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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 21 Minuten 29 Sekunden

Digital Learning Platforms In, LXP out

9. September 2019 - 23:17

Craig Weiss schreibt: „Too many vendors are using learning experience as part of their pitch, their SEO to attract consumers who do not want an LMS.  Not because they may not need one, but because they are receiving mixed messages.“ Und weil das Branding so konfus ist und weil niemand mehr weiß, wo genau das LMS (die Lernplattform) aufhört und das LXP (die Learning Experience-Plattform) anfängt, schlägt er ein Rebranding vor. Digital Learning Platforms. Wer das Spiel mit Trends, Brands und Bezeichnungen liebt, sollte sich diesen Expertenbeitrag antun.
Craig Weiss, The Craig Weiss Group, 19. August 2019

Bildquelle: geralt (pixabay)

Kategorien: Lehren und Lernen

„Lerngemeinschaft“ statt „Kurs“ – ein alternatives Leitbild für Onlinekurse (MOOCs)

9. September 2019 - 22:41

Schon die Urheber des MOOC-Konzeptes, Stephen Downes und George Siemens, waren mit dem „C“ im Akronym nicht richtig glücklich. Soweit ich mich erinnern kann, war es mehr eine pragmatische Entscheidung für „Course“, weil der #CCK08 halt über einen definierten Zeitraum von 12 Wochen lief und der Begriff „Course“ das besser als der Begriff „Community“ trifft. Ansonsten würden Stephen Downes und George Siemens viele der 13 Punkte, die Jöran Muuß-Merholz hier vorschlägt, sicher mittragen. Vieles ist ja auch schon im Konzept des Connectivism angelegt …

„MOOC“ steht inzwischen für große Onlinekurse. Das „C“ kann aber auch für „Community“ statt für „Course“ stehen. Wie sieht es aus, wenn man sich an „Lerngemeinschaft“ statt an „Kurs“ als Leitbild für das Online-Lernen orientiert? Eine Gegenüberstellung in 13+ Punkten.“
Jöran Muuß-Merholz, J&K – Jöran und Konsorten, 9. September 2019

Bildquelle: OpenClipart-Vectors (pixabay)

Kategorien: Lehren und Lernen

My Top 10 Tools for Learning

6. September 2019 - 11:16

Es ist wieder die Zeit, in der Jane Hart die Top Tools der Community einsammelt. Noch bis Freitag, den 13. September, kann hier abgestimmt werden. Als Anstoß und Erinnerung für mich selbst verlinke ich hier das Votum von Helen Blunden. Vor allem, weil sie ihre Auswahl so schön kommentiert:
1. Google & Bing, 2. Twitter, 3. YouTube, 4. Feedly Pro, 5. Evernote Premium (Personal) & MS OneNote 2016 (Work), 6. MS Teams, 7. Yammer, 8. iTunes Podcasts, 9. Camtasia, 10. DuoLingo
Helen Blunden, Activate Learning Solutions, 30. August 2019

Bildquelle: Helen Blunden

Kategorien: Lehren und Lernen

DGFP Congress 2019 – eine konstruktive Kritik

5. September 2019 - 18:56

Karlheinz Pape war auf dem DGFP-Kongress (#connectingHR) in Berlin und stellt, nicht zum ersten Mal, eine Kluft zwischen den Themen und der Form der Veranstaltung fest. Auf der einen Seite werden neue Rollen von Führungskräften und MitarbeiterInnen diskutiert, auf der anderen Seite wird vor Ort die klassische Aufgabenteilung zwischen Veranstalter und Teilnehmer gelebt. Das geht besser, meint Karlheinz Pape, und hat sicher schon das Corporate Learning Camp in Koblenz (#CLC19KO) im Sinn … 

„Ich wünschte mir die DGFP als die mutig voranschreitende “Führungsorganisation” fürs Praktizieren neuer Formen der Zusammenarbeit. DGFP-Kongresse könnten erlebbare Experimentierfelder für Organisatoren und Teilnehmer sein – gerade heute. Das gilt natürlich für alle Kongresse – egal von wem sie veranstaltet werden. Kongresse sind immer Lern-Events, die nur dann glaubwürdig sind, wenn sie leben was sie inhaltlich transportieren.“
Karlheinz Pape, Corporate Learning, 5. September 2019

Bildquelle: Karlheinz Pape (CC BY 4.0)

Kategorien: Lehren und Lernen

“What makes a Learning Technologist?” – Part 1 of 4: Job titles

4. September 2019 - 18:28

Dieser Beitrag definiert und diskutiert nicht, was einen „Learning Technologist“ auszeichnet. Vielmehr wurde gefragt: „What is your current job title?’ und ‘What would your ideal job title be?“ Die Antworten sind natürlich sehr heterogen, einige finden sich mit dem Titel in ihrer aktuellen Rolle gut getroffen, einige wünschen sich gerne eine andere Bezeichnung. So enthält der Beitrag schließlich auch eine Liste mit fast 50 Alternativen – von „Academic Course Developer“ bis „Technology Enhanced Learning Manager“! Der Autor weist dann noch darauf hin, dass vor allem die Begriffe „digital“ und „design“ bei der Suche nach treffenden Jobtiteln derzeit hoch im Kurs sind. Und das gilt sicher nicht nur für die britische ALT Community, aus deren Kreis die meisten Antworten stammen.
Daniel Scott, #ALTC Blog, 2. September 2019

Bildquelle: Association for Learning Technology

Kategorien: Lehren und Lernen

Wer ist Datenliterat*in – neuer Data-Literacy-Kompetenzrahmen

3. September 2019 - 14:22

Hinter dieser Nachricht des Hochschulforums Digitalisierung stecken zwei Dokumente, beide über 100 Seiten stark: „Data Literacy: Ein Systematic Review“ (HFD-Arbeitspapier Nr. 46) und „Future Skills: Ein Framework für Data Literacy“ (HFD-Arbeitspapier Nr. 47). Das erste Arbeitspapier liefert die Grundlagen, das zweite bietet einen Data-Literacy-Kompetenzrahmen. Da ich die Dokumente noch nicht lesen konnte, gebe ich an dieser Stelle einige Zeilen des Hochschulforums wieder:

„Data Literacy umfasst laut der Studie weit mehr als bloßes Faktenwissen. Die Haltung, mit Daten wissenschaftlich wie ethisch korrekt umgehen zu wollen, muss die Fachkenntnisse ergänzen, damit von wahren Datenliteraten die Rede sein kann. Dementsprechend unterscheidet der Data-Literacy-Kompetenzrahmen die Kompetenzdimensionen Wissen (Knowledge), Fähigkeiten (Skills), Haltung (Attitude).“

Beide Arbeitspapiere stehen online zur Verfügung.
Hochschulforum Digitalisierung, 2. September 2019

Kategorien: Lehren und Lernen

Selbststeuerung – die stille Revolution des Lernens

2. September 2019 - 15:13

Sandra Nowak hat gerade ihre Masterarbeit über die Förderung des selbstgesteuerten Lernens geschrieben, und im Gespräch mit Herwig Kummer wird das Spielfeld vorsichtig ausgelotet. Natürlich spielt sich Selbststeuerung irgendwo zwischen Unternehmenskultur, Führungskräften und MitarbeiterInnen ab, aber welchen Beitrag kann die Personalentwicklung leisten? Dazu Sandra Nowak:

„Eine moderne Personalentwicklung bietet gerade in der Selbststeuerung aktiv Begleitung und Unterstützung an und bindet auch die Führungskräfte dabei ein. Wenn Mitarbeiter diese Unterstützung erleben, entsteht Engagement für die eigenen Lernprozesse.

Für die Personalentwicklung heißt dies konkret, Austausch untereinander fördern, selbstgesteuerte Formate zur Verfügung stellen und Sparringpartner für Führungskräfte sein.

Hilfreich ist es auch, Wissen von Einzelnen sichtbar zu machen und für alle in der Organisation zur Verfügung stellen, also ein aktives Wissensmanagement zu implementieren.“
Herwig Kummer, Gespräch mit Sandra Nowak, personaleum, 1. September 2019

Bildquelle: Songeunyoung (Unsplash)

 

Kategorien: Lehren und Lernen

Knowledge Management and Reuse in Virtual Learning Communities

30. August 2019 - 10:09

Nehmen wir zum Beispiel die Corporate Learning Community. Unzählige Aktivitäten, von den großen Camps, den Webinaren, den MOOCs bis zu den regionalen Netzwerktreffen, auf verschiedenen Plattformen wie Twitter, Facebook oder Xing. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Viel User-Generated Content, entwickelt von den Mitgliedern des Netzwerks. Regelmäßig gibt es Versuche, hier etwas Ordnung zu schaffen und Orientierung zu bieten. Konventionen wie Hashtags gehören dazu. Auch das Aufbereiten von Ereignissen und Themen für die Webseite colearn.de in Form von Blogbeiträgen oder Regionalseiten ist ein Versuch, Erfahrungen für andere zugänglich zu machen. Aber diese Anstrengungen laufen den wirklichen Aktivitäten natürlich immer hinterher, und es ist immer wieder eine Abwägung, ob man seine Energie lieber in die Aufbereitung vergangener oder in die Planung zukünftiger Aktivitäten steckt.

Das als Vorspann. Denn der vorliegende Artikel nimmt genau diese Frage auf: „One of the main sources of knowledge in the web is the social networks and especially online communities because they contain human experiences which are considered as a rich source of information. This knowledge is in the most cases unstructured and is in the form of discussions organized generally by topics. If that knowledge could be represented and stored in order to be reused, it would facilitate the knowledge acquisition by members.“

Um hier eine Antwort zu finden, schauen sich die AutorInnen zuerst bereits vorliegende Studien zum Thema an. Einen Ausgangs- bzw. Vergleichspunkt bietet ihnen der „Knowledge Reuse Process“ (M. Lynne Markus). Anschließend entwickeln sie ein eigenes „Framework for Knowledge Management in Virtual Learning Communities“ (1. Content extraction and normalization; 2. Knowledge extraction; 3. Knowledge capitalization, formalization and storage; 4. Knowledge recommendation). Eine schnelle Lösung des Problems ist jedoch nicht sichtbar. Wie auch immer: Ohne maschinelle Unterstützung (Natural Language Processing) wird es nicht gehen.
Houda Sekkal, Naila Amrous und Samir Bennani, International Journal of Emerging Technologies in Learning, Vol 14, No 16, August 2019

Bildquelle: Chris Potter (Flickr, CC BY 2.0)

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Creating a learning culture in six digitally disruptive steps

29. August 2019 - 11:04

Ich muss vorwegschicken, dass mich solche Überschriften eher abhalten als motivieren, den folgenden Artikel zu lesen. Eine Lernkultur in sechs Schritten? Ohne die Unternehmenskultur zu erwähnen? Hinzukommt, dass mir beim Stichwort „Lernkultur“ – hier ist es eine „digitally enhanced learning culture“ – noch ein paar andere Dinge einfallen, die der Autor unerwähnt lässt. Was nicht heißt, dass die folgenden Punkte falsch oder unwichtig wären. Im Gegenteil.

1. Content strategy
(gut: „Companies with high engagement levels now see the majority of their engagement come from both user generated content; and most importantly, the digitisation of the tacit knowledge of their trusted experts across the business.“)
2. Modern learning design …
3. Data and analytics …
4. New skill-sets …
5. Enabling Technology …
6. Learning Leadership …
Steve Dineen, LinkedIn/ Pulse, 28. August 2019

Bildquelle: Annie Spratt (Unsplash)

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Hologramm-Professor hält Vorlesung

28. August 2019 - 23:07

Die Nachricht macht gerade die Runde. 15.000 Kilometer Unterwasserkabel wurden verlegt, damit Studierende auf den Samoa-Inseln an der Vorlesung teilnehmen können, die Umweltwissenschaftler Chris Shuler an der Universität Hawaii in Honolulu hält. 15.000 Kilometer Unterwasserkabel – für eine Vorlesung? Ich hoffe, die Verantwortlichen haben noch ein paar weitere Use Cases in der Hinterhand.
Spiegel Online, 28. August 2019 

Bildquelle: @HawaikiCable

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How the Workforce Learns in 2019: User-Generated Content

28. August 2019 - 11:57

Degreed („The Lifelong Learning Platform“) bringt in den nächsten Tagen seinen jährlichen Report heraus. Der vorliegende Artikel ist also so etwas wie ein Appetizer. Seine Botschaft, die die Lernexperten aus mehreren Befragungen ziehen: „Simply put, it’s rare for workers to generate learning content. Among those who do, user-shared and user-discovered content is much more common than user-created.“

Jetzt kann man sagen: Na klar, es ist natürlich einfacher, auf eine Frage im Netzwerk zu reagieren oder den Link auf einen interessanten Artikel weiterzugeben, als selbst etwas zu schreiben oder gar zu filmen. Aber der Artikel gibt hier nur ein Ergebnis weiter: Ob und wie Learning & Development seine User-Generated Content-Strategie (soweit vorhanden) anpasst, ist eine andere Sache. 
Todd Tauber, Degreed Blog, 13. August 2019

Bildquelle: Degreed

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Messenger-Projekt: Der Mauerfall und ich

27. August 2019 - 12:44

Ein weiteres Messenger-Projekt ist gestartet. Messenger-Projekt heißt: Wir können einem Protagonisten und seinen Nachrichten über einen Dienst wie WhatsApp oder Telegram folgen. Im letzten Herbst war es Kurt Eisner („Ich, Eisner! 100 Jahre Revolution in Bayern“), dann folgte Joseph von Fraunhofer („Hallo, Joseph! #WHATSNEXT“) und jetzt die fiktive 19-jährige Leipziger Studentin Kathrin, die uns an ihrer persönlichen Geschichte des Herbstes 1989 teilhaben lässt. In der Ankündigung heißt es: „Zusätzlich zu den Nachrichten werden zentrale Begriffe aus der DDR-Geschichte und der Friedlichen Revolution erklärt und sind direkt im Messenger abrufbar. Nutzer können Kathrin auch zurückschreiben und eigene Fragen stellen.“

Storytelling via Messenger-Projekt. Ich habe mich jedenfalls gleich angemeldet und die erste Nachricht von Kathrin erhalten …

Bundeszentrale für politische Bildung, August 2019

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Automatisierte Produktion von Lernressourcen: Sammlungen, Quizzes, Bücher, Videos, etc.

26. August 2019 - 8:19

Christoph Meier (scil) hat zum Stichwort „Automatisierung“ einige Beispiele zusammengetragen und kommentiert. Das Kuratieren von Lernressourcen ist dabei nur ein Aspekt. Produktion meint: Programme lesen Texte aus und erstellen anschließend kurze Wissenstests. Oder sie scannen Forschungsdatenbanken und stellen Fachbücher zu bestimmen Themen zusammen. Oder sie erstellen aus vorhandenen Videosequenzen einer Person und später aufgenommenen Sprachaufzeichnungen neues Video.

„Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung ergeben sich auch neue Möglichkeiten der Produktion von medialen Inhalte bzw. Lernressourcen. Für Bildungsverantwortliche und Inhalte-Entwickler ist es ratsam, diese Entwicklungen im Blick zu behalten.“
Christoph Meier, scil-blog, 24. August 2019

Bildquelle: scil

Kategorien: Lehren und Lernen

Die Kunst zu lernen

23. August 2019 - 19:56

Über Andreas Wittke bin ich auf diese Ausgabe des stern gestoßen. Denn dort wurde nicht nur der Hirnforscher Martin Korte über die „Kunst zu lernen“ interviewt, sondern auch „in einer großen Umfrage die besten Weiterbildungsangebote für Schüler und Erwachsene ermittelt“. Dafür hat man mit dem Institut statista zusammengearbeitet und von Nutzern die Lernqualität, das Preis-Leistungs-Verhältnis von sowie die Zufriedenheit mit Bildungsanbietern einschätzen lassen. Diese wurden dann in verschiedene Rubriken eingeteilt: Fernstudium, Fernschulen, Duales Studium, Business Schools, Berufliche Weiterbildung, Sprachlehrinstitute.

In der Rubrik „E-Learning allgemein“ umfasst die Ergebnisliste vier Anbieter: 1. oncampus, 2. Udemy, 3. Haufe Akademie, 4. Lecturio. Dann gibt es noch die Rubriken „Apps und E-Learning Sprachen“ (1. Duolingo, 2. Babbel, 3. Memrise) und „Trainings-Apps“ (1. FahrenLernen, 2. Fahrschulcard, 3. Theorie 24 Führerschein App).
stern, Nr. 35, 22. August 2019

Kategorien: Lehren und Lernen

Entwicklung der Lernprofis: Welche digitalen Kompetenzen sie in Zukunft benötigen

23. August 2019 - 11:34

Die scil-ExpertInnen haben sich ja schon an verschiedenen Stellen mit den neuen Anforderungen beschäftigt, die heute und morgen an Learning & Development herangetragen werden. Vor allem die Digitalisierung ist ein mächtiger Treiber, der neue Rollenprofile mit sich bringen wird. Der vorliegende Artikel skizziert beispielhaft: Experten für (Kompetenz-)Diagnostik; Kuratoren digitaler Lernmaterialien; Video-/AR-/VR-Autoren für das Entwickeln immersiver Lernumgebungen; Fachpersonen für das (teil-) automatisierte Erstellen von Lerninhalten.
Sabine Seufert, Christoph Meier, Judith Spirgi, in: Wirtschaftspsychologie aktuell, 2/ 2019, S. 53–56

Bildquelle: ATD

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CLP074: DATEV Software Craftsmanship Community – eine selbstorganisierte Lern-Community

22. August 2019 - 9:08

Beispiele für lebendige Communities of Practice gibt es ja nicht wie Sand am Meer. Doch bei der DATEV scheint es zu funktionieren. Seit März 2013 gibt es dort die DATEV Software Craftsmanship Community. Mit 800 MitarbeiterInnen im Verteiler und jährlich circa 70 Veranstaltungen, von Meetups, Open Spaces bis zum Hackerkegeln. Alles wird sehr offen gelebt, ohne Protokolle und Zertifizierungen, aber natürlich mit Bezug zum Tagesgeschäft. Karlheinz Pape hatte auf dem DATEV DigiCamp im Juli 2019 die Möglichkeit, Andreas Fischer, den Gründer der Datev SCC, zu interviewen. Herausgekommen ist ein interessanter Podcast. Weitere Informationen zum SCC finden sich auf den Seiten der DATEV.
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community, 4. August 2019

Bildquelle: Karlheinz Pape (CC BY)

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Badges für informelles Lernen? Ja, ABER…..

21. August 2019 - 12:50

Das Corporate Learning Camp in Koblenz am 12./13. September wirft schon mächtige Schatten voraus. Session-Vorschläge. Community Assemblies. Eine neue Telegram-Gruppe. Und einen Badge für die Teilnahme am Camp. In ihrem Beitrag bereitet Charlotte Venema die Community auf diesen Schritt vor und denkt laut über die mit ihm verbundenen Fragen nach. Dabei lädt sie ein, folgende Punkte zu diskutieren: 
„1. Soll die CLC Badges vergeben?
2. Wenn ja, welche Kriterien sollten erfüllt sein, bevor jemand einen Badge erhält?
3. Welche Bedeutung werden diese Badges und E-Portfolios innerhalb der Community und im Berufsleben haben?“

Wichtige Fragen. Sie selbst, daraus macht sie kein Hehl, steht der Formalisierung (Badges) informeller Lernprozesse eher kritisch gegenüber: „Aus meiner Sicht liegt die Lösung nicht darin, etwas zu formalisieren, was von Natur aus nicht formal ist. Die Lösung liegt darin, die formale Bildung und das informelle Lernen in der Praxis so miteinander zu verbinden, das immer beides stattfindet. Aber das ist ein anderes Thema.“ Lesenswert!
Charlotte Venema, Corporate Learning Community, 3. August 2019

Bildquelle: Simon Dückert/ Telegram

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Zentrale Online- und Datenplattform für die berufliche Weiterbildung

20. August 2019 - 11:16

Manchmal geht es ja wirklich Schlag auf Schlag: Was gestern noch im Ideen- und Ankündigungsmodus war, was im Juni nur einen kurzen Passus in der Nationalen Weiterbildungsstrategie ausmachte, soll als Prototyp bereits Ende Oktober 2019 vorgestellt werden! Das Ziel ist eine zentrale Online- und Daten-Plattform für die berufliche Weiterbildung, die die Suche nach passgenauen Angeboten erleichtert. Und die Kompetenzanalyse und -entwicklung soll „intelligent unterstützt werden“.

Dahinter stehen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Initiative Tech4Germany. Wer die Arbeit macht, wer das Konzept entworfen hat und was genau im Pflichtenheft steht, ist der kurzen Meldung leider nicht zu entnehmen.
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Meldungen, 13. August 2019

Bildquelle: BMAS/ BMBF

Kategorien: Lehren und Lernen

Hochschul-Bildungs-Report 2020: Jahresbericht 2019

19. August 2019 - 20:55

„Im Hochschulbildungsreport 2020“, so ist zu lesen, „untersuchen der Stifterverband und McKinsey, wie gut die Hochschulen die Studierenden auf die Wirtschaft von morgen vorbereiten und formulieren Empfehlungen an Politik und Hochschulen“. Jetzt ist der Jahresbericht 2019 erschienen. Eine zentrale Botschaft lautet: Das wichtige Thema Weiterbildung scheinen die Hochschulen zu verschlafen. Es bewegt sich kaum etwas. Orientieren könnten sie sich an den Education-Start-ups, sie „mischen zunehmend den Weiterbildungsmarkt auf – auch im akademischen Bereich“ (S. 2).

Aber der Bericht enthält viele weitere Informationen, Modelle und Empfehlungen, über die man trefflich diskutieren (und sicher auch streiten) kann. Hier eine kleine Auswahl solcher Einstiegspunkte:

– das „Future-Skills-Framework“ (Technological Skills, Digital Citizenship Skills, Classical Skills), das die Initiatoren entwickelt und neben bereits existierende Modelle gestellt haben;
– die Education-Start-ups (von Coursera bis Babbel), die in der Studie als Benchmark innovativer Bildungsangebote gehandelt werden;
– die offene Sympathie für neue, umfassende, nationale Plattformlösungen auf dem Feld der Weiterbildung, wie sie von MILLA angeregt und in der kürzlich veröffentlichten Nationalen Bildungsstrategie fortgeschrieben wurde.

Hinzu kommen noch, wie gesagt, exklusives Datenmaterial aus Erhebungen und Umfragen sowie konkrete Empfehlungen an die Handlungsträger im Hochschulbereich. Und natürlich der jährlich bis 2020 fortgeschriebene Hochschul-Bildungs-Index. Hier heißt es:
„Der Hochschul-Bildungs-Index erreicht 2017 auf seiner Skala von 0 bis 100 Punkten lediglich 46 Punkte. Das ist zwar im Jahresvergleich ein Plus von 5 Punkten, aber viel zu wenig, um das Ziel von 70 Punkten zu erreichen, das für die sechs Handlungsfelder für das Jahr 2017 gesetzt wurde.“
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (Hrsg.), in Kooperation mit McKinsey & Company, August 2019

 

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Karriere per Onlinekurs

19. August 2019 - 10:54

In der FAZ ist dieser Artikel erschienen, der MOOCs (Massive Open Online Courses) in das Feld der beruflichen Weiterbildung einordnet. In diesem Rahmen kommen auch Lernende, Personaler und Experten im O-Ton zu Wort. Ich darf dabei in wenigen Worten an die MOOC-Entwicklung der letzten Jahre und LinkedIn Learning als aktuellen Quereinsteiger erinnern.

„Man braucht viel Durchhaltevermögen und Eigeninitiative, um bis zum Ende dranzubleiben. Den Unternehmen ist das bewusst. „Jeder hat seine eigene Vorliebe fürs Lernen“, sagt zum Beispiel Vandana Zitterell von Audi. „Die einen lernen lieber in der Gruppe und im klassischen Präsenztraining, die anderen lieber selbständig und online.“ MOOCs sind also kein Muss – aber womöglich eine sinnvolle Ergänzung.“
Lisa Kuner, Faz.net, 17. August 2019

Bildquelle: Glenn Carstens-Peters (Unsplash)

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