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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 1 Stunde 14 Minuten

Integrating the Science of How We Learn into Education Technology

11. Oktober 2019 - 10:59

Es ist nur ein kurzer HBR-Artikel, deshalb darf man keine große Antworten erwarten. Stattdessen pickt sich Stephen M. Kosslyn eine wissenschaftliche Erkenntnis über das Lernen heraus: das Prinzip der „desirable difficulties“ (oder „wünschenswerten Erschwernissen“), nachdem Menschen am besten lernen, wenn – kurz gesagt – die Anforderungen nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer sind. Diese Erkenntnis in klassischen Lernumgebungen mit vielen Teilnehmern umzusetzen, ist schwer. Hier kann Technologie bzw. hier können Plattformen und Systeme helfen. Das Beispiel des Autors verbindet „personalized“ und „active learning“.

„Clearly, technology opens up huge opportunities to use the science of learning in new ways. To take advantage of these opportunities, we need to have clear learning outcomes, we need to measure each student’s progress in achieving those outcomes very granularly, and we need to shift to a focus on active learning.“
Stephen M. Kosslyn, Harvard Business Review, 11. Oktober 2019

Bildquelle: Randy Fath (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

„Digital Literacy“ – Versuch einer Begriffsbestimmung

11. Oktober 2019 - 7:51

In diesem „Versuch einer Begriffsbestimmung“ ordnet der Autor „digital literacy“ in eine Abfolge von Begriffen und Konzepten ein: Alphabetisierung, Grundbildung, Literacy. Dabei weist er darauf hin, „dass digitale Medien im deutschen Theoriediskurs zur Grundbildung nur eine untergeordnete Rolle spielen“. Das sind interessante Ausführungen. Allerdings kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum die Diskussion um „digitale Kompetenzen“ nicht in diese Übersicht aufgenommen wurde.

„Der digitale Wandel in unserer Gesellschaft lässt Digital Literacy zu einem zentralen, sich in andere Lerngegenstände integrierenden Konzept aller Weiterbildungsbereiche werden. Da zugleich immer größere Bereiche des Wissens über digitale Medien – wie wb-web – erworben werden, stellt Digital Literacy zugleich eine zentrale Grundlage für jeden Einzelnen dar, um den Prozess des lebenslangen Lernens erfolgreich zu gestalten.“
Lars Kilian, wb-web, 10. Oktober 2019

Bildquelle: TheBetterDay („Vinpok Taptek Keyboard“, CC BY-ND 2.0)

Kategorien: Lehren und Lernen

Das sind die wichtigsten Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2019

10. Oktober 2019 - 23:57

Die aktuelle Ausgabe der ARD/ZDF-Onlinestudie ist erschienen, und Dennis Horn hat die Ergebnisse wie folgt zusammengefasst:
– „Erstens: Es gibt in den Zahlen keine großen Sprünge mehr. (Rund 90 Prozent der Deutschen nutzen das Internet …) …
– Zweitens: Nur jeder Zehnte hat die “Wanze im Wohnzimmer” genutzt. (Sprachassistenten) …
– Drittens: Facebook ist weiter die Nummer eins. (aber noch mehr nutzen täglich WhatsApp …) …
– Viertens: Die Leute nutzen das Netz länger zum Hören.“
Dennis Horn, WDR/ Digitalistan, 10. Oktober 2019

Bildquelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2019

Kategorien: Lehren und Lernen

GfWM Kompetenzkatalog Wissensmanagement – Folge1

9. Oktober 2019 - 20:06

Zuerst habe ich etwas im aktuellen Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) geblättert. Ein schönes Editorial von Manfred Bornemann, das GfWM KnowledgeCamp im November, der Start des Wissensmanagement-MOOCs. Hängengeblieben bin ich am Beitrag von  Angelika Mittelmann und Gabriele Vollmar über die Entwicklung eines „Kompetenzprofils Wissensmanagement“, das einmal als Vorstufe angedacht war, um im nächsten Schritt so etwas wie ein GfWM Gütesiegel zu gewinnen. Dann bin ich beim Video von Gabriele Vollmar gelandet, das ich an dieser Stelle auch verlinke.

Ich muss zuerst gestehen, dass ich zwar GfWM-Mitglied bin, aber Arbeitsgruppe und Projekt nicht mehr auf dem Radar hatte. Von daher habe ich dem angenehm offenen und selbstkritischen Bericht von Gabriele Vollmar aufmerksam zugehört. Sie berichtet darin vom Scheitern des ersten Anlaufs, nämlich der Entwicklung eines Kompetenzprofils. Jetzt, im zweiten Anlauf, will man es mit einem offenen Kompetenzkatalog versuchen. Er umfasst eine Reihe von personalen, interpersonalen und fachspezifischen Kompetenzen, die anderer Stelle ausführlich vorgestellt und in vier Ausprägungsstufen beschrieben werden.

Mein Eindruck: Der Wissensmanagement-Kompetenzkatalog erreicht nicht die Qualität von Kompetenzprofilen, wie ich sie aus Bereichen wie „Learning & Development“ kenne (hier zum Beispiel das ATD Competency Model). Das mag daran liegen, dass es nicht das klare Berufsbild „Wissensmanager/-in“ gibt, so dass gerade die fachspezifischen Kompetenzen blass und wenig differenziert wirken (müssen?). Irgendwie ist das natürlich ein Teufelskreis, will man doch gerade das Berufsbild des Wissensmanagers/-in stärken und professionalisieren … Aber es soll noch eine Folge 2 zum Thema geben.
Gesellschaft für Wissensmanagement, YouTube, 3. Oktober 2019

Bildquelle: GfWM-Newsletter

 

Kategorien: Lehren und Lernen

Unterrichten nach dem 4K-Modell

8. Oktober 2019 - 20:46

Die vier K stehen für Kreativität, Kollaboration, Kommunikation und kritisches Denken und machen seit einiger Zeit als „die“ zentralen Kompetenzen für das 21. Jahrhundert die Runde. In diesem Interview stellt Nina Toller, Lehrerin in Duisburg, zuerst das Modell kurz vor und macht dann am Beispiel „Kreativität“ deutlich, wie diese Kompetenz im Unterricht gefördert werden kann. Kurze Hinweise darauf, wie und wo das 4K-Modell entstanden ist, ergänzen das Interview. 
Theresa Samuelis, Interview mit Nina Toller, Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), 25. September 2019 

Kategorien: Lehren und Lernen

Learning Analytics: Virtueller Roundtable mit Theorie & Praxis

7. Oktober 2019 - 21:41

Zweieinhalb Stunden virtueller Roundtable ist natürlich eine Herausforderung. Aber es scheint sich gelohnt zu haben, In diesem Blogbeitrag fasst Thomas Jenewein (SAP) die einzelnen Impulse zusammen und verlinkt gleich die entsprechenden Slides. Stichworte, die ich mir notiert habe: „von Reporting zu Analytics“, „Return on Expectations“, „Workplace Learning Analytics“ (!) und „Lernerzentrierung“.

Sein Fazit: „Learning Analytics ist ein weites Feld mit noch wenig Umsetzung speziell wenn es über einfaches Reporting hinausgeht. Was Firmen einen Mehrwert bringt kann durchaus unterschiedlich sein – das zeigen die verschiedenen Beispiele von SAP & SBB. Die Wissenschaft kann absolut Rahmen bieten, sei es mit Evidenzen oder Metaanalysen. In diesem speziellen Fall kann die Wissenschaft selbst Forschungsgegenstand sein wenn Lehren und Lernen an Universitäten analysiert wird. Persönlich finde ich alles gut was zu mehr Lernerzentrierung dient – und da gibt es einiges.“

Der Roundtable wurde übrigens vom „Expertenforum Digitales Talent Management” (Mannheim Business School, Universität Mannheim, SAP und tts) initiiert. (via Christoph Meier)
Thomas Jenewein, SAP Community/ Blog, 30. September 2019

Kategorien: Lehren und Lernen

Reference Dictionary. Corporate Learning for the Digital World

4. Oktober 2019 - 21:25

Nicht mehr und nicht weniger als ein Lexikon, das die European Foundation for Management Development (EFMD) und die russische Sberbank Corporate University hier entwickelt und online gestellt haben! Auf 252 Seiten, in 58 Beiträgen, jeder zwischen einer und fünf Seiten lang. Die Beiträge reichen von A („action learning“) bis V („Virtual Reality“). Jeder Begriff bzw, jedes Konzept ist kurz beschrieben, historisch eingeordnet, mit Praxisbeispielen unterlegt und zum Teil illustriert. Viele Referenzen verweisen auf die Sberbank Corporate University, was aber der Qualität der Beiträge (auf den ersten Blick) keinen Abbruch tut.

Ich habe einige Begriffe zuerst vermisst (zum Beispiel communities of practice, digital competencies, learning management systems), dann aber im ausführlichen Schlagwortverzeichnis wiedergefunden.

In der Einführung stellen die Herausgeber kurz den Wandel dar, dem Corporate Learning unterliegt. Dabei schreiben sie Corporate Universities (als Akteuren) vor allem das „educational experience management“ als neuen Fokus und „informal learning“ als zu hebende Ressource ins Stammbuch. 

„To summarize, the new model of corporate learning in the digital world implies the following transitions:
– from an educational services provider to a catalyst for the development of a new generation of executives, managers, employees and value chain partners
– from content development to content development and curation
– from the focus on quality content to focusing on customization of learning solutions to meet customers’ needs
– from combining in-class and distance learning to the combination of formal and informal learning (social, collaborative, experiential)
– from the standardization of training to the personalization of learning
– from the transfer of knowledge to the building and certification of skills.“
(via Christoph Meier/ scil)

Valery Katkalo, Martin Moehrle und Dmitry Volkov (Hrsg.), EFMD/ Sberbank CU, 2019 (pdf)

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Themenschwerpunkt: Bildungsinfluencer*innen

4. Oktober 2019 - 18:02

Von „Bildungsinfluencern“ hatte ich bisher noch nicht gehört, wobei der Begriff ja fast selbsterklärend ist: Menschen, die in Sachen Bildung unterwegs sind und Social Media zur Kommunikation ihrer Aktivitäten und Projekte nutzen. Noch klarer wird es, wenn Andreas Wittke (Chief Digital Officer, Institut für Lerndienstleistungen an der TH Lübeck, berichtet: „Hilfe, meine Tweets werden zitiert – Aus dem Leben eines Social-Media-Influencers“.

Ansonsten folge ich am besten dem Editorial des fnma Magazins: „In dieser Aufgabe widmen wir uns einem weiteren Trend, den der
Bildungsinfluencer*innen. Wobei: In dem Interview mit Julia Althof von der Bildungsinitiative MESH Collective (@UFA X) erfahren Sie, ob das überhaupt der richtige Begriff dafür ist oder ob nicht doch eher von den Wissens-Youtuber*innen gesprochen werden sollte. Anne Martin von der FernUniversität in Hagen geht der Frage nach, ob E-Tutor*innen Bildungsinfluencer*innen sein können, Michael Stöger von der Universität Graz zeigt die Kooperationsmöglichkeiten mit Youtuber*innen auf. In einem weiteren Beitrag widmet sich Karl Peböck von der PH Vorarlberg der Twittercommunity als mögliche Influencer*innen.“

Alles klar?
FNMA Magazin, 03/2019 (pdf)

Kategorien: Lehren und Lernen

Der bildungsferne Campus

4. Oktober 2019 - 17:23

Ich habe eine Weile überlegt, wie ich diesen Artikel von Ralf Lankau, Professor für Mediengestaltung und Medientheorie an der Hochschule Offenburg, aus der FAZ einleiten bzw. zusammenfassen soll. In einigen Punkten gebe ich ihm Recht: Wenn wir über digitale Bildung, über das Digitale in Schulen oder Hochschulen sprechen, geht es immer auch um wirtschaftliche Interessen. Wie bei allen Lehr- und Lernmaterialien (und Lerninhalten, würden einige hinzufügen). Und, ja, personalisierte und adaptive Lernprozesse machen aus Lernenden noch keine mündigen, sich selbst und ihre Interessen steuernde Subjekte.

Allerdings würde ich bei Entwicklung und Einsatz innovativer, zeitgemäßer Lehr- und Lernkonzepte nicht einfach auf die Autonomie der Hochschulen, die Freiheit der Lehre und Forschung und den Bildungsföderalismus vertrauen. Das Beharrungsvermögen dieser Institutionen und Strukturen ist zu groß. Da ist mir ein offener, breit angelegter Diskurs, bei dem auch die „IT“ mitmischt, lieber.

Und die Stelle, wo Ralf Lankau im Artikel Pädagogik und IT zusammenbringt, ist mir zu wenig: „Digital- und Medienkompetenz, vom Coding bis zur vollständigen Medienproduktion, kann man, pädagogisch sinnvoll und datenschutzrechtlich gesichert, an PCs oder Laptops offline im lokalen Intranet lernen, ohne ein Bit an Schülerdaten ins Netz zu verlieren.“
Ralf Lankau, FAZ, 2. Oktober 2019

Bildquelle: Brooke Cagle (Unsplash)

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What Is EdTech: its Definition and Impact through the Years

2. Oktober 2019 - 16:10

Das Schöne an diesem Artikel: Er verlinkt noch einmal die Übersicht, die Martin Weller unter dem Stichwort „Twenty Years of Edtech“ vor einem Jahr veröffentlicht hat – von „Wikis“ (1998) bis „Virtual and Augmented Reality (VR/AR)“ (2018). Abschließend: „What do you think the EdTech of 2019 is? How do you imagine the EdTech sector in the next 20 years?“
Paulette Delgado, Observatory of Educational Innovation, Tecnológico de Monterrey, 30. September 2019

Bildquelle: EDUCAUSE

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Pros and Cons of Virtual Reality-Based Learning

2. Oktober 2019 - 15:49

VR und AR sind attraktive Lernumgebungen. Was ihren täglichen Einsatz in Corporate Learning betrifft, gibt es jedoch klare Grenzen: bei einigen Nutzern löst das Eintauchen in virtuelle Welten Übelkeit aus; die Technik ist aufwändig, an bestimmte Einsatzbedingungen gebunden, die Lösungen oft nicht interaktiv genug. Kurz:

„VR does have many specialized applications in industry, such as large-scale flight simulators, remote medical surgery, and astronaut training. However, for business-related training of the average employee, it fails to add any real benefits over interactive 3D on a PC, phone, or tablet.“
Anthony D. Burns, Qualitydigest, 1. Oktober 2019

Bildquelle: Maurizio Pesce (Flickr, CC BY 2.0)

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Bildungs- und Demokratievermittlung zwischen „Hardware, Cloud, Internet & Co.“

1. Oktober 2019 - 20:04

Fremdes Terrain: Letzte Woche durfte ich auf dem XXIII. Theodor-Litt-Symposium in Leipzig präsentieren. Auf dem Flyer zur Veranstaltung war zu lesen: „Bildung in Demokratie und Diktatur – Bilanz und Perspektiven 30 Jahre nach der friedlichen Revolution“. Nun bin ich weder Historiker noch Politikwissenschaftler und mich deswegen ganz auf die politische Bildung im Netz konzentriert. Also drei bekannte Beispiele – YouTube-Lernen, Messenger-Projekte, Demokratie MOOC – mal aus einer anderen Perspektive vorgestellt. Leider gab es nach meiner Session keine unmittelbare Gelegenheit zur Diskussion, so dass ich einfach mal hoffe, dass mir die TeilnehmerInnen in Leipzig folgen konnten. 
Jochen Robes, SlideShare, 1. Oktober 2019

 

Bildungs- und Demokratievermittlung zwischen „Hardware, Cloud, Internet & Co.“ von Jochen Robes

 

Bildquelle: Appaloosa (Wikimedia, CC BY-SA 3.0)

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Your choice: Evolution or Revolution

1. Oktober 2019 - 10:27

Täglich neue Technologien und Tools: Routine oder Problem, Evolution oder Revolution, fragt Harald Schirmer, Manager Digital Transformation and Change bei Continental? Und wirbt im Folgenden dafür, Lernen zur täglichen Routine werden zu lassen. Dabei spielt er ein bisschen mit Zahlen, hinterfragt wohlbekannte Ausflüchte („… it makes sense, but we do not have time for that“), zählt die bunte Vielfalt an Lernmöglichkeiten auf, um schließlich mit drei Empfehlungen („How to start?“) zu schließen: Social Networking, Working Out Loud, Twitter. Kurzweilig.
Harald Schirmer, Blog, 28. September 2019

Bildquelle: Pixelkult (pixabay)

Kategorien: Lehren und Lernen

Corporate Learning: Wer befreit das Lernen? #clc19ko

30. September 2019 - 12:30

Am besten hat mir der Satz gefallen, dass das Corporate Learning Camp „Experimentierlabor und hochwertiger Austausch“ ist. Denn um Experimentierräume geht es auch in einem Projekt des BMAS, in dem ich gerade stecke („ALLE im digitalen Wandel“). Aber Herwig Kummer hat noch weitere Stichpunkte vom #clc19ko in Koblenz mitgenommen: da ist das Motto „Lernen braucht Netzwerke“, das sowohl den Austausch auf dem Camp als auch unseren Arbeitsalltag so trefflich charakterisiert. Und dann noch die Frage, die Herwig Kummer immer wieder vor Ort begegnet ist: „Wie bringen wir Lernen in den Alltag?“

„Wenn sich 300 Menschen selbstorganisiert über Lernen und Entwickeln austauschen, vernetzen und gemeinsam lernen, dann ist wieder CorporateLearningCamp.“
Herwig Kummer, personaleum, 27. September 2019

Kategorien: Lehren und Lernen

Recent Work in Connectivism

27. September 2019 - 18:25

Der Urheber, George Siemens, versprach 2004 nichts weniger als eine neue Lerntheorie, legte aber in den folgenden Jahren sein Augenmerk auf die pädagogische Praxis und organisierte eine Reihe von Massive Open Online Courses (MOOCs). So blieben viele Fragen zur Theorie offen. MOOC-Partner Stephen Downes ist jetzt hingegangen und hat sich 44 Artikel, die 2018 in offen zugänglichen Quellen zum oder über den Connectivismus publiziert wurden, näher angeschaut:     

„This article surveys recent literature on the topic, grouping it into themes, and developing an understanding of current perspectives in connectivism. It surveys current perspectives and criticisms of connectivism, views of connectivism as a pedagogy and as a theory of learning, recent evidence supporting connectivism, and a wider understanding of connectivism as it is developing today.“

Er nennt seine Literaturstudie bewusst einen „Schnappschuss“. Sein Fazit: „Critics of connectivism may remain, but on the whole, it appears that connectivism, in 2019, is being broadly and usefully applied.“
Stephen Downes, European Journal of Open, Distance and E-Learning, 26. September 2019

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Chapter 11.4 Open pedagogy

27. September 2019 - 9:44

Tony Bates hat der Neuauflage seines Online-Werkes „Teaching in a Digital Age“ ein weiteres Kapitel hinzugefügt. In diesem Fall versucht er, für Open Pedagogy neben Open Educational Practices und Open Educational Resources einen Platz zu finden. Dabei helfen ihm eine Reihe von aktuellen Diskussionsbeiträgen, aber auch Rückgriffe auf Konzepte, die zum Beispiel die Entstehungsgeschichte der Open Universities begleitet haben, Kurz: eine lohnenswerte Lektüre.

Seine abschließende Empfehlung: „… what should drive open educational practices and use of OERs should be a broader vision of teaching and learning that focuses on the knowledge and skills students need in a digital age. OER should be embedded in a wider concept of pedagogy than just ‘open’ pedagogy.“
Tony Bates, Online Learning and Distance Education Resources, 13. September 2019

Bildquelle: Teaching in a Digital Age

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Der lange Weg zu E-Klausuren, digitalen Vorlesungen und KI im Hörsaal

26. September 2019 - 7:08

Unter dem Stichwort „Digitalisierung an Hochschulen“ versucht der Artikel einen kurzen, mutigen Überblick. Im Mittelpunkt steht die Einführung von E-Klausuren an verschiedenen Hochschulen. Einige, so heißt es,  experimentieren sogar schon mit Künstlicher Intelligenz und Virtual Reality. Leidensdruck ist da: „Das gesamte Semester würden Studierende mit Computern arbeiten, um dann ihre Klausuren mit Stift und Papier zu schreiben.“ Wobei – aber hier fehlt dem Artikel der Raum und die Tiefe – bestimmte Lehr- und Prüfungsformen durch ihre Digitalisierung nicht besser werden.

Aber ich zitiere den Artikel auch, weil die Beispiele vor allem aus Berliner Hochschulen stammen. Und ich am Mittwoch in den Räumlichkeiten der HTW (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin) war, auf dem historischen Areal des Campus Wilhelminenhof (hier gibt es eine Audiotour zur Geschichte). Der Anlass war die Fachtagung „Digitale Medien in der betrieblichen Praxis“ im Rahmen des Projekts „CoLearnET“. Dort durfte ich einen Impulsvortrag halten („Wohin geht die Reise? Das Digitale im Arbeits- und Lernalltag“). Danke. 
Markus Lücker, Tagesspiegel, 8. September 2019

Bildquelle: HTW Berlin/ Alexander Rentsch (CC BY-SA 3.0)

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Bruchrechnen für alle!

25. September 2019 - 19:42

Wer diesen Erfahrungsbericht eines Mathelehrers aus Uelsen liest, wird sich vielleicht an den Weg von Salman Khan (Khan Academy) erinnern. In beiden Fällen wurden Lernvideos (Mathe) auf YouTube gestellt, und in beiden Fällen wurden die Filmer vom Erfolg ihres Handelns überrascht. Heute ist Kai Schmidt („Lehrerschmidt“) bei 1.800 Lernvideos angekommen, hat über 20 Millionen Menschen die Grundlagen der Mathematik erklärt und freut sich über 200.000 Follower.

„Doch warum liegen meine Lernvideos bei YouTube und nicht auf dem Schulserver oder einem Bildungsserver? Ist eine kommerzielle Plattform, die darauf ausgelegt ist, dass die Zuschauer möglichst lange Videos schauen, nicht die falsche Umgebung für pädagogische Inhalte?“
Kai Schmidt, taz, 6. September 2019  

Bildquelle: https://www.lehrer-schmidt.de

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7 Dinge, die ich auf dem IOM Summit 2019 über Digitale Transformation gelernt habe

24. September 2019 - 15:13

Parallel zur Zukunft Personal hat ja in Köln der IOM Summit stattgefunden, die Konferenz zu Digital Workplace und Digitaler Transformation (und ich wüsste jetzt spontan nicht, wo Lernthemen besser aufgehoben wären …). Jedenfalls war Gabriel Rath (OstseeSparkasse Rostock) dort, also auf dem Summit, und hat sich folgende Punkte auf die Merkliste geschrieben: 

1. Face to Face schafft Vertrauen. …
2. Otto Normal will vielleicht gar kein New Work. …
3. Wir müssen erst am „Humus“ arbeiten. …
4. Niemand möchte mitgenommen werden. …
5. Weg von der Zeitung. …
6. Es gibt kein Ziel. Es geht um den Weg. …
7. Fragen stellen statt Anweisungen geben. …

Fürs Kleingedruckte bitte bei der Quelle nachschlagen.
Gabriel Rath, Zwischen Daddymodus und Digital Life, 19.September 2019

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YouTube, WhatsApp, MOOCs und Co.: Wo und wie lernen wir morgen?

23. September 2019 - 14:42

Den Weg der Volkshochschulen in die Digitalisierung verfolge ich ja schon eine ganze Weile. Von daher hat es mich sehr gefreut, dass mich die VHS Hunsrück in Kirchberg eingeladen hatte, im Rahmen ihrer Veranstaltung zur Langen Nacht der Volkshochschulen zu sprechen. Dabei habe ich wieder zehn Lernbeobachtungen präsentiert und mit den Anwesenden diskutiert. Aufmerksame LeserInnen dieses Blogs werden die Stichworte wiedererkennen. Für alle anderen stelle ich die Slides hier gerne zur Verfügung.
Jochen Robes, SlideShare, 20. September 2019

 

YouTube, WhatsApp, MOOCs und Co.: Wo und wie lernen wir morgen? von Jochen Robes   Bildquelle: Deutscher Volkshochschulverband

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