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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 1 Stunde 41 Minuten

Flipped-Vernetzung

9. April 2021 - 11:17

In Online-Veranstaltungen bleibt die Vernetzung der Teilnehmenden oft auf der Strecke. Vor allem dann, wenn es sich um Konferenzen, also einmalige Events, handelt. Nele Hirsch spielt deshalb in diesem Beitrag einige Varianten einer Vorab-Vernetzung durch. Daher auch die Anlehnung an den Flipped Classroom. Ihre Vorschläge hat sie in folgende Kapitel sortiert und näher erläutert:

1. Vorgezogene Vorstellungsrunde …
2. Impulsfrage und Antworten …
3. Fragen/ Themen sammeln …
4. Freiwillige suchen …
5. Gemeinschaftserlebnisse schaffen …
6. Bastel- und Bauprojekte …
7. Mentor:innen-Programm …
8. Peer-to-Peer Lerngruppe …

„Auch wenn ‘Zoom-Fatigue’ nach gut einem Jahr Corona-Pandemie in Deutschland sehr verständlich ist, so fällt mir bei der Vorbereitung von online-Veranstaltungen doch immer wieder auf, wie vieles sich noch besser gestalten und neu erkunden lässt. Für das Thema Flipped-Vernetzung gilt das in jedem Fall.“
Nele Hirsch, eBildungslabor, 7. April 2021

Bildquelle: Chris Potter (flickr, CC BY 2.0)

Kategorien: Lehren und Lernen

Communities, Challenges, Curiosity, and Coaches — A Corporate Learner in 2030

9. April 2021 - 8:17

Für das von Stefan Güldenberg, Ekkehard Ernst und Klaus North herausgegebene und in diesen Tagen erschienene Werk „Managing Work in the Digital Economy. Challenges, Strategies and Practices for the Next Decade“ durfte ich einen kleinen Essay beisteuern. Hier das Abstract:

„In 2030, many companies will no longer run Learning & Development departments. Instead, the focus will be on the 4 C’s: Communities, Challenges, Curiosity, and Coaches. More self-responsibility for one’s own development, more involvement in communities and practical projects, and continuous feedback from superiors, peers, and experts. A short journey into the future gives first insights into their implementation.“

Robes J. (2021) Vignette: Communities, Challenges, Curiosity, and Coaches — A Corporate Learner in 2030. In: Güldenberg S., Ernst E., North K. (eds) Managing Work in the Digital Economy. Future of Business and Finance. Springer, Cham

Bildquelle: Markus Winkler (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

Own your learning – Selbstreguliertes Lernen

8. April 2021 - 20:18

„Hinter dem Begriff „selbstreguliertes Lernen“ verbirgt sich mehr als wir üblicherweise im Blick haben“, schreibt Christoph Meier. Und er zeigt am Beispiel der Reflexionen eines Studierenden und eines Modells des selbstregulierten Lernens, welche Gestaltungsaspekte hier mitgedacht werden müssen – von der Methodenauswahl bis zur Steuerung sozialer Prozesse. Eigentlich verdient dieser Beitrag von Christoph Meier eine längere Würdigung, aber die muss ich auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

„Wenn die Erwartung formuliert wird, dass sich Studierende oder Beschäftigte Themen und Inhalte anhand von Texten, WBT oder den Materialien in einer LXP selbst erarbeiten, dann müssen wir auch im Blick behalten, welche Kompetenzen und Ressourcen dies erfordert. Und wir müssen darauf achten, ob sie tatsächlich in der Lage sind, selbstreguliert Inhalte in effektiver und effizienter Weise zu erarbeiten – und welche Unterstützung hier vielleicht erforderlich ist… „

Bildquelle: Christoph Meier

Christoph Meier, scil/ Blog, 29. März 2021

Bildquelle: Stephanie Valencia (Unsplash) 

Kategorien: Lehren und Lernen

Digitale Bildungsnachweise – Der Stand 2020 in Deutschland und Europa

8. April 2021 - 11:29

Es erleichtert die Lektüre dieser 24 Seiten, das vorweg, wenn man Berührungspunkte mit dem Thema hat. Zwar ist der Ausgangspunkt relativ klar und einfach: Es geht um die Ablösung unserer klassischen, papiergebundenen Zeugnisse und Zertfikate durch digitale Bildungsnachweise, also „Digital Credentials“ (DC), ein Thema, an dem seit zehn Jahren kräftig, wenn auch meist im Hintergrund geschraubt wird. Doch in den hier vorgestellten Projekten stehen technische Standards, Konventionen und Schnittstellen im Vordergrund, die über nationale Grenzen hinweg ausgehandelt werden müssen.

Das Dokument versucht eine Übersicht und stellt zuerst „übergreifende politische Projekte“ und anschließend „fokussierte Bottom-up-Projekte“ vor. In die letztgenannte Kategorie fallen auch die Stichworte „Badges“ und „Blockchain“, die mich besonders interessiert haben. Wer hier eine komprimierte Aufzählung aktueller Stakeholder und Projekte sucht, wird fündig. Der Autor weist zudem auf einige Punkte hin, die sich in der Diskussion quasi unter der Hand festgesetzt haben, zum Beispiel die Lesart von Badges als „Microcredentials“.

Hier ein Auszug aus dem Kapitel „Ausblick“:
„Entscheidend für die nachhaltige Einführung digitaler Bildungsnachweise wird sein, wie eindeutig und stark die Incentives für die drei wichtigsten Stakeholder in diesem Prozess – Lernende, Bildungsanbieter und Arbeitgeber – herausgearbeitet werden können. …
– die vereinfachte Sichtbarmachung und Verwaltung individueller Lernleistungen für Lernende, etwa in OnlinePortfolios und Wallets,
– die bessere Vermarktung von Bildungsangeboten für Anbieter, etwa durch automatische Vorschlagssysteme, und
– erleichterte bzw. zielgenauere Recruiting-Prozesse für Arbeitgeber durch vereinfachtes Matching von Stellen mit Bewerber:innen.“
Robert Rentzsch, Institut für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin, Februar 2021

Kategorien: Lehren und Lernen

Making the Massive Intimate: Building a Lasting Learning Community

8. April 2021 - 8:50

Ein Erfahrungsbericht und ein lesenswerter Artikel: Die Autorin beschreibt, wie sich ihr klassisch ausgerichteter Massive Open Online Course in edX in eine Learning Community entwickelt hat, die über das formale Kursende hinaus Bestand hatte. Dabei hatte sie gar nicht die Intention, das vorgegebene Format aufzubrechen. Sondern sie ist mehr ihrem pädagogischen Instinkt (und einigen Leitideen) gefolgt. Alles andere hat sich im Laufe der Zeit ergeben, denn der Kurs, ein Spanisch-Kurs zur Prüfungsvorbereitung, wurde mehrmals wiederholt.

Drei Faktoren, so schreibt sie zurückblickend, waren für diese Richtungsänderung ausschlaggebend: „… hacking the LMS, repositioning my role as an instructor, and letting go of control.“ Darauf geht sie in ihrem Beitrag näher ein, um abschließend festzustellen: „What started as a course to prepare students for a standardized test ended up as a means of fostering connections — linguistic, cultural, personal and professional — thereby suggesting the creative potential of online education.“

Ach ja, und schließlich erinnert sie sich und uns an die Möglichkeiten, die in Online-Formaten wie MOOCs bzw. cMOOCs stecken.
„In conclusion, my experience with this MOOC has led me to believe that there is still a great potential for this type of course. They may not have achieved their lofty goals of democratizing education, and their completion rates are not high, but they can have other positive outcomes. The diversity in the student population and the intrinsic motivation of the learners allow for gains that many of us educators did not predict. In addition to the age and cultural diversity there was also a diversity of learning goals. If we look beyond a traditional model of education, one rooted in a fee-per-credit system, there is perhaps no need to “complete” a course.“

Ich würde hier am liebsten noch weitere Sätze zitieren, aber bremse mich einmal …
Molly Monet-Viera, Hybrid Pedagogy, 7. April 2021

Bildquelle: Jon Tyson (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

Kamera an oder aus? Das ist hier die Frage. Entscheidungsanregungen für die Online-Lehre

31. März 2021 - 22:45

Was in der Erwachsenenbildung oder in Arbeitsmeetings meist keine Frage ist, ist in der Hochschullehre seit März letzten Jahres ein wiederkehrendes Thema: die ausgeschalteten Kameras der Studierenden. Widerstrebende Interessen prallen hier aufeinander. Eine Lösung enthält der vorliegende Beitrag auch nicht. Aber er bietet eine Grafik zur Entscheidungsfindung an. Auf ihr sehen Lehrende, dass bestimmte Ziele wie das Beobachten von Fähigkeiten, eine aktive Beteiligung oder eine Stärkung des Gemeinschaftsgefühls nicht nur über eingeschaltete Kameras erreicht werden können.

Die Grafik stammt ursprünglich von Lindsay Masland vom Center for Academic Excellence der Appalachian State University. Und der Beitrag verlinkt auf weitere Artikel zum Thema.
Katharina Fischer, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 31. März 2021

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ENC133 – mmb-Institut und DFKI mit Ulrich Schmid

31. März 2021 - 10:47

Das mmb Institut, „Denkwerkstatt und Impulsgeber für die Innovation von Bildung und Lernen“, ist ja an vielen Bildungsprojekten und -diskussionen hierzulande beteiligt – beratend, konzipierend, moderierend, evaluierend. Die Spanne reicht von Blended Learning über Augmented Reality bis zur Künstlichen Intelligenz in der Bildung. Hinzu kommen eigene Reports wie die jährlich erscheinenden Trend- und Branchenmonitore. Von daher lohnt sich das Gespräch (59:25 Min.) zwischen Ulrich Schmid (mmb) und Thomas Jenewein (SAP), das mit KI und dem KI-Campus beginnt und bei persönlichen Lernroutinen endet.
Education NewsCast, openSAP, Episode 133, 29. März 2021

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Makers, Marketplaces and MOOCs. The Anatomy of Online Course Platforms.

30. März 2021 - 22:50

Die Analysten von HolonIQ haben die globale „online course platform landscape“ vermessen und sind zu einem interessanten Schaubild gekommen. „Interessant“, weil sie große Plattform- und Kurs-Anbieter sowie kleinere Entwicklungsumgebungen auf eine einzige Matrix platziert haben. Unterschiede machen sie an der unterschiedlichen „Content Strategy“ und „Distribution Strategy“ der einzelnen Unternehmen fest. „Zunehmende Überlappungen“ lautet ihr Fazit.

Die vier „Online Course Platform“-Modelle lauten: Maker, Marketplace, DIY und MOOC. Zur Kategorie „Marketplace“ werden beispielsweise Anbieter wie LinkedIn Learning oder Udemy gezählt. „MOOC“ umfasst unter anderem Coursera, edX und FutureLearn, also auch Anbieter, die sich schon lange vom MOOC-Label verabschiedet haben. Und „DIY“ meint klassische Lernplattform-Anbieter wie Moodle oder Blackboard.

„Online Course Platforms (OCP’s) have evolved markedly since the original LMS technology provided a platform for delivering content and learning online. 20 years later, a thriving market has emerged, offering a variety of options for learners and four dominant, but increasingly overlapping models.“
HolonIQ, 18. März 2021 

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Digitalisierungsgrad der Bevölkerung erreicht neuen Höchststand: Vor allem Junge und gut Gebildete fühlen sich als GewinnerInnen der Digitalisierung

29. März 2021 - 19:09

Eigentlich wollte ich den Blog diese Woche schon in die Osterferien schicken, aber nun sind doch noch einige Nachrichten eingelaufen, die ich hier kurz festhalten will. Dazu gehört auch der D21-Digital-Index, das „jährliche Lagebild zur digitalen Gesellschaft“, das von der Initiative D21 e. V. herausgegeben wird. In der Pressemitteilung aus dem Februar heißt es einleitend:

„Die Nutzung digitaler Anwendungen und Dienste stieg im durch Corona geprägten Jahr 2020 deutlich an – sowohl im Privaten als auch im Berufsleben, dort insbesondere bei Bürotätigkeiten. Alltägliche Aktivitäten verschoben sich stärker in den digitalen Raum, ob Kultur, Bildung, Kommunikation, Unterhaltung, Einkaufen oder Arbeit. Besonders stark stieg die Nutzung von Streamingdiensten (plus zwölf Prozentpunkte), digitalen Lernangeboten (plus elf Prozentpunkte) und von Sprachassistenten an (plus elf Prozentpunkte). Der Anteil der Menschen, die im Homeoffice arbeiteten, verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 32 Prozent (59 Prozent bei Bürojobs).“

Einen wiederkehrenden Schwerpunkt der Studie (68 Seiten) bildet natürlich die Untersuchung des Digitalisierungsgrads der Bevölkerung. Hier fließen auch die digitalen Kompetenzen der Befragten als ein Baustein ein. Konsequenterweise orientiert sich ihre Darstellung jetzt am DigComp, dem europäischen Rahmenmodell für digitale Kompetenzen. Darüber hinaus enthält die Studie drei thematische Schwerpunkte: Digitales Arbeiten, digitaler Unterricht und digitale Gesundheit. Hier finden sich viele weitere Daten, Hinweise und Empfehlungen.
Initiative D21 e.V., Pressemitteilung, 24. Februar 2021

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Chatbots in der (Hochschul-)Lehre

29. März 2021 - 10:23

Mit „künstlichen Interaktionspartner*innen“, „intelligenten digitalen Assistenzsystemen“ oder einfach „Chatbots“ beschäftigt sich diese Ausgabe des fnma Magazins. Vier kurze Beiträge widmen sich dem Schwerpunktthema. Es geht um eine Systematisierung von Einsatzfeldern in Lehre und Verwaltung, einen „Studicoachbot“ sowie einen Evaluationsansatz zum Einsatz von Chatbots. Die Projekte, zu denen die Stichworte gehören, sind gerade angelaufen. Bis wir erste Erfahrungsberichte erwarten dürfen, wird also noch etwas Zeit verstreichen. 
fnma Magazin 01/2021, 26. März 2021

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Domain of One’s Own

26. März 2021 - 21:50

Jede/r Lernende erhält von der Schule oder Hochschule, die er/ sie besucht, einen persönlichen Webspace, der frei genutzt werden kann. Als private Ablage oder für offen zugängliche Beiträge. Am Ende der Ausbildung können alle Inhalte und Medien mitgenommen und weiter verwendet werden. Die Idee von Domain of One’s Own (DoOO) ist 2012 an der University of Mary Washington entstanden. In Deutschland hat das Projekt meines Wissens noch keine Nachahmer gefunden. Jetzt hat sich die Hamburg Open Online University (HOOU) auf den Weg gemacht, ein Projekt gestartet und in einem Workshop darüber berichtet. Karlheinz Pape war von der Idee ganz begeistert und hat sie gleich mit dem Jahresmotto der CLC, „Wissen teilen“, verknüpft.
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community, 25. März 2021

Bildquelle: https://domain-of-ones-own.de

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Die Zukunft der Personalentwicklung

26. März 2021 - 15:49

Es geht um einen „radikalen Wandel“, so Werner Sauter, um den Übergang von „fremdorganisierter, seminaristischer Personalentwicklung zur selbstorganisierten Werte- und Kompetenzentwicklung“. Was diesen Übergang notwendig macht, was Bausteine des geforderten Werte- und Kompetenzmanagements sind und welche neuen Rollen die Beteiligten (Mitarbeitende, Teams, Führungskräfte, Personalentwicklung) hier einnehmen, wird in diesem Beitrag beschrieben.

„Lernkonzeptionen mit zunehmender Selbstorganisation und Eigenverantwortung der Mitarbeiter haben zur Folge, dass die heutigen Personalentwickler entweder ihre Rolle verlieren oder sich zu Werte- und Kompetenzmanagern wandeln.“
Werner Sauter, Blog, 21. März 2021

Bildquelle: Aziz Acharki (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

Data Literacy – schön wär’s!

25. März 2021 - 14:42

Es beginnt als Plädoyer für mehr Data Literacy bzw. Datenkompetenz. Und die allgegenwärtige COVID-19-Pandemie liefert Gunter Dueck natürlich ausreichend Anschauungsmaterial. Und so kommen zur Datenkompetenz ganz schnell noch Urteilskraft und Plausibilitätssinn hinzu. Kurz: Bildung und kritisches Denken.
Gunter Dueck, MERTON – Onlinemagazin des Stifterverbandes, 22. März 2021

Bildquelle: Mika Baumeister (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

EdTech-Kompass – Orientierung bei Bildungstechnologie-Unternehmen

24. März 2021 - 17:27

Das Hochschulforum Digitalisierung hat jetzt einen EdTech-Kompass veröffentlicht. Dazu heißt es: „Im europäischen Vergleich verzeichnet Deutschland relativ wenig Unternehmensgründungen im Bildungsbereich. Dennoch bieten auch heute schon innovative Start-ups Lösungen und sinnvolle Werkzeuge für digitale Lehre an. Dieses Potenzial will das Hochschulforum Digitalisierung mit dem EdTech-Kompass sichtbar machen.“

Mit dem Kompass kann ich zwischen Schulbildung, Hochschulbildung, Beruflicher Bildung und Lebenslangem Lernen wählen. Habe ich einen Bereich ausgewählt, zum Beispiel „Berufliche Bildung“, erscheinen verschiedene Kategorien: Bildungsmanagement, Dienstleistungen, Gamification, Kommunikation, Lehrevaluation, Lern-App, Lernplattform und Umfragesystem. In den einzelnen Kategorien finden sich, Stand heute, zwei oder drei Lösungen, die dann steckbriefartig vorgestellt werden, meist auch mit einem kurzen Erklärvideo. Man kann wohl weitere EdTech-Unternehmen, die in den EdTech-Kompass aufgenommen werden sollen, vorschlagen.

Es gibt übrigens auch ein Diskussionspapier zum Thema („EdTech-Start-ups und Bildungsinstitutionen zusammenbringen“, 9 S.), das die Lage aus Sicht der Hochschulen beschreibt und Herausforderungen und Handlungsempfehlungen enthält.
Barbara Wagner, Hochschulforum Digitalisierung, 24. März 2021

Kategorien: Lehren und Lernen

Google-Zertifikate: Angriff auf die klassische Hochschule?

23. März 2021 - 16:47

„Müssen sich die Hochschulen angesichts neuer Abschlüsse, die Google jetzt anbietet, bald warm anziehen?“ Konkret geht es um die sechs-monatigen Ausbildungen zum Data Analyst, Project Manager und UX Designer, mit denen der IT-Konzern vor einigen Monaten an die Öffentlichkeit gegangen ist. Das gut moderierte und geschnittene Video versammelt einige Antworten auf diese Frage. Sie stammen von Manuel Dolderer (CODE-University), Oliver Janoschka (Hochschulforum Digitalisierung), Johannes Heinlein (edX) und Monika Gross (HRK).

Für die Hochschulen, so der Tenor der Befragten, heißt es: Offen sein für neue Entwicklungen und Anforderungen, aber kein Grund, alles über Bord zu werfen. Manuel Dolderer plädiert für einen sympathischen Disclaimer, der über dem Google-Angebot stehen sollte. Sinngemäß: „Dieser Kurs wird dir helfen, in sechs Monaten einen Job zu finden; aber dieser Kurs bereitet dich nicht darauf vor, in zehn Jahren mit den dann aktuellen Herausforderungen umzugehen.“
Stifterverband/ Michael Sonnabend, YouTube, 11. März 2021     

Kategorien: Lehren und Lernen

From Headache to Helpful — Teachers on Using TikTok in the Classroom

23. März 2021 - 8:36

Die Zeile, die mich in diesem Bericht anspricht: „… teachers are finding creative ways to meet students where they are“. Genau, das wäre auch hierzulande eine schöne Idee. Und die damit verbundene Perspektive ist natürlich nicht auf LehrerInnen und TikTok beschränkt. TikTok, für den Fall der Fälle, ist eine Video-basierte Social Media-Plattform, die gerade unter Jugendlichen sehr beliebt ist.

„So what does it look like to meet students where they are when that place is TikTok? According to members of the #TeachersOfTikTok and #learnonTikTok communities — common hashtags that educators use, with 7.6 billion views and 77.2 billion views, respectively — teachers are using the platform to craft bite-sized micro lessons or assignments, learn from colleagues, start TikTok clubs, and connect with students.“
Paige Tutt, Edutopia, 19. März 2021

Bildquelle: Hello I’m Nik (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

Meine Keynote zum Thema „Lernen“

22. März 2021 - 7:58

„Meine Keynote“ bezieht sich in diesem Fall auf Harald Schirmer, Manager Digital Transformation & Change bei Continental. Er hatte kürzlich 25 Minuten Zeit, um Lernen und den Arbeitsalltag von Führungskräften zusammenzubringen. Am Anfang stehen drei Fragen zur Selbstreflexion:

„1) Ist Euch Lernen wichtig? …
2) Hast Du Lernzeit im Kalender nächste Woche geblockt? Wichtige Dinge stehen im Kalender, damit auch Zeit dafür ist. „Kalender lügen nicht“. …
3) Verteidigst Du Deine Lernzeit (warum muss man das überhaupt?) – z.B. wenn Dein Chef, ein Kunde, ein Mitarbeiter … oder einfach eine Benachrichtigung dich stört. Interessanter Weise stellen Wenige die Priorität von Meetings in Frage …“ 

Es folgen konkrete Lebenshilfen und Beispiele: Lernfrühstück, Social Learning, Lerndiversität, Microlearning. Es gibt auch eine Aufzeichnung der Keynote (noch nicht gesehen) und weitere Links.
Harald Schirmer, Blog, 21. März 2021

Bildquelle: Campaign Creators (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

Adorno heute: Netflix, Sex & Dialektik der Aufklärung

19. März 2021 - 14:46

Die „Dialektik der Aufklärung“ war eines der zentralen Bücher meines Studiums. Ich habe gerade die Fischer-Taschenbuchausgabe vom Juli 1982 noch einmal in die Hand genommen, um mich zu vergewissern, dass ich das Werk auch ganz gelesen habe. Und, ja, es gibt bis zur letzten Seite Unterstreichungen und Anmerkungen, aber die Lektüre, soweit erinnere ich mich noch, war „Arbeit“.

Jetzt hat Gert Scobel dem Buch ein ganzes Video gewidmet und es in sieben Kapiteln zusammengefasst. 33 Minuten braucht er dafür. Er beginnt mit dem Hinweis auf ein Revival der Kritischen Theorie (von dem ich gar nichts mitbekommen habe). Und er endet mit den aktuellen Erscheinungsformen der Kulturindustrie, dem Überwachungskapitalismus, Netflix und Filterblasen. Ich lasse das Buch jedenfalls mal auf dem Schreibtisch liegen …

„Ein Begriff ist für die intensive Wirkung der Dialektik der Aufklärung von besonderer Bedeutung: der Begriff der Kulturindustrie. Gemeint ist eine industriell gesteuerte Form der Kultur, in der sich zeigt, dass Aufklärung und Rationalisierung letztlich nichts anderes sind als ein gigantischer Massenbetrug.“
Scobel, YouTube, 18. März 2021 

Kategorien: Lehren und Lernen

Our 2020 State of the Commons Report Is Here!

19. März 2021 - 12:31

Ohne die Creative Commons-Lizenzmodelle sind Open Education und Open Educational Resources (OER) nicht denkbar. Beide Stichworte tauchen deshalb auch im neuen Jahresbericht immer wieder auf. Er gibt einen guten, komprimierten Überblick über vergangene und laufende Projekte und Aktivitäten. Ein interessantes Stichwort, das nur am Rande, ist zum Beispiel die „copyright protection for AI-generated output“. Die Kapitelüberschriften lauten „Discovery“, „Community and Outreach“, „Policy“ und „Unlocking Knowledge“. Viele Links verweisen auf weiterführende Berichte und Hintergrundmaterialien. Alles sehr vielversprechend, wenn nicht die Finanzen am Ende des Berichts ein dickes Minus ausweisen würden.

„CC Search continued to be an important tool for the broader CC community in 2020, consistently serving around 300,000 users per month, the majority of whom were using CC Search for educational purposes. We heard from students, educators, and librarians throughout the year, detailing how valuable the service was to the teaching and learning taking place.“
Victoria Heath, Creative Commons, 18. März 2021

Bildquelle: creative commons 

Kategorien: Lehren und Lernen

HR Technology 2021 Now Published: Shattering Changes In The Market

18. März 2021 - 9:51

Berater Josh Bersin hat wieder seinen jährlichen Ausblick („HR Technology 2021: The Definitive Guide“) veröffentlicht und legt uns hier sieben Punkte ans Herz, die HR prägen und verändern. Und wenn ich die sieben Punkte nach der Lektüre weiter verdichten sollte, würde ich mich für „Employee Experience“ („Every company is reinventing its employee experience …“) und „Microsoft“ („It’s hard to think of a vendor that isn’t impacted by Microsoft Viva.“) entscheiden.

Aber an dieser Stelle möchte ich die Punkte noch etwas einordnen: Josh Bersin ist geschäftlich eng mit Microsoft verbandelt (was seine Thesen beeinflussen mag, aber nicht muss), er beherrscht die Sprache des Beraters („massive, shattering changes“ prägen HR Jahr für Jahr), und er analysiert vor allem den amerikanischen und internationalen Markt großer Konzerne. Bis alle diese Entwicklungen hierzulande eintreffen, wird also noch Zeit vergehen.

– „First, the HR Tech market is turned inside out – it’s entirely focused on employees, not HR. …
– Second, Microsoft’s entry into the market could change everything. …
– Third, new user interfaces and AI-enabled agents are transformational. …
– Fourth, skills engines and Talent Marketplace are now mainstream. …
– Fifth, ServiceNow, employee portals, and service-delivery platforms are white-hot. …
– Sixth, employee listening tools have become critical infrastructure. …
– Seventh, the corporate learning market is healthier than ever. …“

Der Abschnitt „Corporate Learning“ ist dieses Jahr unspektakulär (wenn man einmal von Microsoft Viva absieht). Die Stichworte von Josh Bersin lauten Learning Experience Platforms, Capability Academies und Learning in the Flow of Work.
Josh Bersin, 16. März 2021

Bildquelle: joshbersin

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