Beiträge, ein noch einfacherer Sessionwechsel und mit dem Chat oft ein weiterer Kommunikationskanal. Nur beim Socializing und Gruppenfoto muss etwas nachgeholfen werden. Und er meint, dass sich das „Prinzip Open“ online noch konsequenter leben lässt. Desweiteren hat er auch eine Übersicht über die 100 Sessions der beiden Tage zusammengestellt.
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community, 26. März 2020

Bild: Eva Hörtrich

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Discover2Learn

27. März 2020 - 14:52

Ich weiß noch nicht genau, wohin dieses Projekt gehört: Vermischtes? lebenslanges Lernen? Corona? Die Bildungsexpertinnen Jane Hart und Helen Blunden, die man zuletzt auch auf der LEARNTEC in Karlsruhe sehen konnte, haben jedenfalls eine Plattform mit Lernressourcen eröffnet. Sie kuratieren dort, also sammeln und verlinken bestehende Videos und Artikel aus dem Netz. Aktuelle Beispiele: „Join a virtual walking tour of London“, „Play chess online with your friends“, „Learn Ti Chi“. Hier ihr Aufruf:

„Use your self-isolation time to invest in your future. Reduce boredom and anxiety. Jane Hart and Helen Blunden will offer daily ideas of things you can do for FREE online Share yours here …“
Jane Hart und Helen Blunden, 26. März 2020

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Professionalität – Studiengänge der Erwachsenenbildung

26. März 2020 - 22:47

Die „Hessischen Blätter für Volksbildung“ (HBV) haben einen originellen, etwas aus der Zeit gefallenen Titel. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass sie bereits seit 70 Jahren eine „Plattform für Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung“ bieten. Ab und zu, je nach Themenschwerpunkt, schaue ich mal vorbei und freue mich, wenn etwas online offen zur Verfügung steht. Ab diesem Jahr kann ich das mit der Gewissheit tun, dass alle Artikel frei zugänglich sind. Denn die HBV nehmen ihren 70. Geburtstag zum Anlass, ganz auf Open Access (CC BY-SA 4.0) umzustellen. Es beginnt mit einem Themenschwerpunkt zu den Studiengängen und Professionalisierungsbemühungen in der Erwachsenenbildung. Sehr schön!
Hessischer Volkshochschulverband e.V./ wbv Media, 26. März 2020

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What We Learned in the “MOOC Moment” Matters Right Now

26. März 2020 - 9:17

Ein interessanter, längerer Artikel. Er vergleicht die aktuelle Situation, also die komplette Umstellung auf digitale Lehre, mit Befürchtungen, Erwartungen und Erfahrungen, die mit der Entwicklung von MOOCs einher gingen. Es ist eine amerikanische Sicht, weil MOOCs hierzulande diese Spuren nicht hinterlassen haben. Der Autor jedenfalls hat viele Interviews mit MOOC-Lehrenden geführt, daraus ein Buch gemacht und die gewonnenen Einsichten auf die Corona-Krise übertragen.

Das führt zu interessanten Statements, zum Beispiel: „Online teaching takes A LOT more planning and more support staff than f2f teaching.“ Oder: „Video is a lot harder than you think, and probably overrated.“ Nun könnte man darauf hinweisen, dass der Autor, Steven D. Krause, vor allem institutionelle MOOCs im Blick hat. Aber ich möchte lieber eine seiner Beobachtungen zitieren, die den Einsatz vom Zoom an amerikanischen Hochschulen betrifft:

„My guess is that the Covid-19 crisis will require a lot of universities to make a variety of short and long-term deals with for-profit vendors that could be both beneficial and volatile. A really easy example of that is Zoom, an already popular video conferencing platform that quickly seems to be emerging as the preferred software in higher ed. All of a sudden, EMU has a site license, and I am sure we are not alone. As a result, Zoom’s stock in the last month has gone from about $65 a share in December 2019 to more than $150 a share in late March 2020.“
Steven D. Krause, Blog, 24. März 2020 

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Aus der Not eine Tugend gemacht

26. März 2020 - 7:51

Sind die Hochschulen (oder: ist die Weiterbildung …) auf die aktuelle Situation vorbereitet, nach drei Jahrzehnten E-Learning-Fördermaßnahmen? Nein, konstatiert Markus Deimann in seiner Kolumne ganz nüchtern. Hier ein opco11 (danke für die Erwähnung!), dort das Hochschulforum Digitalisierung. Die Bilanz ist ernüchternd. Es fehlt Expertise. Ein Notprogramm wird hochgefahren. Hier sein Fazit:

„Wenn – hoffentlich bald – in der Nach-Corona-Zeit die Lehre wieder regulär an den Hochschulen weitergeht, wird es auch wieder ein Zurück in die vordigitale Zeit geben. Es ist dann nicht mehr notwendig, soziale Präsenz durch E-Learning zu ersetzen. Aber notwendig wird sein, sich grundsätzlich über Medien und deren Möglichkeiten Gedanken zu machen. Dafür ist die aktuelle Zeit ein guter „Testlauf“, weil erkennbar wird, was gut und was weniger gut funktioniert und was es braucht, um digitale Bildung wirklich nachhaltig an Hochschulen zu verankern.“
Markus Deimann, MERTON – Onlinemagazin des Stifterverbandes, 20. März 2020

Bildquelle: Taken (pixabay)

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Corporate Learning MOOCamp 2020

25. März 2020 - 15:50

So, die Eckdaten stehen: Das MOOCamp wird in der Zeit vom 20. April bis 29. Mai stattfinden. Sein Motto lautet (natürlich) „Lernräume gestalten – offline, online und hybrid”. Und wir konnten die folgenden Unternehmen gewinnen, eine Kurswoche des MOOCamps zu übernehmen:

Woche 1, ab 27.04.: ZF Friedrichshafen, „Learning Challenge 2020. Corporate MOOC to make learning a habit“
Woche 2, ab 04.05.: Porsche, „Das Porsche Learning Lab. Lernen den richtigen Raum geben“,
Woche 3, ab 11.05.: Viessmann, „Viessmann Akademie. Lost in Space oder: wo finde ich den richtigen Lernraum?“
Woche 4, ab 18.05.: qualityminds, „Individuelle Lernräume. Individuelle Lernräume mit agilien Prinzipien öffnen und gestalten“

Weitere Nachrichten zum Ablauf des MOOCamps folgen in Kürze. Das MOOCamp ist übrigens nur ein Projekt, mit dem wir die Corporate Learning Community auf die neuen, veränderten Rahmenbedingungen einstellen (… wobei das MOOCamp schon vor Corona geplant wurde). Das digitale BarCamp (#CLC20Digital), das kürzlich stattfand, ist ein anderes. Die virtuelle Kaffeebar, die wir als Frankfurter Community (#CLC069) nächste Woche starten, ein weiteres.
Corporate Learning Community, 20. März 2020

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Warum Lernen nicht komplett digitalisiert werden kann

24. März 2020 - 13:26

Vorneweg: Das Gespräch kommt noch ganz ohne das Reizwort „Corona“ aus, und auch der Abstand zwischen beiden Gesprächsteilnehmern wäre heute wohl etwas größer. Ich weiß auch nicht genau, von wem man sich mit dem Titel eigentlich abgrenzen will. Und so gibt es dann im Interview einige Stellen, bei denen ich nicke, zum Beispiel, wenn es um die neuen Möglichkeiten geht, die das Netz heute Lehrenden und Lernenden bietet. Und es gibt einige Stellen, bei denen ich denke, okay, ist das entscheidend (wenn es zum Beispiel um den Vorteil handschriftlicher Notizen geht) oder ist das neu (wenn es um die Bedeutung des Zwischenmenschlichen in Lernprozessen geht). Aber bitte selbst reinhören!
Peter Littig, Gespräch mit Peter Baumgartner, Learning Insights, 16. März 2020

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Videoconferencing Alternatives: How Low-Bandwidth Teaching Will Save Us All

23. März 2020 - 7:56

Das Herzstück dieses Artikels ist eine Tabelle mit zwei Achsen: Bandbreite und Unmittelbarkeit. Auf den sich ergebenden Feldern hat Daniel Stanford die Tools („instructional technologies“) eingeordnet, die uns für das Lernen und Lehren zur Verfügung stehen. Die Botschaft: nicht immer sofort und nur an Video-Konferenzen denken!

Die grüne Zone nennt er „Underappreciated Workhorses“, die blaue Zone „Practical Immediacy“, die gelbe Zone „Audio and Video on Demand“ und die rote Zone schließlich „Natural Conversations at a Cost“. Seine Empfehlung:

„I like to encourage faculty to start their online-course design process by imagining how they’d structure each week’s assignments and activities using only the tools in the green zone. Setting these types of strict limits at the start can make it easier to identify creative solutions. It also helps ensure that when you’re ready to consider tools in the other quadrants, you’re more conscious of the tradeoffs that come with moving from the lower left to the upper right areas of the chart.“
Daniel Stanford, IDDblog, 16. März 2020

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Corporate Learning Camp #CLC20Digital

20. März 2020 - 21:50

Mein erster, noch frischer Eindruck: Es hat sich gelohnt, das Corporate Learning Camp nicht einfach zu verschieben, sondern die reservierte Zeit für das Experiment eines virtuellen BarCamps zu nutzen. Nun ist das #CLC20Digital nicht das erste seiner Art gewesen, aber vielleicht doch eines der ersten, das (a) in so kurzer Zeit (b) von der Community selbst und (c) mit so großer Beteiligung umgesetzt wurde.

Den Ausgangspunkt bildete eine ausführliche Beschreibung der Idee eines #CLC20Digital mit dem Link auf ein Google Doc, den Sessionplan, der sich in wenigen Tagen füllte. Am Ende waren es wohl über 70 Sessions, die an beiden Tagen stattgefunden haben. Die zweite Entscheidung betraf die Wahl der technischen Plattform für die Live-Online-Sessions. Sie wurde den TeilgeberInnen selbst überlassen. Viele freiwillige „Technik-Kümmerer“ sorgten dafür, dass sich die Teilgeber ganz auf die Moderation ihrer Session konzentrieren konnten.

Weitere Eindrücke:

  • Die Zahlen sind schon beeindruckend: 436 TeilnehmerInnen habe ich in der Einführung am Donnerstag irgendwann gezählt. Und das System (Zoom) „hielt“. Karlheinz Pape und Simon Dückert führten ruhig und souverän in den Tag ein, natürlich in angemessenem Sitzabstand, und irgendwann hatte auch der letzte Teilnehmer den Button gefunden, um sein Mikrofon auf „stumm“ zu schalten.
  • Ich habe an beiden Tagen an acht oder neun Sessions teilgenommen. Alles lief gut. Natürlich bildeten die Stichworte „Online-Lernen & Lehren“ sowie „Online-Sessions“ auch den roten Faden der beiden Tage: Welche Konzepte, welche Tools gibt es, was funktioniert, was ist zu beachten, wenn man sich online, mt Bild und Ton, austauscht? Viele TeilnehmerInnen sammelten in diesen beiden Tagen nicht nur mit dem Format BarCamp und der Idee der Selbstorganisation ihre ersten Erfahrungen, sondern auch mit den unterschiedlichen, eingesetzten Plattformen und Tools.
  • Apropos Tools: Man Favorit ist nach diesen beiden Tagen Zoom. Auch GoToMeeting wurde von einigen TeilgeberInnen eingesetzt und lief reibungslos. Andere Tools wie Adobe Connect oder Live Webinar habe ich nur einmal gesehen. Und, das kommt einschränkend hinzu: Ich habe an diesen beiden Tagen nur die Teilnehmer-Perspektive erlebt.
  • Sehr interessant fand ich die Versuche, weitere Plattformen und Tools für Aufgaben und Gruppenarbeiten in die 45-Minuten-Sessions einzubinden! Hier wurden zum Beipiel Google Docs, Padlet und Mentimeter eingesetzt, nicht immer ruckelfrei, aber mit dem Mut zum Ausprobieren!
  • Ansonsten, so mein Eindruck, würde wahrscheinlich eine Wiederholung des #CLC20Digital in der nächsten Woche nicht viel anders aussehen. Was den Beteiligten fehlte, waren natürlich die informellen Gespräche beim Kaffee. Hier haben Karlheinz Pape und Simon Dückert sehr schön nachjustiert und am zweiten Tag einen Online-Channel durchgehend geöffnet. Wer hier vorbei kam, hatte so die Gelegenheit, sich mit den Moderatoren oder anderen TeilnehmerInnen abseits der Sessions auszutauschen.

Abschließend: Es war eine neue Erfahrung, ein gelungenes Experiment, das viele Ideen freisetzte und Stoff zum Nachdenken gab. Zwei Tage vor Ort sind wir gewohnt, zwei Tage konzentriert vor dem Bildschirm sind etwas „anderes“. etwas „Neues“. Ich hoffe, dass wir bald wieder frei zwischen beiden Alternativen wählen dürfen!

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Möglichkeiten zur digitalen Unterstützung der Lehre in Zeiten von Corona

19. März 2020 - 17:23

Überall werden derzeit Listen erstellt: mit Ratschlägen, Hilfen, Artikeln und Tools. Natürlich erreichen solche Listen nicht alle Zielgruppen. Wer zum Beispiel noch wenig mit Live-Online-Sessions zu tun hatte, dem hilft eine Aufstellung möglicher Anbieter und Systeme wahrscheinlich nicht weiter. Er/ Sie braucht ein direktes Gespräch oder Coaching. Wer einen Schritt weiter ist, kann solche Online-Hilfen sicher besser nutzen.

Und die Aufstellung von studiumdigitale, der eLearning-Einrichtung an der Goethe-Universität Frankfurt, ist auf den ersten Blick eine der besseren, weil sie ihre Hilfen und Links mit konkreten Szenarien verbindet:

„Szenario 1: Sie möchten eine Vorlesung online zur Verfügung stellen. …
Szenario 2: Sie möchten Ihre Vorlesung live ins Internet streamen. …
Szenario 3: Sie möchten ein Präsenzseminar, eine Übung oder ein Praktikum (Vorbesprechung) durch Onlineangebote ersetzen. …
Szenario 4: Mündliche Prüfungen (Momentan gibt es keine getestete rechtlich abgesicherte Lösung)“

Und erst dann werden Systeme und Tools empfohlen.
studiumdigitale, eLearning an der Goethe-Universität Frankfurt, 19. März 2020 

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#remotelearning: Building Community and Skills

19. März 2020 - 10:24

Lehrende und Lernende sitzen zu Hause vor ihren Rechnern. Eine Gelegenheit, so Silvia Rosenthal Tolisano, neue Schwerpunkte zu setzen, zum Beispiel „to build skills that will support the now literacies (digital citizenship, information literacy, media literacy, network literacy global literacy)“ oder „to build skills that will foster a new sense of community (again not aiming to substitute the same in-person- community we are used to).“

Die Aufzählung geht über in die Beschreibung zweier Online-Spiele und schließt mit folgenden Fragen:
„How could you adapt any of these games, we played as a family virtually with your students? Could you invite another class/students from across town or another country to join? Could you invite the elderly from a nursing home or grandparents from your students? Would you play with a smaller group or an entire class? How would you document learning, community building, skills developed?“
Silvia Rosenthal Tolisano, Langwitches, 18. März 2020

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Bildung unter den Schutzschirm!

18. März 2020 - 14:48

Der Fokus vieler staatlicher Hilfsangebote liegt traditionel) auf den versicherungspflichtig Beschäftigten, schreibt Bernd Käpplinger, Professor für Weiterbildung an der Universität Gießen. Doch was ist mit den Freiberuflerinnen und Freiberuflern, die von der Weiterbildung leben (und von denen die Weiterbildung lebt!). Bildungsträger, Akademien, Hochschulen, Volkshochschulen schließen. Einige setzen jetzt ganz auf digital. Aber nicht für alle in der Weiterbildung ist das Option oder ein Geschäftsmodell.

„Es ist überfällig, das Freiberuflerinnen und Freiberufler besser sozial abgesichert werden. Temporär könnte die Bundesregierung eine große steuerliche Entlastung für freie Berufe mit geringen Einkommen beschließen. Wie reagiert die Nationale Weiterbildungsstrategie agil auf die neue Situation?“
Bernd Käpplinger, Jan-Martin Wiarda/ Blog, 17. März 2020

Bildquelle: jarmoluk (pixabay)

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