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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 1 Stunde 43 Minuten

Chapter 8.7c Artificial intelligence

14. September 2019 - 0:36

Tony Bates überarbeitet gerade sein Online-Werk „Teaching in a Digital Age“. Die zweite Auflage soll auch ein Kapitel über Künstliche Intelligenz enthalten. Einen ersten Entwurf stellt er hier zur Diskussion. Im ersten Teil dieses Kapitels definiert er, was Künstliche Intelligenz eigentlich bedeutet, setzt Kriterien und nennt Beispiele. Im zweiten Teil wirft er einen kritischen Blick auf diese Beispiele. Das führt ihn zu zwei Erkenntnissen:

a) Zum einen steckt in vielen KI-Beispiele gar nicht KI, weil sie eines oder mehrere der gesetzten Kriterien nicht erfüllen, konkret: „… very few so-called AI applications in teaching and learning meet the criteria of massive data, massive computing power and powerful and relevant algorithms.“

b) Zum anderen sieht Tony Bates nicht, dass und wie KI derzeit bei der Entwicklung der so wichtigen Future Skills wie Critical Thinking, Problem-solving oder Creativity unterstützen kann. Denn der Schwerpunkt vieler Beispiele und Anwendungen liegt auf „content presentation and testing for understanding and comprehension“ und zielt auf effizientere Prozesse in der Weiterbildung.

Sein Fazit ist also eher ernüchternd. „Big Data“ ist heute noch die Schwelle, die KI nehmen muss. Aber Tony Bates deutet auch an, wer diese Schwelle nehmen kann:

„In education, AI is still a sleeping giant. ‘Breakthrough’ applications of AI for teaching and learning are probably not going to come from the mainstream universities and colleges, but from outside the formal post-secondary system, through organizations such as LinkedIn, lynda.com, Amazon or Coursera, that have access to large data sets that make the applications of AI scalable and worthwhile (to them).“
Tony Bates, Online Learning and Distance Education Resources, 13. September 2019

Bildquelle: Teaching in a Digital Age
 

 

Kategorien: Lehren und Lernen

„Digital Literacy“ – Erweiterung unseres Dossiers

13. September 2019 - 21:58

Ich habe nicht alle Beiträge im Detail studieren können, aber das Dossier sieht auf den ersten Blick sehr nützlich aus. Die wb-web-Redaktion hat hier versucht, „möglichst viele Angebote und Informationen für Lehrende in der Erwachsenen- und Weiterbildung zusammenzutragen und aufzubereiten“. Konkret: ein Wissensbaustein „Internetrecherche und Wissensmanagement“, verschiedene Blogbeiträge sowie umfangreiche Hintergrundinformationen zu den Begriffen „Digital Literacy“ und „Digitale Grundbildung“, Lehrmaterialien zur digitalen Grundbildung sowie eine Liste mit Netzwerken und Akteuren.
wb-web, News, 12. September 2019

Bildquelle: USA-Reiseblogger (pixabay)

Kategorien: Lehren und Lernen

KI trifft Bildung – 6. scil Trend- & Community Day 2019

12. September 2019 - 20:36

Eine sehr anschauliche und (wie immer) ausführliche Zusammenfassung des 6. scil Trend- & Community Days hat Christoph Meier geschrieben. Ich möchte fast sagen: Langsam werden die Beispiele für das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und Bildung konkreter. So wurden vor Ort unter anderem algorithmenbasierte Empfehlungssysteme, Chatbots, teilautomatisierte Feedback- und Korrektur-Programme sowie ein humanoider Roboter (Lexi/ Pepper) vorgestellt und diskutiert. 

Bildungsverantwortliche, so Christoph Meier mit Blick auf diese Entwicklungen,
„- … müssen sich auf KI einlassen;
– sie müssen in der Lage zu sein, anderen Orientierung zu diesem Thema und den Folgen für Kompetenzentwicklung zu geben;
– und sie sollten allgemeine Leitlinien zum Einsatz von KI kennen und berücksichtigen“.
Christoph Meier, scil-blog, 11. September 2019

Bildquelle: scil

Kategorien: Lehren und Lernen

Learning In The Flow Of Work: Now Available For HR

11. September 2019 - 7:22

Josh Bersin hat seine Idee von „Learning in the Flow of Work“ weiter vorangetrieben. Es gibt jetzt die „Josh Bersin Academy for MS Teams“. Unternehmen können sie installieren, und ihren Mitarbeitern stehen dann die Inhalte der JBA direkt über bzw. in Teams zur Verfügung. „Learning in the Flow of Work“ ist also ein Produkt, ein Geschäftsmodell. Josh Bersin stellt zwei Szenarien vor:

„First, a professional wants to learn something quickly on the job“: Er oder sie kann dann direkt in Teams auf die Online-Bibliothek der JBA zugreifen.

„Second: Professionals Want To Break Out From A Learning Program To Collaborate“: Sie können in Teams ein Thema diskutieren, auch mit Nicht-Abonnenten der JBA. Sogenannte „Conversation Starters“ ermuntern sie dazu.

Ein interessantes Angebot. Ob die Schnittstelle in MS Teams auch für weitere Anbieter und ihre Bibliotheken offen ist, bleibt abzuwarten. Josh Bersin deutet jedenfalls an, dass die beiden vorgestellten Einsatzszenarien nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Und er lehnt sich noch weiter aus dem Fenster: „Third, and even more important, is the way workforce productivity platforms like Microsoft Teams, Slack, Salesforce, and Workplace by Facebook are turning into learning platforms.“
Josh Bersin, 10. September 2019

Bildquelle: Josh Bersin Academy

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Chatting with Chatbots

10. September 2019 - 7:46

Ich weiß nicht, wie es hierzulande aussieht, aber in den Staaten scheint es ein Thema zu sein: der Einsatz von Chatbots an den Hochschulen. Wobei es in den genannten Beispielen ausdrücklich nicht um die Lehre, sondern um die täglichen Fragen des studentischen Lebens geht. Aber die wiederum können sehr vielfältig sein.

Was berichtet also der Artikel? Dass Bots immer umfassender werden („… from admissions to student affairs, career services and even test prep“) und dass Personalisierung der nächste große Schritt ist. Zwei Anbieter werden prominent genannt (AdmitHub, Ivy.ai). Auch Eliza taucht natürlich auf. Schließlich: „Alexander would like to see more institutions doing their own research into how students respond to chatbots.“
Lindsay McKenzie, Inside Higher Ed, 6. September 2019

Bildquelle: Markus Spiske (Unsplash)

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Digital Learning Platforms In, LXP out

9. September 2019 - 23:17

Craig Weiss schreibt: „Too many vendors are using learning experience as part of their pitch, their SEO to attract consumers who do not want an LMS.  Not because they may not need one, but because they are receiving mixed messages.“ Und weil das Branding so konfus ist und weil niemand mehr weiß, wo genau das LMS (die Lernplattform) aufhört und das LXP (die Learning Experience-Plattform) anfängt, schlägt er ein Rebranding vor. Digital Learning Platforms. Wer das Spiel mit Trends, Brands und Bezeichnungen liebt, sollte sich diesen Expertenbeitrag antun.
Craig Weiss, The Craig Weiss Group, 19. August 2019

Bildquelle: geralt (pixabay)

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„Lerngemeinschaft“ statt „Kurs“ – ein alternatives Leitbild für Onlinekurse (MOOCs)

9. September 2019 - 22:41

Schon die Urheber des MOOC-Konzeptes, Stephen Downes und George Siemens, waren mit dem „C“ im Akronym nicht richtig glücklich. Soweit ich mich erinnern kann, war es mehr eine pragmatische Entscheidung für „Course“, weil der #CCK08 halt über einen definierten Zeitraum von 12 Wochen lief und der Begriff „Course“ das besser als der Begriff „Community“ trifft. Ansonsten würden Stephen Downes und George Siemens viele der 13 Punkte, die Jöran Muuß-Merholz hier vorschlägt, sicher mittragen. Vieles ist ja auch schon im Konzept des Connectivism angelegt …

„MOOC“ steht inzwischen für große Onlinekurse. Das „C“ kann aber auch für „Community“ statt für „Course“ stehen. Wie sieht es aus, wenn man sich an „Lerngemeinschaft“ statt an „Kurs“ als Leitbild für das Online-Lernen orientiert? Eine Gegenüberstellung in 13+ Punkten.“
Jöran Muuß-Merholz, J&K – Jöran und Konsorten, 9. September 2019

Bildquelle: OpenClipart-Vectors (pixabay)

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My Top 10 Tools for Learning

6. September 2019 - 11:16

Es ist wieder die Zeit, in der Jane Hart die Top Tools der Community einsammelt. Noch bis Freitag, den 13. September, kann hier abgestimmt werden. Als Anstoß und Erinnerung für mich selbst verlinke ich hier das Votum von Helen Blunden. Vor allem, weil sie ihre Auswahl so schön kommentiert:
1. Google & Bing, 2. Twitter, 3. YouTube, 4. Feedly Pro, 5. Evernote Premium (Personal) & MS OneNote 2016 (Work), 6. MS Teams, 7. Yammer, 8. iTunes Podcasts, 9. Camtasia, 10. DuoLingo
Helen Blunden, Activate Learning Solutions, 30. August 2019

Bildquelle: Helen Blunden

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DGFP Congress 2019 – eine konstruktive Kritik

5. September 2019 - 18:56

Karlheinz Pape war auf dem DGFP-Kongress (#connectingHR) in Berlin und stellt, nicht zum ersten Mal, eine Kluft zwischen den Themen und der Form der Veranstaltung fest. Auf der einen Seite werden neue Rollen von Führungskräften und MitarbeiterInnen diskutiert, auf der anderen Seite wird vor Ort die klassische Aufgabenteilung zwischen Veranstalter und Teilnehmer gelebt. Das geht besser, meint Karlheinz Pape, und hat sicher schon das Corporate Learning Camp in Koblenz (#CLC19KO) im Sinn … 

„Ich wünschte mir die DGFP als die mutig voranschreitende “Führungsorganisation” fürs Praktizieren neuer Formen der Zusammenarbeit. DGFP-Kongresse könnten erlebbare Experimentierfelder für Organisatoren und Teilnehmer sein – gerade heute. Das gilt natürlich für alle Kongresse – egal von wem sie veranstaltet werden. Kongresse sind immer Lern-Events, die nur dann glaubwürdig sind, wenn sie leben was sie inhaltlich transportieren.“
Karlheinz Pape, Corporate Learning, 5. September 2019

Bildquelle: Karlheinz Pape (CC BY 4.0)

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“What makes a Learning Technologist?” – Part 1 of 4: Job titles

4. September 2019 - 18:28

Dieser Beitrag definiert und diskutiert nicht, was einen „Learning Technologist“ auszeichnet. Vielmehr wurde gefragt: „What is your current job title?’ und ‘What would your ideal job title be?“ Die Antworten sind natürlich sehr heterogen, einige finden sich mit dem Titel in ihrer aktuellen Rolle gut getroffen, einige wünschen sich gerne eine andere Bezeichnung. So enthält der Beitrag schließlich auch eine Liste mit fast 50 Alternativen – von „Academic Course Developer“ bis „Technology Enhanced Learning Manager“! Der Autor weist dann noch darauf hin, dass vor allem die Begriffe „digital“ und „design“ bei der Suche nach treffenden Jobtiteln derzeit hoch im Kurs sind. Und das gilt sicher nicht nur für die britische ALT Community, aus deren Kreis die meisten Antworten stammen.
Daniel Scott, #ALTC Blog, 2. September 2019

Bildquelle: Association for Learning Technology

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Wer ist Datenliterat*in – neuer Data-Literacy-Kompetenzrahmen

3. September 2019 - 14:22

Hinter dieser Nachricht des Hochschulforums Digitalisierung stecken zwei Dokumente, beide über 100 Seiten stark: „Data Literacy: Ein Systematic Review“ (HFD-Arbeitspapier Nr. 46) und „Future Skills: Ein Framework für Data Literacy“ (HFD-Arbeitspapier Nr. 47). Das erste Arbeitspapier liefert die Grundlagen, das zweite bietet einen Data-Literacy-Kompetenzrahmen. Da ich die Dokumente noch nicht lesen konnte, gebe ich an dieser Stelle einige Zeilen des Hochschulforums wieder:

„Data Literacy umfasst laut der Studie weit mehr als bloßes Faktenwissen. Die Haltung, mit Daten wissenschaftlich wie ethisch korrekt umgehen zu wollen, muss die Fachkenntnisse ergänzen, damit von wahren Datenliteraten die Rede sein kann. Dementsprechend unterscheidet der Data-Literacy-Kompetenzrahmen die Kompetenzdimensionen Wissen (Knowledge), Fähigkeiten (Skills), Haltung (Attitude).“

Beide Arbeitspapiere stehen online zur Verfügung.
Hochschulforum Digitalisierung, 2. September 2019

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Selbststeuerung – die stille Revolution des Lernens

2. September 2019 - 15:13

Sandra Nowak hat gerade ihre Masterarbeit über die Förderung des selbstgesteuerten Lernens geschrieben, und im Gespräch mit Herwig Kummer wird das Spielfeld vorsichtig ausgelotet. Natürlich spielt sich Selbststeuerung irgendwo zwischen Unternehmenskultur, Führungskräften und MitarbeiterInnen ab, aber welchen Beitrag kann die Personalentwicklung leisten? Dazu Sandra Nowak:

„Eine moderne Personalentwicklung bietet gerade in der Selbststeuerung aktiv Begleitung und Unterstützung an und bindet auch die Führungskräfte dabei ein. Wenn Mitarbeiter diese Unterstützung erleben, entsteht Engagement für die eigenen Lernprozesse.

Für die Personalentwicklung heißt dies konkret, Austausch untereinander fördern, selbstgesteuerte Formate zur Verfügung stellen und Sparringpartner für Führungskräfte sein.

Hilfreich ist es auch, Wissen von Einzelnen sichtbar zu machen und für alle in der Organisation zur Verfügung stellen, also ein aktives Wissensmanagement zu implementieren.“
Herwig Kummer, Gespräch mit Sandra Nowak, personaleum, 1. September 2019

Bildquelle: Songeunyoung (Unsplash)

 

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Knowledge Management and Reuse in Virtual Learning Communities

30. August 2019 - 10:09

Nehmen wir zum Beispiel die Corporate Learning Community. Unzählige Aktivitäten, von den großen Camps, den Webinaren, den MOOCs bis zu den regionalen Netzwerktreffen, auf verschiedenen Plattformen wie Twitter, Facebook oder Xing. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Viel User-Generated Content, entwickelt von den Mitgliedern des Netzwerks. Regelmäßig gibt es Versuche, hier etwas Ordnung zu schaffen und Orientierung zu bieten. Konventionen wie Hashtags gehören dazu. Auch das Aufbereiten von Ereignissen und Themen für die Webseite colearn.de in Form von Blogbeiträgen oder Regionalseiten ist ein Versuch, Erfahrungen für andere zugänglich zu machen. Aber diese Anstrengungen laufen den wirklichen Aktivitäten natürlich immer hinterher, und es ist immer wieder eine Abwägung, ob man seine Energie lieber in die Aufbereitung vergangener oder in die Planung zukünftiger Aktivitäten steckt.

Das als Vorspann. Denn der vorliegende Artikel nimmt genau diese Frage auf: „One of the main sources of knowledge in the web is the social networks and especially online communities because they contain human experiences which are considered as a rich source of information. This knowledge is in the most cases unstructured and is in the form of discussions organized generally by topics. If that knowledge could be represented and stored in order to be reused, it would facilitate the knowledge acquisition by members.“

Um hier eine Antwort zu finden, schauen sich die AutorInnen zuerst bereits vorliegende Studien zum Thema an. Einen Ausgangs- bzw. Vergleichspunkt bietet ihnen der „Knowledge Reuse Process“ (M. Lynne Markus). Anschließend entwickeln sie ein eigenes „Framework for Knowledge Management in Virtual Learning Communities“ (1. Content extraction and normalization; 2. Knowledge extraction; 3. Knowledge capitalization, formalization and storage; 4. Knowledge recommendation). Eine schnelle Lösung des Problems ist jedoch nicht sichtbar. Wie auch immer: Ohne maschinelle Unterstützung (Natural Language Processing) wird es nicht gehen.
Houda Sekkal, Naila Amrous und Samir Bennani, International Journal of Emerging Technologies in Learning, Vol 14, No 16, August 2019

Bildquelle: Chris Potter (Flickr, CC BY 2.0)

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Creating a learning culture in six digitally disruptive steps

29. August 2019 - 11:04

Ich muss vorwegschicken, dass mich solche Überschriften eher abhalten als motivieren, den folgenden Artikel zu lesen. Eine Lernkultur in sechs Schritten? Ohne die Unternehmenskultur zu erwähnen? Hinzukommt, dass mir beim Stichwort „Lernkultur“ – hier ist es eine „digitally enhanced learning culture“ – noch ein paar andere Dinge einfallen, die der Autor unerwähnt lässt. Was nicht heißt, dass die folgenden Punkte falsch oder unwichtig wären. Im Gegenteil.

1. Content strategy
(gut: „Companies with high engagement levels now see the majority of their engagement come from both user generated content; and most importantly, the digitisation of the tacit knowledge of their trusted experts across the business.“)
2. Modern learning design …
3. Data and analytics …
4. New skill-sets …
5. Enabling Technology …
6. Learning Leadership …
Steve Dineen, LinkedIn/ Pulse, 28. August 2019

Bildquelle: Annie Spratt (Unsplash)

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Hologramm-Professor hält Vorlesung

28. August 2019 - 23:07

Die Nachricht macht gerade die Runde. 15.000 Kilometer Unterwasserkabel wurden verlegt, damit Studierende auf den Samoa-Inseln an der Vorlesung teilnehmen können, die Umweltwissenschaftler Chris Shuler an der Universität Hawaii in Honolulu hält. 15.000 Kilometer Unterwasserkabel – für eine Vorlesung? Ich hoffe, die Verantwortlichen haben noch ein paar weitere Use Cases in der Hinterhand.
Spiegel Online, 28. August 2019 

Bildquelle: @HawaikiCable

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How the Workforce Learns in 2019: User-Generated Content

28. August 2019 - 11:57

Degreed („The Lifelong Learning Platform“) bringt in den nächsten Tagen seinen jährlichen Report heraus. Der vorliegende Artikel ist also so etwas wie ein Appetizer. Seine Botschaft, die die Lernexperten aus mehreren Befragungen ziehen: „Simply put, it’s rare for workers to generate learning content. Among those who do, user-shared and user-discovered content is much more common than user-created.“

Jetzt kann man sagen: Na klar, es ist natürlich einfacher, auf eine Frage im Netzwerk zu reagieren oder den Link auf einen interessanten Artikel weiterzugeben, als selbst etwas zu schreiben oder gar zu filmen. Aber der Artikel gibt hier nur ein Ergebnis weiter: Ob und wie Learning & Development seine User-Generated Content-Strategie (soweit vorhanden) anpasst, ist eine andere Sache. 
Todd Tauber, Degreed Blog, 13. August 2019

Bildquelle: Degreed

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Messenger-Projekt: Der Mauerfall und ich

27. August 2019 - 12:44

Ein weiteres Messenger-Projekt ist gestartet. Messenger-Projekt heißt: Wir können einem Protagonisten und seinen Nachrichten über einen Dienst wie WhatsApp oder Telegram folgen. Im letzten Herbst war es Kurt Eisner („Ich, Eisner! 100 Jahre Revolution in Bayern“), dann folgte Joseph von Fraunhofer („Hallo, Joseph! #WHATSNEXT“) und jetzt die fiktive 19-jährige Leipziger Studentin Kathrin, die uns an ihrer persönlichen Geschichte des Herbstes 1989 teilhaben lässt. In der Ankündigung heißt es: „Zusätzlich zu den Nachrichten werden zentrale Begriffe aus der DDR-Geschichte und der Friedlichen Revolution erklärt und sind direkt im Messenger abrufbar. Nutzer können Kathrin auch zurückschreiben und eigene Fragen stellen.“

Storytelling via Messenger-Projekt. Ich habe mich jedenfalls gleich angemeldet und die erste Nachricht von Kathrin erhalten …

Bundeszentrale für politische Bildung, August 2019

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Automatisierte Produktion von Lernressourcen: Sammlungen, Quizzes, Bücher, Videos, etc.

26. August 2019 - 8:19

Christoph Meier (scil) hat zum Stichwort „Automatisierung“ einige Beispiele zusammengetragen und kommentiert. Das Kuratieren von Lernressourcen ist dabei nur ein Aspekt. Produktion meint: Programme lesen Texte aus und erstellen anschließend kurze Wissenstests. Oder sie scannen Forschungsdatenbanken und stellen Fachbücher zu bestimmen Themen zusammen. Oder sie erstellen aus vorhandenen Videosequenzen einer Person und später aufgenommenen Sprachaufzeichnungen neues Video.

„Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung ergeben sich auch neue Möglichkeiten der Produktion von medialen Inhalte bzw. Lernressourcen. Für Bildungsverantwortliche und Inhalte-Entwickler ist es ratsam, diese Entwicklungen im Blick zu behalten.“
Christoph Meier, scil-blog, 24. August 2019

Bildquelle: scil

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Die Kunst zu lernen

23. August 2019 - 19:56

Über Andreas Wittke bin ich auf diese Ausgabe des stern gestoßen. Denn dort wurde nicht nur der Hirnforscher Martin Korte über die „Kunst zu lernen“ interviewt, sondern auch „in einer großen Umfrage die besten Weiterbildungsangebote für Schüler und Erwachsene ermittelt“. Dafür hat man mit dem Institut statista zusammengearbeitet und von Nutzern die Lernqualität, das Preis-Leistungs-Verhältnis von sowie die Zufriedenheit mit Bildungsanbietern einschätzen lassen. Diese wurden dann in verschiedene Rubriken eingeteilt: Fernstudium, Fernschulen, Duales Studium, Business Schools, Berufliche Weiterbildung, Sprachlehrinstitute.

In der Rubrik „E-Learning allgemein“ umfasst die Ergebnisliste vier Anbieter: 1. oncampus, 2. Udemy, 3. Haufe Akademie, 4. Lecturio. Dann gibt es noch die Rubriken „Apps und E-Learning Sprachen“ (1. Duolingo, 2. Babbel, 3. Memrise) und „Trainings-Apps“ (1. FahrenLernen, 2. Fahrschulcard, 3. Theorie 24 Führerschein App).
stern, Nr. 35, 22. August 2019

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Entwicklung der Lernprofis: Welche digitalen Kompetenzen sie in Zukunft benötigen

23. August 2019 - 11:34

Die scil-ExpertInnen haben sich ja schon an verschiedenen Stellen mit den neuen Anforderungen beschäftigt, die heute und morgen an Learning & Development herangetragen werden. Vor allem die Digitalisierung ist ein mächtiger Treiber, der neue Rollenprofile mit sich bringen wird. Der vorliegende Artikel skizziert beispielhaft: Experten für (Kompetenz-)Diagnostik; Kuratoren digitaler Lernmaterialien; Video-/AR-/VR-Autoren für das Entwickeln immersiver Lernumgebungen; Fachpersonen für das (teil-) automatisierte Erstellen von Lerninhalten.
Sabine Seufert, Christoph Meier, Judith Spirgi, in: Wirtschaftspsychologie aktuell, 2/ 2019, S. 53–56

Bildquelle: ATD

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