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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 47 Minuten 52 Sekunden

10 technology trends to watch in the COVID-19 pandemic

29. April 2020 - 9:13

Bildung und Lernen ist ja nur ein Bereich, der gerade kräftig durchgerüttelt wird. Auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen werden auf Grundlage von Digitalisierung und Automatisierung neue Schwerpunkte gesetzt:

1. Online Shopping and Robot Deliveries …
2. Digital and Contactless Payments …
3. Remote Work …
4. Distance Learning …
5. Telehealth …
6. Online Entertainment …
7. Supply Chain 4.0  …
8. 3D Printing …
9. Robotics and Drones …
10. 5G and Information and Communications Technology (ICT) …
Yan Xiao und Ziyang Fan, World Economic Forum, 27. April 2020

Bildquelle: Viktor Forgacs (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

Key Skill: Self-Directed Learning

29. April 2020 - 8:44

Silvia Rosenthal Tolisano nimmt die aktuelle Krise zum Anlass, um einen Blick nach vorne zu werfen. Was sind „key skills for post-pandemic learning“? Natürlich steht hier das selbstorganisierte Lernen ganz oben (ich überspringe hier einmal die Unterscheidung bzw. Diskussion um selbstorganisiertes und selbstgesteuertes Lernen, die ja hierzulande gerne aufgeworfen wird). In ihrem Beitrag zählt die Autorin verschiedene Kompetenzen, Attribute und Strategien des selbstorganisiert Lernenden auf und beschreibt sie näher: Heutagogical Documentation, Curation („a vital skill that directly connects with self-directed learning, but it also develops and strengthens the now skills and literacies in the process …“), Web Literacy – Information & Search Skills, Tutorial Skills, Choice & Voice, Personal Learning Network („A Personal Learning Network (PLN) is indispensable when developing a self-directed learning mindset.“)

„Remote learning relies on students to being self-directed learners. … We need to start planting the seeds early for a more self-directed learning vs. showing up for class and waiting-to-see-what-a- teacher-has-planned for us today!“
Silvia Rosenthal Tolisano, Langwitches, 22. April 2020

Kategorien: Lehren und Lernen

The 4 D’s of Learning: A quick illustrated guide to Modern Workplace Learning

29. April 2020 - 6:42

Die „4 D’s of Learning“, die Jane Hart uns vorschlägt, lauten: Didactics (formal learning/ being taught), Doing (experiential learning/ learning from work), Discourse (social learning/ interacting with others), Discovery (informal learning/ finding things out for oneself). Diese Einteilung hat eine hohe Plausibilität und deckt sich mit anderen Konzepten wie der 70:20:10-Formel. Mit den Überlappungen und Überschneidungen muss man leben. Jetzt ist Jane Hart hingegangen, hat den einzelnen Kategorien Tools und Aktivitäten zugeordnet und diese Zuordnungen in verschiedenen Schaubildern illustriert. Nützlich.

Jane Hart, Modern Workplace Learning Magazine, 28. April 2020

Bildquelle: Jane Hart/ C4LPT

Kategorien: Lehren und Lernen

The State of Knowledge Management in 2020

28. April 2020 - 17:54

Natürlich sind die Corona-Krise und MitarbeiterInnen, die sich jetzt auf neuen Wegen und Kanälen zusammenschließen müssen, auch ein Anlass, das Ganze einmal aus der Brille des Knowledge Managements zu betrachten. Folgende Schwerpunkte gibt uns der Autor mit auf den Weg: Digital Workplace, Artificial Intelligence und Chatbots, Data Visualization, Agile Methodologies und Collaborative Knowledge Management/ Knowledge Sharing. Und diese abschließende Einschätzung:

„Knowledge management is not experiencing a revolution in 2020, but it is continuing to evolve to be more collaborative in a highly digital workplace, and has been a key part of helping businesses to survive in the crisis of our lifetimes. By learning to more effectively use all the collaboration, project management and communication methodologies that are available, along with the selective use of a few new technologies such as AI and visual data display, knowledge workers continue to play a vital role in enterprise business.“
Scott Clark, CMS Wire, 27. April 2020

Bildquelle: Glenn Carstens-Peters (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

Hey #Twitter, ich brauche mal ein paar schöne Ideen

28. April 2020 - 17:30

Twitter funktioniert! @KathrinBischoff fragte: „Was sind Eure Lieblingsformate, damit sich 10 Personen gegenseitig virtuell kennenlernen können? Es geht um die ersten 10-15Min eines Seminars. Habt Ihr Ideen für mich?“ Viele Twitter-Nutzer antworteten. #10FactsAboutMyself, Lieblingswitz, drei Hashtags, Padlet, zwei Wahrheiten/ eine Lüge … und viele Links. Und da ich auch hin und wieder mal vor dieser Aufgabe stehe, ist der Beitrag jetzt im Archiv.
Kathrin Bischoff, Twitter, 26. April 2020

Bildquelle: Dickelbers (wikimedia/ CC BY-SA)

Kategorien: Lehren und Lernen

Ein Trainingsformate-Mix für die „neue Normalität“

27. April 2020 - 22:26

Auch das „swiss competence centre for innovations in learning“ (scil) in St. Gallen muss sich als Bildungsanbieter den neuen Herausforderungen stellen und denkt über die Weiterentwicklung seines Portfolios nach. Dabei hat man in den letzten Wochen vor allem auf drei Feldern experimentiert, wie Christoph Meier in diesem Beitrag näher ausführt:

a) Workshops und Trainings im erweiterten bzw. hybriden Kursraum (um auch externe TeilnehmerInnen vor Ort in verschiedene didaktische Settings zu integrieren);
b) Interaktiv-Webinare (die verschiedene Formen der Gruppenarbeit integrieren und auch mal einen halben Tag dauern dürfen);
c) Trainingsumgebungen in virtueller Realität (um überhaupt dieses Format und seine Möglichkeiten einmal auszuloten).

„Eine aktuelle Herausforderung für uns – ebenso wie für andere Bildungsanbieter – besteht also darin, einen neuen Mix an verschiedenen Durchführungsformaten zu entwickeln, der einerseit Flexibilität beim Bewältigen von Teilnahme- oder Reisebeschränkungen ermöglicht, andererseits aber auch eine mittelfristige Planung von Präsenzterminen. Dieser Mix sollte darüber hinaus die jeweiligen Stärken verschiedener Formate so integrieren, dass ein möglichst erfolgreiches Bildungsprogramm resultiert.“
Christoph Meier, scil-Blog, 25. April 2020

Bildquelle: scil

Kategorien: Lehren und Lernen

The History of the Future

24. April 2020 - 23:19

Audrey Watters hat wieder eine Keynote gehalten – via Zoom an der City University of New York, kurz CUNY. Das Motto der Konferenz lautete „Toward an Open Future“ und Audrey Watters hat sich in ihrem Vortrag (den man wie immer komplett online nachlesen kann) ganz der „Future“ gewidmet: den Futuristen, Trendforschern, Beratern, ihrem Mindset, ihren Konzepten und Methoden und natürlich auch ihren kernigen Vorhersagen, soweit sie die Zukunft der Bildung betreffen. Hier eine aktuelle Kostprobe ihrer kleinen Auswahl: „Online learning will be the „silver lining“ of the coronavirus“ (Sal Khan, Gründer der Khan Academy, 2020).

Aber wie immer geht es ihr weniger um die Vorhersagen selbst, als um die Ziele, Methoden, Absichten und Motive „dahinter“, „the history of the future of education“ halt, wie es auf ihrer Webseite so schön heißt.

„That is, I think, what this conference gets at with its theme „Toward an Open Future.“ It is a reimagining of the teaching and learning and research, one that we must face with great urgency. We have to think about, we have to talk about, we have to make strides toward an open future before the futurist-consultants come in with their predictive models and techno-solutionism and tell the bosses they have to sell off the world to save it. These futurists promise certainty. They promise inevitability. And with their models, no one bears responsibility. „It was the algorithm,“ they shrug.“
Audrey Watters, Hack Education, 24. April 2020

Kategorien: Lehren und Lernen

Mein Lernziel im Corporate Learning MOOCamp 2020

24. April 2020 - 17:36

Unser MOOCamp 2020, mit dem wir letzten Montag gestartet sind, läuft! Inzwischen sind es wieder über 1.000 Teilnehmende! In der ersten Woche stand noch Orientierung im Vordergrund. Wir haben die Infrastruktur des MOOCamps vorgestellt, hatten eine Livesession über “Twitter und LinkedIn als Lernwerkzeug im #moocamp20” und durften mit MS Teams und über 230 Teilnehmenden am Montag unsere Erfahrungen sammeln. Wer noch überlegt, ob er/ sie vielleicht einsteigen möchte, dem kann ich die über 130 Lernziele und Kommentare empfehlen, die die Teilnehmenden hier festgehalten haben. Am Montag geht es mit der Woche der ZF Friedrichshafen weiter.
Jochen Robes, Corporate Learning Community, 18. April 2020

Kategorien: Lehren und Lernen

Die digitale Bildungswirtschaft in Zeiten von Corona: Wer profitiert besonders?

24. April 2020 - 8:28

Man muss die Auswertungen von Selbstauskünften immer mit Vorsicht genießen. Wer möchte sich schon selbst gerne – auch anonymisiert – als Verlierer der Krise bezeichnen? Auch ist es wahrscheinlich noch sehr früh, um belastbare Rückmeldungen auf die Geschäftsentwicklung zu erhalten. Interessiert hätte mich jedoch, ob die befragten Unternehmen bereits Kurzarbeit angemeldet oder andere staatliche Hilfen in Anspruch genommen haben. Wie dem auch sei, hier ein Ergebnis der „Corona-Blitzbefragung“: „Vorteile haben reine Online-Anbieter, junge Unternehmen und Anbieter mit den Zielgruppen Weiterbildungsakademien und Schule.“
Lutz Goertz, mmb Institut, 24. April 2020

Bildquelle: Tandem X Visuals (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

Didaktik des Überflusses @ #ecfra20 (Corona Log 21)

24. April 2020 - 0:19

Im Titel stecken gleich mehrere interessante Hinweise. Zum einen der Gedanke einer „Didaktik des Überflusses“, die uns Jöran Muuß-Merholz hier (in Anlehnung an Martin Weller) vorstellt:

„In traditionellen Lernsettings mussten wir mit Mangel umgehen. Es gab nur begrenzt Lernmaterialien, nur begrenzt Raum zur Visualisierung, nur begrenzt Werkzeuge zur Medienproduktion, nur begrenzt Möglichkeiten zur Vernetzung mit Dritten. In aktuellen Lernsettings müssen wir mit Überfluss umgehen. Es gibt zu viele Lernmaterialien, zu viel Raum zur Visualisierung, zu viele Werkzeuge zur Medienproduktion, zu viele Möglichkeiten zur Vernetzung mit Dritten. In einer Didaktik des Überflusses kehren sich die Vorzeichen um.“

Diesen Gedanken, und hier kehre ich wieder zum Titel des Beitrages zurück, möchte er auf dem digitalen EduCamp, dem #ecfra20 (24./ 25.04.2020), diskutieren. Und schließlich weist „Corona Log 21“ auf die Serie von Blogbeiträgen hin, die Jöran Muuß-Merholz im Zeichen der Corona-Krise im März begonnen hat.
Jöran Muuß-Merholz, J&K – Jöran und Konsorten/ Blog, 23. April 2020  

Kategorien: Lehren und Lernen

Massive Open Online Courses after the Gold Rush. Internationale und nationale Entwicklungen und Zukunftsperspektiven

22. April 2020 - 13:19

107 Seiten umfasst diese Studie, die von einem Team des International Centre for Higher Education Research (INCHER, Kassel) und des Leibniz Center for Science and Society (LCSS) durchgeführt wurde. „Ziel der Studie war es […], die Entwicklung der MOOC-Provider im Zeitraum 2011-2017 weltweit zu untersuchen und diese Entwicklung unter Berücksichtigung interdisziplinärer Theorieansätze mit dem deutschen Hochschulsystem in Verbindung zu setzen, um auf dieser Basis erwartbare zukünftige Entwicklungslinien zu skizzieren.“

Also hat man zum einen die Literatur über den Markt der MOOC-Anbieter untersucht. Und zum anderen fünf Experteninterviews mit Hochschulvertretern in Deutschland ausgewertet. Die Studie konstatiert einen MOOC-Hype zwischen 2012 und 2015 und eine folgende „Stabilisierung“ des Marktes. Deutsche Hochschulen haben sich ja bis heute nur sehr verhalten an dieser Entwicklung beteiligt. Hier halten die AutorInnen fest: „Für Deutschland ist kein grundsätzlicher Ausbau von MOOCs zu erwarten. Insbesondere die in anderen Ländern beobachtbare Entwicklung der Verschränkung von MOOC-Angeboten und klassischer Hochschulausbildung ist unter den momentanen Rahmenbedingungen für das deutsche Hochschulsystem nicht zu erwarten.“

Dies gilt jedoch nur, soweit nicht die Corona-Krise zu einer „vollkommenen Neubewertung von digitalen Lernangeboten“ führt, wie es im letzten Absatz der Einleitung heißt.
Otto Hüther, Anna Kosmützky, Igor Asanov, Guido Bünstorf und Georg Krücken, INCHER-Kassel und LCSS, 2020

Bildquelle: Mathieu Plourde (Flickr/ CC BY)

Kategorien: Lehren und Lernen

Was macht ein gutes Erklärvideo aus?

21. April 2020 - 21:11

Sandra Schön und Martin Ebner haben ja schon eine Reihe von Texten zum Thema geschrieben. In diesem kurzen Artikel geht es noch einmal um die „wichtigsten medialen und didaktischen Gestaltungskriterien für großartige Erklärvideos“. Ganz oben stehen natürlich gute Geschichten, die erzählt werden. Und dann sind wir schon bei den „Multimedia-Prinzipien“, die bereits in den 1990er Jahren entwickelt wurden und Erkenntnisse über das Verhältnis von Bildern und Texten festhalten. Der Beitrag schließt mit einigen Tipps zum Erstellungsprozess von Erklärvideos.
Sandra Schön und Martin Ebner, in: Dorgerloh, S. & Wolf, K. (Hrsg.): Lehren und Lernen mit Tutorials und Erklärvideos. Beltz, S. 75-80 (via ResearchGate, April 2020)

Bildquelle: Lernvideo-Canvas (Sandra Schön/ Martin Ebner)

Kategorien: Lehren und Lernen

Corporate Learning In The Crisis: Microsoft Teams Coming On Strong

20. April 2020 - 21:27

Im Artikel finden sich: Aktuelle Stichworte (Corona, LXPs, Learning in the Flow of Work), Hinweise auf Angebote der Josh Bersin Academy und dann das, was auch die Überschrift andeutet: eine tiefe Verbeugung vor Microsoft Teams. Das liest sich zum Beispiel so:

„Let me talk about Microsoft Teams as a platform. All evidence shows that Microsoft Teams may be one of the most successful products ever built. Not because it’s the first corporate messaging platform (Microsoft has had Skype for years, and products like Slack, Webex, and Workplace are huge), but because it’s perhaps the most “corporate” of all.“

Wenn also Teams mehr und mehr zum Mittelpunkt unserer Arbeits- und Kollaborationsprozesse wird, dann will man hier auch, so Josh Bersin, nach Informationen und Lernressourcen suchen. Und nicht in der Lernplattform nebenan. Auch nicht, wenn sie Learning Experience-Plattform heißt. Das leuchtet ein. Und macht aus Unternehmensperspektive auch Sinn. Aber mit etwas Fantasie werden neben Teams auch in Zukunft die vielen Plattformen und Apps stehen, die wir in Projekten mit externen Partnern und Agenturen, in Netzwerken und in privaten Gruppen nutzen. Von daher würde ich heute bei der Entwicklung meines Corporate Learning noch nicht alles auf die Karte „Schnittstelle zu/ Integration in Teams“ setzen. 
Josh Bersin, Blog, 14. April 2020

Bildquelle: Josh Bersin  

Kategorien: Lehren und Lernen

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