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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 17 Minuten 58 Sekunden

Kompetenzen sichtbar machen mit Open Badges

7. November 2019 - 18:01

Die HFD Community Working Group Kompetenz-Badges hat ihren Abschlussbericht vorgelegt (49 Seiten). Und die Crux der Sache liegt schon in der Beschreibung von Open Badges als „digitale Kompetenznachweise“, die immer wieder im Bericht herangezogen wird. Da heute jeder Aussteller selbst bestimmt, wofür er einen Badge herausgibt, können Badges „digitale Kompetenznachweise“ sein, sie müssen es aber nicht. Zum Beispiel, wenn der Veranstalter eines BarCamps allen TeilnehmerInnen nur für die Anwesenheit einen Open Badge ausstellt.

Wie auch immer: Die „Sichtbarmachung von Kompetenzen … im Kontext der vernetzten Bildung in der digitalisierten Welt“ ist ein großes Thema. Deshalb hat die Arbeitsgruppe eine Reihe von Gesprächsrunden mit VertreterInnen aus Wirtschaft, Hochschule sowie der Open Badge-Community moderiert und ausgewertet. Auf Grundlage dieser Gespräche wurden im Anschluss drei Einsatzszenarien für Open Badges entworfen.

Einige Eindrücke aus den Gesprächen: Die Wirtschaft ist skeptisch. PersonalvertreterInnen sehen es pragmatisch („große Probleme mit dem Management von Zertifikaten“; wollen erkennen, „was Menschen wirklich können“). HochschulexpertInnen sind interessiert. 

„Die Arbeit in der HFD Community Working Group zu Open Badges hat einmal mehr gezeigt, dass das Thema digitale Kompetenznachweise (Micro-/Credentials) überaus komplex ist. Stakeholder aus unterschiedlichen Bereichen artikulieren sehr unterschiedliche Erwartungen und haben auch unterschiedliche Ansichten und Bedenken gegenüber der Thematik.“ (S. 34)
Ilona Buchem, Dominic Orr, Christine Brunn, Hochschulforum Digitalisierung, Arbeitspapier Nr. 48, Berlin, Oktober 2019 (pdf)

Kategorien: Lehren und Lernen

Vom Podcastverweigerer bis zum Heavy Listener – Auswertung unserer Podcastumfrage

7. November 2019 - 8:29

Noch einmal das Hochschulforum Digitalisierung. Dort hat man kürzlich (Oktober) eine Umfrage zur Podcastnutzung durchgeführt. Einige Ergebnisse: Man hört Podcasts vor allem zur Unterhaltung, schätzt eine Länge zwischen 15 und 60 Minuten sowie interessante Themen und gute SprecherInnen. Aber das Herzstück solcher Umfragen sind natürlich die Lieblingspodcasts der HörerInnen. Ganz vorne: ZEIT Verbrechen, Steingarts Morning Briefing sowie Fest & Flauschig. By the way, auch das HFD produziert drei Podcast-Kanäle …
Katharina Fischer, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 6. November 2019

Bildquelle: Hochschulforum Digitalisierung

Kategorien: Lehren und Lernen

AI, education and training and the future of work

6. November 2019 - 19:38

Graham Attwell hat den Start eines neuen ERASMUS-Projekts protokolliert („Improving skills and competences of VET teachers and trainers in the age of Artificial Intelligence“). Nichts Aufregendes, weil es ja gerade erst gestartet ist. Aber Graham Attwell hat seine Slides und mit ihnen einen Lektüretipp verlinkt: „Artificial Intelligence In Education: Promises and Implications for Teaching and Learning“ (Charles Fadel, Wayne Holmes, Maya Bialik). Lektüre für die Nach-Weihnachtszeit …

„AIED [Artificial Intelligence in Education] includes everything from AI-driven, step-by-step personalized instructional and dialogue systems, through AI supported exploratory learning, the analysis of student writing, intelligent agents in game-based environments, and student support chatbots, to AI facilitated student/tutor matching that puts students firmly in control of their own learning.“
Graham Attwell, Pontydysgu – Bridge to Learning, 5. November 2019

Kategorien: Lehren und Lernen

„Fake-Nachrichten können die Wikipedia-Community nicht beeindrucken“

6. November 2019 - 16:33

Aus den Schlagzeilen ist Wikipedia heute verschwunden. Der Dienst ist einfach da. Und hat doch noch Ziele und eine Agenda. Fake-Nachrichten stehen nicht ganz oben. Eher der Niedergang der Lokalpresse und Diversität der Themen und Stimmen. Und das Wachstum der Wikipedia in den Sprachen der Entwicklungsländer. So Jimmy Wales im Spiegel-Interview. „Für mich ist das die ursprüngliche Vision der Wikipedia, eine Enzyklopädie für alle in ihren eigenen Sprachen anzubieten. Das ist mein Lebenswerk.“
Torsten Kleinz, Interview mit Jimmy Wales, Spiegel Online, 6. November 2019

Kategorien: Lehren und Lernen

Your Interview With AI

5. November 2019 - 21:44

Ein kurzer Blick über den Gartenzaun und ins Recruiting in den USA. Dort berichten Job-Suchende, dass sie die ersten Interviews nicht mehr mit einem menschlichen Gegenüber führen, sondern sich stattdessen auf einer Plattform anmelden, ihre Kamera einschalten und die Fragen des Systems beantworten. „AI-based hiring“ oder „AI-assessed interviews“, heißt der Trend.

Der längere Artikel berichtet über Möglichkeiten und Grenzen der Plattform („HireVue“), über Arbeitgeber, die sie einsetzen, und ob und wie Hochschulen ihre Studierenden auf diese Entwicklung vorbereiten. Schließlich geht es auch darum, was der Einsatz dieser Plattformen für klassische Abschlüsse und Qualifikationen bedeuten könnte.
Lilah Burke, Inside Higher Ed, 4. November 2019 

Bildquelle: Hitesh Choudhary (Unsplash)

Kategorien: Lehren und Lernen

making time for learning

4. November 2019 - 20:57

Hier sind die Merksätze, die ich aus diesem Beitrag von Harold Jarche mitnehme: „… the objective is to optimize the blue (collaborative) activities in order to make time for the green (cooperative) activities“. Denn: „Working collaboratively plus learning cooperatively are essential for sensemaking at the individual and organizational level.“ Was das Optimieren der Zusammenarbeit betrifft, weist Harold Jarche auch gleich auf ein wohlbekanntes Übel: die Zeit, die Menschen in Meetings verbringen.
Harold Jarche, Work is learning & learning is the work, 24. Oktober 2019

Bildquelle: Harold Jarche

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