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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 2 Stunden 56 Minuten

Digitalisierung: Die deutsche Bevölkerung macht Fortschritte, aber Spaltungen manifestieren sich

26. Februar 2020 - 20:38

Der D21-Digital-Index, das „jährliche Lagebild zur digitalen Gesellschaft“, ist wieder erschienen, herausgegeben von der Initiative D21 e. V. Auf 62 Seiten finden sich Basisdaten zur Digitalisierung, aufgeteilt in die Kapitel „Digital-Index“, „Die digitale Gesellschaft“,  „Digitale Selbstbestimmtheit“ und „Digitales Arbeiten“. In der Pressemitteilung werden folgende Ergebnisse hervorgehoben:

„- 86 Prozent der deutschen Bevölkerung sind online, mobile Endgeräte tragen entscheidend dazu bei
– Digitalisierungsgrad steigt auf 58 von 100 Punkten: Digitale VorreiterInnen erstmals größte Gruppe, niedrig Gebildete in vielen Kompetenzbereichen abgehängt
– Nur eine Minderheit 36 Prozent findet, dass Schulen notwendige Digitalisierungsfähigkeiten vermitteln
– Mehrheit der deutschen Bevölkerung steht Veränderungen durch Digitalisierung positiv gegenüber“

Ein wichtiges Referenzwerk.
Initiative D21 e.V., Pressemitteilung, 25. Februar 2020

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Capturing the Hype: Year of the MOOC Timeline Explained

26. Februar 2020 - 17:21

Wer den Anfang der MOOC-Bewegung nicht mitbekommen hat, kann hier eine kleine Zeitreise starten. Alles begann im Juli 2011. Dhawal Shah schreibt:

„In July 2011, Sebastian Thrun announced through his personal Youtube channel that he and Peter Norvig would be offering a Stanford course — CS221 Introduction to AI — online for free at ai-class.org (which now redirects to Udacity, an edtech startup later founded by Thrun).“

Dann ging es weiter, Schlag auf Schlag. Die Geschichtsstunde endet im November 2012, als die New York Times-Reporterin Laura Pappano das Jahr zum „Year of the MOOC“ erklärte.
Dhawal Shah, Class Central/ MOOC Report, 4. Februar 2020

Bildquelle: New York Times

Kategorien: Lehren und Lernen

Cornerstone Acquires Saba: A Market Leader Acquires A Pioneer

26. Februar 2020 - 9:06

Josh Bersin spricht von einer „consolidation of the enterprise learning management systems market“. Und die nackten Zahlen dieser Übernahme – Umsatz, Kunden usw. – sind schon beeindruckend. Deshalb hebt er hervor: „All large companies need learning management systems.“ Compliance usw., wir erinnern uns. Aber zugleich: „… the LMS market has been under attack by fast-growing new LXP vendors“. Den Rest des langen Artikels skizziert er die jüngste Geschichte beider Unternehmen, wägt das Für und Wider des Deals ab, um mit einem positiven Ausblick (aus Sicht von Cornerstone) zu schließen. Fürs Protokoll.
Josh Bersin, Josh Bersin/ Blog, 25. Februar 2020

Bildquelle: Cornerstone

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Rückblick auf OERcamp und OERcamp meets Hacks&Tools in Hamburg

25. Februar 2020 - 18:10

Am 20. und 21. Februar 2020 hat ja wieder das OERcamp stattgefunden – „das Treffen der Praktiker*innen zum Thema Open Educational Resources (OER), sprich digitale und offenen Lehr-Lern-Materialien“. Mittlerweile im achten Jahr! Nele Hirsch war vor Ort und hat Projekte, Tools, Eindrücke, Ideen, und viele Links (und es sind wirklich viele!) zusammengefasst. „Themen“, „Plattformen, Materialien und Projekte zum Nutzen“, „Empfohlene Veranstaltungen“ und „Podcasts“ lauten die ersten Zwischenüberschriften. In ihrem Newsletter „EduMail“ schreibt sie noch, dass die Stichworte LernOS, LOA – Lernen ohne Aufgaben und Gute Barcamp-Dokumentation es auf ihre „persönliche Nachbereitungsliste“ geschafft haben … 
Nele Hirsch, ebildungslabor, 20. Februar 2020

Bildquelle: Nele Hirsch

Kategorien: Lehren und Lernen

Digitales Lernen führt zu einer Renaissance des analogen Präsenzlernens

24. Februar 2020 - 13:28

Daniel Stoller-Schai schreibt einleitend: „Die Digitalisierung des Lernens macht es möglich, dass die klassische Wissensvermittlung, die im Seminarraum, im Klassenzimmer oder im Hörsaal stattgefunden hat, komplett ins Internet verlagert werden kann. … Dies eröffnet ganz neue Möglichkeiten für das gemeinsame Lernen vor Ort. Professionelles digitales Lernen schafft damit Raum zu einer „Renaissance“ des Präsenzlernens.“

Vor diesem Hintergrund stellt er eine Reihe von Interaktions- und Kollaborationsformen vor, die diese Renaissance mit Leben füllen können: BarCamps, Liberating Structures, Design Thinking, Lego® Serious Play®, Visual Tools, Eigenland®, CollaBoard, AlpenSalon. Kurz, eine bunte, interessante Mischung aus Formaten, Produkten und Ereignissen, die er in jüngster Zeit selbst ausprobiert hat. Das Ziel: Die Entwicklung neuer Lernkonzepte, die sich nicht mehr am Entweder-Oder von „digital“ und „analog“ orientieren: „Neu geht es darum, dass die Stärken der beiden Bereiche berücksichtigt und miteinander in neuen Lernsettings didaktisch kreativ kombiniert werden, damit Lernen so stattfinden kann, dass Lernende selbstbestimmt, selbstständig, motiviert und nachhaltig lernen können.“

Notiert habe ich mir auch noch seine kurzen abschließenden Empfehlungen: „Übe dich in Selbstanwendung“ und „Setze dich neuen Lernprozessen aus“!
Daniel Stoller-Schai, eLearning Journal, 12. Februar 2020

Bildquelle: Charlotte Venema

Kategorien: Lehren und Lernen

Manifest zur digitalen Transformation von Volkshochschulen

21. Februar 2020 - 11:40

Die Volkshochschulen bleiben dran: Am 5. Dezember 2019 haben sie das vorliegende Manifest (5 S.) verabschiedet. In der Präambel wird noch einmal auf den (späten) Start in die Digitalisierung hingewiesen: „Mit der 2015 verabschiedeten Strategie „Erweiterte Lernwelten“ haben wir im Deutschen Volkshochschul-Verband damit begonnen, den digitalen Wandel als programmatische Herausforderung anzugehen.“

Das Manifest enthält „5 Annahmen zur Digitalen Transformation von Volkshochschule“:
– „Annahme 1: Digitalisierung macht es erforderlich und ermöglicht uns, unsere Konzepte und Produkte permanent weiter zu entwickeln und zu überprüfen. Dabei hilft uns eine vernetzte vhs-Community. …“
– „Annahme 2: Sozial gestaltete digitale Umgebungen helfen uns als Volkshochschule individuelle Lernbedürfnisse zu unterstützen. Dazu ist es notwendig, unsere (digitale) Präsenz merklich zu erhöhen. …“
– „Annahme 3: Volkshochschulen haben in einer digital vernetzten Welt die Aufgabe, Bürgerinnen und Bürger beim Erwerb digitaler Kompetenzen zu begleiten. Dazu benötigen wir eine digital kompetente Volkshochschule. …“
– „Annahme 4: Digitalisierung erfordert eine veränderte Unternehmenskultur und veränderte personellen Ressourcen. …“
– „Annahme 5: Digitalisierung erfordert veränderte technologische und finanzielle Rahmenbedingungen. …“

Die Annahmen werden kurz erläutert und schließen mit konkreten Vereinbarungen ab. Einmal im Jahr soll der Stand der Transformation geprüft und bewertet werden. Und kurze Artikel sollen noch etwas mehr Stoff zu den Annahmen und Vereinbarungen bieten. Der erste ist gerade erschienen („#1: Potentiale der vhs-Community“). Ich bin gespannt!
Deutscher Volkshochschul-Verband e.V., Dezember – Januar 2020

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Senden & Empfangen – Was Brecht über das Internet zu sagen hätte

21. Februar 2020 - 7:15

Ein schöner Podcast aus der Reihe „Lakonisch Elegant“ des Deutschlandfunks. Es geht um Brecht, seine Radiotheorie und deren Aktualität. Natürlich geht es damit irgendwie auch um Social Media, User-Generated Content und Podcasting.

„„Die Brechtsche Radiotheorie ist eigentlich erst Mitte der 70er-Jahre berühmt geworden“, erklärt Wolfgang Hagen. Er ist Medienwissenschaftler und ehemaliger Radiomacher, beschäftigt sich viel mit den Möglichkeiten des Massenmediums. Hagen erklärt, wie seiner Meinung nach die Renaissance des Audios diesertage mit Brechts Ideen und Ausführungen zusammenhängt.“

Der Podcast enthält noch einige schöne Referenzen, zum Beispiel auf eine Ausstellung des Münchner Lenbachhauses („Radio-Aktivität – Kollektive mit Sendungsbewusstsein“). Und überhaupt lohnt es sich, „Lakonisch Elegant“ zu abonnieren.
Christine Watty und Johannes Nichelmann, Deutschlandfunk Kultur/ Lakonisch Elegant, 20. Februar 2020

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Lebenslanges Lernen fördern – gute Beispiele aus der Praxis

20. Februar 2020 - 14:29

Das Herzstück dieses Berichts (54 S.) bilden 14 Praxisbeispiele. Sie beschreiben in Form kurzer, anschaulicher Steckbriefe, wie Mitgliedsunternehmen des Human-Resources-Kreises (hinter dem acatech und die Jacobs Foundation stehen) das Thema „Lebenslanges Lernen“ angehen. Denn: „Viele Unternehmen sind auf dem Weg, lebenslanges Lernen noch strategischer zu fördern.“ (S. 11)

Die vorgestellten Projekte decken ein weites Spektrum ab: Einige zeichnen sich durch Breite, Umfang und Zugang ihrer Aktivitäten und Angebote aus. Andere setzen den Schwerpunkt auf den Erwerb digitaler Kompetenzen („digital skills“, „data analytics“, „data science“). Es geht mehrmals um neue Lernwelten, Lernökosysteme, Lernkulturen und Learner Journeys. Einige Unternehmen setzen auf die Kooperation mit starken Partnern wie LinkedIn Learning, Udacity oder Masterplan. Nicht ganz so häufig stehen konkrete Peer-to-Peer-Aktivitäten im Vordergrund. Hier liefern vor allem die Beispiele der Deutschen Telekom, der Otto Group und der Robert Bosch GmbH einige Stichworte („Lernhacks“, „Learnagility Toolbox“, „SOLF“). Zusammengefasst: Die Lektüre lohnt sich!

Die 14 Praxisbeispiele, das sei noch erwähnt, werden eingerahmt durch weitere Handreichungen und Lesehilfen („Lessons Learned“, „Perspektiven der Wissenschaft“, „Politische Handlungsoptionen“, „Ausblick“).

Apropos „Ausblick“: Es gibt sicher Entwicklungen, von denen wir in einer Neuauflage noch mehr lesen werden. Dazu gehören Künstliche Intelligenz (sie taucht jetzt nur im Beispiel der Lufthansa auf) und damit zusammenhängende Schwerpunkte (Personalisierung, Learning Analytics, adaptives Lernen). Von Seiten der Wissenschaft hätte ich mir noch Zuruf „Stärkung der Resilienz“ – als Baustein der digitalen Transformation und entsprechender Kompetenzmodelle – vorstellen können. Und generell fehlt noch die Stimme der Nutzer und Mitarbeitenden in solchen Szenarien: Wie erleben sie eigentlich, ganz persönlich, die strategischen Initiativen ihrer Unternehmen und Organisationen? Wie kommt das Thema lebenslanges Lernen bei ihnen an? Hier könnte ich mir – von einzelnen Erfahrungsberichten, über „nach außen gekehrte“ Lerntagebücher bis zum Messen der Lernkultur – Verschiedenes vorstellen.
Joh. Christian Jacobs, Henning Kagermann und Dieter Spath (Hrsg.), acatech DISKUSSION, München 2020 (20. Februar 2020)

               

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GfWM Kompetenzkatalog Wissensmanagement: Erfahrungen aus dem Praxiseinsatz

20. Februar 2020 - 9:45

Der aktuelle Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement erinnert noch einmal an den Kompetenzkatalog Wissensmanagement der GfWM. Er führt die Anforderungen auf, die an die Profession Wissensmanagement gestellt werden. Auf dieser Grundlage, so die Idee, kann man jetzt hingehen und die Ausprägungen für konkrete Wissensmanagement-Profile definieren. 

Vergleicht man den Kompetenzkatalog Wissensmanagement mit dem jüngst aktualisierten Talent Development Capability Model des ATD, so fallen zwei Unterschiede auf: Beide Modelle führen personale und fachspezifische Kompetenzen auf. Während das TD Capability Model jedoch den dritten Bereich „organizational capability“ nennt und damit stärker an die Geschäftsprozesse von Organisationen anlehnt, bleibt der Kompetenzkatalog Wissensmanagement bei der klassischen Aufteilung und spricht lieber von „interpersonalen Kompetenzen“.

Ein zweiter Unterschied: Die fachspezifischen Kompetenzen für Talent Development-Professionals sind (natürlich!?) viel breiter angelegt. Sie reichen von „Learning Sciences“ bis „Evaluating Impact“. „Knowledge Management“ ist hier eine von acht fachspezifischen Kompetenzen. Im Kompetenzkatalog Wissensmanagement wiederum sind die fachspezifischen Kompetenzen wenig ausgeprägt und kreisen um generische Stichworte wie „Methoden“, „IT“ und „Evaluierung“.

Vielleicht sollte man hier etwas mutiger sein und Punkte wie zum Beispiel „Künstliche Intelligenz“, „Content Curation“, „Datensicherheit“ oder ethische Fragestellungen direkt in den Kompetenzkatalog aufnehmen. Das würde die Profession sicher attraktiver (und geschäftsrelevanter …) erscheinen lassen. Und, ja, die Kehrseite wäre die abnehmende Halbwertszeit eines solchen Kompetenzkatalogs. Aber mit der Herausforderung stünde Wissensmanagement ja nicht allein da.
Angelika Mittelmann, Gabriele Vollmar und Dirk Liesch, gfwm newsletter Q1 2020, 18. Februar 2020 

      

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Microsoft Threatens To Change the LXP Market: EdCast and Others Respond

19. Februar 2020 - 17:03

Es gibt zwei Gründe für mich, diesen Artikel hier zu verlinken: Zum einen der Überblick über die Corporate Learning-bezogenen Aktivitäten von Microsoft. Josh Bersin zählt auf: Microsoft Cortex („Cortex is the dream of the knowledge management market“), Teams („… has the potential to be the “Learning in the Flow of Work” solution for many employees“) und natürlich LinkedIn Learning („… LinkedIn has announced that they are building a Learning Experience Platform“).

Und zum anderen die Einordnung des Marktes der Learning Experience Platforms. Josh Bersin’s Einschätzung (die er ausführt): „They are now becoming intelligent content platforms that connect learning and content to work.“
Josh Bersin, Josh Bersin/ Blog, 18. Februar 2020

Bildquelle: Microsoft

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Von Kompetenzen zu Fähigkeiten – Neues ATD Capability Modell

19. Februar 2020 - 8:11

Die amerikanische Association for Talent Development (ATD), die weltweit größte Standesorganisation für Learning & Development-Professionals, hat ein neues Kompetenzmodell entwickelt und vorgestellt. Damit will man den veränderten Anforderungen Rechnung tragen, die an die Profession heute herangetragen werden. „Data & Analytics“ wurde zum Beispiel als neue Anforderung ins Modell integriert. Die große Veränderung gegenüber dem Vorgänger-Modell besteht jedoch darin, dass man lieber von „Fähigkeiten“ (capabilities) als von Kompetenzen (competencies) sprechen will.

In der Februar-Ausgabe des td Magazins heißt es entsprechend: „Competence has become a somewhat outdated and passive term. It refers to a person’s current state and to them having the knowledge and skills necessary to perform a job. Capability is about integrating knowledge and skills and adapting and flexing to meet future needs. By shifting from a competency model to a capability model, ATD is helping TD professionals put their knowledge and skills to work to create, innovate, lead, manage change, and demonstrate impact.“ („Competency Out, Capability In“)

Christoph Meier (scil) meint dazu (und ich kann seiner Einschätzung gut folgen): „Ich bin nicht sicher, inwiefern diese Begründung auch im deutschen Sprachraum überzeugt, da hier ja bereits seit längerem handlungs- und problemlösungsorientierte Verständnisse von Kompetenz (z.B. Euler / Hahn, Erpenbeck) etabliert sind. Aber dies nur am Rande…“

Das neue „Capability Model“ umfasst drei Bereiche („domains“): „building personal capability“, „developing professional capability“ und „impacting organizational capability“. Diese Bereiche schlüsseln sich wiederum in 23 Fähigkeiten auf.

Es gibt noch weitere Ressourcen des ATD zum Thema. Dort werden die einzelnen Fähigkeiten genauer beschrieben. Einige Ressourcen stehen nur ATD-Mitgliedern zur Verfügung. Nun ist der Wechsel von „competencies“ zu „capabilities“ und die Aufnahme neuer Themen die eine Seite. Doch verändern sich auch die Wege, auf denen Learning Professionals diese Fähigkeiten entwickeln? Und, darauf aufbauend, die Lernumgebungen, in denen sich ihre Zielgruppen bewegen? Darauf habe ich (noch) keine Antwort gefunden …
Christoph Meier, scil-blog, 15. Februar 2020

Bildquelle: Association for Talent Development (ATD)

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Fosway Group 9-Grid – Bericht für Learning Systeme

18. Februar 2020 - 18:29

Die Personalmanagement-Analysten von Fosway haben kürzlich zwei Marktberichte veröffentlicht: einen über die Anbieter von Learning Systems (dessen Titel habe ich für diesen Beitrag übernommen) und einen weiteren über die Anbieter von Digital Learning. Neben der Übersicht (Grid) enthalten beide Berichte noch eine kurze Einschätzung des jeweiligen europäischen Marktes. So schreiben die Autoren zum Beispiel mit Blick auf die jüngsten Plattform-Entwicklungen, dass sie sich nicht auf die Unterscheidung von LMS (Learning Management Systems), NGLE (Next Gen Learning Environments) und LXP (Learning Experience Platforms) einlassen möchten, sondern stattdessen lieber von Learning System Suites und Learning System Specialists sprechen wollen. Okay.
Fosway Group, Januar 2020

Bildquelle: Fosway Group 9-Grid

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#Learntec2020: New Learning, New Dimensions

17. Februar 2020 - 10:45

Noch einmal LEARNTEC: Auch Sascha Reimann und Nicole Bußmann haben ihren Besuch in Karlsruhe und die Interviews und Gespräche, die sie dort geführt haben, in einigen Stichworten zusammengefasst: Dazu gehören natürlich Augmented/ Virtual Reality und Künstliche Intelligenz. Aber auch: Lernökosysteme, Smart Learning Environments, selbstorganisiert Lernende und Learning Professionals, auf die neue Anforderungen und Aufgaben zukommen.

Schließlich: „In ihrer 28. Wiederholung zeigte die Learntec ein umfassendes Bild der Möglichkeiten, Chancen und Aufgaben von (Weiter)Bildung im neuen Jahrzehnt. Die Kongressmesse geht dabei selbst mutig voran: Eine neue zusätzliche Halle soll im nächsten Jahr neben dem Schwerpunkt Corporate Learning den Bereich Lifelong Learning stärker thematisieren.“
Sascha Reimann und Nicole Bußmann, managerSeminare/ Blog, 10. Februar 2020  

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The L&D Global Sentiment Survey 2020 – first thoughts

14. Februar 2020 - 10:01

Einmal im Jahr fragt Donald Taylor: „What will be hot in workplace learning in 2020?“ Das macht er seit 2014 und nennt es „L&D Global Sentiment Survey“. An der aktuellen Runde, deren Ergebnisse jetzt vorliegen, haben immerhin 2.278 Menschen aus 86 Ländern teilgenommen.

Ganz oben auf der Liste steht dieses Jahr „Learning Analytics“, gefolgt von „Personalization/ adaptive delivery“. Das mutet zumindest aus europäischer Perspektive und im Zusammenhang mit der Beschreibung „hot“ etwas ungewöhnlich an. Vergleicht man die Abstimmung mit dem in dieser Woche erschienenen mmb Trendmonitor, so sind die Stichworte des GSS mutiger und zukunftsorientierter. In beiden Abstimmungen stehen jedoch Formen des Erfahrungsaustauschs und informellen Lernens (GSS: „Collaborative/ social learning“, mmb: „social networks/ community“) etwas einsam da. 

Aber das sind nur Donald Taylor’s „first thoughts“. Eine ausführliche Analyse soll noch folgen.
Donald H Taylor, Blog, 30. Januar 2020

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Boost Your Team’s Data Literacy

13. Februar 2020 - 16:21

„We’ve entered a golden era of data“, schreiben Josh Bersin und Marc Zao-Sanders. Wir müssen nur noch lernen, mit diesen Daten umzugehen. Data Literacy in einem breiteren Sinne könnte bedeuten:

„- Ask the right questions
– Understand which data is relevant and how to test the validity of the data they have
– Interpret the data well, so the results are useful and meaningful
– Test hypotheses using A/B tests to see what results pan out
– Create easy-to-understand visualizations so leaders understand the results
– Tell a story to help decision-makers see the big picture and act on the results of analysis“

Ein Anfang, so die Autoren, könnte der kompetente Umgang mit Excel (!) sein (hier geht’s zur Infografik „100 Excel Tips“).
Josh Bersin und Marc Zao-Sanders, Harvard Business Review, 12. Februar 2020

Bildquelle: Carlos Muza (Unsplash)

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Recap – Learntec 2020 – VR/AR-Area

12. Februar 2020 - 16:50

Zum zweiten Mal gab es dieses Jahr auf der LEARNTEC in Halle 2 wieder eine VR/ AR-Area, auf der sich Lösungsanbieter, Anwenderunternehmen, Hochschulen und interessierte Besucher eingefunden haben. Torsten Fell hat die Area nicht nur organisiert und moderiert, sondern auch ein (etwas atemloses) Protokoll geschrieben. Roundtables, Vorträge, Live-Demos, Guided Tours, einen Award, es ging Schlag auf Schlag. Wer Stichworte oder Namen sucht oder sich einfach nur ein Bild machen möchte, ist hier richtig.
Torsten Fell, Immersive Learning News, 2. Februar 2020

Bildquelle: Torsten Fell

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Personaler als Netzwerker – Realität oder Illusion?

11. Februar 2020 - 14:27

Peter M. Wald, Professor für Personalmanagement an der HTWK Leipzig, Blogger und eifriger Twitter-Nutzer, beklagt die fehlende Begeisterung der Personaler für das Netzwerken und die sozialen Netzwerke. Dabei liegt der Nutzen für ihn auf der Hand: sowohl für ihre Arbeit und Akzeptanz im Unternehmen wie auch für ihre eigenen Lern- und Wissensprozesse.

„Das Agieren in Netzwerken aber auch der Aufbau und die Pflege von Netzwerken und Communities wird zunehmend zum Erfolgsfaktor einer modernen Personalarbeit. Soziale Netzwerke, Blogging und HR sehe ich künftig als untrennbaren Zusammenhang!“
Peter M. Wald, Leipziger HRM-Blog, 10. Februar 2020

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KI@Ed noch nicht in der Fläche angekommen

11. Februar 2020 - 12:15

Das mmb Institut hat die Ergebnisse ihrer jährlichen Befragung, das „mmb Learning Delphi“, veröffentlicht. Schon zum vierzehnten Mal wurden ExpertInnen gebeten, die Trends und Themen einzuschätzen, die in Zukunft das digitale Lernen bestimmen werden. 61 ExpertInnen haben sich im Winter 2019/ 2020 an der Befragung beteiligt.

Nun gibt das mmb Institut ja schon mit dem Titel ihres Trendmonitors eine Richtung vor. Das ist in diesem Jahr, auch 2019 klang es schon an, „Künstliche Intelligenz“. Allerdings fehlt hier, von Learning Analytics bis Adaptive Learning, nach wir vor das konkrete Anschauungsmaterial, was mich kurz überlegen lässt, ob das Delphi hier nach einem Trend fragt oder einen Trend setzen möchte. Aber weiter im Text …

Mein Lieblings-Schaubild listet die Lernformen auf, die in den kommenden Jahren nach Ansicht der ExpertInnen in Unternehmen an Bedeutung gewinnen werden. Hier stehen „Videos/ Erklärfilme“ ganz oben (94 Prozent), gefolgt von „Micro Learning/ Learning Nuggets“ (92 Prozent) und „Blended Learning“ (90 Prozent). In der Lesehilfe des mmb Instituts erfährt man, dass sich Web-based Trainings etwas gefangen haben, dass Augmented Reality ein Gewinner der letzten Saison ist, Lernformen des kollaborativen Lernens Rückgänge verzeichnen und Serious Games auf dem letzten Platz stehen. Tendenz fallend.

Weitere Ergebnisse betreffen die Einschätzung allgemeiner Trends im Corporate Learning. Interessant:
„Slack, Teams und Co. werden noch wichtiger: 71 Prozent der befragten Expertinnen und Experten sind der Ansicht, dass diese Kommunikationstools die Austausch- und Lernkultur in Unternehmen bestimmen werden (Vorjahr 62%). Arbeiten und Lernen werden so stärker miteinander verknüpft.“

Auch nach der Bedeutung „nationaler Veranstaltungen für die E-Learning-Branche“ wurde gefragt. Hier führt die LEARNTEC natürlich unverändert die Liste an. Aber die Corporate Learning Camps konnten ihren zweiten Platz noch einmal verbessern – von 49 auf 59 Prozent! Es folgen Zukunft Personal und didacta.

Es gibt viele weitere Auswertungen, auf die ich hier nicht näher eingehe. Sie betreffen zum Beispiel den kommerziellen Erfolg von Anwendungen, die Themen und Inhalte des digitalen Lernens, Zielgruppen, Prüfungsformen und noch mehrmals Künstliche Intelligenz. Genug Stoff zum Diskutieren …
mmb Institut, mmb-Trendmonitor 2019/ 2020, Februar 2020

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The effect of using Kahoot! for learning – A literature review

10. Februar 2020 - 15:30

Wer es nicht kennt: „Kahoot! is a game-based learning platform used to review students‘ knowledge, for formative assessment or as a break from traditional classroom activities.“ Kahoot gibt es seit 2013. Heute wird es von 70 Millionen Menschen im Monat genutzt. Eine Zeit gelang gehörte ich dazu, habe damit gerne längere Workshop- oder Seminar-Sessions aufgelockert, bevor ich zuletzt vor den immer energischeren Upgrade-Aufrufen kapituliert habe.

Im Rahmen einer Literaturanalyse haben nun die AutorInnen 93 Studien untersucht, die sich mit dem Nutzen von Kahoot beschäftigt haben. Es ist eine sehr lange und detaillierte Analyse. Deshalb zitiere ich hier die beiden wichtigsten Absätze aus den zusammenfassenden Highlights:

„- Main conclusion is that Kahoot! has a positive effect on learning performance, classroom dynamics, attuites, and anxiety.
– Main challenges include technical problems, see questions and answers, time stress, afraid of losing, and hard to catch up.“

Empfehlen kann ich den Artikel auch, weil die AutorInnen in ihrer Einführung Kahoot kurz in die Geschichte der Student Response – Systeme einbetten und auch verschiedene Alternativen auf dem (englischsprachigen) Markt nennen.
Alf Inge Wang und Rabail Tahir, Computers & Education, Vol 149, Mai 2020 (via ScienceDirect)

Bildquelle: www.create.kahoot.it

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LEARNTEC 2020 | Das sind die Trends in der E-Learning-Branche

10. Februar 2020 - 13:32

Eine kurze Review der vergangenen LEARNTEC, erschienen in der Reihe „Learning Insights“. Peter Littig fragt Thea Payome, Herausgeberin von „CHECK.point eLearning“, nach ihren Eindrücken. Ihre Stichworte: KI ist präsent, aber es fehlen noch „tragfähige Anwendungen“; VR/ AR sind da schon weiter und greifbarer; und sie beobachtet ein „reges Treiben“ von Start-ups.
Peter Littig im Gespräch mit Thea Payome, Learning Insights, 7. Februar 2020   

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