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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 6 Minuten 27 Sekunden

Wie nutze ich LinkedIn zur Weiterbildung & als LernExperte? Profil, Austausch, Netzwerk gestalten & Lernen

25. September 2020 - 16:58

Thomas Jenewein (SAP) nennt seine Stichwortsammlung „Blog-Doku aus einer Session auf dem Corporate Learning Barcamp 09/2020“. Im letzten Teil geht es um die Frage, wie man sich mithilfe von LinkedIn vernetzt und auf dem Laufenden hält. Slides gibt es auch. Eigentlich eine Form von Working Out Loud …
Thomas Jenewein, LinkedIn, 25. September 2020

Bildquelle: inlytics • LinkedIn Analytics Tool (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

Kurzformate boomen in der wissenschaftlichen Weiterbildung

25. September 2020 - 16:17

Noch ein Beitrag aus dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung: Beim Stichwort „wissenschaftliche Weiterbildung“ denkt man wahrscheinlich zuerst an die berufsbegleitenden Studiengänge, die zu einem akademischen Abschluss wie dem Master führen. Eine Studie hat nun gezeigt, dass kürzere Formate, zum Beispiel Zertifikatskurse und -programme, immer populärer werden. Viele TeilnehmerInnen möchten sich schnell und gezielt weiterqualifizieren. „Baukastensysteme“ ermöglichen es Hochschulen, einzelne Kurse und Module flexibel zu kombinieren. Stichworte wie „Online-Kurse“ oder „Badges“ fallen allerdings (noch) nicht.
Sigrun Nickel, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, 3. September 2020

Bildquelle: Wokandapix (pixabay)

Kategorien: Lehren und Lernen

Hochschularchitektur der Zukunft: Bleiben die Räume traditionell, bleibt es auch die Lehre

25. September 2020 - 16:05

Da wir als Corporate Learning Community ja dieses Jahr versuchen, das Motto „Lernräume gestalten“ mit Leben zu füllen, habe ich einen neugierigen Blick in das aktuelle Heft des „DUZ – Magazin für Wissenschaft und Gesellschaft“ (19 S.) geworfen. Dort geht es nämlich um eine „zukunftsorientierte Raumgestaltung“ aus Hochschulperspektive. „Der Paradigmenwechsel „from teaching to learning“ braucht auch eine räumliche Übersetzung.“ (S.5)  Lernraumentwicklung, so heißt es, ist ein strategisches Thema (S.6) Beispiele aus den Niederlanden und aus Norwegen dienen als mutmachende Vorbilder. Und hier ein kleiner Ausblick aus einem Interview mit Piet van der Zanden (Technische Universität Delft):

Aktuell arbeiten Sie mit Räumen, deren Anforderungen vor zehn Jahren definiert wurden. Was müsste heute ein Lernraum eigentlich bieten?
Es sieht momentan so aus, dass zwei wesentliche neue Anforderungen hinzukommen. Zum einen die hybriden Klassenräume. Es gibt ein paar Universitäten, die damit arbeiten, da steht der Lehrende vor seiner „echten“ Zuhörerschaft und im Hintergrund sieht er auf Monitoren seine digitale Zuhörerschaft. Die andere Anforderung wird die virtuelle Zusammenarbeit im Lernraum sein. Es wäre doch toll, wenn man einen Experten und andere Studierende für gemeinsame Projekte virtuell, aber live in den Lernraum holen könnte. Aber wie gesagt: All das kostet Zeit, vor allem weil der Mensch Zeit braucht, um sich an die Technik zu gewöhnen.“  (S.15)
Anne Prill, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, 21. August 2020

Bildquelle: Toa Heftiba (Unsplash)   

Kategorien: Lehren und Lernen

Disruption und lernende Organisation – 7. scil Trend- & Community Day 2020

24. September 2020 - 12:52

Christoph Meier hat den diesjährigen Trend- & Community Day des swiss competence centre for innovations in learning (scil) wieder einmal umfangreich dokumentiert – vom Motto „Disruption und lernende Organisation: Chancen und Herausforderungen für L&D“ bis zu kurzen Zusammenfassungen einzelner Impulse.

Was das Motto betrifft: Hier plädiert er dafür, die Arbeit an der lernenden Organisation um eine weitere Facette zu erweitern. Neben der Personalentwicklung (individuelles Lernen) und der Organisationsentwicklung (Team- und Organisationslernen) sollte auch die IT ins Bild aufgenommen werden – als „Ressource für das Ermöglichen von Lernen ebenso wie für produktives Arbeiten“.

Was die einzelnen Impulse betrifft: Neben verschiedenen Fachbeiträgen gab es eine Reihe von Praxisberichten, unter anderem von der AXA Academy, der Zurich Versicherungen, der Post Informatik, der LV 1871 sowie der Eidgenössischen Zollverwaltung.

„Die Entwicklung hin zu einer (besser) lernenden Organisation erfordert eine koordinierte Arbeit am Mindset, am Skillset und am Toolset. Dafür braucht es das Zusammenspiel von Organisationsentwicklung, Personalentwicklung und Informatik. Dieser Tag hat einzelne Facetten dieses Themenfelds und interessante Projekte bzw. Initiativen aufgezeigt. Und es wurde deutlich, dass die Arbeit am Zielbild „lernende Organisation“ auch für die nächsten Jahre herausfordernd bleibt…“
Christoph Meier, scil-blog, 15. September 2020

Bildquelle: scil

Kategorien: Lehren und Lernen

A transformation of the learning function: Why it should learn new ways

23. September 2020 - 21:21

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass auch Learning & Development schnelle und flexible Lösungen finden muss. Nur, so die Experten von McKinsey: „… most L&D functions today are overly stable – to the point of rigidity.“ Also geht es, wenig überraschend, um eine agile Transformation. Ein Zielbild für L&D liefern die Autoren auch, nämlich …

„… the right balance between stability and dynamism, assembling the components that will create a stable backbone as well as the dynamism needed for the function to keep pace with an organization’s learning needs.“

Was diese Balance zwischen Stabilität und Dynamik auszeichnet, wird für die Kernelemente von L&D (Strategie, Struktur, Menschen, Prozesse, Technik und Systeme) in einer Übersicht kurz beschrieben. Auch, wie man dort hinkommt, von der Vision, über die Analyse, bis zum Arbeitsplan, bleibt nicht unerwähnt. Und man sollte zwischen 12 und 24 Monate für diese agile Transformation veranschlagen. Je nachdem …
Nicolai Chen Nielsen, Faridun Dotiwala und Matthew Murray, McKinsey Accelerate, 23. September 2020

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The Complete Guide To Student Digital Portfolios

22. September 2020 - 10:40

Es ist ruhig geworden um Digital Portfolios bzw. ePortfolios. Vor zehn, fünfzehn Jahren war das noch anders: „In 2010, every citizen will have an ePortfolio“ (Ravet, 2005), hieß mal ein ambitioniertes Ziel für Europa, das die Runde machte. Heute höre ich selbst in Hochschulen, für viele ePortfolio-Konzepte der Startpunkt, nur selten von entsprechenden Projekten. Der Grund dafür liegt meines Erachtens in der Form des Studiums selbst: nicht der Entwicklungsprozess der Studierenden steht im Vordergrund, sondern das Management von Kursen und Prüfungen sowie das Sammeln von Punkten.

Von daher habe ich mich gefreut, dass ich auf diese schöne und aktuelle Einführung in ePortfolios gestoßen bin. Auch wenn sie sich auf den Einsatz in Hochschulen konzentriert und den Bogen zu Unternehmen und Arbeitgebern nur kurz spannt. 

„Digital portfolios can revolutionize the teaching and learning process.
This complete guide to student ePortfolios answers many questions you may have, from the academic benefits of portfolios, the platform to use, to ongoing management, and how to get started.“
Ronnie Burt und Kathleen Morris, CampusPress, 12. September 2020

Bildquelle: CampusPress

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25 Years of OU – 2005: OpenLearn

22. September 2020 - 9:24

Eine kurze protokollarische Notiz, in der Martin Weller auf die Anfänge von OpenLearn zurückblickt, einer Initiative der Open University. Ganz am Schluss schlägt er dann noch den Bogen zur Corona-Pandemie und erinnert daran, welche Ressourcen mit OpenLearn und OER für Lehrende zur Verfügung stehen:

„My advice for those trying to create an online course that isn’t all Zoom lectures is to find some good OER, use that as the spine and focus on creating the pedagogic activity around it.“
Martin Weller, The Ed Techie, 14. September 2020

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Die Infrastruktur unseres Bildungswesens ist kaputt. Warum ist OER nicht sexy, aber wichtig?

21. September 2020 - 18:10

Vielleicht lässt sich das Dilemma, in dem OER steckt, auch so formulieren: Es gibt sicher gute Gründe, die Infrastruktur unseres Bildungswesens „kaputt“ zu nennen. Aber es sind so große Schlaglöcher – Rechner und Netze, Zielgruppen und fehlende Kompetenzen, Kulturen und liebgewonnene Routinen, Soziales und Wirtschaftliches -, dass man erst spät (zu spät) an offene Lehr-Lern-Materialien bzw. Open Educational Resources (OER) denkt. Aber das ist genau die Diskussion, zu der Jöran Muuß-Merholz mit seinem Beitrag einladen möchte. „Die Kommentare sind offen. Haben Sie Fragen? Weitere Punkte zum Thema? Oder Widerspruch?“
Jöran Muuß-Merholz, OERinfo, 17. September 2020

Bildquelle: Sunyu Kim (Unsplash)

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„Ein Ort, an dem Lehrkräfte ihre Inhalte teilen können“

21. September 2020 - 16:11

Schul-Cloud und Digitalpakt sind eigentlich nicht das Thema dieses Blogs. Aber in diesem Interview setzt Saskia Esken (SPD) etwas andere Schwerpunkte: eine bundesweite Lernplattform auf der Grundlage von Open Educational Resources. Deshalb bin ich bis zum Ende dran geblieben.
Christian Füller, Interview mit Saskia Esken, Der Tagesspiegel, 30. August 2020

Bildquelle: MyEyeSees (flickr, CC BY-NC-ND 2.0)

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Flipped Classroom: Mehr Zeit für Übungen im Unterricht

18. September 2020 - 10:15

Lehrende an Hochschulen sollten mit dem Prinzip des „Flipped Classroom“ heute eigentlich vertraut sein (was nicht bedeuten muss, dass sie es auch umsetzen). Aber in der Erwachsenen- und Weiterbildung spricht man eher von Blended Learning und tut sich generell noch schwerer, über eine einzelne Präsenzveranstaltung hinaus zu denken. Hier hilft der pragmatische Leitfaden von Sandra Schmid, in dem sie die Methode kurz vorstellt, Tipps zur Umsetzung präsentiert und auch auf wiederkehrende Herausforderungen eingeht. Gefallen haben mir auch die ja/nein-Leitfragen, um herauszufinden, ob die Methode für meine Veranstaltung „passt“.
Sandra Schmid, Lernraum Design, 14. September 2020

Bildquelle: Sandra Schmid/ Lernraum Design 

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Online-Lehre 2020 – eine medienwissenschaftliche Perspektive

17. September 2020 - 13:16

„Diskussionspapier“ trifft den Kern des vorliegendes Dokuments (12 S.), geschrieben von AutorInnen der Foren Bildung und Digitalisierung der Gesellschaft für Medienwissenschaft. Es ist eine Sammlung von Thesen, Überlegungen und Fragen, über denen groß der Begriff „Reflexion“ bzw. „Medienreflexion“ steht. Die Kapitelüberschriften lauten zum Beispiel: „Dozierende lernen online, Studierende lernen online. Inwiefern müssen sie sich angesichts dieser Anforderungen neu erfinden?“ Oder: „Was sind geeignete Bildungsinfrastrukturen und warum müssen wir darüber reden?“

„Die Autor*innen werfen einen medienwissenschaftlichen Blick auf die Online-Lehre des Sommersemsters 2020. Dabei betrachten sie unter anderem den Unterschied von klassischen Hörsälen zu den neuen, virtuellen Lernräumen, die aber auch physische Elemente beinhalten. Dabei regen sie an, den Einsatz von Lehr-Lern-Plattformen kritisch zu diskutieren und insgesamt die Lehre mit andauernder Medienreflexion zu begleiten.“
Björn Bohnenkamp u.a., Hochschulforum Digitalisierung, Diskussionspapier Nr. 10, 17. September 2020

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Zoom-Fatigue – Drei Erklärungsansätze, warum Videokonferenzen so anstrengend sind

17. September 2020 - 11:45

Wer sich mit Video-Konferenzen beschäftigt, in welcher Rolle und aus welcher Perspektive auch immer, wird dem Begriff der „Zoom-Fatigue“ schon einmal begegnet sein. „Zoom-Fatigue“ bedeutet: Man empfindet Video-Konferenzen als anstrengend bzw. anstrengender als Konferenzen vor Ort.

Johannes Moskaliuk hat – nach einem Blick in die Medien- und Kognitionspsychologie – drei Thesen gesammelt, die diese Beobachtung stützen können:
„1. Ständig das eigene Bild zu sehen erhöht die Selbstaufmerksamkeit. … 
2. Nonverbale Hinweisreize sind irreführend. Das macht Kommunikation anstrengend. …
3. Wir sind weder hier noch da. Köper und Geist passen nicht zusammen. …“

Er weist aber auch darauf hin, dass es sich beim Begriff „Zoom-Fatigue“ nicht um ein wissenschaftliches fundiertes Konzept handelt und eine empfundene „Zoom-Fatigue“ viele weitere (situative, technische, individuelle usw.) Gründe haben kann. Aber die vorgestellten Thesen bieten interessante Ansatzpunkte.
Johannes Moskaliuk, wissensdialoge.de, 15. September 2020

Bildquelle: Chris Montgomery (Unsplash)

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Messung medienpädagogischer Kompetenz von Lehrenden in der Weiterbildung

17. September 2020 - 8:54

Die AutorInnen haben ein Modell entwickelt, um die medienpädagogische Kompetenz von Professionellen in der Weiterbildung zu testen. Dieses Modell wurde auch erprobt, und im Artikel werden Modell, seine Ableitung sowie die Ergebnisse des Tests vorgestellt und eingeordnet. Zur Vorwarnung: Es ist ein fachwissenschaftlicher Artikel, aber durchaus mit Referenzen auf aktuelle Stichworte wie das „European Framework for the Digital Competence of Educators“ (DigiCompEdu) oder GRETA
Bernhard Schmidt-Hertha, Karin Julia Rott, Ricarda Bolten und Matthias Rohs, Zeitschrift für Weiterbildungsforschung (ZfW) 43/ 2020, S. 313–329

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Braucht digitale Bildung eine Blockchain?

16. September 2020 - 7:37

Andreas Wittke (TH Lübeck) ordnet die Frage dankenswerter gleich ein: Die Blockchain ist kein Thema für PädagogInnen! Aber sie kann eine digitale Infrastruktur bereitstellen, um das Management von Bildungsprozessen zu vereinfachen. Und das ist schon aus bildungspolitischen Gründen notwendig (Stichwort „internationale Mobilität der Studierenden“). Die Vereinfachung, so Andreas Wittke, greift vor allem an zwei Punkten des Bildungsprozesses: dem Eintritt (Identität, „Wer bist Du?“) und dem Austritt (Urkunde, „Was bekommst Du?“) aus der Hochschule. Weitere Details finden Blockchain-Fans in seinem aufgezeichneten Vortrag, gehalten im Rahmen der letzten MoodleMoot (24. – 27. August 2020).
Andreas Wittke, Moodlemoot DACH, 9. September 2020 (via YouTube)

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Facebook Partners with Coursera to Launch Social Media Marketing Professional Certificate

16. September 2020 - 0:32

Ist das die oder eine Zukunft der Weiterbildung? Courseras CEO, Jeff Maggioncalda, schreibt: „Today, we’re excited to announce a new Social Media Marketing Professional Certificate from Facebook – our newest industry partner. The certificate is designed for learners without a college degree or any prior experience to become ready for social media marketing jobs within a few months.“

Der Kurs ersetzt sicher keine fundierte Ausbildung, wie wir sie kennen. Wenn ich es richtig sehe, beginnt der Kurs am 20. September und soll in 20 Wochen enden. Selbstorganisiertes Lernen, zwischen zwei und fünf Stunden in der Woche. „Upon completion, learners will receive an industry-recognized certificate that they can use to apply for entry-level social media marketing roles.“

Der Kurs bzw. das Zertifikat haben auch ihren Preis, doch den konnte ich ohne Anmeldung nicht sehen. 1.500 Interessierte sollen sich bereits angemeldet haben. Ein schnelles, marktnahes Angebot mit einem sicher überschaubaren Investment.
Jeff Maggioncalda, Coursera Blog, 15. September 2020 

Kategorien: Lehren und Lernen

Präsenz- oder Online-Trainings?

14. September 2020 - 13:43

Karlheinz Pape versucht, erste Schlüsse aus den Erfahrungen der letzten Wochen zu ziehen. Auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass uns Corona noch für einige Zeit erhalten bleibt. Im Kern läuft seine Zusammenstellung auf ein „digital first“ hinaus: „Und für alle Themen, die nicht unbedingt physisches Erscheinen brauchen, sollten wir auch künftig auschließlich die Online-Variante anbieten.“

Natürlich werden solche Entscheidungen in der Regel nicht von einzelnen Lehrkräften oder nur unter didaktischen Gesichtspunkten getroffen. Die Geschäftsmodelle der Bildungsanbieter müssen aufgehen. Und hier liegen wahrscheinlich die größten Hürden:

„Ja, das erfordert ein anderes Geschäftsmodell für L&D. Weniger Räume werden gebraucht, Ein Bericht über geleistete Teilnehmertage ist nicht mehr möglich. Trainerkapazität muss anders genutzt werden (Wenn man z.B. die 8 Stunden eines Trainertages auf 15 Tln verteilt, dann könnte jeder Tln 32 Minuten individuelle Betreuungszeit erhalten). Die Lerninhalte müssen modularisiert zugänglich gemacht werden. Und und und …

Nur – wenn wir das nicht machen, dann kommen ganz sicher andere auf die Idee, Lernen individueller zu gestalten.“
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community/ Blog, 13. September 2020

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Wie Weiterbildung über Twitter gelingt

11. September 2020 - 8:13

Es heißt einleitend: „Eine neue Studie der Universität Tübingen und der University of Michigan hat untersucht, inwieweit professionelle Fortbildung über Social Media möglich ist. Dazu wurden Lehrkräfte in Twitter-Communitys befragt und ihre Tweets ausgewertet.“

Wobei „professionelle Fortbildung“ hier nicht zwangsläufig organisierte Fortbildung heißt. Und befragt wurden Lehrerinnen und Lehrer der Fächer Biologie, Chemie und Physik in den USA. Dort ist die Nutzung sozialer Netzwerke wie Twitter schon viel weiter verbreitet als hierzulande. Was Christian Fischer (Universität Tübingen) hier berichtet, ahnte man als langjähriger Twitter-Nutzer natürlich schon. Aber es ist schön, die eigenen Erfahrungen auch einmal im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie bestätigt zu sehen.

Hier einige Ausschnitte aus dem Gespräch:
„Was haben Sie dabei festgestellt?
Die Lehrkräfte nutzen die Community vor allem, um Links zu Informationsquellen auszutauschen, curriculare Veränderungen zu besprechen und ihre Fragen zu stellen. …“

„Allerdings generieren nur etwa zehn Prozent der User neuen Content. Der größte Teil der Lehrkräfte nutzt also diesen Content, ohne selbst welchen einzubringen. …“

„Ich glaube, die Plattform [Twitter, JR] ist weniger wichtig als das Verhalten der Lehrkräfte auf diesen Plattformen. …“

Was ist der Vorteil von Social-Media-Kanälen gegenüber klassischen Weiterbildungsformaten?
Fortbildung über Social Media ist wesentlich direkter, und man bekommt Informationen immer zeitnah – also wenn man sie braucht. Außerdem ist die Struktur weniger hierarchisch. Weitere Vorteile sind, dass das Angebot kostenlos ist und dass der Austausch zu jeder Zeit, an jedem Ort möglich ist. Außerdem ist man hier schnell in einer fachspezifischen Community. Wenn es beispielsweise nur einen Physiklehrer an einer Schule gibt, hat er dort wenig Möglichkeiten, fachliche Probleme zu besprechen. Bei Twitter findet er sofort eine passende Community. …“

Durch die Corona-Pandemie konnten viele klassische Weiterbildungsformate gar nicht stattfinden. In welcher Weise hat das der Weiterbildung in sozialen Netzwerken einen Schub gegeben?
Die Corona-Krise hat gezeigt, wie notwendig digitale Weiterbildungsangebote sind. Wie stark der Wunsch nach Austausch in sozialen Netzwerken gestiegen ist, sieht man zum Beispiel an #twitterlehrerzimmer. Anfang des Jahres gab es hier ungefähr 10.000 Tweets pro Monat. In den ersten Monaten während der Corona-Krise waren es dann 20.000 bis 30.000 Tweets pro Monat. …“
Annette Kuhn, Interview mit Christian Fischer, Das Deutsche Schulportal, 7. September 2020

Bildquelle: MORAN (Unsplash)

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Dear Professors: Don’t Let Student Webcams Trick You

11. September 2020 - 7:27

Wir hatten es schon einige Male an dieser Stelle: die ausgeschalteten Webcams der Studierenden. Soll man deshalb als Lehrender verlangen, die Kameras einzuschalten? Die Autorinnen sagen ganz klar „nein“ und zwar aus vier Gründen:

„First is the issue of equity.“ Nicht alle TeilnehmerInnen haben die gleichen technischen Möglichkeiten.
„Second, constantly being on webcam can detract from student learning. …“
„Third, requiring students to be on their webcams during class poses risks to good teaching. …“
„Fourth, requiring all students to constantly be on webcam does not provide the benefits that proponents imagine it would, as human instructors cannot monitor twenty or more webcam images at once. …“

Aber die Autorinnen raten auch nicht davon ab, die Webcams der Studierenden einzubeziehen. Aber es sollte einem klaren didaktischen Ziel folgen. Und man sollte bei der Sessionplanung auch an die denken, die ihre Kameras nicht einschalten können.
Matthea Marquart und Roxanne Russell, EDUCAUSE Review, 10. September 2020

Bildquelle: Chris Montgomery (Unsplash)

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The 7 Habits of Highly Successful Virtual Meetings

10. September 2020 - 15:06

Es geht um das Format: einen Email-Kurs der We Are Open Co-op („We work to spread the culture, processes and benefits of open wherever we can.„). Eigentlich wollte ich ja den Kurs der Initiative verlinken, dem ich gerade gefolgt bin („what we talk about when we talk about open“), aber ich habe den Einstiegspunkt im Web nicht mehr gefunden. Wahrscheinlich war es ein Link in den Newslettern von Doug Belshaw oder Laura Hilliger, die ich auch sonst nur wärmstens empfehlen kann.

Aber zurück zur Sache: Email-Kurs heißt im vorliegenden Fall: 7 Mails („7 Habits …“), die einige zusammenfassende Informationen zu einem Thema oder Stichwort bieten. Manchmal gibt es noch Links zum Vertiefen, manchmal sind die Mails aufgeteilt in Rubriken wie „Let’s practice …“ oder „Next up“.

Mir gefällt das Format, weil es da ankommt, wo bei mir die meisten Infos, Newsletter und Alerts zusammenkommen, nämlich im Email-Eingang (aber das ist natürlich eine persönliche Vorliebe …). Und weil das Format flexibel und beliebig erweiterbar ist: Man kann es zum Beispiel als Teaser für ein größeres, strategisches Lernthema nutzen, man kann es mit weiteren Ressourcen im Netz hinterlegen oder um eine Community erweitern. Je nach Thema und Ressourcen.
Doug Belshaw, We Are Open co-op/ Blog, 26. Juni 2020

Bildquelle: We Are Open Co-op

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MOOCs and online degrees continue to grow worldwide

9. September 2020 - 19:04

Der Artikel ist eine Zusammenfassung von verschiedenen Berichten, die jüngst auf Class Central erschienen sind und die MOOC-Nutzung der letzten Monate protokollieren. Von daher springe ich gleich zur Einschätzung von Tony Bates. Doch einen schlüssigen Reim auf das wieder erwachte Interesse an MOOCs kann er sich trotz Corona nicht machen. „Nevertheless, the concept of open (if not free) online learning is showing it has staying power, and has proved particularly valuable during the Covid-19 crisis.“
Tony Bates, Online Learning and Distance Education Research, 8. September 2020

Bildquelle: Class Central

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