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JOCHEN ROBES ÜBER BILDUNG, LERNEN UND TRENDS
Aktualisiert: vor 27 Minuten 38 Sekunden

Forum Offene KI in der Bildung – Abschlussveranstaltung

23. Mai 2024 - 18:58

Das „Forum Offene KI in der Bildung“ ist ein Projekt bzw. Veranstaltungsformat der Wikimedia Deutschland gewesen. Es ist am 29. November 2023 mit einer Ideenwerkstatt gestartet. Ziel des Formats war es, „den Einsatz von KI in der Bildung frühzeitig mitzugestalten“ und entsprechende Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Am 14. Mai 2024 fand das Abschlussevent in Berlin statt, auf dem die Handlungsempfehlungen vorgestellt und anschließend mit Politiker:innen der SPD, FDP, Bündnis 90/ Die Grünen und CDU/ CSU diskutiert wurden. Die Aufzeichnung dieser Veranstaltung liegt jetzt vor (1:13 Std.).

Hier kurz die Handlungsempfehlungen:

Infrastruktur und Zugang
1. Kurzfristig: Bundesländer schaffen Zugänge zu KI-Systemen für alle
2. Mittelfristig: Bund und Länder fördern die (Weiter-)Entwicklung von offenen, gemeinwohlorientierten KI-Alternativen für die Bildung.
3. Mittelfristig: Bund und Länder stellen öffentliche digitale Infrastrukturen zum Hosten offener KI-Systeme bereit.

Offene Bildungspraxis
4. Kurzfristig: Bund und Länder stellen alle öffentlich finanzierten Lern- und Weiterbildungsressourcen zu KI unter freien Lizenzen zur Verfügung.
5. Kurzfristig: Bundesländer fördern den Aufbau von Offenheitskompetenzen im Kontext der Digital- und Medienbildung.
6. Mittelfristig: Bundesländer fördern eine neue Fortbildungskultur und -struktur mit offenen Formaten zum Peer-to-Peer- und Selbstlernen.
7. Mittelfristig: Bundesländer unterstützen die Veränderung der Lern- und Prüfungskultur.

Grundrechte im Digitalen
8. Kurzfristig: Der Bund gewährleistet durch regulatorische Maßnahmen die Nachvollziehbarkeit von spezifischen KI-Anwendungen für Nutzende.
9. Kurzfristig: Bund und Länder gewährleisten Datenschutz bei der Nutzung von KI-Anwendungen in der Bildung.
10. Mittelfristig: Bund und Länder führen eine unabhängige KI-Prüfstelle ein.
Wikimedia Deutschland, Mai 2024 

Kategorien: Lehren und Lernen

Ausgewählte Ressourcen für Wissen und Insights zum Thema „Future Skills“

22. Mai 2024 - 17:26

Diese von Joachim Niemeier zusammengestellte Übersicht begleitet eine „Lunch & Learn“-Session der Corporate Learning Community. Vorgestellt und verlinkt werden Studien von verschiedenen Autor:innen, Organisationen (Stifterverband/ McKinsey, Bertelsmann) sowie Projekten (Next Skills), die in den letzten Jahren entstanden sind. Eine Mischung aus Rahmenkonzepten, Skills-Aufstellungen und Meta-Analysen.

„Diese Studien bieten umfassende Einblicke und Handlungsempfehlungen, wie die Bildungssysteme darauf vorbereitet werden können, die heutige Erwerbsbevölkerung, aber auch zukünftige Generationen auf die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt vorzubereiten.“
Joachim Niemeier, Corporate Learning Community, 21. Mai 2024

Bildquelle: „Future Skills Kompetenzen für den Standort Baden-Württemberg“ (2021)

Kategorien: Lehren und Lernen

Auswirkungen generativer KI auf Wirtschaft und Arbeit

21. Mai 2024 - 19:53

Holger Schmidt füllt verschiedene Rollen aus. Mir begegnet er seit einiger Zeit mit seinem wöchentlichen Briefing zur digitalen Wirtschaft, F.A.Z. PRO D:ECONOMY. Nun ist die FAZ nicht gerade meine Hauslektüre, aber das Briefing ist schon in seiner gekürzten, kostenlosen Version lesenswert. Und so sind es auch diese Folien, die Holger Schmidt selbst mit diesen Stichpunkten zusammenfasst:

„- Produktivitätseffekte sind Pflicht, Innovationseffekte die Kür
– KI-generierte Geschäftsmodelle
– Herausforderungen für das Management
– Vom „Warum der Arbeit“ zum „Wie der Arbeit“
– Warum Weiterbildung noch nie so wichtig war wie heute“

Mit vielen interessanten Schaubildern.
Holger Schmidt, LinkedIn, 20. Mai 2024

Kategorien: Lehren und Lernen

Wie menschlich verhält sich ChatGPT?

20. Mai 2024 - 20:49

Barbara Geyer, Professorin für E-Learning und Knowledge Management an der FH Burgenland, verweist hier auf einen Artikel, der das „Verhalten“ von KI-Chatbots wie ChatGPT näher untersucht (Mei, Q. u.a.: A Turing test of whether AI chatbots are behaviorally similar to humans, PNAS, 22.02.2024). Dafür wurden die ChatGPTs (3.5 und 4) dem Big Five-Persönlichkeitstest unterzogen und durften an klassischen verhaltensökonomischen Spielen (Diktatorspiel, Ultimatumspiel, Vertrauensspiel usw.) teilnehmen. Die Antworten wurden anschließend über 100.000 Datensätzen, gewonnen vor allem aus den Befragungen Studierender, gegenübergestellt.

Die Ergebnisse fasst Barbara Geyer wie folgt zusammen:

„- Verhaltensunterschiede: Die Handlungen von ChatGPT-4 waren oft nicht von menschlichen Reaktionen zu unterscheiden und zeigten in einigen Fällen sogar mehr Altruismus und Kooperationsbereitschaft. ChatGPT-3.5 zeigte ähnliche Verhaltensmuster, war aber insgesamt weniger konsistent.
– Persönlichkeitsmerkmale: Beide ChatGPT-Versionen zeigten Big Five Persönlichkeitsmerkmale innerhalb der menschlichen Verteilungen, wobei ChatGPT-4 näher an den menschlichen Durchschnittswerten lag.
– Strategische Fähigkeiten: ChatGPT-4 erreichte oder übertraf menschliche Strategien in mehreren Spielen, was auf ein ausgeprägtes strategisches Denken und soziales Verständnis hinweist.“

Ihre Einschätzung: „Bedeutung für die #Bildung: Diese #Studie die Fähigkeit von #KI, vertrauenswürdige und kooperative Rollen zu übernehmen, was für Bildungseinrichtungen von großer Bedeutung ist. So kann #ChatGPT beispielsweise sinnvoll für Rollenspiele eingesetzt werden.“ 
Barbara Geyer, LinkedIn, Mai 2024

Bildquelle: Mei, Q. u.a. (2024)

Kategorien: Lehren und Lernen

KI-Campus. Quo vadis?

17. Mai 2024 - 18:01

In den letzten Jahren sind einige nationale Bildungsprojekte aufgesetzt worden: zum Beispiel Mein Bildungsraum, jüngst die Future Skills Journey und, bereits 2019 und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, der KI Campus. Der KI-Campus entwickelt eigene Lernangebote, stellt aber auch die Lernangebote Dritter auf seiner Plattform zur Verfügung. Alle Lernangebote sind kostenlos verfügbar. Rechnen sich diese Projekte? Sind sie erfolgreich? Ohne zu recherchieren, würde ich sagen: Das ist schwierig zu beurteilen und hängt sicher davon ab, ob und inwieweit die Lernangebote in die Curricula der Bildungsinstitutionen vor Ort eingebunden werden. Und das passiert sicher nicht auf Zuruf. Auf der anderen Seite heißt es bei Bildungsprojekten ja oft so schön: „Nichtstun ist keine Option!“

Das aber nur als kurzer persönlicher Vorspann. Marco Kalz (PH Heidelberg) berichtet in diesem Artikel von einem Kursangebot, das er und andere 2021/ 22 entwickelt haben, das anschließend in den KI-Campus integriert wurde und das vor einigen Wochen von den Betreibern des KI-Campus ins Archiv geschoben wurde. Diese Aktion hat bei Marco Kalz natürlich einiges Nachfragen und Nachdenken ausgelöst. Die Informationen, die er in diesem Zusammenhang recherchiert hat sowie die Fragen, die er stellt, sind aufschlussreich und interessant, wenn auch einige Antworten der „anderen Seite“ fehlen.

Hier einige der Fragen, die Marco Kalz an den KI-Campus bzw. seine Betreiber gestellt hat:
„- Welche Lernziele sind im übergreifenden Kompetenzrahmenwerk zu Futureskills und Datenkompetenz des KI-Campus erreicht worden sind und welche nicht?
– Wie sieht die Abbruchquote in den Kursen aus?
– Wie viele Zertifikate wurden über den KI-Campus ausgegeben?
– In wie weit werden die Zertifikate in den Hochschulen oder bei Arbeitgebern anerkannt?
Welches Niveau von Transfer in die Praxis konnte aus Lernersicht erreicht werden?“
(via Gabi Reinmann)
Marco Kalz, Blog, 9. Mai 2024

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Navigating the Future. Open Educational Resources (OER) in Higher Education

17. Mai 2024 - 12:15

Auch wenn der Fokus auf Higher Education liegt, zeigt diese Präsentation von Sandra Schön (TU Graz) sehr schön die Herausforderungen und Möglichkeiten auf, die mit digitaler Bildung und der Nutzung digitaler Ressourcen einhergehen. Die Slides beginnen mit alltäglichen Nutzungsszenarien, nehmen die Geschichte von Open Educational Resources (OER) mit, streifen die vielfältigen Aktivitäten der TU Graz, um schließlich mit kurzen, praktischen Hinweisen („How to start“) abzuschließen.

„The keynote explores the transformative role of open educational resources (OER) amidst the challenges posed by copyright and digitalisation. It highlights how OER, defined as freely accessible, reusable, and adaptable learning materials, are pivotal in promoting open and accessible education. The discussion includes the development and milestones of the OER movement, along with its integration into educational practices. This keynote then presents what kind of applications use and built upon OER and address applications that are needed to provide further support of OER development and movement.“


Sandra Schön, TU Graz, 16. Mai 2024

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Die Wissensmanagement-Mindmap ist online!

17. Mai 2024 - 8:55

Es gibt einige interessante Nachrichten im aktuellen Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM). Ich möchte an dieser Stelle auf die Wissensmanagement-Map hinweisen, die jetzt von einer Fachgruppe der GfWM veröffentlicht wurde. Sie „soll einen systematischen Überblick über die wesentlichen Handlungsfelder, Modelle, Methoden und Tools im Bereich des Wissensmanagements geben. Sie wurde entwickelt, um Interessierten einen erleichterten Einstieg in dieses vielfältige Themenfeld zu ermöglichen.“

Im Moment werden Nutzer eingeladen, die Map zum „Stöbern“ zu nutzen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sie im nächsten Schritt mit weiteren Informationen hinterlegt oder verknüpft wird. Eventuell auch mit Hilfe eines KI-Tools.
Sonja Kaiser, Martin Harnisch, Dirk Liesch, Florian Schmuhl, Gabriele Vollmar und Sabine Wax, gfwm newsletter, 2. Quartal 2024, 16. Mai 2024

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Impuls AI-gestütztes Wissensmanagement und Peer Learning als Antwort auf den demografischen Wandel

17. Mai 2024 - 1:48

Ich verlinke an dieser Stelle diesen Impuls von Jan Foelsing, obwohl man ohne die Tonspur des Experten etwas Fantasie braucht, um die Stichworte zu Ende zu denken. Aber vielleicht funktioniert es ja bei dem einen oder anderen. Die Stichworte – Wissensmanagement, KI und Peer Learning – sind jedenfalls reizvoll genug. Und vielleicht gibt es ja in einigen Tagen auch eine Aufzeichnung dieser Session von der COPETRI
Jan Foelsing, slideshare, 16. Mai 2024

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Immersive Learning News Nugget

16. Mai 2024 - 12:06

Wer sich für Immersive Learning, Virtual Reality und das Metaverse interessiert, hat sicher Torsten Fell und seine Plattform „Immersive Learning News“ bereits auf dem Schirm. Jetzt hat Torsten Fell sein Angebot um einen Podcast, und zwar einen „AI fully automatic Podcast“, erweitert. So wird er angekündigt:

„Jede Woche bespricht die KI-Version von Torsten Fell einige Neuigkeiten der letzten Tage, die unter https://www.immersivelearning.news veröffentlicht wurden.
Die Inhalte werden von KI automatisch erstellt, bearbeitet und aufbereitet. Auch Bilder, Titel und Beschreibungstexte werden automatisch durch KI erstellt.“

Die bisher erschienenen Folgen sind zwischen zwei und vier Minuten lang. Das Ergebnis? Nun ja, die Stimme von Torsten Fell ist klar und deutlich zu erkennen, aber es fehlen die Betonungen und Pausen. Zudem verweist die Stimme auf „Beiträge“, ohne dass klar ist, ob es sich um News auf der Plattform (und, wenn ja, welche) oder um die nächsten Sekunden des Podcasts handelt. Aber bitte selbst reinhören!
KI-Version von Torsten Fell, Mai 2024

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Social Learning – Innovative Zusammenarbeit im digitalen Zeitalter gestalten mit der Methode Working Out Loud

15. Mai 2024 - 18:39

Die Leitfäden von Working Out Loud (WOL) und lernOS umfassen in der Regel 12 Wochen. Genauso lang dauert ein Hochschulsemester. Von daher liegt es auf der Hand, das Format WOL auch einmal in der Hochschullehre einzusetzen. Das ist im vorliegenden Fall im Sommer- und Wintersemester 2021 an der Universität Hildesheim geschehen. Der Artikel schildert die Ziele der Lehrveranstaltung, ihr didaktisches Konzept sowie die Erfahrungen der Beteiligten. Im Wesentlichen, so mein Eindruck, hat es gut funktioniert. Um die Lizenzkosten zu vermeiden, wurde auf eine frühere, offene Version der WOL-Guides zurückgegriffen. Angemerkt wurde von den Studierenden, dass sie gerne mehr Unterstützung bei der individuellen Zielfindung gehabt hätten; und dass der WOL-Guide und einige seiner Aufgaben nicht für den Hochschulkontext passen. Hier das Fazit der Autor:innen:

„Das übergreifende Ziel der beiden WOL-Veranstaltungen war Studierenden in Zeiten von Social Distancing den systematischen Beziehungsaufbau bei gleichzeitiger Kompetenzentwicklung zu ermöglichen. Dieses Ziel wurde erreicht. Auch kann wohl behauptet werden, dass eine digitale Kultur in der Lehre durch die Methode WOL gestärkt und weiterentwickelt wurde. Auch die Netzwerkkompetenz, Selbstlernkompetenz und die Fähigkeit kollaborativ zu arbeiten wurde durch diese Methode gefördert. Gleichzeitig zeigte sich, dass der Guide auf den Hochschulkontext anzupassen ist. Insgesamt ist unklar geblieben, welche konkreten Anpassungen es braucht, damit die Methode WOL sich effektiv in den Hochschulkontext einbettet und erwünschte Wirkungen zielsicher ermöglicht. Um belastbare Antworten auf diese Fragen zu finden, sind tiefergehende Evaluationen und begleitende Forschung zukünftig erforderlich.“

Der Artikel ist aus dem Buch „Digitale Kulturen der Lehre entwickeln. Rahmenbedingungen, Konzepte und Werkzeuge“, das 2023 bei Springer VS Wiesbaden erschienen und als Open Access offen zugänglich ist. Vielleicht komme ich noch dazu, einen Blick auf weitere Artikel des Buches zu werfen.
Birgit Oelker und Anne Meißner, in: Lorenz Mrohs, Julia Franz, Dominik Herrmann, Konstantin Lindner, Thorsten Staake (Hrsg.): Digitale Kulturen der Lehre entwickeln. Rahmenbedingungen, Konzepte und Werkzeuge, Springer VS Wiesbaden, 2023, S. 185-208

Kategorien: Lehren und Lernen

CLP161: lernOS on Air meets Corporate Learning Podcast 17

15. Mai 2024 - 13:49

Und noch ein Podcast. Karlheinz Pape und Simon Dückert, beide im Kernteam der Corporate Learning Community, blicken in dieser Folge auf die CLC-Projekte des Frühjahrs zurück. Dabei protokollieren sie nicht nur die Ereignisse, sondern diskutieren auch die Veränderungen, die sich an verschiedenen Stellen abgezeichnet haben.

Da war zum einen der Corporate Learning MOOC im Februar/ März. In den Shownotes steht dazu: „Analyse des Rückgangs der Teilnehmerzahlen und des Diskussionsverhaltens in den Online-Veranstaltungen im Vergleich zu früheren Jahren.“ Die Fragen, die dabei diskutiert werden, betreffen unter anderem das BarCamp-Format, das möglicherweise seinen Höhepunkt überschritten hat. Und eben jenes „Diskussionsverhalten“, das nach den Corona-Jahren und mit dem Wegfall von Twitter auseinandergelaufen ist, ohne dass die Community einen neuen zentralen Ort und eine neue, gemeinsame Kultur gefunden hätte. Die Bälle, die sich Karlheinz Pape und Simon Dückert zuspielen, reichen von „LinkedIn“ bis „eigene Blogs“, und ich habe beim Hören immer wieder genickt, weil sich vieles mit meinen eigenen Beobachtungen deckt.

Natürlich kommt man von solchen Veränderungen auch schnell zu der Frage, wie bzw. wo sich die Corporate Learning Community unter solchen Vorzeichen selbst positionieren kann, aber auch, welche Projekte und Formate unsere Zielgruppen ansprechen. Der CLC Prompthaton, von dem Simon Dückert am Ende noch berichtet, ist vielleicht ein solches zukunftsfähiges Format …
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community/ Podcast, 7. Mai 2024

Kategorien: Lehren und Lernen

ENC297 – Generative KI und Wissensarbeit: praxisnahe Anwendungsfälle und nützliche Tools mit Simon Dückert

14. Mai 2024 - 10:45

Im Titel steht, worum es in dieser Podcast-Folge (44:40 Min.) geht. Es startet mit einem kurzen Exkurs in die Geschichte des Wissensmanagements. Dann empfehlen Simon Dückert und Thomas Jenewein eine Selbstreflexion, zum Beispiel in Form einer persönlichen Wissenslandkarte, um sich den Möglichkeiten der KI im eigenen Arbeitsalltag zu nähern. Anschließend werden verschiedene Use Cases ausgelotet, in denen KI-Tools heute eingesetzt werden: Recherche, Brainstorming, Zusammenfassungen, Übersetzungen, Bildgenerierung, aber vor allem und immer wieder: die KI bzw. ChatGPT als Assistent und Sparringspartner. Dann zählt Simon Dückert noch einige Tools auf, mit denen er gerade arbeitet bzw. experimentiert. Es folgen noch Hinweise auf aktuelle Projekte und Veranstaltungen wie den lernOS KI-Leitfaden und MOOC sowie den CLC Prompthaton. Es lohnt sich jedenfalls, einen Stift parat zu haben, um sich das eine oder andere Stichwort zu notieren. Die Shownotes bilden nicht alles ab.
Thomas Jenewein, Education NewsCast, Episode 297, 8. Mai 2024

Kategorien: Lehren und Lernen

Say hello to PEE – your Personal Engagement Environment

13. Mai 2024 - 20:49

Es geht Martin Weller immer noch um die Frage, wie es nach Twitter weiter geht. Dafür schlägt er einen kleinen Bogen, erinnert an die Idee der Personal Learning Environments in Folge der Web 2.0-Euphorie, um schließlich beim Bild des Personal Engagement Environments zu landen:

„While I’m all up for more radial diagrams, this is more of a way to think about post-Twitter life. Each of us develops a personal engagement environment, the different elements of which will be emphasised for different purposes and audiences. It’s a return how we operated pre-Twitter dominance I guess. You may have a main platform (eg blog), a work focused one eg LinkedIn, a personal one eg Instagram, a general one eg Threads, a course focused one eg podcasts, etc. For any one engagement activity you may post to all, one or some of these. …“

Work in progress.
Martin Weller, The Ed Techie, 12. Mai 2024

Bildquelle: Martin Weller

Kategorien: Lehren und Lernen

Video: KI in Online-Meetings und Webinaren

10. Mai 2024 - 21:44

Avatare, automatische Transkriptionen, Übersetzungen in unterschiedliche Sprachen, AI Companions und die Auswertung von Live-Sessions, KI-Funktionen von Whiteboards: Das sind einige der KI-Funktionen, die Birgit Aschemann und Gunter Schüßler hier am Beispiel von Zoom demonstrieren. Vieles ist heute schon möglich, nicht nur in Zoom, sondern auch in MS Teams und Webex. Oft benötigt es entsprechende Lizenzen, zuweilen braucht es Administratorrechte, aber unter diesen Voraussetzungen kann man viele Funktionen in wenigen Minuten einsetzen. Die Ergebnisse, die in diesem neuen Video der KI-Serie gezeigt werden, sind durchweg beeindruckend und zeigen an, wohin die Reise geht. Der letzte Punkt lautet entsprechend: „Moderieren bald Live-Avatare in Online-Meetings?“ Technisch gesehen kein großes Problem, aber, so die Autor:innen, „Künstliche Intelligenz in dieser Form anzuwenden, bedarf der Klärung wichtiger ethischer Aspekte und sollte unbedingt kritisch diskutiert werden“.

Meine Praxis ist bescheidener: BigBlueButton, die Open Source-Lösung der Hochschule Darmstadt, wirbt noch nicht mit KI-Unterstützung. Für Zoom, das Tool meiner Wahl, nutze ich datenschutzkonform eine Lizenz, die mit vielen Einschränkungen daher kommt. Und in Teams und Webex bin ich meist nur als Gast unterwegs.
Birgit Aschemann und Gunter Schüßler, erwachsenenbildung.at, 10. Mai 2024

Kategorien: Lehren und Lernen

Mit digitalen Badges Fähigkeiten sichtbar machen

10. Mai 2024 - 11:38

Der Artikel aus dem Personalmagazin neues lernen stellt „Open Badges“ und „Micro-Credentials“ als eine „vielversprechende Möglichkeit“ vor, „um non-formal und informell erlangte Kompetenzen und Fähigkeiten zu dokumentieren und verifizieren“. Das ist zu begrüßen, denn auch aus meiner Sicht bilden Open Badges einen interessanten Aufhänger, um über das selbstorganisierte Lernen und die Motivation der Lernenden nachzudenken. Leider ordnet der Autor beide Konzepte dem Trend zu modularer Bildung und entsprechenden digitalen Lernangeboten unter. In einigen Überschriften und Absätzen werden zudem Open Badges und Micro-Credentials gleichgesetzt und im ausführlichen Beispiel der Steel University („weltweit führend“!) tauchen „Open Badges“ und „informell erlangte Kompetenzen und Fähigkeiten“ überhaupt nicht mehr auf.

By the way, auch die Illustration des Artikels, eine Collage aus Rubbellosen, ist etwas erklärungsbedürftig.
Rolf Reinhardt, Haufe.de, 6. Mai 2024

Bildquelle: Bryan Mathers (flickr, CC BY-ND 2.0)

Kategorien: Lehren und Lernen

Vom Sekretärinnen-Netzwerk zur Community der DATEV-Assistants und der  Ausbildung von Community-Mentoren: Eine (Lern-)Reise durch 20 Jahre Community-Erfahrungsentwicklung

9. Mai 2024 - 18:07

„Ich bin Christian Kaiser und arbeite bei der DATEV eG in einer Stabstelle im Vorstandsbereich COO/CHRO an den Themen Diversity & Transformation. Im Rahmen dieser Funktion habe ich 2018 eine interne Community für die Themen Change & Transition gegründet (CoPCaT) und dabei persönliche Erfahrungen mit internem Community Management sammeln können. 

In diesem Beitrag möchte ich – angeregt durch diese Erfahrungen in den letzten Jahren – einen übergreifenden Blick auf die Entwicklung von Netzwerken bzw. Communities of Practice (CoP) in der Organisation DATEV werfen. Ich halte es für wertvoll, sich der Bedeutung und Wirkung solcher hierarchie- und bereichsübergreifenden Plattformen organisationalen Lernens bewusst zu machen.“

Das ist der Einstieg dieses Artikels, der vor allem unterstreicht, wie kontinuierlich die DATEV als Organisation auf das Potenzial sich selbstorganisierender Communities setzt. Einleitend stellt Christian Kaiser das Netzwerk der Sekretärinnen (‘SekNet: Gemeinsam begeistert im Netzwerk!’) vor, das 2005 gegründet wurde. Dann die Software Craft Community (SCC) und die Community of Practice Change & Transition (CoPCaT). Und ganz neu die Community der DATEV-Assistants (CoDA). Insgesamt zählt er heute über 60 Communities sowie 115 ausschließlich virtuelle Communities zu einer Vielzahl von Themengebieten. Und schließlich noch die DATEV-Community mit 40.000 Teilnehmer:innen „als zentraler Anlaufpunkt für den Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen Mitgliedern, Kund:innen und Mitarbeitenden“. Offensichtlich eine Erfolgsgeschichte! Oder, wie Christian Kaiser schreibt: „Die beiden jüngeren Entwicklungen in Sachen internem und externem Community Management belegen für mich, dass die Geschichte unserer Communitys bei DATEV eine Geschichte des Wandels und des (Weiter-)Lernens ist.“
Christian Kaiser, Change & Transition, 8. Mai 2024

Bildquelle: Christian Kaiser

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Das Re-Design von Lernen – Podcast Interview

7. Mai 2024 - 13:28

Auf Harald Schirmer (Continental AG) weise ich ja an dieser Stelle regelmäßig hin. In dieser Podcast-Folge (49:23 Min.) darf er darlegen, was er mit dem „Re-Design von Lernen“ genau meint. Dabei fallen Begriffe wie „social learning“, „task-based learning“ sowie „active“ und „engaged learning“. „Neugier“ und „Selbstwirksamkeit“ sind weitere Stichworte, deren Bedeutung Harald Schirmer an konkreten Beispielen aus der Lernwelt bei Continental festmacht. Kurz: Es geht um Lernaktivitäten und Lernerfahrungen, die die Mitarbeitenden und nicht ein Bildungs- und Lernmanagement steuern, aber auch um den Weg dorthin.

„Für mich macht Social Learning einen großen Unterschied – von und miteinander lernen, genauso wie aufgabenbasierte Ergebnisse, Realwelt-Erfahrungen, echte (relevante) Fragestellungen und Werte-basierter Umgang ohne Assessment, Leistungskontrollen und Prüfungen … daraus entsteht Lernlust und gemeinsam können wir ein WirGewinnt erlebbar machen.“
Harald Schirmer, Blog, 29. April 2024

Bildquelle: Haufe/ neues lernen

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Pause

6. Mai 2024 - 19:21

Der Weiterbildungsblog muss leider derzeit unfall-/ verletzungsbedingt pausieren. Herzlich, JR

Bildquelle: Joshua Tsu

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Shaping the Future of Learning: The Role of AI in Education 4.0

30. April 2024 - 9:09

Ich bin fast versucht zu sagen, ein weiterer Bericht über „Künstliche Intelligenz und Bildung“, in diesem Fall herausgegeben vom World Economic Forum. Die Autor:innen des Berichts (28 S., pdf) identifizieren einleitend vier „Versprechen“ der Künstlichen Intelligenz:

– „Supporting teachers‘ role: augmentation and automation“
– „Refining assessment and decision-making in education“
– „Supporting AI and digital literacy“
– „Personalizing learning content and experience“

„Education 4.0“, so heißt es weiter, „is a comprehensive framework that outlines key transformations needed in childhood education to address the needs of the future and promote better education outcomes. It consists of four sets of skills that will be needed in the future – global citizenship, innovation and creativity, technology, and interpersonal skills – as well as four sets of learning experiences – personalized and self-paced, accessible, problem-based and collaborative, and lifelong and student-driven learning.“ (S. 4)

Wem die Botschaften der einleitenden Kapitel bekannt vorkommen, kann gleich zu den neun Case Studies springen, die sich über verschiedene Kontinente und Handlungsfelder erstrecken. Viele wurden sicher schon vor dem Hype um ChatGPT gestartet, einige sind noch in der Entwicklung.
World Economic Forum, 28. April 2024

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AI in L&D: From talk to action

26. April 2024 - 11:12

Im November 2023 haben Donald Taylor und Egle Vinauskaite die Ergebnisse einer ersten Umfrage zur KI-Nutzung in veröffentlicht („AI in L&D: The state of play“). Jetzt haben sie noch einmal nachgelegt. 317 Personen haben wieder online geantwortet. Ihre Antworten zeigen, dass KI in Learning & Development angekommen ist. Vor allem ein Use Case sticht hervor: Content-Entwicklung: „AI in L&D: The state of play showed that L&D expected the key initial benefit of AI would come in content production. This report shows that expectation has become a reality. L&D is indeed using AI for a range of content tasks that would previously require much more time or, in some cases, specialist skills. For better or worse, it is now
possible to create more, better-looking, content faster than ever.“

Aber die Autor:innen sehen noch größeres Potenzial: Informationssuche, Skill Management, personalisierte Lernangebote und individuelle Karrierewege, datengestütztes Talent Development. Überall kann aus ihrer Sicht KI unterstützen. Deshalb haben sie diese Neuauflage um sieben kurze Case Studies zum Einsatz von KI jenseits der Content-Entwicklung erweitert: Bayer, MCI Group, Roche, Ericsson, Leyton, HSBC, Norsk Hydro.

In ihrer Zusammenfassung schreiben sie entsprechend: „As illustrated by Egle’s Complexity Scale, there is only one way to make the most of AI: to step out of the L&D department and engage with the business. Moving beyond productivity wins within the L&D department, more strategic use cases require a mandate that helps to unlock resources and shows the willingness of the business to tolerate experimentation, uncertainty and iterative development.“
Donald H Taylor und Egle Vinauskaite, GSS Focus Report 02, April 2024

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