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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 1 Minute

40 years of ed tech at the OU

20. Dezember 2019 - 10:13

Noch etwas EdTech zum Jahresabschluss: Martin Weller, Professor für Educational Technology an der Open University, erinnert daran, warum die Geschichte der Bildungstechnologien für unser Verständnis zukünftiger Entwicklungen so wichtig ist. Aufhänger ist für ihn eines von unzähligen MOOC-Zitaten aus dem Silicon Valley (“higher education is now being disrupted …“). Aber der eigentliche Anlass seines Beitrages ist ein Buch, das sich genau mit diesem Thema auseinandersetzt, „Educational visions. The lessons from 40 years of innovation“, und das online unter einer offenen Lizenz heruntergeladen werden kann.
Martin Weller, The Ed Techie, 19. Dezember 2019 

Kategorien: Lehren und Lernen

Kollaborativ Materialsammlungen im Web erstellen: Wakelet

20. Dezember 2019 - 9:57

Gerade, als ich mich so langsam auf Storify eingeschwungen hatte, verkündete der Dienst sein Ende und verschwand im Mai 2018 ganz. Diese Lücke könnte Wakelet schließen. Und die LEARNTEC im Januar ist vielleicht ein erster Anwendungsfall …

„Wakelet erlaubt es, auf einfache Weise Ressourcen aus dem WWW zu einer kuratierten Sammlung zusammenzuführen. Das leisten auch andere Werkzeuge, beispielsweise scoop.it, das wir früher bei scil genutzt haben. Interessant ist Wakelet insbesondere für Lehrpersonen / Lernbegleiter weil andere Personen zur Mitarbeit an einer Sammlung eingeladen werden können – und zwar OHNE dass diese anderen Personen ein Benutzerkonto bei Wakelet haben müssen. Darüber hinaus können für die angelegten Sammlungen verschiedene Layouts genutzt werden.“
Christoph Meier, scil-Blog, 15. Dezember 2019

Bildquelle: Wakelet

Kategorien: Lehren und Lernen

Student Engagement in f2f Lectures

19. Dezember 2019 - 23:44

„Student Engagement“ ist das Schwerpunktthema dieser Ausgabe des fnma Magazins (fnma = Forum Neue Medien in der Lehre Austria). Die Stichworte, die ich mir für ein ausführlicheres Studium der Beiträge und, möglicherweise, die praktische Umsetzung notiert habe, lauten: Audience Response Systeme, Think-Pair-Share, Peer Instruction, Tweedback, Kahoot, Quizizz, Slido und Padlet. Kurz: viele Tools und viele Ideen, die Lehre bzw. den Unterricht interaktiver bzw. „anders“ zu gestalten.
fnma Magazin 04/2019, 19. Dezember 2019

Kategorien: Lehren und Lernen

Whatever happened to 2019 – and online learning?

19. Dezember 2019 - 17:05

Da sich Tony Bates mittlerweile etwas aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat, ist dieser Rückblick etwas persönlicher und weniger repräsentativ. Doch er verlinkt auch auf die Neuauflage seiner Online-Ressource „Teaching in a Digital Age“ und muss schon deshalb an dieser Stelle erwähnt werden. In seiner abschließenden Aufzählung sticht vor allem das Thema KI ins Auge: 

„… in some ways we are also beginning to lose control of educational technology as the application of AI grows, due to lack of transparency and explicability in the design of AI and learning analytics applications. Educators need to educate themselves on AI, and its strengths and weaknesses in education, and fight back against false understandings of learning and of the function of education often reflected in AI applications in education.“
Tony Bates, Online Learning and Distance Education Resources, 16. Dezember 2019 

Kategorien: Lehren und Lernen

Nach draussen zum Lernen

18. Dezember 2019 - 20:37

Das Stichwort „Exkursionen“ passt natürlich zum Schwerpunktthema „Lernräume“, dem wir uns als Corporate Learning Community im nächsten Jahr besonders widmen wollen. Im vorliegenden Beitrag wirbt der Autor Frank Meyer für das Lernen vor Ort, weil es den Studierenden eine unmittelbare Praxiserfahrung ermöglicht und das sozial-kommunikative Lernen fördert. Immer vorausgesetzt, die Lehrenden beherrschen ihr didaktisches Handwerk. Vor diesem Hintergrund führt er uns in die Exkursionsdidaktik ein: traditionelle und konstruktivistische Exkursionsdidaktik, Überblicksexkursionen und Arbeitsexkursionen.

„Exkursionen sind besonders dazu geeignet, den Studierenden sehr anschaulich Praxisrelevanz aufzuzeigen und Arbeitstechniken einzuüben. Zudem haben die Studierenden die Möglichkeit, bei der Berücksichtigung handlungsorientierter und konstruktivistischer Exkursionsmethoden ihren Lernprozess relativ autonom selbst zu steuern, Kompetenz zu erleben und beim Lernen sozial eingebunden zu sein. Alle genannten Faktoren fördern in der Regel die Motivation der Studierenden konkret vor Ort, aber auch für die allgemeine Beschäftigung mit dem Fach (vgl. Deci u. Ryan 1993, Winteler 2004). Für eine gelungene Gestaltung des Lernens vor Ort sind die Besonderheiten von Exkursionen zu berücksichtigen, eine gründliche und rechtzeitige Planung, ein Ablaufplan für die Standorte sowie klare Arbeitsaufträge sind wichtig.“
Frank Meyer, DUZ – Magazin für Wissenschaft und Gesellschaft, 11/2019 vom 15. November.2019

Kategorien: Lehren und Lernen

Corporate Learning goes digital – Was gibt es für Trends und wie können diese umgesetzt werden?

17. Dezember 2019 - 18:16

Die letzte berufliche Reise in diesem Jahr führte mich nach Leipzig. Peter Wald (HTWK Leipzig) hatte mich charmant auf das Christmas Special zum HR Innovation Day gelockt. Ich durfte dort einen Workshop füllen, bin aber in der knappen Stunde weder dem Titel meiner Session noch meiner eigenen Regie gerecht geworden. Meine Idee, eine kurze Diskussion in Padlet festzuhalten, habe ich so auf eine nächste Gelegenheit im neuen Jahr verschieben müssen. Ich hoffe aber, die Teilnehmenden konnten trotzdem etwas mitnehmen. Und wer noch ein paar Eindrücke aus Leipzig auffangen will, der findet auf wakelet (noch ein ToDo fürs nächste Jahr …) eine kuratierte Tweet-Übersicht.
Jochen Robes, Slideshare, 17. Dezember 2019

Corporate Learning goes digital – Was gibt es für Trends und wie können diese umgesetzt werden? von Jochen Robes

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#oeb2019: Gute Geschichten übers Lernen

16. Dezember 2019 - 17:16

Sascha Reimann und Nicole Bußmann waren natürlich auf der oeb in Berlin und haben ihre Eindrücke festgehalten. Da war zum Beispiel Audrey Watters, die die Teilnehmenden für die Geschichte des Lernens mit neuen Technologien sensibilisiert hat. Dann das Stichwort Lernkultur, das sich wie ein roter Faden durch viele Sessions zog. Und überhaupt wurde oft „für die Offenheit für neue Tools und Methoden plädiert, ebenso für Vielfalt und die Kräfte des Austauschs der Lernenden untereinander“.
Sascha Reimann und Nicole Bußmann, managerSeminare/ Blog, 6. Dezember 2019

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more than 1000 Examples VR/AR Learning / Training reach

13. Dezember 2019 - 20:04

Wenn ich an dieser Stelle vielleicht nicht so viel über VR/ AR-Beispiele aus der Weiterbildung berichte, dann auch, weil das Portal „Immersive Learning News“ dieses Thema umfassend abdeckt. Jetzt schreibt Initiator und Chef-Kurator Torsten Fell, dass nach knapp zwei Jahren die Marke von 1.000 Nachrichten erreicht wurde. Und weitere Projekte kündigt er gleich für das kommende Jahr an: ein Live-Format, Webinare, Podcasts, einen VR/AR Learning Check und einen Immersive Learning AWARD. Es lohnt sich also für VR/ AR-Interessierte, einmal bei „Immersive Learning News“ vorbeizuschauen.
Torsten Fell, Immersive Learning News, 13. Dezember 2019

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Themenorientiertes Führen – Wenn Lernen Karriere macht

12. Dezember 2019 - 21:06

Die Fachkarriere kommt ja bis heute meistens als Verlegenheitslösung daher, um eine Alternative zur klassischen Führungslaufbahn diskutieren zu können. Wenn Joël Luc Cachelin jetzt von „themenorientiertem Führen“ spricht, dann sieht er eine Reihe von aktuellen Entwicklungen, die aus einer Verlegenheitslösung eine Notwendigkeit machen: vor allem neue, projekt- und netzwerkorientierte Organisationsformen sowie Erwerbsbiografien, die sich mehr in diversen Ökosystemen und weniger in einem einzigen Unternehmen abspielen (Joël Luc Cachelin beschreibt das übrigens in seinem Beitrag sehr viel schöner und blumiger …).

Was für Rollen sind nun in themenorientierten Karrieren denkbar?  Vorgestellt werden:
– die Märchenfee
– der Detektiv
– die Influencerin
– Wissensmanagerinnen und -manager
– KI-Erzieher
– die Lernstrategin
– der Lerndesigner

Abschließend gibt Joël Luc Cachelin noch Empfehlungen, wie Unternehmen sich diesen themenorientierten Karrieren nähern können. „Lernen“ spielt dabei eine zentrale, strategische Rolle. Und: „Diese Ideen zeigen, warum neue Karrieren mit neuen Menschenbildern einhergehen. So lange Mitarbeitenden als faul, nicht neugierig und unselbständig gelten, wird die Zukunft der Arbeit noch lange nicht Realität.“
Joël Luc Cachelin, Wissensfabrik, 12. Dezember 2019

 

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Udacity’s 2019: Year in Review

12. Dezember 2019 - 18:15

Mit Sebastian Thrun begann ja 2011 die eigentliche MOOC-Welle. Dann gründete er 2012 Udacity. Ende 2013 wendete sich Udacity als erster MOOC-Anbieter der beruflichen Weiterbildung zu, mit einem steigenden Angebot kostenpflichtiger Kurse. Und kurze Zeit später entwickelten sie die ersten Nanodegrees. Von daher lese ich gerade die Jahresrückblicke über Udacity mit großem Interesse.

Über Udacity 2019 schreibt Manoel Cortes Mendez: „2019 was an eventful year for Udacity. After a lackluster 2018 — plagued by underwhelming growth, a decrease in paid enrollments, and a lack of blockbuster Nanodegrees — Udacity needed to react strongly to steady the ship. …
But if we had to condense Udacity’s 2019 in a single sentence, we’d go with “Doing more with less.”“

„Doing more with less“ meint: mehr Kurse bzw. Nanodegrees mit weniger Mitarbeitern. Class Central hat übrigens auch für edX und FutureLearn kurze Jahresrückblicke geschrieben.
Manoel Cortes Mendez, Class Central/ MOOC Report, 11. Dezember 2019

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Der OER-Community droht die Spaltung!

10. Dezember 2019 - 22:19

Vorneweg: Dieser „Meinungsbeitrag“ von Jöran Muuß-Merholz richtet sich vor allem an die unmittelbaren Akteure der OER-Community, also an BildungsexpertInnen, die sich für die Entwicklung und Nutzung freier Bildungsmaterialien interessieren. Er schreibt:

„Einige der wichtigsten internationalen OER-Konferenzen haben für 2020 eine deutliche Neuausrichtung angekündigt. Auch in Deutschland gibt es Akteure, die nicht mehr „einfach nur OER“, sondern mindestens eine Transformation von Bildung, besser sogar einen gesamtgesellschaftlichen Wandel im Blick haben. Gleichzeitig wird für die große Open Education Conference nach 16 Jahren das Ende diskutiert – die Community sei zerstritten.“

Diese Beobachtungen führt Jöran Muuß-Merholz weiter aus und lädt anschließend zur Diskussion ein.
Jöran Muuß-Merholz, OERinfo – Informationsstelle OER, 10. Dezember 2019

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Adventsgespräch zum Thema Weiterbildungstrends 2020

10. Dezember 2019 - 18:31

Ich habe noch einen Link gesucht, um das Stichwort „Learning Ecosystems“ hier festzuhalten. Denn es tauchte ja in den letzten Monaten immer häufiger auf. In diesem Teaser für einen IMC-Podcast bin ich fündig geworden. IMC-Vorstand Sven R. Becker erklärt:

„Was sollten Unternehmen 2020 angehen?
Sven R. Becker: Das ist kein Trend in dem Sinne, sondern da wird der Weg hingehen. Learning Ecosystems ist der Begriff, der diese Entwicklung prägt. Das heißt wir haben klassische Systeme wie Learning Management Systeme, die immer mehr in den Hintergrund rücken. Dafür bauen wir um den „Lernnucleus“ ein richtiges Ökosystem auf…“

Vielleicht gibt es im Podcast selbst noch weitere Informationen …
CHECK.point eLearning, 9. Dezember 2019

 

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Badges: Bericht vom 8. Treffen der Corporate Learning Community Frankfurt

9. Dezember 2019 - 22:57

Der Termin ist schon ein paar Tage her (21. Oktober). Aber jetzt stand das nächste Treffen der Frankfurter CLC-Gruppe an, Grund genug für Annette Sell, ihr Protokoll der wartenden Öffentlichkeit zu übergeben. Sie berichtet darin vom Badge-Projekt des Gastgebers Ernst & Young, von den „Liberating Structures“, die uns wieder einmal durch den Abend führten, und von lebhaften Diskussionen über Sinn und Nutzen des Trends, der ja eine Reihe von Round Tables und Projekten in 2018 prägte.
Annette Sell, Corporate Learning Community, 8. Dezember 2019

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KI-Campus: Eine neue Bildungsplattform für Künstliche Intelligenz entsteht

6. Dezember 2019 - 18:51

Es erinnert an Finnland und seine Plattform „Elements of AI“: die nationale Bildungsplattform für KI, die in den nächsten drei Jahren entstehen soll und deren Ziele Ulrich Schmid vom Konsortialpartner mmb Institut hier beschreibt. Der KI-Campus „richtet sich an alle Personen, die sich aus beruflichen oder privaten Gründen für dieses Thema interessieren und dazu weiterbilden möchten oder müssen“. Es sollen neue digitale Inhalte entwickelt, aber auch bestehende kuratiert werden. Man hat sechs Leitlinien verabschiedet und will Ende 2020 mit den ersten Angeboten online gehen. Die weiteren Projektpartner sind der Stifterverband, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Hasso-Plattner-Institut (HPI) und neocosmo.

Nur am Rande: Zwar hat sich ja schon 2015 die Nationale Plattform „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) konstituiert, aber einen „Nachhaltigkeits-Campus“ als Online-Bildungsplattform gibt es meines Wissens nicht.
Ulrich Schmid, Bertelsmann Stiftung/ Digitalisierung der Bildung, 6. Dezember 2019

Bildquelle: Stifterverband/K3

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How Will Content Discovery Evolve?

6. Dezember 2019 - 18:45

„It’s more important than ever to think about how employees will find the content they need. This is how the learning experience platform market came to be“, schreibt Analyst Josh Bersin. Und er stellt uns anschließend verschiedene Strategien und Perspektiven vor:

Ein klassischer Lernpfad („learning path“)? Oder „to guide learning according to skills“? Was ist mit der Idee von „page ranking for learning recommendations“? Oder, jetzt wird es etwas komplizierter, „offer solutions that actually ingest instructional content (text, video, audio), identify and categorize the instruction contained within it, and then create microlearning and personalized recommendations“?

Aber das ist noch nicht alles: „recommend content … through human support: Ask the learner.“ Schließlich: „The final approach is to embed learning into mandatory practices at work.“

Seine abschließende Empfehlung ist ein Aufruf, sich bewusst mit dieser Frage auseinanderzusetzen: „The LXP is not the solution to everything. Creating the right form of discovery is where you earn your pay. Make sure you are creating the right types of discovery for the best content you can find. Don’t let your L&D department turn into the training flea market.“
Josh Bersin, Chief Learning Officer, Dezember 2019

Bildquelle: Noble Mitchell (Unsplash)

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Lernende Organisation und organisationales Lernen

6. Dezember 2019 - 12:00

Christoph Meier hat in diesem Beitrag einige Konzepte und Stichworte zusammengetragen. Die Unterscheidung von single loop learning, double loop learning und deutero learning zum Beispiel (nach Chris Argyris und Donald A. Schön). Die fünf „Disziplinen“ einer lernenden Organisation (nach Peter Senge).

Was ich in diesen Beschreibungen vermisse: Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Modellen und Praxis einer lernenden Organisation und dem wirtschaftlichen Handeln dieser Organisation (bzw. dieses Unternehmens)? Oder kann man erst beim Scheitern eines Unternehmens (von der Krise, dem Skandal bis zur Insolvenz) konstatieren, dass es wohl keine lernende Organisation war? Gibt es über diesen Punkt Studien oder Artikel?
Christoph Meier, scil-Blog, 5. Dezember 2019

Bildquelle: Meritt Thomas (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

„OER kann in der Nutzung kostenlos und in der Produktion bezahlt sein!“

5. Dezember 2019 - 17:16

Auf das neue Buch von Jöran Muuß-Merholz, „Barcamps & Co.“, hatte ich ja bereits hingewiesen. Nun ist das Buch ja offen und frei (kostenlos) verfügbar, so dass sich die Frage aufdrängt, wie es denn finanziert wurde, wer wie an dem Buch verdient und welcher Aufwand mit diesem Weg verbunden ist.

Hier zwei Zitate von Jöran Muuß-Merholz, die hoffentlich auf das gesamte Interview neugierig machen:
„Das Buch ist ein gutes Beispiel dafür, dass bei OER die Nutzung des Materials kostenlos sein kann und gleichzeitig die Produzenten dafür bezahlt werden.“

„Wenn man praktisch mit OER arbeitet, dann stellt man schnell fest, dass jede zusätzliche Auflage bei der Lizenzierung [die über CC BY hinausgeht; JR] viel Arbeit in der Nachnutzung mit sich bringt.“
Gabi Fahrenkrog, Interview mit Jöran Muuß-Merholz, OERinfo – Informationsstelle OER, 4. Dezember 2019

Bildquelle: Collage Jöran mit Buch, Foto: Chris Dies, Agentur J&K – Jöran und Konsorten für OERinfo, Informationsstelle OER, CC BY 4.0 (mit Anpassungen)

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I don’t want to learn

4. Dezember 2019 - 10:00

Ein lesenswerter Artikel: Warum reagieren wir abwehrend, wenn wir von der Notwendigkeit des Lernens, des lebenslangen Lernens hören? Es ist, so Gina Ebner nach einem Moment der Selbstreflexion, auch eine Frage der Formulierung …

„Let’s change the narrative on continuing vocational education and training, and adult education. Let’s stop telling people that they have to learn/train/upskill/reskill. At the workplace, let’s talk about the great opportunity that planned learning will bring and not that ‘we have to do a training’. In fact, let’s have more workplace learning during working hours to ease the pressure on the employees.

Let’s change our arguments to how much joy learning can bring; how many benefits there are, even if they are not financial; that it’s not a task, but an interesting and rewarding activity.

Let’s enjoy and promote all kinds of learning.
Learning can make you happy.“
Gina Ebner, EPALE (Electronic Platform for Adult Learning in Europe), 11. November 2019

Bildquelle: EPALE

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By The Numbers: MOOCs in 2019

4. Dezember 2019 - 6:32

Die Zahl der Kurse und Lernenden, sie steigen auch im achten Jahr weiter, berichtet der MOOC-Informationsdienst Class Central. Wobei man sich schwer tut, verlässliche Zahlen der populären chinesischen Anbieter zu erhalten. Und es gibt noch mehr Online-Degrees und Microcredentials, aber nicht mit dem Schwung des letzten Jahres, als Dhawal Shah von der „second wave of MOOC Hype“ und „the year of MOOC-based degrees“ sprach. Weitere MOOC-Reports sollen zum Abschluss des Jahres folgen.
Dhawal Shah, Class Central/ MOOC-Report, 2. Dezember 2019

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Microlearning – Lust und Neugier als Basis von LERNEN

3. Dezember 2019 - 9:55

Am Anfang vieler Bildungsinitiativen steht häufig die Frage: Wer macht eigentlich mit? Denn im Alltag nicken zwar alle, wenn sie nach der Bedeutung des Lernens gefragt werden. Aber dann gibt es immer Gründe, doch bei bestehenden Routinen und Prioritäten zu bleiben. Und ganz oben steht natürlich der Zeitmangel.

Vor diesem Hintergrund stellt Harald Schirmer (Continental) ein Microlearning-Konzept vor: Maximal 5-minütige Impulse, die Neugier wecken, einen „Aha-Effekt“ auslösen, inspirieren, Lust auf mehr machen. Kurze, selbsterstellte Videos bieten sich da an. Das Enterprise Social Network kann ein hervorragender Ort sein, um Microlearnings zu publizieren, aufzurufen, zu sammeln und zu kommentieren. Aber auch jeder Jour Fixe.

Harald Schirmer bzw. Continental stehen noch am Anfang. Sein erstes Fazit: „Seit einigen Monaten sind die Microlearning weltweit bei Continental im Einsatz, sehr wirksam in Abteilungsmeetings, Führungskräfterunden, im Revers Mentoring, als globale Lern-Inspiration oder als Video in unserer aktuellen #Passion2Learn Campagne. Es wurden relativ schnell weit über 100 Microlearning gesammelt, beschrieben oder als Video skalierbar geteilt.“

Abschließend fragt er, was noch fehlt, was unklar ist oder besser beschrieben werden sollte. Hier meine spontanen Zurufe, die irgendwie alle um den Punkt „das Lernen sichtbar machen“ kreisen:

– Struktur: Könnte jedes ML mit einem kleinen „Call to Action“ schließen? Was will ich – als Kreativer – als Nächstes tun? Was können andere tun, wenn sie das Thema interessiert? Suche ich MitstreiterInnen?
– Kampagne: Die populärsten ML könnten prämiert werden, sie könnten der Aufhänger für ein größeres „Microlearning“-Event sein – vor Ort oder virtuell.
– Gamification/ Motivation: Das Teilen von ML (oder das aktive Aufnehmen und Weiterentwickeln eines Themas) könnte mit dem Erwerb von Badges verbunden werden.
– Nachhaltigkeit: Kann man die ML thematisch clustern, könnte man sie als Indikatoren für größere Kampagnen oder Initiativen lesen. Als bottom-up-Bildungsbedarfsanalyse …
– Nachhaltigkeit: Man könnte die Kreativen nach 8 Wochen interviewen und fragen, welchen Spuren das ML bei ihnen oder in ihrem Umfeld hinterlassen hat.
– Organisation: Könnte man Beispiele für ML-Formate präsentieren und beschreiben (wenn man nicht beim Video stehenbleiben will)?
Harald Schirmer, Blog, 26. November 2019  

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